Ausgabe 
27.10.1893 Zweites Blatt
 
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K ckstoff auS der Luft nehme, sondern sie den oft gar gi hungrigen Obstbäumen geben. Bei Besprechung der tztlmmpflege legte Herr Reich elt dar, warum bie Stangen lei ;ungen Bäumen an der Süd- und Südwestseite ihren Platz tzalen sollen, weshalb man die Stämme kalke, die Ritzen »«schmiere, die Borke abscharre und man die jungen Stämmchen »tit mit Stroh, sondern mit Dornen oder Drahtgeflechte uagcbe. Zur Kronenpflege und zur Kronenbildung übergehend, ewchnte er die Zuhörer, die Bäume nicht des Holzes wegen «szuputzen, sondern nur um das unnütze Holz aus der Krone z, entfernen Alle Astabschnitte sollen glatt ausgeführr, an ter richtigen Stelle (Astring) geschehen und die Schnitt« fftK mit Theer überstrichen werden, damit die Luft nicht yrtJrenb einwirke. An eine junge Baumkrone stellte er die fcerung, daß sie sechs Triebe habe, fünf Seitenzweige und en.-ti Leitzweig. Da tüchtige Obstbaumzüchter auch nur solche LNmmchen zum Verkaufe anbieten, solle man endlich ablassen tjoi herumziehenden Händlern Schundwaare zu kaufen. Nt erent erklärte nun noch auf sehr verständliche Weise den Kunenschnitt bei Setzlingen und hoffte, daß bald die Zeit binnen möge, daß jeder Baumzüchter seine Bäume so heran- bilten könne, rote sie jetzt als Muster nur an den Staats- slragen zu sehen seien. Die Zuhörer sind gewiß zur Ani.cht gekommen, daß man von Seiten des Obstbauvereins DDdi gar Vieles lernen kann und daß es deswegen gut sei, Ulsters einen so fach- und sachkundigen Redner zu hören.

Gelegenheit ist ja jeder Gemeinde geboten, bittet nur M eurem Kreisamte um einen Vortrag, und gern ist die Sehihrbe bereit, bahin zu wirken, baß euerem Verlangen nach- ßikommen wirb.

Muscheuheim, 24. October. Auf einem Hange oberhalb Itr Berger Mühle, zwischen dem Castell Alteburg unb dem SKcfler Arnsburg, läßt Graf Friedrich zu Solms-Laubach unter der Leitung des dicht dabei beschäftigten Herrn Ko f ler matt einer Kirche suchen, welche der Sage nach dort gestanden Laben soll. Die Grabungen des ersten Tages förderten in der Thot stattliche Mauerreste zutage, die recht wohl einer Kirche angehört haben können und nun weiter verfolgt werden sollen. Dicht vor dem Castell, in der bürgerlichen Nieder- Caifimg, wurde in den drei letzten Tagen eine größere tömifd)e Villa freigelegt.

Au8 dem Ohmthal, 25. October. Die überaus fchünenSpätherbsttage kommen derLandwirthschaft noch gan; besonders zu gute, weil die Bestellung der Wintersaaten durch das anhaltende Regenwetter sich sehr verspätet hatte. Dr Kornsaat ist nun beendigt und auch die Saat des Weizens ist meist vollendet. Das junge Korn geht recht gut auf. Die [anni;-warme Witterung läßt die Wiesen noch einmal grün □Derben wie im Frühling. Die Weide ist reichlich vorhanden unb bas Wetter ermöglicht ihre ausreichende Benutzung. Ja, aan mäht selbst noch Gras in den Wiesen. So kommt der [||ne Spätherbst namentlich wegen dem Futtermangel doppelt »iQfoinmen, denn das Vieh kann durch Weide und noch üppig mchsende Futterpflanzen bei Grünfutter erhalten werden. In Bielern gleicht das Jahr 1893 dem Jahr 1540, von dem eine alte Chronik berichtet:Es war ein überaus heißer Sommer, so daß es von Walpurgis bis Jacobi kein einziges Mal geregnet hat. Die Hitze war dergestalt groß, daß die Wider in Brand gerieten. Die Heuernte ging geschwind jon petten. Jacobi war nicht das geringste mehr von Früchten mf dem Felde. Den Herbst wurde der verbrannte Rasen schön grünend,- es gab eine gute Weide für das Vieh, das ><n biirren Sommer hindurch viel Roth gelitten hatte, es 1 blgte ein angenehmer Vorwinter, daß das Vieh bis Weih- i lebten konnte weiden." Hoffen wir, daß auch letzteres für ÜititS Jahr eintreffen möge.

