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sage», rauschenden und immer wiederholten Applaus, der sie zu mehreren Zugaben veranlaßte und der, als zuletztdie Wacht am Rhein" in etwas fremdländischer Betonung erscholl, geradezu stürmischen Character annahm. Die Wirkung der eigenartigen Lieder, die bald in munteren, bald in neckischen, dann wieder in melancholischen Weisen ertönen, wird durch die ausgezeichnete Schulung der Mitglieder der Gesellschaft wesentlich gesteigert, die fast durchweg über schöne und klang­reiche Stimmen verfügen und die sowohl a capella, als auch mit Orchesterbegleitung vortreffliche Leistungen boten. Sehr sorgfältig waren auch die vorgeführten Tänze einftudirt, die allerdings von der Art, wie wir den Tanz Pflegen, wesentlich verschieden sind, so sorgfältig, daß man zuweilen den Eindruck gewann, einer von einem Balletcorps eingeübten Vorstellung, nicht Volkstänzen, beizuwohnen. Alle von der Gesellschaft dargebotenen Gaben machen einen so fremdartigen und originellen Eindruck, werden mit so viel Kunstfertigkeit und Verve vor­geführt, daß auch dem ferneren Auftreten der Rusten hoffentlich starker Besuch und Erfolg nicht fehlen wird.

** Die Cousereuz der Geistlichen der Provinz Oberheffen wird nach Mittheilung derDarmst. Ztg." am 7. August d. I. in Gießen abgehalten werden und zwar, wie gewöhnlich, in Steins Garten. Herr Professor D. Reisch le aus Gießen wird einen Vortrag halten über die Bedeutung derSitte für das kirchliche Leben. Darauf soll die Frage be­handelt werden: ob Erd- oder Feuerbestattung, für welche Herr Pfarrer Wissig in Bad-Nauheim und Pfarrer Wahl in Kirtorf das Referat übernommen haben.

* Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Taglöhner Louis Erk aus Ober-Schmitten vom Amtsgericht Offenbach wegen Diebstahls- Dienstknecht Josef Zerwas aus Neuendorf bei Coblenz von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls.

** Der Getreidemarkt. Die abgelausene Berichtswoche brachte auf dem Getreidemarkte zunächst wieder eine Hauste- strömung. Letztere hing theilweise mit günstigen amerikanischen Berichten, theilweise mit der Wetterlage zusammen, da ja gerade im gegenwärtigen Zeitpunkte das Wetter wesentlich mit die Stimmung auf dem Getreidemarkt zu beeinflussen pflegt. Die dergestalt gewonnene Besserung in Weizen und Roggen ging aber in der Folge meist wieder verloren, da neuere meteorologische Berichte beständigeres Wetter in Aussicht stellten. Die Umsätze in den genannten Artikeln waren durchschnittlich nicht erheblich; vom Hafer ist sonderlich nichts Neues zu melden. An der Berliner Productenbörse notinen, Alles per 1000 Kilo­gramm : Weizen 138 bis 147 Mk., Roggen 124 bis 130 Mk., Hafer 130 bis 163 Mk., Gerste 96 bis 165 Mk.

t Lich, 28. Juni. (Verspätet.) Am letzten Sonntag fand in dem Heiland'schen Garten dahier die Fahnenweihe des VereinsMännerquartett" unter starker Betheiligung der hiesigen Einwohnerschaft statt. Die mit vielem Beifall aufgenommene Fest- und Weiherede wurde von dem Dirigenten des Vereins, Herrn Lehrer Roth, gehalten. Auf den Weiheact folgten dann Lieder- und Musikoorträge, letztere ausgeführl von einer Abtheilung der Marburger Jägercapelle. Den Schluß des schönen Festes bildete ein gut besuchter Ball. Die Fahne wurde von dem hiesigen Maler Hlsgen her­gestellt und gereicht ihrem Schöpfer wegen ihrer hübschen Ausführung zur größten Ehre und weiteren Empfehlung.

Ober »Nosbach bei Friedberg, 28. Juni. Was ein rationell betriebener Obstbau einbringt, haben für unsere Gemeinde die Jahre 1893 und 1894 bewiesen. In unserer durch die Kirschenzucht bekannten Gemeinde wurden im vorigen Jahre gegen 70 000 Mk. erlöst. In diesem Jahre ist die Ernte noch reichlicher, der Preis jedoch, weil es anderwärts ebenfalls eine reiche Kirschenernte giebr, geringer. Das Pfund gilt nur 8 Pfennige zur Zeit- allein an den zwei letzten Tagen wurden durch unsere Poftagentur 2500 Mk., bezw. 1300 Mk. für nach auswärts geschickte Kirschen an die Verkäufer ausgezahlt.

