1893/94 941,645 Mk. gegen 959,120 Mk. im Vorjahre betragen, demnach im Berichtsjahr 17 475 Mk. weniger.
Durchschnittspreis der zur Verwendung gekommenen Rohmaterialien betrug von einheimischer Gerste 14—18 Mk., sür Weizen 15 Mk., für aus Bayern oder Oesterreich bezogene Gerste, welche den größten Theil deS Bedarfs der Brauereien deckte, wurde bis zu 20 Mk. per 100 kg bezahlt- einheimischer Hopfen hatte einen Preis von 240—500 Mk., badischer 400—550 Mk., bayer. und böhmischer 500—700 Mk. Wie in den vorhergehenden Jahren wurde hauptsächlich nur uatergähriges Bier gebraut. Aus 100 kg Gerstenmalzschrot bezm. Reis wurden 3,77 bis 5,32 also durchschnittlich 4,3 hl D>er hergestellt. Der Durchschnittspreis bei faßweiser Abgabe des Bieres aus den Brauereien betrug für ein hl Jung- unb Lagerbier, (gewöhnliches Schankbier) 15—18 Mk., Er- Portbier mib andere feinere Biere 17—24 Mk. Mit dem Anspruch auf Steuerrückvergütung wurden in 1893/94 20400 hl anSgeführt, zum größten Theil nach der Bayer. Pfalz, Baden und Elsaß-Lothringen- etwa 6000 hl gingen nach Südamerika. Die Einfuhr von Bier aus den nicht zur Braust uergemeinschaft gehörenden süddeutschen Staaten hat gegen d^s Vorjahr-um nahezu 3100 hl abgenommen, dagegen hat die Einfuhr aus Oesterreich um etwa 5000 hl zugenommen.
Frankfurt a. M. und Hanau wurden auch in diesem Jahre bedeutende Mengen nach dem Großherzogthum ein- geführt. Die Brausteuer-Fixation, unter Vorbehalt der Nachversteuerung, war wie in früheren Jahren auch im Berichts- fahr der von den meisten Brauereien gewählte Steuermodus. Die Gefammtzahl der am Schluß des Jahres vorhandenen Brauereien betrug im Hauptsteueramtsbezirk Darmstadt 78, Offenbach 47, Gießen 48, Mainz 24, Worms 24, Bingen 3, zusammen 224, von diesen waren in Betrieb gewesen 183. Von diesen haben 176 untergähriges und 7 (Gießen) ober- gähriges Bier bereitet. Die Menge des producirten Bieres betrug für den Steuerbezirk Darmstadt 244,965 hl, Offen» bad? 79,933 hl, Gießen 169,482 hl, darunter 624 hl ober- Kähriges, Mainz 339,037 hl, WormS 198,417 hl, Bingen 21,862 hl, zusammen 1,053 696 hl. An Brausteuern wurden erhoben: im Steuerbezirk Darmstadt 231,343 Mk. 55 Psg., Offenbach 71,809 Mk.,Gießen 149,431 Mk.,Mainz 284,534 Mk. Worms 184,466 Mk., Bingen 20,059 Mk., zusammen 941,645 Mk. Essigbrauereien waren 1 (Dannftadt) vorhanden mit einer Production von 23,5 hl und einer Steuer von 21 Mk.
•• Zur gefl. Beachtung. In Zukunft werden wir die CourSnolirungen der Frankfurter Börse nach dem Stande des vorhergegangenen TageS veröffentlichen. Von der Veröffentlichung noch am Tage der Notirung mußten wir absehen, weil wir zu oft an der rechtzeitigen Herstellung des Blattes verhindert wurden.
Bad-Nauheim, 29. September. In der letzten Woche sind 79 Fremde hier angekommen gegen 103 in der Parallelwoche des Vorjahres. Gesammtfrequenz 11681, noch anwesend 1056, Vorsprung gegen die vorjährige Saison 1287 Personen. Die letzte Kurliste ist für dieses Jahr heute ausgegeben worden- Bäder werden auf Verlangen noch immer abgegeben.
