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Die Gießener AamikieoblLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal betgelegt.
Zweites Blatt. Dienstag den 16. Januar__
Gießener Anzeig er
Kenerat-Wnzeiger.
1894
Bierteljähriger AAonnemeutspreisr 2 Mark 20 Piz. mit Bringerlohn. Durch die Post briogt* 2 Mark ÖO Pfg.
Redaction, Lxpeduto« und Druckerei: Kchntftraße Ar.7.
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Zlints- und Anzeigeblatt für den Tiveis Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den Z&rrtH(>Y Cfcrttttt fifrtfLn* aQt Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen
folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. IlUyC. ^UUHUCHVIUIIXU Anzeigen für den .Gießener Anzeiger- entgegen.
Feuilleton.
Fanny.
Humoreske von Gebh. Schätzler-Peressini.
(Schluß.)
Die Frau Oberst schnellte von ihrem Sitze auf.
„Aennchen, Kind, einen solchen Menschen wolltest Du heirathen?"
„WaS?" rief der Doctor, und rieb sich die Stirn.
„Aber Mama, das fällt mir doch gar nicht ein!" lachte Aennchen, „Das ist ja gar nicht der Rechte!"
„Nicht? — Ja, wer sind Sie denn?" hastete gänzlich verwirrt Frau Eulalie.
„Für gewöhnlich war ich ein Mensch," stieß der junge Lhierarzt athemloö hervor. „Im Leben heiße ich Erich Hahnenkamp, bin Thierarzt —"
Aennchen verließ schleunigst das Zimmer.
„Thierarzt! ?"
„Ja, aufzuwarten- jetzt aber bin ich wahnsinnig ge- worden! Das steckt an in diesem Hause! Lasten Sie meinet- toFBen Ihren Köter curiren von wem Sie wollen- ich setze keinen Fuß mehr über die Schwelle."
Damit stürmte er athemlos hinaus, die Frau Oberst händeringend zurücklassend. O, diese Blamage!
Eben trat auch der Oberst ins Zimmer und schaute verblüfft dem HinauSstürmenden nach.
Alle Wetter," meinte er, „nimmt der Mensch vor Dir so Reißaus, Eulalie?"
AennchenS kluges Köpfchen hatte bald den ungefähren Zusammenhang begriffen, umsomehr ihr Erich die eigenthüm« liche Unterredung mit dem Papa erzählte.
Jetzt zog sie den Geliebten über den Corridor nach dem Zimmer der Mama — da rannte ihnen der falsche Doctor entgegen. Erich wollte ausweichen, aber zu spät. Der wüthende Thierarzt trat ihm in der Haft wuchtig auf den Fuß.
„Entschuldigen Sie — au!" schrie schmerzlich Wimmerlich. Ohne Entgegnung rannte der Andere zur Thür hinaus. Nun hatte der hübsche Erich leider ein kleines Aeuglein am Fuß, ich muß es zu seiner Ehre gestehen, es war klein und allein. Das schmerzte ihn aber dermaßen, daß er sich nicht enthalten konnte, „Au!" zu rufen und der Thüre der Frau Oberst zuzuhinken.
Aennchen öffnete die Thür, schob ihn hinein, rief noch
durch die Spalte: „DaS ist der Richtige, Mama!" und klappte wieder die Thüre zu, ihn allein lastend, wie einen armen Sünder vor den Eltern.
In einem einzigen Blicke lag die ganze Musterung der vor Aerger fiebernden Frau Oberst.
„Ha?" rief der Oberst, „da sind Sie ja! Na, wie weit find Sie denn mit ihr?"
„O, sehr weit," stammelte er, „sie ist mein, 'sie ist wein!"
„WaS? —- Herr, Sie haben sie doch nicht ans Mester geliefert? Lebt sie noch?"
„Aber Herr Oberst!" — Schmerzlich knickte Erich mit dem einen Bein zusammen.
„Mann, Albert!" fuhr Eulalie auf, „fange nicht wieder an, sonst werde ich wirklich wahnsinnig! Das ist doch Herr Erich Wimmerlich, der Bräutigam unserer Tochter, Doctor der Medicin."
„Was?!"
Des Obersten Schnurrbart sträubte sich wüthend. Jetzt kam Aennchen ins Zimmer gehuscht. Das „Bräutigam" gibt jedem Mädchenherzen einen electrischen Schlag, da war sie schleunigst zur Stelle.
„Ja, Papa," rief sie, „das ist der Freier, der heute Morgen bei Dir um meine Hand anhalten wollte. Hat Dir die Mama nichts gesagt?"
Jetzt ging dem alten Krieger ein Licht auf.
„Bomben und Granaten!" rief er aus, „da sind wir mal gründlich aufgesesten! Also das war die gute gesunde Luft in Waldheim?"
„Ja, ja — Papa!"
„DaS Dein Sonnenschein, Hexej?"
„Immer, Papachen!"
?Na, das muß man sagen, die Temperatur in Waldheim hat bei Dir gut angeschlagen," lachte er, „Dich schicke ich gleich wieder zu der Tante!"
„O, ich ginge auch gar nicht mehr allein."
„Ja, und der Mensch, der so wüthend davonlief?" fragte Tannheim.
„War der Thierarzt," ergänzte Eulalie sehr beschämt. „Warum hast Du mir denn nicht gesagt', daß Du ihn bestelltest?"
