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14.6.1894 Erstes Blatt
 
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' Erotzherzogthuw Hesse, Decmber 1893 enthält Et ^ntialsulle für die ®« Vom 10. Januar 1883 W der Zahl der Pferde «erde, der Stückzahl des »e um 83993, und der 'Wn hat die M der Maulesel und Maulthiere i des Bestandes von 1893 -rde um 10,2, des Rind, 1/6/ der Ziegen um 23,2, 1 10,2, der Esel tc. um hatte 312 oder 1 pEt. n Reich betrug die Zu- 11/2, der Schweine 32,2,. Schase 29,2, der Esel i sich um 6,4 pCt. vcr« th des Vtehstandes tourte ?3 Mk. geschätzt, gegen Einen traurigen Gegensatz tdviehs und der Schweine rrselben ist die Zahl de- Jahre 1892 aus 289914 er Schweim von 246913 !, In Prozenten auSge' von 9,8 und 5,7 M

Mit. 10. M *e des Lietzener Anzeiger»' errubenculturinder Zuckerfabrik zu einer Bc- ait Interesse gelesen haben, > wo die Stockheimer und agen nebeneinander hegen, Zwischen uns stattfinden kann- einmat elntn [ bei M die S* * b-z-hlt, m««**« :t lautste ""S-W ich, jumthen. Der **M 9** t et sich darnach einntDten q^irs $*@s- ä.*5s , «KW * blich--'

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*45 tt! ÄS? «SAtrJ» fallt un\?S«e des Sri^ 5S3%25 ) Eichen reg^'J,

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und Neugestaltungen ihre Intereffen zu wahren. Denn das der Bauer versucht, hört man oft den Ausspruch, oder fieht doch die Ansicht durchleuchten:Ja Bauer, das ist etwas imaC6 Vielleicht sieht man, wie bereit» bemerkt, sich den 1890er Generalversammlungsbeschluß einmal vom Stand­punkte deS Jahre» 1894 an. Die Zeiten ändern sich und die Generalversammlungsbeschlüsse mit ihnen. Man muh doch mit dem Zeitgeifte fortschreiten, auch in der Zucker- sabrikation, in der Tantiömenvertheilung und sonstigen wich« tigen Maßregeln.

Groß Steiihei«, 10. Juni. Eine Frau von hier besuchte die Messe im nahen Hanau und nahm ihr ungesähr 1« bis 2jährigeS Kind im Kinderwagen mit. An den BerkaufS- ständen traf die Frau frühere Bekannte und vertiefte sich so inS Gespräch, daß sie ihr Kind, trotz seinem Schreien, vergaß und sich ohne Sorgen auf dem Juxplatz umher­tummelte. Später machte sie sich auf den Heimweg und erst nahe vor Klein-Steinheim fiel dergewiflenlosen Mutter" das Stinb ein. Mitleidige hatten dasselbe auf das Polizei­revier gebracht.

Mainz, 12. Juni. Im Anschluß an das 25jährige Bestehen des Deutschen Buchdrucker-VereinS erfolgte gestern die Hauptversammlung genannten Vereins. Dieselbe nahm fast den ganzen Tag in Anspruch und wurden zunächst die Grundsätze für die Annahme und Ausbildung der Lehr-- linge festgesetzt, sowie ein allgemeiner Lehrvertrag bestimmt. Ferner wurde eine anderweitige Festsetzung der Lehrlings­scala zum deutschen Buchdruckertartf vorgenommen und die von der Reichspostverwaltung geplante Abänderung deS Post- zettungStarifS einer eingehenden Besprechung unterzogen. Am Morgen versammelten sich die Mitglieder an dem reichgeschmückten Gutenberg-Denkmal, von wo man sich in den Dorn begab, um unter Führung deS Buchdruckers Wallau von hier die Denkmale und Kunstschätze zu besichtigen. Eine in dem Capitelsaal arrangierte Ausstellung interessanter Manuscripte und Druckwerke fesselte insbesondere die Aufmerksamkeit. Hkute Vormittag begaben sich die Gäste mit ihren Damen auf dem rcichgeschmückten und mit einer Militärcapelle besetzten ExtradampferHohenzollern" nach RüdcSheim zum Besuch deS Niederwalddenkmals. Mittags erfolgte eine Besichtigung der Maschinenfabrik von Klein, Forst und Bohn in Geisenheim. Als nächster Versammlungsort wurde Bremen gewählt.

