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Marburg
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Der Rückgang der östlichen deutschen Eisenbahnactien erklärt sich durch die niedrigen Getreidepretse, welche eine Abnahme der russischen Zufuhren zur Folge haben dürsten. Lübeck-Bückener zogen in Erwartung eines fluten April-AusweiseS eine Kleinigkeit an. Die Umsätze in österreichischen Transportwerthen waren gering. Staatsbahn lagen matt. Für die schweizerischen Linien ist die gute Meinung immer noch vorherrschend; nur Nordost sind eine Nuance schwächer infolge der Stretttg- keiten zwischen einigen Großactionären und der Betriebsleitung. Prince Henri gewannen durch Deckungskäufe über 1 Procent
Der Montanmarkt wurde durch verschiedene, sich dtrect widersprechende Nachrichten bald nach oben, bald nach unten bewegt. Die einzelnen Gerüchte finden ! zwar immer nur eine ganz geringe Anzahl Gläubige, bei dem eingeschränkten Verkehr genügen aber schon mäßige Aussührungen, um starke Variationen zu verursachen Als nachtheilige Momente wurden die Situationsberichte der rheinisch- westsälischen Zechen angeführt und die Concurrenz, welche die englischen Händler dem deutschen Syndtcat in Holland machen. Auf der anderen Seite fehlte es aber I nicht an Bemühungen, die Lage des Kohlengeschäftes günstiger zu schildern. Auch wurde ausgesprengt, daß die preußische Eisenbahn-Verwaltung die Forderungen des Syadtcates für Locomotivkohlen angenommen habe, was tndeß wieder dementirt worden ist. Nach mehrfachen Schwankungen schließen die hervorragenderen Ko hl en- I papiere ohne Ausnahme etwa« niedriger. Eisenactten schloffen sich deren ruck- ' läufiger Tendenz an, ohne jedoch von ihrer jeweiligen Erholung zu profittren. Ihr | Verlust ist daher durchschnittlich etwas größer. Oesterreichische Alpine Montan-
21 dien waren vorübergehend gefragt, da man von einer Aenderung in der Direction wissen wollte, was sich aber nicht bestätigt hat.
Durch die Einzahlungen auf die neuen Reichsanleihen war starker Bedarf für tägliches Geld vorhanden und im Zusammenhang damit hat sich auch der Privatdtscont leicht versteift.
Course der Kraukfurter Börse.
wärtigen Strömungen bestimmt, allerdings ohne daß hier irgend Jemand Neigung zeigt, die gebotene Anregung nach der einen oder anderen Seite durch thätiges Ein-, greifen zu fördern. Nur dem anhaltend flüssigen Goldstand ist es zuzuschreiben, daß sich die Course annähernd auf ihrer Höhe erhalten, obwohl gerade dieser Heber-; fluß auch wieder beredtes Zeugniß davon ablegt, wie geringe Ansprüche seitens des; Handels und der Industrie darnach gemacht werden. Trotzdem sich der billige Goldstand über alle europäischen Märkte ausstreckt, finden doch fortgesetzt noch, amhafte Goldverschiffungen aus Diem York statt, denen man hier insofern unsym-1 pathisch gegenübersteht, als dadurch die Gesundung der commerziellen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten erschwert zu werden droht.
Den größten Einfluß auf die Coursentwickelung während der diesmaligen Berichtsbehörde übte, soweit dies bei der allgemeinen Lustlosigkeit möglich war, der Wiener Platz aus. Man setzte auch hier die Course etwas in die Höhe, solange die österreichischen Börsen im Hinblick auf die von der ungarischen Credttbank geplanten Finanzoperationen bessere Notirungen sandten, um später wieder zurückzugehen, als die Wiener Speculation sich durch die gestern im ungarischen Magnatenhaus erfolgte Ablehnung der Ctvtlehegesetzesvorlage verstimmt zeigte. Dort hält man in Folge dessen die Stellung des Ministeriums Wckerle für gefährdet und glaubt, daß mit dessen Slurz die thatkräfligste Stütze der ohnehin schon ins Stocken gerathenen Paluta-Regulirung verloren gehen würde. Indessen scheinen diese Besürchtungen übertrieben zu sein: die große Mehrzahl des Landes steht auf der Seite der Regierung und auf die Dauer werden auch die Mitglieder des Pester Herrenhauses kaum dem Volkswillen Trotz zu bieten vermögen.
