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30/04/1893 Drittes Blatt
 
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und Schulausgabe

von Richard Schmidtlein.

Soeben erscheint

in zweiter, gÄnxbch neubeaxbeiteter Anfluge:

Mit 1200 Abbildungen im Text, i Karte und 3 Chromotafeln. 52 Lieferungen zu je 30 Pfennig = 30 Kreuzer oder 3 Helb­franzbände zu je 10 ML 6 Fl. L W.

Die ernte Liefe ring rar Aeekhc. Prospekte puh.

Verlag dea BMognptÜKhea hutitirta ie Leidig und Wien ' 'w

stieg der6olum6uß" majestätisch in die Höhe. Kaum eine Secunde mochte vergangen sein, da hörte Wilson einen jähen Aufschrei aus der vieltausendköpfigen Menschenmenge unter sich - instinktiv wendete er den Blick nach oben und sah nun zu seinem großen Schreck eine grelle Stichflamme aus der Füllöffnung im unteren Thelle des Ballon- hervorzüngeln: der Ballon hatte Feuer gefangen. Schneller wie der Gedanke hatte Wilfon fich über seine Situation verge« toiffert; er schwebte jetzt über der Havel, der Moment war günstig ein Griff nach dem Meffer im Gürtel, ein Schnitt am Bersicherung-tau, und wie em Blitz saune der Gefährdete, mit brennendem Coftüm, entzündet durch htrabsallende Baüonfetzen, aus einer Höhe von ca. 40 Metern in die Tiefe. Ein Entsetzensschrei entriß sich den Kehlen der Zuschauer- man hielt den Amerikaner, der in den Fluthen der Havel verschwunden, für verloren - Boote lösten sich in­zwischen vom Ujer, man ruderte der Stelle zu, wo das Waffer seine Ringe zog, ober noch ehe man an der Stelle, wo Wilson versunken, anlangte, tauchte dieser bereits auf und theilte die Wogen mit kräftiger Hand. Mit Brand­wunden bedeckt, stand er kaum zehn Minuten nach der Aus» fahrt an der Stelle, von der er aufgefahren, die wenigen Minuten hatten ihm ein Vermögen von 4000 Mark gekostet, denn diesen Werth repräsentirte der Riesenballon, deffen verkohlte Ueberreste später auf einer nahe gelegenen Wiese landeten. Wilson liegt augenblicklich in Berlin schwer an seinen Brandwunden darnieder.

* Lyon, 27. April. Eine Feuersbrunst zerstörte eine Seifenfabrik, worin 600 Arbeiter beschäftigt waren. Ein Arbeiter wurde getödtet und mehrere verletzt. Der Schaden btK&rt 2 Millionen Francs.

* Mißverstiindniß. Schildwache vor dem Eommandantur- gebäude zu dem Offizier der Ronde:Melde gehorsamst, daß Se. Excellenz früh ein halb fünf Uhr in die Comman- dankur einpassirt sind." Lieutenant:WaS, um halb fünf Uhr, Kerl. Er war wohl besoffen?" Schildwache:Vas hab' ich ihm nicht g'rad anmerken können, Herr Leutnant?"

Heileres Ein neues Fremdwort. Sie:Die Geheimräthin hat heute große Kaffeegesellschaft,- da wird natürlich wieder über alle abwesenden Damen zu Gerichte geseffen werden?" Er:Aha! Also so eine Art Auto- caf6!" Boshaft. A.:Denken Sie sich, gestern habe ich geheirathet eine Vernunftehe!" B.:Hm, da hat Ihre Frau wohl die Vernunft in die Ehe gebracht?!" Vereinfachung.Sie Kellner, schreiben Sie meine Zeche nicht mehr alle Tage auf ich bleibe jetzt im Abonnement schuldig!" Neuer Superlativ.Warum besuchen Sie nicht mehr die Abende beim Herrn Hosrath?"Ach, dort werden die vierhändig st en Sachen gespielt!" Moderne Wirthschaft. Dame vom Haus:O, ich sage Ihnen, beste Freundin, die Zeit vor den Feiertagen ist doch entsetzlich: Gestern hatten wir den Tapezierer da, den Maler, den Bodenwichser, die Putzerin, die Waschfrau. . . ! Der kleine Karl:Den Gerichtsvollzieher hast Du vergeffen, Mama!"

