18 Schlitten und eine Anzahl aus Aluminium gefertigte Kähne. . v
Madrid, 12. Juli. Die Morgenblätter bedauern die gestrigen rumultuarischen Vorgänge in der Kammer anläßlich der Verlesung des Decrets, wodurch die Kammer vertagt wirb. Die konservativen Blätter bezeichnen die Ruse: Es lebe Don Carlos! Es lebe die Republik! welche bei dieser Gelegenheit in der Kammer gefallen sind, als höchst beunruhigend. 8MS6 .
Barcelona, 12. Juli. Salvador, der diejBomve im Liceotheater geworfen hatte, wurde zum Tode verurtheilt. Salvador war geständig.
Konstantinopel, 12. Juli. Die Regierung hat bei der Ottomanbank eine Viertelmillion Pfund zur Unterstützung der durch das Erdbeben Gefchädigten entlehnt. Aus der Umgebung kommen fortgesetzt traurige Nachrichten - ganze Dörfer sind vollständig zerstört worden. Unter den Trümmermaffen des großen Bazars in Stambul sollen gegen 200 Personen begraben liegen. Das Marmara-Meer war während des Erdbebens in furchtbarer Aufregung. Auf vielen Schiffen riffen die Segel, Maste und Ankerkelten. Zahlreiche Boote sind untergegangen.
Chicago, 12. Juli. Nachdem die Behörden in Erfahrung gebracht haben, t>aß die Ausständigen einen Handstreich auf die Züge vorbereiten, welche Gewehre nach Chicago bringen, wurde beschlossen, diese Züge mit bedeutenden Truppen- abtheilungen zu besetzen. In Sacramento hat das Publikum Partei für die Strikenden genommen, das Militär angegriffen und mit Steinen beworfen. Die Truppen feuerten und tödteten und verwundeten Diele. In Pittsburg haben die Ausständigen gestern Abend in einer großen Versammlung beschlossen, ihre Forderungen durchzusetzen.
Cocokf ttirö j-rsVinKettes
Gießen, den 13. Juli 1894.
** Ordens-Verleihung. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 11. Juli dem Oberlandesgerichtsrath Wilhelm Pfannmüller in Darmstadt das Comturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
** Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 7. Juli den Diftrictseinnehmer Karl Weimer zu Groß-Umstadt zum Univerfitäts - Rentamtmann an der Landes - Universität, mit Wirkung vom Tag seines Dienstantritts, zu ernennen.
** Von den höheren Schulen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 27.Juni dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Ludwig Heddaeus, dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Hermann Rahn, dem Lehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnastumzu DarmstadtDr. Otto Zimmermann, dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Dr. Peter Heinrichs, dem Lehrer an dem Ludwig - Georgs - Gymnasium zu Darmstadt Dr. Wilhelm Matthäi, dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Offenbach Dr. Erwin V o lckm ar, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Dr. Hermann Geist, dem Lehrer an der Realschule zu Darmstadt Dr. Christoph Schmehl, dem Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darm- | stadt Dr. Wilhelm Hensell, dem Lehrer an dem Gymnasium | und der Realschule zu Offenbach Dr. Bernhard Metz, dem | Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Dr. Karl Baltz, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Dr. Heinrich Blase, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Dr. Karl Hoffmann, dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Offenbach Dr. Johannes Keutzer, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Arthur Frederking, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Friedrich Römheld, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Karl Körber, dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Dr. August Nie s, dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Dr. Friedrich Scriba, dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Dr. Friedrich Becker, dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Walther Staudinger, dem Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. Gustav Lenz, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Friedrich Scholl, dem Lehrer an dem Ludwtg- Georgs-Gymnasium zu Darmstadt Dr. Wilhelm Kunz, dem Lehrer an dem Ludwig - Georgs - Gymnasium zu Darmstadt Dr. Richard Löbell und dem Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen Dr. August Buchhold den Character als Professor zu ertheilen.
** Ernannt wurde: am 7. Juli der Gerichtsschreiber- Aspirant Konrad Seim in Homberg zum Hilfsgerichtsschreiber bei den Untersuchungsrichtern am Landgericht der Provinz Starkenburg mit Wirkung vom 16. Juli 1894 an.
** Postperfoual • Nachrichten. Versetzt sind: der Post- secretär Härtel von Emden nach Darmstadt behufs Ueber- nahme einer Büreaubeamtenstelle 1. Klasse bei der Ober-Post- direction, der Telegraphensecretär Maurer von Darmstadt nach Worms, der Ober-Postassistent Mees von Darmstadt nach Bodenheim behufs Uebernahme der Vorsteherstelle des Postamts daselbst, die Postassistenten Rady von Friedberg (Hessen) nach Mainz und Bahn von Michelstadt nach Friedberg (Hessen), sowie der Postverwalter Bormann unter Ernennung zum Telegraphenassistenten von Klein-Krotzenburg nach Darmstadt. — Der Büreaubeamte 1. Klasse bei der Ober-Postdirection Darmstadt, Rechnungsrath Ernst, ist in den Ruhestand getreten.
