Cholerawäsche soll nur dann zur Reinigung angenommen werden, wenn dieselbe zuvor desinficirt ist.
18) Andere Schutzmittel gegen Cholera, als die hier genannten, kennt man nicht, und es wird vom Gebrauch der in Cholerazeiten regelmäßig angepriesenen medicamentösen Schutzmittel (Choleraschnaps u. s. w.) ab- gerathen.
Nerrefte
Wolff» telegraphische» Korrespondenz-Bur r«w.
Berlin, 6. September. Professor von Helmholtz erlitt heute einen neuen Sch lag an fall. Der Zustand ist bedenklich.
Köln, 6. September. Die „Köln. Ztg." meldet aus Petersburg: Gegenüber verschiedenen Gerüchten über die Krankheit des Kaisers wird bestunterrichteterseitS versichert, Sacharjin halte daran fest, hinreichende Ruhe und Schonung würden den Kaiser in verhältnißmäßig kurzer Zeit wieder vollständig Herstellen. Sacharjin soll hauptsächlich nach Bojelowesch mitgereist sein, um daselbst den vom Kaukasus kommenden Großsürften Georg nochmals zu untersuchen.
Königsberg, 6. September. Bei dem heutigen Manöver trat das Nordcorps zuerst bei Wernsdorf mit dem Feind in Berührung. Der commandtrende General v. Werder entwickelte während des Vormarsches die zweite Division nördlich von Wernsdorf und ließ die Corpsartillerie auffahren, die kräftig in den Kampf eingriff. Das Gros der Süd- divlfion nahm inzwischen bei Tharau auf den Höhen von Ernsthof Stellung, die das Nordcorps mit drei Brigaden energisch angriff. Während der Kampf hier stockte, eroberte das Nordcorps das Defilv von Tharau, wobei die Infanterie bis an den Leib im Wasser den Frischingfluß durchschritt. Die Cavalleriedivision ging mit dem linken Flügel vor. Das Nordcorps erstürmte den Galgenberg, und der Tag war somit zu Gunsten des Nordcorps entschieden. Um 3y2 Uhr kehrten der Kaiser, der König von Sachsen und Prinz Albrecht m die Stadt zurück. Die Kaiserin war Vormittags ebenfalls m das Manövergelände gefahren. — Der Kaiser verlieh dem 10. Dragonerregiment den NamenSzug des Königs von Sachsen auf den Epauletten und Achselklappen. Der Köni.'g von Sachsen nimmt an dem ihm zu Ehren veranstalteten 1 Diner des Osfiziercorps Theil und tritt nach dem Diner die Rückreise an. Heute Nachmittag 4 Uhr 50 Min. trafen der König von Württemberg und Herzog Albrecht von Württemberg hier ein und wurden im Schloß vom Kaiserpaar herzlichst empfangen.
Paris, 6. September. Die indirecten Staatseinnahmen blieben im August hinter dem Voranschlag um 73/4 Millionen Francs zurück, darunter die Zölle um 3,420,000 Francs.
WB. Königsberg, 7. September. Bei der gestrigen Galatafel toastete der Kaiser auf den König von Württemberg, welcher dankend erwiderte. Sodann toastete der Kaiser auf die Provinz Ostpreußen, indem er ausführte, er habe mit Kummer bemerkt, daß seine besten Absichten gegenüber der Landwirthschaft mißverstanden, sogar Worte der Opposition laut geworden seien. Die Opposition der preußischen Adeligen sei ein Unding, der Adel müsse den König mit Vertrauen unterstützen. In den letzten 4 Jahren seien für Ost- und Westpreußen 110 Millionen aus allgemeinen Staatsmitteln aufgewendet, das Königliche Versprechen also gehalten worden. Der Kaiser forderte zum Kampfe für Religion, Sitte und Ordnung gegen die Parteien des Umsturzes auf; möge der Adel ein leuchtendes Vorbild für den noch zögernden Theil des Volkes werden.
Depeschen deü Burr»u „Herold''.
