Leute verstehen sich auf das Anbohren meisterlich), dann holt sich der Empfänger zwei Zeugen zu der Ablieferung und stellt Die Beschädigung. Veruntreuung oder nachthetliae Verspätung fest. Auf diese Weise kann man bei den Bahnen erfolgreich reelenuiren, anders geht es nicht gut.
Man schreitet nun zum »bfüsse« de» Weine»! Zu diesem Zwecke schwenkt man die Draschen ti«<* Tag vor dem Ab- stillen, damit fie vollständig trocken smd. Es beeinträchtigt die Qualität des Weines sehr deutlich, wenn er in Flaschen gefüllt wird, die unmittelbar vorher geschwenkt wurden, also im Inneren mit Master beschlagen sind. Das ist bei Weitem nicht so wenig, als viele freundliche Leser glaubm und jeder kann leicht eine Probe machen. Man nehme eine frisch geschwenkte Flasche, aus welcher das Wasser auSgegossen wurde, und lege fie der Länge nach auf den Tisch. Nach einigen Minuten nehme man die Flasche und gieße au«, eS wird eine stattliche Anzahl von Wastertropfen ausstießen. Dasselbe Experiment kann man noch zwei- bis dreimal wiederholen, ein Beweis dafür, daß eine nicht geringe Quantität von Wasser an den Innenwänden der Flasche haftet.
Nachdem die Flaschen regelrecht vorbereitet find, wenden wir unS zu der Vehavdl««» de» Kasse». DaS Faß wird auf den Kopf gestellt, der Kork auSgezogen und der Hahn eingeschlagen. Vor deui Einschlagen muß der Hahn halb geöffnet sein, damit etwas F'ussigkeit entweichen kann. Die meisten Abfüller wtsten das nicht und schlagen den Hahn geschlosten ein, wodurch Malheur pasfiren kann. Ist der Habn eingeschlagen, so lagert man das Faß so hoch, daß man mit den Flaschen bequem unter den Hahn fahren und ab- füllen kann. Das Hin- und Herrollen des FasseS verhindert man dadurch, daß man rechts und links einige dreieckige Stücke Holz unter das Faß schiebt. Man achte daraus, daß das Faß nicht rollt: hierdurch wird der Inhalt erschüttert und das veranlaßt Trübung. Auch schiebe man hinten ein Stückchen Holz unter, damit das Faß vornen, nach dem Hahne hin, niedriger zu liegen kommt, als hinten. Auf diese Weise gelinat es, den Wein fast vollständig abzuziehen, ohne daß man da« Faß zu heben braucht; dadurch wird eine Erschütterung vermieden und der Wein kann bis auf einen geringen Rest hell ablaufen. EtwaS Trübwein gibt es immer. Man lasse die Flaschen mit Trübwein einige Wochen stehen und gieße sie dann voi sichtig ab.
Einige Winke w»hre«d de» «bfüllen» mögen hier folgen. Ebe der Hahn unten geöffnet wird, muß der Sound oben entfernt ober doch durchbohrt fein, sonst kann die Flüssigkeit nicht durch den Habn auStreten. Auch wird der Wein leicht trüb, wenn an dem Fasse herumgearbeitet wird. Häufig kommt es vor, daß unverständige Leute mit Meisel, Hammer und Brecheisen an den Fässern herumarbeiten. Dadurch werden letztere saft immer beschädigt und es entstehen erhebliche Neparaturkosten. Am besten ist es, wenn man durch den Spund ein kleines Lustloch bohrt. Muß man das Abfüllen unterbrechen, so ist eS nothwendig, bad Luftloch durch ein kleines Zäpfchen zu verschließ.n. Beginnt man wieder mit dem Abfüllen, dann vergesse man nichl, das Zäpfchen zu entfernen.
Sobald da» »atz Utt ist, lasse man es zwei- bis dreimal tüchtig mit reinem Wasser ausschwenken. Darnach nimmt man ein Viertel ober einen halben Schnitt Schwefelspan (Faßschwefel), brennt bad Faß tüchtig ein, schließt es luftdicht und schickt es so bald als möglich an den Lieferanten zurück. Hier wird von dem Publikum ganz außerordentlich gesündigt. Die Leute lassen die Fässer wochenlang im Keller, in der Waschküche oder an anderen Orten herum- fahren; es bildet sich Schimmel im Inneren der Fässer und um diese wieder brauchbar zu machen, entstehen Kosten und Arbeit, welche durch einige Aufmerksamkeit leicht vermieden werden können. Auch soll noch bemerkt werden, daß es sich gehört, die Fäsier franco zurückzusenden.
