Ausgabe 
29.7.1893
 
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von den

ihren Vorbildern.. Die sie hauptsächlich den Freundschaft und der Religion steht sie punkt, trotzdem nähert

Bahn nach der Sicher« und Grünbergerftraße würde die Ver­größerung deS Friedhofs hinderlich sein, wie sich desien Lage übrigens schon der bisherigen Entwickelung der Stadt hinderlich erwiesen habe. Bei Anlage eines neuen Friedhofs würde in erster Linie der Süden Gießens in Betracht kommen, weil ein Drittheil aller Beerdigungen von den Kliniken aus erfolgt. Das Gelände, etwa zwischen Leihgefternerweg und dem Berg« werk, ist landwirthschaftlich nicht werthvoll, bietet auch für die Bebauung keine günstigen Aussichten. Sollte sich das Gelände dort als ungeeignet erweisen, so würde ein anderes Stadtende in Berücksichtigung zu ziehen, event. die Sladt bezüglich der Friedhöfe in zwei Zonen zu theilen sein, auf welche Weise der alte Friedhof noch 10 bis 15 Jahre mit benutzt werden könnte. Die Baudeputation hat aus all diesen Erwägungen beantragt, von der Erweiterung des Friedhofs unter allen Umständen abzusehen, den 'östlichen Theil der Abschlußmauer auSzufÜhren und am Leihgefternerweg Bodenuntersuchungen vorzunehmen. Herr Löb er ist dafür, daß der neue Friedhof am Nordende der Stadt angelegt werde, vielleicht am Galgen« berg, dort sei das Gelände billig. Herr Oberbürgermeister Gnäuth bemerkt, daß die Commission gern bereit gewesen, für daS Nordende etwas zu thun, doch sei das Gelände am

wurde in Alsfeld als der ersten unter den hessischen Städten durch den Augustinermönch Thilemann Schnabel, den Freund und Schüler Luthers, eingeführt. Luther selbst berührte die Stadt auf seiner Reise nach Worms. Philipp der Groß- müthige war öfters in Alsfeld. - Im dreißigjährigen Kriege hatte Alsfeld schwere Drangsale zu bestehen. 1636 fiel der fünfte Theil der Bevölkerung der Pest zum Opfer. Das Jahr 1637 brachte eine gewaltige Hungersnoth. Das be­kannteste Ereigniß dieser ganzen Schreckenszeit aber ist die Belagerung der Stabt durch den niederhessischen General Geiso und ihre tapfere Vertheidlgung durch den Oberstlieutenant Paul Seidtler und den Bürgermeister Conrad Haas, denen der Pfarrer Georg Eberhard Happel würdig zur Seite stand. Auch im siebenjährigen Krieg hatte Alsfeld schwere Lasten zu' tragen. Herr Privatdocent Dr. Strack von Gießen sprach hieraus über eine Alsfelder Dichterin des vorigen Jahrhunderts. ES war dies Johanne Marie Elisa« bethe Merk, geb. Neubauer. Als Tochter deS Gießener ProfefforS Neubauer und desien Gattin, geb. B e n i g n e war sie 1733 oder 1736 geboren. AuS ihrerJugendzeit ist wenig bekannt, wir wissen nur, daß sie einen Jugendfreund besaß, den Anne« rüder SchullehrerSsohn Johannes Lampe, der auch später ihre Schriften herausgegeben hat. Um daS Jahr 1760 ver- heirathete sich Johanne mit dem AmtSphysicuS Franz Christian Merk zu Alsfeld, dem Stiefbruder des Freundes Goethes. Sie wurde Mutter eines Kindes und starb am 5. November 1773. Ihre Werke umfasien zwei Gedichtsammlungen und vier Sammlungen von Versuchen in prosaischen Stücken. ! Sie auf Seiten der Vorläufer der klassischen Periode, w,e Klopftock und Gellert, mit welch Letzterem sie wahrscheinlich

Gebieten der R e l i g i o n, der der Natur. In Behandlung auf sireng bibelgläubigem Stand-

Cocoles und provinzielle-.

Gießen, 28. Juli 1893.

M Oberhesfischer Geschichtsvereiu. In Ergänzung des uns in der vorletzten Nummer gebrachten Berichtes über

die Entschließungen gründeten sich alle auf die Ordnung des Gottesdienstes. Die Versammlung erklärte hierauf nahezu einsttmmig ihren Beitritt zu dem von der Commission ge­faßten Beschluß.

