der
al» als von
von seinen Bewohnern verlassen und wahrscheinlich während nächsten Schießübungen kriegsmäßig beschossen werden.
♦ Da» Jahreseinkommen des Fürsten Hohenlohe
in Petersburg nicht nur regelmäßig besuchte, sondern auch immer durch den Ankauf theurer Bilder unterstützte. Für Literatur hatte der Czar eine gewisse Vorliebe, wenigstens pflegte er viel Romane zu lesen, russische und andere. Die Wissenschaft ließ den Kaiser ziemlich kalt, mit Ausnahme der russischen Geschichte, in die er sich gern und fleißig vertiefte."
«rechliche Anzeigen -er evang. Gemeinde.
Donnerstag den 8. November, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule Bibelfiunde. (DaS Gleichniß vom verlorenen Schaf und verlorenen Groschen, Luc. 15, 1—10.) Pfarrverwalter Dr. Grein-
sand gestern Nachmittag statt. Die Zuführung de- Stromes geschieht durch neun Kabel, die sich gleichmäßig nach dem Süden, Osten und Norden vertheilen. Drei Kabel führen jedesmal zu einem Hauptvertheilungs-Schalterselde, von dem dann Abzweigungen nach den einzelnen Stockwerken gthen. Die für die Lampen nothwendigen Drahtleitungen find 40000 m lang- dazu kommen 6000 m aSphaltirte Kabel. In dem Gebäude befinden sich 62 Bogenlampen, von denen 16 mit einer Leuchtkraft von 15 000 Kerzen auf den großen Sitzungssaal entfallen. Außerdim umfaßt die Beleuchtung 5000 Glühlichte. Der zuaeleitete Strom hat eine Stärke von 3600 AmpöreS oder eine Gesammlstärke von 360 Pferde« krästen- davon werden 300 Pferdekräste für die Beleuchtung, 60 für 14 Ventilatoren gebraucht. Wird der ganze Strom in Anspruch genommen, so entstehen dadurch etwa 200 Mk. Kosten für die Stunde. Da- ganze HauS kann durch drei Schläge auf einmal erhellt werden. Am Montag waren nur 16 Bogenlampen und 4000 Glühlichte in Thätigkeit- die übrigen Beleuchtungskörper werden bis zum 8. k. Mts. auf« gestellt werden.
• Gottbug, 31. October. In der hiesigen katholischen Kirche gerieth in dem Augenblick, als der Geistliche eine Trauung vornahpr, der Schleier der Braut, die eine brennende Kerze in der Hand hielt, in Brand. Die Braut war bald in Flammen gehüllt. Der Geistliche und die anwesenden Trauzeugen leisteten zwar rasch Hülfe, doch trug die Braut lebensgefährliche Brandwunden davon und wurde bewußtlos aus der Kirche geschafft.
* Aus dem Königreich Sachsen, 2. November. Der sächsische Artillerieschießplatz bei Zeithain wird auf das Doppelte vergrößert und eine Gesammtlänge von 8000 Meter erhalten. Das Dorf Gohrisch wird am 1. April n. I.
nicht schmerzen bei seinem großen Vermögen, welches noch vor Kurzem durch eine große Erbschaft seiner Gattin in Rußland eine Vermehrung erfahren.
