Umarmungen der Pariser Damen.
Der Czar: Der
i Dienstag, 14. November,, Dienstag, 28. November, Samstag, 4. NvVbr
I, „ Nachmittaas 2»/, Uhr, Nachmittags 2‘/» Uhr, Nachmittags 2-/z Uhr,
sollen auf dem mesigen 01190613(91 bte | k.m foiPfiaen DrtSaeritfit bie ben tnlfott «uff hifnn«*«
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den
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Gießen, 30. October 1891.
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Für Gewerbeschüler.
9114] Ein satt noch neues gutes Reist« zeug, Reißbrett und Zubehör, sowie eine LaubfSge mit Zubehör billig zu verkaufen. Grünbergerftraße 12, pari.
Offizier D. ? Avellan: Er hat sich den Schädel verletzt durch einen Sturz vom Balkon, von dem er den Fackelzug angesehen hat. — Der Czar: Der Offizier F. ? — Avellan: Er hat ein Auge verloren durch zu vieles Auswischen der Rllhrungsthränen. — Der Czar: Wie steht es mit dem Admiralschiff? — Avellan: Es ist unter der Last der Geschenke in die Tiefe gesunken. — Der Czar: Aber w>e sind Sie denn hierher gekommen? — Avellan: Ich habe mich an die Küste gerettet, habe mich dort als Italiener verkleidet und bin mit einer Orgel herumgewandert. Man hat mich aber für einen Spion gehalten und mich schleunigst über die Grenze befördert. — Der Czar: Und die übrigen Schiffe Ihrer Flotte? — Avellan: Sie sind durch den Enthusiasmus der Franzosen gänzlich aufgerieben. — Der Czar (nachdenklich)! Als Feinde sind sie mir doch lieber!
* Was die Russen leisten können? Bei dem Bankett von 3360 Gedecken, am 23. October auf bett Mars- felde zu Paris wurden folgende Quantitäten Speisen und Getränke vertilgt: 1200 Liter Suppe, die in einem einzigen Kessel zubereitet wurden, 40 Tonnen russischer Sardinen, 800 Kilogramm Beefsteaks, 700 Fasanen, 500 Tauben, 500 Liter russischer Salat, 4000 Portionen Gefrorenes, 1500 Kuchen, 500 Kilogramm Trauben, 2000 Birnen, 2000 Aepfel, 12000 Semmeln, 2000 Bouteillen Champagner,
Ni-rerbegericht binnen der vorgeschriebenen einmonatlichen Frist Beschwerden ij-ty bei uns vorgebracht, auch die Stellen des Vorsitzenden und feines
nino, 1 Pferd, 1 Wagen u- a m- Geißler, ) Gerichtsvollzieher.
8000] Schöne Lapins billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl
Gießen, 30. October 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
A Aus Rheinhessen, 29. October. Folgende kaum glaubte Thatsache, die von einem nicht zu begreifenden Unoer» send zeigt, wird aus Niederolm gemeldet. Ein Bauers* c en«, der krank war und schwitzen sollte, aber nicht konnte, t urbe von seiner Frau mit Hülse eines Bäckers in deffen rannen Backofen geschoben, bis der Bäcker zum Herausziehen eahnte. Ob der arme Patient in benj Backofen wohl geil iwitzt hat? — — — Die Stabt Bingen hat den dem kcinzen Friedrich Leopold von Preußen gehörigen, an ben ^ochusberg grenzenben sogenannten Prinzenwald, etwa Morgen groß, um 24000 Mk. in Eigenthum erworben.
Oppenheim, 26. October. In voriger Woche wurden 'hier von zwei Jägern vi er Schwäne geschossen. Wie jetzt herausgestellt hat, sind die für wilde Schwäne «rugesehenen Thiere dem Teicdpächter in Bad-Nauheim .rongeflogen.
Scbiffsnadmctyten.
Hamburg, 27. Cctibr. Das Hamburg-Rewyorker Pottdamps- schiff „Gellert", Capttän zraempfi, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, am 16. Octoder von hier bircct nach Rewyork expedirt, ist am 27. October, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten tn Renmark angekommen.
Mittwoch den 1. Novbr., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker' scheu Saale ver« steigert:
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A.: Bogt.
