Ausgabe 
28.3.1893 Erstes Blatt
 
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vieler Arbeiter, an Großherzogliche Direction der Oberhess. Eisenbahnen abgesandt worden. Durch dasselbe soü Großh. Direction veranlaßt werden, den Arbeiter-Frühzug bis nach Reiskirchen zu dirigiren, damit die Arbeiter von Reiskirchen, Lindenstruth, Saasen, Hattenrod und Burkhardsfelden dieselbe Annehmlichkeit und Vortheile wie diejenigen des Busecker Thals genießen. Bei der Anzahl der in Reiskirchen einsteigenden Arbeiter, bei der geringen Entfernung zwischen Reiskirchen und Großen-Buseck (ungefähr 59 Minuten einmalige Fahrzeit) und bei der Bereitwilligkeit, mit welcher Großh. Direction Verbesserungen, erprobte Neuerungen und Erleichterungen des Verkehres eingeführt hat, steht zu hoffen, daß auch dies voll­ständig berechtigte Gesuch mit Erfolg gekrönt wird.

sich hierdurch die Anhänglichkeit und Liebe vieler Reiskirchner Familien erworben hat, hiermit öffentlich den gebührendes,

Herr Fließ (Berlin): Die nasale Reflexneurose. Herr | Emil Pfeiffer (Wiesbaden): lieber Harnsäurebestimmungen im Urine. Herr Mendelsohn (Berlin): Zur Therapie der harnsauren Diathese. Herr Korner (Reichenhall): Ueber Tuberkulose. Herr Trautwein (Kreuznach): lieber Sphygmo- graphie. Herr Rosenfeld (Stuttgart): Die Behandlung deS tachycardischen Anfalles. Herr Helnr. Rehn (Frank- I furt a. M.): Ueber die Myxoedemform des Kmdesalter» und die Erfolge ihrer Behandlung mit Schilddrüfenextract, mit I Krankenvorstellung. Herr Egger (Arosa): Die Veränderungen deS Blutes beim Aufenthalte im Hochgebirge. Herr Baelz (Tokio): DaS heiße Bad in physiologischer und therapeutischer Hinsicht.HerrDierordt(Heidelberg): UeberdenKalkstoffwechsrl bei RhachitiS. Herr Stintzing (Jena): Zur Blutuntersuchung. Herr MattheS (Jena): Zur Wirkung von Enzymen auf lebendes Gewebe, fpeciell auf die Magen- und Darmwand. - Herr Ewald (Berlin): Ueber Tetanie. - Herr Mordhorst (Wiesbaden): Ueber Fleischnahrung bei Gicht. Herr Edinger (Frankfurt a. M.): Ueber die Bedeutung der Hirnrinde an- läßlich des Berichtes über die anatomische Untersuchung eines Hundes, dem Profeffor Goltz das ganze Borderhirn entfernt hatte.

Unser tägliches Brod. Man schreibt derFranks. Ztg.": Den jüngsten Untersuchungen Balland S über den Nährwerth des BrodeS entnehmen wir die eine, die ein allgemeines Jntereffe hat. Der Gelehrte Hat zunächst die Temperatur des BrodeS bestimmt, die eS bet der Ent­nahme aus dem Ofen besitzt. Ein Brod von 1 Kilogramm Gewicht wird in 30 Minuten gebacken und wenn die Dauer

I des Backens selbst 40 Minuten betragen sollte, so besitzt daS i Innere deS BrodeS doch nur eine Wärme von 97100 °. | Diese Temperatur vermindert sich allmählich, so daß daS Brod erst nach fünf oder sechs Stunden die Temperatur seiner Umgebung annimmt. Eine Wärme von 97100 0 ist jedoch nicht im Stande, die Mikroben zu tödten. Deshalb | sollten die Bäcker zum Brodbackcn nur abgekochtes oder gut ; filtrirteS Wasser verwenden. Die Krume von gut aus­gebackenem Brod enthält 3849 pCt. Wasser, die Rinde dagegen nur 16-25 pCt. 100 Gr. Rinde sind demnach gleichwerihig 135 Gr. Krume. Der Wassergehalt eines BrodeS hängt also von seinem Gewicht wie von seiner Form ab. Ein rundes Brod von drei Pfund Gewicht besitzt einen Waffergehalt von ca. 39 pCt., während ein rundes Brod von nur iy2 Pfund, aus demselben Teig gebacken, nur 35 pCt. Wasser enthält. Ein langes Brod von demselben Gewicht dagegen schließt nur 33 pCt. Waffer ein. ES ist

I demnach vorteilhafter, lange Brode und lieber zwei lange von N/z Pfund Gewicht, als ein rundes von drei Pfund zu kaufen. Gewinnt man dabei doch immer noch an 12 pCt.

