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Nr. 30
Drr Hietzcncr Aaztiger fr1d)cint täglich, mit Ausnahme des Montags.
Dir Gikßknrr Aamikiendtätier werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt.
Erstes Blatt.
Dienstag den 6. Februar
1894
Gießener Anzeiger
Kenerat-Wuzeiger.
Bierteljähriger ASonaemealspreir:
2 Marl 20 Ptg. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
-«Sulstratze 2<r.7.
Fernsprecher 51.
Zlints- und Anzeigeblatt für den Tkveis Gieszen.
chratisöeitage: Gießener Samittenbtätter
bet Ge-
für die Auf-
ein Brief-
Perls, den
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.
zu ent« wurden Knaben, meist in
Redacteur der „Berliner Zeitung", wurde Donnerstag Abend von einem bekannten antisemitischen Weinstubenbesitzer ein Attentat ausgesührt. Der Ueberfallene erhielt durch Stock« schlage mehrere klaffende Kopfwunden.
Setlin, 3. Februar. Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlichen einen Artikel, in welchem constatirt wird, daß Dr. Schweninger und Dr. Chrysander mit einem Artikel der „Münchener Allgem. Zeitung", in welchem von einer kühlen Aufnahme derselben in Berlin die Rede war, nichts zu thun haben und daß sie den Ursprung dieser Nachricht nicht kennen.
Frankfurt a. M., 3. Februar. Heute Morgen ist der hiesige Oberpoftdirector, Geheimer Oberpostrath Adolf Heldberg, gestorben.
Erfurt, 3. Februar. Die „Thüringer Zeitung" meldet aus zuverlässiger Quelle, daß bei der Eisenbahnreform im Jahre 1895 die überzähligen Beamten auf Wartegeld gesetzt werden sollen. Sie erhalten fünf Jahre lang volles Gehalt und Wohnungszuschuß. Die Verwendung in andern Dienstzweigen ohne Verminderung der Bezüge ist zulässig. Nach Ablauf der Wartezeit werden fte in den Ruhestand mit Dreiviertel-Gehalt und Wohnungszuschuß versetzt.
Stuttgart, 3. Februar. Der evangelische Bund veröffentlichte einen Protest gegen die Aufhebung des Jesuiten- gesetzeö.
Ausland.
Wien, 3. Februar. Gestern Nachmittag wurde in Schwarzau am Steinfeld ein fünf Secunden lang währendes
Deutscher Reich.
Darmstadt, 3. Februar. Seine Majestät der Kaiser haben dem Secondlieutenant Prinzen zu Solms-Hohen- solmS-Lich im Regiment Gardes du Corps die Erlaubniß zur Anlegung des Ritterkreuzes zweiter Klasse des Groß- herzoglichen Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen Allergnädigst zu ertheilen geruht.
Darmstadt, 3. Februar. Die ultramontanen Abgeordneten der zweiten Ständekammer haben als Antwort auf den neulichen Beschluß der evangelischen Landessynode beantragt,
Das Geschäftsjournal für die Eingänge bei der Bürgermeisterei, dem Standesamt und der Armendeputatiou weist 11 846 Nummern auf.
Der durchschnittliche tägliche Personenverkehr auf den Bureaus betrug: 58 Personen auf der Bürgermeisterei, 22 auf dem Standesamt, 23 auf dem Armenamt, 42 auf dem Bureau für Alters- und Jnv.-Versicherung.
An Gewerbe st reitigkeiten wurden 11 Fälle an- hängig, von denen 5 durch Urtheil, 6 durch Vergleich erledigt wurden.
Bei 81 Sühneversuäen in Beleidigungssachen gelang in 19 Fällen die Vereinigung der Parteien, in 61 Fällen blieben die Bemühungen erfolglos, in 1 Fall wurde der Antrag zurückgezogen.