Kirch Göns, 24. October. Ein braver hiesiger Bewohner, : otldjei den Feldzug von 1870/71 mitgemacht, in der letzten jjtit aber kränkelte, hatte sich in der Nacht vom 19. zum 0. October unbemerkt aus seinem Hause entfernt, so daß

xeum nicht wußte, wohin derselbe gegangen war. Es wurde Ktjialb am vorigen Freitag unter Aufbietung der hiesigen rvLnnlichen Einwohnerschaft die ganze Gemarkung und auch tte Ort abgesucht, bis man den Vermißten nach langem Snitfreu in einem circa 85 Fuß tiefen Ziehbrunnen fand. Wahrscheinlich hat der Unglückliche in einem Fieberanfall sein Arn verlasien und hat sich, nur mit Hemd bekleidet, in den N«. Brunnen gestürzt. Am Sonntag wurde der auf so t tauige Weise Umgeksmmene, welcher eine Frau mit mehreren r^lwbern hinterläßt, zur letzten Ruhe bestattet.

Büdingen, 22. October. Ein Rie senkürb is, der das cnlafjale Gewicht von 168 Pfund hat, ist in dem Garten des ^enit L. Hanner dahier gewachsen.

Friedberg, 25. October. Der Lehrer an der Realschule UNS dem Progymnasium hier, Dr. Hugo Willenbücher, ttritie zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz, der Lehrer na iiüi Gymnasium Fridericianum zu Laubach, Karl Alten- d:Vs, zum Lehrer an der Realschule und dem Progymnasium hMlbst ernannt.

-h. Bad Nauheim, 25. October. Wie den Lesern dieses Mares noch erinnerlich sein wird, berichteten wir diesen @oiirer über einen Unglücksfall, der sich auf dem hinteren Jlteknmsbergweg ereignete, indem der Knecht eines hiesigen CDetcnomen von einem vollbeladenen Erntewagen stürzte und valtr die Räder desselben kam. Der Knecht, der entsetzlich zipgmchtet wurde, kam sofort in die Klinik nach Gießen und ist: bi8 heute noch nicht wieder hergestellt. Nun hat aber die g§ad)i für den betreffenden Dienstherrn noch ein unangeneh- aiWNachsptel - derselbe hatte unterlaßen, den Mann bei der R Wen faße anzumelden und muß nun sämmtliche Kosten zur LAkderherstellung desselben bezahlen, einschließlich der zu er- totnen ben Strafe eine Summe, die sich auf einige hundert Titel! belaufen dürfte. Es mahnt dieser Fall wieder da- rfci, we vorsichtig die Dienstherren und Arbeitgeber bei Sm u aiL Atmeidungen der bei ihnen Beschäftigten zur Kranken- fc'fit :c. sein müßen, um sich vor Nachtheilen zu hüten.

Mainz, 24.October. Bei den Rekruten des elften Pionierbataillons befindet sich auch ein Mann aus Frankfurt, der das seltene Gewicht von 197 Pfund hat. Er sollte an allen Hebungen theilnehrnen, doch kaum war er in Thätigkeit getreten, als er dieselbe wieder einstellen mußte. ES war ihm trotz aller Mühe nicht möglich, den Hebungen zu folgen. Seit einigen Tagen ist nun der Rekrut vom Dienst suspendirt und das Bataillon beabsichtigt, ihn zu entlaßen.

