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Telegraphenasfistent Wenzel von Mainz nach Darmstadt. — Aagestklle sind alS Posljecrerär der Postpraetikanr Jahn in Offenbach (Main), alS Postasfistenten die Postasnsteneen Kraußmüller in Gießen, Lorge, Reinig und Weber m Mainz, alS Telegraphenassistent der Postassistent MattherS in Mainz. — Zu Ober • Postasfistenten find ernannt die Postasfistenren Ehrhardt in Darmstadt, E n e n k e l in Worms, Pitzer in Gießen und Schweickerdr in Mainz. — Dem Postsecrerär Jungmann ist eine Buchhalterstelle bet der Ober-Postkaffe Darmstadt übertragen worden. — Aus ihren Antrag treten in den Ruhestand der Postsecretär Mayer in Gießen, der Ober Telegraphenassisten Helm in Mainz und der Postverwalter Kammer in Londors. — Der Postassistent Altvater in Friedberg (Hessen) ist gestorben.
• • Eisenbahn Fahrplan Der am 1. Mai in Kraft tretende neue Fahrplan der Königlichen Eisenbahn - Direction Hannover weicht in dem den diesseitigen Bezirk betreffenden Theile bei folgenden Zügen mehr oder weniger ab. Die Schnellzüge Nr. 75 und 76 find zwischrn Hannover und Fiankfurt a. M. 40 bezw. 30 Mtn. beschleunigt und fahren wie folgt: Zug Nr. 75 Frankfurt a. M. ab 8*2 (statt 822), Eaffel an 1222- ab 1219 (statt an 11*8, ab 1222), Hannover au 3£2 (statt 30®); Zug Nr. 76 Hannover ab unverändert 22b, tzaffrl an 525, ab 535 (statt an 531, ab 5*6), Frankfurt a. M. an 9.20 (statt 9.50). Sämmrliche Anschlüffe beider Züge bleiben gewahrt. Durch entsprechende Verlegung der Süddeutschen Anschlußzüge wird eine wesentliche Vcrbefferung der Berbindungen zwilchen Hamburg und Berlin einerseits und Süddeutschland und der Schweiz andererseits herbetge- führt. Z. D. wird die Fahrtdauer Basel-Hamburg und in umgekehrter Richtung um je 3 Stunden abgekürzt. — Die Abfahrt des Schnellzuges Nr. 73 von Frankfurt a. M. wird um 15 Minuten hinauSgeschoben (ab 12.45 statt 12.80) und dadurch ein directer Anschluß an den 12.33 in Frankfurt a. M. eintreffenden Schnellzug von Würzburg (ab 9.29), Nürnberg (ab 7.12), Wien (ab 8£0 Westbahnhos) rc. hergestellt. Die Ankunft deS ZugeS 73 in Hannover bleibt unverändert (725), Sämmtliche Anschlüffe desselben bleiben gewahrt. — Per« sonenzug Nr. 405 Frankfurt a. M.-Girßen fährt: Frankfurt a. M. ab 730 (statt 815), Gieße» an 9^2 (statt 10££) und zwar vor dem Schnellzuge Nr. 75 (Frankfurt a. M. ab 8^£). — Personenzug 99 a Gießen Marburg fährt: Gießen ab 10^2 (statt 986) im Anschluß an die Züge Nr. 405 und 75 von Frankfurt a. M., Marburg an 1051 (statt 1022). — Per- sonenzug Nr. 408 Marburg-Gießen fährt: Marburg ab 7.06 (statt 7.26), Gießen an 7.50 (statt 8.10), der Anschlußzug von LaaSphe trifft 7.00 (statt 7.20) in Marburg ein.
* Postalische». Die serbische Postverwaltung hat die Absicht, demnächst den Postanweisungsverkehr nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn einzusühren.
* • In Sachen der Platzkarten in den Harmonika-Zügen hat in der Prozeßsache des preußischen EiscnbahnfiScuS gegen den Herrn Franz Wallner zu Berlin das Amtsgericht I Berlin gestern dahin für Recht erkannt, daß der Anspruch deS FiScuS auf Zahlung der besonderen Gebühr von 2 Mark für die Benutzung eines Platzes 2. Klaffe in den sogen. Harmonika- Zügen für begründet erklärt und Beklagter demgemäß ver- urtheilt wird.