Ulfa, 25. September. Zwei hiesige Einwohner, ein Mann und eine Frau, alte Leute, fanden heute ein gemeinschaftliches Grab. Beide hatte der Schlag gerührt. Die Frau starb plötzlich, während der Mann wohl an zwanzig Wochen mit den zurückgebliebenen Lähmungen zu kämpfen hatte, bis ihn endlich der Tod erlöste.
-n. Au« Oberheffeu, 27. September. Im Besitze eines Lotteriel ooses zu sein, ist gewiß für Manchen eine Freude. Lebt man doch dann der Hoffnung, bald Gewinner eines größeren oder kleineren WertheS zu sein. Wie steigert sich die Freude erst, wenn man auch von der Glücksgöttin mit einem Gewinn bedacht wird. Erhält da neulich ein Ober- heffe die Nachricht, daß er in einer Wohlthätigkeitslotterie, veranstaltet durch eine hohe adelige Dame einer Residenz, glücklicher Gewinner sei. Viel hat Letzterer bei einer Wohlthätigkeitslotterie allerdings nicht erwartet- aber wer kann sich des Lachens erwehren und der Gewinner lachte wohl am meisten,^denn ein halbes Pfund Linsen hat Fortuna ihm in den Schooß geschüttet. Wie hoch wohl das „rothe Gericht" kommen mag, wenn die Transportkosten zugerechnet werden.
Citeratar und Aunft.
r„ — »Ott »Bett wirthschaftliche« Frage« die wichtigste ist für Jeden doch wohl die, ob man mit seinem Einkommen zur Bestreitung der wichtigsten Lebensbedürfnisse auch ausretcht und auch in der Lage ist, etwas für die Tage der Zukunft zurückzulegen. Diese Frage beschäftigt in erster Linie die Hausfrauen, und ihnen liegt es ob, durch Fleiß und sparsames Wtrthschasten die Balance in den Einnahme- und Ausgabeposten wieder herzustellen. Wir sind nun in der Lage, unseren Leserinnen in dieser wichtigen Sache eine gute Freundin und Beratheiin empfehlen zu können, die im Stande
ift, ohne den verletzenden Beigeschmack, mit dem sonst gute Rath- schläge ausgenommen werden, allwöchentlich eine Reihe practischer und erprobter Winke und Rathschläge zu ertheilen. Wir meinen die bekannte, von Clara v. Studnttz herausgegebene Zeitschrift »Für» Ha«»", die seit mehr als 12 Jabren allwöchentlich Einkehr in Palast und Hütte hält und überall aufs Freudigste begrüßt wird. Nebm dem bereits erwähnten Practischen und Nützlichen finden wir aber noch kürzere oder längere Romane und Erzählungen, Musik- beilagen, Handarbeits- und Modebetlagen und auch für die Ktnder- welt ist gesorgt durch die allerliebste Beilage „Fürs kleine Volk". Wir können diese wöchentlich einmal erscheinende Zeitschrift dahcr Jedermann aufs Angelegentlichste empfehlen und zum Abonnement, welches vierteljährlich nur 1 Mk. kostet, auffordern. Probenummern versendet die Geschäftsstelle „Fürs Haus", Berlin SW., gratis und franco.
kirchliche Anzeigen -er evang. Gemeinde.
Die Angehörigen der Confirmanden aus der Matthäus- und Markusgemeinde werden gebeten, ihre Kinder bei dem Geistlichen ihrer Gemeinde (Pfr. Schloffer, Kirchstraße 1, Pfarroerw Dr. Grein, Wetzstetrgasse 48) zum Confirmandenunterricht anzumelden. Anmeldungen werden entgegenaenommen Mittwoch den 3. und Donnerstag den 4. October, jedes Mal in den Stunden von 11—1 Uhr Mittags und 5—7 Uhr Abends. Schlosser, vr. Grein
Die Angehörigen der Constrmanden auS der Lukas- und der Militärgemeinde werden gebeten, ihre Kinder am Mittwoch ober am Freitag dieser Woche zwischen 11—1 Uhr Mittags oder 5—7 Uhr Abends in der Pfarrwohnung — Göthestraße 44 — anzumelden.
