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3.1.1894 Erstes Blatt
 
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getragen wurde, und zeigte ihnen ihre Platze, wobei allge­meiner Jubel ausbrach. Nach einiger Zeit reichte der Kaiser seiner Gemahlin den Arm und führte sie an ihren Tisch, um ihr die Geschenke zu zeigen, die in Kunst- und Gebrauchs­gegenständen bestanden. Dann führte die Kaiserin den Kaiser an seinen Tisch und überreichte ihm die von ihr gewählten Angebinde: Bücher, Bilder und mancherlei Kleinigkeiten. Die drei ältesten Prinzen freuten sich besonders über ihre Schneeschuhe und einen Ruderapparat.

* Was Alles vergessen werden kann. Man berichtet unlerm 15. d. M. aus Königsberg i. Pr.: Daß bei einer Fahrt zur Taufe der Täutting vergessen werden kann, dieser fast unglaubliche Fall hat sich kürzlich in einem Orte des Samlandes ereignet. Die Mutter des Täuflings hatte mit der schon bejahrten und schwerhörigen Hebamme vorerst das Abkommen getroffen, daß sie selbst den kleinen Weltbürger auf der Fahrt zur Kirche zu sich nehmen werde, dann aber später diese Verabredung rückgängig gemacht und bestimmt, daß die Hebamme den Täufling zu sich nehme. Die alte Frau halte diese zweite Bestimmung der Mutter aber ganz und gar vergessen oder überhört und befand sich in dem Glauben, daß die Mutter das Kind zur Kirche mitnehmen werde. So fuhren denn drei Wagen mit der Mutter, den Tauf­zeugen und den Gästen zur Kirche ab, in dem vierten Wagen sollte alsdann die Hebamme mit dem Täufling folgen. In

Rudau trafen alle vier Wagen zu gleicher Zeit ein, Alles war bei dem feierlichen Acte beisammen, nur die Hauptperson, der Täufling, fehlte zum Entsetzen der Anwesenden- derselbe war zu Hause vergessen worden und lag in seinem Tauf­ornate auf dem Bette der Mutter im süßesten Schlummer. Nachdem sich der Schreck der Gäste gelegt und eine heitere Stimmung Platz gegriffen hatte, eilte die Mutter in einem Wagen im Galopp nach dem Taufhause zurück und brachte den Täufing noch rechtzeitig an das Taufbecken.

Ipidplan öer vereinigten Rrankfnrter Aadttheater.

Opernhau».

Mittwoch den3.Januar Nachmittags 3«/, Uhr: Dornröschen. Abends 7 Uhr: Gastspiel des Fräulein Franceschtna Pievostt. Neu etnstudirt: Linda von C hamounix. Donnerstag den 4. Januar: Walküre. Freitag den 5. Januar: Wilhelm Tell. Samstag den 6. Januar, Nachmittags 3Ve Uhr: Dornröschen. Abends 7 Ubr: Gastspiel des Fräulein Franceschtna Preoosti. Violetta (la Traviata). Sonntag den 7. Januar, Nachmittags 3«/, Uhr: Dornröschen. Abends 7 Uhr: Der Troubadour.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 3. Januar: Das Heirathsnest. Donnerstag den 4. Januar: Ghorleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Freitag den 5. Januar geschlossen. Samstag den 6. Januar: Zum ersten Male: Gyges und sein Ring. Sonntag den 7. Januar, Nachmittags 3V8 Uhr: Charleys Tante. Abends 7 Uhr: Talisman. Montag den 8. Januar: Das Heirathsnest.

(Mttgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen LloydeS, Herrn Carl Loos in Gießen.)

_ , Bremen, 30.December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Cms, Capt. W. Netmkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19. December von Bremen und am 20. December von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 30. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Dampfer Karlsruhe, Capttän F. Keßler, vom Norddeutschen Loyd in Bremen, welcher am 9. December von Bremen abgegangen war, ist am 24. December in Newyork und am 28. December, 9 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Zur Enthebung von Neujahrs-Gratulations­besuchen

haben nachträglich noch folgende Herren und Damen der Klein- ktnder-Bewahranstalt Gaben zugewendet:

65. Bildhauer Emil Kalbfleisch. 66. Kaufmann Rudolf Göbel und Frau. 67. Amtsrichter Dornseiff. 68. Hauptmann Goldmann und Frau. 69. G. Nauheimer und Frau. 70. Stabs­und Batatllonsarzt vr. Krieger und Frau. 71. Kaufmann Benner und Krumm.

