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30.4.1893 Erstes Blatt
 
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Versammlung ab, m°m elegiertentages und Bezirks- Delegierten gewählt werden

azen mittleren Europa Winden, dabei theils wolkig 1 und vorwiegend trocken, erstag Nachmittag Gewitter, td noch weiter gesunken, aus dem südlichen Scandinavien e Lustdruck liegt noch immer uiien dauern die nördlichen >d heilerem Wetter fort, auch wieder etwas gestiegen.

der TistmMtsch. Zu dem n-Wien veröffentlicht der iaft in bttDeutsch. Turnztg." hat sich einDistanzmarsch' lelcher, angeregt durch den , nun den armen Pferden Bvchand de; BnM tyitte erdeten, um aus den Turn« aflinie die zur Beaufsichtigung eüt zu bekommen. Der Ge- .ndnitz mit dem Vorsitzenden len Sport abgelehnt.

welche allerdings aus Süd- ,n Mainz mit 31/, Mark

rthe, Abtheilung Grobherzog- an die hessischen Landwitthe,

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Kari Lucke-Patershausen, G. Möllinger-Mühlheimer-

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Amtliche Prüfung der Lichtstärke der Leuchtgase».

Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem GaS- verbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen.

Monat April 1893: 13% Kerzen.

Buchner.

Mrchliche Anzeige»» der evang. Gemeinde.

Der gestern angezeigte Abendgottesdtenst um 6 Uhr findet nicht statt.

DermiMtH.

* Gladenbach, 27. April. In der letzten Nacht gegen 1 Uhr wurde unsere Einwohnerschaft allarmirt, da im be­nachbarten Walde Feuer ausgebrochen war. Nach mehr­stündiger Löscharbeit gelang es den hiesigen Löschmannschaften, zu denen sich Bewohner der benachbarten Dörfer gesellten, dem Feuer Einhalt zu thun. Abgebrannt find über vier Morgen Eichenbestand, sowie mehrere Haufen bereits aufge­arbeitetes und verkauftes Holz.

* Kreuznach, 27. April. Der gewaltige Waldbrand bei Rhaunen ist nunmehr gelöscht. Es sind 1200 Morgen Kiefern- und Ftchtenbestände des Herrn Haniel Ruhrort ver­brannt. Der Schaden beläuft sich auf über 100,000 Mark. GS liegt Brandstiftung vor. Eine große Anzahl Hochwild und Waldvögel sind in den Flammen umgekommen.

* München, 27. April. Das Befinden deS Königs Otto, der heute 45 Jahre alt ist, hat sich nach keiner Rich­tung hin geändert. Es wechseln oft lange andauernde Narr­heit mit Phasen heftiger Erregung. Lichte Momente sollen ab und zu, allerdings nur selten, zu beobachten sein, und blitzartig kurze Dauer haben.

Die Verlobung unserer Tochter Jenny mit dem pract. Thierarzt Herrn Moritz Docter in Büdingen zeigen statt jeder besonderen Mittheilung hierdurch an

Giessen, den 29. April 1893.

4080 Albrecht Docter n. Frau.

Verkehr, £anO- uttfc Volksrvirthschaft.

«teste«, 29. Aprll. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter pr. Md. X 1,051,10, Hühnereier per Stück 5-6 4, 2 Stück - 4. Käse pr. St. 5-104, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Baar X 0,600,90, Hühner pr. Stück X. 0,901,20, Hahnen pr. St. X 1,10-1,70, Enten pr. St. X 1,60 bis 1,80, Ochsevfleisrb vr. Md 6872 4. Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 5056 4, Schweine­fleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 50-56 4, Hammel­fleisch pr. Md. 40-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-4,00 X, Weißkraut pr Stück5-12 4, Zwiebeln pr. Eentner 14,0015,00 X, Milch pr. Liier 1218 4, Enteneier pr. St. 67 4, Gänseeier 10 12 4»

Auszug aus -en Kirchenbüchern

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

MarkuSgemetnde.

Den 27. April. Kaufmann Karl Textor zu Gießen, und Karoline Brück, Tochter des Goldarbeit«» Karl Brück zu Gießen. Lukasgemeinde.

Dm 23. April. Karl Borck, Küfer, und Marie Unkclbach, Tochter deS SteinhauerS Jakob Unkelbach von Flonheim.

JohanneSgemeinde.

Den 27. April, vr. Friedrich Heinrich Heuffel, practifcher Arzt zu Groß-Bieberau, und Caroline Luise Bernhardt, Tochter des Bauunternehmers Johannes Bernhardt zu Gießm.

Getaufte.

Matthäusgemetnde.

Den 23. April. Dem MechantkuS Wilhelm Gras ein Sohn, Heinrich, geboren den 21. Februar.

Denselben. Dem Taglöhner Johann Friedrich Schmierle ein Sohn, Heinrich Friedrich, geboren den 29. Januar.

Lukasgemeinde.

Den 23. April. Dem Schlosier Jakob Kröck eine Tochter, Helene, geboren dm 8. März.

