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Mittwoch den 16. Mai
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Uebersichl
der für das (Statsjahr 1S94/95 von (großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Landgemeinden des Greises (gießen.
E
Namen
der
Umlagen auf daS ge iammte Commonol Steuer - Kapital bei
Sonstige Ausschläge
S
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Umlagen auf das ge- sommte Commniial- Steuer»Capital der
Sonstige Ausschläge
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der
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Beitrag
21
Bezeichnung
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Gemeinden
Ausschlag
aus 1 vtc Rormal- £ teuer: Capital
OQ a &
Au«-. schlag
auf 1 Jt Normal- Steuer- Capital
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der Art de« Ausschlags und der Reparltttonsnorm
C c.
Gemeinden
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CTi X
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Ausschlag
auf 1 JL Normal Steuer: Capital
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der Art des AuSschlagS und der RepartitionSnorm
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üUtnbori an der Lahn Ollendorf an der Lumda ÜUetiflbauitn ....
1000
5820
5500
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4
4
4
4
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Aus
das Steuercopital der Eo.
42
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4
4
4
Wie Ord.-Nr. 7a Wie Crb. 9k. 7a.
Wie Crb.:9k. 8
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Wie
Orb. 9k. 3.
46
47
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Wie Crb.-Nr. 7a.
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Bellershain.....
Vers ob......
9300 3640
—
29,585
48,069
4
4
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200
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4
4
4
Wie Crb.-9k. 3.
Aut daS (SJrunbfteue'capita’
Aus das S'euercaptiai der immei steuerbaren Öbj cte
Keine Umlagen
48
49
50
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52
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Nieder Befsingen . . .
Nonnenroth.....
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2000
7200
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25,110 18 052
21 827 30,956 20,264
4 4
4 4
4
466
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4
4
10 11
12
13 14
Bettenhausen. . .
Beuern.......
Birklar.......
BmkbarbSselben . . .
CÜmoach......
2800
4000
5660
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17,127
15,542
32,060
49,941
22,063
4
4
4
4
4
488
772
3,131
6 255
4
4
Wir
Wie
Ord.-R . 8
Orb.’91t. 8
53
53 h
54
55
56
O er Hö'gern .... Obtr-Sttinberg .... Ode,chausen.....
Oppenrod......
Cuecfborn .....
4200
2000
1500
4700
22,080
27,966
20,411
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4
4
4
4
1058
6711
4
Wie C'b.-Nr. 8
Keine Umlagen.
15
Daubringcn.....
3200
34,886
4
57
Rabertshausen ....
2800
39,863
4
60
0.881
4
Wie Crd.-Rr. 8
h,
Dorf-EM......
5600
52,431
4
58
ReinhardShain ....
4000
40,406
4
17
Eberstadt......
6000
26,147
4
59
Reiskirchen.....
3500
21,547
4
18
19
20
21
22
23
24
26
EtiingShaufen .... Feldhrim (Feldgernaikung) Kaibenieich.....
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(Söbelm ob .....
(Ärohen-Buseck .... Grotzen Linden .... iKrüuberg......
Erüningrn
4000
4000 4800
2550 11000 17000 27706
6800
22,098
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24,147 27 470
30,625
4
4
4
4
4
4
4
4
1000
80
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Wie
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Ord.-Nr. 7a
Orb. Nr. 8
Ord. Nr. 8
Ord.-Nr. 8
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Keine Umlagen.
28
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Keine Umlagen
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Wie Crb.-Nr. 8
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4
Wie Crb.-Nr. 8
Vorstehende Uebersichl wird hiermit als richtig bescheinigt und unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, baß die Erhebung der Umlagen in vier Zielen, und zwar in den Monaten Juni, August, October und December 1894 erfolgen soll. An allgemeiner evangelischer Kirchensteuer werden von den Angehörigen der evangelischen nirche pro 1 Mark - (gleichzeitig wirb ^bemerkt, daß die Publication vorstehender Uebersichl im Großh. Regierungsblatt am 8. b. MlS. erfolgt ist, und daß von diesem Tage an die Frist zum Vorbringen von Reclamationen läuft, welche gegen die Erhebung der Umlagen überhaupt gerichtet stnd.
