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onntag bcn 8. April
1894
Nr. 81
Erstes Blatt
Mchmer Anzeiger
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Kenerat-Mnzeiger.
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2lints- und AnzeiAeblutt fflr den Ureis Gieren.
Refcechen, trvcWM und Dratfrvei:
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Deutscher Reichstag.
75. Sitzung. Freitag den 6. April 1894.
DaS Haus ist wieder außerordentlich schwach besetzt.
Abg. v. Rarborff begründet nachstehende von ihm und Abg. Grafen Mirbach eingebrachte Interpellation betr.ffend die Reuaus- »rSgung von RetchSstlbermünzen: „1) Soll die vo^ Reichs- konzler im BundeSralh beantragte Neuau-prägung von 22 Millionen Mark Stlbermünzen trotz Rückgang deS Silberpreises auf 80 Mk. pro Kilo gemäß dem Münzgesetze von 1873 — also 200 Mk. aus -em Kilo — flatlfinben, oder ist eine Abänderung des MunzgesetzeS beabsichtigt ' 2) Sollen die Neuprägungen vor Abschluß der Be- ealhungen der Stlber-Enquete-Commission erfolgen, obwohl die Er- aebnifse dieser Beralhungen eine sofortige Umprägung nach sich ziehen können 7 3) Aus welchen SUberbeständen sollen die Neuprägungen hergeftelll werden 7“ Bet Erlaß des Gesetzes von 1873 hätten weder Regierung noch Reichstag eine solche Veränderung deS Werthoerhält, vt'fes zwischen Gold und Silber vorauSgesehen, wie sie seitdem etn- aeireten sei. In der Zwischenzeit, 1876, sei einmal von der Regierung v!>rgeschlagen worden, pro Kopf 15 Mk. (statt wie bisher 10 Mk.) Scheidemünzen auSzuprägen, aber dem wäre von Niemandem entschiedener widersprochen worden, als von den Goldwährungsmänncrn. Auch ein Vorschlag im Jahre 1880 auf 12 Mk. pro Kops fei fallen $daffcn worden. Jetzt sollten immer mehr Scheidemünzen auSge- v ägl werden, und die betr. Vorlage spreche zur Begründung von einem Mangel an Scheidemünzen. Aber man wisse ja nicht einmal, rote viel Silber in der Bank liege. In dieser Beziehung bestehe bet ui:6 eine Gehetmnißkrämeret, wie sonst nirgends. Daß man, wie bei uns, 5 Mark,Silberstücke habe, die nur 2 Mk. werth seien, könne so nicht weiter gehen. Ebenso wenig, daß wir die Thaler mit einem 3 Mk.-Werth, in Wirklichkeit aber mit geringerem Werth, weiter behielten. Entweder Ucbergang zur reinen Goldwährung ober Wteber- herstellung beS Stlberwerthes! So wie bie Zustände heute bei uns seien, könnten sie nicht bleiben. Bei den heutigen Wertbverhältnissen müßten wir die silbernen Scheidemünzen adschassen. Am wenigsten dürfe ohne Rücksicht auf die Silber-Enquete jetzt mit Neuprägungen vorgegangen werden. Geschehe dies, so verliere die Regierung ganz das Vertrauen, daß sie eS ernst mit der Währungs-Enquete meint. Zu bedauern fei ohnehin, daß nicht Adolf Wagner in die Enquete- oommission berufen sei. , ., _ ,
