Neueste Nachrichten.
Wolff« telegraphische- Correspondenz-Bureaa.
Paris. 2. September. Auf Wunsch des Herzog- von Orleans wurde heute in der St.-Madeleinekirche für den Grafen von Paris eine Messe gelesen. Dem einfachen Gottesdienste wohnte eine große Anzahl Personen bei. Es kam kein Zwischenfall vor.
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Gietzev. den 3. September 1894.
** Ehrung. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 15. August der Katharina Müller in Kostheim die Rettungsmedaille zu verleihen.
** Ernst»Ludwig - Victoria - Melita - Stiftung. Von Interesse dürfte es für Manchen sein, zu erfahren, meldet das „Darmft. Tagebl.", daß bei Ueberreichung des Aufsätze- durch das engere Präsidium der „Hassia" Seine Königliche Hoheit der Großherzog auch gleichzeitig der Ernst-Ludwig-Bictoria« Melita Stiftung Allerhöchstseine Sanction ertheilte. Diese Stiftung, welche aus Ueberschüssen bei der Sammlung für obiges Geschenk und einem Zuschuß miß dem Verbands-Vermögen entstanden ist, bezweckt Unterstützung von Confirmanden und Erstcommunicanten, welche Kriegerwaisen find.
** Theater. Wie schon im Annoncentheil gemeldet, beginnt Herr Director Reiners die diesjährige Spielzeit mit Sonntag den 30. Sept., und hat die Direction diesmal ganz besondere Anstrengungen gemacht, um die kommende Saison zu einer außerordentlichen zu gestalten, denn nicht nur ist ein ausgezeichnetes Personal engagirt, sondern auch ganz außerordentlich berühmte Künstler zu Gastspielen verpflichtet worden. Da sind vor Allem die Schlierseer Bauern, welche Herr Reiners mit großem Risico auf 5 Abende gewonnen hat, dann weiter dürfte sich das Gastspiel des allbekannten Heldendarstellers Herrn Dr. Max Pohl als ein sehr intereffantes entwickeln, — dann sei noch das Gastspiel der Gebrüder Hartmann mit ihren Ausstattungsstücken „die Reise um die Welt in achtzig Tagen", „die Kinder des Capitän Grand", und „die sieben Raben" erwähnt.
*♦ Cholera betr. Großherzogliches Kreisgesundheitsamt erlaßt im „Amtlichen Theile" eine Bekanntmachung, auf die wir hiermit aufmerksam machen. Behufs Prüfung des Lahnwassers wurden gestern und heute Proben entnommen.
** Wegen Choleragefahr sind die Manöver bei Marburg abgebrochen. Die Truppen rücken unverzüglich wieder in ihre Garnisonen. — Ein amtliches Extrablatt der „Oberhesi. Ztg." meldet: „In dem Dorfe Bürgeln (Kreis Marburg) sind einige Fälle von asiatischer Cholera festgestellt worden. Die erforderlichen Maßregeln gegen eine weitere Verbreitung der Seuche sind getroffen. Für die hiesige Bevölkerung liegt irgend ‘ein Grund zur Beunruhigung nicht vor. Doch wird empfohlen, der Art der Lebensweise und namentlich der Auswahl der Lebensmittel erhöhte Sorgfalt zu schenken. Besonders ist von dem Genuß ungekochter Speisen (Obst, Milch, Salat u. s. w.) thunlichst Abstand zu nehmen. DaS Wasser der städtischen Leitung ist aP durchaus unverdächtig anzusehen. — In dem eine Meile von hier entfernten Orte Bürgeln ist asiatische Cholera ausgebrochen. Profeffor Fränkel hat das Vorhandensein von Bazillen fest- gestellt. Zwei Personen starben bis jetzt. Eine dort während des in der Gegend stattfindenden Manövers einquartierte Schwadron der Mülhausener Ulanen wurde ausquartiert. Die Soldaten find verschont geblieben. Ueber den Ursprung der Seuche ist noch nichts bekannt."
