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02/09/1894 Erstes Blatt
 
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Frankreich gesehen worden seien, wie in diesem Jahre. In dieser Thatsache erblicken die betreffenden Meldungen weiter eine Folge der in letzter Zeit wiederholt und namentlich von allerhöchster Seite im Reiche bekundeten versöhnlichen Ge- finnungen Deutschlands gegenüber Frankreich. Ob diese Bekundungen in der That die gemeldete Vermehrung des Zuflusses französischer Touristen nach Deutschland bewirkt haben, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls ist aber letztere Erscheinung als ein günstiges Anzeichen zu bezeichnen, daß jenseits der Vogesen die in den letzten zwanzig Jahren gegen den deutschen Nachbar gehegten Vorurtheile doch allmälig schwinden.

Arrrland.

Loudon, 31. August. Das Gerücht von einem gegen die Königin Victoria, als sie auf ihrer Reise nach Schott­land Birmingham pasfirte, auf dem dortigen Snow- Hill- Bahnhofe beabsichtigt gewesenen anarchistischen Attentate hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Der vermeintliche Atten­täter hat sich als ein betrunkener Arbeiter entpuppt, der in die abgeschlossene Bahnhofshalle eindrtngen wollte und die ihn hieran hindernden Polizisten mit einem Revolver be­drohte. Bon einem Mordanschlage auf die Königin Victoria soll keine Rede sein. Der monatelange große Ausstand der schottischen Bergarbeiter hat mit einer Nieder­lage der Strtkenden geendet. In einer zu Glasgow statt­gefundenen Versammlung der strikenden Bergleute wurde mit 25 417 gegen 20942 Stimmen der Beschluß gefaßt, daß die Arbeit bei einer Lohnherabsetzung von sechs Pence wieder aufzunehmen sei.

Petersburg, 31. August. Der Czar hat in Begleitung der Czartn, sowie des Großfürsten-Thronfolgers, des Großfürsten Michael Alexandrowttsch und der Großfürstin Olga Alexan- drowna am Donnerstag Peterhof verlassen, um den ihm vom Prof. Sacharjin angerathenen Erholungsaufenthalt in dem kaiser­lichen Jagdschlösse im Forste von Biakowosch zu nehmen. DaS osficiöseWiener Fremdenblatt" versichert auf Grund authentischer Petersburger Informationen, daß das Befinden Kaiser Alexanders zu keinerlei ernsten Besorgnissen Anlaß geben. Die Krankheit des Monarchen sei eine Folge wieder­holter Influenza-Anfälle, die vollständige Genesung des Monarchen bei consequenter Ruhe und Enthaltung von an­strengender Arbeit stehe baldigst zu erwarten. Von Jagden des Czaren im Forste von Biakowosch dürfte da aber freilich keine Rede sein.

Neueste

Wolff« telegraphisches Korrespondenz- Bureau.

Berlin, 31. August. Wie derKölner Zeitung" auS Belgrad gemeldet wird, habe König Alexander den Wunsch ausgesprochen, auch dem Kaiser Wilhelm in Berlin feine persönliche Aufwartung zu machen. Er trifft in Berlin gegen den 20. October ein.

Berlin, 31. August. Die gerichtliche Untersuchung gegen die angeblichen Berliner Anarchisten Schäwe und Dräger hat bis jetzt keinen Anhalt dafür gegeben, daß gegen dieselben wegen anarchistischer Umtriebe wird vorgegangen werden können- vielmehr wird gegen beide nur wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und groben Unfuges verhandelt werden. Der weniger stark belastete Arbeiter Dräger wäre sogar schon längst aus der Haft entlassen worden, wenn nicht Fluchtverdacht resp. Ver­dunklung von Thatsachen vorläge. Dräger hat sein Geständ- niß, er habe mit Schäwe gemeinsam einen Einbruch begehen wollen, um mit der Beute nach Wien zu fahren, wieder zurückgenommen.

Danzig, 31. August. Dem Vernehmen nach erließ die russische Regierung an die Zollbehörden an der Weichsel die Weisung, Kähne aus Deutschland bis zum 17. September neuen StylS ohne Zollhinterlegung einzulaffen.

Lüttich, 31. August. DerGazette de Liege" zufolge sind in T t l l e u r vorgestern Nacht und gestern Vormittag 25 Erkrankungen an C h o l e r a und 24 Todesfälle vorge­kommen.