Am 5. Mai 1892 verlor die Stadt ihren derzeitigen
Alle Annoncen-Bureaux deS In« und AuSlandcS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
die hessische Regierung möge inj, Bundesrath Hebung des Jesuitengesetzes stimmen.
Berlin, 3. Februar. Im Reichstage ist taubenschutzgesetz eingebracht worden.
Berlin, 3. Februar. Gegen Arnold
Erdbeben verspürt. Unter der Bevölkerung entstand eine Panik.
Wien, 3. Februar. Die „Pol. Corr." meldet aus Petersburg, daß in dortigen politischen Kreisen die Aufmerksamkeit, welche der österreichische Kaiser dadurch beweist, daß er sich täglich telegraphisch über das Besinden deS Czaren unterrichten läßt, angenehm berührt und außerordentliche Befriedigung hervorruft.
Rom, 3. Februar. In parlamentarischen Sheifen verlautet, Crispi werde 30 Millionen Lire neue Steuern beantragen. Die Regierung sei entschloffen, die Kammer aufzulösen, falls dieselbe die Vorlage ablehne.
Marseille, 3. Februar. Der von Sebaftopol mit 4000 Tonnen Getreide hierher bestimmte Stahldampfer „Henri Stephanowitsch" ist mit der ganzen Besatzung unter« gegangen.
Loudon, 3. Februar. Die „Times" melden aus Rio de Janeiro, die Dortigen Vertreter der Mächte hätten ihren Regierungen telegraphisch gerathen, auch bie Aufständischen als kriegsführende Macht anzuerkennen.
Brüssel, 3. Februar. Gestern Nachmittag traf der Vater des Prinzen von Hohenzollern hier ein. Der hohe Gast wurde vom Grafen Flandern und Dessen Sohn Albert empfangen. Es steht noch nicht fest, ob die Hochzeitsfeierlichkeiten in Sigmaringen oder in Brüssel vor sich gehen werden.
einzigen Ehrenbürger, den Geh. Reg.-Rath Prof. Dr. A. W. v. Hofmann. Es sand nur eine Orts bürg er au f- nahme statt. Zur Aufnahme in die Wählerliste ' ' ~ mcindewahlen meldeten sich 146 Nichtortsbürger.
Der Statistik des Standesamts ist nehmen, daß im Kalenderjahr 1892 geboren 771 Kinder (151 eheliche und 252 uneheliche 249 eheliche und 119 uneheliche Mädchen)- von den der Entbindungsanstalt geborenen unehelichen Kindern waren bei 235 die Mütter von auswärts, bei 76 auS Gießen. Die
Zahl der Todtgeborenen betrug 40.
Sterb efälle kamen im Ganzen 526 vor, 301 männliche, 225 weibliche Personen. Von den Geburten entfallen auf in Gießen wohnhafte Eltern 508 Kinder, von den gestorbenen, in Gießen wohnhaften Personen 326, somit beträgt der Ueberschuß an Geburten 182.
Die Eheschließungen betrugen 170.
In den letzten 5 Jahren stiegen die Geburten von 593 auf 772, die Sterbefälle von 474 auf 568, die Eheschließungen von 134 auf 170.
Städtische Unterrichtsanstalten. 1. Die Vorschule des Gymnasiums wurde besucht von 78 Schülern im Sommer 1892, von 81 Schülern im Winter 1892/93. Die Vorschule erforderte einen städtischen Zuschuß von 66,55 Mk. pro Schüler.
Das Realgymnasium besuchten- in 9 Klassen 231 Schüler im Sommer 1892, 232 im Winter 1892/93, die Realschule in 7 Klassen 311 Schüler im Sommer 1892, 308 im Winter 1892/93, die Vorschule beider Anstalten in 3 Klassen 149 Schüler im Sommer 1892, 151 im Winter 1892/93. Die vereinigten Anstalten brauchten einen städtischen Zuschuß von 39,59 Mk. pro Schüler (ohne die Verzinsung und Tilgung der Baucapitalien) oder 61,40 Mk. einschl. Staatszuschuß.