Gießen, den 10. Mai 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Feuilleton.
Sir Schui-Conferrn).
Humoreske von Robert Rößler.
(Nachdruck verboten.)
ES war in den HundStagen des August, als auS dem Dorfwaldchen ein Einspänner auf daS einsame Schulhäuschen zugelenki wurde. Pferd, Kutscher und Jnsaffe deS Wagens schienen den langen Weg durch Sand und über Baumwurzeln herzlich satt zu haben.
Kaum hielt der Wagen vor dem schulhause, so sprang die junge §tqu Schulmeisterin freundlich von der HauSrhür herbei und begrüßte den Herrn Patben und Schulrector.
„Willkommen in Hartenau? DaS nenn ich eine Heber- raschvrig.- t
„Nun ja, Jettchen, ich bins," lachre der Fremde. „Unb wo steckr der Heinrich?"
„Nichts für ungut, Herr Pathe; er hält erwaS Nach- muragsruh drin aus dem Sopha."
„Hab mirS schon gedacht- na, wenn er nur zu Hause ist, bin ich schon zufrieden."
„3a," meinte die junge Frau, „waS soll er hier auch machen am Sonntag Nachmittag?"
Und nun gingen sie nach der guten Stube, wo der Lehrer bald erwachte, als der Besuch einirat.
Der Kutscher spannte auS und suchte sich im Kuhstall neben der Schwarzschecke ein Plätzchen für seinen müden Braunen. DaS war billig, da braucht er nicht nach dem WirthShauS zu fahren, Geld zu verzehren und Stallgeld zu zahlen, denn sein Fahrgast, der auSsah, wie der echte Schulmeister von Sadowa, schien kein Herr Baron von Habeviel und nicht von Gebendorf zu fein, denn ei harre um die Fuhre gehandelt und ein richriger Fuhrmann tarirt seine Seine in puncto puncti, betreffs des Trinkgelds, auf den ersten Blick und mehrichdendeelS rrcht-g.
Der Lehrer begrüßte verwundert den Herrn Palhen und Collegen.
„Um GoireSwillen, was sührt Sie nach Hartenau? — F x, Jettchen, eine Schaale Kaffee, em paar Bohnen mehr als sonst. Nein, eher hatte ich mir träamen lasten, der Himmel stürze ein, als Sie erwartet."
„Ern GlaS SelterSwaffer wäre mir lieber,“ meinte der Herr Pacht, ober der junge Lehrer zuckte mit den Achseln:
„Thur mir leid, Herr College, damit kann ich nicht bienen; ehe wir hier so weil kommen, vergehen wohl noch Jahre, aber wenn Ihnen mit einem kühlen Trunk auS unserem Quell« bronn gedient ist, gesund, hell und klar ist daS Master —"
Die Stallmagd lief also rasch nach dem Quell und brachte den erfrischenden Trauk.
„WaS führt Sie also her?" fragte der Hartenauer.
„Na, die Sache ist sehr einfach," meinte der ältere College. „Ich soll nämlich in Eurer Kreisstadt Rector und Cantor werden, habe mich deßhalb bei Magistrat und Schulinspector vorgestellt und gestern Probelection gehalten."
„Nun und —?" fragte der junge College.
„Nun denke ich, die Sache ist in Ordnung, wenigstens haben mir die Herren gratuUrt; morgen ist Sitzung und da werden sie mich hoffentlich wählen."
„Das ist ja herrlich," sprang Heinrich auf, „endlich kriegen wir einen Freund und guten Bekannten in unsere Gegend, na, meine Frau wird Augen machen."
„Ja, ich werde Euer Nachbar," erzählte der Pathe weiter, „und weßhalb ich heute schon komme? Na, ich war neugierig, wie mein Pathchen und ihr junger Mann im neuen HanS sich eingerichtet haben. Hätt' ich freilich geahnt, bafc


