Ausgabe 
28.5.1893 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Moskau, 26. Mai. Heute Vormittag fand im Kreml in Gegenwart deS CzarenpaareS, der übrigen Mitglieder des CzarenhaufeS, zahlreicher Würdenträger und eines großen Publikums die feierliche Grundsteinlegung zum Denkmal für den Kaiser Alexander H. statt.

Chicago, 26. Mai. Die Nationalcommission der Aus­stellung erhielt eine Miltheilung deS GeneraldirectorS Davie S mit einem Schreiben, unterzeichnet von den Commissaren Oesterreichs, Frankreichs, Deutschlands, Englands, Italiens, Rußlands, Belgiens, Brasiliens, Dänemarks, Japans, Nor- wegenS, Portugals, Siams, Schweden- und der Schweiz. Das Schreiben erklärt die Antwort auf die Mittheilung der Commissäre bezüglich der PreiSvertheilung für nicht ausreichend. Jetzt fei es zu spät, eine internationale Jury einzusetzen. Die Commissäre ziehen daher die Ausstellungs­gegenstände von der Preisbewerbung zurück. Die Mittheilung DavieS erregte eine lebhafte DiScussion in der National- commission. St. Clair, der Bertteter WestvirginienS, erklärte, wenn die Angelegenheit nicht geregelt würde, erwüchse der Ausstellung ein unersetzlicher Verlust und dem ganzen Lande Schande. Die Mittheiluog DavieS wurde der PreiSverthei- lungScommission überwiesen. Mehrere hundert amerikanische Aussteller erklärten, sie würden dem Beispiel der auswärtigen Staaten folgen, wenn das geplante PreiSvertheilungSfystem nicht abgeändert würde.

Konstantinopel, 26. Mai. Die Nachricht derCorre- fpondence de l'Est", daß die türkische Regierung beschlossen habe, die jüdischen Unterthanen zum Militärdienste heranzuziehen, wird in unterrichteten Kreisen als Erfindung bezeichnet.

Depeschen deS Bureau ,£>crolb*.

Berlin, 26. Mai. Der Kaiser wohnt den diesjährigen großen Eavallerieübungen bei, welche der General der Ca- vallerie, v. Krosigk, leitet. Bei diesen Manöver« handelt eS sich um weitgehende Versuche bezüglich der verschiedenen Neuerungen auf cavalleristischem Gebiete.

Berlin, 26. Mai. Der Kriegsminister veröffentlicht in demReichsanzeiger" eine Rechtfertigung des Hauptmanns Prey, dem Bebel in der Reichstagssitzung vom 10. März die tödtliche Mißhandlung feines Burschen vor­geworfen hatte. Der Minister betont, da Bebel die parla­mentarische Redefreiheit schütze, bleibe zur Rechtfertigung des Hauptmanns nur die Veröffentlichung der fruchtlosen Unter­suchung übrig.

Berlin, 26. Mai. Die neue Fraction deS Herrenhauses hat gestern nochmals bezüglich des Falles Baumbach be- rathen. Eine Anzahl der Mitglieder erklärten, aus der Fraction auszuscheiden, wenn Baumbach darin bliebe. Schließ­lich wurde der Vorstand beauftragt, Baumbach in einem Schreiben anheimzugeben, aus der Fraction auszutteten.

Berlin, 27. Mai. In der entscheidenden Sitzung der Neuen Fraction" des Herrenhauses stimmten gegen den Antrag, Baumbach den Austritt auS der Fraction anheim­zugeben, nur zwei Mitglieder, wahrscheinlich Zelle-Berlin und Kohli-Thorn.

Berlin, 27. Mai. In freisinnigen Kreisen nimmt man an, daß die Baumbach politisch nahestehenden Mitglieder dessen Beispiel befolgen und ebenfalls aus der Fraction auStteten.