25 Fässer Bordeaux- und Burgunder-Wein. 4000 Flaschen Mineralwasser, 500 Liter Cognac und Benedictiner, 80 Kilogramm Kaffee wurden in einer einzigen Riesenmaschiue aus einmal aufgegoffen. Man speiste an 131 Takeln auf 32 000 Tellern mit 20000 Gläsern und 400 ungeheuren Schüsseln. 12 000 Zahnstocher wurden verbraucht. 60 Koche bereiteten das Mahl, das von 100 Oberkellnern, 400 Kellnern, 150 Getränkkellnern und 100 Aushilfskellnern fertihrt wurde. Als bewundernswenhes Detail sei hervorgehoben, daß alle Teller rrarm waren. DaS Bankett wurde von der Firma Maire geliefert.
Grundstücke, wie solche im Gießener Anzeiger Mittwoch den 25. Qctober näher beschrieben sind, einer nochmaligen sreiwilligenVersteige- rung mit dem Anfügen ausgesetzt werden, daß mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt wird.
Gießen, 30. October 1S93. Großh.' Ortsgericht Gießen.
9118 I A.: Vogt.
Dermifd?tc$.
• Berlin, 28. October. In dec heutigen Nachmittags* Mehung der 199. König!, preußischen Klassen Lotterie sielen .Ll>0 000 Mk. auf Nr. 21 668.
* Gemuthlich! Die Wirkungen des heurigen Mostes ^schildert die „N. Bayer. Landesztg." vielleicht mit einiger 'Ilkbertreibung so: Der letzte Sonntag war in den bei Würzburg gelegenen Weinorten ein wahrer Schlachttag. Es wurde graust und gestochen. Heute, da die Betheiligten ihre Räusche «sgeschlafen haben, wissen sie meist nicht mehr, daß sie an diueren Vergehen betheiligt, Todtschlag und Mord verübt hoben. DaS Würzburger Julius-Spital glich in der Sonntags- nocht einem Schlachthause. Seit Menschengedenken ging es en nicht mehr so zu, wie in der kritischen Nacht. Sieben rhwerverwundete wurden in die chirurgische Klinik verbracht, itftr Verwundete war von einem großen Schwarm von 3-udeuten, Arbeitern, Kaufleuten usw. begleitet. Die Verletzten waren von Kopf bis zu Fuß voll Blut, mit Beulen, 'Stichen, Riffen und Kratzern übersät. Der 21jährige Maschinenschlosser der Nöllscheu Fabrik, August Kraus aus Heilbronn, fat einen Stich von rückwärts in die Lunge und einen in die Jlitren. Derselbe liegt in den letzten Zügen. Als Thäter 'orrbe von den Begleitern ein Lehrer bezeichnet, der auf der Dilnbacher Stiege in den Raufhandel verwickelt war. Ob 'fidi die Angabe als wahr erweist, wird die Untersuchung er* geben. Ein anderer Verwundeter, der Schneider Federlein, -wuri»e am Julius-Denkmal von etwa 30—40 Mostgeistern überfallen — er weiß nicht warum — und fürchterlich verblaut. Ein anderer Arbeiter wurde als tobt ins Julius- Tpii-al verbracht. Er gab gar keine Lebenszeichen mehr von -sieh unb es bauerte viele Stnuben, bis der Puls wieder sühl- doc twurde. Bis gestern Abend hatte er seinen Rausch noch ausgeschlafen. Auf der Heidingsfelder Brücke stach sich 'der Stubent Kunzmann von Breslau mit einem Messer in Hals und sprang mit dem Rufe: „Es lebe die Freiheit!" in die Tiefe, wo er mit zerschmettertem Schädel tobt liegen blieb. Der Most hatte ihn zum Narren gemacht. Noch eine Aeihe von anberen Hiobsposten trifft in ber Rebaction ein. Die wird das erst am nächsten Sonntag werden, wenn der ^Feierweiße" den ganzen Bezirk in ein Narrenhaus ver- Wnd-elt? Der Beginn des Halbjahrs an der Universität ■hirb das Unheil nicht vermindern.
