Uhr ।
4 «efon#*, tSsfert.4908
lorjlanbes.
Der Vorstand.
^6ud^m£l!L_-
1, Juli
ißtz, #
Gickn
>W Ihr, im Hotel Schutz.
94:
«rgsfest M lvigzm Treue" «5 (ßtfith litjti). adschastliches Bei l".
r Vereine und ge- t auf dem Festplatz. - 4898
lesaug. - Tanz. - liebem der Turnverein» iQit H. Lchmibt.
laf.-Regts. Nr. 116 VataMotttWr. 11. * W in W°r »titXfiW- „ 1W lü hmilnv Spesen hi besten» l1*1^
M00003»*f
ültig f”V-M 4404 r < Mr!
TÄ»«*
gätsAi reifen-
ftbn%W"G««rtietnt ’reitun’ ^at.^nbent>tn Sy w» ^"s-Ibe fiA
«erben dj, *«■ Si< bring« “wet ait Seltstn lt,“9 dl! Sttem ®°b‘ 2-3000 gifte '7 »NW« die Mill» ;«i Acht! ! 'Em die August- h manche 3immtt zur 'e®°N «erben. Nicht b“len können, durch c ble gewünschte Gaß- beanspruchte und viel t nicht vnsagen und !Nb ausnehmen.
as Feuerwehrfest, i.
E.V«»«'
. ir.i W* N MüreJJlS-^ ------
Nr. 135 Erstes Blatt. Mittwoch den 13. Juni 1894
Ter (Mrftnttr Muzeiger rddjrint täghdi. nut AuSnahnir bc» Montag».
Dir Sießntrr Aamtltenötälier tvrrbm drin Anzrigrr wöchmtlich drrimal drigrlrgt.
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
I*irrtfljäbngfr A»<innfmnttsyrd»: 2 Mars 90 Psg. mit Vrtngrrlodn. Tiirdt dir Poft bezogen L Marl 50 Psg.
Redactton, Ssprdüran nnd Tiudtin:
>4efflr*b< Ur.7. Feruspcccher 51.
2lints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren.
Annahme ^on Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr
Gratisbeilage: chießener Kamitienbtatter.
Alle Annoncen-Burraux dr» In« und Auslandes nehmen
Anzeigen für den ..«ieftener Anzeiger- entgegen.
2lmtlid?cr Ttzoil.
Bekanntmachung, betr. die bahnpolizeilichen Vorschriften bezüglich des Arbeiter» Frühzugs von Großen-Bufeck nach Gießen.
Es ist in letzter Zeit wtederholt vorgekommen, daß bei dem in den Frühstunden zwischen Großen-Bufeck und Gießen verkehrenden Arbeiter-Frühzuge Personen die Wegübergänge knapp vor der Locomotive des Zuges noch überschreiten, ohne das Läuten mit der Glocke der Locomotive zu beachten und daß sie das warnende Locomotiv-Personal noch verhöhnen.
Wir weisen daher darauf hin, daß der genannte Eisenbahnzug, ohne Bewachung der Uebergänge. nach den Vor« schriften über den Betrieb auf Nebenbahnen gefahren wird und daß nach § 2 der Bekanntmachung vom 15. Nov. 1886, betr. bahnpolizelliche Vorschriften für die Nebenbahnen im Großherzogthum, beim Ertönen der Zugsignale Fußgänger, Fuhrwerke, Reiter und Viehtransporte sich rechtzeitig von den (tzeleisen zu entfernen und dem Zuge vollständig auszuweichen haben.
Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bestraft.
Gießen, 11. Juni 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Betr. wie vorher.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien Rödgen, Trohe, Alten - Bufett, Watzenborn - Lteinberg, Haufen und Garbcnteich.
Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie wiederholt in Ihren Gemeinden publizieren lasten, und Ihre Ortrange- horigen zur Vorsicht beim Ueberschreiten der Eisenbahn- Uebergänge, namentlich derjenigen von der Kreisstraße nach Rödgen und am Schiffenberger Weg in hiesiger Gemarkung auffordern.
Gießen, 11. Juni 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des ReichSgefetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittümarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Mai für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen:
Hafer Mk. 16,80, Heu Mk. 9,50, Stroh Mk. 7,40.
Gießen, den 11. Juni 1894.
Großhcrzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Bekanntmachung,
betr. Vorträge über Obstbau im Kreise Gießen.
Herr LandwirthschaftSlehrer Reichelt beabsichtigt im Laufe dieses Vereinsjahres an folgenden Orten des Kreises Gießen Vorträge zu halten, und zwar:
am 24. Juni zu Kloster Arnsburg: lieber landmirthschaft- lichen Obstbau,
am 8. Juli zu Großen-Bufeck. lieber Schnitt und Pflege hochstämmiger Obstbäume,
am 29. Juli zu Bellersheim: lieber Oberhessische Obstsorten, am 25. August zu Gießen: lieber Schnitt und Pflege der Zwergobstbäume,
am 26. August zu Lich: lieber Düngung der Obstbäume, am 2. September zu Lang-Göns: Heber Obstverwerthung.