Einen gewissen Widerstand gegen die flaue Haltung leistete nur der Renten- markt dank der anhaltenden Coursbesserung der italienischen Wertbe. Nach den neuesten dortigen Zeitungsberichten ist die Bekanntmachung betreffs vorzeitiger Einlösung des Juli Coupons der fünfprocenligen Rente unmittelbar zu erwarten und da bis jetzt die Beratbunaen über die Einkommensteuer - Erhöhung noch nicht begonnen haben, so erscheint ziemlich unzweifelhaft, daß der Juli-Coupon noch mit seinem früheren Betrag bezahlt werden wird. Allerdings lassen daneben die politt- chen Meldungen mehr und mehr erkennen, daß der Finanzminister Somcino mit einen Projekten schließlich durchdringen wird, welche bedauerlicherweise eine Verkürzung der Staatsgläubiger in sich schließen. Es ist nur zu hoffen, daß dadurch endlich die Grundlage geschaffen wird, auf welcher weitere wirksame Reorganisationen vorgenommen werden können. Angeblich soll sich auch ein internationales Hausse-Consortium für italienische Werthe gebildet haben,, um die französischen (iontremlneure einzuengen und in dem Umstand, daß die jüngsten Cours- teigerungen gerade von Paris ausgehen, glaubt man eine Bestätigung dieses Gerüchtes erblicken zu dürfen. Noch mehr, als hierdurch, werden die Fixer wohl durch das weichende Goldaufgeld zu Deckungen veranlaßt worden fein. Nicht minder günstig dürfte die Meldung wirken, daß schon in der nächsten Woche die Constituirung des Creditinstituts stattfinden soll, welches die Liquidation des CreditS Mobilere und der Banca Generale übernehmen wird. Auf Mexikaner drückte die Veröffentlichung der Budgetziffern für das kommende Jahr. Trotz den Bemühungen der Regierung, die Ausgaben einzuschränken, schließt der Voranschlag mit einem Fehlbeträge. Von den übrigen fremden Staatsanleihen ist wenig zu sagen. Die verschiedenen schon rüher erwähnten Conversionen brachten den auswärtigen Plätzen einiges Leben und da man in Paris an einen großen Erfolg der türkischen Subscrivtion glaubt, so wurden von dort aus auch die älteren Anleihen besser bezahlt. Berlin erhielt durch das günstige Resultat des freiwilligen Umtausches der russischen Orient- anlelben einige Anregung, indem sich in den neuen Titeln ein für die gegenwärtige Stimmung ganz belangreiches Geschäft entwickelte. Argentinische Werthe batten durch die Fallimente größerer Handdshäuser in Buenos-Ayres zu leiden. Portugiesen und Griechen waren vernachlässigt. Die neue Retchsanleihe ist zum größten Theile bet dem ersten Termin fest bezogen worden, ein Beweis, daß sie beinahe ausschließlich zu ernsten Kapitalanlagen gezeichnet worden war.
Bankactien werden nach wie vor von den durch die Börsensteuer geschaffenen Unregelmäßigkeiten des Geschästsnachtheiligbeetnflußt. Das Erscheinendes Rechenschaftsberichtes der Pariser Drucklustgesellsckaft Popp diente als äußerer Vorwand, Disconto- Commandit-Antheilschetne um 2 Procent herabzusetzen. Die anderen deutschen Banken büßten nicht weniger ein, ohne daß dafür besondere Gründe geltend gemacht wurden. Unter den fremden Actien zeigen jene der Ungarischen Credttbank die größte Veränderung: mit Rücksicht auf die dort in Aussicht stehenden Geschäfte fanden Metnungskäufe statt, welche den Cours um 4 fl. erhöhten. Durch die flauere Tendenz der Wiener Börse ging später ein Theil davon wieder verloren. Oester- reichifche Creditactien machten dieselbe Bewegung durch, hielten sich aber in engeren
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Wenn man den Börsenverkehr der letzten vierzehn Tagen als Maßstab für die gefammte zukünftige Gestaltung des Effektengeschäftes unter der Herrschaft des neuen Stempelsteuergesetzes betrachten wollte, so müßte man zugeben, daß die Wir- :__Lj_____________________ fangen des Letzteren in der That die schlimmsten Befürchtungen noch übertreffen,
»ftt ein EisenwaarengeschLst, Hält die Zurückhaltung der Speculation und des P ioatpublikums auch fernerhin SvecialitLt Werkzeug- u. Beschläge, tn dem gleichen Maße an - und bis jetzt ist leider keine Aussicht auf einen Wechsel
• I in dieser Hinsicht vorhanden — so müssen unsere Fondsmärkte ihre Bedeutung und
1 Kraft sehr schnell verlieren, well sie aus eigener Initiative gar nicht mehr im Stande sind, eine bestimmte Tendenz zu entfalten. Vielleicht mögen für bie augenblickliche Situation weniger die erhöhten Kosten an und für sich als deren über-
Lehrling .......................................