* Seltene Trauung. Eine Trauung, wie sie wohl zu den Ecltenheiten gehört, fand am vergangenen Dienstag in Wien -flott. Zwei Brüder wurden zwei Schwestern angetraut. Das 3omntt wiederholt vor. Aber sowohl die Brüder, als auch 2ir Schwestern waren Zwillinge und, was wohl das Seltenste in, die jungen Ehemänner heißen — Zwillinger. In dem Geschäfte des Herrn Robert Altschul, der zwei reizende SMingstöchter im Alter von 19 Jahren besitzt, war Herr DroLor Zwillinger als vierzehnjähriger Junge eingetreten laiD hatte es im Verlaufe einer fast zwanzigjährigen Dienst- zum Procuristen gebracht. Er war wie das Kind im Hanse und brachte auch seinen Bruder Dr. Paul Zwillinger mit, denn Beide waren musikalisch sehr begabt, ebenso wie bie Fräulein Altschul, und die kleinen Soireen des Hauses Irrten zu den Specialitäten der besseren bürgerlichen Geschäft. Eines Tages erschien Herr Theodor und Dr. Paul ZnlUnger bei Herrn und Frau Altschul und baten um die ßmb der beiden Zwillingsschwestern Else und Malvine Alt- sütl. Die Eltern sagten: Ja! und diesem doppelten Ja! wn Vater und Mutter folgte Dienstag das vierfache Ja! Ihn Zwillingsbräutigame unb Zwilliugsbräute. Die beiben
Schwestern sehen sich derart ähnlich, daß sie in ihrer frühesten Jugend nur dadurch zu unterscheiden waren, daß man den Kindern verschiedenfarbige Bändchen um den Hals oder um die Handgelenke knüpfte. Jetzt ist die Gefahr, daß die Schwestern vertauscht werden, wohl vorüber.
* Herr Karnickel! Bei der letzten Stadtverordneten-Er- satzwahl der dritten Abtheilung in Spand-au ereignete sich ein köstliches Intermezzo. Ein Fabrikarbeiter tritt vor unb giebt Namen unb Wohnung an. Der Wahlvorsteher unb auch die Beisitzer hören: „Karnickel". Man sucht in den Listen, dieser Name findet sich aber nicht darin vor. Der Wähler wird nochmals gefragt, wieder scheint das Wort Karnickel aus dem Gehege seiner Zähne zu kommen. ES wird weiter gesucht, aber vergebens. Der Mann war offenbar in den Listen nicht verzeichnet. Um jedoch ganz sicher zu gehen, veranlaßte man schließlich den Wähler, feinen Namen zu buchsiabiren. Jetzt klärte sich zur Erheiterung aller Anwesenden das Mißverständniß auf: der Mann hieß nämlich Karl Nickel!
* Ausstellungen im Jahre 1894. Auch im nächsten Jahre wird an größeren Industrie - Ausstellungen kein Mangel fein. Spanien gedenkt noch nachträglich durch eine internationale Ausstellung bas Andenken des Columbus zu ehren, die am 1. April im Industrie - Palast zu Madrid eröffnet werden soll und zu deren Beschickung alle Nationen eingeladen sind/ die spanischen Consnlate sind angewiesen, Jnter- effenten die näheren Bedingungen mitzutheilen. Die Dauer derselben ist auf acht Monate festgesetzt. Am 5. Juni eröffnet Antwerpen eine ähnliche Ausstellung unter dem Protektorate des Königs der Belgier/ dieselbe möchte deutschen Industriellen ganz besonders zur Beschickung empfohlen werden. Die Schweizer Staaten halten zu Bern eine internationale Ausstellung für Ackerbau, Fischzucht und Forstcultur, die am 2. September eröffnet und am 2. October geschloffen wird. Auch zu Lyon findet eine Industrie - Ausstellung größeren Styles während der Zeit vorn 2. April bis zum 1. November statt, während sich Rom zu einer allgemeinen Ausstellung des Hygiene-Wesens rüstet, die für September—October geplant Ist/ Mailand bereitet sich für eine, ebenfalls internationale elektrische Ausstellung von längerer Dauer vor. In Deutschland bildet bis jetzt das größte Ausstellungs-Project für nächsten Sommer die mitteldeutsche Industrie-Ausstellung zu Erfurt.