Pfr. Dingeldey.
M Seidenstoffe direkt aus der Fabrik von von Elfen & Keussen, Crefeld, tn iebem Maab zu beziehen. Schwarze, farbige u. weihe Seidenstoffe, Eammt^ Plüsche und Belvets. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten.
— Durch Vertrag mit dem königlich italienischen Staats- Ministerium ist die Deutsch-Italienische Wein-Jmpott- Gesellschaft Daube, Donner, Kinen & Co. bei einer Pönale von 1000 Mk. für jeden ContraventionSfall verpflichtet, ausschließlich nur Weine rein italienischen Ursprungs, ohne Beimischung irgend welcher anderer Weine in den Handel zu bringen. Da ferner die Kellereien dieser Gesellschaft unter königlich italienischer Staatscontrolle stehen, so sind hier alle Garantien gegeben sür billiges Geld eine Flasche reinen Weine« von vorzüglichem Wohlgeschmack zu erhalten Die Tischweine Maroa Italia roth und weiß, Vino da Pasto No. I 3 und 4 roth, Castelli Cologoa roth, sowie die feineren Tafel-Dessert und Stärkungsweine sind stets vorräthig. Gießen: G. LA. Walle«. felS, Carl Schwaab, Wilh. Schomber, Cberh. Dort. 482g ES übertrifft in Geschmack und Geruch der HollL«d. Rauchtabak von B. Becker in Seesen a. H. alle ähnl. Fabrikate. Ein 10 Pfd.- Beutel fco. 8 Mk. 7939
Zur gefl. Beachtung!
Fra vielfachen Wünschen entgegenzukommen, habe ich bis zur Eröffnung meines Ladens einen provisorischen Verkauf
Südanlag-e 17 (Hinterhaus) eröffnet und empfehle ich die bereits eingetroffenen Neuheiten in Damen-Confection, Kleiderstoffen und Seidenwaaren. 8063 Hochachtungsvoll
Carl ÜTowack.
&
Ort und Datum (recht deutlich):
Unterschrift:
Aechter
5276
Messing - Kasserollen !£? JgäKis
Emil Pistor, Marktstr. 10.
mit 2 prima Stahlklingen und vergoldetem Stahl-Korkzieher. Heft feinste Schildpatt-Jmit.. hochfeinste Ausführung, fertig zum Gebrauch, und verpflichtet sich, das Messer innerhalb 8 Tagen unfrancirt zu retourniren oder Mark 1.20 dafür (eventl- in Briefmarken) einzusenden.
Jlluflr. Pretsbuch Ihrer sämmtl. Fabrikate ersuche beizulegen.
An die
Ktahlummi- miti Watfrn=fabrih C. W. Engels
:n Graetrath bei Solingen.
Unterzeichneter ersucht um Franco - Zusendung eines Probe- Taschenmessers A wie Zeichnung: 8055
Trampler-Kaffee
ist anerkannt der beste
Kaffee-Zusatz.
C. TRAMPLER, Lahr i. Baden.
Gegründet 1793.
Mit der goldenen Medaille prämllrt Dresden 1894.
Eisschränke
mit Zink- und Glaswänden
Versteigerung
Im Auftrag der Firma Goldenberg u. Markus in Gießen versteigere ick in Gemäßh'it handelsgesetzlicher Bestim- ungen Rodheimerstraße 2 dahier:
Mittwoch den 8. October d. AS., Nachmittags 8 Uhr, $Sss** 25 Säcke Wetienkleie "93g gegen Baarzahlung l 8070________Vor«, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch den 3. Modert. A,
Nachmittags 2 Uhr,
! werden im Biekerschen Saale — Neustadt i 10 — versteigert:
Sophos, darunter 3 neue, Commoden, 1 Schränke, vollst. Betten, 1 Regulator, 1 Verticow, 1 Nähmaschine, eine Parthie Ungarwein, 1 /$ Ctr. Margarinebutter, 2 vollst. Betten, 3 schwere Wagen, 1 Sommerwagen, 1 Pianino, 3 Wein, bowlen, 1 Kuh, 1 Pferd u. a. m.
