Ausgabe 
5.8.1894 Erstes Blatt
 
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Jakob Siegel von Nekar-Steinach vom Amtsgericht Hirsch­horn wegen Strafvollzugs- Gärtner Wolfgang Adam Stenger aus Bindlach in Bayern von der Staaidanwalt» schafr m Gießen wegen Diebstahls- die Bahnarbeiter Benjamin Stroppa und Eugen Fattori aus Italien, zuletzt in Birkenau, vom Amtsanwalt in Fürth wegen Körperverletzung- Ludwig Ziegler, auch Ludwig Müller aus Bayern, zu­letzt in Birkenau, von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Körperverletzung.

♦♦ Militärisches. Die etatsmäßigen militärischen Schreiber, rote Dtvisions, Brigade-, Regiments- und Baraillonsschreiber, die Sergeanten sind und auch dem­entsprechende Löhnung beziehen, werden nach soeben ergangener Cabmersordre von jetz't ab, wenn sie neun Jahre Dienstzeit hinter sich haben, den Rang eines Feldwebels erhalten. Der Bezug der feldwebelmäßigen Löhnung ist damit jedoch nicht verbunden. Auf Kammer-Sergeanten findet die neue Bestimmung keine Anwendung. <

** Der Getreidemarkt. Die Getreidepreise werden jetzt ziemlich bedeutend von dem ungünstigen Wetterwechsel und dem schlechten Ausfall der Maisernte in Amerika beeinflußt. Die mangelhafte Maisernte in den Vereinigten Staaten be­wirkte, daß dort die Weizenpreise wesentlich stiegen. Dies hatte zur Folge, daß auch in Deutschland die Preise für Weizen, Roggen und Hafer sich etwas bewerten. Weizen kostete 130 dls 140 Mk. pro 20 Eentner, Roggen 112 bis 118 Mk., Gerste 100 bis 165 Mk. und Hafer 128 bis 160 Mk. nach OuaUtät.

Offenheim, 2. August. Gestern Morgen wurde einem 17jährigen jungen Manne aus Köddingen, der dahier bei der Dreschmaschine beschäftigt war, der rechte Arm ab­gerissen, auch erhielt derselbe mehrere andere schwere Verletzungen. Der Unglückliche wurde sogleich in das Hospital nach Friedberg gebracht.

Wiffelsheim, 1. August. Gestern Morgen wurde die Leiche einer alten Frau in der Wetter gefunden. Ob die Frau verunglückt ist oder ob Selbstmord vorliegt, wird wohl unaufgeklärt bleiben. Spuren von Gewalt fanden sich an der Lerche nicht. Die Frau war schon längere Zett leidend.

P. Darmstadt, 3. August. Infolge Entgegenkommens der deutschen Bahnen durch Gewährung freier Rückfracht für die Ausstellungsgüter und das hohe Interesse, welches die am 5.12. August d. I. im Städtischen Saalbau dahier statt- findende Ausstellung in allen Kreisen gefunden, ist dieselbe tu einer Weise beschickt, wie wohl niemals andere und ähn­liche Ausstellungen in dem Theile Deutschlands zuvor. Man kann getrost sagen, alle, auch die entlegensten der in's Hotel- und Wirthschaftswesen einschlagenden Gewerbe, sind reich vertreten. Dank der unermüdlichen Thätigkeit der veran­staltenden Kreise, läßt die wohlerwogene Ordnung des Ganzen auch das Kleinste zur vollen Geltung kommen. Bei Be­sichtigung der Ausstellung wird zweifellos bei Vielen der Wunsch rege werden, aus dem Gesehenen das eigne Haus­wesen in dieser oder jener Richtung zu vervollkommenen. Aber auch der Gesammterfolg der Ausstellung wird nicht gering zu veranschlagen sein. Selbst der Nichtfachmann wird mit einem Gefühle der Achtung vor dem dermaligen Stande der einschlägigen Gewerbe die Ausstellung verlassen, und sicher wird sie noch lange in allen Kreisen in gutem Gedächrnisie bleiben. Die schwierigste Aufgabe wird ohne Zweifel den Herren Preisrichtern anheimfalleu, die aus dem Vielen des Guten, was in der Ausstellung geboten wird, das Practischste und Beste auszuwählen haben. Für die Zusammensetzung des Preisrichtercollegiums aus unabhängigen, sachkundigen und urtheilSsicheren Männern ist Vorsorge getroffen. Bei dem Reichthum des Gebotenen, bei der sorgfältigen Auswahl der Aussteller und der umsichtigen Wahl der Preisrichter wird sich die Ausstellung sonach zu einer in jeder Beziehung mustergiltigen gestalten und dürfte, besonders wo auch täglich große Concerte stattfinden, der Besuch ein außerordentlich zahlreicher werden.

