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Grenadierregiment König Friedrich III. (1. Ostpreußisches) Nr. 1 vor. Der König von Sachsen führte beide Male das Ostpreußische Dragonerregiment Nr. 10, und Prinz Albrecht das Dragonerregiment Prinz Albrecht von Preußen (LitthanifcheS) Nr. 1 vor. Bei den Vorbeimärschen cotoytrten Prinz Albrecht und die übrigen Jnspecteure. Der Vorbei­marsch fand in entgegengesetzter Richtung als der erste statt. Nach dem zweiten Vorbeimarsch hielt der Kaiser die Kritik ab. Der König von Sachsen stieg in den Wagen der Kaiserin und fuhr mit dieser die Front des Ostpreußtschen Dragoner- RegimentS Nr. 10 ab und dann an den beiden Tribünen vorbei in die Stadt zurück. Nach Beendigung der Kritik ritt der Kaiser die Front der Krtegervereine ab, wobei er mehrere Leute anredete. Hierauf ritt der Kaiser, der die Uniform deS Grenadierregiments König Friedrich III. (1. Ost- preußisches) Nr. 1 trug, an der Spitze der Fahnencompagnie und der StandarteneScadron in die Stadt zurück. Abends 6 Uhr fand im Moökowitersaale des Schlosses Par ade- dtner von 250 Gedecken statt. Die Kaiserin saß zwischen dem Kaiser und dem König von Sachsen, der zur Linken der Kaiserin Platz genommen hatte. Neben dem Kaiser saß Prinz Albrecht, Regent von Braunschweig. Während der Tafel brachte der Kaiser einen Toast auf das erste Armeecorps aus. Sämmtliche anwesenden fremden Militärattaches waren zu dem Diner geladen. Die Tafelmusik wurde von der Capelle des Grenadterregiments König Friedrich III. aus- geführt.

Königsberg, 5. September. Der Trtnkfpruch, den der Kaiser bet der Paradetafel auf den König von Sachsen auöbrachtc, lautete: Das erste GlaS trinken wir aus den glorreichen Führer der MaaSarmee, unseren hohen durchlauchtigsten Gast, den letzten Ritter deS Eisernen Kreuzes erster Klasse mit dem Großkreuz, den Ches des ostpreußischen Dragonerregiments Nr. 10. Se. Majestät der König Albert von Sachsen hurrah, burrah, hurrah! König Albert er­widerte : Ich sage Euer Majestät tiefgefühltesten Dank sowohl für die eben gesprochenen Worte, als für die Auszeichnung, die Euer Majestät mir und meinem Regimente heute wieder haben zu Thetl werden lassen. Meine Herren, ich fordere Sie aus, Ihr Glas zu leeren auf das Wohl Seiner Majestät des Kaisers. Er lebe hoch, hoch, hoch! Der Kaiser brachte sodann noch folgendes Hoch auö: Mein zweites GlaS gilt dem 1. ArmeecorpS, das auf der heutigen Parade den Prüf­stein seiner Ausbildung im Frieden abgelegt und sich glänzend bewährt hat. Verkörpert ist die Geschichte unseres Landes und Heeres in den altehrwürdigen Regimentern, die heute an uns vorbeigezogen sind. Ruhmvoll ist die Vergangenheit, die sich an die zerriffenen Feldzeichen knüpft. Möge daS Corps stets dieser hohen Geschichte seiner Regimenter eingedenk und stets bestrebt sein, meine Zufriedenheit im Frieden wie im Kriege zu erwerben. DaS erste Armeecorps hurrah! hurrah! hurrah!

Depeschen bcB BureauHerold".

Berlin, 5. September. DerReichsanzeiger" meldet die Ernennung des Geheimen Oberpostraths Fritsch in Berlin zum Director im Reichspostamt.

Berlin, 5. September. Zur Enthüllung deS Denkmals für Kaiser Wilhelm I. in Königsberg war nach der Nat.-Ztg." auch dem Fürsten Bismarck eine Einladung zugegangen, derselbe hatte jedoch dankend abgelehnt. Fürst Bismarck befindet sich wohl und munter, unternimmt täglich Promenaden und längere Ausfahrten. Prof. Schweninger ist wieder abgereist. Die Fürstin BiSmarck ist soweit wieder- hergestellt, daß sie ausfahren kann.