Aas Vorkommen von Aiehseuchen in Hessen

während deS Monats März 1893.

Milzbrand wurde sestgestellt in Gettenau und Hos-Leustadt, Kreis Büdingen, am 8., bezw. 15., in Steinfurth, Kreis Friedberg, am 23., und in Büdesheim, Kreis Bingen, am 25. März bet je einem creptrten, und in Ilbeshausen, Kreis Lauterbach, am 27. März bet einem nothgeschlachteten Rinde.

Rotz. In Herrnsheim, Kreis WormS, stehen zwei Pferde wegen Verdachts dec Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung.

Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Hähnletn, Kreitz BenSheim, in Ueberau, Kreis Dieburg, in Groß-Gerau und Leeheim, Kreis Groß-Gerau, in Löhrbach, Waldmichelbach, Kocherbach und Birkenau, KretS Heppenheim, In Sprendlingen, Klein-Steinheim und Dudenhofen, Kreis Offenbach, in Eckarttzhaufen, Kreis Büdingen, in Vilbel und Bad Nauheim, Kreis Friedberg, und in BlödeSheim und Bechtheim. Kreis WormS.

Die Seuche herrscht fort in Marienborn, Kreis Büdingen, und In Rieder-Olm, Kreis Mainz.

Die Seuche wurde im Monat März festgestellt und war am Schluffe desselben wieder erloschen in xleestadt, Kreitz Dieburg, in Neckarsteinach, Kreitz Heppenheim, In Rieder-Mockstadt, Kr. Büdingen, in Okarben und Staden, Kretö Friedberg, auf dem Vtehhose in Mainz, in Wehlheim, HeimerSbetm, Flomborn und Obernheim, Kreitz Alzen, in Spiesheim und Ober-Saulheim, Kreitz Oppenheim, iinb in Pfeddersheim, Gundersheim, Eppelsheim und Krieg-Heim, Kreis WormS.

Die Seuche wurde im Monat März festgestellt und herrschte am Schluffe desselben noch fort in Erzhausen, Kreitz Darmstadt, in Zeilhard und Groß-Bieberau, Kreis Dieburg, in 'Reustadt, Mühl- hauien und Keilbach, Kreis Erbach, in Astheim, Erfelden, Ginshetm und Mörfelden, Kreis Groß, Gerau, in Heppenheim und Hirschhorn, Kreitz Heppenheim, in Klein-Linden, Heuchelheim und Hattenrod, Kr«iS Gießen, in Angenrod, Kreis AlSield, inHainchen, Bletchenbach und Echzell, Kreis Büdingen, in Ober-Roßbach und Offenheim, KretS Friedberg, in Ruppertsburg, KietS Schotten, in Stadecken, Kreitz 'Mainz, tu Albig, Kettenheim, Schafhauien, Offenheim und Framers­heim, Kreis Alzen, in Gensingen, Kreitz Bingen, in Ensheim, Schorns­heim, Wörrstadt, Bechtolsheim, Undenheim, Gabsheim und WolfS- beim, KretS Oppenheim, und in Monsheim und Hamm, Kr. WormS.

Die Räude gllt als vorhanden unter den Schafen in Alten-Bufeck, Stangenrod und Saasen, Kret» Gießen, in Bernsfeld, KretS AlSfeld, in Ltßberg, Bingenheim und Dudenrod, Kr. Büdingen, und in Bad Rauheim, Kreitz Friedberg.

Landwirihschastliche Winke und Aathschläge.

A Ans tberheffen, im April, veiträge int Bekämpfung bet Maikäserplage.