Die 13er Husaren, welche am vorigen Freitag auf dem Marsche nach der Umgebung Marburgs durch die Stadt ritten, kamen heute im Laufe des Vormittags infolge des jähen Abbruchs des Manövers wieder zurück. Einige Schwadronen nahmen ihren Weg durch die Schulstraße und Neuen ^Bäue in der Richtung nach Garbenteich, Holzheim u. s. w., die anderen setzten ihren Ritt auf der Frankfurter Straße fort. — Auch Infanterie pasfirte während des Tages mittelst Sonderzügen den hiesigen Bahnhof.
*• Die Einwohnerzahl Gießens wird nach den neuesten Veröffentlichungen des Großh. Ministeriums mit 22 100 angegeben- darunter sind 2180 Mann Militär.
** Einbruch. In der Nacht vom Freitag auf Samstag wurde die am Bahnhossumbau befindliche Cantine erbrochen und eine Parthie Eßwaaren entwendet. Ein der That verdächtiger Arbeiter wurde zur Haft gebracht.
** Betrug. Bei einem hiesigen Kaufmann erschien vor einigen Tagen ein junger Mann, stellte sich als Sohn eines GeschästsfreundeS vor und suchte für ca. 800 Mk. Maaren zur Lieferung aus, nahm auch einen kleineren Posten alsbald mit. Nachdem die Maaren verpackt und zum Theil versandt waren, stellte es sich heraus, daß es sich um einen Betrug handelte. Die Person des Betrügers wurde festgestellt und wird derselbe seiner Strafe nicht entgehen.
** Eingeschlagene Fenster. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden in der Bismarckstraße und in der darauffolgenden Nacht am Neuenweg Fensterscheiben eingeschlagen. Im letzteren Falle wurden die Thäter abgefaßt und werden sich dieselben wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben.
** Der Sedautag wurde in der seit einigen Jahren üblichen Meise durch Festgeläute, Choral vom Stadtthurm, Beflaggen der Gebäude u. s. w. gefeiert. Der Kriegerverein beging den Tag durch gemeinschaftliche Theilnahme am Gottesdienst, Schmückung der Gräber und durch ein Fest- bauket im Lenz'schen Felsenkeller. (Mir werden Über diese Feier in nächster Nummer eingehend berichten. Red.) Der Beteranen-Verein, welcher dem Andenken an die Gefallenen bereits am 18. August auf dem Friedhose eine ernste Feier widmete, versammelte sich bei Concert und Vorträgen auf dem Lahnstein.
** Militärdieustuachricht. Hauptmann Hahn vom Inf.- Regiment Kaiser Wilhelm wurde als Compagniechef in das Leib - Grenadier - Regiment König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenb.) Nr. 8 in Frankfurt a. d. O. versetzt.
** § 173. Wegen Verdachts des Vergehens gegen § 173 des R.-Str.-Gesetzes wurde am vorigen Samstag ein hiesiger Metzger zur Haft gebracht.
** In Gebrauchsmustern fand folgende Eintragung statt: Pressen-Einsätze zur Herstellung von Preßnußkohlen aus getrockneter, feiner Braunkohle ober dergleichen, bestehend aus zweitheiliger Preßform mit Rinnen und Preßplatte mit eingesetzten Stempeln. Adolf Römheld, Eisengießerei und Eisenbauwerkstätte in Friedrichöhütte bei L a u b a ch, 11. Juli 1894.
** Die Geschäftsstelle des Oberhesfischen Obstbauverems versendet gegenwärtig einen Aufruf, worin sie die Mitglieder zur Betheiligung an der in diesem Herbste in Berlin stattfindenden O b st a u s st e l l u'n g auffordert. ES ist wieder, wie vorjährig in Breslau, eine Gesammtausstellung geplant, die vom Verein arrangirt wird. Die Vereinsmitglieder, die sich betheiligen wollen, sind deßhalb aufgefordert, bis zum 8. September Obst und Obstwein an die Geschäftsstelle einzusenden, wo die Auswahl, Sortenbenennung und Zusammenstellung erfolgt. Die Preisbewerbung auf der Berliner Ausstellung findet nur für die Provinz Brandenburg statt- da jedoch den Preisrichtern für gute Leistungen auswärtiger Züchter besondere Preise zur Verfügung stehen, so ist eine ehrende Auszeichnung unseres Obstbaues nicht ausgeschloffen, zumal eine Betheiligung des Vereins nur dann stattfindet, wenn etwas wirklich Gutes geboten werden kann. Hoffentlich wird das geplante Unternehmen möglich, damit unserem vorzüglichen oberhessischen, namentlich Wetterauer Obst, neue Absatzgebiete erschlossen werden. (D. Z.)