Berlin, 6. September. Der „Reichsanzeiger" veröffent- licht eine größere Anzahl von Ordensverleihungen anläßlich der Anwesenheit des Kaisers in der Provinz Ostpreußen.
Berlin, 6. September. Der StaaiSsecretär v. Bötticher ist nach Beendigung eines mehrwöchigen Urlaubs gestern wieder in Berlin eingetroffen und hat seine Amtsgeschäfte wieder übernommen. Es verlautet, der Rücktritt v. Böttichers sei nur eine Frage der Zeit.
Berlin, 5. Sept'wber. In Ri eßen bei Guben brach in einem Bauerngehöst, in dem Mannschaften des 4. Garde- Regiments einquartirt waren, Feuer aus. Das Feuer verbreitete sich in dem Raume, in denk die Soldaten schliefen, so schnell, daß dieselben sich in ihrer Schlaftrunkenheit nicht zurechtfinden konnten. Zwei, Klopp von der 9. und Mar- tcnsen von der 12. Compagnie, verbrannten, während ein Unteroffizier, ein Gefreiter und ein Gemeiner schwere Verletzungen erlitten.
Torgau, 6. September. Wie das Reichsgesundheitsamt feslgestcllt hat, ist hier auf einem Elbekahn ein Schiffer an Cholera gestorben.
München, 6. September. Die „M. N. N." theilen mit, Hauptmann von Kreß zu Kressenstein sei an einem Sch lag an fall gestorben. Die Nachricht, es sei auf denselben ein scharfer Schuß abgegeben worden, bewahrheitet sich nicht.
Glatz, 6. September. Einer Meldung der „Glatzer Zeitung" zufolge haben österreichische Artilleristen sich arge Ausschreitungen in dem preußischen Dorfe Steinbach zu Schulden kommen lassen. Die Wirthschaft wurde mit Steinen bombardirt, der Wirth mißhandelt. Die österreichische Militärbehörde leistet Genugthuung und Schadenersatz und hat die Bestrafung der Schuldigen veranlaßt.
Budapest, 6. September. Der ungarische Finanzminister richtete an sämmtliche Eisenbahnbrücken- und andere Bauunternehmungen einen Erlaß, daß bet den Bauten höchstens 50 pCt. fremder Arbeiter beschäftigt werden dürfen! und diese auch nur dann, wenn die Unternehmer nicht genügend i einheimische Kräfte erhallen können.
Paris, 6. September. Ein furchtbarer Gewittcr- sturm hat heute das Tarndcpartement heimgesucht. Mächtige Bäume wurden entwurzelt und Weinberge auf 20 Kilometer Wegs Vernichter. Viele Winzer sind vollständig ruinirt: der Schaden ist enorm.
London, 6. September. Nach den letzten Nachrichten wird die Auflösung des Grafen von Paris stündlich erwartet.
Antwerpen, 6. September. Heute wurden 90 Congo- < neger von der Ausstellung an Bord des Schiffes „Eduard Bohlen" nach ihrer Heimath eingeschifft. Das Schiff war festlich geschmückt. Eine große Anzahl Abgeordnete, höhere Beamte, Offiziere, sowie das Ausstellungscomits machten die Fahrt bis Vlissingen mit. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte der Abfahrt bei.
Brüssel, 6. September. Die hiesige Polizei forscht eifrig nach ein m Manne, welcher in einer Restauration geäußert hatte, er werde bei der ersten sich darbietenden Gelegenheit den König der Belgier erdolchen, weil ihn dieser nach einer Verurtheilung nicht begnadigt habe,
Cocak» u«6 provinzielles.
Gießen, den 7. September 1894.
* • Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, die Forstasscfforen Karl Heyer aus Arnsburg und Ludwig Hämmerle aus Daub- ringen zu Oberförstern der Oberförstereien Beerfelden bezw. Münchhof zu ernennen.