Wenn wir uns im Haushalte der Ratur umfchauen, finden wir, daß die kleinsten Lebewesen die größten Schäden und die schreckllchsten Verheerungen anrichten. Der Cholerabacillu«, die Bacterien, welche Maul- und Klauenseuche, Tuberculose und Milzbrand verursachen, die Reblauv, der Kartoffelpilz und viele andere beweisen zur Genüge die Wahrheit unseres Satze«, der wohl von Niemanden anaezweiselt wird. Jeder Landwirtb weih heutzutage, daß diese winzigen Ereaturen um deswillen fo verderblich wirken, weil ihr« Vermehrung eine un- begreiffich schnelle und zahllose ist. Ze größer die Geschöpfe werden, desto langsamer vermehren sie sich und desto geringer ist die Zahl ihrer Nachkommenschaft. Elepbant, Walfisch, Adler, Condor, P'erd, Hirsch lie'ern unS Beispiele dafür. Die Bekämpfung der großen Thiere und de« Schaden«, den sie anrichten, ist daher bei Wertem nicht so schwierig, al« die Vernichtung der Bacterien, Bacillen und Infusorien. Diesen gegenüber muß man stets auf der Hut sein.

Letzteres zeigt fich so recht deullich bei einem Jnfectr, dai sonst gar nicht so sehr gehaßt, bei Kindern und Ltädtedewohnern sogar einigermaßen beliebt ist wenn man so lagen darf, nämlich bei dem Maikäfer. WaS freut fich die Jugend, wenn sie die ersten Maikäfer fängt! Wie vergnügt rückt mancher Städer mit einem In sehr früher Jahreszeit erwischten Maikäfer auf daS RedactionSbüreau feiner Zeitung und zeigt stolz feinen Fang! Und wie stolz ist er erst, wenn er nun im Blatte lesen kann, daß ein Maikäfer ,um diese Zeit gewiß noch eine Seltenheit ift.

Wir Landwirthe denken bei dem Worte Maikäfer allerdings auch an den Mai, an den Frühling, an die blumigen Kreien, die blühenden Bäume und grünenden Felder. Der Gedanke wird aber stets verbittert durch das, wa« dieser ®lai: ,8Af et* verwüstet und vernichtet. Watz sagt der freundliche Leser zu der Tdatsache, daß nach den amtlichen Ausstellungen in Würtemberg Der Maikäfer im Vereine mit deffen Nachkommen, den Engerlingen, alljährlich einen Schaden von tm Durchschnitte, 20 Millionen, sage und schreibe in Zahlen 20000 000 Mark verursacht! Und wer bat diesen Schaden zu tragen / Run natürlich die Landwirthe, die Gärtner, die Foist- wirthe. Schließen wir von Württemberg auf datz große deutsche Vater­land, fo werden wir nicht fehl Lehen, wenn wir so an die 400 bis 500 Millionen als Schaden iur Deutschland in Ansatz bringen, den unS di<se vermaledeiten sogenannten Frühlingsboten mit ihrem Gelichter von Engerlingen verursachen. Mit dieser Summe könnten wir die Kosten der Militär Vorlage bestreiten und efl bliebe noch ein Erkleckltchetz übrig. Wir dürfen daraus schließen, daß unfl die Mai» käser und ihre Nachkommenschaft in mancher Beziehung ebenso kost­spielige Nachbarn und Feinde sind, wie die Franzosen.

Im August d.38. brachten wir im .Gießener Anzeiger" einig« Beiträge zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Wir wiesen dort nach, daß Deutschland alljährlich einige hundert Millionen an seinem Matertalvermögen einbüßt, weil dies« Seuche nicht aut der Welt geschafft wird. Sie kann aber beseitigt werden, sobald Jeder seine Schuldigkeit thut und nach Kräften mitwirkt, um über da« liebel Herr zu werden.

