Ausgabe 
15.7.1894 Erstes Blatt
 
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Loyales uuö pEovrnzlelle-

Gießen, den 14. Juli 1894.

** Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 1..Juli dem Lehrer am LandeSzuchthaus Marienschloß Valentin Funk das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Grotz- müthigen zu verleihen. ,

** Bei der Jubelfeier der Universität Halle wird unsere Landesuniversität vertreten sein durch die Herren Rector Pros. Dr. Pasch und Prof. Dr. Kattenbusch, die Technische Hochschule zu Darmstadt durch die Herren Prof. Dr. Lepsius und Prof. Dr. Otto Roquette. Als Ehrendoctor ist u. A. geladen: Pros. Dr. Graf zu Solms-Laubach in Straßburg.

** Ueberfall. An einem 19 Jahre alten Mädchen von hier wurde gestern Nachmittag gegen 6 Uhr im Walde bei Lollar unter Anwendung von Gewalt ein Sittlichkeitsver­brechen verübt. Das Mädchen war mit einem 13jährigen Jungen nach Lollar gegangen, um seine Mutter abzuholen. Im Walde vor Lollar sprang plötzlich ein Mann, welcher dem Mädchen eine Strecke Wegs gefolgt, mit gezogenem Messer von hinten auf es zu, hielt ihm die Hand auf den Mund und warf es zur Erde. Nach der That flüchtete der Thäter in den Wald. Auf die erstattete Anzeige begab sich die hiesige Gendarmerie alsbald auf die Suche nach dem Scheusal, sie traf es auch in der Nähe der Marienhöhe und machte es dingfest. Es ist der schon mit 10 Jahren Zucht­haus bestrafte Karl Lensch aus Brandenburg an der Hovel.

** Buttercoutrole. Heute Vormittag wurden auf dem Markte verschiedene Butterproben zum Zwecke der Unter­

suchung polizeilich entnommen.

** Auszeichnung. Auf der Allgemeinen Deutschen Früh­obst- und Frühgemüse-Ausstellung zu Erfurt erhielt Herr H. F. Nassauer in Gießen auf seine daselbst ausgestellten Beerenweine die höchste Auszeichnung:Die silberne Medaille nebst Diplom der Thüringer Gewerbe- und Industrie- Ausstellung."

* * Bei der heutigen Versteigerung der Euler'schen Bade- Anstall wurde ein Höchstgebot von 3100 Mk., welches Herr Heinrich Benner eingelegt, erzielt.

* * Baumfrevel. Gestern wurde von einem hiesigen Gendarmen ein Mann aus Buseck verhaftet, welcher zwischen Daubringen und Buseck eine Anzahl Bäume be­schädigt hat.

* * Gebrauchsmuster Eintragung. Sturmlaterne mit den oberen Theil des Zugglases umfassendem Ring zur Ab­lenkung des Luftzuges bei Stößen: Kauffmann & Co. in Gießen, 4. Juni 1894.

* Zur Plahkarteufrage. Zu den Gerichten, welche sich gegen die Zulässigkeit der Erhebung einer Platzgebühr von 2 Mark bet der Benutzung der sogenannten D Züge ausgesprochen haben, gehört nun auch das Landgericht Berlin I, welches durch Urtheil vom 7. d. M. in der Sache Eisenbahn- fiscus gegen Wallner den Fiscus mit seiner Klage definitiv und kostenpflichtig abgewiesen hat. Hoffentlich werden wir nun auch in Hessen diese Plage los, um so mehr, als nach dem zwischen Heffen und Preußen über den Verkauf der Main-Weser-Bahn geschlossenen Staatsvertrag die Beschränkung der Benutzung der beiden Schnellzüge (Morgens und Abends) durch Erhebung einer ganz äquivalentlosen Platzgebühr als durchaus rechtswidrig erscheint.

