Ausgabe 
4.4.1894 Erstes Blatt
 
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faltung eines großartigen Trauergepränges- die imposante und zugleich ergreifende Feierlichkeit wurde durch keinen Miß­ton gestört. Nachdem aber nunmehr den irdischen Ueberresten Ludwig Kossuths die letzten Ehren von der dankbaren magyarischen Nation erwiesen worden sind, wird die politische Seite der ganzen Kossuth-Affaire wieder desto schärfer hervor­treten. Am Donnerstag tritt das ungarische Abgeordneten­haus wieder zusammen und sind hierbei leidenschaftliche Vor­stöße der Opposition gegen die Regierung wegen der den Wünschen und Forderungen der magyarischen Chauvinisten nicht genug entgegenkommenden Haltung des Cabinets Wekerle anläßlich des Ablebens Ludwig Kossuths zu er­warten.

Neueste Nachrichteit.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 2. April. DieNordd. Allg. Ztg." meldet: Der Kaiser sandte an Bismarck am 1. April folgendes Telegramm:Eurer Durchlaucht spreche meinen herzlichsten Glückwunsch aus. Der Flügeladjutant Graf Moltke ist be­auftragt, Ihnen in meinem Namen einen Küraß zu überreichen. Der feste Stahl, der dazu bestimmt ist, sich um Ihre Brust zu legen, mag als Symbol des deutschen Dankes gelten, der sich in fester Treue um Sie schließt undZdem auch ich beredten Ausdruck verleihen möchte. Wilhelm."

Berlin, 2. April. DerVolksztg."Lzufolge wird für Berlin eine Verordnung geplant, wonach die Bebauung in verschiedenen Theilen des Weichbildes Berlins selbst erheblich beschränkt werden soll.

Depeschen des Bureau .Herold".

Berlin, 2. April. DemBerl. Tagebl." wird aus Budapest gemeldet:Das Präsidium des Abgeordneten­hauses hat angeordnet, daß vom Donnerstag ab nur eine beschränkte Anzahl Berichterstatter Zutritt zur Berichterstatter­tribüne erhält. Demzufolge beschlossen sämmtliche Zeitungen einhellig, falls die Verordnung nicht bis zum Mittwoch rück­gängig gemacht sei, keinerlei Parlamentsberichte und keine Reden zu veröffentlichen."

Friedrichsruh, 2. April. Fürst Bismarck hat trotz der großen Strapazen Nachts ausgezeichnet geschlafen; er machte heute seinen gewohnten Spaziergang. Die Gäste sind alle ab gereift, außer dem Professor Lenbach. Fürst Bismarck hat Kaiser Wilhelm ein Danktelegramm für Glückwunsch und Geschenk übersandt- er werde den Küraß als Symbol der kaiserlichen Gnade anlegen und ihn seinen Kindern als dauerndes Andenken an dieselbe vererben.

Bremerhaven, 2. April. Der DampferRoland" ist in Newhork angekommen. Der DampferEms" wurde in Horta auf den Azoren eingeschleppt. Der Lloyd hat an­geordnet, daß die Paffagtere des letzteren mit dem Dampfer Kaiser Wilhelm", welcher von Genua abgeht, nach Newyork weiterbefördert werden.

Posen, 2. April. Bei der Reichstags st ichwahl, welche am Samstag im Wahlkreise Meseritz-Bomst stattsand, erhielt v. Dziembowski (cons.) insgesammr 9200 Stimmen, während für Probst v. Szymanski (Pole) 8703 Stimmen abgegeben wurden, v. Dziembowski wurde somit gewählt.

Wien, 2. April. DiePol. Corr." meldet aus Kopen­hagen, daß die Nachricht derTimes", der König von Dänemark habe kürzlich einem spanischen Staatsmann gegenüber von der demnächst stattfindenden theilweisen Ab­rüstung der europäischen Staaten Mittheilung gemacht, vollständig unbegründet sei. In der Audienz, welche ein spanischer Staatsmann Ende Februar beim Könige hatte, sei kein einziges Wort über die Abrüstung gesprochen worden.