Denselben. Dem Bauunternehmer Gottlieb Nauheimer eine Tochter, Marte Käthe Auguste Emma, geboren dm 7. April

Dm 24. Aprll. Dem Proseffor D. Gustav Krüger ein Sohu, Karl Moritz Georg, geboren den 8. März.

Mtlttärgemeinde.

Den 25. Aprll. Dem Vtceseldwebel Wilhelm Ludwig Koch eine Tochter, Lina, geboren dm 17. März.

Beerdigte.

Lukasgemeinde.

Dm 22. April. Helme Stephany, geb. Handschuh, Wtttwe de« StationSasfistmten Jakob Stephany, alt 81 Jahre, starb dm 20. April.

Den 28. April. Ernst Bender, Rmtner, alt 65 Jahre, starb den 26. April.

JohanneSgemeinde.

Den 25. April. Marie Rodewald, geb. Lorenz, Ehefrau de« Brunnmmetsters Robert Rodewald, alt 46 Jahre, starb den 23. Aprll.

führt- da auch von den ausländischen Getreideplätzen, speciell von den ungarischen und den amerikanischen, recht animirende Berichte Vorlagen, so entwickelte sich in der abgelaufenen Cine förmliche Hausseströmung, unter deren Einfluß Weizen und Roggen an den Hauptpunkteu des ein­heimischen Getreidegeschäftes durchschnittlich um zwei Mark anzogen, an der Berliner Getreidebörse wies Roggen zeit­wellig sogar eine Besserung von drei Mark auf. Hafer zeigte agegen eine etwas schwächere Tendenz bei allerdings ziemlich Umsätze«. Es notirten in Berlin: Weizen von

1000 Kilogr., Roggen von 128 bis ££/ Has» von 141 bis 159 Mk., Gerste von 115 bis

V Leihgestern, 28. April. Auf schreckliche Weise kam gestern die 50 Jahre alte Ehefrau eines hiesigen Mühlen- besitzerS ums Leben. Dieselbe war damit beschäftigt, Holzabfälle unter der im Hofe aufgestellten Kreissäge hervor­zuholen, um die Locomobile damit zu heizen, als sie Plötzlich von der Kreissäge an den Haaren erfaßt und sofort getödtet wurde. Der Anblick der am Kopf schrecklich zugerichteten Leiche war grauenhaft.

ck. Gruniugeu, 27. April. Freunden der Natur, ihrer Reize von Schönheiten möchten wir warm empfehlen, in diesen Tagen einmal einen Ausflug in unsere an Obstbäumen so überaus reich gesegnete Gemeinde zu unternehmen, um sich jetzt die großartige Blüthenpracht unserer Obstbäume anzusehen! Besonders von unserer ehrwürdigenWarte" be­trachtet, ist der Anblick ein bezaubernder! Unwillkürlich wird man da an die Worte Jos. v. Eichendorfs erinnert:O Welt, du schöne Welt du, man sieht dich vor Blüthen kaum!"

-ck. Au8 dem Ohmthal, 28. April. Einen solch' reichen B l üt h e nf l o r aller Obstgattungen, wie gegenwärtig, sieht man in der That recht selten. Noch seltener dürfte aber die frühe Zeit des Blühens selbst in die Erscheinung treten. Kirsch-, Pflaumen- lmd Zwetschenbäume haben bereits ausgeblüht, die Birn- bäume sind am Verblühen und schon prangen die Aepfel- bäume im reizendsten Blüthenschmuck. Sonst blühten die letzteren Ausgangs Mai, also einen ganzen Monat später. Wenn auch die Frostnächte die früh blühenden Kirschen und Pflaumen zu Grunde gerichtet, so ist bei allen anderen Obst­sorten hingegen ein reicher Fruchtansatz bemerkbar. Außer­gewöhnlich rasch blühen in diesem Jahre die Obstbäume ab. Sie bedürfen kaum ein Drittel der sonstigen Blülhezeit, eine Folge der ungemein trocken-warmen Witterung. Eben diese trockene Witterung läßt, wenn sie weiter anhält und so sieht eS leider aus großen Schaden für die Obsternte be­fürchten. Aus der Umgegend 'von Frankfurt berichtet man jetzt schon von vielem Abfallen der Blüthen bezw. Fruchtknospen infolge der Trocknung, auch in hiesigen Gegenden dürsten diese Folgen unausbleiblich sein. Der reiche Blüthenflor der Obstbäume im Verein mit dem jetzt blühenden Winterraps bietet den Bienen eine reiche Frühjahrstracht, die sie auch vortrefflich bei dem sommerlichen Wetter auszunützen ver­mögen. Von einer guten Frühlingstracht hängt für die Bienen oft ein gutes Bienenjahr überhaupt ab. Ein solches wäre den Imkern nach den vorausgegangenen mageren Bienen­jahren sehr zu gönnen.

