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16.1.1894 Erstes Blatt
 
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* Thiergualerei. Ein Bauersmann, welcher ein Schwein im Schlachrhaule einstellte, schn'tt demselben, tim es zu kenn- zeichnen, kurzer Hand ein Stück vom einen Ohre ab) er wurde wegen Thierquälerei zur Anzeige gebracht.

Unfall. In der Nackt vom SamStag zum Sonntag, beim Auslöichen der Nichtrichllarernen, glitt der Laternen »ärler Schäfer von hier auf seinem Rundgang zwischen Sicher- und Grünbergerstrabe in der Nähe des Lerchenwäldchens >n» und erlitt einen Armbruch.

* Diebstahl. Heute Morgen wurde auf erhobene An­zeige ein Handwerksbursche auf der Herberge dahier verhaftet, »elcker seinem Schlafcollegen während der Nacht 1 Mk. aus der Tasche entwendet hatte.

* Reiskirchen, 14. Januar. Heute hielt Herr Obstbau­techniker Metz von Friedberg einen recht lehrreichen Vortrag Aber das ThemaPflanzung und Pflege der Obstbäume". Die Versammlung, welche im Gundrum'schen Saale stattfand, war recht zahlreich besucht.

§ Heisters (Kreis Lauterbach) 13. Januar. Der hiesige Bürgermeister Conrad Dietz, ein allgemein geachteter und angesehener Mann wurde gestern plötzlich von einem schnellen Tod ereilt. Derselbe war auf dem Heimweg aus Herbstein begriffen, fiel in der Nähe des Friedhofs plötzlich um und «ar sofort eine Leiche. Jedenfalls hat ein Schlaganfall seinem Leben ein jähes Ende bereitet. Dietz stand im Alter von 74 Jahren und war bereits 43 Jahre Bürgermeister über die Orte Heisters, Wllnschen-Moos und Zahmen. Erst im vorigen Jahre wurde er einstimmig wiedergewählt.

§ Crainfeld. 13. Januar. Der Jagdpächter Heinrich Schmalbach VI. schoß in der Nähe unseres Orts ein be­sonders starkes Eremplar einer Wildkatze.

4- Büdingen, 14. Januar. Heute wurde unser neu- erbautes Gewerbeschulgebäude unter entsprechenden Feierlichkeiten eingeweiht.

T Rinderbügen, 13. Januar. Der Bergmann H. von hier, welcher vor einigen Tagen auf der ZecheHedwig" verunglückte, ist seinen Verletzungen erlegen.

Gernsheim a. Rh., 12. Januar. Heute wurde von der Holzhandlung Heinrich Bauer dahier ein nach Worms bestimmter Wagen mit Eichendielen im Gewichte von fünfzig Gentnern über die Eisdecke des Rheines nach dem jenseitigen Ufer verbracht. Da dies der erste das Eis hier passirende Wagen war, wurde derselbe von zwölf Männern an längeren Seilen gezogen und die Pferde hinterher geführt. Es ist dies ein Beweis, zu welcher Stärke es das Eis durch die anhal­tende Kälte schon gebracht hat.

Mainz, 14. Januar. Heute früh kurz nach 6 Uhr wurde am diesseitigen Tunneleingang der 20jährige Maschinenheizer Hermann Ranis von dem Frühschnellzuge Darmstadt-Mainz ßberfahren und so schwer verletzt, daß er gleich nach jeiner Ankunft im Rochushospital starb.

D ermüdetes.

Me. Marburg, 14. Januar. Auf der Main-Weser-Bahn zwischen Hausen und Bockenheim wurde vorgestern ein junger Mann von einem Eisenbahnzuge überfahren und getödtet. Man weiß nicht, wie der junge Mann unter den Zug ge­kommen ist, noch wer er ist und woher er kam. Die Unter­suchung wurde sofort eingeleitet.