** Nach dem Genüsse von Obst stellt sich gewöhnlich Durst ein; dieser wird am besten vermieden, wenn man mit dem Obste zugleich Brod oder Brödchen genießt. Wenn man überhaupt die Kinder vor Unterleibsbeschwerden bewahren will, so gestatte man ihnen niemals, daß sie Obst ohne Brod genießen. Wenn Eltern ihre Kinder gesund, insbesondere vor Durchfall, Diarrhöe bewahren wollen, so sei ihnen dringend empfohlen, sie von klein an daran zu gewöhnen, Obst nur mit Brod zu essen.
*• Einschränkung des Haufirhandels. Es wird jetzt eine Einschränkung des Hausirhandels insofern angebahnt werden, als Wandergewerbescheine nur für den Bezirk der Ausstellungsbehörde Geltung haben und nur im Falle des durch die zuständigen Behörden sestzustellenden Bedürfniffes zu ertheilen sind, daß Handelsreisende, die auf Grund des § 44 der Gewerbe-Ordnung ihre Gewerbe ohne Wandergewerbeschein ausüben, Bestellungen auf Waaren nur bei solchen Gewerbetreibenden suchen dürfen, in deren Gewerbebetrieb Maaren der angebotenen Art Verwendung finden und daß Derjenige, der an seinem Wohnorte oder am Sitze seiner gewerblichen Niederlassung von Haus zu Haus, oder an öffentlichen Orten Waaren feilbietet und verkauft, als Hausirer betrachtet und an die Erwerbung einesWandergewerbescheines gebunden sein soll.
n. Lollar-Kirchberg, 2. September. Die Bekränzung des hiesigenKriegerdenkmals durch die fünf Kriegervereine des Kirchspiels fand vor dem erhebenden Festgottesdienste statt und zwar indem der Vorsitzende des Lollarer Vereins „Ludwig zur Treue" folgende Verse aus Dr. IHanS Natges trefflicher und cmpfehlenswerther Sedan-Festschrift vortrug:
Es brauste der Kriegsruf vom gallischen Land
Und zwang uns den flammenden Stahl in die Hand;
Es galt unserm Kleinod, es galt unserm Rhein,
Drum brach es wie Sturmwind auf Frankreich herein, Für Vaterland, Freiheit und Krone.j
Fürs Heiligste galt es, den heiligsten Krieg, Und Gott war mit uns, und Gott gab den Sieg, Und jubelnd drangen mit Macht, mit Macht Die Deutschen vorwärts von Schlacht zu Schlacht Zum winkenden Katserthrone.
Doch um zu erstreiten solch köstliches Gut, Gatts köstlichen Einsatz, galts Leben und Blut, Und Tausende lösten den bindenden Schwur, Nur mit dem Tode auf dampfender Flur, Fern ihren Theuern und Lieben. — Doch sind sie vergessen die Helden, die kühn Mit Blut einst besiegelt ibr treues Bemühn? Nein! ewiger Lorbeer bleibt denen gewahrt, Die, treu um ihr heiliges Banner geschaart, Für Deutschlands Ehre'geblieben!
Drum sei auch heute der Todten gedacht, Die mannhaft und tapfer gehalten die Wacht! — Ja, lasset uns schmücken, wo beute im Glück Wir rufen den glorreichsten Tag uns zurück, Ihr Denkmal mit schwellendem Kranze!
Und ob auch die Zeit mag im Sturme vergehn, Nie kann sie die Namen der Braven verwehn. Und Ihr die Ihr muthig in heiligem Krieg Halft Deutschland erstreiten den herrlichen Sieg, Lebt fort in hellleuchtendem Glanze!
