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9.5.1894 Erstes Blatt
 
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Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 7.Mai. Die dritte Conferenz der Central- sstelle für Arbeiterwohl'fahrtseinrichtungen wurde heute Vormittag hier eröffnet. Anwesend sind eine Anzahl höherer Ministerialbeamten, die Professoren Schmoller- Berlin und Hitze-Münster und Vertreter großer industrieller Etablissements. Unterstaatssecretär a. D. Herzog eröffnete die Versammlung. Profesior Schäfer - Hannover referirte über das Sparkaffenwesen in seiner Bedeutung für die Arbeiterwohlfahrt. Versicherungs-Director Drape-Hannover hatte ein umfangreiches schriftliches Referat über das Spar­kaffenwesen eingesandt. Geheimrath Sydow befürwortete die Postsparkaffen.

Madrid, 6. Mai. Ein Trupp von ungefähr achtzig Socialiften empfing den Ministerpräsidenten Crispi bei dessen Vorbeifahrt mit Pfeifen, worüber das übrige Publikum feinen Unwillen äußerte und Crispi eine lebhafte Kund­gebung bereitete.

Madrid, 7. Mai. Der nach Lissabon entsandte ärztliche Delegirte Spaniens giebt in einem Berichte an die Regierung der Befürchtung Ausdruck, daß die Cholera sich weiter ausbreiten würde, wenn die portugiesische Regierung nicht energische Maßregeln ergreife. Die spanische Regierung beschloß, daß mit der Eisenbahn ankommende Reisende aus Portugal an der Grenze umsteigen müssen.

Ediuburg, 7. Mai. - Anläßlich des Besuchs der deutschen Flotte, welche in zwei Abteilungen am 15. und 18. d. M. eintrifft, beschloß der Stadtrath 1000 Pfund Sterling zu bewilligen, um zu Ehren jeder Abtheilung einen Ball zu veranstalten.

Depeschen deS BuresuHerold".

Spandau, 7. Mai. Der Ort Gatow steht seit heute früh in Flammen. Der Kaiser begab sich nach der Brand­stelle- die Spandauer Garnison und die Berliner Feuerwehr sind alarmirt.

Lyck (Ostpr.), 7. Mai. In dem Orte Grajewo an i der russischen Grenze fand zwischen den bei den Kasernen- ! bauten beschäftigten Arbeitern und mehreren polnischen Händ- I lern ein heftiger Zusammenstoß statt. Die Arbeiter! drangen in die Häuser ein, zerschlugen die Thüren und Fenster und plünderten die Kaufläden. Es wurde Militär requirirt, welches mit blanker Waffe vorging und die Tumul- ruanten zerstreute. Bier Personen wurden getödtet, gegen 100 mehr oder minder schwer verletzt.

Thorn, 7. Mai. In den Gouvernements Plozk, Kowno und Radom wurden während des Monats April amtlich 115 Erkrankungen und 49 Todesfälle an asiatischer Cholera constatirt.

Wien, 7. Mai. Aus Petersburg kommt die Nach­richt, das Kriegsministerium habe den Bau einer Kaserne in der westlichen Bezirksstadt Ripin verfügt. Das bisher in Biszun garnisonirende Dragonerregimenr soll dorthin ver­legt werden. Nach einer Verfügung des Czaren sind die Krsim ko faken auch in diesem Jahre vom Militärdienste befreit.

Budapest, 7. Mai. In den hiesigen katholischen Kirchen wird heute gegen die Einführung der Civilehe gebetet.

Graz, 7. Mai. Aufsehen erregt die Auskunft des hiesigen Stadtcommandanten Barons Reinländer, welche dieser einem Mitgliede des Vereins der Schöckelsreunde auf deffen Aeußerung, daß nur durch Hilfeleistung Seitens des Militärs in großem Stile zu den in der Lueglochhöhle Ein- geschlossenen vorgedrungen werden könne, gegeben hat. Reinländer weinte, er müffe erst Weisungen der politischen Behörde abwarten, so lange solche nicht erfolgt seien, könne er nichc helfend etngreisen.