Nähere Bekanntgabe über Beginn der einzelnen Versamm- langen wird demnächst noch erfolgen.
Gießen, den 11. Juni 1894.
Der Vorsitzende
des Bezirksvereins Gießen des Oberhest. Obstbau-Vereins:
Dr. Wallau.__
Bekanntmachung,
betr. Schafräude zu Allertshausen.
Nachdem unter der Schafherde des Schäfer» Georg Kricb in Allertshausen die Räude festgestellt ist, haben wir über die betreffende Herde Gemarkungssperre verfügt.
Es ist deßhalb bis auf Weiteres die Ausführung von .Schafen aus der Gemarkung Allertshausen nur zum Zwecke
sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders einzuholenden polizeilichen Erlaubniß zulässig.
Gießen, den 11. Juni 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Nr. 27 de» Reichs-Gesetzblatt», ausgegeben den 7. l. M., enthält:
(Nr. 2182.) Gesetz, betreffend den Schutz der Brief- tauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Vom 28. Mai 1894.
(Nr. 2183). Allerhöchster Erlaß, betreffend Abgaben- tarife für die Kanalstrecke Holtenau—Rendsburg und die Benutzung der Hafenanlagen zu Holtenau. Vom 4. Juni 1894.
Gießen, den 11. Juni 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung.
Nachdem der Uebergang über die Oberhessischen Bahnen am Hotel Lenz vollendet und dem Verkehr übergeben ist, wird hiermit bekannt gemacht, daß die Rampe und die Brücke nur von Kranken- und -Kinderwagen befahren werden dürfen, im Uebrigcn aber für Fuhrwerke aller Art und Reiter verboten sind — bei Meidung der nach § 366 pos. 10 der Neichsstrafgesetzes festgesetzten Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder Haftstrafe bis zu vierzehn Tagen.
Gießen, den 7. Juni 1894.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Fresenius.
Deutsche» Reich.
Berlin, 11. Juni. Zu dem Berliner „Bierkrieg" beginnt man jetzt auch regierungsseitig Stellung zu nehmen. Der Polizeipräsident von Berlin wurde vom Minister de» Innern aufgefordert, einen Bericht über den von den Socialdemokraten über eine Anzahl Berliner Brauereien verhängten Boycott einzureichen, der Bericht soll alSdann dem Kaiser unterbreitet werden. Der entbrannte Kampf geht inzwischen mit aller Schärfe weiter und wird von beiden Parteien, der socialdemokratischen Parteileitung und dem „Ringe" der Brauereien und Gaslwirthe, mit großer Zähigkeit geführt, lieber seinen AuSgang läßt sich noch immer nichts Bestimmtes sagen, obwohl die Stellung der verbündeten Brauereien und Gastwirthe namentlich durch den Anschluß deS Vereins der Berliner Weißbierwirthe an die Sache der boycottirten Etablissements offenbar eine Kräftigung erfahren hat.
Neueste Nuchrlchtesu
WolffS telegraphische» Torresponden,-Bureau.
Berli», 11. Juni. Süddeutsche und mitteldeutsche Brauereien fragten anläßlich deS BierboycottS bet hiesigen Brauereien an, ob die Gründung eines Verbände- der Brauereien Deutschlands angezeigt erscheine. Die Beantwortung der Frage wird für die nächste Woche erwartet.
Rom, 11. Juni. In der E ncy clica, deren Erscheinen unmittelbar bevorsteht, wird der Papst nach dem Hinweise auf die großen Kundgebungen der Katholiken anläßlich seines jüngsten Jubiläums in vier oder fünf Fundamentalpunkten seine leitenden Ideen über den friedlichen und wohlthätigen Einfluß des PapstthumS entwickeln. Die ganze Encyclica ist vom Geist deS Friedens getragen; eine politische Frage wird in derselben nicht behandelt.
PariS, 11. Juni. Der russische Botschafter Baron Mohrenheim überreichte heute Nachmittag im Jnduftrie- palaste der Gemahlin Carnot» ein von russischen Frauen dargebrachteS Buch über Kronstadt. Carnot, sowie die Minister und die Mitglieder der russischen Botschaft wohnten der Überreichung bei.
London, 11. Juni. DaS Oberhaus nahm mit 49 gegen 26 Stimmen in zweiter Lesung die Bill an, die bestimmt, daß alle imp ortirte Maaren die Bezeichnung des fremden Ursprungs tragen müßen, und die Einfuhr in fremden Gefängnissen fabricirter Gegenstände beschränkt. Im Laufe der Debatte bekämpfte Playfair die Vorlage energisch als eine schutzzöllnerische.
Glasgow, 11. Juni. Die schottischen Bergleute zeigten an, daß sie am 24. Juni die Arbeit ein ft eilen werden. Der AuSstand betrifft 70000 Arbeiter.
Tanger, 11. Juni. Meldung des Bureau Reuter. Der Tod des Sultans von Marokko erfolgte am 4. Juni plötzlich in Tadla zwischen MarakeSck und Ca>a Bianca. In Fez befürchtet man Unruhen. Die Behörden in Tanger
trafen VorsickstSmaßregeln, die Ruhe in dieser Stadt ausrecht zu erhalten.