I Nährstoff.

GroßenBufeck, 27. März. Scharlach und D i p h t e- I ritis, deren erstes unscheinbares Auftreten in dem nahen Reiskirchen sofort imGieß. Anz." gemeldet wurde, hielten bald in vielen Familien ihren gefährlichen Einzug.

I Es wurde deßhalb nothwcndig, den behördlichen Anordnungen I Folge zu leisten, und gerade der Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und Vorsichtsmaßregeln ist es zu zuschreiben, daß

I die Seuchen in ihrer Verbreitung beschränkt und endlich ganz I vernichtet wurden. Hierbei soll nicht verfehlt werden, der Decanatsschwester Frl. Büchs l er, welche durch ihre uner­müdliche Pflege und rastlose Thätigkeit von früh bis spät den Leuten mit Rath und That helfend zur Seite stand und

Jünger leicht zu erkennen find- die technische Ausführung der | Heliogravüre, der treuesten Nachbildung des Originals aber in I eine solche, daß der Meister selbst seinen vollen Beifall da­rüber ausgesprochen hat.

** Bei Zeiten! Im Hinblick auf die Einführung der I mitteleuropäischen Zeit im Deutschen Reiche vom ersten April ab theilt der Reichsanzeiger mir, dag die Berliner Normaluhren schon am 31. März, Nachmittags zwischen 4 und 7 Uhr aus die mitteleuropäische Zeit gebracht weiden. Es wäre gut, wenn man überall bei Zeiten der Veränderung Rechnung trüge, es könnte sonst am Morgen tres 1. April bei der Benutzung von Eiscnbahnzügen rc. manchen Aerger geben.

Militär - Dienstuachrichte«. Bei der soeben erfolgten erfolgten Cadettenvertheilung wurden hesfischen Regimentern zugetheilt: Dem Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 Port.-Unterosfizier Poly als Seconde- Lieutenant, dem 3. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117 Ead. Stamm als charakt. Port.-Fähnrich, dem | 1. Großh. Dragoner-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 | Port.-Unteroffizier v. Becker als Seconde-Lieutenant, dem 1 Großh. Hess. Feld Art.-Regt. Nr. 25 Cadett Seederer als charakt. Port.-Fähnrich.

Der Getreidemarkt Auf dem G e t r e i d e m a r k t herrschte auch in der abgelaufenen Berichtswoche jene Lust­losigkeit entschieden vor, die ihn nun schon seit längerer Zeit chorakterisirt. Allerdings zeigten sich hie und da Anläufe zu einer Besserung, sie waren aber nirgends nachhaltig, so daß auf den allermeisten Plätzen schließlich ein nicht unerhebliches weiteres Nachgeben der Preise im Roggen- wie im Weizen- geschäst constatirt werden mußte. Da die amerikanischen Märkte erneut merklich verstaut sind, im Jnlande aber auf keiner Seite eine Anregung zu einer Dauer verheißenden günstigeren Wendung zu entdecken ist, so dürste die Depression im einheimischen Getreidehandel auch bis auf Weiteres noch anhalten. Nur Hafer behauptet im Allgemeinen noch feste Preise, allerdings bei geringen Umsätzen. Notirungen an der Berliner Getreidebörse: Weizen von 145155 Mark pro 1000 Kilogramm, Roggen von 126133 Mk., Hafer von 140-157 Mk., Gerste von 115-175 Mark.

Munzenberg, 23. März. Der pensionirte Lehrer Her- mann Glockengießer ist im Alter von 71 Jahren dahier gestorben.

§ Groh-Felda, 24. März. Heute Morgen gegen 9 Uhr brach in dem Wohnhaus des Hausierers W. dahier Feuer aus und legte dasselbe, sowie daö dicht angrenzende Wohn- hauS des Nachbars in Asche. Obgleich die Feuerwehr sofort am Platze war und wacker eingriff, griff daS Feuer so rasch um sich, daß die beiden Wohnungen, kleinere Gebäude, nicht mehr zu retten waren. Die Entstehungsursache deS Brandes ist unbekannt.

