Privat-Verkehr gebräuchlichen
Buchdruck-Arbeiten
empfiehlt sich die
Wasserzu- und Abfluß nach gesetzlich geschütztem System baut. Ja einem solchen Behälter liegen die großen Kohienvorräihe vollkommen unter Master, sind also dem Einfluß von Sonne, Licht und Lust wie in einem Kohlenbergwerk entzögen, büßen deshalb bet längerem Lagern nichts an Heizkraft ein und sind der Gesadr der Selbstentzündung entrückt, während der laufende Tagesbedarf der Kohlen über Wasser auf dem für längere Zeit berechneten, festen Bestand de« Kohlenlagers aufgehäuft wird.
Verkehr, Ccmb* und Volkrrvirthschaft.
- Verfälschte Butter und die Jntereffen der Laud- wirthschaft. Durch verfälschte Butter und unter trügerischem Namen verkaufte Kunstbutter und Buttersurrogate können die Interessen der Landwirthschast enormen Schaden erleiden, denn auf diese Weise wird der Preis der ächten und guten Butter wesentlich berabgedrückt. Wie sich die Landwirthe und landwirthscha'tUche Genossenschaften gegen eine solche Schädigung ihrer Interessen schützen können, lehrt der folgende Vorgang. Der „Verband htnterpommerscher Molkerei-Genossenschaften" hat in Berlin 19 Tage lang durch je 100 Personen in verschiedenen Geschäften Butter etnkaufen und diese vom Chemiker Dr. Bischoff untersuchen lassen. Die chemischen Untersuchungen ergaben, daß von je 1000 Buttersorten 174 verfälscht waren, davon die meisten mit mehr als 60 pCt. Margarine (Kunstbutter). Selbstverständlich werden diese Butterverfälschungen zur gerichtlichen Bestrafung herangezogen.
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abgeschlossen, aber uns Allen, wenn wir versammelt waren, hat die Frau in den verschiedenen Gestalten: als junges Mädchen, als unabhängige Wittwe u. s. w. gefehlt. Wenn an diesen Abenden wenigstens für weibliche Bedienung gesorgt gewesen wäre! Aber immer nur Junggesellen — und es waren nicht die jüngsten — um sich zu haben, das geht nicht auf die Dauer, das war vorauszusehen. Und so haben wir den Geist der weibersetndlichen Zusammengehörigkeit so lange gestärkt, bis wir auseinanderfielen. Der Fasching hat unS den Rest gegeben. Einige Mitglieder, die prächtigsten und der Stolz des Vereins, hatten sich wahrscheinlich durch das abschreckende Beispiel, welches greise Junggesellen geben, bekehrt, schon im vergangenen Jahre grobe Verstöße gegen die Vereinsstaluten zu Schulden kommen lassen und über Hals und Kops um eine Hand angehalten,- das endete wie gewöhnlich mit einer Hot zett. Andere wurden gleichfalls durch suspecte Beziehungen zu Personen des anderen Geschlechts mißliebig und gewisse alleinstehende ältere Herren, die kaum allein stehen konnten und sich schon an gar nichts mehr erinnern können, vergaßen sich so weit, auf den Maskenbällen im Sofiensaal und im Coloffeum ihr Heil zu suchen. — Ich selbst habe die Fahne des Cölibatärs so lange hochgehalten, bis mir die Hand so weh that, daß ich sie einer jungen Dame anbieten mußte, zu Schleuderpreisen, denn auch ich habe gesehen, daß der Mensch nur im Wannenbad allein fein soll und daß dem Hagestolz ein furchtbares Unglück winkt. Es thut mir leid, aber es hat so kommen müssen, ich war mit Leib und Seele Junggeselle und wenn ein lebensfähiger tüchtiger Hagestolzenverein zu Stande gekommen wäre, würde ich es noch sein, aber als ich sah, wie es kommen würde, nahm auch ich auf Freiersfüßen Reißaus. Trauring aber wahr! — Ergebenst ein gebrochener Hagestolz und Mitglied des aufgelösten Wiener Junggesellenvereins."
