Wertpapiere leicht in Deutschland Eingang finden- es wird auch die baldige Aushebung des Verbots, betreffend die Beleihung russischer Werthpapiere durch die deutsche Reichsbank erwartet.
Boom 12. Februar. Infolge der Aeußerung des Rector magnificus, die katholischen Studenlen-Corporationen seien nicht existenzberechtigt, publiciren die Letzteren einen Protest, in welchem der Rector um Zurücknahme seines Ausspruches aufgefordert wird. Da dies bis jetzt nicht geschehen, wollen sich die Korporationen an den Landtag und an den Kultusminister wenden.
Wien, 12. Februar. Aus allen Theilen des Landes laufen Meldungen von erheblichen Beschädigungen ein, welche der seit einigen Tagen wüthende orkanartige Sturm verursacht hat. Die meisten Eisenbahnzüge treffen an ih?en Bestimmungsorten mit großen Verspätungen ein, die Telegraphen- und Telephonleitungen sind vielfach vollständig gestört. Auch mehrere Unglücksfälle sind zu verzeichnen.
Wien, 12. Februar. Die „Montagsrevue" behauptet, daß das Einfuhrverbot der deutschen Regierung von Schweinen aus den Contignationsanstalten in Biala und der Wiener Neustadt in directem Widerspruche mit dem österreichisch-deutschen Handelsverträge stehe, da die constatirten Massen der nach Berlin exportirten Schweine in gesundem Zustande angekommen seien und die Ansteckung erst in Berlin erfolgt sei. Wie das genannte Blatt weiter bemerkt, werde die österreichische Regierung Veranlassung nehmen, die Angelegenheit auf diplomatischem Wege zur Sprache zu bringen.
Wien, 12. Februar. Die Principale lehnten die Forderungen der Buchdruckergehilfen auf Erhöhung des Mlnimallohnes bis 13 bezw. 15 Gulden und neunstündige Arbeitszeit ab. Ein Generalftrike ist wahrscheinlich.
Prag, 12. Februar. Im Omladinistenprozeß kam es heute bei Beginn des Playdoyers des Staatsanwalts wieder zu stürmischen Auftritten. In Gegenwart von etwa 20 Polizisten erklärten die sämmtlichen Angeklagten, nichts auszusagen, und auch die Vertheidiger weigerten sich, ihre Thätigkeit fortzusetzen. Die Angeklagten, die sich außer Haft befinden, verließen mit den Vertheidigern unter Singen und Johlen den Saal, so daß die Verhandlung vertagt werden mußte.
Paris, 12. Februar. Der Ausschuß der socialiftischen Arbeiter eröffnet eine Subscription für den Redacteur Breton, der zu zwei Jahren Gefängniß und 1000 Francs Strafe verurtheilt wurde, weil er Carnot bedroht hatte, wenn er Vaillant nicht begnadige.
Paris, 13. Februar. Im Terminushotel sand gestern Abend eine Exp lo sion, durch em Dynamitattentat veranlaßt, statt. Der Thäter ist ein 25jähriger Mann, welcher rechts am Eingänge gesessen. Er schleuderte die Bombe und versuchte zu entfliehen, wurde aber etwa 150 Meter weiter gefaßt, nachdem er sechs Revolverschüsse abgegeben, welche drei Personen verwundeten. Ein Schutzmann hieb ihm mit dem Säbel über das Gesicht, wodurch die Verhaftung gelang. Ein Schutzmann wurde sterbend in das Hospital gebracht. Durch die Bombe wurden etwa zwölf Personen verwundet, meistens an den Beinen. Der Thäter erklärte, er heiße Lebreton und wolle Vaillant rächen, andere würden folgen, um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören. Die Minister des Innern und der Justiz, sowie der Polizeipräfect trafen am Thatone ein.