Schatzsecretär Gras Posadowsky. Ich kann mir die Jnter- vellation nur so erklären, daß die Bimetallisten bet der Regierung bi.- Absicht veimuthen, die Thaler etnzuziehen und zur reinen Golo- währung überzugehen. Ich kann vei sichern, daß dem Herrn Reichskanzler bet seiner Vorlage jede Absicht etneS programmattschm Eha- racters derselben abgeht und daß die Vorlage nur einem practtschen Bedüriniß entspricht. Der Bedarf an Scheidemünzen hat sich vermehrt her Bestand der Reichsbank daran hat sich verringert, allein von 1892 auf 1893 um 7 Millionen Mark. Unsere ReichSbank hat die Aufgabe, den Geldumlauf bet uns zu regeln. Auf Kbeeinjelne unterer Bankstellen kommt augenblicklich ein Bestand von 400000 -Ulf. Scheidemünzen im Durch'chntll. Und das ist ein nichts weniger als hoher Betrag. Frankfurt, Offenbach hatten am 31. März Bestände, die zur Deckung deS VerkehrSbedürfnisseS nicht genügten. Daß die Bestände an Scheidemünzen wirklich nicht genügen, zeiget auch die wiederholten Anregungen im Reichstage 1887, wo Gra Mirbach selbst erklärte, daß es an Scheidemünzen zur Auszahlung von Löhnen fehle. Ebenso äußerlen sich 1892 der Bimetalltst Herr v Pfetten un* Herr Büsing. Und wenn es nach dem Grafen Mtr- bach schon 1887 daran fehlte, um wie viel mehr jetzt bei der seitdem gestiegenen Bevölkerung. Die Nachfrage nach 5 Markstücken ist so lebhaft, daß in nächster Zett alle diese Stücke in den Verkehr über; gegangen sein weiten. Es ist ja lem Zweifel, daß ein ^heil die er Stücke thesaurirt wird. Andererseits lehnt der Verkehr die thaler ab. Es besteht thatfächlictr ein Mangel an silbcrnen Scheidemünzen, ein Bedürfnih nach Neuprägungen. Und an der Enquete können diese nicht scheitern. Auch die eiirtgsten Bimetallisten werden zu- gcben, daß Deutschland die Silberfrage nicht allein regeln kann und daß außerdem bis zu einer internationalen Regelung noch ein weiter Weg ist So lange aber kann doch der Verkehr nicht warten, mit der Befriedigung feines Bedürfnisse« nach Scheidemünzen. Man hat nur gesagt, es sei eigentlich eine Art Falschmünzerei, unterwerthige Stlbermünzen auSzugeben. Aber es ist doch immer noch moralischer solche Münzen auSzugeben, die nur bis zum Betrage von 20Jua. genommen zu werden brauchen, als Thaler, welche auch in höheren Beträgen genommen werden müssen. Was soll man denn auch machen ' Vollwerthige Stlbermünzen auszugeben, ist ganz unmöglich. Dte Gefahr der betrügerischen Nachahmung von Silbergelb ist auch viel gertnaer, als dte Gefahr der betiügertschen Nachahmung von Paptergeld. Wer überhaupt den verbrecherischen Weg betritt, wird viel weniger auf die "Nachahmung von Silbergeld verfallen, um so weniger, je mehr der Bedarf an Stlbergeld auf legitimem Wege qedeckt wird. Was den einen Wunsch des Herrn v. ftarborrr anlangt, so bestehen schon jetzt Erwägungen darüber, die Bestände der Retchs- dank an Silber und Gold getrennt anzugeben, zunächst etwa vertraulich der Enquete-Commissiion und sodann in jedem folgenden Jahre. Dte 1. Frage der Interpellation kann ichhiernach nur bahm beantworten, baß eine Abänderung des MünzgefeheS nicht beabsichtigt ist. Auf dte 2. Frage kann ich nur antworten , wenn etwa eine internationale Regelung btr Währungsfrag* erfolgt, so mußte ja doch eine Umprägung unseres gesammten MunzbestanveS erfolgen, unb da können die 22 Millionen, die wir jetzt neuprazen wollen, gar nicht in Betracht kommen. Was die 3. Frage anlangt, so sollen runSchst dte österreichischen Thaler herankommen. Dte Regierung avird zunächst nur den 4. oder 5. Thetl der 22 Millionen auSpragen unb hat sich für den letzteren Betrag nur die Befugniß für bcn Fall «intretenben Bedürfniffes erbitten zu müffen geglaubt.