§ Grebenhain, 29. Juni. Die in hiesiger Oberförsterei heute abgehaltenen Heugras-Versteigerungen waren zahlreich besucht und waren die Preise viel höhere als im »origen Jahr- es wurden für Wiesenflächen, welche im vorigen Jahr 40 Mk. kosteten, 70 Mk. bezahlt. Bei dem gegenwärtigen Stand der Futtergewächse hofft man auf eine gute Mittel Ernte.

§ Reichlos (Kreis Lauterbach), 28. Juni. Hier fand gelegentlich des Kirchweihfestes eine Schlägerei statt, wobei ziemlich viel Blut floß. Einige der Betheiligten be- fluden sich in ärztlicher Behandlung.

Verrnischtes.

* Köln, 26. Juni. Ein ungerathener Sohn hochachtbarer Eltern (der Vater ist Staatsbeamter) hat einen unglaublich nichtswürdigen Streich ausgeführt. Der Bursche, der als Kaufmannslehrling in einem hiesigen Geschäfte war, hatte Dummheiten gemacht und war wegen seiner darauf er­folgten Entlassung von seinem Vater gebührend zurecht ge­wiesen worden. Darauf faßte der Bursche mit drei Genossen den Plan, heimlich nach Afrika zu gehen. Der Beamtensohn erbot sich, sich in den Besitz der zu der Reise erforderlichen Geldmittel zu setzen. Mit einem der Kumpane, einem ent- laffenen Apothekerlehrling, berieth er den Plan. Dieser hatte ihm ein Rezept ausgeschrieben, in welchem u. a. auch Salz­säure enthalten war. Der nichtswürdige Bursche ließ das Medicament machen und that es in den Kaffee des Vaters. Dieser trank nichtsahnend die Mischung und verfiel bald in einen liefen Schlaf. Während dessen schlich sich der saubere Bursche an den Geldichrank des Vaters, nachdem er diesem die Schlüssel abgenommen hatte, und stahl eine Summe von etwa 12000 Mk., die Ersparnisse des hochgeachteten Vaters. Mit dem Gelbe war er eben im Begriff abzureisen, als die »ach Hause kommende Mutter den Verlust des Geldes und den Zustand ihres betäubten Gatten bemerkte und gleich ihren Sohu im Verdacht hatte, dessen Plan sie noch vereiteln konnte.

In den letzten Tagen Hal sich der elende Bursche Herum­getrieben und ist als Obdachloser aufgegriffen worden. Wegen des Betäubungs- oder, wenn man eS beim richtigen Namen nennen will, Vergiftungsversuchs soll nunmehr gegen ihn, sowie gegen seinen Freund, den entlassenen Apothekerlehrling, gerichtlich vorgegangen werden.

* Berlin, 29. Juni. Director Adolphe l'Arronge übersandte anläßlich des Ablaufs seiner Direction imDeutschen Theater" dem Oberbürgermeister von Berlin eine namhafte Summe für wohlthätige Zwecke.

* Breslau, 29. Juni. Heute Nachmittag stürzte in der Hubenstraße ein Neubau ein. Die Bauherrn und zahlreiche Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben- mehrere Schwerverletzte sind in ein Hospital befördert worden.

* Wien, 29. Juni. Zu Veldes in Krain starb der Maler Ludwig Graf im Alter von 57 Jahren. Der 13 Jahre alte Schulknabe Johann Sageleider stürzte sich vor den Augen seiner Geschwister in die Donau, weil er wegen Diebstahls eines Stemmeisens Strafe befürchtete. Vor dem Selbstmord bestimmte er, wer von seinen Ge­schwistern die Schultasche und das Federmesser erhalten solle.

Triest, 29. Juni. Der Gastwirth Pecenco in Capo- dtstria wollte eine Katze erschießen, traf aber seinen auf einer Bank schlafendey 9jährigen Sohn, der sofort tobt blieb. Der Vater wollte Selbstmord begehen und konnte nur mit großer Mühe zurückgehalten werden.