Die höhere Mädchenschule besuchten in 7 Klaffen 220 Schülerinnen im Sommer 1892, 216 im Winter 1892/93, die Vorschule in 3 Klassen 85 Schülerinnen im Sommer 1892, 83 im Winter 1892/93.
Die erweiterteVolksschulefÜrMädchen besuchten in 5 Klassen 146 Schülerinnen im Sommer 1892, 144 im Winter 1892/93, die Vorschule in 3 Klaffen 97 Schülerinnen in 1892, 92 im Winter 1892/93. Der Zuschuß der Stadtkaffe zu den Kosten der hier vereinigten Schulen beträgt 39,52 Mk. (ohne Verzinsung und Tilgung der Baurapitalien).
Die Stadtknabenschule besuchten in 8 Klaffen, wovon 7 in je 2 Hälften getheilt waren, 788 Knaben im Sommer 1892, 795 im Winter 1892/93; die Stadt- mädchenschule in 8 Klassen, wovon 6 in je 2, 1 in 3 Abteilungen getheilt waren, 898 Mädchen im Sommer 1892, 908 im Winter 1892/93. Die bei den durch Großh. Kreis- schulcommisfion vorgenommenen 15 Schulprüfungen ertheilten Noten waren: zweimal „sehr gut", achtmal „sehr gut bis gut", dreimal „gut" und zweimal „gut bis im ganzen gut. Im Lehrpersonal der Volksschulen sind keine Veränderungen vorgekommen. — Die centrale Heizung der Stadtknabenschule mit 8220 Cubikmeter beheiztem '.Raum erforderte an Brennmaterial: 1610 Ctr. Cokes, 200 Ctr. Steinkohlen, 83 Ctr. Braunkohlen, wogegen in der Stadtmädchenschule bei 5750 cbm beheizten Raum gebraucht wurden: 830 Ctr. Cokes, 186 Ctr. Steinkohlen, 42 Ctr. Braunkohlen. Der Gesundheitszustand war in allen UnterrichtSaustalten ungünstig ; durch Tod verloren die Vorschule des Gymnasiums 1, das Realgymnasium und die Realschule 3, die Stadtknabenschule 4 Schüler, die Stadtmädchenschule 2, die höhere Mädchenschule 1 Schülerin.
Die Schulpflichtigen der Fortbildungsschule wurden in 3 Gruppen mit je 3 JahreSklaffen unterrichtet, ihre Zahl belief sich auf 361 Schüler.
Die Ergebniffe des im Winter 1892/93 eingerichteten ersten CursuS in erziehlicher Knabenhandarbett (zu-
Nrnttichrr Tbrit.
Bekanntmachung,
betreffend die Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach.
In der Zeit vom 6. bis 22. d. M. liegen die Arbeiten des III. Abschnittes vom HI. Bereinigungsfelde rubr. Gemarkung, nämlich:
1. 10 Blatt Zutheilungskarten,
2. 2 Bände Güter-Gefchoffe,
3. 1 Band ZutheilungSverzeichniß,
4. Das Verzeichniß der übergehenden Obstbäume,
5. Das Verzeichniß der aus der Gemarkung Albach zugezogenen Parzellen mit Angabe der Geldausgleichungen auf dem Rathhauszimmer zu Steinbach zur Einsicht der Be- theiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen obige Arbeiten, welche schriftlich vorzulegen sind, findet statt
Freitag den 23. Februar 1894, Vormittags von 10—12 Uhr
mit dem Anfügen, daß spätere als im Termine vorgebrachten Reclamationen unberücksichtigt bleiben.
Gleichzeitig bemerke ich noch, daß in den ersten acht Tagen der Offenlegung ein Gehilfe des Feldbereinigungs- geometers den Besitzern in alphabetischer Reihenfolge Auskunft ertheilen wird und haben sich dieselben den Anordnungen des Großheczoglichen Bürgermeisters zu fügen.
