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Sein'1. w(ji»
Dieustknecht Johann Rötzer auS Oberwied (Oberpfalz) von der Polizeiverwaltung tu Offenbach wegen Diebstahls- die 17jLhrige Marie Rübe auSBillingen von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen KtndeSauSsetzung - der Heumakler Christian Schäfer auS Offenbach von der dortigen Polizei« Verwaltung wegen Unterschlagung- ein Unbekannter, der sich fär einlu Geschäftsreisenden Weber deS (gar nicht existirenden) Frankfurter WaarenhauseS Eduard Henkel Söhne auSgab, vom AmtSanwalt I in Darmstadt wegen Betrugs - Dachdecker Wilhelm Wundram auS Hildesheim vom Amtsgericht Friedberg wegen Diebstahls.
D. Ztg.
•• Za Amerika verstorbene Hesten. New-Iork City. Sufanna Schmidt, geb. Erbelding, 50 Jahre alt, aus Bingen a. Rh. Beardstowu, Jll. Elisabeth Rohn, geb. Langohr, 83 Jahre alt, auS Nieder. Ohmen, Kreis Alsfeld. Brooklyn, N. U. Pastor Johann M. Wagner, 67 Jahre alt, auS Flonheim, Rheinheffen. Cincinnati, O. Georg C. Spiegel, 74 Jahre alt, aus Michelstadt, Kreis Erbach.
•* Segensreiche Einrichtungen. In wie anerkennens- werther Weise der Süddeutsche Gastwirtheverband bestrebt ist, für daS Wohl der Angehörigen seiner Mitglieder zu sorgen, beweist auch deffen Sterbekasse. Diese bezahlt, bei niederen erschwinglichen Beiträgen, bedeutende Summen auS, die im Stande sind, bei Sterbefällen jeden Gedanken von Noth fernzuhalten und die nur durch besonders günstige Umstände, als billige Verwaltung und vorzügliche Organisation, ermöglicht sind. So starb dieser Tage in Mainz Herr Gastwirth Jacob Barth, in Abenheim bet Worms Herr Gastwirth PH. Kaltenborn, Mitglieder dieser Sterbekaffe, deren Hinterbliebenen die Sterberenten im Betrage von je 1250 Mark durch die Bezirksortsrechner Herrn Gastwirth L. Mondrion zu Mainz und I. Jennewetn zu Worms ausbezahlt erhielten. Dies kann sicherlich als eine gute, Noth verbannende Einrichtung bezeichnet werden, welche die allgemeine Anerkennung verdient. Der beste Beweis, daß das segensreiche Wirken dieser Kaffe die richtige Würdigung findet, beweist der Umstand, daß dieselbe heute mehr als 5200 Mitglieder besitzt. Angesichts solcher großartigen Einrichtungen dürste e» im eigenen Interesse aller Gaftwirthe unseres Leserkreises liegen, den in fast allen Städten und Land- beztrken bestehenden Gastwirthevereinen beizutreten, und damit bie Mitgliedschaft des Süddeutschen Gastwirtheverbandes, als auch seiner Sterbekaffe zu erwerben. Beitrittsberechtigt zur Sterbekasse sind sowohl die Mitglieder des Süddeutschen Gastwirtheverbandes, als auch deren Ehefrauen. Diese Kasse hat bis heute 45000 Mark für Sterbegelder ausbezahlt und Labei 47 000 Mark Ueberschuß erzielt; die Verwaltung, welche in den Händen des Herrn Stadtverordneten und Gast- wirthS C. Reinemer in Darmstadt liegt, gibt jede gewünschte Auskunft.
