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29.11.1893 Erstes Blatt
 
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daher nicht Im Stark i: Dazu kommt, dah! ichen Grundbesitzer al'- zpp gehalten wird. We­iten." W diesen D.i> ach der Stadt", tt* es Vaterlandes th-- t werden kann kitt-1'1' stsucht der Mechn,: . Arbeit, die domi eben ihrer

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verkehr, £anO. wnb volk-wirthschaft.

»irten. 28 Sta<n.fcr. M-rktberi«»

il-ocbenuiarft kostete: Buller pr- Pfd- X 1,00 1,O&, Wnerdtt rcr Stück 7-8 4, 2 Stück - 4, ikäsepr. 6t.5-8 4, f ot. 6L 3 4. erbten m. Wer 18 X Lllstm vr. Li ter 80 4. tauben ui $aar ja 0,600,70, Hühner vr. Stück X 1,001,10, Hahn« pr. et X 0.70-1,00, Enten pr- St. X t.60_ bis 2^>. Ock cvfleffck pt. Wb 62-fe 4 Kuh, und Rindfleisch pr. Md. 50-56 4 Schweine. Heisch Pt. Dsd. 60-70 4, pr. Md. 50-56 A-HammeO

ilcilch pr. Pfd. 40-60 4. Kartoffeln pr. 100 Silo 3,50-4,00 X.

ettitraut pr. Stück 4 -10 4 Zwiebeln pr Lerstner 7,00-8,00 X, VtAch pt. Liter 16-20 4, Gänse pr. Pfd. 4050 4-

Daß das Uroma und der seine ««schmack der vntter durch eine besondere Hrt Bacillen erzeugt werden soll, ist die Be- ' luptung dänischer Agricullm-Chemlker und Galatlologen, welche diese Mikroben bereits in Reinculturm gezogen und damit durch U «bertragung derselben aus minderwertbtge Butter dieser den Geschmack und auch da« Ausehw der besten, frischen Butter gegeben haben wollen Wenn man bedenkt, daß beim «äse ganz zweifellos 3«» sttungSproducte und Mikroben die Fermentation und den characte- uatschm Geschmack bedingen, und auch bet der Tabaksfermentation .'u istltch gezüchtete Mtkrobcnculturen bereits zur Vnedelung geringerer -Si'lten benutzt wurden, so ist die Möglichkeit der obigen Behauptung nicht ausgeschlossen. (MilgetheUt vom Patent- und technischen Bureau vv'i Richard LüverS in Görlitz.)

Citeratur und KmtfL

Ossip Schubin gehört zu ben deutschen Schriftstellern, 1)1 ( sich erlauben dürfen, den Muth der Wahrheit zu haben, rein künstlerischen Zielen nachzustreben, und die dennoch aus einen auS- att reiteten Leserkreis rechnen können. ES ist,deshalb bezeichnend, bag ihr neuer großer RomanGebrochene Flügel" nicht in einer ber vlelverbreiteten Familimzeitfchrtften, wieGartenlaube" oder lieber Land und Meer", erscheint, sondern in der »Deutsche« ste»manbtt»ltothek* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt), die stets elnrr freieren Richtung gehuldigt hat. Er beginnt außerordentlich wirkungsvoll mit den Erlebniffen einer jungen österreichischen Srronefle in Pari«, die allerdings pikant genug sind und bald auch die Erwartung de« LeserS auf8 Höchste spannen. Da die Versafferin leb ft diesen Roman für ihren besten erklärt hat, darf man der Fortsetzung mit um so größerem Jntereffe entgegen sehen. Neben diesem läuft in der genannten Zeitschrift ein zweiter Roman, Mphodil" von Wilhelm Jensen, der mit dem ganzen Sttmmungs- imber der besten Werke diese« Erzähler-, bet zugleich immer Dichter unb häuft z mehr Dichter als Erzähler ist, beginnt. Auf dem Titel berDeutschen Romanbtbliothek" wird fortan der Zusatzzu Heber Larnd und Meer" fehlen; sie scheint also eine selbstständige Haltung en iHreben und dem Zuge der Zeit nach einer freien Entfaltung der cküivstlerischen Kräfte und Talente Rechnung tragen zu wollen. Preis unb Erscheinungsweise bleiben dagegen unverändert: vierteljährlich