Dermifd?tcs.

Eisenach, 12. Juni. Heute Nachmittag fand die Be­stattung der Wtttwe von Fritz Reuter unter großer Theilnahme, besonders auch von Vertretern des Großherzogs, der Staats- und der städtischen Behörden statt. ArchidiakonuS Ketser hielt die Gedächtnißrede.

* Breslau, 11. Juni. Der Stellenbesitzer Rößler, der wegen Ermordung der AuSzüglerin Schmidt zum Tode verunheilt wurde, ist im hiesigen Gesängnißhofe durch den Scharfrichter Reindel enthauptet worden.

München, 12. Juni Bon den Distanzfahrern Mailand-München passirte um 1 Uhr 12 Mia. 15 ©tc. Fischer- München in guter (Kondition unter großem Jubel der Anwesenden in Steinhaufen hinter München als Erster das Ziel. Als Zweiter traf RehetS-Wasierburg um 2 Uhr 28 Mm . 30 See ein, als Dritter Gerger-Graz um 3 Uhr 46 Min., beide in guter Eondition. Nach ihnen wird Hirsch-Leipzig erwartet.

* Avgßbvrg, 12. Juni. Bei den AusräumungSarbtiten in der Brauerei F r i e d b e r g, in der eS kürzlich gebrannt hat, erfolgte ein Einsturz, durch den 6 Personen verschüttet wurden. Drei wurden bis jetzt herauSgezogen, davon der Braumeister tobt, zwei schwer verletzt.

* Arn 5. Juni verstarb der in weitesten Kreisen durch sein jahrelanges erfolgreiches Wirken auf dem Gebiete deS Vogelschutzes wohlbekannte Herr Hofrath Professor Dr. Karl Theodor Liebe nach längerem Leiden im 67. Lebensjahre zu Gera. Mit ihm ist einer der immer seltener werdenden für eine Sache begeisterten edlen Männer geschieden, die ihren Freunden unauSsüllbare Lücken hinterlasien.

* Katastrophe jnr See. DemJll. Wiener Extrablatt" wird gemeldet: Der Untergang deS großen Ueberfee« dampferSAdmiral Ruyter" (auf der Fahrt von Antwerpen nach Philadelphia) gehört zu den schwersten Seekatastrophen. Der Dampfer hatte 83 Passagiere und 31 Mann Bemannung an Bord. Niemand wurde gerettet. Man glaubt, daß eine Keflelexplosion auf offener See das Unglück verursachte.

* DaS Gefammtalter der deutschen ReichstagSabgeordaelen beträgt der9L A. Ztg." zufolge 20 343 Jahre. Der Durchschnitt deS Alters liegt zwischen dem 50. und 51. Jahre. DaS jüngste Glied Deutschlands liefert die ältesten Parla­mentarier : die acht Elsäsicr sind durchschnittlich 57 Jahre alt. Ihnen folgt die Reichspartei, deren Mitglieder 54 Jahre zählen - saft im gleichen Alter stehen die Herren von der Freisinnigen Vereinigung. DaS Gentrum verkörpert in Summa daS Alter von 5189 Jahren, sodaß auf den Einzelnen 57 Jahre kommen. Die Nationalliberalen weisen im Durch­schnitt 52 Jahre aus, die Deutschconservativen 51 Jahre. Die Mitglieder der Freisinnigen Volkspartei haben ein Durch­schnittsalter von 53 Jahren. Im Allgemeinen sind die radikalsten Parteien am jüngsten. Die Socialdemokraten, deren Benjamin erst 28 Lenze zählt, stehen durchschnittlich im Alter von 41 Jahren.

