* Die Zahl der Geistlichen, die im deutschen Reiche berufen find, für das Seeienheii des Volkes zu sorgen, beträgt nach den statistischen Feststellungen des letzten Jahres nicht weniger als 30 250, wovon 15050 der evangelischen uad 15 200 der katholischen Confession angehörcn. ES amliren evangelische Geistliche: in Bayern und Württemberg 2000, in Pommern und Brandenburg (mit Berlin) 2000, in Westfalen, der Rheinprovinz und Hessen 1800, in der Provinz Sachsen 1700, in Hannover und Schleswig- Holstein 15U0, in Braunschweig und den sächstschen Fürsten- thümern 1400, im Königreich Sachsen 1200, in Baden, Elsaß-Lothringen und dem Grogherzogthum Hessen 1800, in Posen und Schlesien 1050, in Ost- und Westpreußen 650 und in den freien Hansestädten 650. Die Geistlichkeit der katholischen Kirche vertheilt sich in Deutschland wie folgt: Bayern 5000, Westfalen und Rheinland 3750, Hessen, Elsaß- Lothringen 2000, Königreich Sachsen, Württemberg, Baden 1550, Posen und Schlesien 1550, sächsische Fürstentümer, Schleswig - Holstein, Hansestädte, Oldenburg 550, Ost- und Weftpreußen 550, Brandenburg, Pommern und Sachsen 200.
* Lebensalter bet preußischen Staatsmiuister. Fürst Hohenlohe zählt 75, v. Schelling 70, Miquel 65, Thielen 62, Bosse 62, v. Boetricher 61, Bronsart v. Schellendorf 61, v. Köller 53, v. Marschall 52, v. Berlepsch 51 Jahre.
• Auf der jetzt stattgefundenen großen Ausstellung für Kochkunst und Volksernährung in Frankfurt a. M. wurden in der Diätischen Gruppe „Bolero Fleisch.Pepton", sowie da8 fluffige und feste „Bolero Fleisch-Extract" von der Firma Türk & Papst mit der goldenen Medaille prämiirt. Es ist dies die höchste Auszeichnung, welche für Fleisch- Präparate ertheilt wurden. Allgemeine Anerkennung fand Boleros flüssiges Fleisch-Extract, welches zur Anfertigung und Verbesserung einer wirklich pikant schmeckenden und billigen Fleischbrühe dient. Auch wurde der Nährwerth und die practische Verpackungsart des Bolero Pepton besonders lobend hervorgehoben.
♦ Ein Trinker-Testament. In Os weg o bei New-York schrieb ein Trunkenbold folgende Zeilen nieder, ehe er sich
da« Leben nahm: Ich hinterlasse der Gesellschaft einen schlechten Ruf, ein böseS Beispiel und ein Gedächtniß, das bald vergessen sein wird. Meinen Eltern hinterlasse ich so viel Kummer, als sie in ihrer Schwachheit noch gerade tragen können. Meinen Brüdern hinterlasse ich so viel Scham und Aerger, al- ich möglicherweise über sie bringen konnte. Meiner Frau hinterlasse ich ein gebrochenes Herz und ein Leben der Schande. Jedem meiner Kinder vermache ich Armuth, Unwissenheit, Kränklichkeit, einen schlechten Character und das Bewußtsein, daß ihr Vater ein Säusergrab füllt.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.
44. Woche. Dom 28. October bis 3. November 1894.
Einwohnerzahl: cnpcnommat zu 22100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 35,29»/») bezw. 23,53 nach AuSfchl. der Ortsfremd«.
Kinder
ES starb« an: Zusamm«: Erwachsene: im vom
l.LebmSjahr: 2.-15. Jahr:
Lungmschwindsucht
4 (2)
4 (2)
—
—
Tuberkulose anderer
Organe
2
1
1
—
Akute Erkrankungen der AihmungS-
Organe
2 (1)
1 (1)
1
—
Gebirnschlagfluß
Erkrankung« des
1
1
—
Herz«s
1
1
—
—
Darmcatarrh und
Brechdurchfall
1
—
1
—
Lebensschwöche
1
—
1
—
^teubildungen
1 (1)
1 (1)
—
—
Sonstige benannte
Krankheit«
1 (1)
1 (1)
—
—
Selbstmord
1
1
—
—
Summa:
15 (5)
11 (5)
4
—
Anm. Die in Klamme« gesetzt« Ziffern geben an, wie viele
der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach
Gieß« gebrachte Kranke komm«.
Frankfurter Stadttheater.
Zwischen der berühmten italienischen Tragödin Frau Eleonore Düse und der Intendanz des Frankfurter Schauspielhauses ist soeben eine Vereinbarung getroffen worden, wonach die Künstlerin Mitte November an etwa drei Abenden auftritt. Die erste Gast
vorstellung, in einer der glänzendsten Rollen der ausländisch« Künstlerin, die Eamelien - Dame von Dumas, findet Donnerstag d« 15. statt. Platzbestellungen werden von heute ab an der Kasse deS Schauspielhauses entgegengcnommen.
Kirchliche Anzeigen her evang. Gemeind«.
Donnerstag den 8 November, Abends 8 Uhr. im Turnsaal der neuen Sladtknabcnschule Bidelstuude. (Das Gleichnih vom verlorenen Schaf und verlorenen Groschen, Luc. 15, 1—10.) Pfarr- vermalter Dr. Grein.