* Die Lebensweise des Kaisers Alerauber III. Neben den reinpolitischen Erörterungen über den Tod des Kaisers von Rußland gehen auch solche her, die sich dem Character und dem Privatleben deS verstorbenen Czaren zuwenden und zahlreiche intime Züge von ihm zu erzählen- wissen. So dürfte ein längerer Aufsatz von Interesse sein, der sich in der „Straßb. Post" mit der Ueberschrist findet: „Persönliches über Ezar Alexander III." Folgendes sei daraus hervorgehoben:
. Der Czar gehört zu den vielbeschästigsten Leuten, die es gibt. Gerade weil er Selbstherrscher ist, hatte er sich um alle möglichen kleinen und großen Dinge zu kümmern, die in einem andern Lande gar nicht in den Bereich des Kaisers, sondern in den Wirkungskreis der verschiedenen Ministerien und sonstigen Behörden fallen. Der Czar hat jeden Tag ganze Berge von kaiserlichen Ukasen, Erlassen und Befehlen zu lesen, zu prüfen und zu zeichnen, und die Zahl der Briefe und Bittschriften, die an ihn gelangen, ist größer als in irgend einem anderen Lande. Daneben laufen Dorträge der geistlichen, bürgerlichen, militärischen und städtischen Behörden ein. Alles das erledigte der Czar stets mit der größten Regelmäßigkeit und Gewiffenhaftigkeit. Er bediente sich dabei nicht einmal eines SecretärS, sondern schrieb alle seine Bemerkungen und Anregungen mit eigener Hand nieder. Der Versuch, einem vertrauten Beamten zu dietiren, scheiterte, weil der Kaiser sich unbehaglich fühlte, noch einen anderen Menschen im Zimmer zu wiffen, wenn er ruhig arbeiten wollte. Um 1 Uhr wurde im Familienkreise daS Frühstück eingenommen, das regelmäßig aus drei Gängen bestand. Vorher wurde stets Suppe gereicht, die der Czar liebte und wovon er gewöhnlich mehrere Teller aß, obgleich die Aerzte ihm bei seiner Neigung zur Fettleibigkeit von dem Genüsse der Suppe abgerathen. Der Kaiser vermochte eS nicht über sich zu bringen, der Suppe zu entsagen, wie er auch nicht stark genug war, den Rath deS Arztes zu befolgen, bei dem Essen nicht zu trinken. Er war nicht daS, was der Franzose einen „Gourmet" nennt, sondern er war einfach ein starker Effer, der in gewiffem Sinne mehr auf Quantität als auf Qualität sah und russischen National- spetsen, wie Kohlsuppe usw., wie sie auch der russische Kleinbürger ißt, vor den rafsinirten Gerichten der feinsten Kochkunst bei Weitem den Vorzug gab. Beim Effen trank er gewöhnlich eine Flasche Champagner. Nach dem Frühstück machte der Czar entweder einen Spaziergang im Garten oder eine Ausfahrt- dann arbeitete er und nahm Audienzen und Vorträge entgegen bis um 8 Uhr Abends. Um diese Stunde wurde gespeist, gewöhnlich wieder im engeren Familienkreise. Während alle anderen Mitglieder der kaiserlichen Familie, auch die Damen, immer zum Diner in Abendtoilette erschienen, liebte es der Kaiser sehr, nach Beendigung der Audienzen die Uniform auszuziehen und sich in die einfache russische Blouse zu hüllen, die ein Ledergürtel umschloß. In diesem Anzug erschien er auch sehr häufig nach dem Effen noch in den Gemächern der Kaiserin, die um diese Zeit regelmäßig einen großen Empfang abzuhalten pflegte, während deffrn Thee genommen wurde. Spätestens um 10 Uhr pflegte der Czar sich zurückzuziehen. So war das Leben in Gatschina- in der Stadt pflegte der Czar um 2 Uhr zu Mittag zu essen und Abends gegen 7 Uhr ein kaltes Souper einzunehmen - hernach fuhr er dann gewöhnlich in das Theater. Das war die einzige Art, den Abend außer dem Haufe zuzubringen, der er Geschmack abzugewinnen vermochte. Der Oper gab er den Vorzug vor dem Schauspiele, wie er überhaupt die Musik liebte und zuweilen ausgezeichnete Künstler in den Palast einlud, um sich Quartette Vorspielen zu laffen. Für Malerei vermochte er sich nicht besonders zu erwärmen, obgleich er die alle Jahre stattfindenden Gemälde-Ausstellungen
Reichskanzler beläuft sich auf 54000 Mark, während er Statthalter für Elsaß-Lothringen ein Jahreseinkommen 170000 Mark bezog. Indessen karrst ihn der Einnahmeverlust
Briefkasten.
Paris. Rue du TrSsor. Besten Dank für den Brief. Leider schon überholt durch andere Meldungen. Gruß. Red.
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Aufschrift der Postsendungen.
Äer Sicherung schneller Beförderung und vestelluaZ der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmung»- ort so genau bezeichnet fein, bafijeber Ungewißheit oorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift bte Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stet» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe deS Bestimmungsortes, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (0., Kn NO. ec.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung „Berlin"' zu vermerken.
3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßgebend anzufehen find, ergibt fich au» dem „Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautmber Post- orte*, baS zum Preise von 10 Pf. burch Vermittlung jeder RetchS-Postanstalt bezogen werden kann.