-sä. Butzbach, 3. September. Bei herrlichstem Wetter wurde gestern hier das Sedanfest, verbunden mit dem Jugend fest, gefeiert. Gegen 3 Uhr Nachmittags bewegte sich der Zug der Kinder durch die reich mit Fahnen ge- schmückten Straßen der Stadt nach dem Festplatze. Dort angekommen, hielt Herr Reallehrer Dr. Siebert die Festrede, indem er mit trefflichen Worten auf die Bedeutung des Sedantages hinwies. Sein Hoch galt Kaiser und Reich und unserem geliebten Fürftenhause. Darauf begannen die Spiele der Kinder, wobei ein Reigen der höheren Knaben- und Mädchenschulklaffen, unter Leitung des Herrn Lehrer Wämser, besonders gefiel. So schwanden die Stunden schnell dahin und um */z8 Uhr bewegre sich der Zug nach dem Marktplatz, wo er sich nach Absingen einiger Lieder auflöste. Abends sand sich in der Festhalle die „ältere Jugend" ein, wo man sich bei Concert und Liedervorträgen der vereinigten Chöre des Gesangvereins „Orpheus" und des Turnvereins bis spät in die Nacht noch recht gut amüsirte.
D. Daueruheim, 2. September. Einem hiesigen Ein- wohner wurden auf rasfinirte Weise 1200 Mark, lauter
Silbergelb, gestohlen. In dem anstoßenden Zimmer schlief ein Bewohner, ber von dem Einbrüche nichts merkte. Man fahndet nach dem Einbrecher.
-b- Blofeld, 2. September. Man liest oft in den Blättern: Hütet die Kinder! und meint damit meistens: Vorsicht bei den Maschinen. Die Warnung soll sich aber auch auf Vorsicht bei dem Vieh beziehen, mit dem sich die Kinder zu schaffen machen und dabei zu Schaden kommen, wie ein gestern hier vorgekommenes Beispiel beweist. Ein kleiner Junge von 4 bis 5 Jahren kam einem Pferde zu nahe- das Thier schoß auf den Knaben los und biß ihm^die Oberlippe durch. Es war ein schrecklicher Anblick. Der herbeigerufene Arzt mußte vier Nadeln einlegen, um die Bißwunde zusammenzuheften, wobei der kleine Bursche entsetzlich stöhnte und jammerte. Darum hütet die Kinder auch bei dem Umgang mit Vieh, daß die Kleinen nicht zu Schaden kommen.
* Köln, 31. August. Das Gesimse des im Bau begriffenen Waisenhauses in dem benachbarten Kalk stürzte ein und verschüttete mehrere Arbeiter. Ein verheiratheter Maurer wurde tödtlich verletzt.
* Wien, 31. August Joseph Ratzenboeck, Statt- Halterei-Beamter in Salzburg, ist gestern auf dem Moser- boden ab gestürzt- er wurde im Zisendbach tobt auf- gefunben. _______________
Eingesandt.
Gieße«, 3. September 1894.