Manche Empfänger lieben es, vom Fasse z« zapfe«. Wir bemerken, daß man nur ganz junge Weine vom Faß trinken kann. Feinere und ältere Weine soll man nie vom Fasse zapfen, sondern sie stets auf Flaschen ziehen. Am besten läßt man derartige Weine 10 bis 14 Tage ruhig liegen und zieht sie bann auf Flaschen. Sollte eS Vorkommen, baß ein angebrochenes Faß einmal nicht ad- gefüllt werden kann und längere Zeit hohl liegen muß, so empfiehlt es sich, da« Faß alle 10 Tage ganz leicht mit Schwefel aufzubcennen.
Wir machen darauf aufmerksam, baß es oortheilhaster ist, Hn Tisch - Wei« i« Gebinde«, nicht in Flaschen, zu beziehen. Flafchensenbungen wiegen doppelt so schwer, als das gleiche Quantum in Fässern. Außerbem sinb bie Abfüllungskosten beim Empfänger billiger, als beim Lieferanten. Dagegen empfiehlt es sich, fehlt Wti«e in Flaschen zu beziehen, weil es bei blefen ganz besWders auf bie richtige Behandlungsweife ankommt. Wirb gegen letztere Sesehlt, bann sinb die Kosten der Abfüllung mehr als verthan und arauf soll man es nicht ankommen lassen.
Wir haben zwar vorhin schon Einiges über die Behandln«» der Flasche« gebracht, müssen jedoch zur Ergänzung einige Bemerkungen hinzufügen. Nach der Füllung soll man die mit Wein gefüllten Flaschen l»orizo«tal lagern, nicht oertical, wie vielfach behauptet wird. Zum Verkorken der Flaschen nehme man nur Stopfe« besser Qualität und ganz frische, also ja keine solchen, die schon einmal gebraucht waren und durchbohrt worden sind. Die Lust bringt durch bie gebrauchten unb burchbohrten Stopfen unb schädigt den Wein empfindlich. Die kleine Ausgabe für neue Stopfen rentirt sich demnach fehr gut. Vor dem Gebrauche lege man die Stopfen einige Stunden ins Waffer unb achte barauf, baß die Stopfen gut schließen. Schlecht schließende Stopfen scheibe man aus Leer geworbene Weinflaschen lasse man nicht Tage unb Wochen lang ungereinigt umher stehen, sondern spüle sie fobalb als möglich auS. Auf diese Weise bildet sich kein Satz, die Reinigung geschieht dadurch am leichtesten und gründlichsten.
Alle Weine, in erster Linie die Rothweine, setze« «ach einiger Zeit ab. Das Absehen von Depot erklärt sich au8 der aömäligen Entwickelung der Weine Man prüfe die Flaschen vor dem Gebrauche und becanttre sie, b. h. man gieße fie vorsichtig in andere Flaschen um, sonst leidet der Geschmack unb bas Bouquet beS Weins barunter. Die Weißweine werben in ber Regel möglichst kühl (aber nicht eisig falt) getrunken. Die Rothweine liebt man etwa» temperirt. Will man Wein bestellen, so nimmt man auf bie Jahreszeit etwas Rücksicht: roeber große Kälte noch große Hitze sinb bem Weintransporte günstig.
Hiermit sinb wir zu Enbe gekommen unb wir hoffen, manchem sreunblichen Leser einen Gefallen burch vorstehende Notizen erwiesen zu haben. Bleiben nur noch brei Dinge, bie sich aber mit wenigen Worten erledigen lassen, nämlich: Den empfangenen ®ein gesund zu verbrauchen; ,hn pünktlich zu.bezahlen und rechtzeitig wieder zu bestellen. Ergo bibamus! Prosit!
verkehr, €anb* rrird vottswirthschaft.