Die Bedürfnißfrage bezüglich des von dem Herrn G. Heb streit (Wallthorftraße) gestellten Gesuches um Er« laubniß zum Ausschank von Cognac und Liqueuren wird bejaht, desgl. bezüglich der Gesuche deS Herrn I H. Rumpf (Kaplansgasie 10) und Herrn W. Schrimpf iLöwengasie 2) um Ertheilung der Concesfion zum Wirthschaftsbetriebe.

persönlich bekannt

** Domchor Conkert. Die seitherigen empfehlenden Be­richte in unserem Blatte über die bedeutenden Leistungen der Mitglieder deS Berliner Domchors fanden in dem Concett am Mittwoch inSteinS Saalbau" ihre volle Bestätigung. Die Feinheit der Schattirung, das Jneinanderflechten der einzelnen Stimmen, die nirgends gestörte Reinheit der In­tonation, die jugendsrische Färbung der Tenöre, die phäno« menale Tiefe der zweiten Bäsie, alles das forderte uneinge« schränkte Bewunderung allen Hörern ab und muß jeder Sängervereinigung als nachahmenSwertheS Vorbild gelten. AuS dem reichen Programm ein oder das andere Werk als besonders gelungen zu bezeichnen, halten wir bei dem großen künstlerischen Erfolg für durchaus nicht geboten- ebenso wenig wollen wir an den durchweg erprobten Chorwerken unsere kritische Feder versuchen. Wir lasien daher hier nur der Vollständigkeit halber das Programm folgen:(\bone Jesu" üon G. P. Palestrina-ES ist ein RoS' entsprungen" von M. Prätorius- Sologesang: Recitativ und Arie für Tenor aus dem OratoriumDie Schöpfung" (Herr Holdgrün) von Jos. Haydn,-Ruhn in Frieden" von Fr. Schubert- Motette (achtstimmig) von E. Grell,-Am Traunsee" von C. Jsenmann,-In den Alpen" von Fr. Hegar,- Sologesang für Baß: Arie aus der OperDie Zauberflöte" (Herr Kulicke) von W. Mozart; Villanella alla Napolitana (Madrigal aus dem 16. Jahrhundert) von B. Donati- Duett für 2 Tenöre:Kein Feuer, keine Kohle" (die Herren Neubauer und Viol) von G. Henschel,-Noch ist die blühende, goldene Zeit" von C. von Perfall-Am Rhein" von M. Bruch. Bei dem großen Interesse nun, welches die vorzüglichen Chorleistungen hervorriefen, hatten die Solisten einen schweren Stand und bei aller Hochachtung deS Gebotenen müssen wir den Chorgesängen unbedingt den ersten Platz in unserer Werthschätzung einräumen.

** Regatta. Das bevorstehende Sportfest und die allabendlichen UebungSfahrten der Mannschaften, unter welchen wir gestern diejenige der RudergeiellschaftSpeyer" als ersten fremden Verein bemerkten, üben bereits eine ge­waltige Zugkraft aus- viele Hunderte von Zuschauern füllen allabendlich den Bootplatz und die Tribüne. Die Leistungen der zum zweiten Vierer genannten Gießener Senior-Mann« schäft sind nahezu tadellos, auch der Dollen-Vierer und der Achter gefielen uns gestern recht gut, der Einsatz ist in beiden Booten energischer und gleichmäßiger geworden, auch soll ganz guter Record erzielt worden sein. Der erste Vierer dagegen hat durch Erkrankung des Schlagmanns nunmehr kaum noch Aussicht auf Erfolg gegen die erste Seniormann, schäft der FrankfurterGermania"- trotzdem wollen die Herren versuchen, mit einem Ersatzmann des Starten noch zu ermöglichen. Das Daimler-Motorboot ist heute Vormittag eingetroffen und wird wohl gegen Abendvom Stapel" gelassen werden können. Die Programme, welche (in Heftsorm, 20 Seiten stark) im Druck befindlich sind, werden vom Samstag Vormittag ab in den Billet-Verkauss« stellen zur Ausgabe gelangen.