Wie der „Gießener Anzeiger" in Nr. 204 unv 205 meldete, hat unter dem Vorsitze des Directors der Großh. Centralstelle für Gewerbe, Negierungsrath vr. Hesse, die Generalversammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins stattgefunden. Von dieser Versammlung wurde beschlossen, die nächste Generalversammlung in AilSfeld abzuhatten und soll bei dieser Gelegenheit eine Provinztal- Gewerbe-Ausstellung stattfinden. Nun soll im Sept^e.1895 äse: ä ä
nur alle 15 Jahre in einer Provinz wiederkehrt, ist umsomehr auf einen großen Andrang aller Interessenten zu rechnen. Es wäre daher zweckmäßig, mit dieser Ausstellung am biefigen Platze eine Gewerbe- und Jndustrte-AuSstellnng zu verbinden. Vielleicht ließe sich die für Alsfeld projeciirie Generalversammlung und Aus» stellung des Landesgewerdevereins noch nach Gießen verlegen und sollten^sofort Schritte bei den maßgebenden Persönlichkeiten erfolgen. Seit 30 Jahren hat hier eine industrielle AuSstellungnichtstatt- gesunden und fand auch damals unter ganz anderen Verhältniffen, als eine Local-Ausstellung, statt. Inzwischen daben andere Plätze, welche im Gewerbebetrieb und in der Industrie weit hinter dem hiesigen Platz zurückstehen, erfolgreiche Ausstellungen veranstaltet° — Soweit uns bekannt geworden ist, ist auch sowohl bei hiesiger Handelskammer als sonst hierbei noch in Betracht kommenden Behörden und Personen eine dahingehende Anregung erfolgt, ob mit Erfolg ist jedoch nicht bekannt geworden. Es dürste daher vorzugsweise eine Aufgabe der Industriellen und Gewerbetreibenden des hiesigen Platzes sein, durch Umfrage wegen einer eventtiellen Betheiligung und Einberufung einer Versammlung der Mitglieder des Localgewerbeoer eines die Stimmung, kennen zu lernen. So bald ist eine ebenso passende Gelegenheit für eine erfolgre che Ausstellung nicht wieder zu erwarten und ohne Säumen sollte die Angelegenheit betrieben werden. Alle hierbei in Betrach kommenden Fragen dürften durch eine Besprechung der Interessenten leicht ihre Erledigung finden. ____
Verkehr, Land- nnd Volksm§rthsehaft.
«rünbera, 1. September. Fruchtpreise. Weizen12,06- Korn X 13,64, Gerste X 10,00, Hafer 10,12, Erbsen -^ 00,00» Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00 Samen X 19,80.
- «ommerfche Hypotheken - «letten - Bank. Wie aus dem Jnseratentheile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die am 1. October er. fälligen Pfandbrief - Coupons bereits vom 15. September er. ab eingelöst.
Barometerstand.
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Thermometer: min. + 8° R., max. 4- 9° R.
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Hygrometer: Neigung s. nasses Wetter.
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witternngsansfichten
am 3. September Morgens 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage).
Lahn-Temperatur zwischen 11—12 Vorm.: 4- llVs0 R. (Luft: ff-H VM-) Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand des vorhergehenden Tage- an.
8.
Ca. 6000 Stück Seidenstoffe - ab tigent« Fabrik — schwarze, weiße u. farbige v. 75 Pst bis Mik. 18.66 pr Meter — glatt, gestreift, farriert, gemustert, Damaste re. (ettea 240 versch. Qual, und 2000 versch- Farben, Dessins re.) 0T Porto- «nd steuerfrei inS Haub l l Catalog und Muster umgehend- [122 G, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k. Hoft), Zürich.
— Ein Wein, welcher zur Wiederherstellung gesunkener Körper- kräfte Verwendung finden soll, muß von guter Qualität und wohlschmeckend, von absoluter Reinheit und vor allem auch gut abgelagert sein. Daß solcher Wein nicht für einige 50 Pfg. geliefert werden kann, dürfte auch dem in dem Weinfache weniger Kundigen einleuchten. Es kann daher nur mit Freuden begrüßt werden und alle Anerkennung finden, daß die unter der Mitwirkung der königlich italienischen Staatsregierung gegründete Deutsch-Italienische Wein- Import-Gesellschaft Daube, Donner, Kinen u. Co. in ihren Rothwetn - Marken Maroa Italia, Vino da Pasto No. I, für Stärkungsbedürfttge einen Wein in den Verkehr gebracht hat, der nach den Gutachten ber Aerzte alle jene Eigenschaften besitzt, welche man an einen Stärkungswetn zu stellen berechtigt ist und der dabet zu einem so mäßigen Preise zu haben ist, daß selbst dem weniger Bemittelten die Beschaffung dieses werthvollen Mittels zur Wiederherstellung gesunkener Körperkräfte ermöglicht wird. Man wende sich in Gießen an eine der nachfolgenden Verkaufsstellen: G & A. Wallenfel», Carl Schwaab, Wilh. Schomber, Eberh. Dort.
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