Meter,
8064_______________Gerichtsvollzieher.
ÄL Schichthüus.
Freibank. [8043 Heute Montag:
Kalbfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. Große Schellfische, fast täglich Zus, garant. frisch u. billigst (k. mtnderw. Waarr, wie oft zu Schl -Pr. von Conc. angeb, w. 18048) im ^iebstock. ! r -w " 1
1 lebend. Hal. G<3ügel gut u. billig ■ | beziehen will, verlange Preiellete ■ |von Hans Maier in Ulm a. D.■ ^LrorserMworiltak^rodukte^W
8047] Sornftrok» verkauft Carl Malkomestus Neuenweg 27.
Dermiethungen.
8666] Mansarde, 2 Zimmer u. Küche, zu vermiethen.__________Kirchenplatz 6.
8052] Ein LogiS zu vermiethen.
______Kornblumengaffe 6 (Nenstadt).__
7766] Sep. g. mobl. Zim-, auch m Cab, zu Perm.___________Walltbvrstr. 36, I.
Für Einjährige!
7506] Ei« schön rnöhl. Zimmer zu vermiethen. Löberstr. 2, hart.
6019] Zwei sehr schön möbl. Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen __Frankfutterstraße 24.
8042] Zimmer u. Cab., möbl.. zu verm. Phil. Schäfer, Diezstr. 13, Mansarde.
Für Einjährige.
Ein möbl- Zimmer am Brandplatz zu verm. Zu erfr. Schloßgaffe 19. 8053
8069] Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermietben- Westanlage 43 UI.
Vermischte Anzeigen.
80711 Mädchen erhalten sofort gute Stell. Frau Weitzendach, Btsmarckstr.8.
Die beste Seife ist
ugust Jacobi
Prospeete in Verkaufsstellen erhältlich.
immer die billigste
7499
Salmiak-Talg-Terpentin-Kaliseife das Pfund 35 Pfennige,
werden den höchsten Anforderungen gerecht, find durch nebenstehende Schutzmarke geschützt und in allen besseren einschlägigen Geschäften erhältlich
Schul zX/ Marne.
Terpentin-Kernseife । das Pfu,.d Terpentln-Sparseife i 40 Pm
Garaniirt rein
Bon höchstem Fettgehalte.
«ein ««angenehmer Wäschegeruch.
Sparsam im Bervrauche.
Fritz Nowack, Gießen.
Gpecial-G,schäft für Braut - Ausstattungen. Anerkannt gute Qualitäten. . Größte Auswahl. [7314] Billigste Preise.
Alters- und Kinder-Versorgung.
Erhöhung deS Einkommen»
gewähren Leibrenten- und Capital-Bersicherungen der seit 1838 unter besonderer Staatsaufsicht auf Gegenseitigkeit bestehenden, bei 85 Millionen Mark Vermögen größte Sicherheit bietenden, mit öffentlicher Sparkasse verbundenen preußischen penten-verßcherungs-Anstalt ;ir Berlin.
Prospekte durch den Vertreter: 1658
Adolf Bieler, Gießen, Wcflsnlsge 45.
Gothaer Lebensversicherungsbank.
Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten und größten deutschen Lebensversicherungsanftalt empfiehlt sich zur Vermittelung von Versicherungen und erbietet sich zu jeder gewünschten Auskunft. [239
Heinrich Hochreuther, Löberstratze 2 II.
rpnee Messmer
M B.BADEN / Wil 8c FRANKFURTS
KAISERLKONIGL A. 11 Ä HOFLIEFERANT M. 2.80 u. 3.50 per Pfd. ToriügL Qualität. Probepaokete 80 Pf. und 1 Mk. i|
Verkaufsstellen sind durch Plakate erkenntlich.
755