Cassel, 5. September. Hier verlautet amtlicherseits, daß wegen der Choleragefahr höherem Befehl zufolge das für Ende September angefetzte CorpSmanöver des 11. ArmeecorpS aufgehoben wird.

Pofen, 5. September. In Lodz wurden wegen Nichtbefolgung sanitärer Vorschriften, welche wegen der Cholera angeordnet waren, achtzehn Hausbesitzer zu je vierzehntägigem Arrest verurtheilt.

Neuötting, 5. September. Bei dem gestrigen Brigade­manöver zwischen Erlbach und Endlkirchen wurde Hauptmann v. Kreß zu Kressen stein vom 16. daher. Infanterie- Regiment durch einen scharfen Schuß getödtet. In der Brigade abgehaltene Visitationen nach scharfen Patronen verliefen resultatlos.

Wien, 5. September. Die Abbestellung der in Ostgalizien beabsichtigten Cavalleriemanöver wird be­stätigt.

Temesvar, 5. September. In dem durch feine Wunder­kuren bekannten südungarischen Schlammbade Melencze sind die sämmtlichen bisher so wasserreichen heißenQuellen plötzlich versiegt. Die Badeverwaltung beschloß, geo- logische Sachverständige einzuladen, um die Ursache der Katastrophe zu erforschen und möglichst schnell Abhilfe zu schaffen.

Paris, 5. September. Der Graf von Paris liegt im Sterben. Er klagt fortgesetzt über furchtbare Schmerzen. Dem Kranken werden Morphium-Einspritzungen, jedoch sehr sparsam gegeben. Mit seinem Sohne, dem Herzog von Orleans, hat der Graf öfter längere Unterredungen.

Marseille, 5. September. Hier sind gestern zwölf ^holerafälle mit tödtlichcm AuSgange constatirt worden.

Brüssel, 5. September. Die Negierung hat Denk- münzen sür die belgischen Soldaten, die während deS , r^C0C6 1^70/71 die belgische Grenze besetzt hielten, prägen gelangcri b^en sollen in den nächsten Tagen zur Vcrtheilung

Loudoo, 5. September. In Glasgow wurden ver­gangene Nacht 350 weiterarbeitende Bergleute von den Strikenden mit Steinen beworfen, nur starke Polizeipatrouillen konnten einen blutigen Zusammenstoß ver­hindern.

Loudon, 5. September. Auf eine ihr zugegangene Meldung hin, daß 7 0 Beamte der Niger Gesellschaft

von Franzosen* getödtet worden seien, fordert die Pall Mall Gazette" die Regierung auf, die Sache genau zu untersuchen eventuell die englische Flotte an der afrika- Nischen Küste zu verstärken. WH WA

Newyork, 5. September. Die Zahl der bei den Wald- bränden Verunglückten und Vermißten wird auf 1500 an­gegeben. In den größeren nordamerikanischen Städten werden Sammlungen für die Hinterbliebenen der Opfer veranstaltet. Man glaubt, daß die Wälder in Brand gesteckt worden sind, um den Lagerholzverkauf zu erleichtern. Im Staate Newyork stehen noch einzelne Wälder in Flammen; man befürchtet, daß das Feuer die Petroleumquellen erreichen wird, doch sind von den Behörden alle Vorsichtsmaßregeln getroffen.

Cocalt» ttti6 provinzielle».

Gießen, den 6. September 1894.

* * Au8 dem Gerichtsdieust. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, den Landgerichts­rath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Gustav Kull mann I. auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen und demselben die Krone zum Ritterkreuz erster Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen - ferner den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I AmtsgerichtSrath Dr. Gustav Güngerich zum LandgerichtS- rath bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen zu ernennen. Der GerichtSfchreiber bei dem Amtsgericht Ortenberg Heinrich Jöckel wurde aus sein Nachsuchen und unter An­erkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhe­stand versetzt und demselben daS Ritterkreuz ,'zweiter Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen verliehen.