13 Wochennummern) 2 Mk., das vierzehnlägige Hest 35 Pfg.

Der Schlittschuhläufer im Sommer betitelt sich eine interessante Novelle von Alice Frei in v. Gaudy, deren Inhalt allen Anhängern der Lehre von ben Ahnungen, Fern- .oh Lingen rc. empfohlen zu werden verdient. Die geistvolle Arbeit wird in dem jüngst erschienenen Hefte der bekannten illustrirten ffmmilienzeitschrift »Zur Guten Stunde^ (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus, Bong & Co., Preis des Vterzehntagshestes 40Pf.) veröffentlicht. Dasselbe Heft enthält einen Artikel über dm Park ,vo!»Schwetzingen au6 der Feder Wolf gang Alexander MeyerS.

Der Park von Schwetzingen in bet Nähe Heibelbergs ift eine bet wenigen Stätten, an denen noch die allfranzosi^e Gartmllmft ihre dem mobetnm Menschen ko sonderbar ^»einenden Re^e offenbart. Man kann ble Eigenart der der Scheere beschnillmen BoSketS, der Zirkelgänge unb pittoresken Rococobautm vorllefflich erkennen aus bm Bildern F. Stahls, die seine Schilderung schmückm. Ter Umstand, daß der Maler seine land,chaftttchm Dar­stellungen mit dem intereffantm Gelb und Roth des Her^ftA sehm bat, gltbt einen edleren Reiz, der untz letzt wo daS Natur­spiel der Herbstfärbung vor unseren Augen ist, seht sympathisch be­rührt. Der inZur Guten Stunde" In so reichem Maaße zur Anwendung gelangende Bong'sche T^benholzschnitt hat in der Wiedergabe der colortststchen Wirkung ber Bilber StahlS eine bank- bare Aufgabe gehabt unb bieselde glänzend gelost. Das Heft werd allen Besuchern deS Parkes eine "^Erinnerung stin und sicher dazu beitragen, die große Zahl der Reisendem die «lliahdich Hstdel- herg berühren, zu einem AuSstuge nach dem Schwetzinger Parke zu bestimmen. Ein rotilerer Artikel des HefteS behandelt bas Lustige Wim" unb H. Lefler hat ben fröhlich »laubernbm Text L.v. Gayrspergs mit sesselndm Bildern versebm. Such die Chicagoer Weltausstellung ist durch einen Aussatz Ernst v. Hesse WarteggS vertreten, ferner geben eine Anzahl von Textbildern Kunde von dm wttttgftm ßreffiniflen b«r Irtien Z.tt, D-- d-S Z°°l°-«»-n Gartens H. Bolau widme: einem Untcum feine« GartmS, dem schwarzen Saguar, einen intereffantm Begletttext zu der brach gen Darstellung des seltenen Thieres. An Romanen ft"det der Leser zwd große moderne Arbeitm vor:L. Haidheims

Wunsch" undFraum" von M. v. Rerchenbach. Nebm inter- effanten Kunstbeilagen und Textholzschnitten fefidt das 3®*creffe de» Lesers noch die Giatisbellage, die Jllustrirte E a stkerbibl o Hek, beren jetzt im Erscheinen begriffener Band Ludwig UHIandS Gedichte und Dramen enthält.

AttrchUche Anzeigen der evang. Gemeinde.

Donnerstag ben 30. November, Vormittag? 11 Uhr: ftefb gotlesdienst, Einweihung der ff

»yestzug Geladenen wollen sich von 10 k Uhr an tn der Südanlage aufstellen, in der Ordnung, wie sie denselben noch bekannt gegeben wird.