Vom Depeschenbureau „Herold" erhielten wir folgende Nachricht:
Paris, 13. Februar. Nach dem Dynamitattentat im Terminushotel schlug der Polizeiagent dem flüchtenden Attentäter mit dem Säbel ins Gesicht, um weitere Revolverschüsse zu verhindern. Die Menge versuchte den Thäter zu lynchen, wurde aber von der Polizei gehindert. 25 Personen sind verwundet. Der Saal ist von Kugeln und Eisenstücken förmlich besät, die Decke weist über 20 Löcher auf. Der Attentäter ist ein ehemaliger Kellner im Terminushotel.
Cocalt* unb Provinzielles.
Vietze«, 13. Februar 1894.
** Oeffentliche Sitzung des ProvinzialausschuffeS der Provinz Oberheffen vom 10. Februar 1894. 1. Beanstandung der Beigeordnetenwahl zu Ettingshausen. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen versagte der Wahl des Heinrich Keil V. in Ettingshausen zum Beigeordneten die Bestätigung, weil pp. Keil vor einigen Jahren wegen Jagdvergehen und Vergehens gegen das Reichsgesetz betr. den gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen in eine Gefängnißstrafe von vier Monaten verurtheilt worden war. pp. Keil legte hiergegen Recurs ein und ließ durch seinen Anwalt heule zu dessen Begründung aussühren, daß man von einem Communalbeamten absolute Unbescholtenheit nicht fordern könne, außerdem würden die auf die Bestrafung folgenden sechs Jahre tadellosen Lebenswandels als ausreichende Sühne angesehen werden können. Das Jagdvergehen sei hier nicht als strafbarer Eigennutz, sondern nur als eine Folge ungezügelter Leidenschaft zu erachten, welche vom Gesichtspunkte des Volkes aus nicht so streng verurtheilt werden dürfe, pp. Keil gibt zu, daß er sich damals im Besitze eines zerlegbaren Jagdgewehrs befunden habe. Der Recurs wird abgewiesen und dem pp. Keil die Kosten des Verfahrens, sowie ein Aversionalbetrag von 20 Mark auferlegt. — 2. Antrag des Großh. Kreisamts Friedberg auf Entziehung der Wirthschaftsconcession des Balthasar Schneider zu Nieder-Erlenbach. pp. Schneider ist dem Trünke ergeben und leidet zeitweise an Säuferwahn, sodaß derselbe unfähig ist, der Wirthschaft vor- zuftehen; aus diesem Grunde ist der Antrag aus Concessions- entziehung gestellt worden. Der Großh. Bürgermeister, sowie
Fußgendarm Scheer sprechen sich über die Vorgänge in fragt Wtrthschaft sehr mißbilligend aus. Der Provinzialausschuß gab dem kreisamtlichen Anträge statt und sah vom Ansatz eines Aversionalbetrags ab. — 3. Das unentschuldigte Ausbleiben mehrerer Gemcinderathsmitglieder von Kaichen in den Sitzungen. Wegen Fehlens in einer am 4. November v. I., Morgens 8 Uhr abgehaltenen Gemeinderathsfitzung war von Seiten des Bürgermeisters Strafantrag gegen drei Gemeinderathsmitglieder gestellt worden. Der Kreisausschuß zu Friedberg erkannte auf eine Ordnungsstrafe von je 3 Mark, wogegen die Betheiligten nun Recurs verfolgt haben. Das erschienene Gemeinderathsmitglied Schuch bemerkte, daß die gewählte Tageszeit für den Landwirth nicht paffe- die Sitzungen sollten, wie auch früher geschehen, Abends abgehalten werden. Der Großh. Bürgermeister erwidert darauf, daß die Sitzungen nicht allein Morgens, sondern auch Mittags und Abends stattfänden- übrigens sei auch noch keine Klage darüber geführt worden, wenn eine Sitzung am Morgen abgehalten werde. Der Recurs wurde mit dem Anfügen abgewiesen, daß von Ansatz eines Aversionalbetrags abgesehen werden solle. Der Vorsitzende bemerkte dabei, daß auch der Provinzialausschuß die Anberaumung der Sitzungen auf den Vormittag nicht für thunlich halte, fofern nicht die Majorität des Gemeinderaths damit ausdrücklich einverstanden fei.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneteu- Versammluug Donnerstag den 15. Februar 1894, Nachmittags 4 Uhr. 1. Baugesuch des W. Steinbach für die Gartenstraße - .hier: Dispensationsgesuch. 2. Gesuch deS Fritz Kühn um Erlaubniß zur Errichtung eines Gartenhäuschens am Nahrungsberg. 3. Desgl. des Johann Georg Birkenstock zur Erbauung eines Arbeitshäuschens im Neustädter- seld. 4. Gesuch des Gießener Braunsteinbergwerks um Ver- befferung von Feldwegen. 5. Desgl. des Philipp Lotz um Verbesserung des Aulwegs. Reinigung und Beleuchtung des Platzes um die Johanneskirche. 7. Verbindungsstraß<zwischen Linden- und Brandplatz- hier: Vorlage des speciellen Voranschlages. 8. Verbreiterung des Gäßchens „Auf der Bach" an der Wallenfels'schen Besitzung. 9. Errichtung einer psychiatrischen Klinik- hier Tauschnotul zwischen Stadt und Staat. 10. Gesuch des Heinrich Jochem um Concession zum Wirth- schaftsbetrieb im Hause Frankfurterstraße 67 (Seltershöhe).