* * Vorsichtsmaßregeln gegen die Cholera. Wir verweisen auf die im amtlichen Thetle befindliche Bekanntmachung Großh. KreiSgefundheitsamtS, betr. die Benutzung des LahnwafferS zum Baden und Wäschespülen. Q DZ. .

Der fünfte deutsche Mechanikertag findet vorn 20. bis 22. September in Leipzig statt. a]

* * Prämiirung. Gelegentlich der Frühobst-Aus/ stellung des Oberhessischen Obstbauvereins zu Friedberg vom 25.-28. August erhielten die Nachverzeichneten Diplome 1. Klasse: a) für schön cultivirteS Frühobst: OrtS- gruppe AlSseld, gesammelt durch Gust. Wadsack in Alsfeld- Hofgärtnerei Affenheim (Hofgärtner Welle)- Stadt Friedberg- Wilh. Keller in Melbach - Gräfl. v. Ortola'sche Gärtnerei in BüdeSheim- Frhrl. v. Rtedesel'sche Gärtnerei in Alten­burg (Schloßgärtner Schölt)- Gebr. Siesmayer, Baumschulen in Vilbel (Leiter Fr. Schildknecht)- Heinr. Schütz, Ober­gärtner in Groß-Karben - Philipp Wehrheim XI. in Rod ­heim v. d. H.- Adam Wendt, Baumwart in Münzenberg, b) Für 93er Aepfelwein: Wilh. Philippi in Melbach - Wilh. Kreuter in Friedberg- Heinr. Waltz in Friedberg, c) Für Beerenweine: Alb. Söhnge in Ortenberg- Heinr. Ramspeck in Alsfeld- Firma Lenz in Büdingen (In- Haber Josef Thüring)- A. Sturmfels in Frankfurt a. M. (Waldbeerenwein).

** Anträge auf Befreiuug vom Militärdieust müffen in der Regel spälestens im Musterungstermin gestellt werden. In der Wehrordnung existirt jedoch eine Bestimmung, nach welcher bereits ausgehobene Mannschaften, so lange sie noch nicht in die Militärverpflegung ausgenommen worden sind, durch die Ober-Ersatzcommission, welche ^dte Aushebung ver­anlaßt hat, aus nachträglichen ReclamationSgründen, also auS Gründen, die erst nach dem Aushebungsgeschäfte eingetreten sind, zurückgestellt werden können. Wenn z. B. durch plötz­liches Ableben deS Vaters eines zum Militär tüchtig be­fundenen SohneS derselbe tn die Lage gekommen ist, seine Mutter und Geschwister unterstützen zu müssen, oder wenn in der Zeit nach der Aushebung der Vater eines ausgehobenen Sohnes unfähig geworden ist, seine ökonomische Besitzung oder Pachtung oder sein Handels- oder sonstiges Gewerbe zu sühren oder zu beaufsichtigen und der ausgehobene Sohn die einzige unentbehrliche Stütze zur wirthschaftlichen Erhaltung des Be­sitzes, der Pachtung oder des Gewerbes ist, so kann der betreffende Vater bei der zuständigen Gemeindebehörde nach­träglich Antrag auf Zurückstellung deS Sohnes vom Militär stellen. ______________

Friedberg, 4. September. In Betreff des Besuchs des Gottesdienstes durch die Schüler der hiesigen Hand- werkerschule ist zwischen dem Decanate und dem Vor­stande der Schule folgende Einrichtung vereinbart worden: Jeden Sonntag Morgen findet vor Beginn des Unterrichts durch einen Geistlichen eine etwa viertelstündige Andacht statt. Damit wäre den Bestimmungen des Gesetzes Rechnung getragen.