Wir wirken stets daraus hin, die kleinen Landwirthe rechnen und vergleichen zu lernen. Nun rechne einmal, lieber Leser, wa« datz deutsche Vaterland alljährlich dadurch etndüßt, daß eS von den Engerlingen und Maikäfern gebrandschaht und von den Seuchen­bacillen geschröpft wird! Nicht wahr, da kommt ein riesige« Pöstchen Geld zum Vorschein. Wer hätte datz gedacht, daß von so winzigen Ereaturen einem großen Reiche ein so entsetzlicher Schaden zugefügt werden könnte. Multipltziren wir diese Summe mit der Anzahl der Jahre, die seit dem Kriege von 1870,71 verflossen find, so finden wir, daß uns die Maikäfer und Maulseuchenbactllen in dieser Zeit noch einmal soviel geschadet haben, als die Franzosen Krieg?contribution an uni zahlen mußten.

Warum haben wir nun aber diese Berechnung angestellt? Damit der Bauer die Hände nicht träge in die Hosentaschen stecken oder meinetwegen auch Maulaffen feil halten soll, wenn eS gilt, einen gefährlichen Feind abzuhalten. Müssen wir um deswillen auch nichts thun, weil unsere Väter und Großväter in früheren Jahren auch nichts thaten, sondern ruhig zusahen, wie ihnen das llngezteser Kartoffel, Rüben, Gemüse und Obst wegfraß? Wir denken nein, denn die Zeiten sind ganz andere geworden, als früher; der Bauer muß sich rühren, mit Händm und Füßen, er muß seine körperlichen und geistigen Kräfte gebrauchen und tüchtig anstrengen, sonst geräth er mit seinem Schifflein anf die Sandbank.

DaS bezieht fich nun auch auf den Kampf mit Maikäfern und Engerlingen. Die oben angeführten Zahlen beweisen, daß daS Un­geziefer einen größeren Schaden anrichtet als z. B. die Reblaus. Trotzdem wird ihm von ©eiten der Behörde bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wie den Verwüstungen der ReblauS. Dietz kommt wohl daher, daß die Maikäferplage jahraus jahrein im Lande herum zieht, sich bald da, bald dort empfindlich aeltenb macht und bann wieder verschwindet. Die Leute erdulden den Schaden und sind froh, wenn sie darnach einige Jahre Ruhe haben. Man sammelt auch die Käser in Flugjahren und vertilgt nach Kräften; es geschieht aber planlos und nicht allgemein, wodurch die Maßregel nicht ge, nügenb wirken kann. Daß durch die Verheerungen der Maikäfer alljährlich viele Millionen an VolkSoermögen vernichtet werden, wissen wir Alle und doch geschieht nichts dagegen. Man baut ge­waltige Dämme an die Ufer der großen Ströme; alle dreißig Jahre werden diese einmal überschwemmt und eingerissen. Man baut sie wieder aber gegen die Maikäferüberschwemmung thut man nichts, obgleich ihre Verwüstungen, für einige Jahre zusarnmengezählt, ebenso viele Millionm Schaden repräsentiren, wie manche Damm« brüche, nur daß keine Menschenleben dabei riSktrt werden. Würde die Maikäferplage ebenso groß, mit ähnlicher elementarer Gewalt wie etwa eine Feuersbrunst, oder eine WasserSnoth hereinbrechen, indem ein ganzer Kreis, oder gar eine ganze Provinz radical auS- gesressen würde, bann liefe Groß unb Klein, Alt und Jung, Arm unb Reich zu Häuf, um bem Unheil zu steuern unb alle Welt riefe ben Staat zu Hülfe. Da diese Plage aber nur immer stellenweise auftritt, der Bauer auch nur mehr zeitweise geschröpft und autzgesauat wird, spürt man den Feind nicht so deutlich und läßt fich gemüth- lich weiter zehnten. In einem Schlußworte wollen wir uns dem­nächst noch etwas eingehender mit diesem wichtigen Gegenstände befassen.

Schi ft-nacb pichten.

(Mitgetheilt durch den Agenten deS Norddeutschen LloydeS, Herrn Carl L00S in Gießen.)