Paris, 7. Mai. Bei der gestrigen Kundgebung zu Ehren der Jungfrau von Orleans erregte ein in der Pyra- midenstraße errichteter Triumphbogen, welcher die Inschrift: Das dankbare Volk feiert das glorreiche Andenken der Jung, frau von Orleans" trug, deßhalb besonders großes Aufsehen, weil an dem Bogen eine große Photographie, umgeben von einem Lorbeerkranz und Fahne, angebracht war, welche Elsaß- Lothringen in Trauer darstellte.

Newyork, 7. Mai. Infolge des sich weiter ausbreitenden Bergarbeiterausstandes ist in den Staaten Missouri, Pennsylvanien und Illinois Kohlenmangel eingetreten. Mehrere große Etablissements mußten bereits ihren Betrieb einstellen und die Arbeiter entlassen. Man hegt die Be­fürchtung, daß in den nächsten Tagen die Städte kein Licht mehr haben werden.

Die in der Lrrelochhöhle eingeschlossenen Höhlenforscher

sind gestern, nach rund 200stündiger Abgeschlossenheit und qualvoller Ungewißheit über ihr Schicksal wieder ans Tages­licht befördert worden. Der in vor. Nr. veröffentlichten Privatdepesche, welche die Rettung als zweifellos bezeichnete, ist bald eine zweite mit der erfreulichen Nachricht gefolgt, daß das Rettungswerk nach saft übermenschlichen Anstreng­ungen gelungen ist. Wir erhielten folgende Nachricht:

Graz, 7. Mai. Die Höhlenforscher wurden Mittags durch den Forstadjuucten Putik aus Licht gebracht. Das Aus­sehen derselben war schrecklich, sie fielen sofort in Ohnmacht. Großer Jubel herrscht über die Errettung.

Ueber die Rettungsarbeiten berichtet dieFrkf. Ztg." wie folgt:

Graz, 7. Mai. Um 10 Uhr heute Vormittag wurden bei den Rettungsarbeiten an der "Lue loch höh le die Dämme geschlossen und um 11 Uhr der letzte Sprengschuß abgefeuert. Es traten Hauptmann Steindl, der berühmte Taucher, der ehemalige Unteroffizier Rudolf Fischer, Fröhlich und Brunello,

sowie der Forstadjunkt Putik, Bergverwalter Setz und einige Pioniere in die Oeffnung. Fischer zog, bis über die Kniec im Wasser stehend, das nur eine Temperatur von 6 Grad Celsius hatte, einen Baumstamm, das letzte Hinderniß heraus. Im Augenblick fällt ein Ächtschimmer in die Höhle und der Ruf Hoihoi! schallt heraus. Nun wußte man, daß jenseits lebende Wesen seien. Man fragte, wie es ihnen geht- sie antworteten: Wir sind alle ganz wohl. Die Eingeschloffenen waren infolge der Sprengungen heruntergestiegen und dicht an die Wand gekommen, sie sagten: Wir alle sieben sind am Leben, haben Licht und noch etwas Proviant. Darauf wurden ihnen auf einem Baumast Kerzen und 7 Flaschen Milch mit Cognac hineingereicht. Man konnte jedoch noch nicht eindringen und fuhr mit den Sprengungen fort, nachdem man die Eingeschloffenen aufgefordert hatte, zurückzutreten. Fischer bekam dabei Schüttelfrost. Um 4 Uhr 35 Minuten wurden die Eingeschlossenen Höhlenforscher aus der Höhle ins Freie gebracht. Sie befanden sich bis auf einen, den man tragen mußte, in merkwürdig gutem Zustande, trotzdem sie 200 Stunden lang lebendig begraben waren. Als die Rettungs-Expedition sich zeigte, brachen die zahlreichen An­wesenden in Jubelruse aus und es spielten sich herzerhebende Scenen ab. Putik hob den Bergverwalter Setz auf die Schulter.