* ** Darmstadt, 6. September. Unsere Residenz steht von nun ab unter dem Zeichen Gustav Adolfs, dessen Jubiläumsjahr wir Heuer begehen. Morgen (den 7.) beginnen die Aufführungen des Devrient'schen Festspiels, das am Sonntag (4 Uhr) und Montag (Abends 7 Uhr) wieder­holt wird. Von da ab kehren die Gäste deS Gustav-Adolf- Vereins aus ganz Deutschland in großer Zahl in unsere Mauern ein, denen die Festvorstellung vorn Donnerstag den 13. (Abends 6x/a Uhr) gilt und denen ein festlicherer Genuß kaum hätte bereitet werden können. Denn daS Festspiel verspricht, nach der gestrigen Hauptprobe, der uns beizuwohnen vergönnt war, ein äußerst glänzendes zu werden. Die ganze Größe der wundervollen Dichtung, die lebhafte, dramatisch überall bewegte, feffelnde Handlung tn hinreißendem Spiel von einem Schauspieler wie Bassermann und einer gottbegnadeten Künstlerin wie Fräulein Gündel dargestellt, die Einheitlichkeit des Zusammenspiels, die Pracht der styl- volleu Costüme und die Ausstattung rc. werden auf keinen unbefangenen Zuschauer ihrer großartige überall bewährte Wirkung verfehlen. Um den Besuch auch für die weitere Umgebung unserer Stadt zu ermöglichen und den weitesten Kreisen diesen veredelnden und erhebenden Genuß zu ver- , schaffen, ist die SonntagS-Vorstellung aus 4 Uhr Nachm. gelegt, die gegen 8 Uhr Jedem die Rückreise gestattet. Es

empfiehlt sich, wenn Männer, denen die Sache des Volks am Herzen liegt, durch geeignete öffentliche Aufforderung die Betheiligung organisiren, Bahnfahrtermäßigung erwirken und die Anmeldungen noch vor Sonntag 12 Uhr an den Vorsitzenden, LandgerichtSrath K ü ch l e r oder Herrn Kaminsky (Markt) gelangen zu laffen, um der bestellten Plätze sicher zu sein, auf die bei dem zu erwartenden großen Andrang sonst nicht mit voller Sicherheit gerechnet werden kenn.

Mainz, 4. September. Die Ludwigsbahn bewilligte 240000 Mk. jährlich für Aufbesserung der Gehälter ihrer sämmtlichen Angestellten.____________

Vermiete».

* Marburg, 5. September. Aus Bürgeln ist eine Neuerkrankung an Cholera zu melden. Die übrigen Erkrankten befinden sich fortgesetzt auf dem Wege der Besserung. Die Baracke ist heute Mittag in Betrieb gesetzt worden.

* Marburg, ' 5. September. Ueber den Stand der Cholera in Bürgeln hat dieOberheff. Ztg." von com» petentester ©eite Folgendes erfahren: Es ist begründete Aussicht vorhanden, daß die Seuche auf ihren Herd beschränkt bleibt. Das Befinden der Erkrankten ist durchaus befrie­digend- dieselben befinden sich sämmtlich auf dem Wege der Genesung. Neuerdings ist am gestrigen Tage noch eine leichte Erkrankung vorgekommen, bei der die bakteriologische Unter- suchung asiatische Cholera ergeben hat. Alle Behauptungen auswärtiger Blätter, es seien auch außerhalb Bürgelns Cholera- fälle vorgekommen, sind unwahr.

* Friedrichsdorf i. T., 28. August. Das Bild des Er­finders des Telephons, Philipp Reis, welcher lange Jahre als Lehrer hier wirkte und auf dem hiesigen Friedhose be- graben liegt, wurde dieser Tage in der Schalterhalle des hiesigen Postamtes angebracht. Das Bild ist auf Veranlassung des Directors im Reichspostamte, Dr. Fischer, welcher kürz­lich hier anwesend war, in der Reichsdruckerei zu Berlin hergestellt worden, ist vorzüglich gelungen und bildet in seiner gediegenen Umrahmung und mit entsprechender Inschrift eine Zierde der Schalterhalle. Die Wittwe des Erfinders, welche noch hier lebt, hat, wie derRh. K." berichtet, ein gleiches Bild zum Geschenke erhalten.

* Berlin, 4. September. Der Hofrath und Rendant der Königlichen Gärten in Potsdam A. Pilch wurde seines Amtes entsetzt, weil er sich allem Anschein nach Unterschlag­ungen hat zu Schulden kommen laffen. In der von ihm verwalteten Kasse fehlen 15000 Mk. Pichl hatte es vom gemeinen Soldaten zum Hofrath gebracht.