Bad-Nauheim, 23. März. DaS dem Freiherrn Karl von Wetzel in Prag in der Gemarkung Nieder Mörlen bei Bad- Nauheim zustehende, 215 Normalmorgen große HerrschastS- gut ist zu dem Preise von 135,700 Mk. an den Spar- und Vorschußverein Nieder-Mörlen e. G. m. u. H., verkauft worden. Dermalen ist daS 515 Parzellen umfassende Gut an 12 Landwirthe bis Petri 1895 verpachtet- nach Ablauf der Pachtzeit wird voraussichtlich zu einem parzellcnwcisen Verkaufe, event. zur Weiterverpachtung geschritten werden. Bezüglich 95 Parzellen ist die Freigabe auS dem Fideicommiß- verbände zu erwirken.

Maio,. 26. März. Die von demBund der Landwirthe" auf gestern Nachmittag in dieStadthalle" hier einberusene Versammlung war von etwa 4000 Personen besucht. Der weitaus größte Theil der Anwesenden

hall sand.

Main,. 26. März. In Sachen der «rauer b e w e g u n g fand heule Vormittag eine von socialdemokratischer Seite einberufene Volksversammlung statt, in welcher die Redner die Forderungen der strikenden Brauer selbstredend als vollends berechtigt erklärten und die Arbeiter und Burger von Mainz aufforderten, die Brauer in ihrem nothgedrungenen Kampfe gegen das Großcapital dadurch zu unterstützen, daß sie aus den Brauereien, welche den gestellten Forderungen nicht Nachkommen, vorerst kein Bier trinken sollen. Em Gleiches haben die Gewerkschaften bereits am Freitag Abend beschloffen, doch ist von der Wirkung dieses Beschlußes bi» jetzt noch nichts wahrzunehmen, indem gestern wie auch heute die Wirthschaften der Braurreien, über welche der Boykott verhängt wurde, ein alltägliches Bild boten. Seitens ctr Brauereien herrscht nicht die geringste Neigung aut rrgeoo- welche Forderung einzugehen und zwar um so weniger, al» ihnen von hier wie auch von auSwärt» fortgesetzt so au»- reichende HülfSkräfte zur Verfügung stehen, daß sie noch nicht die geringste Aenderung in ihren Betrieben haben einlrcten lasten müssen. Nach Lage der Derhältniffe dürste der Str,ke aller Wahrscheinlichkeit nach sehr bald vorüber sein und mit j einer Niederlage der Strikenden enden.

waren Großgrundbesitzer au« Oberheffen, Hessen-Nassau^ Starkenburg, Württemberg, Baden und Elsaß-Lorhringen, Baiern und daS Rheinland waren nur wenig vertreten, ebenso die Pfalz und Rheinhesten, von welch letzterem man nur ganz wenig Personen sah. Weder von den großen noch von den kleinen Landwirrhen au» der nächsten Umgebung von Mainz war in der Der» sammlung auch nicht ein einziger anwesend. Gut»befitzer Lucke-PaterShausen eröffnete die Versammlung und wurde auf dessen Vorschlag Oeconomierath H eyl auf Tücke!- Haufen bei Ochsenfurt gewählt, der nach einer kurzen Be- grüßung durch den Hauptmann a. D. von Plötz zunächst ein HuldigungStelegramm an den Kaiser und den Großherzog unter großem Beifall zur Verlesung brachte. AIS Redner traten sodann aus: der Vorsitzende deS Bunde» der deutschen Landwirihe von Plötz, der Director deS genannten Bunde», Dr. Suchar, Freiherr von Thüngen, Gras von DouglaS, Lutz und M enzer-Neckargemünd, Gutsbesitzer von Riepeuhausen, Hauptmann a. D. Wodiczka- Homburg und Gutsbesitzer von GaiSberg. Die Redner verbreiteten sich f'ämmtlich über Zweck und Ziele de-Bunde» der Landwirthe", wobei von allen Seiten die Nothwendtgkeit deS engen ZusammenschließenS aller Landwirthe von Deutsch­land betont wurde. Derneue EurS" wurde von ver­schiedenen Rednern mit Schärfe gerügt und dem Reichs­kanzler Caprivi vorgeworfen, daß er im Gegensatz zu feinem Vorgänger kein Verständlich und Herz für die nothleidende Landwirthschast habe. Besonders scharf kritifine Herr von Thüngen den jetzigen Reichskanzler und denneuen Cnrs", welch letzterer mit seinen Handelsverträgen der beste Weg zum EoncurS wäre, wie sich ein Fachblatt der Eisenindustrie treffend auSgedrückt habe. Der Abgeordnete Lutz richtete die Spitze feiner Ausführungen gegen die deutsch- freisinnige Partei, die denneuen CurS" verschuldete, während der Abgeordnete Menzer sich gegen die Handels­verträge und fpeciell gegen den Abschluß der Verträge mit Rußland wandte. Sämmtliche Ausführungen der ver­schiedenen Redner wurden fortgesetzt von lebhaftem Beifall begleitet und fand schließlich folgende, von Freiherrn von Thüngen vorgeschlagene Resolution einstimmig Annahme: Die heute in Mainz versammelten Tausende von Land- wirthen auS allen Theilen Deutschlands erklären hiermit ihren Anschluß an denBund der Landwirthe" und beschließen weiter wie folgt: Wir sind von der festen lleberzeugung durchdrungen, daß die dauerndste und sicherste Grundlage