Gieße«, 31. Januar. Der gestern dahier abgehaltene Viehmarkt war zahlreich befabwn. Es waren aufgetrieben: 981 Stück Rindvieh. Nach Ochsen, Jungvieh und guter Waare in Fettvieh war größere Nachfrage. Der Schweinemarkt war wegen der ungünstigen Witterung schwach befahren mit nur 132 Stück, unb die Preise derselben waren etwas niedriger als am letzten Markte. — Nächster Markt Dienstag den 13. unb Mittwoch ben 14. Februar, am letzteren Tage auch Krämermarki (erster in 1894) v«b findet an diesem Taae, Morgen» 8 Uhr, die Verloosnng der Srämerssände für dieses Jahr ssatt.
Grünberg, 30. Januar. Auf den vier Grünberger Frucht - märkten im Monat Januar 1894 sind verkauft worden: 98.25 Doppelcentner Weizen, 27,25 Doppelcentner Korn, 3,50 Doppel- centner Gerste und 16,25 Doppelcentner Hafer. Die Durchfchnitts- preife betrugen für je 100 Kilogramm (1 Malter) Weizen 15,00 Mk., Korn 14,00 Mk., Gerste 13,30 Mk., Hafer 8 Mk.
LUnbarg, 31. Januar. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 12.15, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.90, Gerste X 8 25, Hafer X 7.25.
Eingesandt,
Gießen, 1. Februar 1894.
Nach allen Anzeichen dürfte ber morgige Ibealerebenb einer der genußreichsten der ganzen Saison we bm. Wie der Zettel an- kündtgt, bat sich Frl. Mathilde Grohmann zu dieser ihrer Benefizomstellung eine Dichtung erkoren, dmch welche ein niedriger Polizeischreiber rach mancherlei Wrrrsalen seines abenteuerlichen Lebens sich den Ruf eines weltbedeutenden Dramatikers begründete: Ludwig Anzengrubers »Pfarrer vo« «irihfeld.^ Heute — nach beinahe 24 Jahren — drwährt das kraftvolle Dolksstück noch feine ursprüngliche Frische und packende Wirkung. — F äulein Grohmann hat sich in ber Verkörperung ber weiblichen Hauptrolle bes Stückes eine sehr schöne, aber auch recht schwierige Aufgabe gestellt. Haffen wir, daß eS ihr gelingen wird, dieselbe In recht zufriedenstellender Weife zu lösen. Hoffen wir aber auch, daß baS Publikum ber jueerdichen Benesiziantin dabei hilft, indem es durch recht zahlreiches Erscdeinen in ibr Eifer und Begeisterung weckt! Eine Theaterbesucherin im Namen mehr er er Freundinnen.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.
4. Woche. Vorn 21. Januar bis 27. Januar 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22100 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 32,94°/«bezw. 14,11 nachAusschl. der Ortsfremden.
Kinder
ES starben en: Zusammen: Erwachsene: im vom
1.Lebensjahr: 2.—15. Iah:
Diphtheritis
5 (5)
—
1 (1)
4 (4)
Lungenschwindsucht
Akute Erkrankungen bet AlhmungS-
2 (1)
1 (1)
1
Organe
Sonstige benannte
3 (1)
2 (1)
—
1
Krankheiten
4 (1)
2 (1)
—
2
Summa:
14 (8)
5 (3)
2 (l)
7 (4)
An m. Die in Klammem gesetzten Ziffern geben en, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Gesundheitszustand und Sterblichkeit der Stadt Gießen
im Jahre 1893.
In dem Berichtsjahre versterben in ber Stabt Gießen im Ganzen 668 Personen. Dabei sinb jedoch die dahier verstorbenen Ortsfremden: 272 (davon 52 Kreisangehörige, 51 Kreissremde und 169 Ausländer) mitgezählt, eine Zahl, welche bei der zunehmenden Frequenz der klinischen Anstalten mit dieser natürlich von Jahr zu Jahr eine Steigerung erfahren hat.
Für die Gesammtsterblichkeit berechnet sich eine Sterbeziffer von 31,65 vom Tausend, während nach Ausschluß der Ortsfremden, welcher zur richtigen Beurtheilung der Gesundheitsverhältnisse hiesiger Stadt unbedingt nothwendig ist, dieselbe Ziffer 18,76°/«, beträgt, bei Annahme einer Einwohnerzahl von 21100, die am Ende des Jahres wenigstens nicht unbedeutend überschritten war, gegenüber dem Resultate der Volkszählung vom 1. December 1890 mit 20 611 Einwohnern.