4~ Gründer-, 12. April. Vorgestern wurde der hier in Pension lebende und verstorbene Lehrer Bindewald zu Grade getragen. An 40 Collegen von hier und der Um» gegend, sowie frühere Schüler und Freunde von Groß-Eichen, in welcher Gemeinde der Verstorbene eine lange Reihe von Jahren gewirkt, folgten dem Sarge. Herr Pfarrer Koch dahier hielt die eindrucksvolle Leichenrede.
§ AuS dem Ohmthol, 12. April. Ein solch frühes Blühen der Odslbäume, wie gegenwärtig, ist doch für unsere Gegend ein seltenes Vorkommen. Wohl blühten auch vor zwei Jahren im April, dem ganz der jetzige gleicht, die Obst- bäume, aber damals doch erst von Mitte April ab. Jetzt aber blühen neben Kirsch» und Pslaumenbäumen auch bereits die Birnbäume und selbst die Blüthendolden der Apfelbäume sind schon sichtbar. Dabei ist der Blüthenreichthum in Hinsicht auf die vorjährige reiche Obsternte außerordentlich stark. Den Bienen bietet das sonnige Wetter die günstigste Gelegenheit, die Obstbaumblüthe reichlich auszunützen. Für den
Imker find wieder die besten Aussichten auf ein gutes Bienenjahr vorhanden. Leider solche nicht für die Landwirthe, da die Trockenheit zu lange anhält. Eine eigenartige Erschei» nung bietet feit gestern die Ohm, indem ihr Wofferspiegel fast um Fußhöhe gestiegen ist. Sollte daS nicht wie das Steigen deS BrunnenwafferS auf baldiges Eintreten feuchten Wetters schließen lassen? — Interessant ist, waS eine alte Chronik von 1794, also genau einem Jahrhundert früher, berichtet. Januar und Februar waren sehr gelind und Schnee war wenig vorhanden. Am 15. Februar blühten Mandelbäume. Ende März war Klee von '/, Fuß Länge da; an HauSstöcken sand man Triebe von Vg Fuß. Im April war daS Korn in den Aehren, Bäume und Sträucher vollständig grün. Am 15. Mai traf man überall blühende Gescheine an den Weinftöckev, auch waren schon Kleeäcker zum Dürrsutter abgemäht. Ende deS Monats Mai kam eine Raupenplage, so daß sehr viele Bäume kahl standen. Der Wein war gut, aber durch Sonnenbrand ging viel verloren. Im September war Herbst und daS Stück Wein kostete in den Rheinlanden ca. 80 Gulden.
Darmstadt, 12. April. Der Hochzeitskuchen der Prinzessin Melita von Coburg-Gotha (der künftigen Großherzogin) ist, wie aus London geschrieben wird, in der dorugen Hoseonditorei Günter angefertigt worden; er ist 6 Fuß hoch und wiegt mehr als 150 englische Pfund. Die Zuckergußverzierungen bestehen aus Myrthendlüthen, Eicheln und Eichenblättern, sowie Ulmenblättern, welch' letztere den seemännischen Beruf des herzoglichen Brautvaters versinnlichen sollen. Zwischen den Blüthen und Blättern sind die Monogramme des fürstlichen Brautpaares in rosa und hellblauer Seide emgeftreut und das Ganze wird überragt von einer Vase in Trompetenform, aus welcher lebende Blumen hervorsprießen.
Neu-Isenburg, 10. April. In einer hiesigen Familie hatte die Mutter am Samstag Mittag ihre beiden Kinder, von denen eines 3 Jahre, daS andere nur einige Monate alt ist, längere Zeit allein in der Wohnung zugelassen, während sie ihrer Beschäftigung nachging. Bei ihrer Zurück- fünft fand sie das jüngste tobt vor, dasselbe war unter dem Kiffen deS Bettes erstickt. Der Schmerz der Eltern läßt sich leicht ermeffen.
Langen, 11. April. Ein Herr von Egelsbach, welcher am letzten Dienstag den um 7 Uhr 7 Min. Abends von Darmstadt abgehenden und birect bis Langen burchfahrenden Zug benutzte, warf währenb beS PasfirenS ber Station Egelsbach feinen Han bkof fer au 6 b em Zuge unb traf ben am Uebergange stehenben Bahnwärter so heftig, baß berselbe umsiel. Wie man vernimmt, soll ber Wärter glücklicherweise keine gefährliche Verletzungen bavon getragen haben.