Mainz, 24. October. 11. Deutsches Bundes« schießen. In gestriger Sitzung des geschäftsführenden Ausschußes wurden die Vorstände der Spezialausschüße er­gänzt und sodann der zur Prüfung vorgelegte Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 419,616 Mk. genehmigt. Es sind darin z. B. vorgesehen für sämmtliche Festbauten 170,000 Mk., für den Festzug und die übrigen Veran­staltungen 370,000 Mk. Der Vorstand wurde ermächtigt, die Bauten, Lieferung von Prämienbechern, Hhren, Münzen u. s. w. zu der von ihm für geeignet gehaltenen Zeit unter den bereits im vorigen Jahre genehmigten Bedingungen auS- zuschreiben.

Bingen, 22. October. Die Aufstellung der Kreuz­blume auf die St. Rochuskirche begann heute Nach­mittag 3 Hhr bei herrlichem Wetter mit einer Ansprache des Herrn Bischoss Dr. Haffner, die mit dem Wunsche schloß: Möge das Kreuz, mit dem wir heute den Thurm frönen, allezeit von dem Berge über die Lande leuchten, um die Seelen zu Christus dem Erlöser zu rufen, in dem allein Heil ist und Auferstehung! Hierauf nahm der Herr Bischof die Weihe vor, nach deren Vollendung die Kreuzblume emporgezogen wurde. Als dieselbe befestigt war, sprachen erst ein Werf­meister, dann ein Bauunternehmer, zuletzt Herr Architect Meckel einen Spruch. Letzterer brachte ein Hoch aus auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog, den Herrn Bischof, den Stadtvorstand unb die Stadt Bingen. Daraus wurde eine Flasche Wein getrauten, das Glas aber in die Tiefe geworfen. Mit einem Te deum schloß die Feier, an der wohl 5000 Menschen aus Stadt und Umgegenb freubigen Antheil nahmen. Eine große Gesellschaft versammelte sich später in bem Rochus- Hotel um den Herrn Bischof, wobei verschiebene schöne Trink- spräche ausgebracht warben.

Ober-Zllgelheim, 24. October. Hnser Stäbtchen ist in Aufregung über eine bunfle That. Am SamStag würbe ein in seiner Entwickelung zurückgebliebenes Mädchen von sieben Jahren auf der Straße von einem Jungen von etwa vier­zehn Jahren mit einem Messer in den Leib gestochen, auch durch zwei Stiche in den Scheute! verwundet. Der Thäter ist nicht befannt. Das Kind liegt hoffnungslos darnieder.

Vermißtes-

* Berlin, 24. October. Im Königlichen Marstall in der Dorothecnstraße wurden heute neun Reitpferde und ein Wagenpferd versteigert. Mit 82 Doppeltronen (1640 Mart) wurde die elfjährige braune englische State Dolores" bezahlt, trotzdem von dem Thier befannt war, daß cs schwer za retten ist. 70 Doppeltronen brachte die Fuchs- stateSantazza" unbefannter Abstammung, die zeitweise schlechter Freßer" ist. Der 14jährige FachshengstMeteor", den der Kaiser noch als Prinz geritten, erzielte 45 Doppel­tronen,- ebensoviel der englische schwarzbraane WallachHerrido" trotz seiner Heberbeine. Die sechsjährige Tratehner Fuchs­stuteLuft", die bestimmt war, prinzliches Reitpferd zu werden, aber zu viel Temperament hatte, ging für 26 Doppeltronen weg. Jnsgesammt wurden für diese zehn Pferde 452 Doppel­fronen ober 9040 Mark eingenommen.

* Berlin, 20. October. Einern Leben, das nach mensch­licher Voraussicht kaum anderswo als auf dem Schaffot oder im Zuchthause geendet haben würde, machte in einer der letzten Nächte ein junger Selbstmörder ein gewaltsames Ende. Der junge Mann, ein bei seiner verwittweten Mutter wohnender Obersecundaner, war am Dienstag zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden, nachdem er eine Reihe leichtsinniger Streiche begangen und schließlich mit einem Freunde, den er veranlaßt hatte, seinen Vater um nahezu 4000 Mark zu bestehlen, geflohen war. Die Verhaftung erfolgte damals in Magdeburg, nachdem er mit dem von ihm zum Diebstahl veranlaßten Kaufmannslebrling und einem dritten Freunde in zwei Tagen 1800 Mart durchgebracht hatte. Aus feinem hinterlaßenen Briefe geht hervor, daß er durch seinen Tod seine Mutter ärgern wolle, damit sie nicht die Freude habe, ihn im Gefängniß zu sehen". Er erschoß sich imCafe Thiergarten". Als der wüste Mensch vor einiger Zeit Vorwürfe darüber erhalten hatte, daß er feiner Mutter Geld fortgenommen, goß er aus Wuth darüber einen Eimer Wasser ins Clavier und zerschnitt die Oelbilder. Die bedauernswerthe Mutter wird allerdings lieber den Tod, als den sittlichen Untergang des verlorenen Sohnes beklagen.