Bremen, 25. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Fulda, CapitänE Thalenhorst oomNorddeuischen Lloyd in Bremen, welcher am 15. April von Bremen und am 16. April von Southampton abgegangen war, ist heute, 7 Uhr Morgens, wohlbehalten in Rewyork angefommen.

Literatur nnd Aunft.

Die VerlaaShandlung von Carl ©rüninger in Stuttgart versendet gratis und franco an Jedermann, der sich für die Tonkunst im Allgemeinen, sowie für Richard Wagner Insbesondere interesfirt, eine 2</i Bogen starke, reich iUuflrirte Richard Öagner-Rwmmer deS bekannten musikalischen FamilienbiattS »Reue Musik-Zeitungs. Dieselbe enthält u. A. ein Brief-Facfimile, ein zweiseitiges Roten- Auiogramm deS Meister« (die ersten Entwürfe zur Oper Lohengrin), beides bisher noch nicht veröffentlicht, sowie werthoolle« Textmaterial und eine vierseitige Musikdeiiage.

Grade im gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die Wätzr«»OO» frage wieder so sehr in den Vordergrund tritt, werden untere Leier uns dankbar sein, wenn wir ihre Aufmerksamkeit auf eine kleine Schrift lenken, welche in kurzen unb gemeinverständlichen Aus­führungen eine Orienltrung übet die Währungsfrage bietet. Diese Schrift ist von einem bet Führer bet Bimetallisten, dem Abgeord­neten Dr. Otto Arendt, verfaßt und führt den Titel der »Lhrvngsfrage*. (34 Seilen, Preis 60 Pfg. Verlag von Hermann Walther, Berlin.) Die Schrift erschien Anfang Februar d. I. zuerst und liegt jetzt bereit« in vierter Auflage vor; sie sei Jedem empfohlen, der die Grundbegriffe der Geld-, Münz- und Währungtzf ragen kennen zu lernen wünscht.

Äate<hi«mn# der «ed»ch1nißkvnst »der «»««»- technik. Von Hermann Kotbe. Siebente, oerdessrte und ver­mehrte Auflage, bearbeitet von Dr. Georg Pietsch. In Orlginal- Leinenband 1 Mk. 50 Pf. Verlag ». I. Weber in Leipzig. I» vorliegendem Merkchen findet man Belehrung darüber, wie man eine größere Zahl nur einmal vorgesagter Wörter dem Gedächtniß derart einvrägt, daß man in der Lage ist, nicht bloß sämmiliche genannte Wörter der Reihe nach vor- unb rückwärt« zu wiederholen sondern auch anzugeben, wie ein an beliebiger Stelle genannte« Wort, z. B.

Bei der Redaction eingegangene Bücher te.:

Rr. 2 und 3 de« zweit.n Jadr, an-« von »Die llvieder- gebart der Völker* Monatshefte, herauf gegeben von Dr med Alfred Tamm in Wft«bader. Prei« vie teijöhrltch l50Mk., jährlich 12 Nummern. Die beiden Hefte zeichnen sich gleich thien Vorgänkem durch reichen Inhalt, Sachlichkeit und vo k*thümltche Sprache au«, sodaß sie ihren Zweck, auch dem La!e 1 ben Weg zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden zu zeieen, vollauf erfüllen.

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da« 13. oder 27. der ganzen Wortreihe, heißt. Aber nicht bloß dir Bedürfnisse Tebfenigen werden durch den Katechismus befriedigt, der viele Zohl-n sich merken zu müffen in bie Vage kommt unb dem deshalb jede« Mittel willkommen ist, das diele Gedächtmßarbeit er­leichtert, sondern e« ist auch auf die Wünsche Derjenigen Rücksicht genommen, welche mit HUte der Mnemotechnik in gesellschaftlich« Kreisen zur Unter Hal nng beitragen und wegen Staunen erregender undür den mit den Piivcipien der Gedächtnißkunst Vertrauten leicht ausführbarer Kunststückchen bewundert werden wollen.