Graz, 7. Mai. Der Genie-Unterosfizier Rudolf Fischer, der zuerst die Ein geschlossen en auffand, ist von Beruf Tischler, 31 Jahre alt'Änd in der Grazer Waggonfabrik be­dienstet. Carl Zwaier, einer der Geretteten, erzählt, daß die Gesellschaft in der Nacht vom Samstag auf Sonntag 70 Meter in der Höhle fortwanderte und den Rückweg an­treten wollte, was wegen des eingetretenen Hochwassers un­möglich war. Am Dienstag entdeckten die Eingeschlossenen, die sich in der oberen Höhle ganz gut befanden, die von den Rettern am Sonntag hineingegebene Kiste mit Nahrungs­mitteln, die das Wasser gehoben hatte. Dadurch ermuthigt, theilten sich die Eingeschlossenen die Nahrung und Kerzen ein und waren guten Muthes. Nur der junge Realschüler war verstimmt. Er scheint allein sehr gelitten zu haben, als die Rettung auf sich warten ließ. Auch die übrigen waren ver- , stimmt und erst durch die Dynamitschüsse schöpften sie wieder > neue Hoffnung. Zwaier gesteht ohne Weiteres, daß die Rivalität zwischen den VereinenSchökelfreunde" undHöhlen­freunde" die Gesellschaft veranlaßte, bei dem unsicheren Wetter die Höhlenfahrt zu unternehmen. Zwaier ist so munter, daß er zu Fuß nach Graz gehen wollte.

Wien, 7. Mai. Die Rettung der in der Lueloch- höhle Eingeschlossenen rief' bei den vor der Höhle Ver­sammelten den größten Jubel hervor. Als ein vom Kaiser an den Statthalter gerichtetes Telegramm, worin er seiner Freude über das mit so glücklichem Erfolg vollzogene Rettungswerk Ausdruck giebt, bekannt gegeben wurde, brachen die Anwesenden in stürmische Hochrufe aus. Ueber die eingeschlossen gewesenen Personen theilt dasNeue Wiener Tagebl." folgende Einzelheiten mit: 1. Der Ob­mann der Gesellschaft Josef Fasching, Angestellter der Gasfabrik, 43 Jahre alt, verheirathet- 2. I. Oswald, Riemergehilfe, 21 Jahre alt, ledig- 3. I. Fölzmann, Berufsgenosse des Vorherigen, etwa 20 Jahre alt, ledig - 4. Carl Zwaier, Buchhandlungsgehilfe bei der Firma Wagner, 29 Jahre alt, seit einem Jahre verheirathet. Seine Frau befindet sich in gesegneten Umständen und weilt in Semriach- 5. I. Maier, 20Jahre alt, ledig- 6. F. Kurz, Maler, 28 Jahre alt, ledig sämmtliche bisher Genannten Mitglieder der Gesellschaft und 7. der 17jährige Real­schüler Heid, der erst nach laugen inständigen Bitten die Erlaubniß erhielt, sich der Expedition anzuschließen und der sich auf die Abenteuer, die ihnen in der Höhle begegnen könnten, kindlich freute. Die Majorswittwe Zwaier, deren Sohn sich unter den Eingeschlossenen befand, ist, wie Baron Mundy demW. Tagebl." meldet, in Semriach wahnsinnig geworden und mußte in das Beobachtungszimmer nach Graz überführt werden. Es ist dies dieselbe unglückliche Frau, welche durch wiederholte telegraphische Depeschen die Hilfe des Kaisers sich erbeten hatte und deren Bitten auch stets Gehör fanden._____________--

Cocales unb ^provinzielles.

Gießen, den 8. Mai 1894.

* * Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht: am 1. Mai den Land­richter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Hermann Sandmann zum Landgerichtsrath bei diesem Gericht- am 5. Mai den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Oppenheim vr. Wilhelm Wagner zum KreiSamtmann bei dem Kreisamt Dieburg und den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Dieburg Heinrich Jrle zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Oppenheim zu ernennen.