Vereinsausflug nach Alsfeld machen wir noch nachstehende Mittheilungen. Bei dem Besuch des RathhauseS wurde auch das durch den Verein geordnete städtische Archiv einer Besichtigung unterzogen, wozu Herr Dr. Ebel von Gießen die nöthigen Erläuterungen gab. Das Archiv umfaßt ca. 450 Pergament- und Papierurkunden, dazu eine große Zahl etwa 200 RechnungSbücher des WeinhauseS, des Kirchenbaues, des Hospitals u. s. w., sowie Gerichts- protocolle. Biele Stücke sind in früherer Zeit verloren ge­gangen oder entwendet worden- daß aber ein der Ueberlieferung nach vor dem 14. Jahrhundert stattgehabter Brand alle bis dahin reichenden Documente vernichtet habe, ist ins Reich der Fabel zu verweisen. Die älteste vorhandene Urkunde ist aus dem Jahre 1330, die jüngste aus 1661. Der Inhalt der Urkunden besteht zum größten Theil aus Kauf- und Pfand- vertrügen, Anleihen u. dergl., nur ein kleiner Bruchtheil bildet Beiträge zur Geschichte der Landgrafen, deS Adels und des Landes. Wenn auch die Urkunden im Einzelnen nicht von Belang sind, so ist doch ihre Gesammtheit hochge­schätztes Material für die Wirthschaftsgeschichte der Stadt Alsfeld im Besonderen und der oberhessischen Städte im All­gemeinen. Schon bei oberflächlicher Durchsicht vermögen wir zu erkennen, welcher Wohlstand in Alsfeld von der ältesten bis in die neueste Zeit hinab geherrscht hat. Einzelne der wichtigeren Urkunden wurden während dieser Ausführung vor­gezeigt. Der Vortrag des Herrn Reallehrers Schilling von Alsfeld beleuchtete in knapper und gedrängter Darstellung folgende Punkte: Die erste sichere urkundliche Erwähnung der Stadt finden wir im Jahre 1222. Ihr NameAdeles- felt" ist alsFeld des Adels" zu erklären. Gleich bei seinem ersten Auftreten erscheint Alsfeld als hessische Stad, unter den thüringischen Landgrafen, nach Erlöschen des thü« ringischen Mannesstammes geht es in den Besitz des brabantisch- hessischen Hauses über. Seine Pfarrei gehörte zur Diöcese Mainz. An der Spitze der Stadt stand in der ersten Zeit der Schultheiß als landgräflicher Beamter, ihm zur Seite zwölf Schöffen, die schon im 15. Jahrhundert auf Lebenszeit bestellt gewesen zu sein scheinen. Ihre Bestellung geschah zweifellos durch Selbstergänzung (Cooptation). Als Burg besaß Alsfeld eine große Anzahl Burgmannen, unter denen viele Adelige der Umgegend dienten. Wie andere Städte, sollte auch Alsfeld nicht von inneren Kämpfen verschont bleiben. Durch das System der Selbstergänzung des Schöffen- collegiums war es den Angehörigen desselben leicht, ihre Blutsverwandten zu Schöffen zu machen, die dann als solche ihre Sonderzwecke verfolgten. Gegen die Herrschaft dieses Patriciats machte sich mit Erfolg eine Opposition immer mehr geltend und in der Mitte des 14. Jahrhunderts sehen wir in Alsfeld eine zweite Körperschaft am Regiment theil- nehmen, den Rath mit dem Bürgermeister, welch letzterer bald an die Spitze der genannten städtischen Verwaltung tritt, während der Schultheiß sich auf seine Stellung als Richter und landesherrlicher Rent- und Aufsichtsbeamter zurückzieht. Zu den Schöffen und dem Rath traten später noch dieVier aus der Gemeine", d. h. vier von den Zünften gewählte Männer, die an den Sitzungen der Schöffen theilnehmen, Rechnungen mit abhören und bei Vertheilung von Schoß und Maibete Stimme haben. In dieser Zeit des Mittel« alters blühte in Alsfeld Handel und Gewerbe. Die Stadt kam zu Wohlstand, der von den Landesherren gar oft zu schwer empfundenen Anleihen benutzt wurde. Zeitweise war Alsfeld die Residenz einzelner Landgrafen. Die Resormatton