I für unseres Vaterlandes Macht und Größe in dem Gedeihen des Bauernstandes und der Landwirthschast beruht. Wir

| erkennen namentlich in der Gewährung weiterer Einführung«, begünstigungen an die auswärtige Landwirthschast eine uner­trägliche Schädigung unseres Gewerbe-. W,r richten daher an die hohe Landesregierung und den Reichstag die dringende Bitte: Dieselben wollen allen weiteren Handelsverträgen, soweit sie eine Herabsetzung der bestehenden landwirthschast.

I lichen Zölle enthalten, insonderheit einem Handelsvertrag mit Rußland unbedingt ihre Zustimmung versagen und auf eine Förderung auch der landwirthschaftlichen Ausfuhr Bedacht nehmen, damit die deutsche Landwirthschast blühen lönne zu«

I Segen des gesummten Vaterlandes." Nachdem noch von ver­schiedenen Seiten betont wurde, daß zu der Agitation, die man im Sinne des landwirthschaftlichen Bundes betreibe, Geld und nochmals Geld gehöre, feierte in dem Schlußwort Gutsbesitzer Lucke-PaterShausen den Fürsten BlSmarck al«

I den größten Bauern Deutschlands, aus den der Redner ein Hoch ausbrachte, welches in der Versammlung lauten Wider-

werden.

Zwölfter Congreh für innere Medicin. Man schreibt unS: Vom 12. bis 15. April wird zu Wiesbaden unter dem Vorsitze dcS Herrn Profeffor Jmmermann der zwölfte Congreß für innere Medicin tagen. AIS schon länger vorbereitete Verhandlungsgegenstände, für welche Autoritäten ersten Ranges die Referate übernommen haben und welche höchst interessant sind, stehen auf dem Programme: Die Cholera: Herr Rumpf (Hamburg) und Herr Gasfky (Gießen) und die traumatischen Neurosen: Herr Strümpell (Erlangen) und Herr Wernicke (Breslau). Außerdem wurden bis jetzt nodmide Originalvorträge angemeldet, welche alle Gebiete der inneren Medicin umfaffen. Die bereits angemelbeten Vorträge sind: Herr Moritz Schmidt (Frank­furt a. M.): Behandlung der Verbiegungen und Auswüchse der Nascnscheidewand durch Electrolyse. Herr v. Ziemßen (München): a) Ueber parenchymatöse Injektionen bei Tonsillen- Erkrankungen, b) Ueber den diagnostischen und therapeutischen Werth der Punction deS Wirbelcanales nach Ouincke. Herr Emmerich (München): Die Herstellung, Conservirung und Verwerthung deS JmmuntoxinproteinS (JmmunproteidinS) zur Schutzimpsung und Heilung bei JnfectionSkrankheiicn. Herr Adamkiewicz (Krakau): lieber den KrcbS und seine Behand­lung. Herr v. Jaksch (Prag): Zur Chemie deS BluteS. Herr v. Mering (Halle): lieber die Function deS MagenS. Herr Fleiner (Heidelberg): Ueber die Behandlung einiger Reizerscheinungen und Blutungen deS Magens. Herr Pollatschck (Karlsbad): Haben die Karlsbader Wässer ekkopro- tische Wirkung? Herr Rosenfeld (BreSlau). Ueber die Phloridzinwirkung. Herr Koeppe ^ReiboldSgrün): Ueber Blutunterfuchungen im Gebirge. Herr Balser (KöppclS- dorf): Winterreifen im Süden. - Herr Ziemßen (Wiesbaden) AuS Prof. Baccelli'S Klinik (m Rorn): a) Aorten Aneurysma, operirt nach Baccelli. b) Plötzliche endothoracische Druckver­mehrung. c) Intravenöse Sublimatinjection. Herr PoSner (Berlin): Farbenanalytische Untersuchungen. Herr Quincke (Kiel): Zur Pathologie der Harnsecrction. Herr Leyden (Berlin): lieber die Rolle, welche die Degeneration der hinteren Wurzeln bei der RückenmarkSsclerose der TabeS spielt.

