werden. Wenn wir für den Vertrag fHmtnen, so deshalb, weil wir die Versuche der Regierung nicht verhindern wollen, für alle Be- thetttgten, die Landwtrthschast nicht ^ausgenommen, eine größere «Stabilität zu erringen.
Abg. Hilpert (bayerischer Bauernbündler) empfiehlt die Ablehnung desAnikelsl und damit des ganzen Vertrages, Insbesondere vom Standpunkte der Landwirthschaft. Gehe es mit den Handelsverträgen so weiter, so werde es zu einer Bauern-Demokratte kommen, die ja allerdings anders vorgehen werde, als die andere Demokratie.
Abg. Bachem (Centr.) protestirt dagegen, daß in diesem Hause über die Judenfrage so gesprochen wird, wie Liebermann v. Sonnenberg dies gethan hat.
Abg. Richter schließt sich dem an und nimmt seinen abwesenden Freund Lenzmann dagegen in Schutz, daß er sich in der Commission als Judenfeind bekannt habe. Redner bedauert sodann die Aufhebung der Staffeltarife. Verlangt werden dieselben nur von dm interessirten Producenten und Müllerkreisen. Am allerwenigsten berechtigt sei das Verlangen, die Regierung solle sich auf dauernde Aufhebung der Staffeltarife binden.
Abg. Graf Arnim (R. P.) tritt für Aufrechterhaltung der Staffeltarife ein. Das Reich wolle Preußen zu deren Aufhebung zwingen.
Reichskanzler Graf Caprivi: Ich weiß nicht, woher Graf Arnim das hat. Ich muß jedenfalls diese Auffaffung als eine irrige zurückweisen.
Abg. Schall (cons.) erklärt, aus seinem christlichen Herzen wie aus seinem agrarischen Herzen heraus den Vertrag ablehnen zu müffen. Sei es denn gut, daß Leute, wie die russischen Judm, die eben erst mit dem Packen über dieGrenze kämen, solchen Einfluß bei uns gewönnm, sogar in religiösen Angelegenheiten?
Abg. v. Heeremann (Ctr.): Die Art und Weise, wie die Juden hier angegriffen werden, kann das Judentbum nur stärken. (iLehr richtig!) Bei uns im Westen wünscht kein Mensch die Staffeltarife, weil d>e Productionsverhältnisse zu ungleich sind.
Abg. Richter: Die Aufhebung der Staffeltarife würde nur den Wafferwegen zu gute kommen. Je mehr er gegen unbegründete Bevorzugung der Landwirthschaft sei, desto mehr protestire er gegen eine solche Hintansetzung berechtigter Jnteressm der Landwirthschaft im Osten. (Bravo rechts.)
Abg. Holtz (Reichsp.) spricht sich gegen Artikel I aus, aber, wie er bemerkt, nur aus sachlichen, nicht etwa aus antisemitischen Gründm.
Abg. v. Kardorff (Rp.) führt als Gegner des Vertrages aus, wie Fürst Bismarck niemals Handelsverträge anders als nur auf kurze Frist abgeschlossen habe.
In namentlicher Abstimmung wird sodann Artikel I mit 200 gegen 146 angenommen.
Dafür stimmten: Freisinnige, süddeutsche Volkspartei, Socialdemokraten, Polen, Welfen, Elsässer, ferner das Gros der Nationalliberalen und etwas weniger als die Hälfte des Centrums. Außerdem dre Conservativen Hohenlohe - Oehringen, Hohenlohe-Waldenburg, Uhden, Dönhoff—Frirdrichstein, fowie die Reichsparteiler Schultz— Lupitz, v. Stumm, Baumbach, Höffel, Krupp, Leuschner, Merbach, Meyer—Danzig.
Dagegen stimmten Antisemiten, Bauernbündler, das Gros der Con- servativen (mit jenen4 Ausnahmen), das Gros des Centrums (etwa 40, während 15 bis 20 fehlen mochten), das Gros der Reichsparteiler, endlich die Nattonalliberalen Bantleon, Brunk, Bayerletn, Friedberg, Günther, Hahn, Heyl zu Herrnsheim, Osann, Hosang, Marquardsen, Münch—Ferber, Schulze—Henne, Schwertfeger, Walter.