Lauterbach, 28. April. Am Sonntag den 23. April ver­nichtete ein Waldbrand in dem Gräfl. Görtz'schen Forste bei Willofs ca. 15 Morgen Kiefernbestand. Montag, den 24. April brannte es in dem Angersbacher Gemeinde­wald, der Schaden ist daselbst ebenfalls nicht unbedeutend.

Meiches, 29. April. In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag brannten Hierselbst drei Hofraithen, u. a. auch das Pfarrhaus, nieder. Entstehungsursache des Brandes ist bis jetzt unbekannt.

Raiubreiteubach, 25. April. DasErbacher Kreisblatt schreibt: Der hiesigen Gemeinde wurde am verflossenen Sams­tag durch Großh. Gerichtsvollzieher Herle aus Reinheim die Feuerspritze gepfändet, und tritt sonach die Pflicht­feuerwehr von gleichem Tage an ungeahnt für unbestimmte Zeit in Ferien.

Mainz, 27. April. In den nächsten Tagen wird sich der hier noch nicht vorgekommene Fall ereignen, daß ein vor

Sehisfsnachrichten.

(Mitgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen).

Bremen, 28. April. [Per transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Aller, Capitän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. April von Bremen und am 19. April von Southampton abgegangen war, ist gestern, 5 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Der PostdampferBeigenland" derRed Star Line" in Ant-k roerpen ist laut Telegramm am 27. April wohlbehalten in Newyor angekommen.

ArtSMg au» den Stanfccsmnt>r<giftern

der Stadt Gietzen.

Aufgebote.

April: 22. Karl Müller, Knecht dahier, mit Luise Knörr hier- selbst. 22. Dr. Friedrich Wilhelm Karl Georg Martin Schliephake, pract. Arzt dahier, mit Anna Euzenie Marie Emilie Gertrud Zöppritz Hierselbst. 25. Eduard Kasparbauer, Brauer dahier, mit Franziska Desch zu Osterhofen. 28. Ludwig Schwalb, Kutscher dahier, mit Karoline Ktmpel hierselbst.

«hefchließunge«.

April: 27. Dr. Friedrich Heinrich Heußel, pract. Arzt zu Groß- Bieberau, mit Caroline Luise Bernhardt hierselbst. 28. Wilhelm Leib, Taglöhner von Gleiberg, mit Margaretha Waitz hierselbst.

Gebotene.

April: 18. Dem Lehrer Carl Leib ein Sohn. 18. Dem Postillon Heinrich Scharmann ein Sohn, Heinrich Gustav. 20. Dem Htlss- bremser bei den Oberbessischen Eisenbahnen Johannes Stock ein Sohn, Karl. 20. Dem Schaffner bei der Main-Weser-Bahn Johannes George eine Tochter. 21. Dem Fuhrmann Heinrich Konrad «Sperling eine Tochter, Marie. 21. Dem Kaufmann Adolf Welz ein Sohn, Walther Gustav Eugen Heinrich. 22. Dem Taglöhner Jacob Lenner eine Tochter. 22. Dem Heizer Heinrich Hammel eine Tochter, Marie. 23. Dem Kaufmann Johann Seibel ein Sohn, Friedrich Julius. 23. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Beimborn eine Tochter. 25. Dem Flaschenbierhändler Peter Geisel eine Tochter, Anna Elisabeth. 25. Dem Bäckermeister Jacob Horn eine Tochter.

Gestorbene.

April: 22. Margarethe Zecher, 7 Monate alt, Tochter von Korbmacher Ludwig Zecher dahier. 23. Marie Rodewaid, geb. Lorenz, 46 Jahre alt, Ehefrau von Brunnenmeister Robert Rodewald dahier. 25. Christine Wagner, 4 Jahre alt, Tochter von Landwirth Konrad Wagner zu Leihgestern. 26. Ernst Georg Friedrich Christian Bender, 65 Jahre alt, Oeconom dahier.

etwa zwei Jahren gerichtlich geschiedenes Ehepaar aufs Neue den Ehebund besiegelt. Diese Ehe kann indeffen nur auf dem Standesamt vorgenommen werden, denn nach canonischem Rechte war die Ehe überhaupt noch nicht getrennt.

Oppenheim, 26. April.Würden Sie erlauben, daß ich mich auf kurze Zeit entferne, um meine Toilette in Ordnung Zu bringen?" fragte heute Morgen das Dienstmädchen eines hiesigen Fabrikanten den Polizeibeamten, der sie wegen Diebstahls verhaftete. Die Bitte wurde gewährt und nach kurzer Zeit erschien die junge Dame im Staate und mit gebrannten Stirnlöckchen, um an der Seite des Begleiters dem Gefängniß zuzutänzeln. Aber immer elegant?

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Am 1. Mai d I. tritt der Nachtrag IV 3um Gütertarif für vorbezeichneten Ver­kehr in Kraft, über dessen Inhalt die -Güterabfertigungen Auskunft ertheilen.

Gietzen, den 26. April 1893.

Großh. Direction [4068 der Oberhessischen Eisenbahnen.

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