HV. WormS, im April. Alle Krieger-und Militär» vereine, die bis jetzt der Hafsia noch nicht angehören, sind gebeten, Ihre Adresse baldgefälligst an die Annoncen»Eppe» bition von Haasenstein & Vogler, Vertreter W. Müßigmann, in Worms gelangen zu lassen.
Verimischte-.
* Tronsseau der künftigen Grotzherzogin von Heffev. Man schreibt ber „Frkf. Ztg." aus Lonbon vom 11. April: Die Ausstellung ber kostbaren Toiletten-Gegenstänbe aus ber Ausstattung der Prinzessin Victoria-Melita, zu deren Besichtigung die hiesigen Firmen, denen die Ausführung übertragen , heute eine Anzahl von Berichterstattern eingeladen, umfaßt alle jene Gegenstände, welche die Prinzessin bei den bevorstehenden Festlichkeiten tragen wird, unb eine beträchtliche Anzahl anderer Objecte mit Einschluß einer gar reichlichen Auswahl von Unterkleidung unb nicht weniger als fünfzig Paar Stiefeln und Schuhen aller Art. DaS Hochzeitskleid ist von der reichsten dickgerippten weißen Seide, durchwirkt mit zarten Blumengewinden, die von einem cremefarbenen Liebesknoten aus Perlen auslaufen. Orangenblüthen werden den Rock einfaffen, wie sie auch auf dem langen kostbaren Spitzenschleier befestigt werden. Ganz nach englischem Brauch. Von einem Myrtenzweig keine Spur. Ueber dem Kleid wirb die Braut einen Ucberrourf tragen, gleichfalls von weißer Seide mit Silber durchwebt mit einem Kragen aus
reinweißen Straußensebern. Das „Weggehekleid" ist au8 Vigogne in dem leichtesten und feinsten Gewebe von blaßgrau- bläulicher Farbe, vorn in der Taille unb an den Hermein mit vielfachen Stickereien von Rosen und Vergjßmeinnicht- blüthen in ihrer natürlichen Farbe. Ein Mantel dazu ist gleichfalls aus Vigogne, aber von etwas dunklerer Schattirung. Ein besonders prächugeS Gewand ist dasjenige, was die Prinzessin bei ihrem Einzug in Darmstadt anlegen wirb. DaS Material ist ein weihrS Tuch von ber belicaten Farbe einer gelben Himbeere mit dem leisesten Anflug von Roth, ein wahrer Triumph ber Färberkunst, unb wirb durch vielfache Stickereien noch mehr zur Geltung gebracht. Und diese Menge traumhafter GesellschaslSkleider! Ob die Darmstädter Damen wohl schon hinreichend Vorbereitungen getroffen, ihrer hübschen jungen Großherzogin in angemessener Toilette zur Seite zu stehen?
* Der erste Helgoländer Einjährige. Die Berechtigung als Einjährig - Freiwilliger zu dienen, hat sich alS erstxr Helgoländer ber löjabricc Kröger Franz, Sohn deS dortigen Einwohners Peter Franz, erworben. Er bestand das betreffende Examen in Düffeldors, wo er seit 6 Jahren daS Gymnasium besucht.
* Newyork, 12. April. Ja Brooklyn ist gestern ein großes Mieths haus abgebrannt. Fünf Bewohner deS HauseS sind in ben Flammen umgekommen und sechSzehn Personen haben schwere Verletzungen davongetragca.
5d)i^snad>rid?tcn -es Nord- CloyL
In Gießen oei treten
durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 12. April. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Elbe, Capitän $t. v. Gössel, vom Nordd. Llopd in Bremen, welcher am 31. März von Bremen unb am 1. Apiil von Southampton abgegangen war, ist gestern, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
kirchliche Anzeigen der Statt Giehen
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst
In der Lladlkirche.
Sonntag den 16. April, Jubilate.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrverwalter Dr. Grein.
Nachmittags 21/« Uhr: Pfarrer Schlosser.
Vorstellung unb Prüfung der Konfirmanden au8 der Matthä uSgemernde.
Nachmittag« 6 Uhr: Feierliche Entlassung der confirmirten Chorschüler, unter Mitwirkung der gesammten Chorschule.
NSchstkÜnstigen Sonntag, den 22. April, findet die Confir- mationsfeier der Ma tthä uSgemeinde, und in Verbindung damit die Feier des heiligen Abendmahls, die Beichte dazu TagS zuvor statt. Anmeldungen dazu werden, soweit sie nicht durch die Confirmanden geschehen, im Pfarrhaus, oder nach der Beichte in der Sakristei erbeten.