Frankfurt a. M., 26. Mai. Dte Generalversammlung der Deutschen Colonial-Gesellschaft wurde heute Vor­mittag durch den Fürsten Hohenlohe-Langenburg eröffnet. In stark besuchter Vorstandssitzung wurde eine Anzahl Thesen, betreffend den Ausbau der Stattonen im Innern der Schutz­gebiete einer Commission zu weiterer Behandlung überwiesen. Ein vom Hannoverschen Zweigverein eingebrachter Antrag, an den Reichstag eine Petition zu richten, dahingehend, daß die zum Schutz des DeutschthumS im AuSlande bereits be­willigten Kreuzer fertig gestellt werden, wurde angenommen. Nachmittags sprachen in öffentlichen Versammlung Dr. OScar Baumann Uber seine Reise im Massailand nach dem Victoria­see und zu den Quellen deS Kagera, Graf Schweinitz über Die Expeditionen deS AntisclavereicomitöS über Tabora nach dem Victoriasee" und Missionssuperintendent Merensky über die Arbeit der deutschen Missionen am Nordende des Njaffa. An den wegen Gesundheitsrücksichten nicht erschienenen Dr. Peters wurde ein Begrüßungstelegramm abgesendet.

Mannheim, 26. Mai. Der für den Anfang Juni in Neustadt festgesetzte südwestdeutsche freisinnige Parteitag wurde auf nächsten Herbst verschoben.

München, 26. Mai. Fürst BiSmarck kommt auch in diesem Jahre zur Cur nach Kissing en.

München, 26. Mai. DaSFremdenblatt" plaidirt heute für möglichst rasche staatliche Hilfe an die durch die lange Trockenheit schwer bedrohte Landwirthschast.

BreSlan, 27. Mai. Der hier tagende deutsche Gynäkologen-Congreß wählte als nächstenZusammen- kunftSort für 1893 Wien.

Pari», 27. Mai. Der Assisenhof verurtheilte den Anar­chisten Foret zum Tode. Nach dem UrtheilSspruch rief Foret seinen Freunden zu:Die Rache ist Eure Pflicht!"

Rom, 26. Mai. Infolge Überschwemmungen ist der Verkehr auf verschiedenen Strecken der piemontesischen Eisenbahnen eingestellt. Der angerichtete Schaden ist be­deutend. In der Provinz Coni wurden mehrere Personen getödtet.

Moskau. 26. Mai. Da- Kaiserpaar machte gestern den traditionellen Besuch im Kreml und wurde dahin vom Großsürsten-Thronfolger und anderen Mitgliedern der kaiser­lichen Familie und den Ministern begleitet. Als die Herr- schäften auf der historischen rothen Treppe erschienen, wurden sie von der anwesenden Menge begeistert begrüßt.

Coeafc» unb provinzielle».

«letzen. 27. Mai 1893.

* * Militärisches. Der Ponepefähnrich Frhr v. B r a n d i S deS Jnfanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm wurde zum Second- lieutenam befördert. Vom Landwehrbezirk Gießen wurde der Secondlieuteuant von der Infanterie ersten Aufgebots Weber zum Premierlieutenant befördert. Dem Premierlieutenant von der Infanterie zweiten Aufgebots Clemm, sowie den Secondlieutenants von der Infanterie zweiten Aufgebots Landmann und Kutfch wurde der Abschied bewilligt. Am 2. Juli trifft Se. Excellenz der commandirende General des 11. ArmeecorpS, General der Infanterie v. Wittich, zur Besichtigung der hiesigen GarnifonSanftalten und der Bataillone des Infanterie - Regiments Kaiser Wilhelm hier ein. Seine Excellenz wird bis zum 6. Juli hier Aufenthalt nehmen.

* * Die Capelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm hat abermals in Hamburg eine überaus günstige Aufnahme gefunden. Die Concerte waren immer gut besucht, an den Pfingstseiertagen soll der Besuch ein geradezu riesiger gewesen sein. Am Donnerstag spielte die Capelle vor dem commandirenden General deS 9. Armeecorps Grafen Waldersee, welcher sich nach Beendigung des Ständchens sehr lobend über die Leistungen aussprach und in Anerkennung dafür sein Bild Herrn Musikdirector K r a u ß e überreichte. Am Samstag (27.) giebt daS MusikcorpS sein Abschieds - Concert, am Sonntag und Montag spielt dasselbe in Hannover, worauf die Rückkehr nach Gießen erfolgt.

* * Schneller Tob. Ein junger Mann, Reisender in einem hiesigen Liqueur-Geschäft, wurde heute früh tobt in feinem Zimmer aufgefunden. (Wie wir nachträglich erfahren, hat sich der junge Mann vergiftet.)