Vermehr, Canb* und Volfsu>irtb baff.

Beraautmachuag.

Aufschrift der Postsendungen.

Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müffen auf denselben Empfänger unb Bestimmung«» ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit »orgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung de«Empfänger» möglichst genau anzugeben. Auch ist e« von Wichtigkeit, daß die Wohnung«angabe stet« an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht«, unmittelbar unter der Angabe de« Bestimmungsorte«, erfolge.

2. Auf ben nach Berlin bestimmten Senbungen ist, außer bex Wohnung befl Empfänger«, ber Vostbezirk (0., Nn NO. k.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung »Berlin- tu vermerken.

3. Gibt c« mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, fo ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr al« maßgebend anzuseben find, ergibt fich au« dem .Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautender Post- orte*, da« zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanftall bezogen werden kann.

4. Wenn der im Reich« Postgebiet belegene Bestimmung«ort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al« allgemein bekannt anzunehmen ist, fo empfiehlt e« sich, die Lage de« Ort« in der Aufschrift der Sendung noch bef Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe befl Staate« und bei größeren Staaten bet politischen Bezirk« (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen s(Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) kJ oder von Gebirgen ((Harz), (Riesengebirge) kJ Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), Mic.1 für den Zweck geeignet.

tknoungen nach Ortschaften ohne Poftanftalt ist außer bem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Poft anstatt anzugeben, von welcher au« die Bestellung der Senbuno an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn ber Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebtete belegen und zu den weniger bekannten Orten iu rechnen ist, so ist außer dem Ort«namen noch da« betreffende Land bez. der LandeStbeil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punfte wird iur Herbeiführung einer schleunigen Ueherfünft der Sendungen an ben Empfänger wesentlich bettregen, unb e« liegt baher im eigenen Interesse ber Absender, die Aufschriften der Salbungen hiernach genau anzufertigen.

,Tet Stein ber Weisen." Dafl un« »uaekommene 8. He i arbält folgende, meist iflunrtrle Abhandlungen. Die Fabri* catlon der Fäffer mit Maschinen (12 Bilder); Alte Schmiedearbeiten (Tafel); Schltemann« Troja und Virchows Forschung, II von Ern ft Boetticher (13 Bilder); Da« Doppel bau« (Vellage); der Kukuk von Jofes von Pleyel (2 Silber); Dafl größte Teleskop; Elektrische Beleuchtung der Eis nbabmraggonfl (mit Blld); Au« alten Reis.wrken (2 Bilder); Amateur - Photographie (2 Bilder); Photo­graphische Aufnahme befl Monde« (mit Blld); Protuberanzen ber Sonne (2 Brider»; Der Luftdruck (2 Ää;täten 1; Singende Flammen (9 Figuren) u. s. w Die außetgewöhnliche Rlichdaltigkeit, durch welche sich »Der Stein der Weisen' (A. Hartlebenfl Verlag, Wien) autzzeichnet, verleibt demselben den Werth einer vorzüglichen Infor­mationsquelle in Bezug auf technische, naturwischenschädliche unb überhaupt gemeinnützige grübelten.

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M der itblgen ai uib bei dadurch r.aid« erlaubt st ferne.'g n. adesstt -eiche in lanitira 1 Mrtw non Xutoriti tr thmnermig zu W iu Wwi lafitn lieb',m pn V «uWIdltnuiibnnbhifi Met unb bedeut« «nbert Bninnnv

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Bersalschte schwarze Seide. Man verbrenne ein SRfifterdxn be« Stoffe«, von dem man kaufen will, unb die etwaige Verrälschung tritt sofort zu Tage: Aechie, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Ver­fälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt Ungfam fort, namentlich glimmen die .Schu-säben* »eiter (wenn fehr mtt Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, bk sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die «aibenfabrik ti. Henneber<, (ft. u. ft. Hoflieferant Zttrieh versendet aern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei in« Hau«. 1970

Tierleben