** Die bekannte» Pariser Schwindefirmen Bvron, „Comptoir Montmartre", 74 Avenue de St. Quen und Läon, „Internationale Bank", 32 Rue de Blancs-Manteaux, auf die schon mehrfach warnend hingewiesen worden ist, scheinen ihre betrügerische Thätigkeit in den verschiedensten Theilen Deutschlands trotzdem in gewohnter Weise fortzusetzen und auch immer wieder neue Opfer zu finden. Die Art des Vorgehens ist immer die alte. Mit Zeitungsannoncen bieten fie Gelddarlehen zu günstigen Bedingungen an und wissen sich Labei von leichtgläubigen Geldfuchern Vorschüsse zu verschaffen, um alsdann den Darlehensuchenden vollständig werthlose Wechsel zu übersenden. Da die Geschädigten überdies in vielen Fällen eine Anzeige scheuen, so wächst die Dreistigkeit Lieser „Firmen" mit ihrem Erfolge. Es kann deshalb nicht dringend genug zur größten Vorsicht gegenüber allen derartigen, von Parts ausgehenden Annoncen gcrathen werden, welche die Beschaffung von Darlehen gegen billige Zinsen zum Gegenstand haben.
Lauterbach. 7. Februar. Heute hat Herr Amtsrichter Schmeckenbecher unsere Stadt verlassen, um nach Darmstadt als Amtsrichter überzusiedeln. Der Genannte ist mit schwerem Herzen von hier geschieden, denn er hat mit großer Liebe an seinem hiesigen Bezirke und an seiner Berussihäligkeit in demselben gehangen. Daß ihn jedoch auch die hiesige Bevölkerung mit großem Bedauern scheiden sieht, daS haben ihm in den letzten Tagen die sehr zahlreichen Besuche von Leuten aus allen Schichten der Bevölkerung und auS allen Orten unserer Gegend, die noch persönlich von ihm Abschied nehmen und ihn womöglich zum Hierbleiben bewegen wollten, bewiesen.
H. Aus dem Horlosfthale, 8. Februar. Seit einiger Zeit kann man eineu sehr nothwendigen Haushaltungsartikel, die Butter, um den recht annehmbaren Preis von 75 bis 80 Pfennigen erhalten. ES ist aber — um jedem Jrrthum j vorzubeugen — keine Süßrahmbutter, sondern sog. Landbutter. ES giebt viele Personen, welche die Landbutier, wenn sie frisch ist und richtig hergestellt wurde, der Süßrahmbutter vorziehen. Daß die B.tter trotz der ungünstigen Futter- verhältniffe so niedrig steht, hat seinen Grund in zwei That- sachen- einmal: weil in den Monaten December und Januar auf dem Lande geschlachtet wird, wodurch es viel Schweineschmalz giebt, welches die Butter vertritt. Dann: weil auch viele Gänse geschlachtet werden, deren Fett die Butter ebenfalls ersetzt. Der Butterconsum ist demnach auf dem Lande um die gegenwärtige Zeit wesentlich geringer als in anderen Monaten, weshalb die Preise sinken. Es darf erwähnt werden, daß die Qualität der Landbutter an manchen Orten etwas geringer als sonst ist. Vielfach füttern die Leute Rüben und Stroh, aber wenig Heu und Kraftfutter mit dem Milchvieh, wodurch die Milch weniger fettreich wird. Die verehrlichen Hausfrauen werden gebeten, beim Einkäufen der Butter auf das Aussehen und den Geschmack derselben zu achten. Es ist nicht alles — Butter was glänzt. — Das Genossenschaftswesen hat in unserer Gegend einen weiteren Erfolg errungen, was zur Aufmunterung der Land-
wirthe berichtet werden soll. Die landwirthschastliche Ge- noffenschaftsmolkeret zu Reichelsheim t. d. W. hatte durch die Futternoth deS Jahres 1893 kaum 2000 Liter Milch zu verarbeiten. Obgleich Futtermangel noch herrscht, beträgt das Milchquantum jetzt das Doppelte — 4000 Liter, weil viele Landwirthe, die Wohlthat des Zusammenschlusses einsehend, beigecreten sind, so daß die Molkerei nun vollauf zu thun hat. Die Leitung des Ganzen liegt in sehr tüchtigen Händen, die Erfolge sind erfreulich.