** Erneunuugeu und Versetzungen. Versetzt wurden: am 10. Februar l. I. die DistrictSeinnehmer der Districts- einnxhmereien Groß-Gerau I und II, August Schmidt und Heinrich Rapp in gleicher Diensteigenschast in die Districtseinnehmereien Mainz II, bezw. Ged ern- der Calculator bei der Buchhaltung des Mmisteriums der Finanzen Heinrich Rühl und der Finanzaspirant August Kren der aus Butzbach wurden zu Districtseinnehmern der Districts- einnehrnerelen Höchst, bezw. Grebenhain ernannt.
§ Bermuthshain, 8. Februar. Die heute hier abgehaltene zweite Holzversteigerung in der Oberförsterei Grebenhain war sehr stark besucht. Die Preise waren noch etwas höher als wie bei der ersten diesjährigen Versteigerung. Buchenstämme kosteten 12—13 Mk., Nadelstämme (Kiefern) 8 — 10 Mk. der Festmeter - Nadelholz-Knüppel (Kiefern) kosteten 2,50-3 Mk.,Buchen-Schcitholz 1. Klasse 4-4,20 Mk., Buchen-Scheitholz 2. Klasse 3,50—4 Mk., Buchen-Knüppel 2. Klasse 2—2,50 Mk., Buchen-Reisig 60-80 Pfg., Buchen- Stöcke 1 — 1,20 Mk. der Raummeter.
§ Bermuthshain, 12. Februar. Die Diphtheritis herrscht hier und in der Umgegend in erschreckender Weise. Gestern wurden hier drei Kinder im Alter von 4, 4 und 7 Jahren auf einmal beerdigt.
§ Au8 dem Vogelsberg, 12. Februar. Ein gewaltiger Sturm tobt seit gestern und reißt Ziegel von den Dächern, Aeste von den Bäumen und stürzt solche, die alt und morsch geworden sind. Derartige Stürme kommen sonst im März vor und man nennt sie Frühlingsstürme, weil sie oft das Vorfpiel des nahenden Frühlings bedeuteten. Behält der „hundertjährige Kalender" recht, so haben wir ein baldes und gutes Frühjahr zu erwarten. Nach seiner Ausführung ist das Jahr 1894 ein Mondjahr. Solche Mondjahre sind im Allgemeinen mehr feucht als kalt und trocken. Der Frühling soll hiernach sehr feucht und warm sein. Hierfür spricht allerdings der Verlauf der seitherigen Witterung. Der Sommer aber bringt trotz einzelner recht heißer Tage überwiegend kalte Witterung. Herbst und Winter sind anfänglich feucht und mittelmäßig kalt, später treten große Regengüsse ein, auf welche Schnee folgt. Ob der „Hundertjährige" recht behält, wird sich schon zeigen, nur bezüglich des Frühjahrs wäre es in Hinsicht der Futternoth von unberechenbarem Nutzen, wenn dasselbe ein baldes und gutes werden würde. Sehr frühe und sutterreiche Frühlinge sind allerdings selten, kommen aber doch vor. So erinnern wir uns des Frühlings 1872, in dem man auf den 28. April schon Wagen voll Klee holen konnte. Gerade ein solcher Frühling wäre der Wunsch aller Viehbesitzer.