Abg. Müller-Fulda (Eentr.) ertärt, er halte es nicht für «mgemessen, auf dem Wege dieser Interpellation und aus »maß der Vorlage des Reichskanzlers an den Bundesrath hier die WSHrungs- ■fraae aut Sprache zu bringen. . „ _,
ReichsbankprSsident Koch ergänzt die Darlegungen des Schatz- sekretärS durch den Hinweis, daß nach den Beobachtungen der ^dchsbank und ihrer zahlreichen Bankstellen, — bie ja dnJBaro- Bieter des MünzwcsenS feien — thatsächlich ein Bedürfniß nach
Erhöhung der Bestände an Scheidemünzen bestehe. Wie in Frankfurt und Offenbach, worauf sich schon der Schatzsekretär bezogen, stelle sich auch In Ehcmnitz der Bestand als zu gering heraus, ebenso an noch anderen Bankstellen. So groß die Nachfrage nach Scheidemünzen auch sei, so verhalte sich doch der Verkehr ablehnend gegen die Thaler Der beständige Mangel an Stlbermünzen veran laste etn unablässiges Hin- unb Herschtckcn. Dte Golddeckung der Retchrbank gehe wett über das gesetzliche Erforderns hinaus.
Abg. Barth (frf. Vg) Von Bamberger, Hammacher unb Redner sei schon bei Erlaß des MünzgeseheS mit einem Rückgänge des Silberwerths gerechnet worden. Belustigend sei eS, daß die Interpellanten sich jetzt über unterwerthige Ausprägung von 22 Millionen beschweren, während sie selber in einem vor einem halben Jahre gestellten Anträge dte freie StlberausprSgung, und zwar ebenfalls unterwerthtg, im Betrage von 3 800 Millionen Mark verlangten und den Gewinn aus dtefer unterwerthtgen Ausprägung der Einzelstaaten zugewendet misten wollm.
Abg. Graf Kanttz (cons.) Bet dem Abschluß von Handelsverträgen mit Ländern mit Sllderwährung sei unsere Stellung nachgerade unhaltbar geworden. In seiner Helmath wüßten die Bauern , schr genau, wie sehr sie durch bie unterwerthige russische Valuta im Gegensätze zu unserer Goldwährung geschädigt würden. Die jetzt geplanten umfangreichen Neuprägungen enthielten ein gewlsscs Mißtrauen gegen die Ergebnisse der Silber-Enquete-Eommlssion.
Abg. Meyer (fr. Vg.) hält den Interpellanten vor, daß man das Nationalvermögen nicht dadurch aufbeffern könne, daß man durch gewaltsame Gesetzgebung künstlich Scheinwerthe schaffe, kunsUich dem Silber einen höheren Werth gebe, als den es in Wirklichkeit habe.
StaatSsecretär Graf Pofadowsky: Bei dem heutigen Silberpreise werden vollwerthig ausgeprägte Silbermünzen für den Verkehr gar nicht zu brauchen sein. Ein angesehener Bimetallrst, der holländische Finanz ninister Pierson, bezeichnet eine bimetalllstischc Union für unmöglich.
An der weiteren Debatte beteiligen sich noch die Ahgg. Paasche (nall.), welcher den geplanten Neuprägungen durchaus zu- ftimmte, v. Starborff und Graf Kanitz, womit die Besprechung ihr Ende findet.
Morgen 1 Uhr: Bor fensteuer.
Abg. Richter stellte, zur Geschäftsordnung, noch das Wort nehmend, fest, es gingen Gerüchte um, daß bie Session schon binnen 3 Wochen ihr Enbe fi.iben solle. Anbererseits habe heute bet Schatzsekretär ben Vorfltz-nben btr Steuercommisfion ersucht, mit ber Beratung ber Tabaksteuer erst am 16. b. M. zu beginnen. Er bitte ben Präsidenten, jid) zu informiren, um danach seine Dispositionen zu treffen. , . ,
Präsident v. Levetzow erwiderte, nach seinen Informationen sei an einen so frühen Schluß der Session nicht zu denken.
begehen. AuS der Provinz sind bereits viele Bewohner ein» getroffen.