* * Die 116t sind vorgestern unter klingendem Spiele qu» den Mainorten und im Rodgau nach dem vorderen Odenwalde abgerückk. Die in Seligenstadt einquartierten Compagnien wurden nach 7 Uhr alarmirt und marschirten wenige Minuten später mit der RegimentSmusik nach Babenhausen und Umgegend. Die Soldaten waren voll des Lobes über die ihnen hier gewordene Verpflegung. Die Herren Offiziere veranstalteten an den zwei vorhergehenden Abenden im „Frankfurter Hofe" Abschiedskränzchen.
* * Einquartierung erhielt heute dis Stadt durch eine Abtheilung des Thüringischen Ulanen'Regiments Nr. 6.
* * Unfälle. Am Bahnhofsumbau wurde heute Vormittag durch eine losgekeilte Erdmaffe ein Arbeiter ver- schüttet. Derselbe erlitt außer einer Kopfverletzung einen Oberschenkelbruch und wurde in die Klinik gebracht. — An einem Neubau in der Frankfurterstraße fiel heme Morgen ein Eimer von dem Gerüst und einem unten stehenden Ar beiter auf den Kopf. Der Arbeiter wurde derart verletzt, daß er in J)ic Kl'nik ausgenommen werden mußte.
* * Können Militärpersoneu, die von einem Civilgericht als Zeugen geladen, aber ohne Entschuldigung ausgeblieben find, bestraft werden? Mit dieser Frage hatte sich jüngst die Strafkammer in Posen zu beschäftigen. Ein Feuerwerkshauptmann war in einem Procesie als Zeuge geladen, aber nicht erschienen. Die Strafkammer faßte den Beschluß, an die Commandantnr des 5. Armeecorps das Ersuchen zu richten, eine Bestrafung deS Hauptmanns herbeizuführen.
** Zur Unfallversicherung. Gestern fand in Darmstadt unter Leitung des Vorsitzenden der Großhcrzoglichen Centralstelle für die Gewerbe, Regierungsrath Dr. Hesse, eine Berathung über den Inhalt des Gesetz-Entwurfes, betreffend die Ausdehnung der Unfallversicherung statt, zu der eine größere Anzahl Gewerbetreibender aus allen Theilen des Landes erschienen waren. Die Offenbacher Handelskammer war durch Herrn Commerzienrath Böhm vertreten,- der Vorsitzende der Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstalt für das Großherzogthum Heffen, Herr Regierungsrath Dr. Dietz, hatte bereitwilligerweise die Erläuterung des Entwurfes übernommen. Wenn in der allgemeinen DiScussion auch eine Reihe berechtigter Klagen über die Schwerfälligkeit und die durch die complicirte Verwaltung bedingte Koitspieligkeit der jetzigen Unfallversicherung Ausdruck fanden, so waren es doch nur wenige Stimmen, welche vor einer Verbesserung der bestehenden Einrichtungen die Erweiterung der Versicherung grundsätzlich ausgeschlossen wissen wollten- die überwiegende Mehrheit hält eine Erweiterung — insbesondere die Ausdehnung auf die sogenannten gemischten Betriebe — für durchaus erforderlich. Doch sei zur Vermeidung unnöthiger Belastungen rc. eine Beschränkung auf solche Betriebe geboten, bei denen eine besondere Unfall- gefahr vorliege, da die in leichteren Betrieben bestehenden Gefahren diejenigen bei häuslichen Dienstleistungen z. B. nicht überträfen, für diese auch durch die Krankenversicherung, lm Noch falle durch bte Jnvaliditäts- und Altersversicherung wohl in ausreichend erscheinendem Maße gesorgt sei. Die Anschauungen der Versammlung über die Hauptpunkte fanden m folgenden Sätzen ihren Ausdruck: Die Erweiterung der Unfallversicherung soll sich auf solche Betriebe beschränken, welche bereits seither theilweise versichert waren oder die mit besonderer Unfallgesahr verbunden sind. Die Betriebe, die der Versicherungspflicht unterworfen werden sollen, sind in dem Gesetze namentlich oufzusührcn. Für diejenigen Betriebe, welche der VerfichernngSpflicht seither nicht