△ Mainz, 12. Februar. Wie in ber gestern in Leipzig stattgeyabten Generalversammlung des Clubs deutscher und österreichisch - ungarischer Geflügelzüchter beschloffen wurde, findet die dritte nationale Geflügelausstellung nächstes Jahr hier in Mainz statt. — Seit zwei Tagen tobt über der hiesigen Gegend ohne Unterlaß ein äußerst heftiger, orkanartiger Sturm, der sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung beträchtlichen Schaden angerichtet hat. Abgesehen von Schornsteinen, Dächern und Scheiben, wurden die Tele> graphen- und Telephonleitungen stark mitgenommen und zwar derart, daß der Verkehr nach manchen Richtungen Unterbrechung fand. Auf dem Rhein erregte der Sturm so heftigen Wellenschlag, daß die Schifffahrt sehr erschwert wurde und theilweise auch mit Gefahr verknüpft war. — Die Lieferung des Bieres auf dem Festplatz des diesen Sommer hier stattfindenden elften deutschen Bundesschießens ist außer dem Münchener Löwenbräu der Hofbraueiei Hanau und der
Exportbrauerei Pfungstadt übertragen worden. Da die Mainzer Brauereien kein auswärtiges Bier zugelaffen haben wollten, haben dieselben Sttike gemacht und so wird denn kein Mainzer Bier auf dem Festplatz vertreten sein.
Mainz, 10. Februar. Gestern wurde ein elegant gekleideter junger Mann an die preußische Grenze „abgeschoben", der als Sohn achtbarer Eltern in wenigen Jahren etwa 100 000 Mk. dnrchgebracht hat.
Mainz, 12. Februar. Ein 16i/2 Jahre alter Gymnasiast, der Sohn des verstorbenen hiesigen Großindustriellen B., verübte Selbstmord, indem er sich mit einem Revolver erschoß. Der junge Mensch hatte sich denselben gestern gekauft und heute Vormittag seinen Mitschülern erklärt, daß er des Lebens überdrüssig sei und sich erschießen wolle.
Vermischtes.
* Köl«, 12. Februar. In Folge heftigen Sturmes ist die T e l e p h o n l i n i e Köln-Berlin ab Hannover seit heute Mittag z e r st ö r t und heute sowie morgen unbrauchbar.
* Boppard a. Rh., 12. Februar. Seit gestern Abend wüthet hier eire große Feuersbrunst, die bei dem orkanartigen Sturme so große Dimensionen annahm, daß die hiesige und auswärtige Feuerwehr nicht im Stande war, des Brandes Herr zu werden. Es sind daher Pioniere aus Coblenz telegraphisch beordert worden.
* Dresden, 12. Februar. In Folge des heutigen orkanartigen Sturmes stürzte, wie die Abendblätter melden, das Gerüst eines Neubaues ein- zwei Arbeiter und mehrere andere Personen wurden verletzt.
* Bautzk«, 12. Februar. In der Nacht auf Sonntag brannten hier 24 Wohnhäuser nieder. Die Hauptursache der großen Ausdehnung der Feuersbrunst war der orkanartige Weststurm.
* Hamburg, 12. Februar. Der heutige heftige Sturm hat im Hafen viele Kähne und Schuten mit werthvoller Ladung zum Sinken gebracht. In Harburg sind durch den Sturm mehrere Häuser zerstört worden, wobei zwei Personen getöötet wurden.
* Bremerhaven, 12. Februar. Ein Licht er schiss der Weser mußte wegen Kettenbruchs infolge des heftigen Sturmes seine Station verlassen. Auf Wangeroog warf der Sturm die Dünenbake um. In Bremen wurden mehrere Fabrikschornsteine und 120 Telephonleitungen zerstört.