Ms. Kassel, 14. Januar. Der hiesige Bezirksausschuß hat auf Grund des Gesetzes über die Schonzeiten des Wildes den Schluß der Jagd auf Hasen, Auer-, Birk- und Fasanenhennen, Haselwild und Wachteln für den Bereich des Regierungsbezirks Kassel auf den 18. Januar Abends festgesetzt.

Ms. Witzenhausen, 14. Januar. Auf eine beklagens- werthe Weise kam in Weidenbach der in weiteren Kreisen als Landwirth geschätzte Bürgermeister Hübenthal ums Leben. Derselbe war in der Scheune beim Wegschaffen des Strohes oben in denKehlhölzern" besckäftigt, als er infolge eines Fehltrittes durch die nicht hinreichend geschützte Scheuer­luke stürzte und dadurch so schwere innere Verletzungen erlitt, daß alsbald der Tod eintrat. Hübenthal war ein sehr be­liebter Mann- Beweis: er war 32 Jahre lang hintereinander Bürgermeister von Weidenbach. Das will in einem Dorfe viel sagen.

* AuS Westpreußen, 11. Januar. Im vorigen Jahre mußte die Schule zu Rahnenburg geschlossen werden, weil weder die Regierung noch die eingeschulten Güter Holzmaterial lieferten. Der Cultusminister entschied, daß die Regierung zur Holzlieferung verpflichtet sei. Die letztere hat dagegen die Gutsbesitzer als die zur Lieferung Verpflichteten verklagt. Da b'.s jetzt kein Holz geliefert wird, muß die Schule aber­mals geschlossen werden.

St. Antwerpen, 13. Januar. Die einzelnen Abtheilungen der Ausstellung sind jetzt definitiv abgemeffen. Die größte derselben ist die belgische, die 30000 Quadratmeter umfaßt, bann folgen die französische mit 15 000, die deutsche mit 10000, die englische und italienische mit je 4000, die holländische mit 3000, die österreichische und russische mit je 2000, die schweizerische mit 1500 Quadratmeter usw. Daß die Belgier weitaus den größten Raum für sich in Anspruch nehmen würden, war ja vorauszufehen, dagegen war man keineswegs auf eine solche starke Betheiligung von Seiten der deutschen Industriellen gefaßt gewesen, in Folge deren die deutsche Abteilung die drittgrößte der ganzen Ausstellung wurde. Außerordentlich interessant verspricht diesmal die Kongo-Ausstellung zu werden, die in einem besonderen Ge­bäude mit einer Grundfläche von einem Hectar ftattfinden soll. Die meisten der zu dieser Ausstellung gehörigen Gegen­stände sind bereits in Brüffel eingetroffen, wo man sie in den Gebäulichkeiten der Kongo-Regierung untergebracht hat. Dieselben gehören theils dem Kongo-Staate, tbeils der Compagnie de commerce du Haut-Congo und theils dem

Afrikaforscher Lieutenant Demeuse und bestehen aus über 8000 verschiedenen Objecten, die in allen Gegenden des - Kongo gesammelt wurden. Diese Gesawmt-Collection ist die größte und reichhaltigste Sammlung dieser Art, welche über­haupt existirt und efl befinden sich unter ihr zahlreiche Sachen von großer Seltenheit und bedeutendem Werthe.

* Eine badische Ortschaft in bet Schweiz. Das badische Dorf Büsing en ist von allen Seiten durch die Schweiz eingeschloffen, liegt also mitten in Schweizergebiet. Die nächste schweizerische Stadt, Schaffhausen, liegt 3 Kilometer, das nächste badiicke Dorf, Gailingen, 45 Kilometer ent­fernt. Dieses isolirte Dorf Büsingen hat noch den glücklichen Ausnahmefall, daß es außerhalb des deutschen Zollverbandeß liegt, daher von allen Zöllen befreit ist. In den 48er Jahren wollte ein Theil eines hessischen Regiments, welches zur Unterdrückung des Aufstandes nach Büsingen commandirt war, nach dem nächsten Ort Gailingen marschiren, wurde aber von den inzwischen zur Grenzbewachung herbei- commandirten, auf schweizerischem Gebiet befindlichen schweize­rischen Soldaten angehalten, weil eben die schweizerische Grenze passirt werden mußte. Der hessische Führer erzwang sich den Durchmarsch, die Schweizer drückten der Ruhe halber einfach die Augen zu und besetzten die Strecke wieder, nach­dem die Hessen durchmarschirt waren. In Büsingen leben viele Bauern mit dem hochklingenden Namen von Owe.

