garde, Maskenbälle und VolkSconcerte auf den öffentlichen Plätzen statt.
Aus Rheiuheffeu, 8. December/ Eine bestrafte Ovation. In dem Orte Heppenheim bei Worms fand jüngst die Bürgermeisterwahl statt- nach der Bekanntmachung deS Wahlresultats arrangirten eine Anzahl Bewohner einen Fackelzug, um dem OrtSoberhaupte ihre Huldigung darzu- bringen. Wie waren aber die Manifestanten erstaunt, als jedem derselben vor Kurzem ein Strafbefehl zur Zahlung von je 6 Mk. Strafe zugegangen ist, weil sie „einen Fackelzug ohne polizeiliche Erlaubniß abgehalten haben."
Vermischtes.
* Wetzlar, 9. December. Ein Bürgermeisteramt in der Nähe erhielt dieser Tage folgenden originellen Brief: „Heute dea 2. December 1894. Ich mechte den Hern Bürgemetster bitten er mechte So guth sein und mir Johann St. auz Schneppenbach der Augusta I. von Seck seinen GeburtSacht schicken Postnachnam nach Heckst Postlachen. Meine Atreße Heist an Jobann Stark Postlachend in Heckst am Main.
* Frankfurt a. M., 10. December. Bankier Friedrich Sch wahn, welcher im August 1887 nach großen Depotunterschlagungen flüchtig ging und Anfangs dieses Jahres in Johannesburg verhaftet wurde, wurde in heutiger Strafkammersitzung zu fünf Jahren Gefängniß und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. Wegen betrügerischen Bankerotts bat sich derselbe noch vor dem Schwurgericht zu verantworten.
* Frankfurt a. M., 8. December. Heute begannen vor dem Oberlandesgericht die 70 Processe der Stadt wegen der Vergrößerung des Schlacht- und Viehhofs gegen die Grundbesitzer, die mit den ihnen im Enteignungsoerfahren zugesprochenen Summen nicht zufrieden sind. Beide Thetle ergriffen Berufung gegen die Enischeidung der Ctvtlkammer. Äs sollen neue Sachverständige vernommen werden.
* Neuwied, 5. December. Vom hiesigen Schöffengerichte wurde, wie die „Köln. Ztg." berichtet, ein Mitglied der Ei «kommen st euer - Voreinschätzungscommission zu einer Geldbuße von 20 Mk. oder 5 Tagen Haft verur- rheilt, weil von ihm die bei der Steuerveranlagung bekannt gewordenen Verhältnisse eines Steuerpflichtigen nicht geheim gehalten worden waren.
* Berlin, 8. December. Die Entschädigungssumme für die durch das Brunnenunglück in Schneidemühl Geschädigten wurde auf 366,163 Mk. festgeietzt. Der Betrag soll durch die Ergebntffe der Schneeballcollecre sowie durch eine Anleihe von 30,000 Mk. gedeckt werden.
* Laurahütte, 8. December. In dem Schüttenberg'schen Reubau sind an Kohlenoxhdgas drei junge Arbeiter erstickt.
* Rattbor, 8. December. I« der hiesigen katholischen Kirchenkasse wurde ein Fehlbetrag von 20,000 Mk. entdeckt.
* Mannheim, 10. December. Zwischen dem Schiffsknecht Heimwarth und dem Schreiner Link brach ein Streit aus. Im Verlaufe des letzteren wurde Link erstochen- Heimwarth ist verhafiet worden.
* Nürnberg, 10. December. Eine LiebeStragödie fand hier ihren blutigen Abschluß. Der Handlungsdiener Weimer erschoß seine Geliebte und dann sich, weil sie ihn nicht heirathen wollte.
* Bellinzona, 8. December. Zwei Familienväter, ein junger Mann und drei Mädchen, die mit einem mit Holz beladenen Schlitten über den erst mit schwachem Eis bedeckten Picrasee fuhren, sanken ein und ertranken. Die Leichen sind noch nicht gefunden.
* Als Reinertrag aus dem Vertrieb des „Sangs an Aegir" wurden bet dem Bankhause Anhalt & Wagener in Berlin 33 600 Mk. zu Gunsten des Baufonds der Kaiser Wilhelm-Ged ächtnißki rch e, der der gesammre Nutzen aus der Composition deS Kaisers zu Gute kommen soll, ausgezahlt.
* Als ein Zeichen der Zeit und characteristisch für die socialen Verhältnisse der Gegenwart spricht die Thalsache, daß am 24. November 56 Personen vor das Amtsgericht zu Düsseldorf geladen wurden, um den Offenbarungseid zu leisten. Drei Tage vorher leisteten an derselben Gertchts- stelle 69 Personen denselben Eid. Traurig, aber wahr?
* Selbstkritik. In Nr. 274 der „Konst. Nachr." schließt ein Nachruf folgendermaßen: „Der Dahingeschtedene war ein fleißiger Leser der „Konst. Nachr." Möge er einen gnädigen Richter gefunden haben!"