sie sich Lessing, indem sie Milde und Duldsamkeit predigt und alle aus ReligionSeifer ver­übten Greuel verabscheut. In der Freundschaft preist sie daS Glück, das treu ergebene Zuneigung gewährt. Auf dem Gebiete der Natur siebt ihre Dichtung an der Wurzel unserer heutigen Naturbetrachtung, sie ist die erste, die die Reize einer Mondnacht besingt, wie eS unsere jüngeren Dichter ge« than haben. Die Liebe als solche hat sie nicht besungen, ob eS aber nur Freundschaft war, waS sie für den von ihr verherrlichten, im dreißigjährigen Kriege gefallenen Offizier v. M. in S. gefühlt hat, mag dahingestellt bleiben. Alle­in Allem ist der Grundton ihrer Dichtungen dieEmpfind­samkeit". Zu ihrer Zeit scheint sie Anerkennung gefunden zu haben, denn sie war Ehrenmitglied der deutschen Ge'ell« schast zu Göttingen und Erlangen. Originell ist sie nicht, aber sie steht auf der Seite, wo wir den Fonschritt der Dichtkunst finden. Einen Vergleich mit der Karschin, der deutschen Sappho", braucht sie nicht zu scheuen, fie ist ihr ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Seine intereffanten Ausführungen illustrirte Herr Dr. Strack mit zahlreichen Citaten aus JohannenS Werken. Beide Vorträge lohnte reicher Beifall.

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war. Auch Aoung gehön zu Stoffe ihrer Dichtungen entnimmt

DieVerbindung Wingolf" feierte gestern ihr 41. Stiftungsfest. Nach einem solennen Frühschoppen auf dem Gleiberg fand baß gemeinsame Mittagsmahl in der Restauration Bavaria statt- alsdann vollzog sich Nachmittags die Feier der Grundsteinlegung des DereinShaufeS in tfer verlängertenLiebigstraße. Abends fand großerCommerS in Steins Garten unter Theilnahme verschiedener student. Corporationen, Ehren- und Festgäste statt.

** Helgoländer Sommers der alten Herren deS Sofener 8. C. Im vorigen Jahre war bekanntlich auf Anregung des Ham­burger akademischen Clubs ein großer CommerS der alten Herren des Kösener 8. 0. in Aussicht genommen, welcher am 1. October in Helgoland abgehalten werden sollte. Au- allen Theilen deS Reichs waren die Anmeldungen zahlreich eingegangen, denn der Gedanke einer solchen Zusammenkunft auf der jüngsten deutschen Erwerbung in der weiten Nordsee hatte in den Kreisen ehemaliger CorpS Studenten mächtigen Widerhall gefunden, und wenn etwa- geeignet gewesen wäre, die Sympathie für die von Hamburg auSgegangene Anregung zu erhöhen, so war eS der Umstand, daß die Hamburg- Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast die Festtheilnehmer eingeladen hatte, auf ihrer Fahrt elbabwärtS bei dem vor Brunshausen ankernden Schnelldampfer Fürst Bismarck Halt zu machen, baß Schiff zu besichtigen und auf diesem größten und schnellsten deutschen Dampfer einen Frühschoppen einzu« nehmen. Als bann später die große Epidemie Hamburg

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Galgenberg seiner Abneigung nach Süden hin zur Bebauung geeigneter, zur Anlage eines Friedhof- sei daß Gelände zu gut. Mit Erbauung der neuen Kliniken habe sich das Schwer­gewicht der Sterblichkeit nach Süden verschoben, es sei deshalb nicht gleichgiltig, ob der Friedhof im Norden oder Süden sich befinde. Herr Wallenfels ist für Vergrößerung des alten Friedhofs, der großen Kosten eines neuen wegen, er glaube nicht, daß die Baulust an der Grünberger- und Licher« straße darunter leiden würde, ebensowenig am Schiffenberger- weg- Herr Heß bezeichnet die Frage, ob die Abschluß- maner fertiggestellt werden soll, als verfrüht, so fange man n'cht über den Platz für den neuen Friedhof schlüssig, bezw. eine Bodenuntersuchung vorgenommen habe - er hält im Üebrigen die Gegend am Leihgefternerweg für geeignet. Herr Petri empfahl Annahme des Commissionsantrages. Herr Scheel 'st dagegen, daß man die Vervollständigung der Mauer abhängig mache von der Frage, ob der neue Friedhof am Leihgefternerweg angelegt werden könne - eigne sich das Gelände nicht, so müsse man eben eine andere Stelle suchen. Herr Heß stellt den Antrag, den Beschluß über die Aufführung der Mauer auf 2 biß 3 Monate zu vertagen. Herr Wallenfels ist eben« faQß für Vertagung, wogegen Herr Vogt sich für sofortige Entscheidung der Frage, ob der alte Friedhof vergrößert werben soll ober nicht, ausspricht. Der Vertagungsantrag bes Herrn Heß wirb angenommen.