Amsterdam, 31. August. Eine demHandelsblad" zuge­gangene, heute Nachmittag 3 Uhr 30 Min. in Batavia aufgegebene Depesche meldet: Lieutenant van Zwaan vom topographischen Dienste ist heute von der Ostküste zurückgekehrt. Zwei in Ampenan ansässige Engländer sind verhaftet worden. Der Feind befestigt Mataram und sendet noch Truppen dorthin, beunruhigt aber Ampenan nicht. Die Depesche giebt nicht an, von wem und weshalb die beiden Engländer verhaftet wurden.

Zürich, 31. August. In der heutigen Sitzung des inter­nationalen geologischen CongresseS wurden wissenschaftliche Vorträge gehalten vom Geh. Oberbergrath Hauchecorne (Berlin), Geheimrath v. Zittel (München), Director Levy (Paris) und de Margas (Paris). Nachmittags wird ein Ausflug auf den U e t l i b e r g unternommen. In der morgigen Sitzung wird die Wahl des nächsten CongreßorteS erfolgen.

Rom, 31. August. Die Präfectur von Bologna unter­sagte die Abhaltung des für Anfang September angckündigten Soc lallst en«Congresses in Imola.

London, 31. August. Reutermeldung aus Hongkong: Am Canton-Flusse sind 100 Blumenhandel treibende Boote durch Feuer zerstört worden. Gegen 1000 Eingeborene sind dabei umgekommen.

London, 31. August. Reutermeldung über Shanghai aus Chefoo: Die japanesischen Truppen griffen Port Arthur wieder an. Das britische KanonenbootRepole" wurde gestern dorthin entsandt. AuS New-Chwang ein- getroffene Dschunken sahen an der Mündung des Tatung- Flusses zahlreiche japanische Leichen schwimmen. Dies wird als Bestätigung der Niederlage der Japaner angesehen.

Depeschen bei Bureau »Herold*.

Berlin, 31. August. Der Kaiser gedenkt sich morgen in das Manövergelände des Gardecorps zu begeben und im Laufe des Nachmittags von dort nach dem Neuen Palais zurückzukehren.

Berlin, 31. August. Am 16. October d. I. wird der Kaiser zur Einweihung des Kaiserdenkmals und zur Er­öffnung des neuen Theaters in Wiesbaden eintreffen. Festzug und Festbanket sind abgelehnt worden.

Berlin, 31. August. Wie aus Thorn gemeldet wird, werden für den Empfang des Kaisers schon jetzt Vor­bereitungen getroffen. Nach Mittheilung der dortigen Com- mandantur wird der Kaiser am 22. September in Thorn eintreffen. Der Einzug in die Stadt findet über den neu- städtischen Markt start und geht bis zum Rathhause, wo der Kaiser einen Ehrentrunk annimmt. Es ist möglich, daß bei der Anwesenheit des Monarchen der Grundstein zu der neu zu errichtenden Garnisonkirche gelegt wird.

Berlin, 31. August. Morgen findet die feierliche Ein­weihung der Sarkophage des verstorbenen Kaisers Wilhelm und der Kaiserin Augusta im Mausoleum zu Char- lottenburg statt.

Berlin, 31. August. Politische Blätter machen den Vor­schlag, am 16. September, am Tage der Huldigungsfahrt der Posener nach Varzin zum Fürsten Bismarck, eine Feier­lichkeit für Kosciusko als Gegendemonstration zu veranstalten.

Berlin, 31. August. Der Bundesrath wird Mitte nächsten Monats seine Sitzungen wieder aufnehmen und dann zunächst mit der Tabakfteuervorlage sich beschäftigen.

Berlin, 31. August. Es wird neuerdings behauptet, daß ein Entwurf über die Abänderung der Mllitär- Strafproceßordnung dem Kaiser fertig vorliege. Doch soll der Entwurf nicht das öffentliche und mündliche Ver­fahren enthalten. Die Nachricht wird mit Reserve aus­genommen.

Stettin, 31. August. Gestern wurde hier bei einem Bootsmanne asiatische Cholera festgestellt.

Myslowitz, 31. August. Nach amtlicher Ermittelung sind seit dem 18. August in dem an der Grenze gelegenen russischen Städtchen Bendzin 160 Cholera-Erkrank­ungen, darunter zwei Drittel mit tödtlichem Ausgange, vorgekommen. Die Seuche nimmt immer mehr zu.

Krakau, 31. August. In Russisch-Polen wüthet die Cholera längs der galizischen Grenze sehr bedenklich. Die Bevölkerung widersetzt sich jeder ärztlichen Anordnung und flüchtet in die Wälder. Ganze Dörfer sind unbewohnt.

Venedig, 31. August. Nach derGazetta de Venetia" soll der Papst infolge der großen Hitze außerordentlich ab­gespannt sein.