* Tabakiudustrie in bett betttsch-westafrikattischen Colonial» gebieten. Die deutsche Tabakbau-Gesellschaft Janzen und Thormählen in Hamburg hat es unternommen, in dem Districte Bibnndi, welcher unter dem 4. Grad nördlicher Breite und dem 9. Grad östlicher Länge, also fast unter dem Aeqnator liegt, Tabak anzubauen. Bei den in Bibnndi für Tabakbau überaus günstigen Boden- und Klima-Verhältnissen lieferte die 1893er Ernte, welche aus dem feinsten Havana- Samen gezogen wurde, ein Product, welches an Feinheit des Geschmackes und Fülle des Aromas dem besten Havana»Tabak bevorzugter Ermen gleichkommt, dabei aber den Vorzug einer ganz ausßerordentlichen Milde besitzt und ist der 1893er Bibuudi-Tabak der erste, thatsächlich große Erfolg, der mit Tabakplantagenbau in deutschen Colonialgebieten erzielt wurde.

* Von Hofhunden zerfleischt. Als dieser Tage der in Berlin wohnende Tischlergeselle Gottwaldt auf dem Nach­hausewege den nach der Rummelsburger Chaussee führenden Verbindungsweg entlang kam, schlugen plötzlich hinter dem Zaun eines der dortigen Lagerplätze die dort befindlichen Hunde an. Nun kam G., der sich in angetrunkenem Zu­stande befand, auf die unglückliche Idee, die Hunde, die am Zaune fortwährend hochfprangen, zu necken, zu welchem Zwecke er auf den Zaun kletterte und mit seinem Knoten- stocke nach den wüthend gewordenen Hunden schlug. Durch das fortwährende Schaukeln verlor aber der waghalsige junge Mann plötzlich das Gleichgewicht und stürzte in Folge dessen kopfüber auf den Platz hinab. Sofort fielen die Hunde über den Unglücklichen her und verarbeiteten ihn mit ihren Zähnen in einer schrecklichen Weife, so daß eine große Blut­lache die Stelle bedeckte. Die Thiere wurden dann durch den inzwischen wachgewordenen Wächter Kusav von ihrem Opfer verscheucht und der Unglückliche, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, schleunigst nach dem Kranken­hause geschafft, wo er aber bald nach der Einlieferung verstarb.

* Eine Grubencatastrophe vor 400 Jahren. Aus Shang­hai wird berlchtet: In den Kohlengruben in Hsing Knochow wurde kürzlich ein alter Schacht wieder eröffnet. Man fand darin 170 Leichen, die Opfer einer Grubencatastrophe, die vor vierhundert Jahren ftattgefunden. Die Erinnerung an dieses Unglück ist noch nicht erloschen und die Archive enthalten darüber vollständige Berichte. Die Leichen waren wohl erhalten - es war keine Fäulniß eingetreten. Sie sahen aus, als ob der Tod erst gestern eingetreten wäre. Als man sie aber beerdigen wollte, blieb nur ein Staubhaufcn übrig. Die chinesischen Arbeiter flohen erschreckt davon und nichts konnte sie bewegen, die Arbeit in dem Schacht auf­zunehmen.

* Gegen bie Trunksucht begibt sich auch der Kneipp- Kalender auf den Kriegspfad. Man findet darin u. a. folgende kernigen Verse: Kennst du den Moloch der Ger­manen, der schon bethörte uns're Ahnen? der leere Moloch, den sie schufen, und dem sie tausend Hymnen rufen, dem sic immer aus offnen Händen den letzten Pfennig zwecklos spenden? Ich fag es frei, auch wenn du murrst: der deutsche Moloch ist der Durst!

* Ein Sparsamer. An der Kasse.Wie, kein Billet mehr zu haben? Famos, schon wieder drei Mark g'spart! Die werden jetzt gleich vertrunken!"

Eingesandt.

Die Braunkohle in der Industrie.

Die große Verbreitung der Braunkohlen in Oberhessen und in den Nachbarbezirken ist wohl bekannt, aber nicht so bekannt ist deren vielfache Verwendbarkeit je nach dec Beschaffenheit der Lagerstätte in chemischer wie in hygroskopischer Hinsicht. Es ist geradezu un- begreifltch, wie die Industrie, welche doch heumtage mit Schwierig­keiten so vielerlei Art zu kämpfen bat und welche überall mit Pfennigen rechnen muß, um nurüber Wasser" zu bleiben, hierzulande bis jetzt nur an wenigen Orten zur Verwendung der Braunkohle geschritten ist. Ja vielfach hat man noch nicht einmal daran gedacht, Versuche anzu- stellen, um die Braunkohle wenigstens als Kesselkohle zu verwenden. Wo solche. Versuche in gehöriger Weise gemacht sind, ist man auch wohl zur Verwendurg von Braunkohle übergegangen und hat dabei außerordentlich günstige Resultate erzielt, wie z. B. auf der Zucker­fabrik in Stockheim u. s. w.