In Betreff der Sonntagsruhe im Handels­gewerbe berichtet Herr Beigeordneter Georgi über die Verhandlungen, welche auß Anlaß einer vom 2. Juni d. I. batirenben Eingabe von 292 hiesigen Labenbesitzern in der Commission gepflogen wurden. In dieser Eingabe ist be- antragt, daß jetzige, die Verkaufßzeit auf die Stunden von 11 /2 biß 3x/2 Uhr sestsetzende Ortßftatut außer Kraft zu setzen und die Verkaufszeit wieder in die Stunden von 11 bis 8 Uhr zu legen. Als Grund für die Eingabe machen bie Petenten geltend, daß die Zeit von 11 bis 3 Uhr nicht nur den Wünschen von 98 pCt. der Geschäftsleute entspreche, 'andern Bcdürfniß der Käufer sei. Bevor die Eingabe in der Commission berathen worden, wurde von Seiten der Bürgermeisterei der Kirchenvorstand um Mittheilung ersucht, ob der Hauptgottesdienst auch im Winter um 11 Uhr ge­gossen ober ob berfelbe länger bauern solle. Darauf hat ber Klrchenvorstanb rnitgetheilt, baß im Winter der Haupt- gotteSdienst um 10 Uhr beginne, so daß derselbe erst um "/-Uhr geschlossen werden könne. Dieser Beschluß sei mit '""crstcht auf die Kirchenbesucher und die Hausfrauen gefaßt worden. Herr Beigeordneter Georgi berichtet, daß nach diesem Beschluß deS Kirchenvorstandes die Commission einen dem Wunsche der Interessenten entsprechenden Antrag nicht stellen, sondern eS nur den Jnteressentenjanheimgeben konnte, sich mit einer Eingabe an hen Kirchenvorstand zu wenden. Es wurde des- halb seitens der Commission, gegen den Widerspruch der in der­selben befindlichen Interessenten, der Beschluß gefaßt, daß em Antrag ber Geschäftsinhaber auf Abänberung bes jetzigen OrtSstatutS zur Zeit nicht entsprochen werben könne, ba ber Go tesb.enst erst um 11'/, Uhr geschlossen werde und auf denselben nach § 105 b der Gewerbeordnung Rücksicht zu w* JC ' Cd müffe den Interessenten überlassen bleiben, SM. m ber für ben Hauptgottesdienst bestimmten

£CIt beim Kirchenvorstand herbeizusühren. Herr Löb er bemerkt, daß die Petition der Commission resp. den Stadt- verordneten zuerst hätte borgelegt werden müssen, ehe bei dem Kirchenvorstand wegen beß GotteßbiensteS angefragt unb^bie"^'^"" diese Frag- nicht ausgeworsen worbnt

S »btverorbneten . Versammlung d°m Wunsch- ber Vetnrtm, b e Zeit von 11 bi8 3 Uhr ses,zusetzen? nach. °°r°n^t toiirC i°d°"s°ll« bie Zeitsrage von ber Kirche gar nicht erörtert loorben. Hätte ber Kirchenvorstand Kenntnitz eZtun!0?' bM un[crtr Geschäftsleute biese ßelb Sa« bi- 3 Uhr wünschen,welche wir auf beren Mitein"bgeänden", man wäre zu einer an- vi.r Ä n>-ht gekommen, resp. bie Zeitsrage wäre hier nicht erörtert worben. Diele J

Stabtverarbneten. Versammlung heute^be/halb me I 8e»efen, bie bie Petition veranlagt hade nbemsie bn Stunbenzeiger ,n luriftischer Weise vorwär - ge ückt'' ohn" Befragen ber «-«Mission. Man sehe setz, ben Lblnriff b- d.e Versammlung, nachbem ^bie"^ rch "gefpr-L n nicht mehr abändern könne. f1Crr in

Ä ? ' *"2n 'rf,'tcr n,d" Mi-ksicht aus den Gon--, dienst genommen hatte, bie übrigens burch bas Gesetz vor. g-schned-n ifi. d« sei mit ber Petition nicht ander, »er. *ab'* ""ben, lote von Anfang an mit allen bie Sonntag«, biell'of".'" 9clt"fia<<" : die ersten Hctenftiide enthttUen btefelben Anfragen an den Nirchenvorstanb rote die letzten,

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