* * Verschwunden. Vor einigen Tagen ist auS Wies eck ein Schuhmacher verschwunden, nachdem er sich eines SittlichkeitSvergehenS schuldig gemacht haben soll. Die Flucht bewerkstelligte er zunächst aus einem ihm nicht gehörigen Pferde, mit dessen Wartung er beauftragt war. DaS Pferd ist indeß feinem rechtmäßigen Besitzer wieder zugestellt worden. Gestern wurde nun an der Lahn in der Nähe des Felsens die Mütze und ein Brief deS Vermißten gefunden, fo daß es den Anschein hat, als ob derselbe den Tod in der Lahn ge­funden hätte. Vorläufig glaubt indessen Niemand an einen Selbstmord, sondern man ist der Ansicht, daß der Mann nur durch das Niederlegen seiner Mütze an dem Lahnufer Nach­forschungen erschweren will.

* * Wir machen auch an dieser Stelle unsere geschätzten Leser auf die heutige Bekanntmachung des GaS- und Wasser­werkes, betr. die Abgabe deS OuellwafferS, besonders aufmerksam.

* * Die Königliche Eisenbahn-Direction Hannover hat in diesem Jahre wieder eine Nachweisung über diejenigen festen Sommer- und Rundreisekarten u.s.w. herausgegeben, welche auf Stationen des Bezirks dieser Direction aufliegen oder welche durch Rückfahrkarten mit verlängerter Gültigkeitsdauer von den Hannoverschen Stationen aus nutzbar gemacht werden können. In der Nachweisung sind auch die Erläuterungen' über zusammenstellbare Fahrscheinhefte enthalten. Wir wollen nicht verfehlen, hiermit im Interesse des reisenden TheileS unserer Leser auf diese in Form eines Büchelchens herauS- gegebene Nachweisung besonders aufmerksam zu machen, wobei wir bemerken, daß die Nachweisung durch die Fahrkarten- Ausgabestellen des Directionsbezirks Hannover zum Preise von 25 Pfennigen das Stück zu beziehen ist.

* * Zur Warnung. Mit Rücksicht auf die in dieser Be­ziehung vielfach vorkommendcn Uebertretungen theilen wir mit, daß nach § 366 des Strafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder Haft belegt wird, wer nach einer öffentlichen Straße oder nach Orten hinaus, wo Menschen zu verkehren pflegen, Sachen, durch deren Umstürzen oder Herabfallen, z. B. Blumentöpfe, Jemand beschädigt werden kann, ohne ge­hörige Befestigung aufstellt, aufhängt oder auf eine Weise ausgießt oder auSwirft, daß dadurch Jemand beschädigt oder verunreinigt werden kann.

* * Nach den jüngsten statistischen Mittheilungen bieten die höheren Mäbcheuschulen in Hessen eine Frequenz von 2206 Schülerinnen und zwar Darmstadt 605, Offenbach 300, Gießen 310, Mainz 709 und WormS 282. Die Zahl der Lehrkräfte beläuft sich auf 100, 60 Lehrer und 40 Lehrerinnen.

* * Die österreichischen Thaler bleiben in Cours. Der Reichsanzeiger" meldet darüber: Durch die Presse läuft eine Notiz (auch derGieß. Anz." glaubte dieselbe seinen Lesern nicht vorenthalten zu dürfen. Red.), in welcher unter Hinweis auf die für Oesterreich-Ungarn neuerdings ange­ordnete AußercourSsetzung der Vereiusthaler und VereinS- Doppelthaler österreichischen GeprägeS empfohlen wird, die Annahme dieser Münzen in Deutschland zu verweigern. Demgegenüber ist hervorzuheben, daß die VereinSthaler und Vereins - Doppelthaler österreichischen GeprägeS ihrer AußercourSsetzung für Oesterreich-Ungarn ungeachtet inner- halb Deutschlands nach wie vor zum Werthe von 1 Thaler 3 Mk. gesetzliches Zahlungsmittel sind. Daß diesen Münzen die Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel im Deutschen Reich noch nicht entzogen ist, beruht auf einer zwischen Deutschland und Oesterreich. Ungarn abgeschlossenen Vereinbarung, in welcher die Kaiserlich deutsche Regierung sich verpflichtet hat, von einer AußercourSsetzung der öster­reichischen VereinSthaler innerhalb Deutschlands vorläufig abzusehen, während die Regierungen Oesterrcich-UngarnS sich verpflichteten, einen bestimmten Betrag (26 Millwnen Mark) in solchen Thalern von der Kaiserlich deutschen Regierung zur Einschmelzung zu übernehmen.