unterlegen haben, sind örtliche Unfallversicherungsgenoffcnschaften zu bilden, deren Verwaltung einer bestehenden Organisation zu übertragen sein dürfte. Für diejenigen Betriebe, welche bereits thetlweiie feither versicherungspflichtig waren, sind die Bestimmungen des Gesetz-Entwurfes, welche ein Ausscheiden au» den bestehenden Berufsgenossenschaften ermöglichen, im Princip aufrecht zu erhalten, aber eine möglichste Verein fachung derselben yerbeizufühcen. Die nothwendigen Mittel sind durch das Umlageverfahren oufzubringen. Bei den Verhandlungen wurde außerdem vielfach der Wunsch ausgesprochen, daß ein Weg gefunden werden möge, um eine freiwillige Versicherung kleinerer Bekriebsunternehmer auch der außerhalb des Gesetzes stehenden Betriebe — etwa im Anschluß an zu bildende örtliche Unfallversicherungs- > genossenschaften ohne allzugroße geschäftliche und finanzielle Belastung zu ermöglichen. 1
Bad-Nauheiw, 5. September. Rentier Fritz Koch hier hat »feine neuerbaute Villa an der Burgallee zum Preise von 40000 Mark an den Zahnarzt HoddeS aus Gießen verkauft.
A Mainz, 6. September. In der gestrigen nichtöffentlichen Stadtverordnetensitzung wurde die Aufnahme eines städtischen AnlehenS in der Höhe von 5 000000 Mk. beschlossen. Dasselbe ist zur Aussührung der großen städtischen Unternehmungen, wie Schlacht- und Viehhof, Wafferwerk rc. bestimmt, doch soll vorerst nur eine Million begeben werden und zwar in Schuldverschreibungen von 2000, 1000, 500 U"d 200 Mk. Der Zinsfuß soll 3^/, Procent sein und sind als Einlösungsstellen außer Mainz noch Frankfurt und Berlin vorgesehen. Die Vergebung des Anlehens soll in enger Sub- ulission unter einer Reihe bedeutender Bankfirmen erfolgen. Schlußtermin zur Anmeldung für Uebernahme des AnlehenS- ist der 18. September. — Entgegen den in einer Reihe auswärtiger Blätter verbreiteten Gerüchten, daß unter den in die hiesige Garnison zurückgekehrten Truppen des 87. und 88. Regiments die Cholera herrsche, wird von amtlicher Seite miigetheilt, daß diese Gerüchte absolut unbegrünoet seien. Der Gesundheitszustand in den beiden Regimentern sei, wie auch bei der hiesigen Civtlbevölkerung, der denkbar beste.
* Marburg, 6. September. Heber den Stand der Cholera in Bürgeln geht der „Oberheff. Ztg." solgende amtliche Mittheilung zu: „Am Dienstag sind in Bürgeln drei Personen neu an der Cholera erkrankt. Die Krankheitserscheinungen sind leicht und ließen nicht ohne Weiteres auf asiatische Cholera schließen. Erst die bacterio- logische Untersuchung, welche gestern Abend beendet war, hat mit Sicherheit ergeben, daß es sich in diesen drei Fällen nm Cholera handelt. Bis gestern Abend ist kein neuer Fall hinzugetreten. Im Ganzen befinden sich zur Zeit zwölf an Cholera Erkrankte in Bürgeln in ärztlicher Behandlung. Ein Todesfall .ist seit Sonntag Nachmittag nicht vorgekommen. Eine transportable Baracke ist von der Garnison-Berwaltung in Mainz abgesandt und vom Bahnhof Cölbe nach Bürgeln gebracht worden. An der Aufstellung wird gegenwärtig gearbeitet. Die Baracke bietet Raum zur Aufnahme von 18 Kranken." — Der -ICorrespondent der „Oberheff. Zig." hat von Herrn Prof. Dr. Fränkel noch Folgendes erfahren: „Die Häuser, in denen die neuen Erkrankungsfalle vorkamen, befinden sich in nächster Nähe derjenigen, welche die bisher bekannten Fälle aufzuweisen haben. Im Allgemeinen ver- theilen sich die einzelnen Fälle nicht über das ganze Dorf, vielmehr beschränkt sich die Seuche auf einen bestimmten Häusercomplex. Die Genesung der Erkrankten dauert an und macht Fortschritte."