4. Wenn der im Retchs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al» allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es fich, die Lage deS Orts in der Aufschrift der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten be» politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem ber Bestimmungsort belegen ist, ober auch bte Angabe von größeren Flüssen ((Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) «-L ober von Gebirgen ((Harz), (Riesenaebirge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), «ic.1 für den Zweck geeignet
tfenoungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.
6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffend« Land bez. der LandestheU auf der Sendung anzugeben.
Die Beachtung dieser Punkte wird »ur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunst ber Sendungen an den Empfänger wesenUich beitragen, und eS liegt daher tm eigenen Jntereffe ber Absorber, die Aufschriften ber Salbungen hiernach genau aniufertigen.
Verkehr, Lantz, «nd volksrnirthschaft.
s. Hürtgen- 2.November Der biesjährige Allerbeiligenmarkt war begünstigt durch schönes Wetter. Auf bem Viehmarkte waren angetrieben eine große Anzahl Ferkel und Läufer unb würbe bei lebhaftem Hanbel fast alles vei kauft. Die Preise stellten sich für Ferkeln auf 25-40 JL, je nach Alter unb Qualität, für Läufer ent; sprechen!» höher. Auch ber Krämermarkt war gut besucht unb wurden belangreiche Einkäufe, namentlich in Winterartikeln, gemacht. Der Allerheiligenmarkt ist immer einer ber verkehrsreichsten hiestgen Jahrmärkte.
Gründer«, 3. -November. Fruchtpreise. Weizens 11,50, Korn X 11,30, Gerste X 10,06. Hafer .*10,46, Erbsen JL 9,00, Linsen 00,00, Wicken vM 00,00, Lein JC 00,00, Kartoffeln JL 0.00, Samen 18,00.
- Webet bielneue Kutlerpstauze »LalhyruS-. In Bezug auf diese wegen ihres hooen FutlerwertheS und reichen Ettrages sonst sehr zu empfehlende Pflanze müssen die Lanbwirthe, um keine Mißgriffe zu begehen, darauf aufmerkiam gemacht werden, daß schwerer Boden, Lehm, undurchlassender Boden mit Unterwasser absolut für den Anbau dieser Pflanze nicht zu empfehlen ist, denn derartige Versuche mißglücken unb führen bazu, baß ber Sache mehr geschaht als genützt wirb. Die Pflanze bebarf zum S-beihlichen Wachsthum unbebingt Luft unb Licht unb einen durchlassenben «oben ohne Grunbwafser, bamtt bie Wurzeln einbringen können. Der beste Boben für den Anbau der „Lathyruspflanze" ist alsoSandboben, Geröll, Mergel, steile Abhänge, Kalk-, Basalt- und Granitgerollboden, bie bisher nicht auszunutzen waren. Daß bie Pflanze auf derartigen letztgenannten Bobenarten in Sachsen unb in allen Lanbern vorzüglich gebeiht, bestätigen Berichte hauptsächlich auch aus Sachsen vom Jahre 1893 und 1894 unb zwar aus: Mittweida-Markersbach, Laußnitz bei Königsbrück, Herschdorf, Orlamünde o. S., Wabendorf, Berthelsdorf, Lauter, Zwickau, Wettersdorf. Alle weiter gewünschten Aufschlüsse giebt gerne die landwirtbschafUiche Gesellschaft „Lathyrus" München.
( Betreibe» ttnb Mehlpreise. Gegenüber den sehr billigen Getreidepreisen, welche fett dem November 1891 ^nen ununterbrochenen Rückgang erfahren Haben, ist es, lehrreich festzustellen, wie sich dieser Thatsache gegenüber die Mehlpreise verhalten haben. Es ist nun an ber Hanb ber statistischen Untersuchungen nachweisbar, daß mit bem Sinken ber Getreibepreise fich auch ein entsprechenber Rückgang der Mehlpreise im Kleinhandel vollzogen hat. Im Ganzen hat sich von dem höchsten bis zum niedrigsten Stande folgende Preisbewegung herausgestellt. Der Preisrückgang für 1 Kilogramm vom November 1891 bis September 1894 betrug bei Weizen 10,6 Pf., bei Weizenmehl 15 Pf., bet Roggen 12,5, bei Roggenmehl 17 Pf. Der Preisrückgang »st hiernach am stärksten bei Roggen gewesen,
titeratar unb Annst.