* Avellans Bericht an den Czaren. Ein italienisches Blatt macht sich den Scherz, folgendes Gespräch zu skizziren, bas sich entspinnen soll, wenn Admiral Avellan an ben Czaren Bericht über feine Mission in Toulon und Paris erstattet: Der Czar: Wie viel Todte? — Avellan: Keine, Gott sei Dank! — Der Czar: Verwundete? — Avellan: Fast alle: — Der Czar: Der Offizier A.? — Avellan: Er hat die eine Wange verloren, bie ihm weggeküßt worben ist. — Der Czar: Der Offizier B. ? — Avellan: Es ist ihm eine Champagner - Flasche, die er in einem Augenblicke des übermäßigen Enthusiasmus verschluckt hat, überzwerch in ber Kehle stecken geblieben. —Der Czar: Der Offizier C. ? — Avellan: Vier Rippen sind ihm zerbrochen worden durch die stürmischen
Bekanntmachung
Nachdem gegen die Rechtsgültigkeit der Wahl der Beisitzer zum
litt I. I. beginnt.
Die Verpflichtung der Beisitzer, sowie die Bestimmung des Monats, 1 edbrenb deffen die ersteren für das erste Jahr zu den Verhandlungen zu-
bafelbft,
Flur 26 Nr. 2658/10 — 643 qm Hosraithe daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, 16. October 1893.
Großh Orttzgericht Gießen.
I. A.: Bogt.9093
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Ihrer HMD ’.'-umn n Sie die tat, dH 'chalterschluß mMnzuA
Das ist dn Güwvch, 3t: )t nur bei fctt 'M- kommen toiib. $n Giri.
1 an bk Großher^tzüch eich' letztere VeM ä ymW hat. tybt Lastens galten, auf wtlifa die ew sind. Der Mkbeamte n
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zur ConcurSmasse der Metzger Levi Löwenstein Syeleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur I Nr- 824 — 531 qm Hosraithe in der Schloßgaffe,
Flur I Nr. 825 — 362 qm Grabgarten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, 30. October 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A-: Bogt. 9117
„ . . p sollen auf dem hiesigen Orts-
»"»«»,«»-»'«»nmGi-b-n acrich« die zum Nachlaß der -5^3fa™er= h°°u äaßn-r ?„.ku= platz(Acker)amunterstenRiegel, Algeshetm gehörigen m der psad zwischen den Wegen, Gemarkung Gießen gelegenen Flur 26 Nr. 265</iO — 50 qm ®ra6garten
Vertreters endgültig besetzt worden sind, wird hiermit zur östentlichen SEtiitnifj gebracht, daß das Gewerbegericht für die Stadt Gießen :minehr gebildet ist und die Zuständigkeit deffelben mit dem 1. Novem-
Dienstag, 21. November,
Nachmittags 21/» Uhr,
Sophas, Commoden, Schränke, Regu-' soll auf dem hiefigen Ortsgericht die den lateure, Spiegel. Bilder, 2 vollständ 1 «vols Bogt Eheleuten in Gießen ge- Betten, 1 Schleudermaschine, Wirth- hörige Hofratthe:
schaftstische und Stühle 1 gr kupf.; gIur t Nr. 783 - 381 qm in der Sonn
Kessel, 2 Hobelbänke, 1 Nabmafchine, . \
1 gr. Spielwerk, 1 Stoßklnren, . dEch meistbietend versteigert werden. 1 SÜberschrank, eine Anzahl Bücher, worunter Schiller und Goethe, 1 Pia-
tniehen sind, findet gemäß § 11 des Ortsstatuts in der öffentlichen < E^img des Gewerbegerichts Freitag den 3. November, Bormit- '!izs 11 Uhr, im Sitzungssaal des Bürgermeistereigebäudes statt.
Beka««1machung.
Der Voranschlag der Gemeinde Allendors a. d. Lumda 1 Lu 1894/95 liegt vom 1. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht iisi Vetheiligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.
Allendorf a. b. Lumda, am 28. October 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda.
Rein. [9097
Xpitlplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
vvernhau».
Dienstag ben 31. October: Flick unb Flock. Mittwoch den 1. November: Die verkaufte Braut. Donnerstag ben 2.November: Afrikanerin. Freitag ben 3 November geschlossen. Samstag den 4. November: Die Zauberslöle. Sonnlüg brn 5. November, Nachmittags 3Vi Uhr: Der Mikado. Abenbs 7 Uhr: Hugenotten.
SLausptelhau».
Dienstag ben 31. Oc.oder: TaltSman. Mittwoch ben 1. November: Mauerblümchen. Donnerstag ben 2. November geschlossen. Freitag den 3. November: Vasantasena. Samstag den 4. November: Sodoms Ende. Sonntag den 5. November, Nachmittags 31/, Uhr: Dorf unb Stabt. Abends 7 Uhr: Mauerblümchen. Montag ben 6. November: Orpheus in ber Unterwelt.