Die nächsten Artikel werden debattelos angenommen. Im Artikel 5 verpflichten sich die Conservativen, Ein- und Ausfuhrverbote nur aus schwerwiegenden Gründen erfolgen zu lassen.
Abg. o. Hammerstein bemängelt diese Faffung als zu deutungSsähig.
Bundescommissar v. Thielemann: Diese Bestimmung ist gerade auf unseren Wunsch in den Vertrag ausgenommen. Nöthigen- salls stehen uns Retorsionsmaßregeln zu Gebote.
Hierauf werden noch die Artikel 5 und sodann 6 bis 18 angenommen, worauf die Wetterberathung auf Montag 1 Uhr vertagt wird.
Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 11. März. Die „Post" theilt aus Hannover mit, sicherem Vernehmen nach habe v. Bennigsen erklärt, demissioniren und sich nach Tübingen in das Privatleben zurückziehen zu wollen.
Newyork, 11. März. In der Nacht zum Sonntag explo- dirte vor einem Wirthshaufe im italienischen Viertel eine Bombe, ohne Jemanden zu verletzen. Sämmtliche Fensterscheiben der benachbarten Häuser zersprangen. Von dem Thäter fehlt jede Spur.
Berlin, 12. März. Die Kaiserin mit sämmtlichen Kindern ist heute früh 8 Uhr 27 Min. nach Abb azia abgereist. Der Kaiser gab der Kaiserin bis zum Bahnhofe das Geleite.
Cocales und LrovrnzreLles.
Gießen, den 12. März 1894.
** Oeffentliche Sitzung des Proviozialausschuffes der Provinz OberhefikN am 10. März 1894. 1. Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung des Bel los'scheu Hauses Nr. 26 in der Sonnen ft raße. Behufs Verbreiterung der genannten Straße beantragte die Stadt Gießen die Enteignung eines, in die Baufluchtlinie fallenden Theiles des Bellos'schen Hauses. Die Stadt erbot sich, die nöthigen Bauveränderungen auf eigene Kosten auszuführen und dem Eigenthümer den Werth des Grund und Bodens nach sych- verständiger Abschätzung zu vergüten, rc. Bellos ging hierauf nicht ein, verlangte vielmehr die Enteignung des ganzen Hauses, wofür derselbe 8000 Mk. forderte. Die Stadt bot den Betrag von 3500 Mk., die Sachverständigen taxirten den Werth des Hauses auf 4500 Mk., während die Localcommission die Summe von 4000 Mk. für angemessen erachtete. Der Vertreter der Stadt führte u. A. aus, daß nicht der Miethertrag der Berechnung des Werthes zu Grunde gelegt werden könne, daß vielmehr das bei der öffentlichen Versteigerung erzielte Gebot den wahren Verkaufswerth des fraglichen Hauses darstelle. Neben diesem Gebot von 2340 Mark will die Stadt Gießen noch für bauliche Erneuerungen rc. 1160 Mk., also im Ganzen 3500 Mk. vergüten. Der Vertreter des Expropriaten hielt daran fest, daß der 20fache Miethwerth die richtige Entschädigung sei. Der Großherzogl. Kreisbaumeister berechnete den jetzigen Bauwerth des fragl. Hauses auf 2500 Mk. Der Provinzialausschuß erkannte,, daß der rc. Bellos verpflichtet sei, das fragl. Haus gegen eine Entschädigung von 4500 Mk. an die Stadt abzutreten. Antrag auf Ausspruch der Enteig
nung ist binnen 2 Monaten zu stellen. Die Kosten des Verfahrens hat die Stadt Gießen zu tragen. — 2. Antrag des Großherzogl. Kreisamts Gießen auf Entziehung der Wirthsch afts-C oncession der Ludwig Belte Ehefrau in Lang-Göns. Der Antrag ist damit begründet, daß die Ehefrau Velte Gäste (meist umherziehende Korbmacher) ohne Berechtigung beherbergt und in der Wirthsftube ihr eigenes Bett aufgestellt hat. Wie festgestellt ist, haben auch die Fremden in der Wirthsftube übernachtet. Die im 72. Jahre stehende Wirthin hat einen geistesschwachen Sohn zu versorgen und bittet, ihr die Wirthschaft noch zu belassen, damit sie nicht der Gemeinde zur Last falle. Der Provinzialausschuß beschloß, dem kreisamtlichen Anträge stattzugeben.