Von den 396 verstorbenen Ort?einheimischen waren 121 Kinder im ersten, 87 vom 2 bis 15. Lebensjahre, 110 Personen zwischen 50 und 60 und 78 über 60 Jahre alt.
Wie in früheren Veröffentlichungen bereits hervorgehoden wurde, lasten sich nur die Jahre von 1890 einschließlich an zu einem richtigen Vergleiche heranziehen, da früher eine Abtrennung ber Ortsfremden nicht flattgefunben bat unb daburch, wenn auch deren Zahl früher geringer war, doch bie Sterblichkeit ber Stabt zu ungünstig beurteilt wurde.
Die Sterbeziffer der ortseinheimischen Bevölkerung, welche letztere wir bei ber weiteren Betrachtung allein berücksichtigen, war für bas Jahr 1893 eine mittlere, höher als 1891 unb namentlich 1892 (bamals mit 17.01°/«, bezw. 15,64°/«,), jeboch niederer als im Jahre 1890 (mit 20,06°/«,), in welchem die erste Influenza- Epidemie ihren Einfluß auch in hiesiger Stadt sehr wesentlich geltend machte.
Don ben einzelnen Jahresmonaten hatten Januar unb Februar mit 46 unb 43 Sterbsällen bie größte Zahl berfelben; bie geringste bie Monate November unb September mit 17 unb 21.
Auch der Monat December, in welchem doch die wiederum auf; getretene Influenza einen hohen Krankenstand auch in hiesiger Stadt »u Wege brachte, hatte nur die mittlere Zahl von Sterbfällen (30), die zu derselben Zeit im Landkreise sehr hoch war.
Von ansteckenden Krankheiten sinb Masern mit 12 Sterbsällen nur in der ersten Jahreshälfte aufgetreten, Scharlach hat (bet zwar mäßiger Ausbreitung, jeboch einen großen Tbeil bes Jahres über mit brei Sterbsällen keinen wesentlichen Einfluß auf bie Sterblichkeit erlangt, leider muß aber von Diphtheritis das Gegentheil verzeichnet werben. Wäbrenb in 1890 bie Zahl von Sterbsällen an Bräunekrankbeilen (Diphtheritis unb Croup zusammen) in hiesiger Stabt 30, in 1891 unb 1892 14 unb 25 betrug, gelangte biefe Zahl in 1893 auf 53 unb ist außer bem November "ein Monat von benfelben ganz frei geblieben, namentlich war .in ben Monaten ber ersten Jahreshälfte bie Sterblichkeit immer eine recht hohe. Eine einfichisvolle Stabtverwaltung ließ sich wohl mit durch diesen Umstand bestimmen, eine fachgemäße Desinfection der tnficirten Wohnungen, Betten und Geräthe, durch ausgebildete Desinfectoren einzurichten, die Opfer nicht zu scheuen und die Mittel in freigebigster Weife in der Art zur Verfügung zu stellen, daß selbst weniger Bemittelten diese Vornahme, welche die wirksamste Hülfe zur Verhütung ber Weiterverbreitung btefer Krankheit bildet, recht wohl ermöglicht ist unb irgend etn- tretenben Falles ganz umsonst geschieht. Es ist auch in ben wenigen Monaten bes Bestehens dieser Desinsectionseinrichtungen ein recht hübscher Anfang gemacht roorban — vom 7 October bis 29. December wurden allein wegen Diphtheritis 42, wegen Scharlach 14 Wohnungen desinficirt — es wäre aber nur zu wünschen, daß die Inanspruchnahme detz gut functionirenben Apparates eine immer allgemeinere, bei ansteckenben Krankheiten überhaupt, werbe, wozu alle Leute von Einfluß, namentlich bie Herren Aerzte, bie sich der Sache mit großem Eifer angenommen haben, weiterhin mitzuwirken ersucht werden.
