1894.
ä~7
> fcWH Mtz
J Wt vnunglückni M?'h ?Üdltt ^rbtö ° dnungMe
I rugesprvch« iBorbtn' 1 ffionlaut da etnt BeschrLvkUg onea/ welche ein be. )en können daher auch Ziehen werden.
' ob die Dienstleistunz Arbeitsleistung zu be- "ur, Laß es sich mv um eine spielartige, gibt eine große Zahl 'oße Körper kraft, noch und deßhalb häufig
>fe
2,5/HO—120 21 -~"6 ’ 103-1 H
n Mainz. Nach M- Sbannex hti tav RMa^r Bnlli m Bahnhof verdrati nt ein. Die Tchtze u mit Sonderzug i iaiaz ein. An:i iener Schützenvm. hrischen, Steyerij^w, tcrreichischen Schühw, Gestern fiel der trjtt deutsche Bundesschießen. ilich einige auswärtige Meßeinrichtung berufen. it der BundeSfapungen Men Schilpenbllndes weiche am Tamkes, m, MnM^rr unt Mer ein-erricht, daß Verwendung finden kann )tn Festzug wachst öm Im Laufe dieser Dochr gewerbe, dessen Gruppe er prächtigsten im Zage jen Gold- und Silben ittelalterlichen Lorsadrw noch die Lertteter dn htwagen zum Zuge a°> uppt 4 im hiswrM nöwerk im mittelalter- eben.
1« Mi
„ h-v-ih
ÄS«
SSSjt?
Geralhew I®1 vorgenommenen '
L Ordnung usg iu ltt -l Beendigung » u .Der Nrducr anerkannt- , ^ni, ^^LnMUnd da
Gemünden »v
sitT« , atitlrt’1
'n°L- LÄ«L
dnt fich über die Herkunft des auögeschänkten Getränkes zu vergewissern. Nicht minder lästig ist andererseits die Be- lästigung der Wirlhe in den Fabrikkantinen, die mit einem Zuschuß des Fabrikbesitzer- arbeiten oder von diesem uncnt- geltlich die Räume zum Geschäftsbetrieb :c. erhalten. Gewöhnlich bestimmen die Besitzer, ouS welcher Brauerei daS Bier zu entnehmen sei. Nun sind in den letzten Tagen wiederholt ärgerliche Austritte dadurch herbeigeführt worden, daß die Arbeiter ihr Bier von Hause mitbrachten, was entweder gar nicht oder nur in beschränktem Umfange gestattet ist. Entlassungsandrohungen, Kündigungen, Angebereien und Klatschereien sind die Folge hiervon in zahlreichen Fällen, und dieses Treiben ergreift Kreise, die zu den Ursachen des DierverrufS in gar keinen Beziehungen stehen.
* bl. Johann a. d. b., 30. Mai. Auf dem Marktplätze In Neunkirchen gerieth ein Wagen imCaroussel inS Rollen nnd fuhr in eine Gruppe von Kindern- eins wurde sofort gitödtet.
* London, 29. Mai. In einer im Alhambra • Theater stattgefundenen öffentlichen Vorstellung gab der Capitän Martin zwei Schüsse auS einem von dem englischen StabS- osfizier Hunt mit voller Ladung versehenen Lee - Metford« Gewehr auf den mit seinem Panzer bekleideten Dowe ab, welcher gänzlich unverletzt blieb. Dowe ha: auch bereits vor dem Prinzen und der Prinzessin von Wales in Marlborough eine Vorstellung gegeben, auS der er ebenfalls un- verwundet hervorging.