-Jll«st-irte Weltgeschichte für da« Volk von I. G.Dogt, Verlag von E. Wiest. Leipzig. In wöchentlichen Lieferungen L lOPfg. zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Colporteure. Lief. 50—5V. — Die uns vorliegenden Hefte behandeln die römische Geschichte in überaus klarer und fesselnder Darstellung, wobei die wirthschaftlichen Triebfedern in überzeugender Weise zur Würdigung gelangen, ein Hauptvorzug dieses Geschichtswerkes überhaupt. Die gewaltigen Kämpfe zwischen Rom und Karthago haben ihren rein wirthschaftlichen Untergrund in den Hanbelsinteresfen unb der Heber macht der beiden Völker an d,n Küsten deS miltelländischen Meeres. Die Karthager zogen ihren ganzen Reichthum, ihre ganze Macht auS dem Handel in diesen Gebieten unb eS war in Spanien, wo biete Handelsinteressen von bcn Römern zum ersten Male gefährbet würben. So lange bie panischen Feldherrn glücklich waren, schürten bie karthagischen Krämerseelen den Krieg nach Kräften, als aber die Lage Hannidals in Italien mißlich wurde und diele Krämerseelen Opfer an Geld unb Gut bringen sollten, Idjeuten Jte vor den letzteren zurück und ließen ihren größten Helden elendiglich im Stiche. Sie hatten es mit ihrem Untergänge zu büßen Wenn ber Verfasser solchergestalt auch fortwährend die wirthschaftlichen Triebfedern betont, so ist er doch nicht einseitig genug, sie al8 bte einzigen maßgebenden F^cloren im geschichtlichen Geschehen aufzufassen. Persönlicher Ehrgeiz, Vaterlandsliebe, religöse Begeisterung u. f. w. sind Triebfedern, bie nicht weniger ihre Berücksichtigung fordern. Wenn auf karthagischer wie römischer Seite unzweifelhaft die materiellen Interessen den ersten Impuls zum Kriege gaben, so wird man auf ber anberen Seite ebenso unzweifelhaft zugeben müssen, baß z. B. Hannidal eine rein ideale Gestalt ist, die mit den Handelsinteressen der karthagischen Krämerseelen nichts gemein hatte. Seinen Handlungen schieben wir nur glühende Vaterlandsliebe und unauslöschlichen Römerhatz unter. Wir empfehlen unseren Lesnn bas an geschichtspbilosophischen Gefichtspunkten so überaus reiche Werk aufs Angelegentlichste, es bietet eine Fülle neuer Anregungen unb ist ohne Zweifel bazu bestimmt, eine ber hervorragenbsten Stellungen unter ben mobernen Gefchichtswerken einzunehmen.
- .Deutscher Soldatenhort", iHuftrirtc Zeitschrift für baS beutsche Heer unb die Marine. Herausgeber: General-Lieutenant z. D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl S i e g i s m u n b. Berlin W., Mauerstratze 68. VI. Jahrgang Heft 3 erschien soeben.
— De» «indes Sprache und Sprachfehler. Gesunbheits- lehre ber Sprache für Estern, Erzieher und Aerzre von Dr. H. Gutz- mann, Specialarzt für Sprachstörungen. Preis 3 Mk., in Originals ßeinenbanb 4 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. D e unglückliche Rolle, die der Stotterer in ber Regel im gesellschaftlichen Verkehr spielt, ist Jedem bekannt. Das Verdienst, dieses bisher recht stiefmütterlich behandelte Gebiet in zielbewußter Weise ausgeschlossen zu haben, gebührt in erster Linie bem Verfasser bes vor- liegenbcn Buches. Er hat sich seit Jahren nicht nur theoretische fonbern vor allen Dingen auch praktisch mit ber Beseitigung ber Sprachfehler beschäftigt unb viel erreicht.
