‘".»■««bt,. * tert bl,
hMüg ^‘«MgWt b„ * ■<£ W der aU|, ''S’ Mrftt te, 1 ®<Me unb
***R
hat btn Kv. :®«»9«rlnt, «Hiq ttort! dergesetzt.
nQlidtung" fii,d "jahl von Mtt« tn den dentsch- der neuerliche E Besserung eiu- ®lWtr eine Obernien Partei hn, Möller und
'n Strfammlung 'ssen, Im Jahre "gische Se
che Binttrr vn« e sich wegen btt kreitschasl, wirb ersundeu be- olfGblatt“ wurde haltene Meldung
wurden weitere i des Anarchisten Selbstmord- und i Laudanm.
>n Paris löste Zrovinzialblöttern hlagen jetzt einen
r" meldet, sollen Welttnratbt imb i6en haben, an ,, daß diese von neben, bir au6 tvierS durch den
de benachrichtigte der Abreise von
Kontinent.
jten Kreisen ver- nspcctor der ser- ll, um ihm eme
1 gegen dir An-
irenden Gerüchte, Ministerpräsidenten r Zündschnur ge- ik sechs Personen Et morden seien,
M.
bruar
3. ®i«M*
-Ss
öon fielen l4 imninng • stint«
'S "■ D- l4rieb«"( ***&*» ( Ci»1*
ürankheU der des Fürsten krw ifeiflc Dampf- ynqlanb i* .„'sind die KM sow -n darn°^ iu[ Sendberg ‘n «t W « ?*,n Das Da» J Brandstiftung
Abstimmung vorgenommen, wobei 14 Stimmen auf Herrn Bär, 15 Stimmen auf Herrn Orbig, 3 Stimmen auf Herrn Geißler und 1 Stimme aus Herrn Leun fielen. Sonach ist Herr Orbig zum Abgeordneten gewählt. Gegen diele Wahl hegt ein Protest vor, unterschrieben von 17 Wahlmännern, mit folgender Begründung: „Der Wahlmann Passavant zu Großen-Buseck sei verhindert gewesen, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, weil er den an einen Wahlmann gestellten gesetzlichen Forderungen nicht entsprochen habe, und unter diesen Verhältnissen fe< es zweifelhaft geblieben, wem der Wille der Großen vusecker Urwähler gegolten habe, dem nur mit einer Stimme Mehrheit gewählten Stadtverordneten Orbig, oder dem Landwirth Bär zu Herrnhaag bei Büdingen." Der Bericht des Großh. Kreisamts Gießen hierüber lautet: „In welcher Beziehung p. p. Passavant den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht, ist in der Eingabe des Näheren nicht angegeben- doch unterliegt es keinem Zweifel, daß d ermit dessen mangelnde Eigenschaft als hessischer Staatsbürger (Artikel 9 des Gesetzes vom 8. November 1872 und § 5 der Anleitung zur Vornahme der Wahlen der Wahl- männer) gemeint ist. Dieser Mangel liegt bei Passavant in ter That vor, da er nach seinem angeschloffenen Schreiben eom 31. v. M. die diesseitige Staatsangehörigkeit nie er« rnorben hat, und hätte derselbe somit nicht in die Listen der Stimmberechtigten und wählbaren Staatsbürger ausgenommen werden dürfen; ein Versehen, daS lediglich der Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Buseck zur Last sällt, die trotz eingehender Belehrung und Hinweis auf die einschlägigen Bestimmungen es unterlassen hat, die Frage der Staatsangehörigkeit des Wahlmannes Passavant zu prüfen. Dem Wahl- ^ommissär für die Landtagswahl war dieser Umstand zu spät bekannt geworden, um noch eine Remedur eintreten lassen zu können. In dem Wahltermin am 27. October v. IS. war Paffa- xunt, der in Folge Verfügung Großh. Staatsministeriums an den Wahlcommiffar vom 12. October v. I. rechtzeitig geladen worden war, nicht erschienen." Darnach erscheint die von 17 Wahlmännern unterzeichnete Beschwerde als begründet, weil es Thatsache ist, daß p. p. Passavant das hessische Staatsbürgerrecht nicht besitzt. Seine Wahl als Wahlmann in Großen-Buseck ist somit ungiltig. AuS diesem Grunde beantragt der Ausschuß, in Erwägung, daß angesichts deS , Stimmenverhältnisses bei der Wahl des Abgeordneten — 15 gegen 14 — eine Stimme entscheidend sein kann : Hohe Kammer wolle die genannte Abgeordnetenwahl des Herrn Karl Orbig für ungiltig erklären unb zugleich Hohes Staats- Ministerium ersuchen, eine Neuwahl der Wahlmämier in Großen-Buseck, sowie des Abgeordneten für den 5. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen anzuordnen.
