Neueste Nachvichten.
Depeschm deS Buremr .Herold^.
Berlin, 1. Juli. Heute Mittag fand in der katholischen HedwigSktrche eine Trauerfeier für Carnot statt. Im Auftrage des Kaisers war General Winterfeldt erschienen, außerdem wohnten Graf Caprivi, Graf Eulenburg, v. Bötticher, Miquel, v. Schelling und das diplomatische CorpS bei. Die französische Botschaft war durch das Botschafterpaar und die Attaches vertreten.
Berlin, 1. Juli. Am Dienstag Mittag halten die Brauereibesitzer, Berliner Saaltnhaber und Restaurateure gemeinschaftlich mit der socialdemokratischen Parteileitung eine Zusammenkunft behufs Berathung der Schritte ab, welche zu ergreifen sind, um den Bierboykott gütlich beizulegen. Die Parteileitung wird auf Freigabe des 1. Mai bestehen.
Paris, 1. Juli. Das morgen erscheinende Amtsblatt wird ein Decret betreffs Beibehaltung des früheren Cabinets veröffentlichen und die Mittheilung erhalten, daß am Dienstag die Botschaft des Präsidenten in beiden Kammern verlesen werde.
Paris, 1. Juli. In Gegenwart des Staatsanwaltes, Untersuchungsrichters, Präfecten und hoher Militärbeamten hat ein Soldat die Namen von sieben Verschwörern mitgetheilt. Die Namen wurden sofort nach London, Barcelona, Madrid, Rom und Brüssel telegraphirt. Gestern zeigte Cesario dem Untersuchungsrichter, wie man mit einem Dolch Menschen an irgend einer Körperstelle tödtliche Wunden betbringen könne. Der dabei zu Tage getretene Cynismus ergriff die Umstehenden aufs Tiefste. — Vier Mitschuldige Cesarios wurden verhaftet, darunter ein Anarchist mit Namen Saure l, welcher am meisten com* promittirt erscheint.
Paris, 1. Juli. Der Kranz des Kaisers Wilhelm hat einen Durchmesser von zwei Meter. Derselbe besteht aus Rosen und Orchideen. Auf einer Satinschleife steht W. mit goldgestickter kaiserlicher Krone.
Paris, I.Juli. Eine gestern eingetroffene Delegation von Elsässern legte vier Kränze am Sarge Carnots nieder und überreichte Madame Carnot Namens elsässischer Frauen und Jungfrauen eine Beiletdsadreffe.
Paris, 1. Juli. Cesario gab dem Untersuchungsrichter eine ganz genaue Beschreibung der Mordthat.
Paris, 1. Juli. Casimir Perier machte gestern Abend, begleitet von zwei Secretären, einen Spaziergang. Auf dem Opernplatz erkannt, wurde ihm vom Publikum eine Ovation dargebracht. Es erschollen die Rufe, wie: Perier, Bravo, das ist Muth gezeigt.
Paris, 1. Juli. Der deutsche Botschafter Graf Münster hat Dupuy und Hanotaux mitgetheilt, daß anläßlich der Beisetzungsfeierlichketten Carnots der deutsche Kaiser die beiden zu Leipzig wegen Spionage verurtheilten Franzosen begnadigt habe. Dupuy theilte dies sofort Casimir Perier mit, welcher Dupuy ersuchte, dem deutschen Kaiser für diesen erhabenen Gedanken seinen Dank auszusprechen. Casimir Perier fügte hinzu, daß diese Handlungsweise des deutschen Kaisers zu den Herzen der beiden großen Nationen sprechen werde. Die Nachricht wurde unter dem Publikum von Mund zu Mund getragen und ruft einen ungeheuren günstigen Eindruck hervor.
Darmstadt, 2. Juli. Der König von Sachsen ist hier etngetroffen. Am Bahnhofe fand großer Empfang durch den Großherzog, den Prinzen Wilhelm, die Spitzen der Ctvil- und Militärbehörden statt. Die Stadt ist festlich geschmückt. Der Großherzog und der König fuhren direct ins Residenz- schloß, woselbst Mittags Galatafel stattfindet.