— Kaiserlieder und andere vaterländische Gedichte von Karl Ludwig!, kl. 8°, XIV und 170 ©eiten, elegant und vornehm geheftet, Preis 1.50 Mk., IGaisbach bei Oberkirch (Baden), Selbstverlag des Verfassers. Diese Gedichtsammlung vereinigt patriotische Wärme mit geschichtlichem Gehalt und Kraft der Sprache mit poetischem Schwung unb wird darum unzweifelhaft in jed.m vaterländisch gesinnten Hause mit Freuden begrüßt werden. Wir wünschen derselben eine recht große Verbreitung, namentlich durfte bie Sammlung für Schüler-unb VolkSbtbliotheken, Militärvereine rc. sehr geeignet fein. __________
Bei der Redaction eingegangene Bücher re.:
— Die Berliner Revue. Deutsche Monatsschrift für öffentliches Leben. Heransaegeben von Emil Dominik. PreiS eines Heftes 1 Mk., vierteljährlich 3 Mk. Verlag von Thormann & Goetfch, Berlin SW. Die Berliner Revue roenbet sich an bie geistig Hoch- fiebenben in unserem Vaterlande, an bie Männer, bie im öffentlichen Leben mttthun, an Alle, welche sich nach ben Pflichten des Berufs auf bem Gesarnmtgebiete ber beutschen Culturbestrebungen orientiren wollen. ___
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daS gleiche trifft bei Roggenmehl zu. Bei jeder Getreideart ist ferner ber Preis für ba8 Fabrikat (Mehl) um einen weit höheren Betrag gefallen, als ber Preis ber Rohstoffes (®etreibe8). ^Wcnn man auch in Betracht zieht, daß im Durchschnitt Weizen nur 75 Pf., Roggen nur 60 dis 70 Procent Mehl liefert, so Rente Hefe Statistik doch bie eine Thalsache über allen Zweifel fest, daß in bem ganzen, fast drei Jahre umfaffenbeu Zeiträume bie Mehlpr« c in vollem Maße bem Rückgang ber CSetreibepreife gefolgt sinb. D e Statistik ermittelt auf ben gleichen Grunblagen für Getreide die Preise des Großhandels, für Mehl die Preise deS Kleinhandels. Diese Statistik e, giebt demnach auch, daß die Preisbewegung, die im Getreide-Großhandel eingetreten, im Mehl Kleinhandel voll zur Wirkung gelangt ist, daß ber starke Rückgang ber Getreidepreise auch dem Eonsumenten in entsprechender Ermäßigung der Meyi- preise zu Gute gekommen ist.
— Sega« de« Rothlaus der Schweine. Mit der Pasteur'schen Schutzimpfung gegen Schweine-Rothlauf hat Der scretfl- tbierant W. Jacobi in Obornik in den letzten fünf Jahren günstige Ergebnisse erzielt. Er impfte im Ganzen 1036Schweine und betrug der Jmpfverlust nur 1,4 pCt. Daran ändert auch bte thatsache nichts, baß an ben geimpften Schweinen zuweilen einB unter hundert Stück an Jmpfrothlauf stirbt, und baß nur selten ein Schwein m ber Mast nach ber Impfung zurückbleibt. Der Impf schütz soll minbestens mehrere Monate wirken, also gewöhnlich so lange, di» bie Mastzeit vorbei ist unb bie Schweine geschlachtet werden können.
Universität» - Nachrichten.
Bonn, 2. November. Heute Mittag wurden die beiden Prinzen Friedrich Heinrich unb'Joachim Albrecht an der Unioersi Lt feierlich immatricultrt. Der Gouverneur der Prinzen, der Rector der Universität unb ber Senat waren zugegen. Der Rector übergab nach der üblichen Ansprache den Prinzen den akademischen Bürgerbrief. Das Universttätsgebäude war aus Anlaß dieser Feier beflaggt.
Lpielplau -er vereinigten frankfurter Lta-ttheater
Opernhaus. v
Dienstag den 6. November Fidelio. Mittwoch ben 7. November: Der Obersteiger. Donnerstag ben 8. November: Die Meistersinger. Freitagben 9.November: Wallenstein« Lager. Piccolomini. Samstag ben 10. November: Die Walküre. Sonntag den 11. November, Nachmittags 31/» Uhr: Obersteiger. Abenbs 7 Uhr: Tell (Oper). Montag ben 12. November: Wallensteins Tob.
«chauspielhauS.
Dienstag den 6. November: Heimath. Mittwoch ben 7. November: Schmetterlingsschlacht. Donnerstag ben 8. November: Schmetterlingsschlacht. Freitag ben 9. November geschloffen. Samstag ben 10. November: Braut von Messina. Sonntag ben 11. November, Nachmittags 37, Uhr: < Mabame SanS-GSne. Abenbs 7 Uhr: Schmetterlingsjagb. Montag ben 12. November: Boccaccio.