** Vierter Kammermufikabeud. Mit dem gestrigen Eoncert erreichte der Eyclus von Kammermusikabenden, den die Herren Polster, Bauer und Krauße in diesem Winter ins Leben gerufen haben, seinen Abschluß. Dasselbe war wiederum recht gut besucht und werden wir in der nächsten Nummer über die einzelnen Nummern des Programms ein gehender berichten.
"* Wer noch österreichische Thaler hat, sorge dafür, daß er sie bis zum 1. April los wird, weil sie an diesem Tage außer Curs kommen und dann nur noch den Silberwerth Haben.
** Einjährig-freiwilliger Militärdienst der Elementarlehrer. Nach der „Voss. Ztg." finden die in Lehrerkreisen bestehenden Wünsche, daß den Elcmentarlehrern der einjährig - freiwillige Militärdienst gestatiet werde, die Zustimmung des Unterrichtsministeriums. Wegen Aenderung der Seminarcurse unb anderer auch finanzieller Schwierigkeiten ist die end gütige Regelung in naher Zeit noch nicht möglich, doch ständen demnächst commissarische Berathungen der Ministerien darüber bevor.
** Plakate in Bahnhöfen. Nach höherer Bestimmung können Privat - Bekanntmachungen (Geschäfts » Anzeigen rc) aller Art zum Aushang in den Wartesälen unb Fluren der Stationsgebäude, soweit genügender Platz vorhanden ist, zugelafsen werden. Die Aushanggebühren betragen für 0,1 Quadratmeter der Plakatfläche unb Jahr vorläufig 2 Mark.
** Postalisches. Von jetzt ab wird im Verkehr mit einer Anzahl von Britischen Besitzungen bezw. Britischen Postanstalten in außereuropäischen Ländern, sowie mit Gibraltar, bei der Beförderung über England eine Werthangabe bis 1000 Mk. (= 1250 Fr. — 50 L.) zugelafsen.
•• Preisausschreiben für Gartenknnstler. Der Magistrat in Halle a. d. S. erläßt ein Preisausschreiben behufs Er laugung von Entwürfen zu einem Park für das Riebcck Stift daselbst. Es sind Preise von 1000, 600 und 400 Mk. aus gesetzt. Berechtigt zur Thcilnahme sind alle Gartenkünstler Deutschlands. Zur Verfügung für die Parkanlagen stehen an 45 000 Mk. Das Terrain ist vorhanden. Die Entwürfe sind bis 15. Mai einzusenden.
Großen-Linden, 27. Februar. Dem hiesigen Flurschützen Muhl, welcher über 40 Dienstjahre aufzuweifen hat, wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge das Allgemeine Ehrenzeichen „Für Verdienste" verliehen.
E. Echzell, 25. Februar. Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall kam gestern hier vor. Fuhrmann G-, welcher ein Fuhrgeschäst nach Frankfurt betreibt, bemerkte, daß sein Pferd scheute, als er den Affenheimer Berg hinab fuhr. Es war tn der Nacht zwischen 12 und 1 Uhr. Um das Thier zu beruhigen, sprang G. vom Wagen, aber sogleich schlug der Gaul hinten aus unb traf den Fuhrmann am Kopf und Unterkiefer, so daß er nicderstürzte unb ihm ber Wagen über bie Brust ging. Mit übermenschlicher S ärke unb Willens kraft gelang es bem Schwerverletzten sich aufzuraffen und sich bis an bas nächste Haus zu schleppen. Der Wirth eilte auf das Klopfen herbei und erschrak heftig beim Anblick des schrecklich zugerichteten Mannes. Es wurde Hülse geschafft
unb G., welcher eine Frau unb acht Kinder zu ernähren hat, hierher gebracht. Wie wir soeben erfahren, brachte man G. nod) Gießen in bie Klinik, wo es vielleicht gelingt, den fleißigen, braven Monn seiner Familie zu erhalten.