* Keine Cigarren mehr. In Amerika ist eine Gesellschaft in der Bildung begriffen, die statt der Eigarren und Cigarretten ihren Stunben birect ben präparirten Rauch liefern will. Der Tabak soll auf einer Gentralftation in besonders dazu con ftruirten Apparaten verbrannt werden. Der in diesen Brennern erzeugte Rauch wird sorgsältig gereinigt, von jeder Spur Nicotin befreit und bann in großen Behältern ge­sammelt werden, aus denen er durch Röhren in die Wohn­ungen der Eonsumenten geleitet wird. Der Cigarrenraucher ohne Cigarre wird also nur uöthig haben, die Bernsteinspitze seines Leitungsschlauches zwischen die Zähne zu nehmen und nach Herzenslust zu qualmen. Die Menge des consumirten

Rauche- wird durch Apparate, ähnlich den Gasometern, gemeßen und berechnet. Wer nicht zahlt, kriegt den Rauch abgeschnitten. Cb für Havannah und StinkatoreS je besondere Leitungen gelegt werden, ist noch nicht bekannt.

Wöchentliche Neberstcht der Todesfälle in (Siejeu.

2(3. Woche, vom 3. Juni Ml 9. Juni 1894.

tmwobncriibl: angenommen zu 22 100 (ind. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeit«,tffer: 21,17«/«de,w. 16,47 nach AuSichl. ber Ortsfrembcn.

El starben an: Zusammen:

Dtphtherttts 1 (i)

Lungentuberkulose 2

Erkrankungen deS

Herzen» 1 (1)

Sonstige benannte

Krankheiten 3

Nicht angegebene

Krankheit 1

Verunglückung durch Cr trinken 1

Summa: 9 (2) 5 (1) 1 3 (1)

Änm. Die in Klammern gesetzten Zistern geben an, wie viele oct Todesfälle in der betrestmden Krankheit auf von auswärts nach (Sieben gebrachte Kranke kommen

Temperatur der Lahn und der Lust

nach Reaumur gemestrn am 13. Jun«, »wischen 11 und 12 Uhr:

Wasser 11'/,, Lust 13'/,°.

Rübsamen'iche Badeanstalt.

Ledenoverstcherungs- «nd Ersparnis - Bant in Stuttgart. Die Bank gtebl foeben ihren 39. Bericht für das BerwaitungSjahr 1893 heraus.

Aus demselben ist zu ersehen, daß die Bank im vergangenm Jahre einen lehr starken Neuzugang zu verzeichnen hatte. Trotz den bekannt schlechten ErwerbSoerhältntssen diese- Jahres, welche bet einer Reihe anderer Gesellschaften durch verminderten Zugang zum Ausdruck kamen, steigerte die Bank ihren JahreSzuwachü gegen 1892 um 1 152 420 Mk. und stellte sich damit im Reinzuwachs" an die Spitze der deutschen GegenseitigkettSgefellschaften.

Die Gewinn- und Lerlustrechnung weist einen Jahres Überschuß für die Todesfall-Versicherten au« von 3 887 416 86 Mk Gegen daS Vorjahr ist derselbe höher um 222 215 Mk. An Prämien wurden vereinnahmt rund 14,, Millionen, an Zinsen rund 4, Millionen Mark. Die Bilanz ergtebt ein Verrnogen von rund 107,» Millionen Mark. Die Fonds sind hauptsächlich in Hypotheken angelegt; außerdem in Grundbesitz btr Bank in Stuttgart und Berlin rund 1,7 Millionen Mark, in Darlehen auf Werthpauierc 932 204 Mk., in eigenen Werthpapieren der Bank 1 973 111 Mk, in Darlehen auf Policen der Bank rund 8 Millionen Mark. Unter den Passiven ist der wichtigste Posten die Pramienreferven ein­schließlich der Prämienübertrage; dieselben sind eingestellt mit rund 87,6 Millionen Mark und haben gegen bad Vorjahr eine Erhöhung erfahren um 6, Millionen Mark. Die Gewtnnreferve der Ver- stcherten beträgt rund 15,, Millionen und die Allgemeine Reserve 2,7 Millionen Mark.

All Dividende kommen im Jahr 1894 nach Plan A I (alieS System mit Nachgewährung rückständiger Dividenden) 34 0 0 der ordentlichen und extra 17% der alternativen Zusatz Prämie, nach Plan A II (neue- System. 40% der ordentlichen bezw. 20% der Zusatz-Prämie zur Verihetlung. Den nach Plan B (steigende Divi­dende) BeiheUtgten kommt eine gegen da- Vorjahr um 3% der Gesammtprämie erhöhte Dividende zu, sodaß die jüngsten nach j diesem Plan Dividendenberechtigten 15%, die ältesten 51% der vollen Jahresprämie erhalten.

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