** Der Getreidemarkt. Die erneut eingetretene trübe und regnerische Witterung, welche sich in einem großen Theile Deutschlands bemerklich macht, hat sich auch auf dem Ge­treidemarkte zur Geltung gebracht. Allenthalben zogen in der abgelaufenen Berichtswoche die Preise etwas an, und zwar speciell in Roggen und Weizen, doch wurde auch Hafer nach längerer Zeit wieder besser bezahlt. Vom Auslande lagen ebenfalls ziemlich günstige Berichte vor, der Verkehr ließ an Regsamkeit indeffen trotzdem noch zu wünschen übrig. Preisnotirungen an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm 133144 Mk., Roggen 115121 Mk., Hafer 130163 Mk., Gerste 96165 Mk.

** Postwidrige Briefformale. In letzterer Zeit sind wiederholt Briese ungewöhnlich kleinen Formats zur Post- etnlieserung gelangt, in einzelnen Fällen hatten derartige Briefe sogar nur die Größe einer Postfreimarke (!) Es

handelt sich hierbei um eine Spielerei, die aber für die Ab­sender zu Unbequemlichkeiten führen kann. Briefe so kleinen Formats eignen sich zur posttechnischen Behandlung nicht und dürfen von den Postanstalten nicht zur Absendung gebracht werden. Die Briefsteller werden daher im eigenen Interesse vor der Benutzung ungewöhnlich kleiner Briefumschläge ge­warnt. Dringend zu empfehlen wäre es, wenn man sich daran gewöhnen wollte, Briefumschläge zu verwenden, die nicht erheblich kleiner als die von der Postverwaltung auS- gegebenen Postkarten sind und ein gleichmäßiges, handliches Format haben, wie solches in anderen Ländern, z. B. Eng­land, Amerika u. s. w., schon lange feststehender Gebrauch ist. Die von der Papierindustrie als sogenannteoriginelle Neu­heiten" in den Handel gebrachten sonstigen Spielereien (sechs­eckige Briefumschläge, Briefumschläge in Form von schmalen Streifen u. s. w.) sollten zu Postversendungen überhaupt nicht benutzt werden.

40 Leihgestern. 14. Juli. Anläßlich des am vorigen Sonntag abgehaltenen hiesigen Kirchweihfestes hatte sich em so zahlreiches Publikum von Gießen etngefunden, wie solches seit Menschengedenken nicht hier gesehen wurde. Ohne Zweifel hat die neuangelegte, durch prächtigen Wald führende Kreisstraße, wie auch die uns so sehr nahe gelegene Station Großen - Linden dazu beigetragen. Das Fest verlies in schönster Weise.

Friedberg, 13. Juli. Von behördlicher Seite wurden statistische Erhebungen angeordnet, um das Material sür die Errichtung einer Handelskammer für die Stadt

und den Kreis Friedberg zu gewinnen. Bis jetzt sind im Großherzogthum Hessen die Städte Darmstadt, Offenbach, Worms, Mainz, Bingen und Gießen Sitze von Handelskammern.