Ulrichstein, 25. Februar. Gestern Abenb ’/410 Uhr er- tönten plötzlich die Glocken. Anfangs wußte man nicht, ob Jemand im Schnee „irr gekommen" fei oder ob es brenne. Plötzlich hieß eS, es brenne in der Kirche. Aus Unvorsichtigkeit war ein Kord mit Holz auf dem Ofen stehen geblieben, hatte sich entzündet und die Emporbühne angebrannt. ES gelang noch zu löschen, ehe größerer Schaden entstand. In unserem hochgelegenen wasserarmen Städtchen mit seinem stets starken Wind erregte dieser Brand nicht geringes Aufsehen. D. Ztg.
8. Berstadt, 25. Februar. Die heute dahier stattgefundene Versammlung wegen Errichtung einer Actien- zuckerfabrik für die obere Wetterau war recht zahlreich besucht. Nachdem Herr Bürgermeister Wolf dahier die Versammlung eröffnet und alle Anwesenden begrüßt habe, erteilte derselbe Herrn Landwirth Acker dahier das Wort, welcher in kurzen, treffenden Worten den Zweck unb die Vortheile einer Zuckerfabrik in hiesiger Gegend klarlegte. Sodann nahm Herr Ingenieur Alberti von Frankfurt a. M. das Wort, um über die Ergebnisse der von ihm vorgenommenen Wassermessungen zu referiren. Da Redner das vorhandene Wasser in gegenwärtiger Zeit auf dem geplanten Platze zwischen hier unb Wohnbach zum Betriebe einer Fabrik für genügend hielt, so erregten seine Ausführungen bei vielen Anwesenden dennnoch Bedenken, da doch wohl bei trockner Jahreszeit leicht Wassermangel etntreten könne. Um letzterem vorzubeugen, sollen noch Bohrungen demnächst vorgenommen werden. Es wurde schließlich ein Comit6 gebildet, bestehend aus Interessenten von hier und allen umliegenden Gemeinden, । welches das Weitere veranlassen wird, nachdem das Ergebniß I der Bohrversuche festgestellt ist. Einstimmig sprach sich die Versammlung dahin aus, am Projecte festzuhalten und die Fabrik bei Berstadt evt. TraiS-Horloff zu errichten.
Lauterbach, 23. Februar. Nachdem schon in verschiedenen Ortsgewerbevereinen unseres Landes freiwillige G e - seilen p rüfungen einqeführt worben sinb, hat sich auch der hiesige Ortsgewerbverein entschlossen, solche Prüfungen inS Leben zu rufen. Die bereits gewählte Plüfungscommission wird in der Kürze einen Aufruf zur Theilnahme an den diesjährigen Prüfungen ergehen lassen und giebt sich der Hoffnung hin, baß zahlreicher Gebrauch von bieser Einrichtung gemacht wirb.
V AuS bem VogelSberge, 27. Februar. Die Nachrichten über den Bestand der Heu- unb Streuvorräthe, welche burch ben Alsselber Berichterstatter gemeldet werden, treffen auch für unsere Gegend zu. Da ist es denn sehr erfreulich, mittheilen zu können, daß von der oberen Verwaltungsbehörde noch i sehr dankenSwerth gesorgt wird, damit die Landwirthe rechtzeitig gute unb billige Streu erhalten. Alle Oberförster haben Befehl erhalten, bie Walbstreu fobalb aufarbeiten zu lassen, als es bie Witterung erlaubt. Dadurch erhalten noch viele Leute Arbeit unb bie Landwirthe rechtzeitig Streu. Die Oberförster sollen auch die Streu sogleich überweisen und absahren lassen, damit sie durch das Regenwetter nicht viel leidet. Man muß mit Dank anerkennen, daß so etwas in anderen Landern bis jetzt noch nicht geschehen ist.
Friedberg, 26. Februar. Ein be klagenswerthe s Vorkommniß ist aus dem benachbarten Steinfurth zu berichten. Zwei junge Burschen, beide im 18. Lebensjahre stehend, emzweiten sich um geringfügiger Ursache willen unb versetzte ber eine bem anberen gestern Abenb um 11 Uhr einen Messerstich in die Magengegend, so baß ber Verletzte auf bem Platze zusammenbrach unb von se nen Kameraben nach Hause getragen werben mußte. Der Verletzte, besten Leben ernstlich gefährbet ist, war bis jetzt der Haupternährer seiner verwittweten unb nur gering bemittelten Mutter. Der Thäter ist verhaftet. D. Zig.