Livorno, 2. Juli. Als der Director Bondi von der „Gazette Livornese" gestern von der Redaction nach Hause fahren wollte, näherte sich, als Bondi kaum den Wagen bestiegen, eine ihm unbekannte Persönlichkeit und versetzte ihm meuchlings einen Dolchsto ß in die Brust. Sofort herbeigeeilte Aerzte unternahmen eine Operation, aber Bondi erlag seinen Wunden drei Stunden später. Das Attentat wird mit demjenigen auf Carnot in Zusammenhang gebracht.
Das Leichenbegängnis des Präsidenten Carnot.
Origtnalbericht.
A Pari», 1. Juli.
Wenn es noch elneS besonderen Beweises bedurft hätte von der großen Sympathie, Popularität und großen Anhänglichkeit, die sich der dahin gemordete Präsident der französischen Republik bet seinem Volke zu erfreuen gehabt, schlagender hätte dasselbe nicht erbracht werden können, als durch dessen heutiges Leichenbegängniß — einer Trauerfeierlichkeit, wie solche Parts bts jetzt noch wenige gesehen.
Nicht nach Hunderttausenden, sondern nach Millionen zahlt die Menge, die aus ganz Frankreich hierher geströmt ist, um durch ihre Anwesenheit dem so schnöde dahin gemordeten Präsidenten daö letzte Geleite zu geben. Unter den Leidtragenden ist es vorab die eingesessene Pariser Bevölkerung, die neben äußerlichen Zeichen, wie allseitigen Trauerzierden und Trauerabzeichen, die durch ihre ungewohnte resignirte Haltung ihren aufrichtigen Schmerz bekundete.
Seit dem Freitag ist die Leiche in dem berühmten Saal Murat im Elysse ausgebahrt, es bedurfte mehrerer Stunden Zeil, um dort hin zu gelangen, denn ununterbrochen standen Tausende von Personen, die mit einer unvergleichlichen Geduld trotz tropischer Hitze harrten, um zum letzten Male die Züge Carnotö zu sehen. Neben der wenig entstellten Leiche, die auf einem niederen Paradebett aufgebahrt war, waren zu den beiden Fensterseiten auf Gestellen die Kränze und Blumen aufgestellt, von deren Zahl und Pracht man sich einigermaßen einen Begriff machen kann, wenn man erfährt, daß nach einer Mittheilung hiesiger Journale die bts gestern Abend niedergelegten Trauerspenden einen Werth von über
150 000 Frcs. haben. Unter den Spenden, deren Geber in v einer Liste verzeichnet sind, befinden sich Kränze von 3 Meter Durchmesser.
Auf dem weiten bis zu der äußersten Straßenkreuzung durch berittenes Militär abgesperrten Terrain längs deS Elysve stellte sich nach einer Anordnung des Ministeriums gegen 7 Uhr am heutigen Morgen der Leichenzug auf, der in Folge des großen Menschengedränges, das an allen Zugängen herrschte, zu seiner vollen Ordnung mehrere Stunden beanspruchte.
Kurz nach 10 Uhr setzte sich der Leichenzug in Bewegung. Den Anfang desselben machte Militär mit den üblichen Trauerabzeichen, welchem zunächst die Wagen mit den angehäuften Blumen und Kränzen folgten.
Unmittelbar daran reihte sich der von sechs ganz schwarz bedeckten und am Zügel geführten Pferden gezogene Todtenwagen mit der Leiche Carnots. Es war derselbe Leichenwagen, der seiner Zeit Thiers und Mac Mahon zu Grabe brachten. Ein einfacher überdachter Wa^en mit Federsträußen auf den Ecken, an welch letzteren Engel mit ausgebreiteten Flügeln stehen. Auf den beiden Seiten des Kutschersitzes sind die Wappen der französischen Republik, in der Mitte die Initialen des Präsidenten, umgeben von den Insignien des Großmeisters des Ordens der Ehrenlegion angebracht.
