Ausgabe 
10.7.1894 Zweites Blatt
 
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1894

Zlints- und Zlnzeigeblatt für den Kreis Gieren

chratisöeikage: Gießener Kamitienölätter.

Otto Schaaf.

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4er beste Zusatz. ihr i. B*. 1793.

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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.

etwas nützen.

In dieser Erwägung ist ja gerade von den verschledensten Seiten auf das Kunsthandwerk hingewiesen, weil hier am ehesten Bedürfniß vorhanden und befriedigende Leistungen zu erreichen seien. Nach meinen Erfahrungen, die sich zunächst an Berlin anschließen, gehört für eine Frau sehr viel Ge­schick, große Energie und außerdem noch etwas Glück dazu, um sich oder gar noch einer kleinen Familie einen anständigen Unterhalt zu sichern. Etwas anderes ist es, wenn nur ein Nebenverdienst gesucht wird. Aber vieles auf diesem Gebiete ist bloße Spielerei, vergleichbar derMusik", die ein junges Mädchen treibt, aber auch ebenso gut lassen kann.

Wollte man überhaupt doch in derFrauensrage" Zweck und Ernst von Spiel und Sport gewissenhaft unterscheiden! Wird einmal in einem Falle Ernst gemacht, so zeigt die Sache sofort ein ganz anderes Gesicht. Die neue Fachschule für künftige Zeichenlehrerinnen in Berlin schreibt einen zwei­jährigen Cursus mit nicht weniger als 48 wöchentlichen Stunden vor. Der kürzlich erschienene Bericht hebt hervor, daß die Folgen dieser Anstrengung in dem Befinden und so­gar in der Gesundheit der Schülerinnen sich in erheblichem Maße bemerkbar machen. Das glaube ich gern, meine aber trotzdem nicht, daß die Anforderungen zu ermäßigen seien, sondern sage vielmehr: Hier ist eine ernsthafte Probe. Ohne Streiche fällt kein Baum und von den Männern er- reichen auch lange nicht alle ihr Ziel oder überhaupt auch nur ein Ziel. Wir werden, also der neuen Schule den besten Erfolg wünschen, uns aber nicht einbilden, daß auf diesem Wege für viele arbeitsuchende Mädchen befierer Stände ein ergiebiges Feld gefunden wird.

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Auch in der Kunst arbeiten Frauen. Den Ausgang nahm aber die Versorgungsfrage in Berlin in den siebziger Jahren vielmehr von verschiedenen Zweigen des Kunst- Handwerkes. Aber auch die höhere Kunst kommt in Betracht. In Berlin, München, Düsseldorf, Dresden u. s. w. gibt bekanntlich zahlreiche Malerinnen. Ob aber auch Bildhauerinnen von einiger Bedeutung? Das allein schon gibt einen lehrreichen Fingerzeig. Denn schwerlich hat dieser Mangel ausschließlich in dem Erforderniß größerer Kraft- 'aufwendung seinen Grund, sondern auch darin, daß der Bild­hauer allseitig und genau bis ins Kleinste die menschliche Form in Ruhe und Bewegung kennen und herausarbeiten muß und hier das weibliche Können seine natürliche Grenze findet. Und wenn wir nun unter den leichter hervor­zubringenden Werken der Malerei Umschau halten, wo sind da in Vergangenheit und Gegenwart den männlichen Leistungen ebenbürtige Erfolge? Ein paar Blumenmalerinnen im alten Holland, einige Portraitmalerinnen des achtzehnten Jahr­hunderts, später eine Thiermalerin, wie Rosa Bonheur äußerst selten findet sich eine Figur- oder Historienmalerin, die den Ansprüchen genügt. Die Gegenwart zeigt uns ja eine große Anzahl von Portrait- und Landschaftsmalerinnen, die zum Theil ganz Gutes leisten. Mehr wird man bei einiger Sorgfalt des Urtheils nicht sagen dürfen und man kann ja auch den Einwand gelten lassen, daß nicht alles, was Frauen thun, ausgezeichnet zu sein braucht. Dafür darf man sich dann aber auch nicht der wenig erfreulichen That- sache verschließen, daß die meiste Waare unter Mittelwerth eben Frauenarbeit ist.

Auch hier werden die Frauen sagen, der Grund liege nicht in der geringeren Begabung, sondern darin, daß ihnen die Wege nicht offen stehen, die die Männer zu ihrer Aus- bildung wählen können. Und darin liegt viel Richtiges, so wenig es sich auch ändern läßt. Denn richtig sehen und scharf zeichnen lernt der Künstler, welches Spectalfach er auch

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Bekanntlich haben unsere Vorsahren viel Nachdenken und Experimente auf das Problem verwendet, selbstständiges physisches Leben auf chemischem Wege herzustellen. Als nun einmal ein Abbe den Damen eines Pariser Salons in der Ausklärungszeit die neuesten Fortschritte auf dem Wege zur Erzielung deS Homunculus auf daS Beredteste entwickelt hatte, entgegnete eine schlagfertige Marquise:Mein lieber Abbe, wenn das auch alles möglich wäre, glauben Sie mir, man wird immer wieder zu der alten Methode zurück- kehren."

Ganz dasselbe gilt meiner Ueberzeugung nach von der Arbeit der Frauen. Einzelnen von ihnen wird wohl auf jedem der tm Vorhergehenden betrachteten Wege geholfen werden können- aber nach einer Lösung der Frage sieht daS wahrhaftig nicht aus. Es bleibt also dabei, daß jeder prac- tische Versuch, die Frage zu behandeln, da einsetzen muß, wo­hin der Frau besondere Vorzüge und ihre Stellung in der historischen, von Gott gewollten Lebensordnung weisen. Die Frauen sind nicht bloß in äußeren Fertigkeiten, die sie selbst leider oft für etwas Untergeordnetes ansehen, sondern vielfach auch in gelstigen Eigenschaften, in Gefühl, Tact, Intuition, den Männern, sogar ihren Männern überlegen, wovon sich jeder bei einiger Beobachtung leicht überzeugen kann. Warum wollen sie da, wo Männer ihre Stärke haben, mit schwächeren Leistungen in den Wettkampf treten und, was sie etwa ge­winnen, jenen nehmen, während der Werth ihrer eigenen Arbeit der Frau selbst am besten zu Gemüth geführt werden mag an der empfindlichen, durch nichts anderes auszusüllenden Lücke, welche entsteht, wo sie einmal fehlt! Jede Bestrebung, die sich von diesen Voraussetzungen entfernt, greift über die grundlegenden Bedingungen hinaus und kann nur ein er­zwungener Nothbehelf sein. Am allerwenigsten darf hier, wenn die Bewegung auf Beifall rechnen will, der Ewan- cipationssport sich einrichten! Und so mögen denn hiermit unsere Bemerkungen schließen, die jederzeit, wenn es an­gemessen scheint, mit umfaffenderem Maierial und unter neuen Gesichtspunkten wieder ausgenommen werden können.

M. 158 Zweites Blatt

Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

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I später pflegen mag, nur an dem lebenden menschlichen Körper, an demAct", weil nur da auch der kleinste Fehler sofort controlirbar ist. Die Schule steht freilich den Frauen nicht ohne weiteres offen und es ist bester so und mag bei uns in Deutschland immer so bleiben. Wollen sie trotz dieser Erkenntniß und mit geringeren Leistungen zufrieden, die Con- currenz mit den Männern wagen, wohlan! Aber nur in den seltensten Fällen wird es zur Begründung eines sicheren Berufes führen. Und hier kann auch keine Förderung

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