* München, 10. Februar. Der Stadt München ist soeben durch einen ihrer Mitbürger eine großartige Schenkung, zu Theil geworden. Ingenieur Müller, ein alter Junggeselle, der sich durch Fleiß und redliche Arbeit ein bedeu- lendcs Vermögen erworben, hat einen von ihm erbauten Häusercompttx im Werth von über l*/z Million Mark, welche einen jährlichen Ertrag von circa 80,000 Mark abtoerfen^ der Stadt geschenkt, mit der Bestimmung, daß die Renten für einVolksbad verwendet werden sollen. Der bescheidene Stifter wollte nicht einmal, daß sein Name genannt werde und gab dazu erst nach langem Drängen des Oberbürgermeisters seine Zustimmung. Die städtische Vertretung hat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, daß dem edlen Manne eine künstlerisch ausgeführte Dankadresse überreidjt, an den Häusern eine entsprechende Gedenktafe angebracht,, und in dem künftigen „Müllerbad" die in Marmor aus-- geführte Büste des Stifters, ausgestellt werden soll.
* Ediuburg, 9. Februar. Seit fünf Wochen ist Schotr- land von dem unwirthlichsten Wetter heimgesucht. Fast fortwährend rasen Stürme, mit Regen oder Schnee begleitet.. Nach den statistischen Aufzeichnungen ist achtmal so viel Wasser- gefallen, wie in der gleichen Zeit des Vorjahres. Fast alle Flußgebiete sind überschwemmt. Viele Leute sind genöthigt, ihre Häuser wegen des wachsenden Wassers zu verlassen. Postwagen können die oft jechs Fuß unter Wasser stehenden-. Landstraßen nicht passiren und der Dampferverkehr auf den- Flüssen und Seen ist häufig durch die Orkane ganz gestört.. Auf einem Felde am Tay, das in der Nacht überschwemme wurde, kam eine ganze Schafherde um. Leider sind amH mehrfach Menschenleben dem wüsten Wetter zum Opfer ge» sallln. Vor Kurzem wurden zwei Brüder tobt im Schnee aufgefunden. Andere fanden den Tod im Wasser. Bor einigen Tagen ereignete sich ein besonders trauriger Fall. Ein Mann machte sich auf, um aus einem benachbarten Dorfe Arznei für sein krankes Kind zu holen. Auf dem Rückweg erlag er dem Kampf mit dem Wetter, und ehe seine Leiche ins Haus getragen wurde, war das Kind gestorben.
* Wien, 12. Februar. Heute Nachmittag 5 Uhr kam ein Individuum Namens Karl Barawasch in den Uhrmacherladen des Adolf Natzler in der Burggasse, gegenüber der SicherheitLwachstube, und versetzte dem allein anwesenden Verkäufer Josef Binder acht Hiebe mit einer lappen» umhüllten Hacke. Auf die Hilferufe des Schwerver - letzten eilte ein nebenan etablirter Schneider herbei, der den Räuber festhielt und seine Verhaftung bewirkte. Dieser legte ein Geständniß dahin ab, daß er einen Raubmord beabsichtigt habe.
* Kopenhagen, 12. Februar. Hier herrscht furchtbarer Sturm bei sehr niedrigem Barometerstände.
* Eine selbstständige centrale Anzündung der GaSlaternen mit Hülfe einer neue» Art der Kraftübertragung. Dieses neue in Chicago eingeführte System der selbstständigen, centralen Laternencmzündung erfolgt von der Gasanstalt aus, macht also Personen zum Anzünden der einzelnen Lampen nicht nöthig. Das Anzünden der Gaslaternen erfolgt auf ver- hältnißmäßig einfache Weise durch den gesteigerten Druck des Gases in den Leitungsrohren selbst. Zu diesem Zwecke ist unter dem Brenner einer jeden Lampe ein kleiner Gasometer, nicht größer als ein 'großer Fingerhut, angebracht, der in Quecksilber taucht und in dessen Jnnenraum das Gas zunächst