Rauheim (bei Groß-Gerau), 1. August. Die hiesigen Bäckermeister wetteifern miteinander, dem Publikum die größten Wecke bieten zu können und haben hierdurch die Wecke bereits eine Gestalt angenommen, die sich die Gunst der Käufer im Fluge erobert.

Fürfeld, 1. August. Hier versuchte ein elfjähriger^Junge sich zu erhängen, konnte aber noch rechtzeitig loSgeknüpft werden. Als man ihn nach einer gehörigen Tracht Prügel fragte, warum er sich denn hätte aufhängen wollen, erwiderte daS vielversprechende Bürschchen:Ich wollte nur einmal sehen, ob meine Eltern auch nachher weinen würden."

Vom Main, 1. August. Das neue Kornstroh wird um Mk. 1,50 bis Mk. 1,70 pro Centner abgesetzt. Für zwei Centner Korn werden höchstens 12 Mk. erzielt Gleichwohl behauptet das Brod seinen hohen Preis.

Dermifötefo

* Frankfurt a. M., 3. August. Im Zoologischen Garten ist Sonntag Vormittag von 612 Uhr der Eintrittspreis auf 20 Pfg. ermäßigt. Die Dinka-Neger-Schau- stellung ist von 8 Uhr an geöffnet und es finden um 9, 10 und 11 Uhr Vorstellungen statt. Auch für den Nach­mittag ist die Zahl der Vorstellungen vermehrt, dieselben find auf 31/2, 5, 6 und 7 Uhr festgesetzt. Uebrigens bieten die Neger auch außer der Vorstellungszeit in ihrem so zu sagen häuslichen Treiben beim Kochen, Waschen, Korbflechten u. s. w. ein interessantes Bild. Sonntag Nachmittag und Abend ist Doppel-Concert.

Ms. Kassel, 3. August. Kaiser Wilhelm in Kassel unb Wilhelmshöhe. Daß S e. Majestät derKais er nach seiner Rückkehr von der Nordlandsreise und vor seinem Besuche Englands seiner hier aus Schloß WilhelmShöhe weilenden Familie einen kurzen Besuch abstalten werde, konnte ich Ihnen bereits am 24. Juli melden. In den vsficiellen und officiösen Berichten über die ReffediSpositionen

des Kaisers wurde dieser Besuch jedoch nicht erwähnt und so wurde von unterrichteter Seile allerdings vielfach be­hauptet, dieser familiären Character tragende Abstecher werde nicht statt finden. Noch gestern wurde in den Zeitungen behauptet, der Kaiser komme nicht hierher, und erst Nach­mittags wurde es zuverlässig bekannt, daß der Monarch heute Früh kommen werde. Es ist dieses jedoch, da die Nachricht zurückgehalten wurde, nur sehr vereinzelt bekannt geworden, weshalb es erklärlich erscheint, daß heute zu der frühen Morgenstunde auf Bahnhof Wilhelmshöhe kein solcher Andrang von Menschen herrschte, wie es sonst überall geschieht, wo der Kaiser erscheint. Immerhin versammelte sich noch in den letzten Minuten ein zahlreiches Publikum dort und h elt die Wege vor dem abgesperrten Bahnhof dicht besetzt. Bei prächtigem, sonnenvoüen Kaiserwetter lief um 8 Uhr der Kaiserzug ein, welcher von Ihrer Majestät der Kaiserin, den vier ältesten Prinzen und Gefolge auf dem Bahnsteige bereits erwartet wurde. In der ihm besonders kleidsamen Admirals- Uniform mit weißer Mütze entstieg der Kaiser elastischen Schrittes dem Salonwagen und eilte freudig bewegt der Kaiserin und Kindern zu, sic aufs herzlichste umarmend und küssend. Namentlich die Prinzen jubelten laut auf über das Kommen des Papas und umringten ihn von allen Seiten. Ebenso begrüßte der Kaiser den anwesenden hohen Schwager, Se. Hoheit den Erbprinzen von Meiningen, aus das herzlichste. Osficieller Empfang fand nicht statt. Darauf fuhren die Majestäten im offenen Wagen durch die mit Fahnen festlich geschmückte Wilhelmshöher Allee zum Schlosse, auf dem ganzen Wege von zahlreichem Publikum mir lebhaften Ovationen begrüßt. Der Kaiser sah ungemein frisch und gesund, förmlich wettecgebräunt aus. In den nächsten vier Wagen folgten die Prinzen und das Gefolge. Nachdem der Kaiser im Schlöffe die jüngeren Prinzen und Prinzessin be­grüßt, wurde in der sog. Hortenzienlaube vor dem Schlosse das Frühstück eingenommen. Nach einem Spaziergang durch den Park fuhr der Kaiser nach 11 Uhr, nur von dem Flügel­adjutanten begleitet, nach Kassel und besuchte den Erb­prinzen v. Meiningen, bep commandirenden General 0. Wittich und den Botschafter Graf Schweinitz. Die beiden ersteren Herren nahmen darauf um 1 Uhr am Dejeuner im Wilhelmshöher Schlosse Theil. Nachmittags ging der Kaiser im Park spazieren und sah dem Lawn-Tennis- Spiel der Prinzen zu, Abends 7 Uhr wurde das Diner im engsten Familienkreise eingenommen. Eine zahlreiche Menschen­menge war auf Wilhelmshöhe, um den Kaiser zu sehen, doch nur Wenigen war dies vergönnt.