Keuchhusten hatte 9 unb Abdominaltyphus 3 vereinzelt ausgetretene Sterbfälle zur Folge. Eine andere Krankheit aber, welche zwar nicht eine ansteckende genannt werden kann, jedoch auch in epidemischer Form aufzutreten pflegt: Darmcatarrh unb Brech- burchfall hat burch eine für hiesige Verhältnisse ganz ungewöhnlich hohe Zahl von 34 Sterbsällen, fämwtlich bei Kinbern im ersten Lebensjahre, recht wesentlich zu ber hohen Sterblichkeit ber Kinder ber nieberften Altersklasse beigetragen. Es muß bies der hohen Sommerwärme, welche die des Jahres 1892 noch weit übertraf, zugeschrieben werden unb wäre zur möglichsten Beschränkung biefer, dem frühen KinbeSalter so hoch gefährlichen Erkrankung, nicht bringend genug zu wünschen, baß der Gebrauch sterilisirter Milch zur Säuglingsernährung, zum Mindesten für die Sommermonate, ein immer allgemeinerer werde.
Lungenschwindsucht und Tuberkulose anderer Körper-Organe haben 42 unb 13, croupofe Lungenentzünbung 30 unb sonstige Erkrankungen ber Athmunasorgane 36 Sterbfälle bewirkt. Unter ben letzteren befinden sich in Dem Monat December 6 ärztlich als Influenza l bezeichnete Todesfälle.
Gehirnschlagfluß und Erkrankungen des Herzens sind ie 18mal t tödtlich geworden, Neubildungen in 14 und Alterskrankheitcn in ; 16 Fällen Todesursache gewesen. Sonstige benannte Krankheiten find 70mal angegeben worden und unbekannt blieb die Todesursache in 1
7 Fällen Tödtliche Verunglückungen find bei Oriseinheimischen 3 und ebenso viele Selbstmorde voro-kommen.
Gießen, den 31. Januar 1894.
Grotzh. Kreidgesundheitsamt.
Literatur und lUnft
— Die Verlagsbuchhandlung de» »Deutsche« Soldatea- l)Otie»* (Karl Sigitzmund in Berlin), welche bereits tm ooitgen Jahre in Amsterdam auf ber Internationalen Ausstellung für den Buchhandel für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete deS Buch» geweibes prämiirt nJurbe, ist auch auf der diesjährigen Ausstellung in Chicago durch einen Preis ausgezeichnet worden.
— I« Reiche de» Geisse». Jllustrirte Geschichte der Wissen- f «haften, anschaulich dargeftelll von K. Faulmann, k. k. Profesior. Mit 13 Tasiln, 30 Beilagen unb 200 Textabbildungen. Wien, A. Harilebens Verlag. In 30 Lieferungen i 50 Pfg. Lieferungen 1 bis 25 bereit» erschienen. Die uns vorliegenden Lieferungen 21 biS 25 enthalten die Rechtswissenschaft unb Medlcin im vorigen, sowie bas Schulwesen, die Spiachwissenschaft, die Naturwiffenschaften unb die Geographie im jetzigen Jahrhundert Der ungeheure Stoff, welchen die Wiffenschast der Gegenwart bietet, ist kurz unb übersichtlich vorgesührt, ohne baß die Vollständigkeit gelitten hätte. Zahlreiche Abbildungen erläutern den Text. Die Schulgebäude zeigen schon von außen den Geist ber Neuschule, bie Entwicklungsgeschichte nach Darwin unb Hceckel ist durch auSgewählte Bilder anschaulich gemacht, in gleicher Weise ist auch die Entwicklung der Eisenbahnen unb ber Electricität behandelt. Unter den Beilagen zeichnen sich das Auge nach ©ommerlng unb das Ei nach Baer durch seine AuS- sührung in Farben aus. Auch bie Porträts ber hervorragendsten Männer ber Wissenschaft werben auf einer Tafel geboten. Die ältere Generation finbet in diesen Heften viele tntereffante Erinnerungen, die Jugend aber einen mächtigen Ansporn zur Mitarbeit im „Reiche des GeisteS".