* München, 22. October. Allerwärts ist es üblich, baß jungen Männern, die in das Heer eingestellt werden, von ihren Angehörigen, Vätern, Bräuten und solchen weiblichen Wesen, die dies werden könnten oder möchten, ein freund­liches Geleit zum Bahnhof gegeben wird. Während aber meistens bei dieser Gelegenheit den Rekruten von ihrer Begleitung eine Trostgabe beigesteckt wird, nahm dieser Tage ein vorsorglicher Vater an seinem Sprößling eine Art Ent- ziehungscur vor. Als nämlich bie für das 8. Infanterie- Regiment in Metz bestimmten Rekruten an den Centralbahnhof gebracht wurden, forderte ein Vater seinen Sohn auf, seine hohen Schaftstiefel auszuziehen, unb gab ihm bafür ein Paar Pantoffeln. Als ber zur Aufsicht befohlene Unter» offizier hiergegen Verwahrung einlegte, erwiderte der Vater kurzangebunden:Ihr könnt ihn mit Pantoffeln auch brauchen, er aber hat seine Stiefeln nothwendig, wenn er wieder herauskommt", und entfernte sich, bie leberne Trophäe

unter bem Arm, hocherhobenen Hauptes auS ben Hallen des Bahnhofs.

* Tortmunb, 25. October. Auf der Zeche Monopol kamen drei Mann zu Tode.

* Seit Jahren ist in Polizeiberichten aus dem Innern Australiens die Vermuthung ausgesprochen, daß auch m Neu- Lud Wales noch eine, wenn auch nur geringe Anzahl im Zustande der ursprünglichen Wildheit befindlicher Einge­borenen vorhanden sein dürfte, unb zwar naturgemäß in Gebieten, bie heute von Europäern noch nicht beßebelt sinb. Gerabe dieser letztere Umftanb hat es aber bisher immer ungemein erschwert, über diese Vermuthung Gewißheit zu erlangen. Um so lebhaftere Theilnahmc wandte sich daher, wie derFranks. Zeitung" aus Sydney geschrieben wird, der kürzlich an bas Eingeborenen-Amt gelangten Mclbung zu, daß ein Zufall endlich am 14. August zu ber Entbeckung bes so lange vergeblich gesuchten Stammes geführt hat. Drei Mischlinge, bie sich unter Führung eines eingeborenen Jungen an genanntem Tage auf bie Jagb nach roilben Hunben begeben hatten, sind nämlich in ber Nachbarschaft ber beiben Stationen Lake Viktoria unb Politah, b. i. etwa 100 Meilen von bem Flecken Tareena, plötzlich auf Fuß­spuren gestoßen, deren Verfolgung sic schließlich zu einer Stelle geführt hat, wo zwei Eingeborene mit bem Braten eines Känguruhs beschäftigt waren. Bcibe sinb beim Anblick ber Näherkommenben zwar alsbalb aufgesprungen, es ist jeboch gelungen, sie einzuholen unb eine Verstänbigung zu erzielen. Darauf ist bas Dickich noch weiter abgesucht unb auf biese Weile schließlich ber Lagerplatz eines 30 Köpfe, 12 Männer, 8 Weiber unb 10 Kinbec zählenben Stammes aufgefunben, dessen sämmtliche Mitglieder noch -niemals mit Weißen in Berührung gekommen sind. Die Leute sind that- sächlich noch vollkommen wild. Männer wie Weiber laufen vollständig nackt umher, scheinen im Uebrigen aber gerade nicht bösartig zu sein. Der Häuptling ist ein hochbetagter Greis mit Namen Nannia, von dem unter anderen Einge­borenen die Sage ging, daß er, nachdem er früher öfter Raubzüge gegen andere Stämme unternommen hatte, längst gestorben fei. Den Mischlingen gegenüber ftagten die Wilden sehr über die Wassernoth, die sie auszustehen gehabt hätten, da die Mallenwurzeln nicht im Stande seien, ihnen genügend Wasser zu geben. Die Mitglieder der Jagdgesellschaft sind sür's erste deshalb auch bei ihnen geblieben und haben sie an eine Stelle begleitet, wo damals noch Wasser vorhanden war. Nach der Erschöpfung dieses Vorraihs sollen die Wilden alsdann in die Nähe einer der umliegenden (Stationen gebracht werben, wo wohl auch bas Eingeborenenamt sich ihrer an­nehmen bürste.