Alle mit Eintrittskarten Versehenen wollen sich vor dem Portale, das auf ber Karte bezeichnet ist, versammeln. Dort wirb für dieselben ein besonderer Raum abgeschlossen, bei dessen Betreten man die Eintrittskarte vorzeigt, während sie beim Eintritt in die Kirche adzugeden ist. , , m u n.

Die Schuljugend aus allen Lehranstalten ift im Gottesdienst vertreten durch 100 Confirmanden, die auch dm Festzug mitmachen; anderen nichtconfirmlrten Kindern ift ber Eintritt unbedingt ver­wehrt, auch wenn fle «arten besttzen. Die Eltern sind gebeten, dies beherzigen zu wollen .

Dl- am Feftzug Betheiligten betreten bte Kirche zuerst, darauf die mit Eintrittskarten Versehenen. Es wirb brlngenb gebeten, nicht mit hastigem Lausen unb Rennen bas Gotteshaus zu betreten unb bte Plütz aufzusuchen. Sitzplätze sollen möglichst Bielen beschafft werden, Stehplätze sind aber unvermeidlich.

Die GottrSdiensiordnung wird an Alle, die mcht mit ber »estschrift versehen sinb, vor ber Kirche ausgethetlt Se. Konigl. Hoheit der Großherzog wirb am Festgotteßdienst theilnehuren und um 11 Uhr vomEinhorn" aus zur Kirche fahren. Bezeugen wir Demselben unsere Freude und Huldigung auch dadurch, daß wirZhn auf seiner ganzen Fahrt unb besonders auch bei der Ankunft an der Kirche derzlich und laut mit Hochrufen begrüßen I

Am EinweihuugStage, Abends 6 Uhr findet in der Johannes, I kirche ein liturgischer Gottesdienst statt unter Mitwirkung des I Kirchengesangvereins unb ber Chorschule.

Die «ircheneolleete, die am EinweihungStag gespendet wird, ift für die Zwecke des KirchdauS bestimmt. ________________

Dringende Bitte

um Unterstützung für eine arme, brave Frau, welche vor 5 Wochen von ihrem Manne vcrlaffen unb vor 14 Dagen von ihrem vierten Kinde entbunden wurde. Da sie von Allem entblößt ist, wird ebensowohl um Geld alS um Kindergelder gebeten und ersucht man milde Gaben, entweder an bie Expedition d. Bl. ober birect an die Unterzeichnete zu senden.

^rau Hulda Edle von Lacher Masoch.

Lmdhei«, Oberheffeu.

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Verfälschte schwarze Seide.

Man Derbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man raufen will, unb die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Wie, rein gefärbte Seide träufelt sofort zusammen, verascht bald unb b nter, läßt wenig Asche von ganz hellbraunlicher Farbe. Verfälschte Seibe (bte leicht speckig wirb unb bricht) brennt langsam fort, nament­lich glimmen bteSchußfäden" weiter (wenn fchr mit Farbstoff er­schwert), unb hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die fick im Gegen­satz zur ächten Seide nickt kräuselt, sondern krümmt. Lcrdrückt man bte Asche ber ächten Selbe, so zerstäubt sie, bte der verfälschten nickt. Die «eideusadrik «. Henneberg (L mk Hoflieferant) Zürich versenbet gern Muster von rhren echten Seibenstoffen an Jebermann unb liefert einzelne Robm unb ganze Stücke vorto- unb zollfrei ins Haus._______________

Bei ben lehtjährlgm Juflueuza - Epidemien mürben «ayg ächte Sodener MineravPaftillen mit außerordentlichem Erfolge angewmbel. Auf Verordnung der Herren ?lerzte wurden die Pastillen, in heißer Milch aufgelöst, von dem jiranken in mteber» holten Gaben genommen und allgemein beobachtete man, daß die Schlelmlvfung eine äußerst leichte unb ber Verlauf ber Krankbett ein sehr günstiger unb rascher war. Erhältlich in allen Apotberen Drogerien- unb Mtneralwasserbanbl. ^85Psg. per Schachtel. f9195

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Mainzlar, btn 28. November 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar.

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