* Der erste schwarze Unteroffizier. Der jugendliche Kameruner Paul Z a m p a , der in Berlin beim Garde- Füsilier-Regiment als Dreijährig-Freiwilliger seine militärische Ausbildung genoß, ist, wie dasBerl. Tagebl." hört, Ende vergangener Woche zum Unteroffizier befördert worden und am Sonntag über Wilhelmshafen nach seiner Heimath auf- gebrochen. Zampa soll dort der colonialen Schutztruppe eingereiht werden.

Da8 Ergebniß der Hasenjagd. Gewiegte Jagdpächter haben heraußgerechnet, daß in ganz Deutschland in dieser Jagd-Saison rund fünf Millionen Hasen geschossen werden würden. Ob diese Berechnung richtig sein wird, steht zwar dahin, sie ist aber nicht ganz unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, daß die Hasenjagd bisher in den meisten Gegenden sehr ergiebig gewesen ist. Angenommen also, die Jagdpächter hätten sich nicht verrechnet, so würde ein Durchschnittsgewicht von 40 Millionen Pfund gleich 400000 Gentner herausge- rechnet werden können. Da ist also der Hase zu 8 Pfund gerechnet. Im Durchschnit kann nun der Hase zu 3 Mark gerechnet werden das giebt ein Ergebniß der diesjährigen Hasenjagd im Betrage von 15 Millionen Mark.

Andacht und Rangordnung. Man berichtet derFrkf. Zeitung" aus München, 10. Januar. In der Abgeordneten­kammer wurde heute über die Pragmatisirung (Anstellung auf Lebensdauer mit Pensionsrecht) der Bezirks-Thierarzte verhandelt. Dabei gab ein Abgeordneter folgende Kleinstadt- Idylle aus dem Beamtenleben zum Besten: In einem Städtchen war den Frauen der Beamten ein besonderer bevorzugter Kirchenstuhl eingeräumt. Sämmtliche Beamten­frauen weigerten sich aber, denselben zu benutzen, weil auch die Gattin des Bezirksthierarztes in demselben dem Gottes­dienst anwohnen wollte, die sie nicht alsebenbürtig" be­trachteten. Wenn wir die Bezirksthierärzte pragmatisiren, schloß der Abgeordnete, kommt so etwas nicht mehr vor!