Depeschen de» vuresn .Herold-.
Berlin, 11. Juni. Der Kaiser hat gestern Abend den StaatSsecretär v. Marschall zu längerem Bortrage empfangen. Gegenstand de» Vortrages soll da» Abtommen Englands mit dem Eongostaat gewesen sein.
Berlin, 11. Juni. Der Colonialrath hat sich btfl zum Herbst dieses Jahres vertagt.
Berlin, 11. Juni. Nach Mittheilung einer hiesigen Correspondenz darf als sicher betrachtet werden, daß in der nächsten Reichstagssession die Reichsfinanzresorm nicht wieder zur Verhandlung gelangt. DaS „Berl. Tagebl." erfährt hierzu, die Weinfleuer werde jedenfalls nicht wiederkommen, Miquel halte jedoch an der Tabaksteuervorlage fest. In welcher Form die letztere wieder eingebracht werden solle, siehe noch nicht fest.
Berlin, 11. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin werden, wie auS Bergen nach Christiania gemeldet wird, am 3. Juli auf Stalheim eintreffen. Im dortigen Hotel sind 36 Zimmer bestellt worden. Der Aufenthalt auf Stalheim wird zwei Tage währen.
Berlin, 11. Juni. Dem Direktorium der beut« scheu LandwirthschaftSgesellschaft ist au» dem Civilcabinet deS Kaisers folgendes Telegramm zugegangen: „Se. Majestät der Kaiser und König haben das Ergebenheits- telegramm der zur 9. Wanderversammlung in der Reich»- Hauptstadt vereinigten Landwirthe Deutschlands mit Befriedigung entgegengenommen und taffen für diesen Ausdruck treuer Gesinnung wärmstens danken. Se. Majestät wünschen von Herzen, daß bte deutsche Lanbwirthschaft, deren Wohlergehen für da» gelammte Vaterland von so großer Bedeutung ist, durch bte Berathungen ber Wanderversammlung und die mit derselben verbundene Ausstellung kräftigste Anregung und Förderung erfahre."
Berlin, 11. Juni. Auf dem in den letzten Tagen hier abgehaltenen Vierten BerbandStag der deutschen Post- und Telegraphenassistenten, auf dem die Mitglieder der Assistentenvereine sehr zahlreich erschienen waren, führte Postassistent Kaßnitz aus, die Lage der Post- assistenten könne nur auf dem Wege der Selbsthilfe gebeflert werden. Die Kluft zwischen den höheren und niederen Beamten müsse endlich überbrückt werden. Der Redner ftin» bigte einen neuen Entwurf über bie Satzungen deS VerbanbeS an. Assistent Fonk ging in längerer Rebe auf baS Thema: „Maßregeln gegen BerbandSmitglieber" ein. ES seien erst letzthin in Bremen 14 Assistenten versetzt worben, nur weil sie dem Verbände angehörten. Hiergegen müffe öffentlidb protestier werden. Nachdem noch über die Geschäftslage des Verbandes berichtet worden war, wurden die Verhandlungen Samstag Nachts geschloffen und ein FestcommerS abgehalten.
Berlin, 11. Juni. Dem Vernehmen nach sollen fortan die Bezirksfeldwebel und die Unteroffiziere des BezirkScom- mandoS alljährlich auf 14 Tage zum Dienst in der Front abcommanbirt werben.
Budapest, 11. Juni. Kaiser Franz Joseph reift heute Abend nach Wien zurück. Jede Abschiedsfeierlichkeit ließ er tierbeten.
Budapest, 11. Juni. DaS neue Cabinet wird sich am Dienstag dem Parlament tiorstellen, nachdem e» vom Kaiser definitiv bestätigt worden. In den Sitzungen de» Abgeordnetenhauses und des MagnatenhauseS sind sofort heftige Angriffe gegen bie Ehegesetzvorlage unb daS neue Cabinet zu erwarten.
Braffel, 11. Juni. Die rabicale Presse bedroht bie Regierung mit Revolution, fall» dieselbe morgen, gestützt auf eine Mehrheit auS ber Rechten, beschließe, daß bie Kammer, trotzdem die Mandate abgelaufen find, die Session wetterführen sollte.
Lüttich, 11. Juni. DaS Syndikat der Kohlengrubenbesitzer unb Eisenhüttenbefitzer deS hiesigen Reviers haben an die Kammer und an den Senat energische Protest- schreiben gegen bie Schutzpolitik gerichtet. 35000 Hafenarbeiter au8 Antwerpen stehen im Begriffe, dasselbe zu thun.
Aulwerpe«, 11. Juni. Der Organisationsausschuß ber Weltausstellung hat beschlossen, von allen Ausstellern, welche in ber Ausstellung verkaufen, 300 Franken Taxe zu erheben. Da diese einheitliche Tore von den kleinen Verkäufern als ungerecht, von allen Verkäufern jedoch al» zu hoch angesehen totrb, so ist gestern beschlossen worden, alle Verkaufsbuden zu schließen, falls bie Taxe nicht vermindert würde.