Hinter dem Todtenwagen folgten in langer Reihe die Wagen der Familienangehörigen Carnots, denen sich zunächst die officielle inländische und ausländische Vertretung mit dem neuen Präsidenten Casimir Perier an der Spitze anreihte. Unter den auswärtigen Vertretern waren neben den Botschaftern und Gesandten auch eine große Reihe Specialdelegationen. Den Schluß bildeten unzählige Vertretungen aus ganz Frankreich, die, nach Arrondissements geordnet, mit dem Leichenzug gingen.
Das Begräbniß nahm seinen Weg durch die Avenue Marigny, les Champs-Elysees, la place de la Concorde, la rue de Rivoli, la place de la Hotel de ville, über die Brücke der rue Arcole, wo er an der Notre Dame-Kirche Halt machte, in welche die Leiche zur kirchlichen Einsegnung verbracht wurde. In die Kirche hatten nur die Familienmitglieder, die militärischen Wachen Carnots, die Mitglieder der gesetzgebenden Körperschaften, die Minister und die Botschafter Zutritt, während der übrige Theil des Leichenconductes auf dem für die Allgemeinheit streng abgeschlossenen Platz vor der Kirche bts nach der durch den Erzbischof von Pans, Msgr. Richard, vorgenommenen Einsegnung wartete.
Nach der Letzteren setzte der Leichenzug seinen Weg über die Avenue Marche-Neuf und das Boulevard Saint Michel und die Rue Souflot nach dem Pantheon fort, an welchem die Leiche von dem Todtenwagen abgehoben und auf einen Catafalk niedergestellt wurde, um welchen sich die obenerwähnten Personen, welche m der Kirche Zutritt hatten, plactrten, worauf die Vertreter der Regierung, die Präsidenten des Senats und der Kammer, sowie General Andro, als Vertreter der polytechnischen Schule, an welcher Carnot seiner Zeit thätig war, sprachen.
Nach Beendigung der Ansprachen, die wegen dem weiten Kreis der Absperrung nur den zunächst Zugelassenen verständlich waren, wurde die Leiche wieder auf den Pantheon- Platz getragen, wo ihr die Truppen die militärischen Ehren erwiesen. Den Schluß der Feier bildete ein Defilo särnrnt- licher Personen, die an dem Trauerzuge theilgenommen, vor der Leiche.
Von der Aufstellung des Zuges bis zu dem Ende des Defilos nahm die Leichenfeier nahezu 7 Stunden in Anspruch. Trotz der colossalen Menschenmenge, die sich auf den Straßen bewegte und welche auf allen Plätzen und Boulevards, die der Zug passirte, von gestern Abend au schon auf allerlei aus Wagen, Fässern, Tischen rc rc. merkwürdig und gefahrvoll construirten Tribünen ein undringliches Spalier bildete, ist bis zum Abgang dieser Zeilen Ihres Correspondenten von einem Zwischenfall oder einem größeren Unglück nichts bekannt geworden, wodurch indeß nicht ausgeschlossen erscheint, daß hier und da nicht Alles so glatt abgegangen, was der Einzelne bei den riesigen Entfernungen, die hier in Betracht kommen, nicht immer gleich erfährt, zurnaj die 93er- trettr der Presse und ganz besonders die der deutschen Presse ziemliche Schwierigkeiten fanden. Wie schwer es hier war, einen guten Platz zu bekommen, von dem sich etwas sehen ließ, mag man daraus ersehen, daß für ein einzelnes Fenster in den Straßen, die der Zug passirte, 400 und mehr Francs bezahlt wurden. Wer Luft hatte, von einer gefahrvollen hohen Leiter oder einem alten wackeligen Faß den Umzug für 10 Francs mit anzusehen, mußte mindestens von 10 Uhr gestern Abend ab in dieser unangenehmen Stellung bts zum heutigen Nachmittag ausharren.
Zwölftes Mittelrheinisches Mnsikfest in Darmstadt.