* Breslau, 5. September. Die Brechruhr unter der Neiffer Garnison hat bisher 50 Soldaten ergriffen. Im oberfchlesischen Kreise Falkenberg ist die Ruhrepidemie heftig aufgetreten- in Wiersbel sind 21 Erkrankungen und 5 Todes­fälle vorgekommen.

" Guben, 5. September. DemGubener Tageblatt" zufolge sind in Rießen bei einer in einem Bauerngehöft ausgebrochenen Feuersbrunst zwei Mann des 4. Garde-Regi- ments, die dort im Quartier lagen, verbrannt.

* Stuttgart, 3. September. Die Vorarbeiten zur Großen Deutschen Bäckerei-, Conditorei- undKochkunst- AuSstellung, welche vom 9. bis 16. September d. I. in Stuttgart abgehalten wird, verbunden mit dem 3. Central- verbandstage des Freien Deutschen BäckerverbandeS, machen brillante Fortschritte. Bis heute sind über 300 Aussteller angemeldet, und weitere 100 werden wohl noch folgen. Um den Besuch zu einem recht großartigen zu gestalten, hat die Commission Ehrenkarten für verdiente Personen drucken lassen, welche zum großen Theil schon versendet sind. Die Einladungen gehen nicht nur nach ganz Deutschland, sondern auch nach Oesterreich-Ungarn, nach der Schweiz, nach Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rußland, Frank­reich, England, Griechenland, Italien, Spanien und Portugal rc. Ehrenpreise sind schon 10 angemeldet. Auch die Reclame ist in keiner Weise vernachlässigt worden. Viele der angesehensten Stuttgarter Hotels haben ihre Betheiligung für die Abtheilung Kochkunst zugesagt, die Maschinen.Abtheilung wird in ganz vorzüglicher Weise besetzt sein und täglich entschließen sich noch bei dem guten Rufe, der der Ausstellung vorangeht und in immer weitere Kreise dringt, größere Firmen zur Be­schickung. Daß Gebäcksorten au6 den meisten Culturftaaten ausgestellt sein werden, giebt der Ausstellung einen besonderen Reiz. Eine Anzahl franzö si scher Collegen hat sich dieser Tage persönlich in Stuttgart über den Umfang der Aus- stellung orieniirt und wird in der^Hetmath nach besten Kräften für die Beschickung und den Besuch des Unternehmens wirken.

* Der größteMaikäfer" der Welt ist der jetzt beim Garde-Füsilier-Regiment eingezogene Reservist Unteroffizier Carl Pritschan aus Urdenbach bei Düffeldorf, welcher die stattliche Größe von 2,07 m mißt. Pritschan, der in den Jahren 1892/93 Flügelmann beim 1. Garde-Regimenl z. F. war, wurde im Mai 1892 mit dem jetzigen Kronprinzen Photographin. Einige Tage nach seinem Geburtstage ließ ihm der Kronprinz einen stattlichen Baumkuchen nebst einem Glückwunschschreiben durch einen Diener in der Kaserne über­reichen. Es ist das erste Mal, daß das Garde-Füsilier- Regiment seit seinem Bestehen so eine Größe in seinen Stammrollen verzeichnet. Daß P. auö einer großen Familie stammt, geht daraus hervor, daß sein Vater (früher Flügel­mann im Garde du Corps-Regiment) die stattliche Größe von 1,94, die Mutter 1,90, die Brüder 1,98, 1,97, 1,92, und die Schwester 1,88 und 1,86 m messen. Gewiß eine Familie, die in der Größe ihres Gleichen suchen dürfte.

* WaS einem Gerichtsvollzieher nicht alles zustoßen kann, davon weiß dieS. Ztg." Folgendes zu erzählen:Vor noch nicht sehr langer Zeit wollte ein Gerichtsvollzieher in dem Dorfe . . . eine Pfändung vornehmen. Der Schuldner, der lieber auf der Bierbank als hinter feiner Arbeit saß, stand mit dem Beamten tn regem Geschäftsverkehr. Endlich wollte er den Verkehr abbrechen und glaubte ein Mittel dazu