Herein trat der Präsident, am Arme sein herrlich blühendes Röschen. Die Begrüßungsformen waren halb ceremoniell, halb herzlich. EinAh" der.Bewunderung durchströmte den Saal beim Anblick der reizenden Tochter des Präsidenten. Sie nickte links, sie nickte rechts die Lippen öffneten sich, um schneeige, 'wie Perle an Perle gereihte Zähne zu zeigen- anmuth'ge Grübchen im Kinn und in den rosigen Wangen. Aus den lieblichen, himmelblauen Augen sah man Herzlich­keit, Freundlichkeit, aber auch tiefe Melancholie und fast ein Bitten herausblicken, wie Verzeihung erflehend, daß der Mund nicht zu sprechen vermöge, was er gern möchte. Alles war dem süßen Wesen sofort freundlich gesinnt, wenn es auch eine oder zwei Xanthippen gab, die es ganz absonderlich fanden, Jemanden, das mit so unangenehm berührenden Gebrechen behaftet, mit In die Gesellschaft zu bringen. Einen aber gab es, der das arme stumme Mädchen sofort und ganz in sein Herz geschlossen hatte, und dies war Hans v. Grieben.

Der tolle Junge wußte das Röschen ganz und gar ver- geffen zu machen, daß es stumm sei. Seine hellen, freund­lichen Augen versenkend in jene des stummen Mädchens, wußte er ihr durch Blicke zu erzählen von Himmelsseligketten, die kein Auge gesehen, kein Ohr vernommen, keine Lippe wohl je wiedergegeben haben mochte.

Stunde auf Stunde verfloß, dem neuen Jahre zueilend. Da zog der alte Oberstlieutenant und Hausherr plötzlich seine Uhr und verkündete laut, daß nur noch drei Minuten fehlen bis zum Anbruch des neuen Jahres. Er bat die Gesellschaft, sich zu erheben und geleitete dieselbe nach dem Balkon, dessen ThÜren auf sein Geheiß von den Dienern geöffnet worden waren.

Bon Schneecrystallen glitzerten die Dächer der gegenüber­liegenden Häuser und ein bewegtes Leben that sich auf den Straßen kund. Bon der benachbarten Schloßkirche begannen dumpfe Glockenschläge anzukünden, daß das neue Jahr soeben seine Herrschaft anzutreten beabsichtige. Andächtig stand die ganze Gesellschaft auf dem Balkon, Röschen neben dem wilden Hans. Da mit einem Male ertönte neben des Prä­sidenten Tochter ein mächtiger Knall, als ob ein Kanonenschlag gelöst sei - unten auf der Straße rief das Volk sich begrüßend zu:Prosit Neujahr! Prosit Neujahr!" Oben auf dem Balkon

I« Monat März habe überhaupt keine Conferenz mit einem Vertreter der spanischen Regierung stattgefunden.

Prag, 2. April. Der im Omladinaproceß zu P/j Jahren Zuchthaus verurtheilte Jaromir Hlad hat sich aus seiner zwei Stock hoch belegenen Wohnung auf die Straße gestürzt und trug tödtliche Verletzungen davon.

Abbazia, 2. April. Der Ausflug Kaiser Wilhelms nach Venedig ist aufgegeben, dagegen finden Besuche von Fiume, Pola und Triest statt.

Paris, 2. April. Wie aus Vichy gemeldet wird, hat die dortige Einwohnerschaft gelegentlich der Ausstellung einer Bronce-Statue, welche der Czar der Stadt zum Geschenk gemacht hatte, eine große russophile Demonstration veranstaltet.

Paris, 2. April. Seit länger als acht Tagen sind die Züge auf der Eisenbahnstrecke Mentone-Blacon mit italienischen Erdarbeitern überfüllt, welche, vollständig mittellos, in Frank­reich Unterhalt suchen. Die Emigranten stammen größten- theils aus Piemont.

totales und provinzielles.