* Dos berühmte Lueloch bei Semriach wurde in letzter Woche von wirklichen Fachmännern aus Graz untersucht, denen gegenüber die sieben geretteten „Höhlenforscher" nun- wehr ihre durch ein neuerliches Rundschreiben bekundete Weisheit für sich behalten dürften. An der wissenschaftlichen Commission betheiligten sich der Professor der Geologie an der Grazer Universität Dr. Hörnes, Professor Walcher, Director A. v. Koppenheier und mehrere andere Herren. Ueber die Ergebnisse dieser Forschung theilen Grazer Blätter mit, daß eine ungeheuer hohe, allerdings noch schwer zugängliche Grotte entdeckt wurde, die mit ihren vielen Tropfsteingebilden einen bezaubernden Eindruck macht, ganz abgesehen von den verschiedenartigen, überaus zahlreichen Tropsstein-Formationen und FelSzerklüstungen in den anderen Höhlen, welche diese zu einer bedeutenden Sehenswürdigkeit erheben Professor Walcher hat bei 1600 Kerzen starkem Magnesiumlicht photo- graphische Aufnahmen von den Tropssteingebilden gemacht. Er ist der Ansicht, daß sich eine Erschließung der Grotten für daS große Publikum sehr verlohnen würde, nur müßte man electrischeS Licht zur Beleuchtung verwenden, da die Rauchentwickelung bei Kerzen- oder Fackeibeleucknung den Essect der blendend weißen Tropfstein-Formationen bald beeinträchtigen würde. DaS Comits deS Fremdenverkehrs Eon- gresscS, der Ende Juni in Graz tagen wird, trägt sich mit dem Gedanken, beim Lueloch ein Volksfest zu veranstalten.
* DaS gtöfcte Geschäft der Welt. AuS Chicago wird geschrieben: „Unsere Stadt ist der Sitz des größten Geschäftes der Welt. Es wird daö Niemand zu bestreiten wagen, der nachstehenden Ausweis von Armour u. Co. für daS am 1. April beendete Jahr liest. In diesem Jahre schlachtete die Firma 1 750000 Schweine, 1800000 Stück Rindvieh und 625 000 Schafe und ihre Verkäufe beliefen sich auf 102 000000 Dollars. Sie beschäftigte 11000 Leute, denen sie zusammen 5 500 000 Dollars Löhne zahlte. Zur Fortschaffung ihrer Erzeugnisse an Schinken, Speck, Schmalz 'C. waren 4000 Eisenbahnwagen und 700 Pferde in fortwährendem Betrieb. Außerdem beschäftigte sie noch 750 Mann in ihrer Leimfabrik, welche 12000000 Pfund ■Seim erzeugte. Schreiber dieses hat vor einiger Zeit die hiesigen Union Stock Aards besucht, in welchen die riesigen Diehhöse und Schlächtereien der Firma sich befinden. Da staunt man aber, und mit Recht, wenn auch empfindlichen Damen und überhaupt nervenschwachen Personen vom Besuch dieser großartigen Anlagen abzurathen ist, obwohl auf allen Wegen, auf welche die Besucher geführt werden, erstaunliche Reinlichkeit herrscht. In den Schweineschlächtereien wurden an diesem Tage rund 5000 Borstenthiere verarbeitet, im Winter bis 10000 an einem Tage, ferner gegenwärtig 4500 Stück Rindvieh täglich. Für den Laien interessant sind auch die großen Gefrierhäuser und Pökelhallen. Armour beherrscht vollständig den Weltmarkt in Schweinefleisch und Schmalz."
* Was die „RabobS" rauchen. Unter den unzähligen modernen Ausstellungen ist wohl eine die „Einzige." Es ist daS eine Sammlung von Cigarren, welche die Fürstlich- k-tten und Millionäre rauchen. Diese Ausstellung befindet sich im Savoy-Hotel zu London. Es ist eine Sammlung der besten Brände von 1888er Havanna Ernte. Hier ist die LieblingScigarre der Rothschilds, dort die eines Kenners, wie torb Northdrooke und des Prinzen von Wales. Im Ganzen find 20 000 verschiedene Cigarren ausgestellt. Ein Gebern* holzcadinet enthält 14 000 Cigarren „Flor de Cuba"; es ist daö „Maaß" für die Rothfchild-Familie, die solche dreimal gefüllt zu beordern pflegt, also 42 000 Cigarren jährlich. Die Cigarren stellen sich ab dort auf etwa 70 Mk. für 100 und werden auch an Andere verkauft, die versteuert 140 Mk. für 100 zu zahlen pflegen. Dies ist jedoch für die Rothschilds nur eine Cigarre, die man „im Freien raucht" oder wegzuschenken pflegt, denn bei festlichen Gelegenheiten im Hause werden die großen Henry Clay sobranos in Gold verpackt vorgezogen. Es intereifirt wohl, daß der Prinz von WaleS ganz grüne Cigarren raucht, diese sind von feiner Qualität, frisch und ungetrocknet.