* * Zur DiezFeier. Der Universität gingen aus Anlaß der am Samstag abgehaltenen Diezfeier folgende Tele­gramme zu:

Der Universität Gießen sendet zur Feier des hun­dertsten Geburtstages des Altmeisters romanischer Sprachforschung Friedrich Diez die herzlichsten Glückwünsche

Der academisch-neuphilologische Verein zu Bonn.

An der heute im Geburtsorte des großen Meisters veranstalteten Diezfeier nimmt der Verein für neuere Sprachen zu Cassel freudigen Antheil und sendet allen Festgenossen herzlichen Gruß.

Director Dr. Quiehl, Vorsitzender.

* * Wegen Kindesmord wurde gestern eine Dienstmagd aus Lollar gefänglich eingezogen. Dieselbe hatte ihr neugeborenes Kind in Lumpen eingewickelt und dann im Bett erstickt.

* * Unfug. Gestern Abend warf am Kanzleiberg ein Junge mit einem Stein nach einem Pferd. Das Pferd schlug aus und traf einen anderen Jnngen an den Kopf, so daß er eine nicht unbedeutende Wunde davontrug und in ärztliche ! Behandlung gegeben werden mußte.

* Ueberfahren. Gestern Vormittag wurde in der Dammstraße ein Knecht von seinem Fuhrwerk überfahren. Er wurde in die Klinik verbracht.

* * Sachbeschädigung. In der Wallthorstraße und am Lindenplatz wurden in verflossener Nacht mehrere Fenster­scheiben eingeschlagen. Der Thäter wurde abgefaßt und wird sich wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben.

* * Diebstahl. Vor einigen Tagen wurden einer Dienst­magd 8 Mk. aus dem Koffer gestohlen. Heute wurde der Dieb in der Person eines schon zweimal vorbestraften Lehr» lings verhaftet.

* * Zur Rekrntenaushebung schreiben dieHamb. Nachr.": Wie wir vernehmen, hat die vorjährige Aushebung einen Ueberschuß von Rekruten ergeben und das Kriegs­ministerium zu der Anweisung veranlaßt, daß beim dies- jäbrigen Aushebungsgeschäft von der Zurückstellung wegen zeitlicher Untauglichkeit nach Möglichkeit ausreichender Gebrauch gemacht werden soll, damit der Ersatz durchaus brauchbar und kräftig sei und eine Abnahme der Zahl der Wieder­entlassungen wegen Dienftuntauglichkeit erzielt werde."

* Laudwirthe! Versichert die Feldfrüchte gegen Hagel- schlag! Der ist des Landmanns allergrößter Feind, denn im Nu ist er im Stand, seine ganze Hoffnung zu ver­nichten, die blühenden Saatfelder in eine Trümmerstätte zu verwandeln. Die Hagelversicherung ist es, die den Versicherten für den erlittenen Verlust gegen einen geringen Betrag entschädigt, und obwohl die Erkenntniß von deren hochwichtiger Bedeutung immer breiteren Boden gewinnt, so sind es namentlich die Kleinbauern, die der Einrichtung gleichgültig, ja mißtrauisch gegenüberstehen. Mit dem Lesen dieses Artikels allein ist es nicht gethan wer noch nicht ^sichert hat, der soll die Versicherung sofort bei der geeigneten Stelle anmelden.

** Das Legen von Gift auf einem Saatacker, um die denselben besuchenden Hühner zu beseitigen, ist unerlaubte Selbsthilfe. Werden dadurch Hühner vergiftet, so macht sich der Betreffende einer strafbaren Sachbeschädigung schuldig, die mit Geldstrafe bis zu 1000 Mark oder Gefängniß bis zu zwei Jahren bedroht ist- fallen dagegen Singvögel dem ausgelegten Gift zum Opfer, so tritt Bestrafung gemäß § 2c und § 3 des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1888, betr. den Schutz von Vögeln, ein. Die Strafe würde in diesem Falle in Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder in Haft bis zu. sechs Wochen bestehen können.