* • Hochzeitsgeschenk der hessischen Städte. Am Dienstag fand in Mainz wieder eine Versammlung der Vertreter der hessischen Städte statt. Es handelt sich um die Besichtigung des Modells sür die Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog bestimmten Hochzeitsgeschenke der hessischen Städte. Mit der Ausführung des ModelleS ist ein Mainzer Bildhauer, der ein Meister in seinem Fache ist, betraut.
♦* Bei dem Brandausbruch in der Dreihaufergaffe hat sich das Publikum direct an den Thürmer gewandt, um ihn zum Sturmläuten zu veranlassen. Da der Thürmer nur auf polizeiliche Aufforderung oder aber nur dann, wenn er Feuer sieht, stürmen darf, empfiehlt es sich für die Zukunft, um ein möglichst schnelles Alarmtren der Feuerwehr bewerkstelligen zu können, bet ausbrechendem Brande sofort auf einer der beiden Polizeiwachen Anzeige zu erstatten, damit von da aus telephonisch der Thürmer informirt werden kann.
** Gewürz Revision. Gestern wurden durch die Schutz- mannschafl in den Kaufläden Proben von gemahlenem Gewürz, als Pfeffer, Zimmt, Nelken rc., zum Zwecke der chemischen Untersuchung entnommen.
** Welchen Nutzen die Klebegürtel an Obstbäumen bringen, geht aus folgenden Thatsachen hervor: In Schellroda bet Stadtsulza wurden alljährlich die großen Obstgärten derartig vom Spaniol heimgesucht, daß die Blüthen fast sämmtlich abfielen. Im letzten Herbst ordnete der Ortsbürgermeister an, daß alle Obstbäume mit Klebegürteln zu versehen seien. Die Arbeit war keine kleine, doch die Einwohner unterzogen sich derselben willig. Das Resultat ist ein überraschendes, denn in dtesem Jahre blieben die Bäume von dem gefräßigen Spaniol vollständig verschont und es ist die beste Ausficht auf eine gute Obsternte vorhanden.
** Maschinengewehre. Während der diesjährigen Kaisermanöver sollen Versuche mit sogenannten Maschinengewehren, die der Cavallerie zugetheilt werden, stattfinden. Die Feuerwirkung dieser Gewehre, welche die Feuerkraft der Cavallerie wesentlich erhöhen, ist eine vernichtende. Sie finden in jedem Gelände Deckung und bieten ein sehr kleines Ziel. Das Geschütz wird auf einem Pferd mit Packsattel untergebracht.
):( Lich, 12. Juli. Zu Ehren des als Landgerichtsrath nach Gießen versetzten Herrn Oberamtsrichters Wehner und seiner Familie hatte das hiesige Lehrerquartett (die Herren Weitert, Jäger, Zimmer und Alt) am 10. d. Mts. im Heiland'sch en Saale eine musikalische Abend» Unterhaltung veranstaltet, deren Verlauf ein sehr schöner war. Das Programm war sehr reichhaltig und wurden die einzelnen Nummern in vorzüglicher Weise zu Gehör gebracht. Der hiesige Club, zu dessen Vorstand Herr Landgerichtsrath Wehner zählte, hielt gestern im „Holländischen Hof" ein Abschiedsessen. Diese Feier war eine sehr animirte, wozu die musikalischen und declamatorischen Vorträge einiger Herren wesentlich beitrugen. Auch der alte Ruf des Hauses Glöckner bewährte sich aufs Neue. — Herr Wehner hat sich in der kurzen Zeit seines Hierseins durch sein liebenswürdiges, freundliches Wesen, das er in- und außer Dienst gegen Jedermann bethätigte, die allgemeine Hochachtung und Zuneigung erworben, so daß sein Scheiden lebhaft bedauert wird. — Die besten Wünsche für das fernere Wohlergehen begleiten ihn und seine werthen Angehörigen.
in. Bener«, 11. Juli. (Verspätet.) Am vorigen Sonntag fand dahier das 25jährige Stiftungsfest des Gesangvereins „Polhhymnia" statt, verbunden mit der Einweihung einer von den Jungfrauen Beuerns gestifteten Fahne. Anwesend waren 18 Gesangvereine- von einigen derselben wurde sehr schön und musterhaft gesungen.