„So ähnlich frage ich Dich auch, Eulalie," meine lakonisch der Oberst. „Also Sie wollen mir mein Kind nur so im Galopp wegnehmen? Daraus wird nichts."
„Au!" knickte Erich mit dem einen Bein zusammen.
„Was haben Sie denn?" fragte Tannheim.
„Hühneraugen!" wimmerte Wimmerlich unüberlegt.
DaS besänftigte den alten Soldaten.
„Na nu," meinte er, „wennS Ihnen von meiner Antwort gleich in die Beine fährt, muß es doch tiefer fitzen. Sie find —?"
„Doctor der Medicin, Erich Wimmerlich, Wund- und —" stotterte in seiner Verwirrung Erich.
„Na, meinetwegen," platzte der Oberst schnell heraus. „Wie meinst Du, Eulalie?"
„Ich denke, wir geben sie ihm . . ."
„Ach, Mamachen!"
„Herr Oberst! — Gnädige Frau! —"
Umarmung! Tableau!
„Halt?" rief plötzlich der Oberst. „WaS fange ich mit Fanny aber an?"
In diesem Augenblick trat Marie ins Zimmer.
„Herr Oberst, unsere Fanny bellt fortwährend de« Herrn nach, der hier war und der über die Treppe fiel, ich kann sie gar nicht beruhigen. Von der Krankheit merkt »an keine Spur."
„Gott sei Dank!" rief Tannheim. „Laß sie bellen und wenn das Haus darüber einfällt! Herr Doctor, Sie bleibe» hier bei uns, wir feiern Verlobung. . . Marie, hole aus dem Keller die staubigen Flaschen, — und in der Küche, was gibt es da?"
„Bis jetzt — nur gebackene Cylinderhüte!" antwortete Marie, verließ aber mit unterdrücktem Lachen schnell daS Zimmer.
„Was?" knurrte der Oberst erstaunt.
„Allmächtiger!" rief Erich, „mein Cylinder, — er ist mir in den Teig gefallen!"
„Na, das ist ja 'ne nette Bescheerung."
Tannheim platzte beinahe vor Lachen - da daS Lachen aber bekanntlich ansteckend wirkt, so lachten sie bald alle vier. Und es war ein recht herzliches, glückliches Lachen.
♦ ♦
*
Die Fanny ist wieder vollkommen gesundet von ihrer „Herzkrankheit"- ohne Wasser über den Kopf, selbst ohne jede Behandlung. Herr Doctor Hahnenkamp hat sich nie mehr blicken lassen, der Oberst hat ihm jedoch ein „Schmerzensgeld" übersandt.
Erich Und Aennchen sind ein glückliches Paar geworden, — aber unter den Pantoffel ist er doch gerathen. Doch der ist so winzig klein und weich bei seinem Weibchen, es lebt sich ganz mollig darunter.
Niemals hat Aennchen ihn — gebissen.
Nutzholzverfteigerungen.
Es sollen öffentlich versteigert werden:
Mittwoch den 17. Januar l. Js. im Arusburger Walde in den Dtftric'.eu Hardt, Deckclborn^und Hain:
3 Sieben Schnittholz-Abfchniltel.Kl. — 3,84 fm(40—50 em m. Durchm.), 115 Sichen Abschnitte (Schnittholz II. Kl., Bau- und Werkholz) — 55 fm (15—45 cm ui. Durchm.),
32 Buä'en Abschnitte (Schnitt- und Wagnerholz) — 27 fm (35—55 cm in. Durchm.),
115 Fichten Abschnitte (Bauholz) — 38 fm (15—35 cm m. Durchm.), 36 Kiefern Abschnitte — 18 fm (20—35 cm m. Durchm.), 60 Fichten Derdslaugen — 4 fm,
4 rm Sichen. Nutzscheuholz, 6 rm Sichen' Nutzprügelholz und 3 rm Erlen-Nollen.
Zusammenkunft: Vorm. 10 Uhr im District Hardt 13 bei Nr. 113.
Donnerstag den IS. Januar l. Js. im Feldheimer Walde:
15 Sichen - Abschnitte (Schnittholz I. Kl.) = 20 im (45—62 cm m. Durckm.),
25 S'chen Absch,title (Schnittholz II. Kl., Bau- und Werkholz) — 20 fm (25—50 cm m. Durchm.),
60 Frchten-Bauholz.Abschnltte — 13 fm (15—25 cm m. Durchm.), 12OO Fichten - Derbstangen (Sparren, Gerüststangen, Baumstützen rc.) — 65 fm,
6 rm Fichteu-Rcisstangen.
Das Stchenstammho!,; wird zuletzt versteigert. Zusammenkunft: Vorm. 10 Uhr aus der Haide bei Nr. 52. Arnsburg, den 10. Januar 1893. [333
_____________Gräfliche Oberförsterei.
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A. Fangmann, Bahnhofstraße 29.
Donnerstag den 18.Januar, i Vormittags 11 Uhr, soll im Garnison-. ^Lazareth iu Gießen für 1893/94 die (Lieferung der erforderlichen Ver- pflegungs - Bedürfniffe und die Abnahme der gewonnenen Brotreste, Küchenabfälle und Knochen verdungen werden.
Die Bedingungen sind im Geschäftszimmer des Lazareths einzusehen. [287
Großherzogliches Garnison-Lazareth.
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