Gebiete der kaiserlichen Werst ein Matrose, der nach Urlaub ausgeblieben und über die Mauer geklettert war, von dem Posten am Holzhafen angehalten und nach dem Schilderhaus gebracht. Dort leistete der Matrose dem Posten Widerstand und ergriff die Flucht. Als der Matrose der dreimaligen Aufforderung des Postens, zu stehen, nicht Folge leistete, legte der Posten auf den Flüchtling an und erschoß ihn."
* Am 15. November 1899, Morgens zwischen 2 und 5 Uhr spätestens, geht die Welt unter, oder es regnet Sternschnuppen. Das sind die Aussichten, die Herr Prof. Falb neulich in einem zu Leipzig gehaltenen Vortrage der Erdenbewohner- schäft eröffnet hat. Unserer Erde drohe eine große Gefahr von dem im Jahre 1866 entdeckten Cometen, der als Revolutionär das Universum, ohne sich an bestimmte Bahnen und Regeln zu binden, durchsaust. Im Jahre 1899 erscheine dieser Comet wieder und müsse astronomischen Berechnungen «ach alsdann mit der Erde zusammenstoßen. Nach Falbs Berechnung ist dieser Tag des Weltunterganges der 13.November 1899, ein Termin, der sich höchstens um einen oder zwei Tage verschieben könne. Sollte der Zusammenstoß die Katastrophe nicht herbeiführen, so werden wir nach Prof. Falbs Versicherung ein Naturspiel erleben, wie es noch nicht dagewesen: einen Sternschnuppenfall gleich einem Schneefall, der in der Zeit vom 13. bis 15. Nov. 1899, Morgens zwischen 2 bis 5 Uhr, mit Bestimmtheit eintreten wird.
Literatur unö Knnft
, . — »St. -rrbertu-.* Jllustrirte Zeitschrift für Jagd und oundezucht, Ftfcheret und Naturkunde. Verlag von Paul Schettlers Erben, Eöthen (Anhalt). - Heft 50 dieser vortrefflich redigtrten Zeitschrift liegt uns vor und müffen wir unsere Aner- kennung über das Gebotene aufrichtig kundgeben. Eine Reibe von Suherst gediegenen Artikeln auf dem Gebiete der Jagd und Naturkunde erregt unser Interesse auf das Höchste und dürften dieselben wohl den ungeteilten Beifall aller Waidmänner und Naturfreunde finden. Unter der Rubrik „Aus dem Rucksack" finden wir spannende Jagderlebnisse, sowie Jagdresultate in zahlreicher Reihe von kleineren Artikeln. Nächst der Büchse ist des Jägers treuester Gefährte der Jagdhund und darum widmet auch der „St. Hubertus" der Zucht, Dreffur und Pflege ein ganz besonderes Interesse und die Rubrik „Von unseren Hunden" zeigt uns, daß die Rrdaction auf diesem Felde «llen Anforderungen entspricht. Ist schon dieses Heft, sowie alle übrigen der Zeitschrift für jeden Jäger und Hundeltebhaber empfehlens- werth, so dürfen wir erst recht nicht verfehlen, die Aufmerksamkeit auf die -Wethnachtsnummer (Nr. 51) zu lenken, die in künstlerisch f.H^dwtem Farbendruck erscheint und wiederum eine Reihe vorzüglicher Artikel enthält. Diese stummer bietet uns den besten Beweis, daß der Verlag seinem Grundsätze „Für billigen Preis das Beste -u bieten stetig treu bleibt. Wir können daher ein Abonnement, k m , Ochsten Postanstalt geschieht, bestens empfehlen, zumal pro Vierteljahr incl. freier Zustellung ins Haus nur Mk. 1.40 ist. — Probenummern werden auf Verlangen recht gern durch die Expedition des ,©t. Hubertus" in Eöthen (Anhalt) gratis und franco zugesandt.
CanO* tmö Volkswiothschask.
_ t ~ rühmlichst bekannten »Bereinigten Wollwaaren- »apfifett* kündigten in unserem vorigen Blatte einen „durch be
sonderen Zufall vorgekommenen" Ausverkauf itt sogenannten Offiziers-Pferde Decken an: wem mithin daran gelegen, von dieser seilen günstigen Getegenhe-t Gebrauch zu machen, beeile sich zu bestellen. Näheres im Inserat.
Bekauutmachung.
Aufschrift der Postsendungen.