Trotz Eichen, 26. Mai. Bei der hier ftattgefundenerr Bürgermetfterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Herr I. Schombert III. mit 118 Stimmen wiedergewäblt. Ohne jedes Partei- und AgitanonSgerriebe vollzog sich die Wahl ui ruhigster Weise. Herr Bürgermeister Schomberr darf stolz auf seine Gemeinde sein, die ihm in solch schöner Weise ihr Vertrauen und Werthschätzung nach seiner neun­jährigen AmtSthätigkeit bewiesen hat.

t Ranstadt, 25. Mai. Trotz der seitherigen großen Trockenheit stehen unsere Saatfelder, besonders die Winterfrüchte, so vorzüglich, daß man sich dieselben nicht besser wünschen kann. DaS Korn hat eine solche Höhe er- reicht, wie man es nur in feuchten Jahrgängen antrifft. Eine Länge von 2,20 Meter ist keine Seltenheit. Gestern hat die hiesige Gegend den erften durchweichenden Regen be­kommen.

x Kirtorf, 26. Mai. Einen recht interessanten Verlauf nahm die erste dahier abgehaltene Versammlung zur ReichStagSwahl. Herr Professor Dr. Backhaus, San- didat der national liberalen Partei, entwickelte sein Programm, begleitet vom lebhaftesten Beifall der Versammlung. Al- Gegner traten die Herren Pfarrer Wahl von Kirtorf und Pfarrer Fritsch auf. Namen- sechs ebenfalls erschienener AmtSbrüder erklärten Redner, daß sichnanonalliberale Partei" undBund der Landwirthe" nicht zusammen reimen ließen, daß die nationalliberale Partei eineschwindsüchtige" fei und daß die antisemitisch konservativen Forderungen am gerechtfertigsten erschienen. Da nurein Antisemit ein rechter Christ sein könne", so würden sie ihre Stimmen dem Herrn Hofprediger Stöcker geben. Unter großem Beifall ver­urtheilte Herr Pfarrer Naumann au- Wahlen da- Vor­gehen feiner Sollegen, indem er daS Programm deS Herrn Professors Backhaus vollständig billige und als ©eeliorger dem Grundsatz der christlichen Nächstenliebe huldige, die eine Judenhetzerei verwerflich finde. Herr Landtagsabgeordneter Schade bewies, wie recht wohl dienationalliberale Partei" mit demBund der Lcmdwirthe" Hand in Hand gehen könne. Herr Dr. Jost- Kirtorf bezeichnete daS Vorgehen der sech- christlich socialen Herren Pfarrer al- Maßlosigkeit und Unart. Eine gehörige Abfertigung wurde hiernach von Herrn Prof. Backhaus seinen Gegnern zu Theil. Ueberzeugend wie- er die gesunden Forderungen deS Liberalismus nach und ver­urtheilte die antisemitischen Hetzereien als ungesetzlich und höchst bedenklich, obwohl er Auswüchse deS JudenthumS an­erkenne und dagegen zu kämpfen entschlossen sei. Indem Redner noch auSfühne, daß eine derartige aussichtslose Can- didatur Stöckers nur zur Stimmenzersplitterung beitrage, schloß er unter lebhafter Zustimmung feine Ausführung. Die nationalliberale Candidatur hat in unserem Wahlkreis be­gründete Hoffnung auf Erfolg.

Friedberg, 24. Mai. Sicherem Vernehmen nach wurde auf einer gestern Abend in Stammheim abgehaltenen Vertrauens- männer-Verfammlung der antifemitifdjen Partei der Landwirth Beiz von Dauernheim zum Reichstags Candidaten ernannt.

