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Samstag de« 29. Juli
Gießener Anzeiger
Keneral'-Mnzeiger.
1893
Vierteljähriger AA-»»e«e»ta»r«4» i 2 Mark 20 Pjg. ort»
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Alle Lnnoncen-Bureaux beS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. MM———WHIMBWÖ
Airrtlicher Theil.
Gießen, den 26. Juli 1893.
Betr.: Die Ausführung der Landesfeuerlöschordnung, hier die Theilnahme der Eisenbahnarbeiter an den Feuerwehrübungen.
DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen
sm die «rptzh. vürgermeiftereieir deS «reifes.
Nach Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. l. M. zu Nr. M. I. 21137 verfügen wir hiermit, daß die auf die Bahnpolizei verpflichteten Eisenbahnbediensteten bezw. Arbeiter im Allgemeinen nicht von den Hebungen und Hülfeleistungen der Pflichtfeuerwehr befreit sind. Dieselben gelten vielmehr im Falle des Nichterscheinens nur dann als entschuldigt fehlend, wenn sie während der Zeit der Uebung oder Hülfeleistung thatsächlich als Bahnpolizeibeamte (Bahnwärter, Weichensteller zc.) verwendet waren, welche Thatsache durch entsprechende Bescheinigung der Bahnbehörden nachzuweisen ist. Sie wollen sich in Zukunft hiernach bemesien und die in Ihren Gemeinden wohnenden auf die Bahnpolizei verpflichteten Eisenbahnarbeiter entsprechend bedeuten.
_______________I. V.: Dr. Melior._______________
Bekanntmachung.
Jacob Siegel in Gießen hat die Concession als Dienstmann mit der Nr. 17 erhalten.
Gießen, 27. Juli 1893.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Juli. Der am vergangenen Montag mit der Landung in Kiel beendigten Ostseefahrt Kaiser Wilhelms ist nach nur kurzer Pause die schon angekündigte Englandsfahrt des erlauchten Monarchen nachgefolgt. Auch letztere Reise trägt durchaus den Character einer Erholungsreise und hat nichts mit Politik zu schaffen, doch läßt sie durch den geplanten sechstägigen Aufenthalt Kaiser Wilhelms am sommerlichen Hoflager der greisen Königin Victoria auf der Insel Wight immerhin die fortdauernde Herzlichkeit erkennen, welche zwischen den einander so nahe verwandten Höfen von Berlin und London obwaltet. Die Kaiserin begleitet diesmal ihren hohen Gemahl nicht nach England, sie hat sich vielmehr von Kiel aus nach Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel zu einem Besuche der daselbst weilenden kaiserlichen Kinder begeben.
— Der Kaiser nahm in Kiel kurz vor Antritt seiner Reise nach England den Vortrag des Staatssecretärs des Auswärtigen, Freiherrn von Marschall, entgegen. Vielleicht wird man in der Annahme nicht fehlgehen, daß diese Audienz mit der eingetretenen kritischen Wendung in den zollpolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland zusammengehangen hat.
— Für Deutschland steht der unvermeidlich scheinende zollpolitische Bruch mit Rußland im Vordergründe des Tagesinteresses. Das Inkrafttreten des neuen russischen Moximalzolltarifs, welche Maßnahme sich zweifellos ganz besonders gegen Deutschland richtet, zum 1. August, rückt den Ausbruch eines deutsch-russischen Zollkrieges in unmittelbare Nähe, da die deutsche Regierung auf den brutalen Vorstoß des östlichen Nachbars jedenfalls mit Repressivmaßnahmen antworten wird. Bereits ist denn auch der Bundesrath aus seinen kaum erst begonnenen Sommerferien wieder nach Berlin zurückberufen worden, um sich über etwaige Repreffalten gegen Rußland als Antwort auf deffen Vorgehen mit dem Maximalzolltarif schlüssig zu machen. Im Uebrigen soll man in den leitenden Berliner Kreisen entschlossen sein, den drohenden handelspolitischen Streit mit dem Czarewitsch mit Ruhe und Festigkeit anzufechten. Ungewiß ist es noch, ob die für den Herbst angekündigte Fortsetzung der deutschrussischen Handelsvertrags-Verhandlungen auf commissarischem Wege in Hinblick auf die veränderten Umstände stattfinden wird, wenigstens könnte man sich von diesen Verhandlungen nicht mehr viel versprechen. — Russischerseits wird natürlich alles Mögliche versucht, um den üblen Eindruck, welchen das Manövriren mit dem Maximaltarif nicht nur in Deutschland, sondern auch anderwärts im Auslande macht, zu verwischen. U. A. bringt der offizielle „Negierungsbote" in seiner Nummer vom 25. Juli einen längeren Artikel, welcher diesen Schritt der russischen Regierung nach Kräften
zu beschönigen und als unbedingt nothwendig hinzustellen sucht. Bezeichnend für die Handlungsweise Rußlands gegen Deutschland ist aber die Wiener Meldung, wonach der russische Maximalzolltarif gegenüber Oesterreich Ungarn nicht zur Anwendung kommen solle, — dies würde allerdings „tief" blicken lasten! Nun, Deutschland kann dem wirthschafllichen Kampfe mit Rußland mit einer gewisten Gelassenheit entgegensehen, denn für ersteres gibt es hierbei gewiß nicht so viel zu verlieren, wie für die Gegenpartei, das wird man an der Newa vielleicht schon bald merken.