Vilbel, 24. Februar. Der nun glücklich wieder einge fangene G lotzbach hat hier, vor seiner Verhaftung in Altenstadt, ein halbes Dutzend Plünderungszüge veranstaltet. Bei einem Einbruch faßte ihn der Ortsdiener ab. Glotzbach wurde im Rathhaufe eingesperrt. Er rieth dem Beamten lächelnd, gut zuzufchließen und — entwischte noch in selbiger Nacht durch den Kamin.
Roxheim, 26. Februar. Gestern Abend gegen 11 Uhr wollten zwei Arbeiter der Scharrau von hier über den Altrhein auf der „Nähe" heimsahren. Durch einen Unfall am Seil wurden beide in bas Master geschleudert - ber eine, ein Knecht, konnte sich noch retten, während» ber in den zwanziger Jahren stehende Schlosser Georg Reitz, gebürtig aus Groß Gerau, ertrunken ist.
§ Lampertheim, 26. Februar. Heute früh wurde auf bem Bahnhof zu Bürstabt ein junger Mann Namens Deith von hier durch einen heranbrausenden Zug erfaßt unb sofort getöbtet. Beith, ber, von Bensheim kommenb, ben Zug wechselte, lief über bas Schienengeleise unb mußte biefe Unvorsichtigkeit nut bem Leben büßen.
A Mainz, 27 Februar. Ein hier seltener kirchlicher Act wird am nächsten Sonntag im hiesigen Dorne vollzogen werden, nämlich die öffentliche Taufe zweier pechrabenschwarzer Negerkinder aus Sy la FortmiS im Kap land. Director Walleuda von dem gegenwärtig zur Messe hier weilenden bekannten gleichnamigen Bariütötheater hat die acht- bezw. neunjährigen Kinder, einen Knaben und ein Mädchen, vön einer feiner letzten Reisen aus bem Ausland mitgebracht und dieselben an Kindesstott angenommen. Durch einen vor dem deutschen Consul in Kaplanb ousgesertigten schriftlichen 1 Vertrag mußte sich Director Walleuda verpflichten, ben Kindern eine gute Erziehung angebethen zu lassen und in jeder s Weiie für ihr Fortkommen zu sorgen. Das Mädchen heißt | Rosie Diamond und der Knabe -Jakul Fontana- bei der • Taufe, die mit specieller Erlaubniß des bischöflichen Dom
capHel« stattfindet, erhalten die Kinder christliche Namen. Die Kinder, welche gegenwärtig in einer hiesigen Privatschule unterri 1 tet werden, zeigen beide eine ziemliche Begabung unö leihen als kleine Akrobaten schon ganz ErftaunenSwenheS. — Der langjährige Leiter deS hiesigen Ho'pitalS, der weit über bie Grenzen von Mainz bekannte und berühmte Geb. Medicinalrath Dr. Hochgesand, begeht morgen in aller Rüstigkeit seinen 80jährigen Geburtstag.
* Ein neue8 Bier. Unsere Tafelbiere bilden in der Vollkommenheit, bie sie heute erreicht haben, ein Genußmittel eisten RangeS, daneben jedoch wegen ihres hohen Nährwerthes einen wichtigen Factor in der Frage der VolkSernährung. Ein wesentlicher Theil der im Gerstenkorn, dem AuSgangS- material für die Bierbereitung, vorhandenen Brotstoffe findet stch 'm fertigen Bier in flüssiger und darum leichtest ver baulicher Form vor. Je höher daher ber Extractgehalt eines BiereS, um so nahrhafter ist es- hierin sind bie vielen Versuche, ein möglichst extractreicheS Bier herzustellen, begründet. Leider täuschte man sich in den auf ein solche- Bier gesetzten Erwartungen stets, da keine der bisher ange- wandten Methoden eine Steigerung des Malzextractgehalte« erreichen ließ, ohne gleichzeitig den Procentsatz an Alkohol erheblich zu erhöhen. Dieser Alkoholgehalt bildet aber gerade für RcconvalcSccnte unb schwächliche Personen rc., für die ein solches Bier in erster Linie berechnet ist, ein gefährliche- Gift. Um so freudiger ist es daher zu begrüßen, baß eS nunmehr ber Bergischen Brauerei-lHesellschast vormals Gustav Küpper in Elberfelb geglückt ist, nach einem gesetzlich geschützten Verfahren ein Bier herzustellen, baS nur einen verschwindend kleinen Alkoholgehalt (1,5—2%) ausweist, daneben jedoch ca. 15®'o Extractstoffe enthält. Wir zweiseln nicht daran, daß Küppers Kraftbier wegen seines aromatisch hoch- süßen Wohlgeschmackes im Verein mit großem Gehalt an Kohlensäure, sich als vorzügliches Tafelgetränk auch unter allen Denen viele Freunde erwerben wird, die dem Alkoholgenuß selbst in kleineren Dosen abgeneigt sind.