VerinHchte-
♦ Ahbach, 8. Februar. Am verfloffenen Sonntag hat der hiesige OrtSdiener Hedderich durch Erhängen' seinem Leben ein Ende bereitet. Vor einiger Zeit war die Frau deS H. im Wochenbette gestorben und man nimmt an, daß dieser Fall, der den H. um so härter traf, alS er noch elf minderjährige Kinder besitzt, einen Hauptgrund für seine Ver- zweiflungSthat gebildet habe. Von den armen Waisen haben mehrere, darunter ein Säugling, bereits in wohlthätigen Familien, die sich dazu erboten, Ausnahme gesunden. W. A.
* Fravkf»r1 a. M, 9. Februar. Gestern Abend wurden dem in Mannheim wohnenden Schaffner Heinrich Schneider auf der Station Niederrad beide Beine abgefahren.
* Frankfurt a. M., 9. Februar. Gestern kam eS hier zur Gründung eines Verbandes, in dem fast sämmt- liche süddeutsche Rennvereine vertreten sind.
* Berlin, 9. Februar. Der verheirathete Schlaffer Filzhut hat an der 12jährigen Tochter eines mit ihm im selben Hause wohnenden Drehorgelspielers Lustmord verübt. Das Kind kam vor seinem Tode noch einmal zum Bewußtsein und konnte den Mörder namhaft machen.
* Erfurt, 7. Februar. Die „Frankfurter Zeitung" brachte vor Kurzem die Meldung, daß der vor einer Reihe von Jahren aus feiner Garnison Erfurt wegen Unterschlagung staatlicher Gelder flüchtig gewordene Hauptmann des 71. Infanterie-Regiments, v. Schtllersheim, sich freiwillig der Militärbehörde gestellt habe. Am verflossenen Freitag nun wurde der fahnenflüchtige Offizier, der seither in derMtadelle Petersberg internirt war, unter Ausstoßung auS dem Militärstande zu sechs Jahren Gefängniß verur- theilt. v. Sch. wurde behufs Verbüßung seiner Strafe nach Cottbus überführt.
* Aus Mecklenburg, 7. Februar. Auf dem Gute Warelow bei Gnoien brach in der Nacht zum 4. Februar Feuer aus. Drei unter weicher Bedachung errichtete Schafställe und eine Scheune brannten nieder. 850 Schafe sind in den Flammen umgekommen.
* Aus der Schweiz, 8. Februar. Ein neumodischer Handwerksbursche ist dieser Tage, wie das „Bad. Tagebl." berichtet, durch das Bünsthal gereist. Es ist ein Schreinergeselle, der Arbeit sucht auf dem — Velociped. Vorn am Dreirad hängt der Reisesack, mitten sitzt der Geselle, hinten sind Stock und Schirm, Säge und Beil angebracht. Gewiß höchst practisch, da der Geselle die Arbeitsgelegenheit auf diese Weise rascher erreicht.
ANOzreg auf den Sfanfeexmtowgiftam
der Stadt «iefjen.
Alufgedote.
Februar: Philipp Pirr IV., Metzger zu Großen-Linden. mit Johanna Margaretha Franziska Kahl daselbst. 5. Karl Müller, Küfer zu Waldhof, mit Ursula Altenhöfer zu Waldhof. 5. Johann Philipp Mandler, Taglöhner dahier, mit Katharine Marte Hatzfeld hterfelbst. 6. Johannes Junker, HauSbursche dahier, mit Eltsabethe Müller hterfelbst.
Ghefchlisßtm-eir.
Februar: 7. Jacob Friedrich Müller, Hoboist dahier, mit Karoline Marte Elisabeth DebuS hterfelbst. 9. Heinrich Wilhelm Völpel, Kutscher dahier, mit Marte Dtehl hterselbft. 9. Ludwig Jacob Zierletn, Bierbrauer dahier, mit Wilhelmine Biebricher hter- selbst. 9. Philipp Bernhardt, Bahnarbetter dahier, mit Sophie Schaum, geb. Stier, hterselbft.