Ausland.
Den Mittelpunkt der europäischen Tagespolitik bildet noch immer der Streit zwischen Frankreich und Siam. Derselbe erhält einen ernsteren Anstrich, seitdem die beiderseitigen diplomatischen Beziehungen abgebrochen worden sind und sich Frankreich nun anschickt, einen kräftigen Vorstoß zur See gegen Siam zu führen. Zu diesem Zwecke ist französischerseits die Besetzung der im Golfe von Siam gelegenen Inseln, weiter der Inseln Kong und Rongsanlem bei Cap Samit beschlosten worden, welche die Stützpunkte für die ferneren Operationen der Franzosen bilden sollen. Außerdem stellt der „Matin" eine militärische Action in Aussicht, behufs Vervollständigung der Blokade von Siam und Besetzung der in dem französischen Ultimatum geforderten Territorien. Inzwischen beginnt sich aber in der siamesischen Frage eine ganz neue Wendung zu markiren, durch die Einmischung Chinas. Der chinesische Geschäftsträger in Paris soll den Minister Develle darauf aufmerksam gemacht haben, daß Siam kein Gebiet besitze, welches bis zum 23. Grad nördlicher Breite reiche. Dies heißt mit anderen Worten, China betrachtet die betreffenden Ländereien als sein Eigen- thum, die Franzosen werden nun also in ihren Forderungen gegen Siam einen Pflock zurückstecken müssen, wollen sie es nicht mit dem chinesischen Coloß zu thun bekommen.
— Die Aufsehen erregende Meldung englischer Blätter, wonach drei russische Kriegsschiffe an den Flottenmanövern vor Toulon Theil nehmen würden, erfährt jetzt von Petersburg aus ein Dementi.
>— Der bevorstehende internationale Socialisten- congreß in Zürich verspricht zahlreich beschickt zu werden. Die Züricher Cantonsregierung soll in Hinblick auf den Con- greß besondere Vorsichtsmaßregeln angeordnet haben, dieselben dürften sich indesten als überflüssig erweisen. Jedenfalls werden Staat und Gesellschaft von heute auch durch den neuesten Socialistencongreß noch lange nicht aus den Angeln gehoben werden.
Neueste Nachrichten.
Depeschen de? Bureru „Herold".
Berlin, 27. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Gesetze, betreffend die Feststellung des zweiten Nachtrages zum Reichshaushaltsetat für das Etatsjahr 1893—94, ferner ein Gesetz, betreffend die Aufnahme einerAnleihe zumZweckederVerwaltung des Reichsheeres.
Schueideumhl, 27. Juli. Die durch die Erdsenkungen geschädigten Bürger bitten in einem Gesuche um Genehmigung einer Brunnenlotterie. Der Magistrat schließt sich dem an.
Kastel, 27. Juli. Kaiserin Auguste Victoria ist heute Vormittag hier eingetroffen.
Eisenach, 27. Juli. Hier werden gelegentlich der in den nächsten Tagen erfolgenden Durchreise des Fürsten Bismarck große Feierlichkeiten geplant.
Paris, 27. Juli. Seit zwei Tagen nimmt das zweite Artillerieregiment bei Poitiers Schießübungen mit Melinit vor- die Wirkungen des durch electrische Funken erzielten Feuers sind schrecklich. Es soll beschlossen sein, Melinit einzuführen.
Paris, 27. Juli. Weitere zwei Kreuzer sind auf ergangene Ordre des Kriegsministers nach Siam abgegangen.
Paris, 28. Juli. Der „Presse" zufolge ist ein neuer Scan dal im Ministerium des Aeußeren entdeckt. Der Artikel fordert eine energische Bestrafung der Beamten, welche sich bestechen ließen, oder der Verleumder.
Paris, 28. Juli. Die Nachricht, Carnots Zustand benöthige eine schmerzhafte Operation, rief im Publikum allgemeine Bestürzung hervor.
London, 27. Juli. Die Dockarbeiter stellen am nächsten Montag die Arbeit ein.
Petersburg, 27. Juli. Infolge einer Verordnung des
Verkehrsministers werden auf sämmtlichen Eisenbahnstationen in den baltischen Provinzen die Tafeln mit deutscher Aufschrift durch solche mit russischer Aufschrift ersetzt.