I« der AohauueSkirche.
Samstag den 14. April:
Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey.
Sonntag den 15. April, Jubilate:
Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Konfirmation der Kinder aus der Lukas- u. Militär - gemeinde, Feier des heiligen Abendmahls.
Nachmittags 2'/, Ubr: Kinderkirche der LukaSgemeinde.
AbendS 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Nach den Gottesdiensten: Collecte für die Armen.
Katholische Gemeinde.
Sonntag den 15 April, 3 Sonntag n. Ostern:
SamStag: Nachmittags um 4* 2 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte
Sonntag: Vormittags von 6ff, Uhr an Gelegenheit jur bl. Beichte; um 6Vi Uhr erste hl. Messe; um 7*/t Uhr AuStheilung der hl. Cornrnunion; um 8 Uhr zweite hl. Messe. MilitärgotteSdienst mit Predigt, um 91/« Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf sakrarnentalische Bruderschastsandrcht.
Witterungsaussichten
Wetterbäuswen, Südanlaae.
— .
T2? Amll, Mm. 12 Um
13 Ao il. Mo.aensvUbr
Barometer: Thermometer: Hygrometerstand:
Mittler ei
min. 745 mm, max.747 mm H 4- 9°R. „ + 17°R Neigung f. nasses Wett. Barometerstand bei 0°
min. 743 mm, mar. 74amm „ +40R. „ + 6°R. Regen.
1. — 744,7 mm.
nicht
[3283
Rechtsanwalt Dr. Heertz
3284
MAGGI5
Suppen« würze
Schneider, Gerichts - Tarator.
Bekanntmachung.
Forderungen an den Nachlaß des Fabrikarbeiters Peter Wallbott von Garbenteich sind binnen 14 Tagen bei uns anzumelden, als sonst sie bei
Montag, den 16. April b. I., Nachmittags 2 11 br anfangend, verengere ich Kirchenplatz Nr. 18 (hinter dem Thurm) dahier, nachfolgende Gegenstände:
willig versteigern.
Wetzlar, 12. April 1894.
fDer Concursver walter
Montag »en 16. April 1894, Nachmittags 2 Uhr.
lasse ich an Ort und Stelle, in Hinten« dach, dieJmmobilien des Müllers Albert
werden.
Hannover, den 9. April 1894.
Königliche Eisenbahn-Direction.
schränke, eine schwere Nähmaschine f. Schneider, eine Zu- schneide-Scheere, mehrere Bilder
u. Spiegel, 2 Wanduhren, versch. Kücheugeräthe u. s. w., in vormundschaftlichem Austraqe.
3302 ~ "
Bekanntmachung.
Am 1. Mai d. I. tritt der neue Sommerfahrplan des diesseitigen Bezirks in Kraft, welcher schon jetzt bei allen diesseitigen Stationen eingesehen werden kann. Aushang- und Taschenfahrpläne zum Preise von 40 und 15 Pfg. das Stück find vom 1. Mai ab bei allen diesseitigen Fahrkarten-Ausgabestellen zu haben.
Für alle während der Sommerfahrplanperiode eintretenden Fahrplanänderungen werden zu diesen Fahrplänen Deckblätter herausgegeben, welche von den Verkaufsstellen auf Anforderung unentgeltlich abgegeben
erhöht überraschend den Wohlgeschmack der Suppen. .Ku haben bei
Carl Echwaab, Hoss, SelterSweg
Die leeren Original - Fläschchen von 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig und diejenigen ä Mk. 1.10 zu 70 Pfennig mit Maggi'S Suppenwürze nachgefüllt. [2983
330U1 etbfenteifer find heute Samstag auf dem Brandplatz zu haben.
Prima Salzgurken, Prima Lauerkraut empfiehlt Ä. Nützl.
3274 Zum Comet, OSwaldsgarten.
Keisgeöotenes.
3281] et* Wägelchen Mist zu ver- ■ kaufen. Wolkengasse 13. 3281
der Regulirung des Nachlasses berücksichtigt werden könnten.
Gießen, 12. April 1894.
Großh. Amtsgericht.
3298 Langer mann.
Versteigerung.
Matern auf der Kinzenbacher Mühle, I I unb zwar die Mühle selbst, sowie die
«opya, rische, .Stuhle, > lardwirthschasUichen Zwecken dienenden vettcu, 2 einth. Kleider- Grundstücke öffentlich meistbietend frei-
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