— 3. Gesuch des AdamLorenz Bingel von Grüningen um Erlaubniß zum Betriebe einer Gastwirt h sch ast. Das in Rede stehende Gesuch ist im vorigen Jahre bereits abschlägig beschieden worden. Der Gesuchsteller hatte dasselbe nun wieder erneuert und dazu angeführt, daß im vorigen Herbste während des Manövers eine Anzahl Offiziere in Grüningen keine Verköstigung hätte erhalten können. Der Kreisausschuß lehnte die Ertheilung der Concession wiederholt ab, worauf Gesu^steller Recurs erhob. Die Bürgermeisterei Grüningen hat über das Vorkommniß bei Gelegenheit der Herbstmanöoer Bericht erstattet- danach hatte Wirth Arnold die Verköstigung von Offizieren des Infanterieregiments 116 nur deshalb nicht übernehmen wollen, weil derselbe schon seit etwa 14 Tagen mit der Verpflegung anderer Offiziere zu sehr in Anspruch genommen gewesen sei. Einige Tage nachher sei auch der Divisionsstab bei Arnold mit voller Verpflegung einquartiert worden. Der Vertreter des Gesuchstellers beantragte Ertheilung der erbetenen Concession, indem er darauf hinwies, daß der vorerwähnte Fall an und für sich nicht, wohl aber im Zusammenhalt mit den bei der früheren Verhandlung erwähnten Punkten geeignet sein werde, das Bedürsniß zur Errichtung einer weiteren Gastwirthschaft zu begründen. Der Recurs wurde abgewiesen und dem rc. Bingel die Kosten des Verfahrens, sowie ein Aversional- betrag von 10 Mk. auferlegt.
** Juristisches. Weiterer Vortrag für Gerichts-Accessisteu Dienstag den 13. März, Abends 5 Uhr, im Justizgebäude und zwar: Fortsetzung über „Nachlaßverfahren, insbesondere ' Inventaraufnahme".
** Mit dem am Samstag Abend stattgefundenen Con- certe mit darauffolgendem Tanze schloß der Gesangverein Säugerkraoz seine Wimervergnügen ab. Die an dem Abend gebotenen Chöre, als „Landerkennung" von Ed. Grieg, „Villanello alla Napolitana“, ein italienisches Tanzlied aus dem 16. Jahrhundert, „Unterm Lindenbaum" Von Sturm — das waren Leistungen, welche zeigen, wie Dirigent und Sänger stets vorwärts streben, mit welchem Fleiß und Eifer geprobt wird. Deutlich schöne Aussprache, reine Intonation, gut nüancirt, — das sind Vorzüge, welche sich der Verein zu eigen gemacht. Zwei gemischte Chöre: „O Thäler weit, o Höhen" von Mendelssohn und „O Sonnenschein" von Schumann, schlossen sich den Männerchören wirkungsvoll an. Namentlich war das erste Lied eine ganz vorzügliche Leistung. Solis für Tenor und Bariton, von Mitgliedern des Vereins, künstlerisch durchdacht zum Vortrag gebracht, weitere Männerchöre und zum Schluß auch etwas Humoristisches, verhalfen den Abend zu einem genußreichen und unterhaltenden zu gestalten. Dem Verein und seinem tüchtigen strebsamen Dirigenten, Herrn Franz Bauer, denen wir schon so viele wirklich schöne Abende verdanken, rufen wir zu: Auf der beschrittenen Bahn so fortfahren, nicht nachlassen, der Lohn bleibt nicht aus!