* Marburg, 6. September. Nachträglich wurde bei drei am Dienstag in Bü rg e ln vorgekommenen Erkrankungen leichte asiatische Cholera festgestellt. Ein neuer Todesfall ist nicht zu verzeichnen. Im Ganzen liegen in Bürgeln jetzt 12 Personen an Cholera darnieder. Der Gesundheüs- zustand ist hier sonst vorzüglich. Oderpräfident v. Magdeburgs von Kaffel trifft heute hier ein.
* Frankfurt a. M., 5. September. Das Geschäft in Kelterobst ist in vollem Gange. Biele Abschlüsse mit den Agenten der Landgemeinden wurden auch auf Lieferung für Mitte nächsten Monats gemacht- das Malter Aepfel stellte sich dabei auf 5 Mark.
* D. Frankfurt a. M., 6. September. Unter den zahl- reichen neu eingetroffenen Thieren des Zoologischen Gartens sind die meisten als Meerbewohner in das Aquarium gewandert. Die Badeverwaltung von WittdÜn auf der Insel Amrum schenkte einen Seehund, der leider noch zu jun# ist, um am Leben zu bleiben. Prächtige Quallen langten aus der Ostsee an, die gleich schleimigen Gallertglocken durch das salzige Becken rudern. Aus der Nordsee trafen gegen. 30 Fische ein, darunter kleine Haifischarten und Lippfische von allen Größen und Farben- große, stachlige Seespinnen, Bernhardiner Krebse und Krabben verschiedener Größe. Den Tintenfischen aus der Adria wurde vorher, ehe sie in das Aquarium eingesetzt wurden, durch Stecken ihre Tinte entlockt, sodaß sie ihr Wasser nicht mehr so sehr trüben können. Die electrischen Rochen, die sich vor dem Lichte verbergen und sich daher in den Sand einwühlen, wurden in einem künstlich verdunkelten Becken (bei Gasbeleuchtung) untergebracht. Im Ganzen beträgt die Zahl der im Aquarium ausgestellrcn Thiere mehrere Hundert Exemplare.
* Dauzig, 6. September. Der Hilfssteuerbeamte S kaf ski wurde in vergangener Nacht bei einem Patrouillengang im Hafen von zwei Unbekannten ins Wasser gestoßen und ertrank. Die Verbrecher sind entkommen.
* Leipzig, 5. September. Gestern Mittag schoß in Leipzig-Lindenau der 25jährige Handlungögehülfe H. Oskar aus Zschoppau vermuthlich wegen Kündigung seiner Stelle dem Director der Leipziger Baumwollspinnerei, dem 46jährigen Karl Gustav Peger, aus einem Revolver eine Kugel in die Brust und dann eine weitere Kugel sich selbst in den Kopf. Der Mörder ist wenige Stunden daraus, das bedauernSwerthe Opfer seiner Rachsucht in dieser Nacht gestorben.
* Stuttgart, 6. September. Der Oberhosmeister a. D- Freiherr von Reischach, der auf seinem Gute Rüßdorf bei Vaihingen i. E. weilte, ist bei einer Spazierfahrt auk dem Wagen gestürzt, was feinen sofortigen Tod zur Folge hatte.
* Würzburg, 6. September. In dem benachbarten Winterhausen wurde die Frau des Küfers Meier tobt im Main aufgefunden. Der Mann derselben wurde unter dem Verdacht des Mordes verhaftet.
* Loudon, 6. September. Bei dem Aufstieg des militärischen Fesselballons im Truppenlager zu Aldershot, dem der Herzog und die Herzogin von Connaught beiwohnten, entlud sich ein heftiges Gewitter. Der Blitz schlug in-