* Das Anrauchen von Meerschaumpfeifeu ist eine Kunst und unter Umständen ein Vergnügen- daß es aber auch als Gewerbe betrieben wird, ist neu. In Brüssel, wo die Meerschaumindustrie eine hohe Entwicklung erreicht hat, lebt — so schreibt ein Berichterstatter der „Münch. Reuest. Nachr." — ein Mann, ein pensionirter deutscher O'fizier, dem das Pfeifenrauchen als ausschließliche Erwerbsquelle dient. Und er ist nicht der Einzige seines Zeichens. Das Sonderbarste an der Sache ist, daß dieser Mann selbst Nichtraucher ist. Um seine Pfeifen „anzurauchen", bedient er sich eines sinnreichen Apparates, an welchen sie, nachdem sie kunstgerecht gestopft sind, angeschraubt werden- mittelst eines am Apparate befind- , lichen Blasebalges wird der nöthige Luftzug hergestcllt, öer den Tabak gleichmäßig in Brand erhält und bis auf das letzte Körnchen verkohlen läßt. Der alte Herr arbeitet nur für Pfeifenfabrikanten, die ihm für jede kunstgerecht angerauchte Pfeife 10 Francs bezahlen. Trotz dieser verhältnißmäßig glänzenden Bezahlung ist das Geschäft doch nicht allzu einträglich, weil die Aufträge nur spärlich einlaufen.
Die Sufttoärme inner- und außerhalb einer großen Stadt ist, wie jeder weiß, verschieden, und zwar ist es in der Stadt wärmer, als im Freien. Heber die Größe dieses Wärme- Unterschiedes gehen die Ansichten jedoch sehr auseinander, und es ist deshalb interessant, daß Professor Hellmann diesen Temperatur Unterschied aus Grund sorgfältiger Beobachtungen unlängst für Berlin festgestellt hat. Es ergab sich, daß die durchschnittliche Jahrestemperatur innerhalb der Stadt Berlin um 0,5® C. höher ist als außerhalb derselben. In , der warmen JahreSzei: ist der Unterschied zwischen Stadt und Freiland am größten, in der kalten am kleinsten, doch nimmt er bei starkem Frostwetter zu, wie der kalte Januar 1893 beweist. Damals betrug das absolute Minimum der Temperatur in der Stadt — 23,3®, außerhalb dagegen — 31,0®. Der Wärme-Ueberschuß in der Stadt steigert sich bis zum Abend; denn während im Freien schon Abkühlung infolge von Ausstrahlung eintritt, ist solche in der Stadt, deren Häusermassen die bei Tage eingestrahlte Wärme in sich aufgenommen habm und nur langsam wieder abgeben, viel weniger zu spüren. Jeder Großstadtbewohner weiß, daß, wenn er im Hochsommer Abends aus dem Freien in die Stadt zurückkehrt, ihm eine Art Backofenluft entgegenstrahlt. Nach den Untersuchungen von Professor Hellmann ist es an Sommerabenden gegen 9 Uhr in der Stadt Berlin durchschnittlich um etwas mehr als 1® wärmer als außerhalb derselben. An einzelnen windstillen Tagen kann sich dieser Unterschied bis zu 3® und darüber steigern. Der Laie würde ihn dem unmittelbaren Gefühl nach meist für noch größer halten.
* Väterliche Nachsicht. Ein Schweizer Blatt erzählt: In Amrisweil wurden letzten Herbst einige fein gekleidete St. Galler Fräulein von Buben mit Aepfeln beworfen. Entrüstet beschwerten sie sich beim Vater der muthwillgen Schlingel. „Es het nünt z'säged," lautete die Antwort, „mer Hand jo hür gottlob Obs guueg."
Technische Fortschritte.
«in WasiereNvator. Wie das „Leip. Tageblatt" meldet, hat sich nach Art der bekannten Elevatoren zum Heben von Körnet n, Mahlgut, Gement, Erde, Steinen u. s. w. die Firma Ang. Schmidt in Wurzen einen Wasserelevatoren patentiren lassen, der mittelst Rädervorgelege Wasser in senkrechter Richtung aus Brunnen und bergt hebt. Der Elevator arbeitet aber auch gleich vorthetlhast in sandigen, schmutzigen und schlammigen Wässern, in Kohlenschächten, Steinbrüchen und bei Wasserbauten. Ein Mann hebt mit den zuckerhutsörmigen Bechern, die an Ewarts zerlegbaren Treibkeiten befestigt sind, in der Stunde 7 Cbm. = 140 Centner Wasser. Da die Wasserelevatoren von Jedermann leicht und schnell auf die gewünschte größere oder kleinere Schöpftiefe abgeändert werden können, und die Becher rasch enger oder weiter zu setzen sind, so eignet sich die Vorrichtung auch zum Ent- und Bewässern landwirthschaftlicher Grundstücke. Für Brunnenwasser werden die Schöpfkästen aus starkem Eisenblech verzinnt oder gestrichen geliefert.