Venedig, (>. April. König HumUert ist um 2 Uhr 16 Minuten hier eingetroffen und von den Spitzen brr Behörden empfangen worden. Die Bevölkerung begrüßte den König mit enthusiastischen Kundgebungen. Vom Bahnhose begab sich der König mittelst einer Gondel, der eine große Anzahl reichgeschmückrer Barken folgte, nach dem königlichen Palais, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Später erschien der König auf dem Balkon deS Palais, um der Volks- menge, die den MarkuSplatz füllte, zu danken.
Depefchen deS Bureau .Herold".
Berlin, 6. April. Der Kaiser wird.in diesem Jahre früher als sonst, und zwar schon Anfangs Mai, zur Jagd in Prökelwitz eintreffen. Sein Aufenthalt dort wird acht bis zehn Tage dauern. — Wahrend der Anwesenheit des Kaisers in Königsberg wird dort am 6. September bie Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. erfolgen.
Berlin, 6. April. Die „Kreuzzeitung" sagt gegenüber ber wiederholten bestimmten Versicherung von offiziöser Seite, daß die Regierung auf der Durchberathung der Steuer« Vorlagen bestehe, gegenüber der allgemein herrschenden Stimmung dürfte es der Regierung kaum möglich sein, diese Absicht durchzusetzen. Darüber bestehe nahezu Einstimmigk it, daß, abgesehen von der Börsensteuer, eine ernsthafte Corn« missionsberathung der Steuervorlagen bei der derzeitigen völligen Aussichtslosigkeit derselben nicht zu ermöglichen fein werde. Die Tagung des Reichstags werde in längstens vier Wochen beendet sein.
Berlin, 6. April. Die Reichstags Commission zur Be- rathung der Tabak st euervorlage tritt erst am 16.1. M. zusammen.
Berlin, 6. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." sagt zu der Meldung einzelner Blätter, daß die Kaiserliche Familie auf den Besuch von Wilhelmshöhe verzichtet habe unb am 25. dsS. Mts. nach dem Neuen Palais in Potsdam übersiedele, der Tag der Ueberfiebelung nach Potsdam sei noch unbestimmt und der Aufenthalt in WilhelmShöhe überhaupt noch nicht beschloffen gewesen.
Berlin, 6. April. Der „Kladderadatsch" erklärt im Briefkasten seiner SamStag Nummer, seit mindestens dem 10. Mäcz wisse daS Auswärtige Amt ganz genau auS ber ablehnenden Antwort auf einen dem „Kladderadatsch" ge machten Vorschlag, daß Acten bei der ganzen Sache keine Rolle spielen. — Redacteur Polstorff veröffentlicht in ber gleichen Nummer eine lange Erklärung, worin er daS früher Gesagte aufrecht erhält unb betont, Generallieutenant von Spitz habe sich, wenn er auch bie Worte, es seien ganz un« gehörige Dinge vorgefallen, nicht birect gebraucht, so doch ähnlich geäußert.
Wien, 6. April. In einer größeren Anzahl hiesiger Bildhauerateliers ist ein Strike ausgebrochen, weil die Inhaber der Ateliers bie Forderungen der Gehilfen, achtstündige Arbeitszeit und drei Gulden Minimallohn pro Tag, nicht bewilligt haben.
Wien, 6. April. Wie erinnerlich, ging seiner Zeit ber Hauptangeklagte im Hannoverschen Spielerprozeß, Arnold Lichtner, von Hannover nach Oesterreich, seinem Heimathlande, durch. Er wurde dort ergriffen unb wird nun vom 25. bis 29. April vor dem hiesigen Geschworenengerichr verhandelt werden. Das Auswärtige Amt hat das deutsche Reichskanzleramt ersucht, fünf deutschen Offizieren die Er- laubniß, vor dem hiesigen Gericht als Zeugen zu erscheinen, erthetlen zu wollen.
Wien, 6. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wurde gestern Mittag in der Hofburg in längerer Sonderaudienz vom Kaiser Franz Joseph empfangen.