Ca. 8000Stück Foulard-Seide Mk. 1.35 bis 5,85 p. M. — bebruckt mit ben neuesten Dessins und Farben — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Ps. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrlrt, gemustert, Damaste rc (ca. 240 versch. Qual, unb 20< 0 versch. Farben, DessinS rc ) 1W Porto* und steuerfrei ins Hau»!! Catalog unb Muster umgehenb. (8282
6, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k. hoa.), Zürich.
5788] VS übertrifft der in Geschmack und Geruch angen- Holl. Rauchtabak von B. Becker in Leeseu a. H. alle ähnlichen Fabrikate. 10 Pfd- franco 8 Mark. j
— Eine Mahnung an daS deutsche Publikum. Es ist Thatsache, daß v:ele deutsche Kaufleute eine Ehre darein setzen, ihre Maaren recht wett her zu beziehen, gleichsam um damit die Größe ihres Geschäfts zu documenliren. Diese bedenken aber nicht, daß für das ins Ausland wandernde Geld das entsprechende Arbetts- quantum in Deutschland verloren geht und daß dieses Ardettsquantum, wenn für Deutschland erhalten, wieder befruchtend im eigenen Lande wirken wurde. Diese einfachen volkswirthschaftlichen Grundsätze werden leider bei uns in Deutschland viel zu wenig beachtet. Der Consument selbst, d. h. das große Publikum, sollte deshalb dafür sorgen, daß hier Wandel geschaffen wird, d. h. daß möglichst viele deutsche Erzeugnisse im etaenen Lande consumirt werden. DieS ist nur dadurch erreichbar, daß ausdrücklich deutsches Fabrikat in den Geschäften verlangt wird; geschieht dies recht häufig, dann müßte ber Ladeninhaber ben Stolz auf feine ausländischen Verbindungen etwas schwinden lassen unb fein Interesse mehr beutschen Fabrikaten zuwenden. Ein Hauptgebiet, auf dem nach genannter Richtung hin Del uns viel gesündigt wird, ist das der Ehoeolade- und Eacao-Er- zeugnisse. Während wir notolisch auf diesem Gebiet in Deutschland vollkommen leistungsfäbig sind unb u. A. nur an bie bekannte renommirte Firma E. O Moser L Co. in Stuttgart zu erinnern brauchen, wird ber deutsche Markt doch fortwährend von ausländischen Erzeugnissen überschwemmt, die sich unter pomphaften Reclamen einführen. Dabei steht die Ehoeolade- und Eacao - Fabrikation in Deutschland unter ber Controlle eines so peinlichen ^ttahrungsmtttel- Gesetzes, wie es in gleicher Strenge kein zweites Land aufweift; bie deutschen Erzeugnisse diesen also jede Garantie für vollkommene Reinheit. Bekanntlich wirb ber Hauptbestandthett zu ber Chocolabe- unb Caeao Fabrikation aus ber Caeaobohne gewonnen, bie in Amerika wächst. Alle Fabrikanten von Eacao - Erzeugnissen, des JnlanbeS sowohl wie des Auslandes, sind also auf Len überseeischen Bezug des Rohproducies angewiesen; weshalb soll denn z. B. in Holland, Frankreich oder in der Schweiz eine bessere Ehocolade ober ein schmackhafterer Eacao hergestellt werben können als in Deulschlanb, da für bas Auslanb keinerlei Dortheile hinsichttich der Beschaffung bes^Rohmaterials und dessen Verarbeitung bestehend Nein, es gilt hier nur mit aller Energie alte Vorurtheile wegzuräumen, die theil- weise noch in den früheren traurigen politischen Zuständen Deutschlands süßen. Wtt richten deshalb namentlich an unsere deutschen Hausfrauen die Bitte, stets eingedenk zu sein, daß sie durch den Verbrauch deutscher Erzeugnisse auch deutschen Erwerbsfleiß und deutsche Arbeitskraft unterstützen. Jeder, der vorurtheiltzfrei die Mo,s er'ichen Erzeugnisse^) geprüft hat, wird zu der Ueberzugung gelangen, daß wir auf dem Gebiete der Ehoeolade- unb Cacaofabrikatlon das Ausland vollständig entbehren können.
*) Erhältlich in allen besseren Eonditorei- und Colonialwaaren- geschästen Deutschlands.