Paris, 31. August. Die Socialisten beabsichtigen, in der Kammer eine Interpellation einzubringen über die von der Regierung beschlossene Maßregelung der General- räthe, die gegen das Anarchistengesetz proteftirt haben.

Paris, 31. August. Den letzten Nachrichten zufolge ist der Zustand des Grafen von Paris hoffnungslos. Der Papst sandte ihm den apostolischen Segen und erbat sich täglich Berichte über das Befinden des Kranken. Der Graf leidet nicht an Krebs, sondern an heftigen Darmschmerzen, die eine Folge einer vor zwei Jahren vollzogenen Magen­operation sind.

Bukarest, 31. August. Heute Nachmittag kurz nach 2 Uhr wurden mehrere heftige Erdstöße hier wahr­genommen.

Newyork, 31. August. Furchtbare Waldbrände ver­heerten den Distrtct Victoria aus Britisch Columbien. Die Insel San Juan ist vollständig ausgebrannt, mehrere Menschen sind ums Leben gekommen.

£ecaU$ unb provinzielle-

Gießen, den 1. September 1894/

* * Von der Nuiverfität. Im August haben zwei Habili­tationen an der Landes-Universität stattgefunden. Dr. Ferdinand Schmidt aus Dorpat, bisher Privatdocent an der Universität Königsberg, habilittrte sich hier für das Fach der Zoologie - Dr. Heinrich Walther aus Gießen, bisher Specialarzt in Darmstadt, für Geburtshilfe und Gynäkologie. Im September wird die Universität Gießen bet dem inter­nationalen Congreß für Hygiene und Demo­graphie in Budapest durch Herrn Professor Bo ssiu s, bei dem internationalen Orientaliften-Congreß in Genf durch Herrn Professor Stade vertreten. Mit dem 1. October tritt an unserer Universität eine Prüfungs- commission für Nahrungsmittel-Chemiker in Wirksamkeit. Die Commission besteht aus Herrn Regierungs­rath Dr. Melior als Vorsitzenden und den Professoren Naumann, Elbs, Hansen und Himstedt. Die Zeug­nisse gelten für den Umfang des ganzen Reiches. Die Prüfungsvorschriften, welche vom Bundesrath entworfen sind, werden vom Secretariat der Universität unentgeltlich aus­gegeben. Die Chemiker, welche die Vorprüfung und die Hauptprüfung bestehen, sollen vornehmlich bei der öffentlichen Bestellung (§ 36 der Gewerbeordnung) von Sachverständigen für Nahrungsmittel-Chemie, ferner bei der Auswahl von Gutachten für die mit der Handhabung des Nahrungsmittel­gesetzes in Verbindung stehenden chemischen Fragen, sowie bei der Auswahl der Arbeitskräfte für die öffentlichen Anstalten zur technischen Untersuchung von Nahrungs- und Genuß­mitteln (§ 17 des Nahrungsmittelgesetzes) eine vorzugsweise Berücksichtigung finden. Vom 1. October 1894 bis dahin 1895 können Befähigungsausweise auf Grund der Ueber- gangsbestimmungen unter gänzlichem oder theilweisem Verzicht auf die Prüfungen und deren Vorbedingungen ertheilt werden.

* * Oeffentliche Anerkennung einer edlen Dhat. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben dem GerichtS- accessisten OLcar Börkel aus Mainz in Anerkennung der von demselben am 1, August mit Muth und Entschlossen­

heit, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung beS"- Polytechnikers Werner auS Darmstadt vom Tode des Er- trinkens die Rettungsmedaille zu verleihen geruht.

* * SteiuS Garten. Heute Sonntag, zur Feier des Sedsntages, concertirt die Capelle deö 1. Nassauischen In­fanterie-Regiments Nr. 87 aus Mainz von Nachmittags 4 Uhr ab im Garten. Die Capelle, unter der tüchtigen Direktion des Herrn Capellmeisters Muschke, wird von diesem per­sönlich geleitet und bringt ein gediegenes Programm zur Aus­führung.

* * Truppen - Durchmarsch. Mehrere Schwadronen des' in Bockenheim und Mainz garnisonirenden 13. Husaren- Regiments marschirten heute früh in der Richtung nach Marburg durch die Stadt.

* Brigade - Exerzireu. Unter dem Commando be& commandirenden Generals des 11. Armeecorps Exc. v. Wittichs des DivisionScommandeurs Exc. v. Bülow und des Brigade­generals v. Oppen fand gestern die Zusammenziehung der 4 9. Jnfanteriebrtgade bei Dudenhofen statt. Nach Abnahme des Parademarsches entwickelte die Brigade gegen den von Artillerie-, Cavallerie- und Jnfanterte- abtheilungen markirten Feind ein Angriffsgefecht.