Sebottut*
Januar: 28. Dem Schneider Carl Schnell eine Tochter, Katharine. 29. Dem Schretnermetster Karl Hahn ein Sohn. 30. Dem Schmied Ernst Doll eine Tochter, Lina Mathilde. 3l. Dem Bureau- gehülsen Ferdinand Sturm eine Tochter, Elisabeth Mathilde Dora. Februar: 2. Dem Gärtner Johannes Schneider III. ein Sohn. 3. Dem Kaufmann Julius Siesel ein Sohn, Walther. 3. Dem Bremser Heinrich Schneider V. ein Sohn. 4. Dem Hilfsbremser bei der Main-Weser Bahn Emil Günther eine Tochter, Elise Wilhelmine. 5. Dem Metzgermeister Konrad Bepler eine Tochter. 6. Dem Bremswärter Georg George ein Sohn, Karl Georg August.
Sestorverr«.
Februar: 3. Eltsabethe Gras, 70 Jahre alt, dahier. 4. Philipp SLaud, 66 Jahre alt, Privatmann dahier. 4. Eltsabethe Becker, 7 Jahre alt, Tochter von Landwitth Emil Heinrich Brcker zu Rödgen. 6. Friedrich Simon, 55 Jahre alt, Schubmachermetstec dahier. 6. Luise Müller, l‘/2 Jahre alt, Tochter von Metzger Wilhelm Müller von Ehringshausen, Kreis Wetzlar. 7. Ludwig Schaub, 3 Monate alt, Sohn von Fuhrmann Valentin Schaub dahier. 9. Elisabeth Hatnbach, 26 Jahre alt, ledig, dahier.
Au»r«g aus den 2ttrchenbüch«rn der Stadt (Sietzen.
Evangelische Gemeinde.
Getränte.
Matthäusgemeinde.
Dm 9 Februar. Philipp Bernhardt, Bahnerbeiter in Gießen, Wittwer, und Sophie Schaum, geb. Stier, Wtttwe deS oerstorbmen Schuhmachers Johannes Schaum In Gießen.
Milttärgemetnde.
Dm 8. Februar. Jakob Friedrich Müller, Hoboist und Karoline Marie Elisabeth Debus, Tochter des verstorbenen Schaffners Heinrich Debus zu Gießen. _ , _
•Häufte.
Dm 4. Februar. Dem Rangtrer Wilhelm Döll eine Tochter, Emilie, geborm dm 16. Januar.
Markusgemetnde.
Dm 4. Februar. Dem Rangtrer Adam Zinn ein Sohn, August Balthasar, geborm den 27. December.
Dm 8. Februar. Dem Gastwirth Adolf Vogt eine Tochter, Wllhelmine Marte, geboren den 30. September.
Dm 9. Februar. Dem Rechtsanwalt Dr. Ludwig Jung ein | Sohn, Eduard Wilhelm Hermann Ludwig, geboren dm 9. November.
LukaSgemetnd e.
Dm 4. Februar. Dem Kutscher JustuS WeierSheuser ein Sohn, Heinrich, geboren dm 7. Januar.
JohanneSgemeinde.
Dm 4. Februar. Dem Schreiner Carl Peter eine Tochter, Margarethe, geboren den 22. December.
Mtlitärgemeiode.
Dm 4. Februar. Dem (Sergeanten und BataillanStambour Christoph Balthasar Brücke! eine Tochter, Auguste Johanna EmUte, geboren den 8. Januar.
BtttbigU.
Matthäusgemeinde.
Dm 6. Februar. Philipp Schaub, Privatmann, alt 66 Jahre, gestorben dm 4. Februar.
LukaSgemeinde.
Dm 6. Februar. Elisabeth Gräf, alt 71 Jahre, ftard dm 3. Februar.
JohanneSgemeinde.
Den 4 Februar. Anna Lehrmund, ledige Tochter deS oer- storbenm Carl Lehr wund, alt 21 Jahre, starb den 2. Februar.
Den 8. Februar. Johann Friedrich Simon, Schuhmacher- meister, alt 55 Jahre, starb den 6. Februar.
Verkehr, Land- und volkrwirthschaft.