* Wa8 ist ein Sonntagsjäger? Ein Sonntagsjäger ist ein gefährliches, jägerähnliches Individuum, welches gewöhnlich vermögend und in ansehnlicher Lebensstellung ist. Trotz seines gutmütigen und liebenswürdigen Aussehens ist es sehr grausam; es bedroht mit der Schußwaffe das Leben der Jagdfreunde und Treiber, tobtet sicher und rasch alle Jagd­hunde, zerreißt Kleider und Stiefel auf die leichtsinnigste Art und Weise und verunreinigt die Jagdreviere mit Wurst­häuten, Schinkenschwarten und Käsepapier. Ein Sonntags­jäger verfügt stets über eine besonders entwickelte Rednergabe speziell im Vorbringen der abenteuerlichen Entschuldigungs­gründe, sowie im Erzählen der unglaublichsten Heldenthaten und Jagdepisoden. Der Schaden, welcher durch ihn ange­richtet wird, überwiegt die Vortheile, welche er bringt, bei Weitem. Letztere beruhen darauf, daß er für jedes jagdbare Wild sehr nützlich ift, indem er es zu Zeiten der Gefahr durch Warnungsschüffe vor den Jagdflinten Anderer wahrt und die dasselbe verfolgenden Jagdhunde tödtet. Er ist ein treuer Anhänger der Jäger, denn trotzdem ihn diese mit Veratchung behandeln, schleppt er ihnen Nahrung und Labung in Form von Delikatessen, Wein- und Liqueurflaschen massenhaft zu, und bezahlt die schlechtgezogenen Hunde mit enormen Preisen. Ec unterstützt durch zahlreiche Ankäufe den Wild- prethandel und verbraucht 90 pCt. der von der Industrie hergestellten Jagdstoffe und Jägerhüte,- ebenso ist er für die Schießpulvererzeugung von besonderer Bedeutung. Statistisch nachgewiesen zählte im Jahre 1892 Deutschland und Oester­reich-Ungarn 76 853 Sonntagsjäger, welche in diesem Jahre über 62985 000 Schüsse abgegeben haben. Sie erlegten: 3 starke und 118 schwächere Rinder, 632 Stück Ziegen verschiedenen Geschlechtes, 718 Schafe, 19215 Jagd- und 2562 gewöhnliche Hunde, 35 Rehböcke, 1153 Rehgaisen, 218 Hasen, 435 Rebhühner und 718 Jäger und Treiber (11 259 wurden blos verwundet). An Schadenersätzen leisteten dieselben 21728 913 Mk. 27 Pfg., wogegen die diversen Schmerzensgelder 15 783 361 Mark betrugen.

* Da8 Alter der Pferde. Aus London schreibt man: Vor etlichen Jahrhunderten war einmal ein Gelehrtenstreit über die Frage ausgebrochen, was für eine Stellung ein Kmd einnehmen soll, das mit einem goldenen Zahn im Munde geboren würde. Nach langwierigen schwerwiegenden Argu­mentationen kam einer der Gelehrten auf den Gedanken, ob es n'cht rathsam )ei, die Schlichtung der Streitfrage zu ver­schieben, bis' das Kind mit dem goldenen Zahn thatsächlich geboren sei. Der Gedanke fand Anklang und der Streit harrt noch heute des Entscheids. An dieses Geschichtchen erinnert eine Correspondenz, mit welcher der gute alte aber sonst so nüchterneStandard"- augenblicklich seine

Leser zu amüfiren sucht, indem derselbe die Frage, ob ein Pferd von fün f zig Jahren alt zu nennen fei, zur Erörterung bringt. Wunderliche Frage die der Corre­spondenz als Ueberschrift bient ba boch selbst von den zahlreichen Briesen, welche über die Sache geschrieben werben, nicht ein einziger eine Münchhausiade von einem fünfzig­jährigen Pferbe überhaupt vorzubringen wagt. In einem Eingesanbt theilt allerbings ein Herr mit, seine Frau habe eine Stute besessen, bie im Jahre 1889 im Alter von sechs- unbdreißig Jahren einen Unfall erlitten, in Folge beffen sie getöbtet werden mußte und der Herr scheint zu glauben, daß die Stute, wenn sie damals nicht getödtet worden, heute noch am Leben wäre. Uebrigens wird mit Bestimmtheit behauptet, das Pferd, das den Herzog von Wellington in der Schlacht bei Waterloo getragen und mehr als nur baSGnadenbrot" erhalten, fei nahezu vierzig Jahre alt gewesen, als eS und zwar an einer überreichlichen Darreichung von Biscuit, Butterkuchen und Chocoladen - Bonbons sein Dasein beschloß.

AuS der LebenSgeschichte nuferer HauSthiere. Im ver­flossenen Sommer hatte der Frankfurter Thierschutzverein ein Preisausschreiben fürfrisch und volkstümlich ge­schriebene, dem kindlichen Alter von 1013 Jahren wohl- verständliche Aufsätze aus der Lebensgeschichte unserer Haus- thiere" erlassen. Nach dem dieser Tage erfolgten Unheil der Preisrichter erhielt den ersten Preis die Arbeit des LehrerS Rudolf Dtetz in dem nassauischen Orte Fraucndiez. Die preisgekrönte Arbeit wird demnächst im Druck erscheinen.