. Sicherung schneller Beförderung und vestellung der Postsendungen müffen auf denselben Empfänger und BestimmungS»
so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:
1- Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung deSEmpfängers möglichst genau anjugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stelle der Auffchrist, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., Nn NO. x.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbe- zeichnung .Berlin" zu vermerke».
3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich ober ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzufeben sind, ergibt sich aus dem .Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautender Post, orte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Pofianftalt bejogen werden kann.
4. Wenn der im Reichs-Postgebiet Gelegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch deS Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politifchen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) ic.], ober von Gebirgen [(Harz), (Riesengebirge) rc.j Nicht minber sind zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.1 für ben Zweck geeignet.
6. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist a u ß er bem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Poft- anstalt anzugeben, von welcher aus bie Bestellung der Sendung an ben Empfänger bewirkt werben bez. die Abholung erfolgen fott.
6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu ben weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer bem Ortsnamen noch bas betreffende Land bez. der LandesiheU auf der Sendung anzugeben.
„.Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schlmmgen liebertun ft der Sendungen an den Empfänger wesentlich
? Ii<0t daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen.
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— Die süddeutsche Berficherungsvank für Militärdienst und TSchteraussteuer Karlsruhe, welche seit Beginn dieses Jahres neu organifirt wurde, hat seit dieser Zett ganz bedeutende Fortschritte gemacht. Der Versicherungsbestanb hat sich von 2 379 450Mk. auf 4 076 842 Mk., die Prämieneinnahme von 86 734 Mk. 16 Pf. auf 149 663 Mk. 73 Pf. gehoben. Dagegen haben sich die Betriebsfpefen im Verhältniß zum Zuwachs bedeutend verringert, trotzdem in den abgelaufenen 10 Monaten dieses JahreS schon mehr als dreimal soviel an ReinzuwachS der Prämieneinnabmen erzielt wurde, als in dem ganzen abgelaufenen Vorjahre. Diese erfreulichen Erfolge sind, wie wir ben „Altkalen deS gefammten Versicherungswesens" entnehmen, seit der Zeit eingetreten, wo ein energischer Fachmann an der Spitze des Unternehmens stebt.
1894
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Bekanntmachung.
136 Mark Zinsen aus der Stiftung der dahier verstorbenen Elisa- bethe Schmidt sind zu gleichen Theilen an vier bedürftige, unbescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Alter von über 50 Jahren und an vier arme Wittwen aus Gießen nach der Auswahl des Stadtvorstandes zu vergeben. Anmeldungen zum Bezüge derselben haben bis zum 6. Januar 1894 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen.
Gießen, 23. December 1893. 10497
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
__Gnauth. ______________
Bekanntmachung.
Darmstädter Zuchtvieh-Märkte im Jahre 1894.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Darmstädter Zuchtvieh-Märkte im Jahre 1894 an nachverzeichneten Tagen abgehalten »erden:
3., 16., 30. Januar,
3., 17., 31.
Juli,
13., 27. Februar,
14., 28.
August,
13., 27. März,
11., 25.
September,
10., 24. April,
9., 30.
October,
8., 22. Mai,
5., 19. Juni,
13., 27.
11.
November, December.
Zugleich wird bemerkt, daß auf dem Darmstädter Viehmarktplatz Samstag den 17. März 1894 auf Veranlassung des landwirth- schaftlichen Bezirks-Vereins ein Fasel-Markt abgehalten wird.
Darmstadt, den 18. December 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt.
Morneweg. 10498
Enthebung von Neujahrs-Gratulationsbesuchen
Der Wunsch, die Neujahrs-Gratulationsbesuche zu beschränken, hat seit Jahren viele Einwohner unserer Stadt dazu bewogen, durch ein Geldgeschenk an die hiesige Kleinkinder-Bewahranstalt sich gleichsam von Abstattung solcher Besuche loszukaufen. Dadurch ist zugleich dieser Anstalt eine beträchtliche Unterstützung zu Theil geworden.
Auch bei dem bevorstehenden Jahreswechsel bitten wir, zur Enthebung von Neujahrs-Gratulationsbesuchen der Kleiukinder- Bewahranftalt eine Gabe zuwenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen. Die Namen der Geber werden noch vor Jahresschluß in diesem Blatte veröffentlicht werden, und es möge dadurch zur Geltung kommen, daß Alle, die auf solche Weise ihren Namen ver- öffentlichen lassen, von Abstattung der Neujahrsbesuche besreit find und ihrerseits solche nicht beanspruchen.
Gießen, den 27. December 1893.
Pfarrer Dingeldey. Rechner Herm. Doering. Rentamtmann Lynker.
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