§ Aus dem Ohmthal, 11. Juli. Weil im vorigen Jahre | der Mais als Grünfuttermittel sich ganz vortrefflich be° | währt hatte, haben in diesem Jahre die Landwirthe denselben ? viel häufiger angepflanzt. Bis jetzt aber zeigen die Maispflanzen durchaus nicht das erwartete Wachsthum. Die Pflanzen sehen mager und verkümmert aus trotz der überaus gedeihlichen Witterung. Es kommt dies daher, daß der Mais bet seinem Aufgehen durch kalte Nächte ungünstig beeinflußt wurde, was im vorigen Jahre nicht der Fall gewesen. Der Mais ist eine Pflanze, bte immerhin ein warmes Klima beansprucht. — In ganz vortrefflicher Weise hat sich bk Gerste entwickelt und verspricht einen Ertrag, den man kürzlich noch kaum erwartet harte. Wo man künstliche Dünger angewendet, da sieht sie schwarzfett aus. Das Wetter ist aber auch ein Wachswetter nach Wunsch, denn die befürchtete Trockenung hat nicht angehalten, sondern ist durch Niederschläge in ein besseres Stadium getreten. — Das Grumm et- tz ras zeigr bereits einen schönen Ansatz. Im Felde stehen Linsen und Erbsen im üppigsten Wachsthum. Nur droht letzteren durch Blattläuse Schaden, indem dieses Ungeziefer die Blätter frißt. Auch im Garten sieht es jetzt vortrefflich aus: Gemüse, Bohnen und Gurken kamen die Niederschläge noch rechtzeitig. Die Frühkartoffeln sind schon soweit in ihrem Wachsthum vor, daß man in acht Tagen mit ihrem Holen wohl beginnen kann. — Ein orkanartiger Sturm verursachte heute an den Obstbäumen empfindlichen Schaden. Die ohnehin durch den Fruchtreichthum überlasteten Aeste | wurden abgebrochen und zahllose Früchte zu Boden geschleu- i dert. Der Sturmwind mahnt, wie zeitig man' bei einem solch reichen Obstscgen die Obstbäume stützen und die schwerbeladenen Aeste anbinden soll.
Mainz, 11. Juli. Der Verein der Mainzer Kaufleute hat an das Ministerium des Innern und der Justiz eine Eingabe gerichtet, worin mit Rücksicht auf die hohe Zahl der öffentlich und mündlich zu verhandelnden Handels- und Bagatellprozesse unter 300 Mk., zur schnellen , Erledigung der Prozesse — was selbst durch die von der Ständekammer genehmigte Anstellung eines weiteren Amts- . rtchters nicht ermöglicht werden kann — die hohe Behörde : ersucht wird, dahin zu wirken, daß am Großh. Amtsgericht Mainz t zwei weitere Amtsrichterstellen eingerichtet werden.
5 vermischtes.
c * Marburg, 12. Juli. Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr 3 stürzte der Klempnermeifter Jakob Da über von hier von
g einem vierstöckigen Neubau in der Schwanallee so unglücklich
ab, daß derselbe Schädelbruch und innere Verletzungen davon- ', trug. Ein im Mund gehaltener Nagel brach demselben einen
Zahn aus und drang durch die Wange. In die chirurgische
Klinik verbracht, verstarb der Unglückliche in wenigen Stunden, ohne wieder zur Besinnung gekommen zu sein. Die Dauber'sche Familie ist schon wiederholt von gleich traurigem Geschick heimgesucht worden.
* Köln, 11. Juli. Montag Abend wurde der Specerei- händler Langenhöfer in seinem Hause an der Kurfürstenstraße ermordet. Anfangs glaubte man bei dem Auffinden der Leiche an Blutsturz- jedoch ergaben schwere Kopfwunden, daß Langenhöfer gewaltsam umS Leben gebracht worden ist. Mehrere Personen sind der That verdächtig.
* Leipzig, 10. Juli. Ludwig Windthorst, wenn er's erlebt hätte, würde sich gefreut haben. Die Corps der hiesigen Hochschule: Lusatia, Saxonia und Guestphalia haben, einstimmig die A u f h e b u n g des ofsiciellen Frühschoppens beschlossen. So melden sächsische Blätter eine hoch erfreuliche Botschaft und nur der Sceptiker wird fragen, ob der Ton auf dem „ofsiciellen" oder wirklich auf dem „Frühschoppen" liegt.
* Leipzig, 12. Juli. Der Rittergutsbesitzer Crome, welcher sich wegen Ermordung seines Stiefsohnes, eines Fähnrichs, der in Ehrenbreitstein diente, demnächst vor dem Schwurgericht verantworten sollte, hat sich heute Nacht im Gefängnisse an einem Strumpf erhängt.
* Danzig, 12. Juli. Nach Feststellung des Staats- commissars sind vom 8. ds. Mts. bis heute auf der Weichsel von Brahemünde bis Danzig bei Flößern und Stromarbeitern bacteriologisch sechs Cholerafälle, von denen zwei tödtlich verliefen, festgestellt worden.