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erzielt man nur, wenn die Annoncen zweck» M Md HS 'M I mäßig abgefaßt und typographisch ange»
I V ▼ ▼U messen aurgestatiet sind, ferner die richtige» Wahl der geeigneten Zeitungen ge- hntrit 1 tltintiretl troffen wird. Um dies zu erreichen, wende UUlll) £MlllUUllU man sich an die Annoncen-ExpedUwn Rudolf lUoAHe, Frankfurt a.M., und Mannheim ; von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kosten, ftei ertheilt, sowie Jnseraten-Entwürse zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original-Zellenpreise der Zeitungen unter SeroiUu gung höchster Rabatte bei größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Institutes neben den sonstigen großen Bo'theilen eine ^rsparnitz an Jnserationskosten erreicht wird. 674b
Vertreter am hiesigen Platz: Heinrich Wallach, Kaufmann
— Auszeichnung. Wie wir soeben erfahren, erhielt die Firma Friedrich Engelharot, Cichorien- und Fruchtkaffee-Fabriken in Rüsselsheim a. M., auf der Ausstellung für Kochkunst, Volksernahrung und Armeeverpflegung in Frankfurt a. M. die goldene Medaille (höchste Auszeichnung in der Brancbr.). — Dieselbe Firma würbe in diesem Jahre ferner prämiirt in Darmstadt. Antwerpen und Kiel mit Ebrendtplom und goldener Medaille, gewiß ein Beweis für die Vorzüglichkeit ihrer Fabrikate. L842b
— «ine stutzerst dekorative Neuerung hab.n die Gas^ ofen der Firma I. G. Houben Sohn Carl, Aachen erfahren durch Anwendung eines (gesetzlich geschützten) eigenartigen Mu chel- ) Reflectors von geradezu frappirender Wirkung. Näheres eriahrt man aus dem Prospect, welcher gratis geschickt wird. 6154
s
Verdingung.
Die zur gärtnerischen Anlage des Platzes vor dem Hotel Kühne am Bahnhof erforderlichen Fuhrleiftungen sollen
Samstag, den 10. d. Mts., Vorm. 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte vergeben werden.
Voranschlag und Bedingungen liegen zur Einsicht offen, auch sind vorgeschriebene Formulare für Angebote, die bis zum obigen Termine, bet Dem Stadtbauamt einzureichen sind, dort erhältlich.
Gießen, den 5. November 1894.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
9130____________ _____Gnauth. _____________
Versteigerung von Birkcnieisig.
Freitag den 16. November I. I., Vormittags 11 Uhr, wird bei Gastwirth Zahrt zu Maulbach das Birkennutzreisig aus den Domanialwaldungen zur Selbsternte versteigert; außerdem kommen noch 255 rm Birkenreisig in Schichthaufen zum Ausgebot. Unbekannte Steigerer wollen sich vor der Versteigerung über ihre Zahlungsfähigkeit auswetsen. Auskunft ertheilen die betr. Forstwarte.
Maulbach, 6. November 1894.
Großh. Oberförsterei Maulbach.
9143______________ Nut ho._________
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für 1895/96 liegt vom 9. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen.
Heuchelheim, den 7. November 1894.
Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim.
______________________Kreiling. _________________9146
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Münster für 1895/96 liegt vom 8. bis 15. d. Mts. auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen.
Münster, den 6. November 1894.
Großh. Bürgermeisterei Münster.
____________________G ontrum.___9140
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Göbelnrod für 1895/96 liegt vom 9. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei- Büreau zur Einsicht der Interessenten offen.
Göbelnrod, den 6. November 1894.
Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod.
9144__Wilhelm.__
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M. Weiner.
Großherzoglich BberheMchc Eisenbahnen.
Die Ausführung der Erd» und Maurerarbeiten, sowie der Steinbauerarbeiten für das dahier zu errichtende neue Werk- stätten-Hauptgebäude soll vergeben werden. Dem Ausschreiben liegen die im Wege des Buchhandels zu beziehenden ^Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen", sowie die „Allgemeinen Vertragsbestimmungen für die Ausführ, ung von Staatsbauten" im Großberzog- thumHeffen vom Jahr 1892'93 zu Grunde. Die ferner maßgebenden allgemeinen und speciellen Bedingungen, sowie die Unterlagen für die Angebote, enthaltend den Umfang der einzelnen Arbeit« und für die Ausfüllung der Einbeitspreise vorbereitet, desgleichen die Zeichnungen, liegen in dem Baubureau am Riegelpfad dahier (bei dem Warterhaus Nr. 1 der Linie Gießen-Gelnbausen) zur Einsichtnahme auf; erstere können auch durch unser Sekretariat gegen franktrte Einsendung von 60 H pro Exemvlar bezogen werden.
Angebote, versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 28. November d. I. bei uns einzureichen
Gießen, 2. November 1894.
9072 Grobherzogliche Direktion.
Donnerstag den 15. Novbr.,
Nachmittags 21/, Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die dem Herrn LouiS Flett gehörigen Grundstücke, welche in Nr. 245, 248, 250 des hiesigen Anzeigers näher bezeichnet sind, guf dessen Wunsch wiederholt und zwar zum letzten Mal versteigert und kann bei annehmbarem Gebote der Zuschlag baldigst ertheilt werden. 9156
Im Auftrag:
K. Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
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