10. Februar. Marktbericht. Aut bem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,00, Hühnereier 1 Stück 6-7 4, 2 Stück - X. Käse pr. St. 5-8 X, Käsematte pr. St. 8 X, Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 X, tauben pr. Paar X 0,70-0.80, Hühner pr. Stück X 1,00-1,20, Hahnen pr. St. X 1,20-1,40, Enten pr. St. X 130 bis 2.2), Ochsmfleisch pr. Pfd 62—68 X. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 X, Schweinefleisch pr. Psd. 60-70 X, Kalbfleisch pr. Pfd. 50—56 X, Hammel, fleisch pr. Psd. 40—60 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-6,00 X, Weißkraut pr. Stück 4 -10 X Zwiebeln pr- Cmtner 7,00-8,00 X, Milch pr. Liter 16 20 X Gänse pr. Psd. 50-60 X
Brodpreise
vom 11. Februar bis 25. Februar 1894.
Der hiesigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......26 Pfg.
2 Kg. (4 Pfd. „ ......52 „
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......24 ,
bei S. Siem (Schlüchterner u. Casseler Brod) 25 „
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......48 „
bet S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 50 ,
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......22 ,
Der auswärtigen Bäcker.
2 Kg. (4 Psd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Lindm 40 „
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod b. W. Stetnmüller v. Lang-GönS 21 „ bet W. Amend von Lang-GonS 22 „ bet Aug. Deibel von Wieseck 24 „
„ Gg. A. Heuser v. Gr.-Lindm 38 „
2 Kg. (4 Psd.) „ „ Joh.Kd.Veltev.Ktrch-GönS40
W. Steinmaller v. L.-GönS F. Schön v.RutterShausm u.
Wilh. Ammd v. Lang-GönS 42 „ bei Gust. Jacobi v.Alten-Buseck
und Aug. Deibel v. Wieseck 44 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod „ Gust. Jacobi v. Alten-Buseck „ Balth. Christ Ww. v. Wieseck 66 „ '
Der Brodverkäufer.
1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......26 Psg.
2 Kg. (4 Psd.) Tafelbrod......52 ,
1 Kg. (2 Psd.) Weißbrod......24 „
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......48 „
1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrod......22 ,
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod......44 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 „
Gießen, den 10. Februar 1894.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Nrankfnrter Gtadttheater.
Für die nächste Woche auf die Bühne gelangende Reuetnstu- dtrung und Reuinscenirung deS „Lohengrtn", welche sich zu einer Gedächtnißseter für Richard Wagner gestalten soll, sind Im Opernhause alle Vorbereitungen im Gange. Es dürste von Jntereffe für das Publikum sein, zu erfahren, daß in dieser Aufführung fast alle bisher gemachten Striche in der Partitur in Wegfall kommen und die ursprüngliche Bühnen-Musik wieder hergestellt sein wird. DaS Chorpersonal wird durch Verwmdung der in der Chorschule deS Opernhauses ausgebildeten Gesangskräfte auf 120 Stimmen gebracht sein. Die neuen Decorationen find theilweise von Professor Brückner in Coburg und theilweise von unserem einheimischen Maler Waldemar Knoll hergesttll'. Sämmtltche Coftüme und Rüstungen find, getreu nach Figurinen aus dem zehnten Jahrhundert, neu angeferttgt.
Friedrich Haase wird Ende der nächsten Woche im htesigm Schauspielhause ein kurzes, auf einige Abmde sich erstreckendes Gastspiel eröffnen.
Bedeutende Betriedsersparnisse m'Xta maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirtbschaft durch Aufstellung einer Wolf'schen Locomobile al« Betrtebsmaschtne erzielt- Die von der rühmlichst bekannten Maschinm- fabrik von R. Wolf in Magdebnrg-Bucka« seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten balbstationären und fahrbaren L o comobtlen mit ausziehbaren Röhrenkesseln Übertreffen an Sparsam- kseii des Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkest und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locimobil-Concurrevten den Sieg davongttragen. [403
Mißverständnissen vorzubengen
kann nicht oft genug betont werden, daß Kathreiners Knetpp-Malz- kaffee nicht einfach gebrannte Gerste ist. sondern aus Malz besteht, welches nach mehreren Deutschen Reichspatenten mit Bohnenkaffee- Geschmack imprägniert wird. 1
tot*» *
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