* Sprottau, 12. Juli. Der beim Postamt Neustädtel angestellt gewesene, wegen Unterschlagung amtlicher Gelder flüchtig gewordene Postgehtlfe Adolf Müller wurde von dem hiesigen Polizet-Jnspector Zinke in dem benachbarten Eulau festgenommen. Müller besaß keine Baarmittel. Die Summen der unterschlagenen Gelder wurden noch nicht ermittelt.
* AuS Bayern, 11. Juli. In Stadt st einach war ein junger Mann todtkrank und verlangte zur Linderung etwas Honig. Die besorgten Eltern schickten zu einem Bauern, der 15 Bienenstöcke hat, um für Geld und gute Worte etwas von der Fülle seines Segens für den armen Kranken zu bekommen. Aber weit gefehlt! Der abergläubische Bauer sagte hartnäckig: „Ich habe keinen Honig. Für einen Sterbenskranken darf mau keinen Honig hergeben, sonst sterben die Bienenstöcke aus!"
* Mannheim, 11. Juli. Nur selten hat der Strafrichter über Vergehen gegen § 112 des R.-St.-G.-B. ab- zuurtheileu. Ein solches Vergehen führte heute den Küfer Jacob Ursch el von Ludwigshafen vor die erste Strafkammer des hiesigen Landgerichts. Er hatte am 21. Mai einer auf dem Zeughausplatze übenden Abteilung Soldaten zugerufen: „Werft die Gewehre weg und schlagt sie dem Sergeanten auf den Kops!" Wegen dieser Expektoration festgenommen^ schimpfte er auf die Schutzleute. Der Angeklagte, dem Angetrunkenheit als mildernder Umstand zu Gute kam, wurde wegen seiner dummen Aeußerung und wegen Beamten- Beleidigung zu einem Monat Gefängniß und vier Wochen Haft verurtheilt.
* Helgoland, 10. Juli. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden hier 27 Paare von auswärts mit Dispensation vom Aufgebot getraut. Die Trauung konnte, dem „Hamb. Corr." zufolge, in den meisten Fällen schon am Tage der Ankunft vollzogen und die Rückreise am folgenden Tage angetreten werden.
* Wien, 12. Juli. August Ritter v. Kogerer, ein Sohn des verstorbenen Eisenbahndirectors, welcher nach Verübung von Betrügereien im Betrage von 60,000 fl. aus Wien geflüchtet war, ist in Brunnen am Vierwaldstättersee verhaftet worden.
* Budapest, 12. Juli. Aufsehen erregt die Verhaftung des angesehenen Holzhändlers Goldberg, der wegen Erlangung der Assecuranzsumme das eigene große Holzlager in Brand steckte.
* Graz, 12. Juli. In dem Nachbarorte Schattleiten explodirte durch einen Blitzstrahl der Pulverthurm. 7 Personen wurden getödtet.
* Elektrisches Licht in der Bauernstube. Aus Innsbruck wird geschrieben: Die Gemeinde Pergine, östlich von Trient^ hat mit verhältnißmäßig geringen Kosten ein vorzügliches Electricitätswerk errichten lassen. Ueber 100 Pferbekräfte sinb bereits an Gewerbetreibeube abgegeben worben. Die Gemeinde gibt nun auch fünfkerzige Glühlichter zum Presse von 2 fl. 75 kr. jährlich ab und besorgt hierbei zugleich die Einführung der Leitung in die Häuser. Eine Anzahl Bauern hat sich infolge dessen bereits gemeldet, die Stuben electrisch beleuchten zu lassen, was schon im Herbst erfolgen wird. I Die elektrische Beleuchtung kostet sie weniger als die mit Petroleum.
* Englische Einkommen. Selbst in dem reichsten Lande der Welt — d. h. was man so nennt, wo es die reichsten Leute gibt — ist die Zahl der Pfund Sterling-Millionäre nicht so groß, wie Wohl Mancher glauben möchte. Nach dem Berichte des Einkommensteueramtes gibt es in England 71 Personen, welche Über 50000 Pfund Sterling (1 Million Mark) jährliche Einnahme haben. Ueber elfhundert genießen 10 000 Pfund Sterling das Jahr und nicht mehr als zehntausend Personen haben ein jährliches Einkommen von 2000 Pfund Sterling (40 000 Mark). Dagegen gibt es fast dreihunderttausend Personen, die weniger als 300 Pfund Sterling jährlich einnehmen. In England werden zur Einkommensteuer nur Leute herangezogen, welche zum Mindesten eine Einnahme von 150 Pfund Sterling (3000 Mark) daS Jahr haben.
* Aus der Kaserne. Feldwebels „ ■ . Also Sie sind an der Universität... wie sagten Sie doch?" — Einjähriger: „Jmmatriculirt!" — Feldwebel: „Na ja, ganz richtig! . . . Wir sagen da ganz einfach geimpft!"