* Hebet fleischfressende Pferde wird der „Nat.-Ztg." in Ergänzung zu den Mittheilungen „Aus der Speisekammer der Thierwell" noch Folgendes mitgetheilt: Als ich vor drei Jahren bei dem Husaren • Regiment König Wilhelm I. (1. Rheinisches Nr. 7) eine Dienstleistung ablegte, wurde । ich der 3. Eskadron zugetheilt und erhielt als Chargenpferd
einen Schimmel „GalluS". „GalluS" war ein ebenso eigensinniges, wie kräftiges und unmäßiges Thier. Im Biwak machte eS sich einmal Nachts loS und fraß ganz allein einen Sack Hafer leer, auS dem nur einige Handvoll Hafer ent* nommen waren. Bet TageSgrauen wurde der Diebstahl bemerkt, „GalluS" stand, zwar ohne Halfter, aber mit der unschuldigsten Miene von der Welt, an seiner richtigen Stelle, dennoch riefen die Husaren einstimmig: DaS hat der „GalluS" gethan; der würde auch zwei Säcke gefressen haben. Ein anderes Mal hatte ich „GalluS" den ganzen Tag scharf geritten, ohne Gelegenheit zu finden, ihn zu tränken. Im Biwak angekommen, bat ich den Unteroffizier, der die Leute zum Wasserholen führte, mein Pferd zu besteigen und eS saufen zu laflen. Als der Unteroffizier sich zurückmeldete, fragte ich ihn, wieviel „GalluS" getrunken habe: „Fünf Eimer!* Das Merkwürdigste an diesem edlen Schimmel war aber seine Liebhaberei oder vielmehr Leidenschaft für lebende und tobte Spatzen, Mäuse unb Ratten. Ich erfuhr bieS zufällig von einem Einjährig-Freiwilligen, der mir erzählte, baß die Husaren der 3. Eskadron eß im Winter als vollkommenen Sport betrieben, Sperlinge und Mäuse im Stall zu sangen und damit „GalluS" zu füttern. Während des Manöver- konnte ich keine Versuche anstellen. Wohl fraß „GalluS" mit großer Gier Schinken, Wurst und amerikanisches Pökelfleisch, aber in Bonn konnte er wieder feiner wahren Leidenschaft fröhnen. Wir schossen eine Menge Spatzen und reichten sie ihm. „GalluS" beschnüffelte sie einen Augenblick und verschlang sie dann gerade so wie ein zweibeiniger Gourmet seine Austern. In derselben Weise erquickte er sich an lebenden oder tobten Mäusen und Ratten. Blutiger Schaum träufelte ihm dabei auS dem Maul- der Anblick war so wenig schön, daß mein Bursche dabei unwohl wurde. „GalluS" lebt heute noch und frißt feine Spatzen und Mäuse munter weiter. ES giebt beinahe in jedem Regiment, ich möchte beinahe sagen, in jeder Eskadron, fleischfressende Pferde. Man darf sich bei solchen Erkundigungen allerdings nicht an die Herren Regiments- oder Eskadronschef wenden, die solche „biologische Studien" durchaus nicht lieben, aber mir wurde erst kürzlich wieder von einem Berliner SchwadronS* gaul erzählt, der dermaßen auf Fleisch vcrseffen fei, daß er schon mehrmals einer unvorsichtigen Stallwache baß Stück Fleisch oder Speck auß dem Suppennapf gestohlen habe. Diese Beispiele ließen sich gewiß vermehren."