* Hamburg, 3. August. In der S p r e n g ö l f a b r i k zu Krümmel bei Geesthacht wurde heute Morgen durch eine Explosion ein Arbeiter getödtet- mehrere Arbeiter wurden verletzt.

* Leipzig, ä. August. Nach Beendigung des Fischer­stechens, wobei 15,000 Menschen zugegen waren, ging auf der Schönfelder Allee beim Passiren des Festzuges das Pferd eines Milchwagens durch und rannte in die dichtge­drängte Menschenmenge. Ein Knabe ist tobt, ein 17jähriges Mädchen schwer, 5 andere Kinder leicht verletzt.

* Budapest, 3. August. Die große Ortschaft Golop im Zempliner Comitat ist bis auf 15 Häuser nieder­gebrannt. Das dadurch entstandene Elend ist groß.

* Mailand, 3. August. Ein Cyklon wüthete über der Stadt und beschädigte die Ausstellung. Zwei Arbeiter wurden getödtet, vier schwer verwundet. Der Materialschaden ist beträchtlich.

* Der Handlungsgehilfe Waldmann in Mühlhausen aus Ktrschmühle und die Putzmacherin Maria Seifart aus Apolda, die sich beide in Stellung befanden, verließen am Montag gegen 11 Uhr ein Gasthaus, um sich nach Hause zu begeben. Auf dem Heimwege irrten sie aber bei der Dunkelheit vom Wege ab und geriethen in das Quellenbecken, wo sie elendiglich im Schlamme er st i ck t e n, ehe ihr Begleiter, ein Uhr­macher, ihnen Hilfe bringen konnte. Erst nach sechsstündiger Arbeit gelang es, die Leichen aufzufinden.

* Ein Washingtoner Blatt enthält ein Inserat folgenden Inhalts:Ein Indianerhäuptling will seine einzige Tochter, eine wilde Blume von 18 Jahren, mit schwarzen Augen und regelmäßigen Zügen, an einen Landwirth verheirathen bei einer Mitgift von 300,000 Dollar, zahlbar in Pferden, unter der Bedingung, daß der Erwählte sich im Stamme seiner Frau niederläßt und ihn die Landwirthschaft lehrt."