F. Friedberg, 13. Juli. Der heftige Sturm, von dem Ihre Zeitung, sowie viele andere Blätter berichten, scheint gestern Abend gegen 7 Uhr, nach etwa zweiunddreißig­stündiger Dauer sein Ende gefunden zu haben. Ueberall zeigen sich die Folgen seiner Verwüstung, nicht blos an den Obst- und Waldbäumen. So haben z. B. die Bohnen, Erbsen, Gurken und Blumenkohlpflanzen nicht unerheblich ge­litten, weil sie von dem Sturm hestig hin- und hergepeitscht, herumgewirbelt und dadurch abgebrochen oder so beschädigt worden sind) daß der Saft nicht mehr chculiren kann. Bei den schwerbeladenen Obstbäumen ist eS ein kleines Wunder, daß sie den heftigen anderthalbtägigen Angriffen so wider­standen und keinen größeren Schaden davomrugen. Unter gestriger Schweinemarkt war gut befahren und zahlreich von Käufern besucht. Die Preise sind aber für alle Sorti­mente um 15%, sogar um 20% gegen früher, gewichen. Dies kommt daher, daß die alten Kartoffeln fast ganz aus­gezehrt, die neuen aber noch nicht genügend herangewachsen, also zu theuer sind, als daß man sie zur Schweinemast mit Vortheil verwenden könnte. (Die neuen Kartoffeln werden mit 5 bis 6 Mk. pro Doppelcentner bezahlt.) Trotz dieses Preisrückganges ist die Schweinezucht noch sehr lohnend, denn ein Paar Ferkel im Alter von 7 bis 8 Wochen zu 36 bis 39 Mk., oder ein Paar Läufer im Alter von 3 Monaten zu 60 bis 70 Mk. ist ein Preis für den Züchter, bei dem er sehr gut bestehen kann. Bei uns hat die Ernte mit Kornschneiden ebenfalls begonnen und lobt sowohl Halm als Kern. Durch die in den letzten Tagen niedergegangenen Sprühregen fangen die Wiesen an, sich etwas kräftiger zu begrünen. Man will zwar wegen der bevorstehenden Ernte keinen Regen, ein ruhiger zwölsstündiger, durchweichender Regenguß wäre aber sehr nothwendig, denn der Wasserstand in den Brunnen und Bächen ist ungemein gering. Das ist für Obstbäume und Futtergewächse sehr unzuträglich und drückt sich auch bereits im Preise des Heues aus, denn man bezahlt 2 Mk. 90 bis 3 Mk. pro Gentner sür gute Waare. Die S.pätkirschernte ist jetzt im Gange, es sind aber auch schon Frühbirnen an den Markt gekommen, die jedoch noch hochpreisig sind und detaillirt, also quasi pfennigweise von den Kindern entnommen werden. Das Obst wird auch dieses Jahr bei civilen Preisen zu erhalten sein.

? Aus dem Ohmthal, 13. Juli. Daß man die Pflicht, schuldige Gerichtskosten zu entrichten, nicht ab­sichtlich umgehen kann, zeigt ein Vorfall in der Gemeinde R. Dort hatte ein alter Junggeselle einen Prozeß wegen eines Fahrwegs über seinen Acker verloren und weigerte sich nun, die Gerichtskosten, die er in der Lage ist zu bezahlen, heraus- zurücken. Zwangsweise wurden ihm nun zwei Stück Jungvieh verkauft für einen Preis, der bei freiwilligem Verkaufe ganz bedeutend höher gewesen wäre. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. --LWÄ

Uermifcfcte*

* Barmen, 11. Juli. Auf dem städtischen Schlachthofe trafen am letzten Sonntag Abend 96 Viertel von eingesUhrten amerikanischen Ochsen, die in Hamburg geschlachtet worden, in einem eigens für geschlachtetes Vieh eingerichteten Wagen hier ein. Als der Wagen am Montag früh geöffnet wurde, fand sich bei der thierärztlichen Untersuchung, daß das Fleisch, das viertelweise in dem Wagen nebeneinander gehängt und scheinbar in noch warmem Zustande verladen war, vollständig ungenießbar war, weshalb 13 Viertel sofort m dem Verbrennungsapparat vernichtet wurden, während von | den andern Vierteln das Fleisch stückweise abgeschnitten wurde und ebenfalls in den Apparat gelangte. Das übrige Fleisch, das dem Unternehmer S. aus Elberfeld zurückgegeben wurde, durfte hier ebenfalls nicht zum Verkauf kommen. Es soll in der Nachbarschaft angeboten worden sein. Der Schaden für den Unternehmer S. beläuft sich auf 7- bis 8000 Mark.

* Schneidemühl, 13. Juli. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Arbeiter Franz Otto aus Berlin, der am 4. Februar dss. Js. in Tuetz zwei Pferde im Werthe von 2000 Mk. gestohlen hatte, zu drei Jahren Gefängniß. Der als Zeuge vernommene Brodherr des Angeklagten, ein Kohlen­händler Piethe aus Berlin, der bekundet hatte, daß Otto am 4. Februar in Berlin gewesen sei und deßhalb den Dieb­stahl nicht begangen haben könne, wurde sofort wegen Ver­dachts des Meineids verhaftet.