Schisfsnach richten.

(Mttgethetlt durch den Agenten des Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl LooS in Gießen).

Bremen, 25. October. [Per iransatlantischenTelegraph.) Der Schnelldampfer Elbe, Capitän St. v. Gössel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. October von Bremen und am 15. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 25. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Amerika, Capitän W. Stohlmann, vomNorddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. October von Bremen abgegangen war, ist gestern, 2 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Baltimore an- gekommen.

Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Aciien-Gesellschaft.

DampferMarsala" ist am 21. October, 6jUhr Morgens, von Hamburg in Newyork angekommen. PostdampserFlandria", von Hamburg nach Westindien unterwegs, hat am 23. October, 8 Uhr Abends, von Havre die Reise nach St. Thomas sortgesetzt. Post­dampferGaltcia", von Balttmor nach Hamburg zurückkehrend, ist am 24. October, 1 Uhr Morgens, Lizard passirt.

Verkehr, Land- nnd VoLkswirthschaft.

Lauterbach, 21. October. Auf dem am vergangenen Samstag abgehaltenen Wochenmarkte wurden für je 100Irg folgende Durch­schnittspreise erzielt: Weizen 16 Mk., Gerste 14 Mk., Hafer 16.50 Mk. und Kartoffeln 2.99 Mk.

* Limburg, 25. October. Fruchtmarkt. Rother Weizm JL 12.85, weißer Weizen JL 00.00, Korn^L 10.65, Gerste 8.80, Hafer JL 8 30.

Vas Vorkommen von Viehseuchen in Hessen

während des Monats September 1893.

Milzbrand wurde festgestellt in Ober-Gleen, Kreis Alsfeld, am 22., in Gettenau, Kreis Büdingen, am 6., in Wölfersheim und Fauerbach, Streik Friedberg, am 5., bezw. 6. September bei je einem crepirten Rinde.

Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Hungen und Langd, Kreis Gießen.

Die Seuche wurde im Monat September festgestellt und war am Schlüsse desselben wieder erloschen in Roßdorf, Kreis Darmstadt, und auf dem Viehhofe in Mainz.

Die Seuche wurde im Monat September festgestellt und herrschte am Schlüsse desselben noch fort in Lengfeld, Kreis Dieburg, und in Mörfelden und Trebur, Kreis Groß-Gerau.

Die Räude gilt als vorhanden unter ben Schafen in Saasen, Kreis Gießen, in Angenrod, Kreis Alsfeld, Bad Nauheim, Kreis Friedberg, und in Steinberg, Kreis Schotten.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 28. October:

Vorabend 5« Uhr, Morgens 8M Uhr, Nachmittags 300 Uhr, Sabbalhausgang 5 Uhr.

Sotksdieuk! der israelitischen Keligionsgesellschatt.

Freitag Abend 500 Uhr, Samstag Vormittag 8®J Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 600 Uhr-

Witterungsaussichten

________Wetterhäuschen, Südanlaae.

mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm.

25. Octover, Mitt. 12 Uhr

26. October, Morg. ö Ubr

Barometer:

Thermometer:

Hygrometerstand:

min. 752 mm, max. 754 nun + 30 R. 4- 8°R. Feucht.

min. 745 mm, max. 753 mm + 40 R. + 70 B. Feucht. Neig. f. Regen.

Südwind.