* Ein Feind unserer Kleider, die Motte, dieser gefähr­liche Kleinschmetterling, erscheint jetzt bei der warmen Witterung häufiger im Zimmer. Die Kleider- oder Pelz­motte flattert mit Vorliebe bei einbrechender Dunkelheit umher, um wollene Tuchstoffe ober Pelzsachen in den Kleiber­schränken zur Eierablage aufzusuchen. Man wird daher täglich Abends sorgfältig Acht geben und vor Allem die unbewohnten Zimmer mit den unbenützten Möbeln untersuchen müssen. Keines der zahlreichen Mittel, deren sicherer Erfolg angepriesen wird, hat sich als zuverlässig erwiesen. Bis jetzt ist noch immer der beste Schutz gegen Mottenfraß, der von der in einer dütenartigen Hülle sich einspinnenden gelblichen Raupe mit schwarzbraunem Kopfe herrührt, das häufige Aus­klopfen der bedrohten Kleidungsstücke, Eier und junge Räupchen werden auf diese Weise, besonders durch nach­folgendes emsiges Bürsten, rechtzeitig entfernt. Starke Gerüche, wie sie Kampher, Naphtalin, Blätter des Wallnuß­baumes re. ausströmen, sind nur vorbeugender Natur- die Schmetterlinge lieben sie nicht, ohne sie jedoch immer ganz zu meiden.

Technische Fortschritte.

Ersatz für Guttapercha. Dieses theuere Material, welches für die unterirdischen electrischen Leitungen unentbehrlich ist, soll jetzt durch zwei andere Materialien ersetzt werben. Ein Engländer, Dr. Taylor in London, hat ein Mittel erfunden, welches dieselben unschätzbaren Eigenschaften wie die Guttapercha besitzen soll; ernennt daS Jsolirmittel Purcelitte; es soll vierzig Mal billiger als Gutta­percha sein. Ein zweites Mittel ist in Amerika erfanden, nämlich Papiermasse. Auch diese, besonders zuberettet, soll ein ausgezeichnetes

Jsolirmaterial fürkelectrische Leitungen abgeben. Wenn sich die Mittel bewähren, was abzuwarien bleibt, so würde die Eleclrictlät (Licht, Telephonie u. s. ro.) viel billiger werden.

Schiffsnachrrehten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 2. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Cavitär- W. Willigerod, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 24. Juli von Bremen und am 25. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern, 4 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Land- und Volkswirtschaft.

Sirtzr«» 4. August. Marktbericht- Aut »cm heutigen Wochenm artt kostere r Butter or. Pfd. *. 0,951,10, Hühnereier 1 Stück 0 A, 2 Stück 11-12 fcftic pr. St. 5-8 -X. ttäsematle pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 J», Tauben pr. Paar A 0,701,00, Hühner pr. Stück A 0,901,10, Hahnen pr. St a 0,501,10, Enten pr. St- A 1,50 bis 2 0 , Ochsevfletsch Pt. Pfd- 74-78 Kuh- u. Rindfleisch pr. Psd.--70 H, Schweine­

fleisch pr. Md. 6070 4, Kalbfleisch pr. Md. 6066 \ Taumel» fleisch pr. Pfd. 5868 4, Kartoffeln pr. 100 Jftio 5,0010,00 A, Weißkraut pr. Stück--4. .Hroiehfh- pr. Centner 9,0010,00 A,

/wilck or. Lff^ 16 - 20 A, Enteneier 2 St- 11 4. Gänseeter 10 4 Kirschen pr. Pfd- 812 4-

Auszug aus den Stan-esanrtsregiftern

der Stadt (Sieben.

«nfgedor«.

Juli: 30. Dr. Heinrich Ludwig Marx, Großh. Amtsrichter zu Offenbach, mit Ida Justine Christiane Anna Pbtlippine Winckler bierselbst. 31. Waldemar WladtslauS Glybowtecki, Küchenchef zu Bockenhetm, mit Luise Johanna Magdalene Ruff daselbst. August: 1. Joh. Gg. Hermann Wilhelm Schulz, Hauptmann a. D. dahier, mit Sophie Anna Marie Thekla Conradine Heß zu Crumstadt. 3. Dr. Karl Josef Laver Elbs, Universitäts-Professor dahier, mit Wilhelmine Julie Caroline von Rotteck zu Freiburg i. B. 3. Heinrich Schulz, Gerber dabier, mit Katharine Jungermann dahier. 3. Joh. Fried. Gottlieb Möbus, Bureauvorsteher dahier, mit Anna Maria Katharina Kösterus zu Darmstadt.

Etzeschließungrn.

August: 1. Ludwig Adolf Haudach, Schlossermeister dahier, mit Marte Luise Rühl hterselbst.