E. Echzell, 6. Mai. Eine recht angenehme Erb» schäft hat eine Familie in unserer Nachbargemeinde Bingen­heim gemacht. Es handelt sich dabet zwar nicht um eine Million, wie die Erbschaften aus England und Amerika in der Regel aufgebauscht werden, wohl aber um einige Tausende, die ganz sicher sind. Vor einem Vterteljahrhundert wanderte eine Frau nach England aus und verheirathete sich dort, es ging ihr gut und sie legte etwas zurück. Ihr Mann und sie starben ohne Leibeserben und jedes der Eheleute vermachte seinen Antheil an dem Erworbenen an seine Verwandten. Der Theil beträgt etwa vierundzwanzig Tausend Mark. Die vier Geschwister der Erblasserin erhalten alsbald je tausend Mark, die verbleibenden zwanzig Tausend werden reservirt und verzinslich angelegt, bis über ein seit Jahren verschollenes Familienmitglied Bestimmtes festgeftellt ist. Kommt dieses Mitglied nicht mehr zum Vorschein, so gehen die zwanzigtausend Mark wieder in vier Theile.

§ Aus dem Kreise Alsfeld, 7. Mai. Die Besserung dec Rindviehpretse, hervorgerufen durch die verbesserten Futter­aussichten nach den letzten Regenfällen, hat sogleich wieder ein weiteres Steigen der Rindfletschpreise nach sich gezogen. Das Piund Rindfleisch, das seither 60 Pfg. gekostet, gilt bereits 64 Pfg. Das ist eine bemerkenswerthe Differenz zu den Preisen des Winters, während dessen man nur 40 Pfg. für das Pfund bezahlte. Voraussichtlich aber bleibt es nicht bei dieser 60 o/gigen Steigung, sondern wird, da das Rindvieh zum Verkaufe mit dem Beginn der Grünfütterung noch seltener wird, noch mehr in die Höhe gehen.

Darmstadt, 7. Mai. Handelsnotiz. Das Bahn- consortiumBachstein und DarmstädterBank hat seine verschiedenen Straßen- und Außenbahnunternehmungen in eine Actien- gesellschaft umgewandelt.

Zwingenberg, 4. Mai. Eine exemplarische Bestrafung nahmen dieser Tage mehrere Bensheimer Fortbildungsschüler am hiesigen Schöffengericht entgegen. Dieselben beleidigten auf dem Heimweg von der Schule einen jüngeren Lehrer in roher Weise. Sie müssen ihre Ausschreitungen mit 3 Wochen, bezw. 14 und 8 Tagen Haft büßen.

Aus Rheinhessen, 7. Mai. Die Fröste der letzten Nächte haben nach den vorliegenden Nachrichten in der hiesigen Gegend, hauptsächlich in den Gemarkungen Kastel, Kostheim und in den Niederungen von Hochheim beträchtlichen Schaden an Weinbergen und Obstanlagen verursacht. In den be­rühmten Gemüseorten Gonsenheim, Mombach und Budenheim ist nur wenig von den Folgen des Frostes wahrzunehmen, gleich wie in den Weinorten Laubenheim, Bodenheim, Nacken­heim, Nierstein und Oppenheim kaum etwas von den Wirkungen der kalten Nächte in den Weinbergen und Weingärten gefunden werden kann. In Oppenheim hat man in zwei Nächten durch gewaltige Raucherzeugung den bei sinkender Temperatur sich bildenden Reis erfolgreich verjagt, wozu die Bewohner durch Allarmschüsse aus dem Schlaf geweckt wurden.

Mainz, 7. Mai. Die hiesigen Antisemiten haben gegen die Aufstellung eines Heinedenkmals hier jetzt auch eine Eingabe an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet. Das Denkmal-Comite hat inzwischen der Bürgermeisterei die Mittheilung zukommen lassen, daß, falls die Finanzfrage Schwierigkeiten mache, man sich mit der Aufstellung einer Büste begnügen werde. Der Centralausschuß für daS elfte deutsche Bundesschießen hatte vor einiger Zeid

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