Hießen, den 3. April 1894.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten. Versammlung Donnerstag den 5. April 1894, Nach­mittags 4 Uhr: 1. Gesuch der I. Schleunlng Wittwe um Erlaubniß zur Erbauung eines Gartenhäuschens am Nahrungsberg. 2. Desgl. des Fritz Kühn wegen einer Abortanlage daselbst. 3. Gesuch des H. Belloff zu Gießen um Concessionserthellung zum Wirthschaftsbetrieb im Hause Dammftraße 29. 4. Desgl. des Wilhelm Reinhold im Preisag- schen Hause (Schulstraße). 5. Desgl. des Gottlieb Starke im Hause Neustadt 11. 6. Desgl. der Gebr. Röhrle im Hause Nordanlage 38. 7. Desgl. des Hermann Frech im Hause Asterweg 12. 8. Die unentgeltliche Abgabe von dürrem Nadelholzreisig aus noch nicht durchforsteten Hegen der Domanial- und Communalwaldungen. 9. Die Wiedererhebung der Weinsteuer.______ _______

Universität betreffend. Wir erhielten folgende De­pesche: Bet der heutigen Budget-Berathung wurde die For­derung für die Landes-Universität irn Betrage von 556,638 Mk., unter Strich von 2850 Mk. für das Reitinstitut, mit Majo- rltät genehmigt.

* Spielcursus für Lehrer. Wie in verschiedenen Städten des Reiches, so wird auch in Frankfurt a. M. in diesem Jahre wieder ein Cursus zur Ausbildung von Lehrern der Jugendspiele und zwar vom 15. bis 23. Mal abgehalten. Die Lehrer der Unterrichtsverwaltungen, Provinzial - Schul- collegien und Regierungen sind Seitens des Centralaus- schufses zur Förderung der Jugend- und Volkssptele in Deutschland von der Einrichtung des Cursus benachrichtigt und gebeten, den sich meldenden Lehrern Urlaub zu gewähren. Die Gemeinden, welche geeignete Persönlichkeiten entsenden, gewähren denselben in der Regel entsprechende Beihilfe zur Bestreitung der entstehenden Kosten. Der Cursus selbst ist unentgeltlich. Anmeldungen zur Theilnahme an dem Cursus sind bis zum 8. Mai d. I. an den städtischen Turninspector Herrn W. Weidenbusch in Frankfurt a. M. zu richten.

* * Hinsichtlich der Rekrntirung des Heeres für 1894/95 ist Folgendes bestimmt worden: Der späteste Entlassungstag der Reservisten ist der 29. September 1894. Bei den Truppentheilen, welche an den Herbstübungen theilnehmen, hat die Entlassung der zur Reserve beurlaubten Mannschaften in der Regel am 2., ausnahmsweise am 1. ober 3. Tage nach Beendigung derselben bezw. nach Eintreffen in den Standorten stattzufinden. Die zu halbjähriger activer

herrschte die größte Aufregung. Wohl hatte man sich soeben auchProsit Neujahr!" zugerufen aber was war das? Dort am Halse ihres Vaters hing zitternd und bebend Röschen und schrie mit grellen, ängstlichen Lauten:

Vater, Vater! Prosit Neujahr, lieber Vater!"

Der Schreck hatte ihr die Stimme wiedergegeben.

Prosit Neujahr, Du süßes Kind!"

* * *

*

Einige Tage später wurde Hans v. Grieben offiziell vom Polizeipräsidenten eingeladen.

Junger Mann," sagte der Polizeipräsident,das heißt, Herr Doctor denn ich hatte nicht gewußt, daß Sie Ihren Doctor kurz vor Weihnachten gemacht Herr Doctor, Sie haben trotz meiner Verfügung vom 31. December sich groben Unfugs schuldig gemacht, indem Sie nach mir zugegangener Anzeige in der Shlvesternacht vom Balkon Ihrer Wohnung einen sogenannten Sylvesterschuß abfeuerten. Sie sind in Folge deffen zu einer Geldstrafe von zehn Mark wegen groben Unfugs verurtheilt. Erheben Sie Widerspruch?"

Nein, Herr Präsident, ich zahle herzlich gern," ant­wortete der junge Doctor lächelnd.

Bei der Kasse gegen Quittung abzuliefern," sagte der Polizeipräsident, dann sprang er hastig auf und umarmte den jungen Mann, küßte ihn inbrünstig aber- und abermals auf die Stirn.