K. Friedberg, 26. Mai. Für den Wahlkreis Friedberg- Büdingen stellt das Centrum Dr. Lieber al- Zählcandt- baten auf.

-g. Darmstadt, 26. Mai. Der Privatdocent der Zoo­logie an der Großherzoglichen Technischen Hochschule, Herr Di. Wilhelm Haacke zu Darmstadt, ist zum ordentlichen Mitglied der Kaiserlichen Leopoldina-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher zu Halle a, d. Saale in der Fach- section für Zoologie und Anatomie ernannt worden. Herr Dr. Haacke hat sein bisheriges Amt als wissenschaftlicher Director des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M. am 1. April d. I. aufgegeben und ist nach Darmstadt über- gesiedelt, um sich an der technischen Hochschule ganz der aka­demischen Laufbahn zu widmen.

AU»Z«S au» den Sfanöe»cnnt»«gift<rti der Stadt »iefcau

BttftÜoU.

Mat: 24. Hemmo Suur, Premierlieutenant zu 6aai loull, mit Sopbie Eugenie VigeliuS hierselbst. 25. Johann Georg Mandler, Dimer dahier, mit Emma Heinrike Reiser hierselbst. 26. Levi Katz, Kaufmann zu Cassel, mit Johanna Rosmihal hierselbst.

Ghefchließvnseu.

Mai: 20. Dr. Friedrich Wilhelm Karl Georg Martin Schliephake, pracL Arzt dahier, mit Anna Eugenie Marie Emilie Gertrud Zövvritz dahier. 20. Georg Heinrich Philipp Jacob Emil Ltedmkapp, Schlosser dahier, mit Maria Johanna Louise Wagner dahier. 24 Georg Heinrich Rudolph Wilhelm Ziegler, Instrumentenmacher zu Freiburg fat Baden, mit Martha Emilie Therese Prowarsneck hierselbst. 24. Eduard Ka-parbauer, Bierbrauer dahier, mit Franziska Tesch auS Haid, Gemeinde Neukirchen.

Mai: 14. Dem Post-AuShilf-botm Georg Lenz ein Sohn, Gustav Heinrich Peter. 17. Dem Tapezierer Jacob Henn eine Tochter, Lina. 18. Dem Militär-Büchsenmacher Johann Dietrich Syben eine Tochter. 19. Dem Post-Assistenten Heinrich Pitzer eine Tochter. 19. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter. 19. Dem Schuhmacher Friedrich Magnu« eine Tochter. 19. Dem Bierbrauer Jacob Müller eine Tochter, Ella Luise Hermine 19. Dem In­stallateur Karl Langsdorf ein Sohn. 20. Dem HUstzbremser bei der Main-Weser-Bahn Adam Ihle» eine Tochter, Crnstine Maria Elisabeth. 20. Dem Taglöhner Heinrich Cßwald ein Sohn, Emil Heinrich. 20. Dem Taglöhner Florenz Goffelmever ein Soho, Florenz. 25. Dem Schriftsetzer Hermann Haagm ein Sohn.

Mai. 22. Isaac Rothenberger, 75 Jahre alt, Gerichtstarator und Händler dahier. 23. Johannette Ferber, geb. Svengel, ^2 Jahre alt, Wittwe von Wirth Emil Ludwig Ferber dahier. 23. Gustav Schön, 34 Jahre eit, Wirth und Landmann von Staufenberg. 24. Helene Köhler, geb. Sterzbach, 76 Jahre alt, Wittwe von Loco- motivführer Johanne- Köhler dahier. 24. Johanna Greb, 2 Jahre all, Tochter von Kaufmann August Greb dahier 24. Theodor Martin Lind, 3 Jahre alt, Sohn von Fabrikarbeiter Eduard i'iB> dahier. 24. Emma Rabenau, 3 Jahre alt, Tochter von Wirth und Kaufmann Wilhelm Rabenau ,u Altm-Buseck. 24. Emilie Schmidt, 52 Jahre alt, ledig dahier. 25. Moritz Gustav Heinrich Theodor Wilhelm Geisel, 20 Jahre alt, Kaufmann dahier. 25. Susowa Schwarz, geb. Dingeldev, 65 Jahre alt, Ehefrau von Statiovs-i^u- nehmer L P. Rendant Jacob Schwarz dahier. 25. Georg Schreiber, 62 Jahre alt, Haup tfteueramt i - Assistent L P. dahier. 25. Heinrich Cis, 22 Jahre alt, Schreiner dahier.