* liebet die Thätigkeit der Auswanderenoisfion in Bremen im Jahre 1893 wird Folgendes berichtet: Die Zahl aller im Jahre 1893 über Bremen ausgewanderten Personen beträgt 106 291. Nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika wanderten auß 105049, dagegen nach Brasilien nur 367, die übrigen nach den La Plata-Staaten, Afrika, Australien usw. Viele von den Auswanderern fetzten sich längere Zeit vor ihrer Abreise mit der Auswanderermifsion in Verbindung, um Rath und Leitung für ihr Vorhaben zu suchen. Für andere empfing die Außwanderermission die von bereits auSgewanderten Verwandten ober Freunden im deutschen Emigrantenhause des Pastor Belkemeier in Newyork ober bei der deutschen Hafenmission (Pastor Dalhoff) in Baltimore gekauften FreifahrtSscheine für die Seereise, auch Reisegelder zur Uebermittelung an diese Auswanderer. Es ist dadurch ermöglicht worden, sich einer sehr großen Zahl von Auswanderern in durchgreifender Weise anzunehmen. Viele Auswanderer legten ihre Geldbeträge zur Ucbcr mittlung an Pastor Berkemeier in Newyork oder Pastor Dalhoff in Baltimore im Bureau der Auswanderermission nieder, um sie nach zurückgelegter Fahrt dort in Empfang zu nehmen. Ebenso übergaben ober übersandten Ausgewanderte an btc genannten beiden Pastoren Gelder mit der Bitte, dieselben durch die Auswanderermission in Bremen an ihre bedürftigen Verwandten in der Heimath gelangen zu lassen. Es belief sich die Summe aller dieser Beträge auf 648000 Mk. Die Auswanderermifsion hat nicht nur den Einzelnen mit Rath und Hilfe für ihre kirchliche Versorgung nahe treten können sondern eS sind auch die am Tage vor Abgang der Schiffe gehaltenen Gotteßdienste ia erfreulicher Weise besucht worden. Seit einigen Jahren ist die Auswanderermission durch eine englische Gesellschaft auch in den Sandt gesetzt worden, die Auswanderer, denen die Bibel fehlte, mit Bibeln oder neuen Testamenten unentgeltlich zu versorgen.
* Eine Gerichtsverhandlung durch s Telephon. Jeden Tag erfährt man etroaß ganz Neues, Ungewöhnliches. Ein gewisser Morris Olshine wurde jüngst in Troy Im Staate Newyork auf Grund eines gegen ihn von dem Friedensrichter Hoosik Faltö erlassenen Haftbefehls wegen Diebstahls fest« genommen. Olshine, der ein langwieriges, umständliches Gerichtsverfahren fürchtete, hatte die Idee fin de siöcle, sich durch Vermittelung seines Anwalts in telephonische Ver* btnbung mit dem Richter zu setzen, der seine Verhaftung angeordnet hatte. Der Richter, den vielleicht die Neuheit des Falles reizte, stellte durch's Telephon mit dem Angeklagten ein regelrechtes Verhör an und sprach ihn, nachdem er seine Rechtfertigung gehört hatte, telephonisch frei. Dieses Urtheil wurde in die Gerichtsannalen des Bezirks Reusselear aufgenommen. Dieser Bezirk hat also die Ehre, der erste gewesen zu sein, der das Telephon zur Beschleunigung eines gerichtlichen Verfahrens anwandte.
* Heimgezahlt. Professor (in der Vorlesung): „Meine Herren, ich werde diesem Frosch die Großhirnhemisphären exstirpiren- er wird dann nicht mehr hüpfen können. (Die Operation wird vollzogen; der Frosch hüpft vom Tisch auf den Fußboden. Allgemeine Heiterkeit im Auditorium.) Meine Herren, Sie sehen, wie wenig Hirn dazu gehört, um ein ganzes Auditorium zum Lachen zu bringen!"
• Je nachdem. „Wie lange müßte mein Bub bei Ihnen lernen?" — „Die Lehrzeit richtet sich ganz nach dem Lehr- gelb, welches Sie für ihn bezahlen wollen! Zahlen Sie bunbert Mark, so braucht er bloß ein Jahr zu lernen, geben Sie mh aber zweihundert Mark, barm können Sie ihn gleich wieder mitnehmen!"