Sohn meines Freundes, laß Dich küssen! Dein grober Unfug hat mir meine süße Tochter ganz, ganz wiedergegeben. Hab Dank! Hab Dank!"

Ja, das ist ja alles recht schön, Herr Präsident," sagte der tolle Hans,aber ich bin Doctor der Medicin, ich mache schließlich auch Ansprüche auf Honorar. Legen Sie es aus, Herr Polizeipräsident, alsgroben Unfug" ich, ich han­delte mit Ueberjeugung, getreu dem Satze unserer berühmten Professoren Herzel und Biscourt, daß Schreckunfälle^ nur wieder durch Schreck zu heilen sind. Ich fordere nun mein Honorar! Und dies theuere Honorar besteht in der Person der Genesenen, die, wenn sie zustimmt, mein theures Weib werden soll."

Und sie ward's.

Dienstzeit im Mai bezw. November eingestellten TrainsoldarerL sind am 31. October 1894 bezw. 30. April 1895, die Traingemeinen, sowie die Oeconomiehandwerker am 29. Sep­tember 1894 zu entlasten. Die Einstellung der Rekruten zum Dienst mit der Waffe hat bei der Cavallerie baldmöglichst nach dem 1. October 1894, jedoch grundsätzlich erst nach dem Wiedereintreffen in den Standorten von den Herbst­übungen zu erfolgen. Die Rekruten für die Unteroffizierschulen sind am 2. October 1895, diejenigen aller übrigen Truppen- thelle im Laufe des October 1894 nach den Bestimmungen des Kriegsministeriums einzustellen. Mit der Entlastung der Reservisten im Herbst ds. I. ist die zweijährige Dienstzeit im Sinne des Art. 2 § 1 des Gesetzes vom 3. August 1893 durchgeführt.

Steinbach, 1. April. In freudiger Aufregung befand sich heute die hiesige Gemeinde. Schreinermeister Arnold nebst Ehefrau feierten nämlich das höchst seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Alt und Jung nahm herzliche Theil­nahme an dem Feste, und so gestaltete sich die gottes­dienstliche Feier, der das Jubelpaar, das für fein hohes Alter noch sehr rüstig ist, in der hiesigen Kirche beiwohnte, zu einer Festfeier für die ganze Gemeinde. Unter dem Klange der Glocken bewegte sich der Festzug, voran das^alt- ehrwürdige Paar, in die Kirche, woselbst der hiesige Geistliche, Herr Pfarrer Georgi, in herzerhebenden Worten des seltenen Ereignisses gedachte. Nach dem Festgottesdienst kamen die Theilnehmer, sowie die Vertreter der Gemeinde, der Klrchen- unb Schulvorstand unb ber GesangvereinEintracht", deren Mitglied ber Jubilar lange Zeit gewesen war, in dem Saale des GasthausesZum Ritter" zusammen. Hier wurden dem Jubelpaare die ihm zugedachten Geschenke überreicht. Eine freudige Bewegung ging durch die Versammlung hindurch, als ber hiesige Bürgermeister G. Krämer bem Jubelpaare bas Bilbniß Sr. Königl. Hoheit bes Großherzogs überreichte, welches Höchstderselbe mit Höchsteigener Namensunterschrift versehen bem Jubelpaare überfanbt hatte. Die Feier wurde noch verschönert durch Gesangsvorträge des oben erwähnten GesangvereinsEintracht". Der Präsident dieses Vereins überreichte ein Diplom, welches den Jubilar zumEhren­präsidenten" des Vereins ernannte. Für alle Theilnehmer war es erhebend, daß sich die Gemeindemitglieder ohne Unterschied an ber Festfeier beteiligten. Möge dem Jubelpaare beschieben sein, noch lange im Kreise der Familie und Gemeinde seinen Lebensabend zuzubringen.

§ Bermuthshain, 31. März. Seit letzter Zeit sind vom hiesigen Gemeinde-Wasenplatz mehrere verendete, bereits ver­scharrte Schweine gestohlen worden. Die Polizei ist bemüht, den ober die Thäter zu ermitteln. Man ist hier allgemein der Ansicht, baß bas Fleisch irgenbwo zu Wurst verarbeitet würbe.