Gießen, den 3. Februar 1894.
Der Vollzugs -Commiffär:
_________________Dr. Wallau. ________________
Bekanntmachung,
betreffend Schafräude in Hattenrod.
Die über die Gemarkung Hattenrod verhängte Sperre wird hierdurch aufgehoben.
Gießen, am 3. Februar 1894.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Neueste Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Paris, 5. Februar. Vaillant wurde heute Morgen hingerichtet. Der Roquette-Platz und die anliegenden Straßen war seit 3 Uhr Nachts militärisch abgesperrt.
Aus dem Verwaltungsbericht der Grotzh. Bürgermeisterei Gießen für 1893/93.
Der Allgemeine Bericht berührt zunächst die im Berichtsjahr 1892/93 innerhalb der Stadtverordneten-Versammlung eingetretenen Veränderungen. Es find dies der am 10. Juni 1892 erfolgte Tod des Herrn Beigeordneten Langsdorfs, deffen leider nur kurzer Amtstätigkeit in ehrenden Worten gedacht wird, und die am 21. Juli erfolgte Wahl des bisherigen Stadtverordneten Ludwig Georgi zum Beigeord- neten an Stelle des Dahingeschiedenen. Die am 4. November desselben Jahres erfolgte Ersatz- und Verstärkungswahl zur Stadtverordneten-Versammlung ist von keiner Seite beanstandet worden und konnten somit die Herren Schmall, Flett, Brück, Grünewald, Simon, Habenicht, Orbig, Helfrich, Emmelius, Heß, Dr. Schäfer und Faber am 5. Januar 1893 eingesührt werden. Die Stadtverordneten- Versammlung besteht z. Z. einschließlich des Herrn Oberbürgermeisters und der beiden Herren Beigeordneten aus 29 Mitgliedern.
Mit Unterbrechung von vierwöchentlichen Herbstferien hat die Stadtverordneten - Versammlung in 35 Sitzungen 729 Gegenstände verhandelt. Die einzelnen Commissionen und Deputationen waren wie folgt beschäftigt: Baudeputation, Commission für Feuerlöschwesen und Friedhofscommission in 34 Sitzungen mit 631 Gegenständen - die Finanzdeputation in 20 Sitzungen mit 91 Gegenständen; die Deputation für das Gas- und Wasserwerk in 13 Sitzungen mit 83 Gegenständen ; die Schlachthauscommission in 3 Sitzungen mit 16 Gegenständen; die Juristische Commission in 9 Sitzungen mit 44 Gegenständen, die Landwirthschaftliche Commission in 6 Sitzungen mit 28 Gegenständen; die Schuldeputation in 4 Sitzungen mit 12 Gegenständen; die Commission zur Prüfung von Gesuchen zum Branntweinausschank und Kleinhandel in 23 Sitzungen mit 55 Gegenständen; die Deputation für Märkie in 2 Sitzungen mit 3 Gegenständen; die Vorschlagscommission in 8 Sitzungen mit 18 Gegenständen; die Armen- deputation in 25 Sitzungen mit 1626 Gegenständen; der Schulvorstand in 5 Sitzungen mit 24 Gegenständen; das Kuratorium der höheren und erweiterten Mädchenschule in 7 Sitzungen mit 20 Gegenständen.
Die durch den Tod des Stadtbaumeisters Stief erledigte Stelle wurde Herrn Bauinspector Schmandt in Darmstadt übertragen, an Stelle des Architecten Blattner trat Herr Architect Johs. Sickert in Leipzig.
Neu errichtet wurde die Stelle eines StadtgeometerS und dieselbe Herrn Reinh. Wißner übertragen.
Die unterm 21. Juli 1892 genehmigte Stelle eines besoldeten juristischen Hilfsarbeiters für die Bürgermeistere konnte infolge Mangels an hessischen Bewerbern erst un October 1893 mit Herrn Gerichisaffeffor Glässing besetzt werden.