** Der Circus Lorch hat am Samstag seine erste Vor' stellung gegeben. Seit einer Reihe von Jahren arbeitet die rührige Direction daran, das Unternehmen stetig zu vergrößern und tst ihr dies auch, wie der Augenschein lehrte, durchaus geglückt. — In der Eröffnungsvorstellung, welche sich bei vollkommen ausverkauftem Hause darbot, wurde jede einzelne Nummer lebhaft applaudirt, verschiedene Nummern öfter durch Hervorruf verlängert. Der Circus ist mit Reitern, Reiterinnen, mit Gymnastikern, Clowns rc. in einer Weise versehen, die eine günstige Wirkung nicht verfehlen kann. Das vorgeführte Pferdematerial ist ausgezeichnet, die Dressur ist staunenswerth. Die beiden Directoren, Herren Gebrüder Lorch, zeigten sich uns als Meister in Bewältigung aller Schwierigkeiten der Dressur und lösten ihre Aufgabe in vortrefflicher Weise. Ueberhaupt scheint die Familie Lorch, welche durch zahlreiche Mitglieder im Circus vertreten ist, aus vorzüglichen Künstlern zu bestehen. Es würde zu weit führen, wollten wir jede einzelne Nummer hier erwähnen, wohl verdient aber die brillante Ausführung des Jockeyreiters Gent, wie wir erfahren, ein Schwiegersohn des Herrn Adolf Lorch, eine specielle Anerkennung. Auch das sechsjährige Söhnchen des Herrn Geni scheint schon in die Fußtapfen seines Vaters zu treten, denn auch er präsenttrte sich uns als Miniatur-Jockey auf einem reizenden kleinen Pferdchen. Als Lohn für seine Leistungen empfing der vielversprechende Knabe von allen Seiten Apfelsinen, welche er vermittelst eines kleinen Schiebkarrens in Sicherheit brachte. Die Clowns unterhielten das Publikum auf das Beste. Nicht vergessen wollen wir außerdem, daß das Auge auf den glanzvollen, eleganten Costümen mit Befriedigung verweilt. Mit Spannung sieht man der am Dienstag stattfindenden, erstmaligen Aufführung der Sensationspiece „Der Circus unter Wasser" entgegen. Die gestrigen 2 Sonntags-Vorstellungen waren abermals bei ausverkaustem Hause aufgeführt und boten uns von Neuem ein schönes, abwechslungsvolles Programm.
** Das Wetterhäuschen an der Südaulage, welches der Stadt vom Verschönerungsverein im vorigen Jahre geschenkt wurde, ist wieder mit neuen Beobachtungs-Instrumenten versehen worden. Hoffentlich bleiben diese Instrumente, nachdem der Entwender der früheren verhaftet worden, für die Folge von Frevlerhand verschont.
** Der erste Musterungstag am vorigen Samstag verlief im Allgemeinen ruhig. In einer Wirthschaft in der Wetzsteingaffe hatten sich auch zwei Nichtgemusterte zwischen die Rekruten gemischt und des guten so viel genommen, daß, sie sich gegenseitig prügelten und einige Fensterscheiben zertrümmerten. Ein Strafmandat wird folgen.
* * Zwei Haudwerksburfcheu, die am vorigen Samstag die Verpflegung in Anspruch nahmen, erlitten im Polizeihof epileptische Anfälle.
* * Gestohlen. In verflossener Nacht wurde aus dem Thierpark an der Pulvermühle eine türkische Ente im Werthe von 30 Mk. gestohlen.
* * Heute Morgen 8 Rhr 23 Min. passirte mit Schnellzug Ihre Königl. Hoheit Priuzeffin Heinrich von Preußen auf der Reise nach Darmstadt die hiesige Station.
* * Selbstmord. Heute Morgen wurde in der Lahn unterhalb des Felsens die Leiche eines jungen Mädchens gelandet. Arbeiter hatten gesehen, daß das in der Nähe der Lahn laufende Mädchen in dieselbe gehen wollte, beabsichtigten auch solches zu verhindern, aber das Mädchen lief weiter hinauf und kam denselben aus den Augen. Später trieb die Leiche auf dem Wasser. Die Persönlichkeit ist noch nicht festgestellt. E—-
Bad-Nauheim, 8. März. Nachdem schon im Laufe des Winters das Hotel Bellevue hier um den Preis von 120000 Mk. an einen Herrn Fischer aus Thüringen übergegangen war, ist nunmehr auch das Gasthaus „Zur Krone", eine der ältesten hiesigen Wirthschasten, von dem Besitzer, Herrn Stadtverordneten I. H. Fritz um den Preis von 42000 Mark an einen ehemaligen Hausburschen verkauft worden.