Das Vorurtheil, welches gegen die Braunkohle, wie überhaupt gegen jede Steuerung und Aenderung desguten Alten" besttht, bringt es jedenfalls auch hier zu Wege, daß man für vieles Geld die lheure Steinkohle fortwährend aus der Ferne heranholt und die näher gelegene, daher billiaere Braunkohle unbeachtet läßt.

Allmältch scheint jedoch sich die Ueberzeugung von dem Werthe der Braunkohle Bahn zu brechen.

ES wird nämlich in einem Artikel der K. Volkszeitung vom

27. AprU 1894 u. A. mitgetheilt, daß der Oberingenieur deS Mittel- rheinischen Dampfkesselrevisions - Vereins, Herr Nolte in Neuwied, das Verhältniß der Braunkohle zur Steinkohle in Bezug auf ihre Heizwerthe kürzlich durch Versuche festgestellt hat. Er hat hierzu Braunkohle von der Gewerkschaft Donatus bei Liblar (Eisenbahn Koln-Euskirchen) verwendet. Es ergab fich dabei, daß mit einem Kilogr. Braunkohlen deS Benannten Werkes 2,682 Liter Wasser ver­dampft werden können. Ein Kilogr. bester Steinkohlen verdampft aber im günstigsten Falle 7 Liter Wasser. Man erzielt also mit 2,61 Gewichtseinheiten Braunkohle dasselbe was man mit einer Gewichtseinheit bester Steinkohle erreicht.

Da nun die Oberhessische Braunkohle derjenigen von Brühl- Liblar an Qualität nicht nachsteht, vielmehr dieselbe stellenweise bedeutend übertrifft^ so stellt fich die Berechnung wie folgt: Ein Doppelwaggon guter Kesselkohle (Steinkohle) kostet franco Nidda ungefähr 165 Mk. 2,61 Dovpelwaggon Braunkohlen, die 10 000 Kilogr. ju 35 Mk. gerechnet, 91,35 Mk. Hieraus ergiebt sich also eine Er- fparniß von 165,00 91,35 Mk. 63,65 bei Braunkohlenfeuerung gegenüber einem Doppelwaggon Steinkohlen. Dieses Verhältniß wird sich natürlich ändern, je nachdem die Selbstkosten der verschiedenen Kohlenarten am Derbrauchsorte sich anders zu einander verhalten. In Gießen würde es nicht so günstig sein. Hier dürste die Stein­kohle ca. 160 Mk. kosten, dagegen die Braunkohle 48x2,61 125,28Mk., sodaß die Ersparniß sich aus 160 125,28 Mk. 34,72 Heraus­stellen würde. Ob bei diesen Vergleichen überall die gegebenen Selbst­kosten ganz genau richtig angesetzt sind, lasse ich dahin gestellt, denn es war mir hauptsächlich darum zu thun. bekannt zu geben, daß daS Werthverhältniß der Steinkohle zur Braunkohle 1 : 2,61 beträgt.

Jeder Industrielle kann sich hiernach selbst herausrechnm, wie viel er täglich bezw. jährlich spart, wenn er zur Braunkohlenseuerung übergeht, welche an jedem Dampfkessel mit nicht hohen Kosten ein­gerichtet werden kann.

Schiffsnaehrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 29. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Eapt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, welcher am 19. Juni von Bremen und am 20. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 29. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Stuttgart, Eapt. H. Bödeker, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. Juni von Bremen ab­gegangen war, ist gestern, 10 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Auszug aus den Standesaintsregifterrr

der Stadt Gießen.

UtifBtbott«

Juni: 23. Ferdinand Wilhelm Krauße, Locomotiohilsssührer dahier, mit Anna Marte Elisabeth Knoch zu Treysa.

«heschltetzungen.

Juni: 29. Heinrich Babel, Schlosser dahier, mit Luise Christiane Julie Henriette Zoll dahier.

tttbotttu«

Juni: 20. Dem Glaser Konrad Läuser eine Tochter. 22. Dem Kaufmann Louis Frech eine Tochter, Johanna. 22. Dem Schreiner Friedrich Bonartus ein Sohn, Friedrich Emil. 23. Dem Bildhauer Martin Philipp Schmoll eine Tochter. 25. D-m Schriftsteller Karl Ludwig Barthels ein Sohn, Emil Otto. 25. Dem Fabrikarbeiter Johann Georg Schmidt ein Sohn. 25. Dem Barbier Adolf Langsdorf ein Sohn. 28. Dem Kaufmann Carl Klemmrath ein Sohn.