Originalbericht für den „(Siebener Anzeiger".
I.
Tag der Vorfeier.
Dr. M. Die Tage der Feste sind wieder für uns gekommen und ein wolkenloser Himwel von fast südlicher Schönheit lagert über dem Bilde, das sich da unten am Bahnübergänge auf unserem alten, wohlbekannten Exercter- platze, von kunstverständigen Köpfen ausgesonnen, von umsichtigen Händen geleitet, programmgemäß entfaltet. Wo man sonst die Hebungen der Soldaten verfolgen kann, bewegt sich eine festlich geputzte, von Sonntagsstimmung erfüllte Menge unter den Klängen electrisirender Militärmusik auf und ab. Statt der schnarrenden Commandostimme der Unteroffiziere hört man das discrete Flüstern geschäftiger Comitomitglieder und wo für gewöhnlich die steifen Schießscheiben aufgepflanzt sind, erheben sich für kurze Zeit Palmen und Orangenbäume, die theilweise auß dem hiesigen botanischen Garten, theilweise aus dem Orangeriehause herbeigeschafft worden sind. Zierliche gärtnerische Anlagen, zwischen welche Statuetten aus
(Sement und Terracotta postirt sind, wollen die Fiction eines plötzlich über Nacht der Märchenwelt entstiegenen Parks erzeugen.
Das ästhetische Moment spielt noch eine erste Rolle bei der Innen- und Außendecoration. Die Arrangements der Fahnen, Enbleme, Guirlanden sind nach Angaben und Zeichnungen des Herrn Architecten Jacobi vorgenommen worden- die Transparente, welche die Fenster der Tonhalle zieren und ihre Motive zum Theil der Allegorie entnehmen, zum Theil die Bilder der Componisten und die Wappen der bei den mittelrheinischen Musikfesten betheiligten Städte zum Ausdruck bringen, hat der Darmstädter Maler Papst geliefert.
Der practische Sinn kommt zur Geltung in den baulichen Anlagen, namentlich bei Errichtung des Podiums mit seinem riesigen, ein Drittel der Halle beanspruchenden Raum, seinen Auf- und Nothausgängen und in den Garderoben- und Restaurationsräumen.
Heute, am Tage der Vorfeier, gab es ein Promenaden- concert von 5 bis 7 Uhr, welches die Capelle des 2. Großh. Hess. Drogoncr-Regiments Nr 24 unter Leitung des Musikdirectors Stütze! ausführte.
Darauf folgte, 8*/, Uhr, das Concert in der Fest- halle. Es war ziemlich schwer, zu diesem einen gesicherten Platz zu erlangen, da tausend Karten mehr verkauft waren,, als die Halle Menschen faßt. Zu dem Programm, das zwischen vocalen und instrumentalen Nummern abwechselte, hatten die Capelle Hilge und die hiesigen Gesangvereine ihr Kontingent gestellt. Sowohl die Lieder für gemischten Chor (Zigeunerleben — drei, Lieder (von Schumann), als die von den Mänuerchören gelungenen markigen, altniederländischen Volkslieder von Kremser, zündeten im Publikum. Der prachtvolle Bariton des Herrn Hofjuwelir August Wondra feierte in der Wiedergabe des Solo „Wilhelmu/ von Naffauen bin ich/' solchen Triumpf, daß der Sänger sich zur Wiederholung der Schlußstrophe gedrängt sah. Bei den deutschen Volksliedern in Ton und Bild, mit welchen das Concertprograrnrn abschloß — Prolog (Dichter Karl Schäfer) und Epilog rahmten sie ein — muß besonders lobend hervorgehoben werden, daß die dabei betheiligten Damen und Herren musterhaft ruhig und natürlich standen, und daß Herr Heinz Heim, der sich des Arrangements angenommen, vor allem bemüht gewesen ist, den schlichten Ton des Volksliedes festuhalteu.