Bad-Nauheim, 9. März. Während bei der in der Mitte der 30er Jahre erfolgten Eröffnung des Bades noch kein Arzt hier etabliert war und die ersten Kurgäste sich von Friedberger Aerzten behandeln lassen mußten, wird im nächsten Monat der 17. Arzt, Herr Dr. Schröder aus Oldenburg in Holstein, sich hier niederlassen und im Hause des Herrn Geh. Medicinalrath Dr. W. Bode II- Wohnung nehmen. D. Ztg.
Barometer:
Tbermometer:
WitterungsaussichtN
Wetterhäuschen, Südanlage.
rttrchUche Anzeigen öcrcoang. Gemein^
Bi-belstunde (letzte im Winterhalbjahr) am Monta 4- 12. März. Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der Johannes Marcus Cap. 12, von Vers 20 an: DaS größte Gebot, dc> Opfer. Pfarrer Dr. Naumann
Mittwoch den 14. März, Abends 6 Uhr: 6. Passion?^ r4« Pfarrer Dr. Naumann-—\
»Pirlplm» der vereinigten frankfurter Steif1*1
Opernhaus. , hpI.
Dienstag den 13. März: Hüttenbesitzer. Mi 14. März geschlossen. Donnerstag den 15. März: Vas^. Freitag den 16. März: Wallensteins Lager. Pic?^«'_f SamStag den 17. März: Zum ersten Male: Swnt5™" den 18. März, Nachmittags 3»/> Uhr: Charleys Tan 7 Uhr: Jugend.
Schauspielhaus. .leana
Dienstag den 13 März: Norma. Cavalieri^61; - Mittwoch den 14. März: Nibelungen. Erster JJ- " g-hörnt- Siegfrieb. Sl-gsri-ds lob. D-°r»'"S 15. März: Hänsel und Gretel. Puppenfee.Freitag oen 16.März geschlossen. SamStag den 17.März: Figas . Sonntag den 18. März: Tannhäuser. Montag * 47
Die Nibelungen. Kriemhilds Rache. __—
_________ „ 4- 30R. „ + 1O’R. , > Hygrometerstand: Sturm. Regen. Svr feucht-
Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 nm.
* Ein Gedenktag. Am 8. März sind 76 Jahre seit dem Eintritt des verewigten Generalfeldmarschalls Grasen Moltke in die preußische Armee dahingegangen. Wenn der große Heerführer auch von uns genommen ist, so lebt er doch nock im gesegneten Andenken der Nation, in den Büchern der Geschichte, in seinen Werken, in der Schule von Heerführern, die er gebildet, in der Armee, die von seinem Geiste erfüllt ist, im Regiment, das seinen Namen trägt.
* Ein neuer Professor. Man schreibt der „Frks. Zig." aus Königsberg, 6. ds.: Die Species nicht akademischer Professoren ist um eine neue Nummer bereichert worden. Die „Societ6 du progres de la coiffure" in Genf hat dem Landsmaune Kants, Herrn Henri X. in Gumbinnen, wie das Institut der „Pr. L. Ztg." ausdrücklich mittheilt, auf Grund einer künstlerisch ausgeführten historischen Coiffure den Titel: Professeur de Coiffures nebst Diplom und eine goldene Medaille verliehen.
Schiffsnachrichten -es Nord-. Lloyd.
In Gießen oettreten
durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 10. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän R. Sander, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 27. Februar von Bremen und am 28. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Der Postdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Ant- werven ist laut Telegramm am 9. März wohlbehalten in Newyork angenommen. _ ,
Antwerpen, 9. März. Die Red Star Linie von Antwerpen nach Newyork macht bekannt, daß sie die Passagierpreise dritter Klasse um 20 Mk. ermäßigt.
Verkehr, Land- unö VolkswirthschaA.
Srünberg, 10. März. Fruchtpreise. Weizen X 1U.1> Korn X 00,00, Gerste X 00,00, Hafer X 16,76, Erbsen X 0(0,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00.00, Kartoffeln X OCkOO, Samen X 00,00.
11. März, Mttt712 UM 12. MczTMoraT^ gL min. 743 mm, max. 745 mm min. /Ti mrn>max" oK
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