Gestorbene.

Juni: 22. Wilhelmine Lehrmund, geb. JordtS, 35 Jahre alt, Ehefrau von Friseur Friedrich Lehrmund dahier. 23. Luise Caroline Christ, 2 Jahre alt, Tochter von Hilfslademeister Heinrich Christ dahier. 23. Carl Kaufe, 28 Jahre alt, Kaufmann von Homburg. 24. Jacob Weber, 21 Jahre alt, Bergmann von Atzelgift. 25. Heinrich Philipp Will, 2b/4 Jahr alt, Sohn von Taglöhner Johann Heinrich Will II. dahier. 25. Anna Lauth, 28 Jabre alt, Dienstmagd von Schwäbisch-Hall. 26. Marie Stein, 8 Monate alt, Tochter lvon Dienstmann Wilhelm Stein dahier. 26. Luise Oberding, 19 Jahre alt, Dienstmagd von Dietenhausen. 27. Otto Schmidt, 6 Jahre alt, Sohn von Holzbildhauer Karl Schmidt dahier. 27. Johanna Puricelli, geb. Görtz, 38 Jahre alt, Ehefrau von Gutsbesitzer Heinrich Puricellt zu Kreuznach. 28. Marie Noll, geb. Leng, 64 Jahre alt, Wittwe von Oeconom Konrad Balthaser Noll III. dahier. 28. Emilie Kreutz, geb. Kreutz, 32 Johre alt, Ehefrau von Landwirth Christian Kreutz zu Würgendorf. 29. Ludwig Burgard, 67 Jahre alt, Land­wirth von Roßbach, Amt Hachenburg. 29. Carl Georg Schacker, 13 Jahre alt, dahier, Sohn des verstorbenen Steuerraths Wilhelm Jacob Schäcker.

Auszug aus den Airehenvüchern

-er Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

Lukasgemeinde.

Den 23. Juni. Valentin Perscbbacher, Geometer 1. Klasse, und Katharine Wilhelmine Martin, Tochter des LocomotivsührerS Friedrich Martin.

Johannesgemeinde.

Den 23. Juni. Heinrich Deckmann, Fabrikarbeiter zu Gieße», und Helene Wilhelmine Sieglinger, Tochter des verstorbenen Häfners Johann Sieglinger zu Homberg a. d. Ohm.

Getaufte.

Markstsgemeinde.

Den 24. Juni. Dem Bierbrauer Andreas Weber eine Tochter, Elisabeth, Christine, geboren den 19. Mai.

Denselben. Dem Schuhmacher Philipp Rupp ein Sohn, Kar! Adam, geboren den 26. Mai.

Den 28. Juni. Eine uneheliche Tochter, Georgine Margarethe, geboren den 24. Mai.

Lukasgemeinde.

Den 24. Juni. Dem Bierbrauer Karl Kinkel eine Tochter, Auguste Magdalene Johanna, geboren den 28. Marz.

Denselben. Dem Locomotioheizer Karl Ohr eine rochier, Gertrud Friederike Antonie, geboren den 16 Mai.

Denselben. Dem StationSgehilfen Wilhelm Tränkner ein Sohn, Willy Ludwig Justus Karl Hans Heinrich, geboren den 14. Mai.

Den 28. Juni. Dem Schriftsteller Karl Ludwig Barthels aus Bonn ein Sohn, Emil Otto, geboren den 25. Juni.

Johannesgemeinde.

Den 24. 3uni. Dem Schreiner Heinrich Sauer ein Sohn, Franz Carl Heinrich Jean Georg Philipp Ludwig Marlin, geboren den 9. Mai.

Den 27. Juni. Dem Kaufmann August Montanus eme Tochter, Elisabeth Toni Augusta, geboren den 31. Mai.

Beerdigte.

Lukasgemeinde.

Den 25. Juni. Henriette Wasserschleben, geb. Wahnfchasfe, Wittwe des Geheimratbs Professor D. Hermann Wasser schieben, 72 Jahre alt, starb den 22. Juni. Ä

Den 28. Juni. Otto Schmidt, Sohn des Bildhauers Karl Schmidt, 6 Jabre alt, starb den 27. Juni.

Den 29. 3uni. Marie Noll, ged. Leng, Wittwe des Oeconomen Konrad Balthasar Noll HI., 64 Jahre alt, starb dm 28. 3unL