Bortheilhafte und sichere, Kohlenlager. Da sch echt lagernde Kohlen durch Sonne und Luft starke Einbuße an ihren Brennstoffen erleiden und außerdem auch noch die Gefahr vorbanden ist, daß die Kohlen sich selbst entzünden, so seien Fabriken und Eisenbahnverwaltungen auf eine neue Art von Kohlenlager aufmerkfam gemacht, welche die Gesellschaft für Betonbau von Diß & Co. in Düsseldorf aus wasserdichten Cementbetonbehältern mit Patentwandungen, mit
fei. Er zeigte uns, daß wir in unferm Mitmenschen den Bruder erkennen, der gleiche Rechte mit uns hat, daß wir besten Brod nicht zu unseren Gunsten schmälern dürfen, daß unsere heutigen Einrichtungen vielfache Umgestaltungen erfahren wüsten, daß dem beispiellosen Anwachsen colostaler Reichthümer in der Hand einer kleinen Minderheit eine Schranke gesetzt, daß der rücksichtslosen Jagd nach dem Gelde und dem herzlosen, unbegrenzten Wettbewerb, der unbekümmert um Roth und Jammer, die er im Gefolge hat, dahinrast, ein Ziel gesetzt werde — daß aber innerhalb dieser Grenzen und der Rücksicht auf die Rechte und Ansprüche, die auch unsere Mitmenschen auf ein menschenwürdiges Dasein haben, ein Wettbewerb bestehen bleiben müsse, weil dies auch ein wesentliches Mittel für den Fortschritt sei.
** Der Getreidemarkt. Träger Verkehr bei weichenden Preisen bildet zur Zeit wieder den hervorstechenden Character- zug des Getreidegeschäftes. Anregung zurBelebung von auswärts fehlten in der abgelaufenen Berichtswoche fast gänzlich, die bester klingenden Meldungen vom amerikanischen Markt sind auf den einheimischen Markt offenbar ohne Einfluß geblieben. Die Umsätze in Roggen und Hafer bewegten sich an den meisten Plätzen in sehr engen Grenzen, die Preise in beiden Artikeln zeigten hierbei gegenüber denen der Vorwoche um durchschnittlich </»—Vi Mark niedrigere Notirungen- im Hafer behaupteten sich dagegen überwiegend wenigstens die vorwöchigen Notirungen. Ein merklicher Rückschritt machte sich auch in den Preisen für Spiritus bemerklich, augenscheinlich aber nur als Folge der sich auf dem Getreidemarkt zeigenden allgemeinen geschäftlichen Unlust. An der Berliner Productenbörse notirten: Weizen per 1000 Kilogramm von 134 bis 145 Mark, Roggen von 119 bis 123 Mark, Hafer von 134 bis 177 Mk., Gerste von 107 bis 180 Mk.
A Mainz, 9. März. Die sich im hiesigen Untersuchungs- gcfängniß befindlichen Mordbuben, welche den siebzigjährigen Greis in Heppenheim erschlagen und beraubt haben, haben vor dem Untersuchungsrichter ein volles Geständniß abgelegt. Demnach war es nur die Absicht der beiden Thäter, den alten Mann zu berauben - da derselbe aber sein Geld unter dem Kopfkisten aufbewahrte und bei der Annäherung der beiden Räuber erwachte, versetzte ihm einer derselben, der Küferbursche Rohrbacher aus Bleichweiler in der Schweiz, mehrere tödtllche Messerstiche. Der Complice des Rohrbacher ist der aus Flonheim gebürtigte Dienstknecht Keil.
Bedeutende Bettiebsersparnisse “eXln maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschast durch Ausstellung einer Wölfischen VocomobUe als Betriebsmaschine erzielt- Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von N. Wolf in Magdevnrg-Bucka« seit mehr als 30 Jabren als Svecialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mitt ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsam - C ef t des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit und «i» stungssähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrevren den Sieg davong'.tragen. [403
vermischter.
* Au8 Elsaß-Lothriugen, 6. März. Der „Metzer Ztg." zufolge wurde vor ungefähr zwei Monaten in Mülhausen ein Einjähriger des Infanterie-Regiments Nr. 142 zu vier Wochen strengem Arrest verurtheilt, weil er auf die Frage eines Vorgesetzten, ob er Reserve Offizier werden wolle, die Antwort ertheilte: Ja, wenn wir miet er französisch geworden sind. Nach Verbüßung seiner Strafe ist er nunmehr feiner Eigenschaft als E.njährig-Fi eiwilliger entkleidet und zur Ableistung einer zweijährigen Dienstpflicht dem Infanterie-Regiment Nr. 25 in Rastatt zugeführt worden.