* Ueber die Herleitung des Namens „Berlin" stellte Oberlehrer Dr. Jammer in der letzten Sitzung der Gesellschaft für Heimathkunde der Provinz Brandenburg eine neue Ansicht auf. Danach ist daß Wort slavisch und entstanden auß Bo (gut, geeignet) unb Ralina (Ackerland), bezeichne- also ein Gebiet, laß sich für Ackerland eignet. Auch Kölln hängt nicht mit Colonie zusammen, sondern sei gleichfalls wendischen Ursprung- unb komme von Colm (Pfahl), bezeichnet also einen Ort mit unb auf Hölze, nem Bollwerk.
£ Her ata r und Itaitfr.
— Allnstkirle Weltgeschichte für daß Volk von I. G Bogt, Vcllag oon E. Wiest, Üdpitg. In wöchentlichen Lieferungen A 10 Pfg. zu be,leben durch alle Buchhandlungen und Eolporteur». Lies. 43—49. Die vorliegende Weltgeschichte füllt eine längst empfundene Lücke aus. Sie btbanbtlt zum ersten Male in eingehender Weise die wirthschaftlichen Triebfedern, die allem geschichtlichen (M< fcheden zu Grunde liegen unb bringt damit Verständniß und rtlarbett in Verhältnisse und Dinge, die biß jetzt unverständlich geblieben waren. Um nur ein Beispiel hervorzuheden. Eß schien unbegreiflich, wie in Athen ThemistoklrS und Aristide«, die einander feindlich gegenüber standen, dennoch beide im Volke einen so großen Archana haben konnten. Hier lernen wir, daß Thrmistokles die Handel- und Gewerbetreibenden, Aristide- dagegen die Grundbesitzer vertrat, ste also die Führer zweier Klassen waren, deren Interessen non jeher mit einander collidirten. Wir begreifen den Antagonismus der beiden großen Männer einerseits, sowie den auSgedrdnien Anhang beider in ein und derselben Stadt anderseits. Da« Vogt'sche Werk ist überhaupt ungemein reich an neuen Gesichtspunkten, je weiter cs fortschreitet, um so interessanter unb lehrreicher wird fein Studium. ES sei daher nochmals unser» Lesern auf daß Wärmste empfohlen, umsomehr alß eß bei der reichen Jllustrirung zu dem ungewöhnlich billigen Preise von 10 Pfg. die Lieferung zu haben ist.
Technische Fortschritte.
— (Un neues practischcs Spülgefäß für die Küche. Ein neues pracniches liuchengeräth, welches zum Aufwaschen von Porzellan» geschirr, anderseits zum Waschen von Kartoffeln, Gemüse u. s. w. dienen kann, ist daS Spülgefäß von Erissay. Dieses Geräih besteht auß einem ziemlich halt kugeligen, kupfernen oder zinkenen Steffel mit ebenem Boden, an dessen oberem Rand ein ebenso geformter innerer Einsatz befestigt ist, dessen Boden und Seitenwände vom äußeren Gesäß in gewissem Abstand stehen. Dieser Einsatz ist am oberen Umfang durchlöchert, ebenso sein Boden unb dient zur Aufnahme der zu reinigenden Theile. Nachdem daß Ganze mit kaltem ober warmem Wasser gefüllt, wirb ein Deckel dicht schließend aufgesetzt, durch dessen Mitte unb biejenige deß Einsatzbodenß eine (Spindel geht, welche unterhalb beß Einsatzes mit schraubenförmigen Nöhrschoufeln versehen, oben mit einer Kurbel gedreht werden kann. Durch diese Drebung kommt, nach einer Angabe von Lüderß in Görlitz, baß Wasser in Notation, steigt die Innenseiten beß äuf; ren Gefäßes empor unb stürzt durch die Lochungen oben am inneren Einsatz Über den Inhalt desselben, sodaß aut diese Weis: ein Kreislauf beß Spülwassers erzielt wird. Aller Schmutz fällt durch den Sieb* boden unb gelangt nicht wieder nach oben, setzt sich vielmehr auf dem Gesäßboden fest. L. Ltg.
Verkehr, £anO* rrnd VoLkswirthschaft.