Im Ganzen wurden neun Tableaux gestellt. Die „Lorelei" und „Jetzt gang i an’ö Brünnele . . ." berührten für meinen Geschmack am tiefsten, wennschon jeder in seiner Art als gelungen und bildlich wirksam bezeichnet werden kann. Auf dem Festplatz herrschte bis gegen 1 Uhr da« regste Leben.
totale« ttnfc Provinzielle»
Gießen, den 2. Juli 1894.
** Von der Univerfität. Heute Vormittag 11 Uhr fand zur Feier des Jahresfestes der Universität der übliche Fest- act in der großen Aula statt. ES nahmen an der Feier Theil Rector, Senat und der gelammte Lehrkörper, sowie die Beamten der Universität, die besonders geladenen Vertreter der Regierung, der Stadt, des Militärs, der studentischen Corporationen, sowie eine größere Anzahl sonstiger Gäste. Nach dem von der Capelle des hiesigen Infanterieregiments intonlrten Eröffnungsmarsch, während welchem die Herren Professoren unter Führung Seiner Magnificenz des Herrn Rectors in den Saal getreten, sang der Akademische Gesangverein die Chr. Rinck'sche Motette: „Preis und Anbetung sei unserem Gott". Die Festrede, welche sich über ein mathe- mathisches Thema verbreitete, hielt Se. Magnificenz Professor Dr. Pasch. Nach der üblichen Uebersicht über die Vorgänge an der Universität und die Veränderungen im Lehrkörper im letzten Jahre, gab der Herr Rector das Ergebniß der Preisausschreiben bekannt. Die von der theologischen Facultät gestellte Preisaufgabe hatte eine Bearbeitung gefunden - der Preis wurde dem Verfasser derselben, Heinrich Weinel, stud. theol. aus Büdingen, zuerkannt. Die Preisaufgabe der juristischen Facultät hatte keinen Bearbeiter gefunden. Die beiden von der medicinischen Facultät auSgegebenen Preisaufgaben hatten bearbeitet: Hermann Florschütz aus Wiesbaden und Fritz Schäffer aus Gießen- beiden Bearbeitern wurde der Preis zuerkannt, letzterem derjenige der Balzer-Stiftung. Don den vier Preisaufgaben der philosophischen Facultät haben zwei Bearbeitung gefunden- Verfasser der ersteren aus dem Gebiete der Philosophie ist A u g. Keßler, stud. phil. aus Büdingen, der der letzteren aus dem Gebiete der Chemie Ludwig Möser, stud. ehern, au« Gießen. Hierauf wurden die Preisaufgaben für 18894/95 bekannt gegeben. — Mit „Freudenkläuge, Festgesänge", Chor aus der Oper „Iphigenie in Aulis" von Gluck, gesungen vom Akademischen Gesangverein, und dem Instrumental-Vortrag der Regimentscapelle schloß die Feier. — Am Nachmittag und Abend findet Concert und Tanz in Steins Garten statt.
Pr. Concert der „Polyhymnia". Vom schönsten Wetter begünstigt, fand am vergangenen Samstag in Steins Garten das ConcertdeS Kölner M än n er - G esa ng-Vere ins „Polyhymnia" statt, eines Vereins, der den guten Ruf, der ihm vorausging, in jeder Beziehung zu wahren wußte. Daß der Beginn deS ConcerteS auf Va8 Uhr angesetzt war, war ein bedauerlicher Mißgriff, denn einerseits wäre bei späterem Anfang der Besuch sicher nach besser gewesen, andererseits wurde durch eine colossale Verzögerung — daS Concert begann thatsächlich erst gegen ’/29 Uhr — die Geduld manches Concertbesuchers arg auf die Probe gestellt. Was die Leistungen deS Vereins anbetrifft, so ist über dieselben fast nur Lobenswerthes zu berichten. Klare und deutliche Text- aussprache und eine gewissenhafte Befolgung aller vom Dirigenten gegebenen Winke waren es namentlich, welche sämmtliche Vorträge in hohem Maße auszeichneten und, unterstützt von einem guten Stimmmaterial, dieselben fast