♦ Aus Schleswig-Holstein, 5. März. Einen merkwürdigen R a ch e a c t vollführte in dem schleswigschen Kirchdorfe Wanderup ein Trunkenbold, indem er die versammelte Gemeinde mitsammt dem Pastor und dem Küster während des Gottesdienstes in . der Kirche gefangen fetzte. Der Attentäter war durch die Armencommission unter Vorsitz des Pastors auf die Liste der Trunkenbolde gesetzt worden und sann seitdem auf Rache. Als kürzlich der Fasten-Abendgottesdlenst stattfand, blieb der Kirchenschlüssel versehentlich in der Thüre stecken. Der Trunkenbold verschloß, nachdem die Kirche sich mit Andächtigen gefüllt hatte, die Kirche und ging feiner Wege. Nach Beendigung des Gottesdienstes suchten die Anwesenden den Ausgang, allein die Thüre ließ sich nicht öffnen. Unglücklicherweise waren auch noch alle Fenster mit starken Eisenstäben versehen, sodaß ein Entkommen ausgeschlossen war. Die ganze Gemeinde war gefangen. Nach vielen vergeblichen Bemühungen, ins Freie zu gelangen, versuchte man es, einen kleinen, schmächtigen Knaben durch das Eisengitter zu zwängen. Dies glückte- der Kleine erreichte glücklich den Boden und befreite die Gemeinde aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft.
* Aulhraeitkohlen. Ein Hamburger Kaufmann, der ein größeres adeliges Gut im östlichen Schleswig gekauft, hat sich dort, da ihm das alte Herrenhaus nicht genügte, ein schloßartiges Gebäude aufführen laffen. Damit der Neubau zu Frühjahr ausgetrocknet ist und bezogen werden kann, sind dort mehrere sogen, amerikanische Oesen, Dauerbrenner, aufgestellt, welche Tag und Nacht mit Anthracitkohlen geheizt werden. Als die Hofknechte die ersten Fuhren von dem nächsten Bahnhofe geholt, war ein junger Verwalter neugierig, Ivie die Leute sich mit der Benennung dieser ihnen bis dahin unbekannten Kohlen abfinden würden. Er ging also an die Wagen heran und fragte: „Na? Wat hebbt Jt dar denn halt?" — „Dat sünd de nigen Kahlen för’t Herrenhus", war die Antwort. „Dat sünd ja lütte wunderliche Dinger", meinte der Verwalter, „wat sünd denn bet eegentli för Kahln?" — „Je, He^r", antwortete der Knecht, „dor hebt tot up den Bahnhof ok nachfragt, un de mönten fe Ante- smitenkahln! — Dat inaksche Wort hebbt wi in letzte Tid ja oftmals hört, aroer roi wüsten ni nid), wat bat eegentli weer — nu weet rot jo Bescheed!"
* Das Ende des Wiener Jnnggefellenvereins. Das „Wiener Tageblatt" veröffentlicht folgende amüsante Zuschrift: „Ich mache Ihnen hiermit die ergebene Mittheilung, daß der Junggesellenverein aufgehört hat, zu bestehen. Der Verein, der einem von den Damen schmerzlich gefühlten Bedürfniß feine Entstehung verdankte, war einfach nicht lebensfähig. Seien wir ehrlich- jeder Einzelne von uns, das unwürdige Alter nicht einmal ausgenommen, hat die holde Weiblichkeit für feine Person nicht entbehrt, denn wir haben uns außerhalb des Vereins ja nicht so ängstlich von der Damenwelt
Vekamrtmachmrg.
Aufschrift der Postsendungen.
Äer Sicherung schneller Beförderung und vestellunH der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß^jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Auffchrist die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe fiel» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht-, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsorte-, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., N., NO. re.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Orlsbe- zeichnung ,Berlin"' zu vermerken.
3. Gibt e- mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzuseben sind, ergibt sich aut dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost- orte*, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder RctchS-Postanftalt bezogen werden kann.
4. Wenn der im Retchs-Pofigebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, deffenungeachlet aber nicht alS allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Räheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der BesttmmungSoi t belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) «.], oder von Gebirgen [(Harz), (Riesengebtrge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark), «K.1 für den Zweck geeignet.
tsenoungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch d t e j e n t a e P o ft- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.
6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde« Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffenhe Land bez. der Landestbeil auf der Sendung anzugeben.
Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Uebertunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und et liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anjufertigen.