* Bei der Fortsetzung der Hochwaldbah» auf der Strecke WemmetSweiler-Jllingen wurde, so wird aus Neunkirchen, Regierungsbezirk Trier, unterm 10. dss. Mts. gemeldet, ein Kohlenflöz freigelegt. Die Leute aus den umliegenden Dörfern eilten nun auf die angenehme Kunde eilig herbei, um Kohlen zu graben. Da die Bewohner dieser Ortschaften meist Bergleute sind, so wurde ein sachgemäßer Ausbau mit Pickel und Haue ins Werk gesetzt nur vergaß man bei der Eile des Raubbaues die nothwendigsten Vorsichtsmaßregeln, so daß das ausgehöhlte Flöz bald in sich zusammenbrach und mehrere Personen verschüttete. Obwohl sofortige Hilfe zur Stelle war, konnten zwei der Verschütteten nur als Leichen hervorgeholt werden.

* 6000 Mk. für Vernichtung von Maikäfern hat der Forstfiskus in diesem Jahre in der Neumark gezahlt. Während in den Bruchgegenden fast gar keine Maikäfer be­merkt wurden, sind sie in den waldreichen Gegenden desto zahlreicher aufgetreten. Jnsgesammt find 3,196,000 Liter Maikäfer gesammelt und vernichtet worden.

* In Kulm hat sich der Kassirer Lauteborn vom Vorschußveretn mittels Blausäure vergiftet. ES wurden bisher Kassendesecte bis 141,000 Mk. entdeckt.

*Bis zum Kriegsminister . . . Eine Anecdote, so hübsch, wie die kürzlichaus Württembergs mitgetheilte, hat sich in Zürich zugelragen. Nur ist die unsrtge historisch und dabei noch so frisch wie die Rosen, die auf ihrem Schau­

platz blühen, schreibt dieZüricher Post." Kürzlich wurde im Hotel Baur am See ein glänzendes Familienfest gefeiert, an welchem zwei preußische Lieutenants als Vettern sich be- theiligten. Den Sturm etwas zu dämpfen, den der Sect in ihren Häuptern entfacht, unternahmen sie eine Promenade durch den herrlichen Garten und trafen dort einen älteren distinguirten Herrn, welchen sie mit etwas kriegerischem Un­gestüm in ihr Gespräch hineinzogen. Ob er wohl gedient, wollten sie wissen und an diese erste mit höflichem Ja be­antwortete Frage reihte sich die zweite, wie weit er's wohl im Rang gebracht.Bis zum Kriegsminister", gab der Herr zurück. Das klang sehr sonderbar- man tauschte die Karten und die beiden Lieutenants wurden zu ihrem Schrecken inne, daß sie thatsächlich ihren früheren Kriegsminister,General von Verdy-Du-Vernois vor sich hatten, der als Tourist im Hotel weilte. Die Excellenz erwies sich liebenswürdig es floß zum Trost der jungen Krieger nochmals Sect.

* Der Marsch. Mutter:Aber Ida, Du lernst doch gar nichts; jetzt spielst Du doch so lange Clavier und bringst nicht einmal den einfachsten Marsch fertig, den täglich die Wachtparade spielt." Ida:Du hast gut reden, da spielen vierzig Mann daran und ich soll ihn allein spielen!"

iveSamttmachmlg.

Lvffchrift der Postsendungen.

Aer Sicherung schneller Beförderung und BestellunL der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und BestimmungSo ort so genau bezeichnet fein, bafejeber Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stetv an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.

2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer de? Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0^ N., NO. «.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der Ortsbe-- zeichnungBerlin" zu vermerk«.

3. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzlichs Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverk-chr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich auL demVerzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte^, daS zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder RcichS-Postanstalt bezogen werden kann.

4. Wenn der im Retchs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht alö allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es fich, biß Lage bcs Orts in ber Aufschrift ber Sendung noch dev Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten beß politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch die Angab« von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) K.], ober von Gebirgen [(Harz), (Riesenaebtrge) rc.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark)» (Lausitz) kJ für den Zweck geeignet.