vermischtes.

* Leipzig, 25. Marz. Weinhändler Max Sret sch mar, der Urheber deS Brandunglücks am Neumarkt, wobei sieben Menschen verbrannten, wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung zu zwei Jahren Geiängniß verurtheilt.

* Grunberg (Schlesien), 25. März. In der Nachbar- stadt Neustädel sind die echten Menschenpocken auSge- brochen. Mehrere Familien sind erkrankt, ein Todesfall ,ft gemeldet worden. Die befallenen Häuser sind gesperrt. Die KreiSmedtcinalbehörde hat Vorsichtsmaßregeln getroffen.

» Qtta, 23. März. Am 16. und 17. März tanb an der Amthor chen höheren Handelsschule die diesjährige mündliche Reifeprüfung statt. Sämmtliche Abiturienten haben dieselbe bestanden und sich m-t dem Reifezeugniß den sähigungSnachweiS, für den einjährig-freiwilligen Militärdienst erworben. . , . .

Malsfeld, 24. März. Auf dem hiesigen Bahnbote ereignete sich gestern Morgen ein merkwürdiger Vor­fall. Mit dem Frühzug kam eine Frau nebst ihrem halb-

Mittelrheinisches KreiStnrnfest in Darmstadt. Vor einigen Tagen sand eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses für das 21. mittelrheinische Kreislurnsest statt, in welcher die Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse Bericht erstatteten über die bisherige Thätigkeit derselben. ES war daraus zu entnehmen, daß alles ins Werk gesetzt wird, um'das Fest in jeder Beziehung zu einem der hohen Bedeutung der Turnerei würdigen zu gestalten und in nichts seinen Vorgängern nachstehen zu lassen. Der Termin des Festes konnte aus verschiedenen Gründen bis jetzt noch nicht festgestellt werden- sicher ist jedoch, daß dasselbe gegen Ende Juli d. I. abgehalten werden wird. Besondere Thätigkeit entwickelt der Bauausschuß, und sind von demselben bereits alle in sein Ressort einschlagenden Arbeiten, wie die Her­richtung der Festhalle u. s. w., in ihren Grundzügen festge­stellt und die finanziellen Erfordernisse von dem geschäfts- sührenden Ausschuß genehmigt worden. ES sei noch erwähnt, daß auch der Turnausschuh beflissen ist, die Festtage in turnerischer Beziehung für die Turnerei möglichst nützlich zu arrangieren, wie es selbstverständlich auch an geselliger Unterhaltung nicht fehlen wird. Der Festplatz, auf dem Darmstädter Exerzierplatz, ist prächtig gelegen; nach Westen Vom Wald umsäumt, bietet sich von ihm auS nach Süden . ~ ein Blick auf die herrliche Bergstraße. So wird sich denn alles wohlverdienten Dank z sp ch - bereinigen, um daö Fest den Besuchern angenehm zu machen, | § Grohen-Buseck, 25. März. Auch von Reiskirchen

die sich hoffentlich in großer Anzahl in dem so schön | aus ist ein Gesuch, versehen mit den^ Namensunterschriften am Fuße deS Odenwaldes gelegenen Darmstadt einfinden ' "" ° '** "