* Berlin, 27. Februar. Heute Nacht wurde ein Mord und ein Mordversuch an der 50jahrigen Bertha Körber unb bereu 80jährigem Vater verübt. Letzterer ist tobt, seine Tochter schwer verwundet. Der Thäter, der geschiedene Gatte der ^Frau Körber, raubte noch 127 Mark unb ist flüchtig.
* Essen, 27. Februar. Geh. Eommerzienrath Krupp hat 10,000 Mk. für die Hinterbliebenen der auf der „Blanden- barg" Verunglückten gestiftet.
* Metz, 25. Februar. Ein schreckliches Unglück ist hier wieder durch ben leichtsinnigen Gebrauch eines Revolvers geschehen. In einem Hause am Scheffelplatz, dessen erste Etage ein Lieutenant unb besten zweite Etage ein Techniker bewohnt, war heute Nachmittag ber Bursche bes Lieutenants mit bem Reinigen des Zimmers beschäftigt, als das etwa zehnhjährige Töchterchen des Technikers zuschauen kam. Der Bursche nahm zum Scherz den Revolver vom Tische. In dem Glauben, daß er nicht geladen fei, (egte er ben Revolver auf das Kind an. Ein Knall unb baS Kind sank, in den Kopf getroffen, tobt zu Boden. Der Bursche wurde verhaftet.
Citeratar und Kmtjt.
— Münchener velgemülde-Auetian. Montag 5., Mittwoch 7. März findet zu München durch Herrn Jul. Maurer, gerichtlich verpflichteter Kunstexperte, eine der bedeutendsten Oelgemälde- Auctionen, welche seit Jahren abgehalten wurde, statt. Die Gemälde find au« dem Nachlasse des verstorbenen Senators Herrn Jos. Mann aus Lübeck und Anderer und sind Galleriebtlder moderner Meister allerersten Ranges, sowie Gemälde alter Meister, im Ganzen über 725 Nummern (auch Aquarelle) vertreten. Die Ausstellung der Gemälde findet Samstag den 3. und Sonntag ben 4. März von 10 bi« 6 Uhr gegen freien Eintritt statt. Leider konnte wegen der reichhaltigen Sammlung unb zu kurzer Zeit zur Auction ein Catalog nicht mehr angefertigt werben, bagegen wirb Herr Jul. Maurer, München, 33 Maxmilianstraße 33 — jebe gewünschte Auskunft be- reitwllligst ertbeilen, sowie berselbe auch etwaige Auftrage für die Auction gewissenhaft besorgen wird. Aus diese Auction werden hauptsächlich Kunstliebhaber und Kunsthändler aufmerksam gemacht, da nicht gleich wieder eine so reichhaltige Sammlung feiner Gemälde öffentlich versteigert werden dürste.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.
8. Woche. Vom 18 Februar bis 24. Februar 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 28,23°/« bezw. 9,41 nach AuSschl. der Ortsfremde».
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene im vom
1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr:
Diphtheritis 3 (2) — — 3 (2)
Lungentuberkulose 3 (3) 3 (3) — —
Tuberkulose anberet
Organe 2 (1) 1 (1) 1 -
Akuteu.chronischeEr-
krankung b. Herzens 1 (1) 1 (1) — —
Sonstige benannte Krankheiten 2 (1) 2 (1)
Selbstmord ____1_____l__
Summa: 12 (8) 8 (6) 1 3 (2)
Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele ber Todesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases.
Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen.
Monat Februar 1894: 13*/, Kerzen.
Buchner.
- 1 - -V- . ---!--------»
tritt muß man bie Hautpflege betreiben, das beißt, man muß sich nur mit ber besten, mit der mildiften unb reinsten Seife waschen, wenn man schön bleiben, wenn man zarte Haut und frische- «»»seht» erzielen will. Darum verwende als Toiletteseife keine andere als die Jahre hindurch bewährte unb noch nicht übertroffene Doering» Seife mit der Eule, bie für 40 Pfg. käuflich ist