5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ift außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch biejenige Post-- anstatt anzugeben, von welcher aus die Bestellung ber Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannt« Orten»» rechn« ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffend Land bez. ber LandeStheil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunig« Ueberkunst der Sendungen an den Empfänger wes«Uich beitrag«, und es liegt daher im eigenen Interesse ber Absender, die Aufschrift« der Smdungev hiernach g«au anzuferttgen.

Auszug aus den Standesamtsregistern

Ver Stadt Gießen, «nkgedoie.

Juli: 12. Johann Engeln, Schuhmacher zu Düsseldorf, mit Eleonore Mohr daselbst. 12. Josef Gentner, Bierbrauer dahier, mit Veronika Margarethe Nettermann aus Kirchhain.

«heschlie-nngen.

Juli: 10. Georg Konrad Becker, Pfarrer zu Hain-Gründau, mit Minna Bertha Luise Jenny Adelheid Koch dahier.

Sadvrene»

Juli: 3. Dem Locomotivheizer Christian Marx eine Tochter, Anna Margarethe Johannette. 3. Dem Wirth Heinrich Jochem eine Tochter, Katharine Elise Helene. 7. Dem Bautechniker Hermann Köhler eine Tochter. 7. Dem Kaufmann Rudolf Nowack eine Tochter. 7. Dem Oeconom Christian Rebe eine Tochter.

Gewordene.

Juli: 6. Karl Lotz, 4«/, Jahre alt, Sohn von Bahnarbeiter Justus Lotz zu Wieseck. 6. Anna Marie Wurm, 10 Monate alt, Tochter von Maurer Julius Wurm dahier. 8. August Reuschling, 2 Monate alt, Sohn von Taglöhner Philipp Reuschling dahier. 9. Emil Vellmete, 11 Jahre alt, Sohn von Kupferschmied LouiS Vellmete dahier. 9. Wilhelm Mootz, 4 Jahre alt, Sohn von Bahn­arbeiter Wilhelm Mootz dahier. 9. Sophie Christ, 3/< Jahr alt, Tochter von Lademeister Heinrich Christ dahier. 10. Bertha Katharine Schieß, 5 Jahre alt, Tochter von Wirth Friedrich Schieß dahier. 11. Johannette Kreuter, l»/< Jahr alt, Tochter von Bergmann Philipp Kreuter zu Bechlingen. 11. Jacob Kauß, 22 Jahre alt, Schreiner von Erda. 12 Balthasar Linz, 48 Jahre alt, von Hetschbach, Amt Wallmerod. 13. Aaron Marcus, 49 Jahre alt, Kaufmann dahier. 13. Christian Heinrich Franz Wellhausen, l8/» Jahre alt, Sohn von Gärtner Heinrich Wellhausen dahier.

Auszug aus den 2ttr*ehenL>ücheru

der Stadt Gieften.

Evangelische Gemeinde.

««traute.

Lukasgemeiade.

Den 10. Juli. Georg Konrad Becker, Pfarrer zu Hain- Gründau, und Minna Bertha Luise Jenny Adelheid Koch, Tochter des verstorbenen Arztes Dr. Reinhard Koch von Groß-Felda.

«ttatifU.

Matthausgemeinde.

Den 8. Juli. Dem Hilfsgerichtsschreiber Karl Seitz ein Sohn, Karl, geboren den 27. Mai.

Denselben. Dem Gesangenaufseher Philipp Hartmann eine Tochter, Dorothea Elisabeth, geboren ben 16. Juni.

Markusgemeinde.

Den 7. Juli. Ein unehelicher Sohn, Karl Ludwig, geboren den 26. Juni.

Den 8. Juli. Dem Lackirer Georg Bellos ein Sohn, Georg Christian, geboren den 9. Mai.

Den 9. Juli. Dem Kaufmann Adolf Bieler eine Tochter, Verona Hedwig, geboren den 11. April.