Fahr Vergüustigung auf den Oberhesfischeu Eisenbahnen genießen nach einer Mittheilung derDarmft. Ztg." Die­jenigen, welche aus Oberhessen das vom 10. bis 14. September in Darmstadt stattfindende Gustav-Adolf-Fest besuchen wollen. Die Giltigkeits-Dauer der am 9. September gelösten Fahr­scheine erstreckt sich bis zum 15. September.

Schuldienst Nachrichten. Am 11. August wurde dem Schulamtsaspiranten Johann Luley aus Trebur eine Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Großen-Buseck, an dem­selben Tage wurde dem Schulverwalter Adam P und sack zu Abenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindschule daselbst, an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Martin Geißler aus Dorf-Gill eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Beuern übertragen.

* * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höchst a. N., Kreis Büdingen, mit einem jährlichen Gehalt von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- dtenst verbunden. Dem Freiherrn Carl v. Günderode in Frankfurt a. M. steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rohrbach, Kreis Büdingen, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Isenburg - Büdingen steht das Präsen­tationsrecht zu derselben zu. Die zweite mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemetndeschule zu. Ober-Mockstadt, Kreis Büdingen, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu be­setzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EberShetm, Kreis Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Treis a. d. Lda., Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Zwei Lehrerstellen an der evangel. Schule zu Lampertheim, Kreis Bensheim^ mit Gehalten von 10001400 Mk., bezw. 10001600 Mk. Mit einer der beiden Stellen können gegen eine besondere Vergütung von 300 Mk. die Functionen des Oberlehrers verbunden werden.

* * Kirchliche Dienstnachrichten. Am 11. August wurde dem Pfarrverwalter Schütz in Osthofen die katholische Pfarrstelle daselbst, an demselben Tage wurde dem Pfarrer Haas zu Neckar-Steinach die kath. Pfarrstelle zu Heidesheim, Decanat Ober-Ingelheim, mit Wirkung vom 1. September an, an demselben Tage wurde dem Pfarrer Bering er zu Vendersheim die katholische Pfarrstelle zu Freimersheim, Decanat Alzey, mit Wirkung vom 1. October an, übertragen. lieber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der Candidaten der evangelischen Theologie: Philipp Aldekamp aus Mainz, Emil Breun- lin aus Darmstadt, Carl Göbel auS Hirschhorn, Fritz Herrmann aus Mainz, Ferdinand Heß aus Crumstadt, Ludwig Heußel aus Langstadt, Friedrich Kunkel auS Rockenberg, August Offenbächer aus Kleestadt, August P r ä t o r i u s aus Gießen, Friedrich Schultheis aus Maul­bach und Heinrich Wagner aus Wetterfeld.

* * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt r Schreiner Jakob Friedrich Dettinger aus Weil vom Amtsgericht Waldmichelbach wegen Betrugs- Louis Erk auS Ober-Schmitten vom Amtsanwalt in Offenbach wegen Dieb­stahls- Schreiner I. Geis aus Kirn vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls- Ludwig Hansel aus Wingers­hausen vom Amtsgericht Schotten wegen Bettelns - Aquisiteur Stegmund Iankau aus Hamsbach oom Amtsgericht Worms wegen Betrugs- Eduard Keller aus Straßburg, zuletzt in Worms, vom Schöffengericht Worms wegen Strafvollzugs; Bäckergeselle Ernst Roetsch aus Duisburg vom Unter­suchungsrichter I in Mainz wegen versuchten schweren Dieb­stahls- Lehrer Phil. Valentin Schuckmann aus Müschen- heim von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Sittlichkeits- Verbrechens- Hausknecht Emil Stein aus Bierftadt in Preußen, zuletzt in Mainz, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Betrugs- Gärtner Georg Weigandt aus Harxheim, zuletzt in Heppenheim a. d. W., vom Schöffen­gericht Worms wegen Strafvollzugs- Martin Zahn III. aus Mühlheim von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Diebstahls.

* * Der Getreidemarkt. Der Getreidemarkt zeigte während der abgelaufenen Berichtswoche kein wesentlich verändertes Bild im vergleich zur vorangegangenen Woche. Im Allge­meinen blieben die Preise für Roggen und Wetzen gedrückt, was auf umfangreiche Realisationen speciell in ersterem Artikel und auf vermehrte Angebote von inländischem Roggen zurückzu-