evang. «onsesfion, mit guter Schul«, hlickliche Situation weniger die erhöhten Kosten an und für sich als deren Überbildung, gesucht, «ost u. LogiS im ' stürzte Einführung und die daraus entstandenen Differenzen zwischen den Bankiers Sause- Angebote unter A. V. be- und den Mäklern verantwortlich zu machen fein, aber auch in diesem Falle kann fördert die Expedition d. vl. 4081 man nt^t verhehlen, daß unser Handelsstand durch die neuen Bestimmungen ~ welcher die Bäckerei ebenso sehr geschädigt wird, als die Voraussetzung der Regierung falsch war, daß
MTlU IUNUk, erlernen will, aufs! mit der Erhöhung der Abgaben eine Steigerung ihrer Einnahmen verbunden feto Land aesucht. Hu erfr. in der Exped. 4014 i werde. Nahezu willenlos wird die Tendenz unserer Effektenmärkte durch die aus- ------"--------------——rrr----: —__________ __-„11 - GZÄ.......„„n ziflurhinrtä rtfinp hnfe Mpr Ifrt.nh Nkivllkia
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8" 121Q 525 (bis Alsfeld) T- 736 1225146 (bis Hungen) 9»
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736 12’6 50J 812-H-.
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11./V.
105 90 1
107.40
3./V.
Cours vom
4l/,o/gPortug.-A. 88 u.89
50/0 amort. ©erb. Gol-d-
11./V. 31.55
3./V.
31.20
Hessische Obligation. , Bayern ....
105.90
107.45
, Baden.....
104.90
105.—
Rente ....
63.—
64 —
3°/g Sächsische Rmte. .
3V,0/9 BremerStaatsanl.
88.10
88.05
B°/o SerbischeEisenbahn-
99.05
98.95
Hyo.-Obl. L. A. .
4o/gSchwed.Oblig.I880r
67.10
68 50
, Hamb.StaatSrente 40/gOestr. Goldrente .
99.70
99.70
102.70
103 45
98-05
98 —
l°/o Türken conv. Lit. D.
24.—
23.90
, GriechischeMonopol-
50/g Argent. Gold - Anl.
Anleihe . . .
35.40
34.60
v. 1887 . . .
48 —
4870
4«/0 Rumänische Rente .
84 90
85.25
3Vi°/o Egypt. priv. Anl.
102.05
102.—
50/0 Ruff. ConsolS S. in
—.—
—.—
Sisautzatzu-Vriorttüteu.
43/o Psälz. LudwigSbahn
bo/o Südbahn Lombarden
103.65
103.85
(Bexbach) . . . , Hessische LudwigSb.
104.50
104.35
40/0 do. do.
98 65
98.85
30/3 do. do.
62.85
62.80
68/69 garant. .
103.20
103.15
40/0 Prag-Duxer Gold .
, Rudolf Gold (Salzk.)
101.30
101.10
, Elisabethb. steuerfrei
101.80
101.75
Gold ....
102.55
102.50
„ Franz-Joses Silber
80.—
80.—
5<>/o Oeftr. Staatsbahn.
110.30
110.40
3°/o staall. garant. Jtal.
40/g do. do.
102.35
102.40
Eisenbahn . .
49 —
48.90
3*>/o do. do.
30/0 Livomeier . . .
53 25
52.20
I.—vni.@mtfl.
—.—
87.55
40/0 Ruff. Südw Eisenb.
100.25
99 65
3-Vo do. ErgänzungSnetz
5o/o Nordwestbabn Gold
85.10
108.50
85.35
108.75
4o/o Wladikawkas gemt 40/0 gar. Sardin.Sec.stfr.
100.—
65 70
99.40
64.80
MMUF. — .41 -
LudwigShafen-Bexbach.
227.25
227.80
Oest. Nordw.-Bahn LitL
218V2
2193/4
Hessische Ludwiasbahn. Pfälzische Nordbahn . Lübeck-Büchner . . .
11430
114 40
Gotthardt.....
164.10
164 20
11590
115.90 '
Jtal. Mittelmeer . .
79 40
79 20
143.—
—.—
Barrl-Setten.
Deutsche ReichSbank .
156.35
15570
Dresdmer Bank. . .
Mitteldeutsche Creditb. .
139.85
142.95
Berlin. HandelSgesellsch.
133 95
136 —
96.90
96.90
Deutsche Bank . . .
159.60
162 10
Wiener Bank-Verein .
1033,4
1045/s
DeutscheGenoffenschftsb.
Württemb. Vereinsbank
128 45
128.—
a.Soergel,ParristuSLEo.
114.30
115 25
Deutsche Vereinsbank .
106.10
106 30
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171.50
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Deutsche Verlagsanstalt
192 50
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376.80
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367.80
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133 25
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101 —
v. 91 ab . . .
3i/^/oFrnkf.Hyp.-Psdbr.
103.80
103.80
Bk.-Psandbr. I u. II
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3V*Vo do......
31/.- 0/0 Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . .
40/. Meininger Pfandbr.
97 40
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97 80
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Dtvarse Obligation en.
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Prt., rückzahlb. 1910 .
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107.50
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I. M., rückzahlb. 1912 60/gPacif.ofMiffouri con-
rückzahlb 1896 . .
101.85
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folibeteb T. M. r. 1920
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Braunschweig. 20 Thlr^
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