Literatur und ICttnjt
— Als überaus practisches Weihnachtsgeschenk für Jung «Nd Alt empfthlen wir da« tm 'Pc lo e oon Gurt von Münchow in G»bfeen erschienene Hessische Wappenbuch, üver welches P<o- spect der Stadl-Auflage unieter heutigen Nummer bestiegt. 10074
- - In der Hofküche. Ein Besuch in einer Hoflüche bietet außerordentlich viel des 'Neuen und Jnlercssanten für Jeden, der zum ersten Male eine folche besucht, und ein großartiges Bild erhält man, wenn man einmal eine Hofküche in voller Vorbereitung für ein Galadtner für mehrere Hundert Personen oder für ein großes Ballbuffet sieht, das für zwei bis dreitausend Gäste bestimmt ist. Die vorzügliche Familtenzeitschrift „Für alle Well" (Berlin W„ Deuisches Derlagshaus Bong & Co., P.ets des Vierzehntagbettes 40 Psg.) trifft also durchaus das Richtige, wenn sie die Hoflüche zum Gegenstand eines anschaulichen und gut illustrirten Aitikels macht, der zu lesen für Jung und Alt, Männer und Frauen von gleichem Interesse sein wird. Wir weisen auf das diesen Artikel |
enthaltende, eben erschienene elfte Heft besonder« hin uub heben au« dem weiteren Inhalt des HefteS neben den Romanen „Evas Erziehung", „Eine Todsünde" und „Polyp norme", die Novelle „Eigener Herd" und die Artikel „Kaiser Ai.xonder III., „Der große Goldfund in Coolgardie", „Die Schleusen bet Holtenau" und „Krankheit und Heilung II" al« außerordentlich spannend hei vor. Die großen schwarzen und farbigen Bilder sind natürlich wie immer Muster- Leistungen.
Akk niiljlidj schenkt, schenkt doppelt nierthuok.
Eine herrliche B'iga^e zu Weibnachts geschenken ist ein Cai-ton mit Doerings Seife mit der Eule. Diese Cartons welche 3 Stück der unübertrefflichen Doerings Seife mit der Eule enthalten, si»d hochelegant ausaestattet und erweisen sich wegen ihrer Eleganz und Farbenpracht als ein Geschenk, das ebenso re> präsentabel wie vorn hm, eben'o nützlich wie Jedermann willkommen ist. Trotz der drill. A"sstatt. ohne Pretserh. zu haben. Engros-Verk : Benner & Krumm, Giessen.
Buchdruck-Arbeiten
Zur Anfertigung aller im Geschäfts- und Privat-Verkehr gebräuchlichen
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empfiehlt sich die
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Schuletrasse 7.
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General-Versammlung.
Die rerehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweig-Hülfsvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde werden zu der Dienstag den 18. December d. I., Abends 8 Uhr, in dem oberen Locale der Restauration Weidig, Sonnenstr., stattfindenden General-Versammlung ergebenst eingeladen.
Tagesordnung:
1. Bericht über die seitherige Vereinöthätigkeit.
2. Neuwahl des Vorstandes.
Gießen, den 11. December 1894.
Der Vorstand des Zweig-Hülfsvereins. Jockel.
ben£dictine de F ABBAYE de FECAMP (Seine-Inferieure) Frankreich.
Der beste aller Liqueure.
Man verlange immer am Fusse jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der Unterschrift des General-Directors:
In Glessen zu haben bei: 9204
Emil Fischbach.
HANS HOTTEE3ROTH, Generalagent, HAMBURG.
Empfehlenswertstes Festgeschenk. ’TBKL _________ Jahrgang 1894 gebunden _________ Iwl Die Arbcitsstube
Zeitschrift für leichte und geschmackvolle Handarbeiten mit farbigen Grigi- nalmustern für Eanevasstickerei, Application, Plattstich, Zilet-Guipüre und Häkelarbeiten, sowie zahlreichen schwarten Vorlagen für Häkel-, Alet-, Klöppel-, Strick- und Stickarbeiten rc. rc.
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beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Districten Dachsbau und Dornstrauch, versteigert werden:
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald..
Montag den 17, December! 1894, Vormittags 972 Uhr!
Die Zusammenkunft ist im District Dachsbau auf der Hauptschneise.
Gießen, den 11. December 1894.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 10069
Stück Fichten - Stangen 0,73 fm, rm Eichen-Scheitholz, „ Nadel-Scheitholz, „ Nadel-Knüppelholz, Wellen Eichen Reisig, „ Nadel-Reisig, rm E chen Stockholz, „ Nadel-Stockholz.
Hainbmgkr EllMMkl
Kirchenplatz 11.
Auf folgende Artikel bewilligen wir bis Weihnachten trotz der bekannt billigen Preise, noch
io pCt. Rabatt.
Schürzen jeder Art, Damen- und Kiuderröcke in Stoff und gestrickt, Gestrickte Herrenwesten mit und ohne Aermel, Damenkragen in Wolle und Plüsch, Handschuhe und Stauchen, sämmtliche Unter-
Versteigerung.
Mittwoch den 12. veeember l. I., Nachmittags 2 Uqr, versteigere ich in meiner Amtsstube — Westanlage 11 —:
1. Verschiedenes Mobiliar.
2. 8 silb. Taschenuhren, 2 sild. Damenuhren, 7 Armbänder unb 4 Vorstecker.
Die Versteigerung sub 2 findet be stimmt statt.
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zeuge, Mützen für Knaben und Mädchen, Capotten und Tücher, seidene und halbseidene Herren- Halstücher, Gamaschen, Kinderkleider, Knaben- Shawls, sowie sämmtliche 9993 Pelzwaaren.
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