Gießen, 30. Mai. Der Auftrieb zu dem gestern dahier ab- gebalienen Viehmarkt war sehr bedeutend; an Rindvieh waren 1476 Stück und Schweine 665 Stück aufgetrieben; fast sämmtlicheß ausgetriebene Vieh war schön unb gut genährt, der Handel war lebhaft, wodurch die Preise höher als am letzten Markte waren. Eß zeigte sich am Tage vor dem Markte schon große Kauflust und wurden an demselben viel Käufe abgeschlossen. Nächster Markt Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Juni d. I., am letzteren Tage auch Riämermaih.
Limburg, 30. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 11.65, weißer Wetzen X 11.50, Korn X 9.30, Gerste JL 9.00, Hafer X 7.15.
— Lum »au von Grsatzfutiermitteln. Wenn auch Wiesen uno Kleefelber in diesem Sommer eine große Futterernte versprechen, so ist es für alle Wechselfälle der Ernten und um die sonstigen Futtervorräthe gut auSzunuhen, doch von bedeutendem Vortheile, wenn der Landwirth rechtzeitig für Ersahsutterrnittel sorgt, mit welchen Klee, Heu und Hafer ganz ober doch theilweife ersitzt werden kann. In dieser Hinsicht empfiehlt sich besonders der Anbau von Mais, denn wie der L. Ztg. berichtet wird, hat sich im sächsischen Vogtlande mit seiner starken Rinderzucht unter den verschiedenen Ersatzfuttermitteln, welche im Vorjahre autzprobtrt worden sind, besonders der amerikanische Pferdezahn - Mats bewährt. Sein Anbau empfiehlt sich ferner wegen des gegenwärtig sehr ntedrigen Preises des Saatgutes (10 Mk. pro (Sentner bei Abnahme größerer Posten). Auch stellt der Mais keine hohen Anfordeiungen an den Boden; ist letzterer einigermaßen gul gedüngt, so erzielt man Futtermassen wie mit keiner anderen Pflanze. Zwar ist der Mais arm an Protemstoffeo; diese sind jedoch leicht zu ersehen durch Beimischung von Klee ober Wicksutter zu den geschnittenen Maisstengeln. welche hinsichtlich ihrer Schmackhaftigkeit und leichten Verdaulichkeit von keiner anderen Futterpflanze übertroffen werden. Als Beimischung zum Maiß beim Verfüttern und drhufs Erhöhung des Protem- gehalts erwies sich auch die Peluschke, eine hauptsächlich in Ostpreußen gebaute Erbsenart, sehr geeignet; das Gleiche gilt von der nardonniichen Lupine. Erwähnt sei auch noch, daß sich der Anbau des Pserdezahn - Mais zur Gt ünsütteruna in vielen Gegenden viel besser bewährt hat als der Bau des weißen Senf, der nicht so ergiebig ist und kein so gutes Futter giebt. Die Aussaat des Ma>s hat im Mai zu erfolgen und wenn der Mais Kolben treibt, also gewöhnlich Ende Juli und Anfang August, wird er wieder zur Grünfütterung gemäht.
Eingesandt.
Gießen. 31. Mai 1894.
DieTnrnhalle desGroßherroglichen Gymnasiums dahier befindet sich in einem überaus vernachlässigten Zustande! Der Futz- boben ist stellenweise ganz entzwei und läßt bei jedem Schritt kleine Staubwolken aufsteigen. Wände und Decken sind überaus schmutzig. Die Geräthe sind zum Tdeil geradezu lebensgefährlich, wie z. L. die Kletterstangen und Streckschaukel. Auch lagert auf ihnen vielfach dicker Staub. Sollten sich diese geradezu unhaltbaren Zustände der Kenntniß Derjenigen entziehen, meld}en die Oberaufsicht und Unterhaltung der Turnhalle obliegt?
Amtliche Prüfung Ser Lichtstärke -es Leuchtgase,.
Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat Mai 1894 : 13*/, Aerzen.
Buchner.
Temperatur der Lahn und der Luft nach Rrauamr gemefftn am 31. Mat, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 11*/., Luft 137-°. Rübsamen'sche Badeanstalt.