Wien, 6. April. Nacy einem Beschlüsse ber hiesigen Tischlergehilfen wollen dieselben in einen General- strike eintreten, wenn ihnen nicht achtstündige Arbeitszeit, ein Minimallohn von 10 Gulden wöchentlich, Abschaffung ber Accordarbeit in allen Betrieben unb Freigabe des 1. Mai bewilligt wird.
Belgrad, 6. April. Eine größere Anzahl ausländischer Blätter wurde polizeilich beschlagnahmt, weil sie den serbischen Königsthron als gefährdet bezeichnet hatten.
Lüttich, 6. April. Gestern Abend entdeckte ein Beamter der Eompiegne • Linie im Bahnhofe von CancemtoiS drei Höllenmaschinen von viereckiger Form. Dieselben ent- hielten Pulver und andere Sprengstoffe und wurden augenblicklich von einem Artillenecapitän untersucht.
Madrid, 6. April. Infolge der Entdeckung einet schweren Bombe auf dem sehr besuchten Spaz'ergang Santa Maria Cabeza sanden Nachts neue Haussuchungen
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Corresponbenr-Bureau.
Pola, 6. April. Der „Graf Moltke" ist mit dem Deutschen Kaiser an Bord heute Vormittag um 9</z Uhr hier eingelaufen. Das Cap Compare passirend begrüß.e, auf einer Küstenfahrt begriffen, die „Maria tiouifc" den Kaiser mit 24 Salutschüssen - das Gleiche that ber Thurm Munibe beim Einlaufen in ben Vorhafen. Bei der Ankunft in Fisela bemannten sämmtliche Schiffe, sie hatten die große Flaggen- gala mit der deutschen Flagge am Großtopp angelegt. Das Hafenwachtschiff „Habsburg" gab 21, daS Hasencastell 24 Salutschüsse ab. Der Erzherzog Carl Stephan, der Marinecommandant Sterneck, der Hafenadmiral Pitner, der Bezirkshauptmann und der Bürgermeister begaben sich an Bord des „Moltke". Kurz darauf lief die Yacht „Christabel" mit dem Gefolge des Kaisers ein.
Pola, 6. April. Kaiser Wilhelm begab sich Vormittags um 10V2 Uhr in Begleitung des Capitäns Koch anS Land. Der „Moltke" hiffte die österreichisch-ungarische Flagge auf Großtopp und gab einen Geschützsalut von 21 Schüssen ab, die das Hafenwachtschiff „Habsburg" erwiderte. Der Kaiser, in deutscher Admiralsuniform, besichtigte in Begleitung des Erzherzogs Carl Stephan, deS Admirals Sterneck und sämmtlicher Admirale die Constructionswerkstätten des Marinearsenals, die Kriegsschiffe „Elisabeth", „Franz Joseph" und „Tegetthoff". Um 1 Uhr nahm ber Kaiser mit der Suite das Dejeuner bei dem Erzherzog Carl Stephan. An der Frühstückstafel nahmen Prinz Philipp von Coburg, Sterneck, der Oberhofmeister ChozinSky, der Flaggenstab und die Com- manbanten ber in Pola ankernden Schiffsdivision Theil.
Rsm, 6. April. Mit Rücksicht auf die um die Milte des Monats erwartete Ankunft von 15,000 spanischen Pilgern beschloß der Papst, daß die Seligsprechung Johann Dovila Diegos von Cadix im PeterSdome stattfinden solle, was seit 1870 nicht geschehen ist. Im PeterSdome empfängt der Papst am 18. d. Mls. die spanische Pilgerschaft. DaS geheime Consistorium zur Präconisirung von Bischöfen und Ernennung von Cardinälen findet am 18. Juni, daS öffentliche Consistorium unb die feierliche Hutaufsetzung am 21. Juni statt.
Venedig, 6. April. Der Bürgermeister erließ eine Proclamation, in ber er die Ankunft deS Kaisers 1 Wilhelm und deS Königs Humbert bekannt gibt und I die Bevölkerung auffordert, das frohe Ereigniß festlich zu