Grimberg, 30. März. Heute Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr wurden wir durch Feuerlärm erschreckt. In einem Stalle neben der früher Peppler'schen, jetzt Repp'schen Fabrik am Steinweg war Feuer ausgebrvchen, das durch rasches Ein­greifen glücklicherweise auf seinen Heerd beschränkt werden konnte, wodurch die dem Hauptgebäude drohende, durch un­günstigen Wind vermehrte Gefahr abgewandt wurde.

Atzenhain, 29. März. Heute machte dahier eine lebige Frauensperson ihrem Leben durch Erhängen ein Ende.

Butzbach, 1. April. Gestern starb dahier im 83. Lebens­jahre nach kurzem Krankenlager ber Großh. Steuercommiffär i. P. Johannes Hechler. Der Verblichene war ein Ehrenmann im besten Sinne bes Worts unb fanben alle gemeinnützigen Bestrebungen in ihm einen eifrigen Förderer. Alle, welche den vortrefflichen Mann kannten, werden ihm stets das ehren­vollste Andenken bewahren.

Friedberg, 1. April. Am Freitag Abend fand im Central- Hotel zu Homburg eine Versammlung von Interessenten am Homburg-Friedberger Eisenbahnbau statt, in welcher der Canbtagßabgeorbnete unseres Wahlkreises, Herr Commerzienrath Wurmbach-Bockenhcim, über die Aussichten für diesen Bahnbau referlrte und seine Meinung dahin äußerte, daß es nur einer energischen Agitation im Verein mit hes­sischen Interessenten bedürfe, um diesen Bahnbau in Fluß zu bringen, zumal die jetzt im Bau befindliche Strecke Hom­burg-Usingen bis Friedrichsdorf jetzt schon als Vollbahn auß- gebaut sei und es daher nur des Weiterbaues Friedrichsdorf- Friedberg bedürfe. Schließlich wurde ein Agitations-Comite gebildet, um mit hessischen Interessenten unb Behörden in Verbinbung zu treten, sowie den Bau dieser Strecke an be­treffender Stelle anzuregen.

-e. Neu - Ulrichstein, 1. April. Monatsbericht ber Arbeiter - Colonie pro März 1894. Enbe März 1894 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 60 Mann. Dieselben vertheilen sich auf bas Groß- herzogthum Hessen 15, Regierungsbezirk Kassel 12, Regierungs- bezirk Wiesbaben 3. Königreich Preußen: Provinz Rhein- lanbe 3, Provinz Sachsen 1, Provinz Branbenburg 2, Pro­vinz Berlin 1, Provinz Schlesien 2, Provinz Posen 1, Pro­vinz Ostpreußen 2; Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 4, Königreich Württemberg 3; Großherzogthum Baben 2; Thüringische Staaten 1 - Herzogtum Sachsen-Altenburg 3. Auslanb: Böhmen 1 , Luxemburg 1. Hiervon waren: Arbeiter 28, Anstreicher 1, Bäcker 4, Bergmann 1, Brauer 1, Färber 1, Geometergehilfe 1, Kaufleute 1, Maurer 1, Schlosser 4, Schneiber 5, Schreiber 1 , Steinbrucker 1, Schuhmacher 1, Schweizer 1 , Töpferi, Tuchscheerer 1, Tüncher 1, Weber 2, Ziegler 1, Zimmermann 2. Gearbeitet würbe an 2295 Tagen, hierunter an 237 Tagen für frembe Rechnung. Verpflegt hat bic Colonie an 2847 Tagen. Im Monat März würben entlassen 53 Mann, unb zwar in Stellung burch bie Colonie 3, in Stellung durch eigenes Bemühen 3, auf eigenen Wunsch 41, wegen Arbeitsunfähig­keit 1 , wegen schlechten Betragens 3, wegen Contract- brucheö 2. Seit Bestehen ber Colonie finb aufgenommen worden im Ganzen 2461, dagegen abgegangen im Ganzen 2401 Mann, bleibt Bestand am 31. März 1894: 60 Mann.