Juli: 25. Dem Fuhrmann Albert Dreier Zwillinge, zwei Töchter, Emilie und Wilhelmine. 26. Dem Buchbinder Christian Hermann Wagner ein Sobn. 27. Dem Bierbrauer Karl Zimmer eine Tochter, Marie Ottilie. 27. Dem Maschinenarbeiter Ludwig Schäfer ein Sohn, Ludwig. 29. Dem Kaufmann Jacob Weinberg eine Tochter, Auguste. 29. Dem Taglöhner Johann Peter Rosen­becker eine Tochter. 29. Dem Kasernenmärter Wilhelm Schuck ein Sobn, Johann Wilhelm Albert. 30. Dem Kmscher Karl Samuel Rösinger ein Sohn, Karl August. August: 1. Dem Architect Johannes Boguslav Sickert ein Sohn. 2. Dem Schneider Georg Hildebrandt ein Sohn.

Gewordene.

Juli: 27. Minna Margarethe Anna Elisabeth Emma Philipptne Kohlermann, 1 Jahr alt, Tochter von Küfermeister Wilhelm Kobler- mann dahier. 31. Ernst Wilhelm Schramm, 2 Monate alt, Sohn von Zahlmeister Carl Albert Schramm dabier. August : 2. Marte Karoline Kretzschmar, geb. Krämer, 34 Jahre alt, Ehefrau von Kürschner Friedrich August Kretzschmar dahier. 2. Wilhelm Nicolai, 68 Jahre alt, Taglöbner von Butzbach.

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Auszug aus -en Kirchenbüchern

der Stadt (Sieben.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Markusgemetnde.

Den 1. August. Ludwig Adolf Haubach, L-chlossermeister zu Gießen, und Marte Luise (Rühl, Tochter des verstorbenen Bäcker­meisters Daniel Rühl zu Gießen.

Getaufte..

MatthäuSgemeinde.

Den 29. Juli. Eine uneheliche Tochter, Elisabeth, geboren den 9. Juli.

^Denselben. Dem Oeconom Christian Diebe eine Tochter, Katharine Marte Alma Erna, geboren den 7. Juli.

Denselben. Dem Ofensetzer Albert Heß eine ^Tochter, Frieda Elisabeth Anna Marie, geboren den 24. Mai. 2

Denselben. Dem Bauunternehmer August'Helfenbein ein Sohn, Wilhelm, geboren den 17. Juni.

Den 31. Juli. Dem Restaurateur Ludwig Feidel ein^Sohn, Albert Adam Georg, geboren den 6. Junt.j

MarkuSgemeinde.

Ten 29. Juki. Dem Schuhmacher Heinrich Schombrr eine Tochter, Marie Auguste Elisabeth, geboren den 8. Juni.

Denselben. Dem Schreinermeister Friedrich Bonarius ein Sohn, Friedrich, geboren den 30. Juni.

Denselben. Dem Schreinermetster Martin Lämmer eine Tochter, Helene Johannetle Susanne, geboren den 7. Juni.

Denselben. Dem Fuhrmann Martin Helfrich ein Sohn, Ernst Friedrich, geboren den 16. Mat.

Den 2. August. Dem Installateur Wilhelm Wehn ein!Sohn, Heinrich Adolph, geboren den 8. Mai.

Lukasgemetnde.

Den 29. Juli. Dem Wirth Heinrich Jochem eine Tochter, Katharina Elise Helene, geboren den 3. Jult.;^,

Denselben. Dem Heizer Christian Marr eine Tochter, Anna, geboren den 3. Juli.

JohanneSgemetnde.

Den 29. Juli. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Margarethe Eltsabethe, geboren den 1. 3ult.

Denselben. Dem Tapezier Wilhelm Schuldt ein Sohn, Wilhelm Carl Ludwig, geboren den 20. Mai.

Milttärgemeinde.

Den 29. Juli. Dem Vicefeldwebel Peter Jacob ein Sohn, Otto Wilhelm Christian, geboren den 1. Juli.

Beerdigte.

Johannesgemeinde.

Ten 28. Juli. Gustav Vogt, Privatmann, alt 73 Jahre, starb

"denselben. Emil Sommerlab, Wirth, alt 40 Jahre, starb den 26. Juli.

Temperatur der Lahn und der Lnft

nach Reaumur gemessen am 4. August, -wischen 11 und 12 Uhr:

Wasser 15«Luft 16°.

Rübsarnen'sche Badeanstalt.