— Medieinische» Ha«»- und GesundheilSlexikon. Eompl. broschtrt 2 Mk. 50 Pf., elegant gebunden 3 Mk., in 10 Lieferungen ä 25 Pf. Verlag von Th. Schröter in Zurich. Das Merkchen stellt sich die Aufgabe, eine zweifellos vorhandene Lücke in unserer populären medicinifchen Literatur auszusüllen unb in bie Reihe ber Hausbücher für bie Familie einzutreten. In ber bequemen Form eines Nachschlageweiks unb Lexikons soll u. A. erörtert werben: Der Bau bes menschlichen Körpers unb feiner einzelnen Organe, bie Functionen dieser Organe; Ursachen, Wesen unb Verlauf von einzelnen Krankheiten; bie zu ihrer Heilung erforderlichen Arzneimittel, wobei auf bie sogenannten Hausmittel unb biejenigen Maßnahmen, welche auch von Laien ausführbar unb Den wissenschaftlichen Ansichten nicht zuwiderlaufenb sinb, befonbere Rücksicht genommen wird. — Ferner: Operationen, mit Angabe berjenigen Leiden und Zustände, welche eine solche erfordern; Frauenkrankheiten und Geburtshilfe; Haut- und Geschlechtskrankheiten; Electricität und ihre Heilwirkungen; Nervenkrankheiten unb Psychiatrie; allgemeine Gesunbheitslehre mit befonbeter Berücksichtigung ber medicinalpolizeilichen Bestimmungen; Diät unb Diätetik für ben gefunben unb kranken Zustand; Zusammensetzung und Nährwerth ber wichtigsten Nahrungsmittel unb bie hauptsächlichsten Methoden, Verfälschungen derselben zu entdecken; Pflege und Krankheiten des Säuglings unb bes KinbeS; Schulhygiene; gerichtliche Mebicin, Militärsanitätswefen; Bäderlexikon unter Erläuterung der Lage unb ber örtlichen Verhältnisse des betr. Bades ?c. je.; Massage; bie mechanischen unb Wasserheilmethoben.
Schisssnachrichten des Nordd. Lloyd.
(In Gießen nertreten
burch bie Agenten Earl Loos unb I. M. Schulhof.)
Bremen, 31. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postbampfer Braunschweig, Eapt. D. Köhlenbeck, vom Norbb. Loyd in Bremen, welcher am 13. Januar von Bremen abgegangen war, ist gestern, 11 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Hamburg-Amerikanische Packetsahrt Actien-Gefellschaft
Postbampfer „Grimm" ist am 30. Januar, 9 Uhr Morgens, von Hamburg nach Boston unb Baltimore abgegangen. P. stbampfer „Albingia" ist am 30. Januar, 10 Uhr Morgens, von Hamburg via Havre nach Westindien abgegangen. Postdampfer „Rugia", von Hamburg nach Newyork bestimmt, ist am 30. Januar, 7 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postbampfer „Steinhöft" ist am 30. Januar von Hamburg via Havre in St. Thomas angenommen. Postbampfer „Slavonia" ist am 30. Januar von New-Orleans btrect nach Hamburg abgegangen. Postbampfer „Baumwall", von Baltimore nach Hamburg bestimmt, ist am 30. Januar, 4 Uhr Morgens, Scilly passirt. Postbampfer „Allemannia", von Hamburg nach Westinbien bestimmt, ist am 30. Januar, 5 Uhr Nachmittags, von Havre weitergegangen.
kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.
Heute Donnerstag, 1. Februar, Abends 8 Uhr, im Eon- firmanbensaale berJobanneskirche: Missionsstunde. Der Apostel Paulus und feine Mission. Pfarrer Dingeldey.
Gottesdienst in der Synaffoqe
Samstag den 3. Februar:
Vorabend 5°° Uhr, Morgens 9« Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabbat hausgang 6* Uhr.
Äottteiknfl der israelitischen KeligionrgeselischaN
Freitag Abend 5°° Uhr, Samstag Vormittag 8« Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 6°° Uhr.
Bedeutende Bekiebsersparnissc merX
maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober ber Lanbwirthschaft burch Aufstellung einer Wölfischen ßoeomobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von ber rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdeburg-Bucka« feit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationärenunb fahrbarenLocomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit bes BrennmaterialoerbrauchS, Dauerhastigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anbereh Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrevzen den Sieg davongetragen. [403
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fertigt tu billigen Frei BrUM’scUe Dm Seh*l«traee# '
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