Schistsnachrichten.

Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast.

DampferItalia" ist am* 10. Januar, 3 Uhr Nachmittags, von Swinemünde nach Hamburg abgegangen. PostdampferAlle- mannia", von St. Tbomas nach Hamburg zurückkehrend, ist am 11. Januar, 11 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postdampfer Grasbrook", von Hamburg via Geestemünde nach West-Indien bestimmt, ist am 11. Januar, 3 Uhr Nachmittags, in Havre mrge­kommen. PostdampferAscania" ist am 11. Januar von Hamburg und Havre in Vera Cruz angekommen. DampferSlavonia", von Hamburg nach NeworleanS bestimmt, ist am 6. Januar in Savanah angekommen. ____

Verkehr, £anö» rrnd Volkrrvirthschaft»

Srünbera, 13. Januar. Fruchtpreise. Weizen X 15,00, Korn X 14,00, Gerste X 00,00. Hafer X 16,00, Erbsen X 00,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 00,00, Samen X 00,00.__

©eTatttttanadjunfl.

AufsHrift der Postsendungen.

Air Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsmdungen müßen auf denselben Empfänger und Bestimmung!- ort so genau bezeichnet sein, daß deder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Ausschrist die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stets an derselben Stelle der Ausschrist, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsorte», erfolge.

2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk ((X, NO. k.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung .Berlin" zu vermerken.

3. Gibt e» mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, fo ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr al» maßgebend anzusehm sind, ergibt sich au» . demVerzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen werden kann.

4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al« allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten de» politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) k.], ober von Gebirgen ((Harz), (Riesengebirge) x.J Nickt minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), nic.1 für den Zweck geeignet.

tsenoungm nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außerdem eigentlichen Bestimmungsorte noch d i e j e n t ge P o st- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebtete belegen und zu den weniger bekannten Orten »u rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffend Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen lleberkunst der Sendungen an den Empfänaer wesenlltch beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen.

Kpirlpla« der vereinigten frankfurter LtaSttkeater.

vperirva«».

Dienstag den 16. Januar: Königin von Saba. Mittwoch den 17. Januar, Nachmittags 3V,Uhr: Dornröschen. Donnerstag den 18. Januar: Tannhäuser. Freitag den 19. Januar geschlossen. Samstag den 20. Januar, Nachmittags 3% Uhr: Dornröschen. Abends 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Sonntag den 21. Januar, Nachmittags 3«/> Uhr: Dornröschen Abends 7 Uhr: Der Wildschütz.

Schanspielha«».

Dienstag ben 16. Januar: Der ungläubige Thoma». Am Scheidewege. Mtttwock den 17. Januar: Erste Gastvor­stellung von Eleonore Düse mit ihrer italienischen Ges-llschaft. Cameliendame. Donnerstag den 18. Januar: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Freitag den 19. Januar: Zweites Gastspiel von Eleonore Düse rc. Heimath (carapaterna). Samstag den 20. Januar: Drittes Gastspiel von Eleonore Düse rc. Fedora. Sonntag den 21. Januar, Nachmittags 3V, Uhr: Charleys Tante. Abends 7 Uhr: Hannele. Vorher: Gringotre. Montag den 22. Januar: Letzte Gaflvoistellung von Eleonore Düse rc. Cavalleria rusticana (Schauspiel). Loc andiera.

rcirchlicheAnreigen der evang. Gemeinde.

Bibelstunde am Montag den 15. Januar, Abend» 8.Mr, im Confirmandensaale der JohanneSkirche: Markus Cap. 10: Ehesegen und Kindersegen. Pfarrer Dr. Naumann.