Auch den Vorgenannten sprechen wir für ihre Gaben unfern herzlichsten Dank aus.

Gießen, am 2. Januar 1894.

Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr. Naumann.

Holzversteigerung

im Gießener Stadlwalde.

Montag den 8. Januar 1894 soll im Gießener Stadtwald nachver­zeichnetes Holz versteigert werden:

1) Im District Wanne, , Vormittags 9 Uhr beginnend:

137 Fichten- und Kiefernstämme mit 55,96 fm.

2) daselbst,

Bormittags gegen 10 Uhr beginnend:

11 Fichtenderbstangen mit 0,93 fm, 1500 Fichtenreisstangen 2,77 !

(Bohnenstangen),

16 rm Eichennutzscheit,

20 Buchenscheit,

105,5 Eichenscheit,

5 Nadelscheit,

7 Buchenknüppel,

48 Eichenknüppel,

15 Nadelknüppel,

5 Buchenstöcke,

29 Eichenstöcke,

4 Nadelstöcke,

410 Wellen Buchenreisig,

3220 Eichenreisig,

2870 Nadelreisig. i

Die Zusammenkunft ist an der s. Schneise der Licherftraße.

Gießen, den 2. Januar 1894.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

______I. V.: Georgi._____55

Mittwoch, 14. Februar 1894,

Nachmittags 3 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den' Karl «Sser zweiter Eheleuten in' Gießen gehörige Hofratthe:

Flur 40 Nr. 40a<s/j00 c03 qm UnkS der Chaussee

tff.ntlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, 29. December 1893.

Großh. Ortsgericht Gießen.

__________I. A.: Bogt.___________7

MittMMkrssjsenblchnvrrbiind.

8m 1. Januar k. I. gelangen zu den Gütertartfheften Nr. 1, 2b. 3 und 4 die Nachträge IV, zum Tarifbeft Nr. 5 der Nachtrag VI und zum Tarifheft Nr. 6 ber VIII zur Einführung.

Nähere Auskunft über deren Inhalt erthetlen die Güterabfertigungsstellen.

Gießen, den 29. December 1893.

Großh. Direktion 2 der Oberhesstschen Msenbahnen.

Mittwoch, 3. ds. Mts.,

Nachmittags 2 Uhr,

werden in dem Bieker'schen Saale:

versch Möbel, 2 große oo. Bilder­rahmen und 18 Tafeltücher versteigert.

.. Geitzler,

Gerichtsvollzieher.

Aeitgeöotenes.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Lollar pro 1894/95 liegt vom 3. Januar 1894 an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen.

Lollar, den 30. December 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar.

_________________________C. Geißler.___4

Holzversteigerung^

Montag den 15. Januar d. I. kommen in verschiedenen Schlägen bei Alt en Hain (Kreis Schotten) zur Versteigerung:

156 Eschenstämme von 1855 cm Dchm. 73,91 cbm,

8 Ahornstämme 4,89 cbm, 3 Ulmen 1,03 cbm,

22 Buchen (Schnittholz) von 3958 cm Dchm. 26,26 cbm, 25 rm Eschen-Schichtknüppel von 3 Meter Länge.

Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr beim Altenhainer Teiche. Ent­fernung der Schläge von den oberhessischen Bahnstationen Schotten. Lau- bach und Mücke 810 Kilometer.

Laubach (Oberheffen), 2. Januar 1894. 45

________________Gräflich Solms Laubach'sche Oberförsterei.________________

Bei der heute stattgehabten Verloosung der Partial-Obligationen vom Jahre 1889 ä 3^2 % wurde die Obligation:

Lit. A. Nr. 54 mit Mk. 400. und

Lit. B. Nr. 29 mit Mk. 200.

zur Rückzahlung gezogen und können die Beträge am 1. April 1894 bei dem Gemeinderechner hier und bei dem Bankhause I. Grünewald, Gießen, in Empfang genommen werden; von diesem Tage an hört die Verzinsung auf.

Friedberg, den 31. December 1893.

Der Vorstand der isr. Religionsgemeinde.

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