Petersburg, 27. Juli. Von der Nachricht, daß ein russisches Escadre nach Toulon gehe, um mit der französischen Flotte zu manövriren, ist nur richtig, daß ein russisches Geschwader eine Uebungsfahrt in das mittelländische Meer macht.
Newyork, 27. Juli. Der hiesige siamesische Gene- ralconsul erklärt, Siam sei unfähig, einen Krieg mit Frankreich zu führen, wenn es nicht von einer anderen Macht unterstützt werde. Die siamesische Flotte, welche unter dem Befehl eines dänischen Admirals stehe, sei sehr klein, aber tapfer und zum Widerstand entschlossen.
Sitzung der Stabtverorbneten
am 27. Juli 1893.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Flett, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heß, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Simon, Schmoll, Scheel, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.
Herr Oberbürgermeister Gnauth brachte nach Eröffnung der Sitzung ein Schreiben der hiesigen Rudergesellschast zur Kenntniß der Versammlung, worin diese diejenige Mannschaft bezeichnet, welche bei der Ruder-Regatta am 30. Juli um den von der Stadt Gießen gestifteten Wanderpreis startet.
Aus der hierauf vorgelegten Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben des Realgymnasiums und der Realschule für 1892/93 ist ersichtlich, daß diese Rechnung einen günstigen Abschluß gefunden- sie beläuft sich in Bezug auf die Ausgaben auf 80243 Mk. gegen den Voranschlag von 84 458Mk.auch der städtische Zuschuß erreichte nicht die veranschlagte Höhe, er blieb mit 24 358.78 Mk. um 2492.22 Mk. gegen den Voranschlag von 26 751 Mk. zurück. Die sachlichen Ausgaben erhöhten sich infolge der Heizungskosten für die neue Turnhalle um 223 Mk.
Die Firma C. W. B. Fernie hat um Erlaubniß zur Erbauung eines Kuhstalles, einer Waschküche und einiger kleiner Stallungen bei ihrem Beamtenwohnhaus am Bergwerke nachgesucht. Es wird auf Antrag der Baudeputation beschlossen, nur den auf größere Stallungen bezüglichen Theil des Gesuches zu befürworten, dagegen die kleinen Stallungen wegen ihrer Stellung zum Hauptgebäude zu beanstanden.
Das Gesuch des Corps Starkenburgia um Erlaubniß zur Erbauung eines Corpshauses an der Wilhelmstraße konnte der Baudeputation nicht vorgelegt werden. Es wird daher, den Beschlüssen über ähnliche Gesuche entsprechend, beschlossen, das Gesuch zu befürworten, sofern die Gesuchsteller sich zur Erfüllung folgender Bedingungen verpflichten: 420 Mk. Sicherheitsleistung zum Straßenbeitrag, Herstellung von Zugängen durch die Liebigstraße bezw. Leihgesternerweg, Abtretung des zur Fortsetzung der Wilhelmstraße erforderlichen Geländes zum üblichen Preis.
Die Abschließung des für Unterrichtszwecke nöthigen Schulgartens der Stadtknabenschule nach dem Spielplätze hm ist von den Herren Oberlehrern für nothwendig erachtet worden- es wird beschlossen, entlang dem von der Kirchstraße aus nach dem Schulhause des Alicevereins führenden Wege ein Lattenspalier int Kostenvoranschlage von 130 Mk. anzulegen.
Bei Berathung des laufenden Budgets am 26. Januar d. I. wurde beschlossen, einen Theil der für die Aufführung einer Mauer am südöstlichen Ende des Friedhofs vorgesehenen Kosten abzusetzen, weil über eine allenfallsige Vergrößerung des Friedhofs nach der Oberhessischen Eisenbahn hin noch kein Beschluß gefaßt war. Infolge dieses Beschlusses wurde der vereinigten Friedhofs- und Baucommission die Frage vorgelegt, ob eine Vergrößerung des Friedhofs nach dieser Seite hin vorgenommen oder zur Anlage eines zweiten Friedhofs geschritten werden solle. Nach den inzwischen gepflogenen Verhandlungen der bezeichneten Deputation ist die Vergrößerung technisch ausführbar, auch trotz der ziemlich hohen Kosten für Gelände, bezüglich dessen es sich um werthvolle Gärten handelt, billiger, als die Anlage eines zweiten Friedhofs, weil ein solcher doppelte Anlage- und Verwaltungskosten usw. erfordern würde. Trotzdem hat sich die Deputation gegen Vergrößerung des jetzigen Friedhofes Ausgesprochen, weil eine solche die Entwicklung der Stadt hindere. Emer Bebauung des Nahrungsbergs, der allenfallsigen Anlage eines Straßenzuges vom Schiffenbergerweg entlang der Oberhessischen


