Provinzen
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und
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Erhebungsbezirke.
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zu machen.
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Baromerer:
+ 17°R.
4- 14o r.
Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm.
Saatenstand Note 1 — sehr guter,
2
3
2
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4
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der von von
1 2 3 4 3 6 7
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4 — geringer, 5 — geringer Stand.
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• August. Bor 'auf hingewM, ittn Ätyz/Wlv Stn hat. (Fi mtitoTxauW namlid): eint an ganz toilbtn Zahl und beweist cgeschnttene AuL- Jahre. Da die ißliche Bedingung )is jetzt - Gnbt inen guten Trtrag izeitigteS Redhoiz auSgereiftes Holz. Gendarmerie vier schulpflichtige enommen, welche
Schule aus dem ,er Güte konnten volle« Bürschchen Exerzierplatz eine Innern der Halle inn in die nahen
2 — guter, 3 — mittlerer, sehr
3
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2
Provinz Starkenburg.
Kreis Bensheim......
„ Darmstadt......
„ Dieburg......
„ Erbach.......
„ Groh-Gerau.....
„ Heppenheim.....
Bemerkungen: Die Ernte der Getretdearten ist mit wenigen Ausnahmen beendet. Der Stand der Kartoffeln ist im Allgemeinen befriedigend. Der zweite Schnitt der Futterfelder und Wiesen steht infolge der ausgiebigen Niederschläge etwas besser; verbältntßmähtg am besten (gut) in Starkenburg, dagegen nur mittelmäßig in Rheinhessen und gering in Oberheffen. Gut bis sehr gut dagegen ist der Stand der Weinberge, deren Entwickelung ungewöhnlich weit vorgeschritten ist.
Dermifcbtes.
* Berlin, 26. August. Sieben Menschenleben schwebten bei einem Brande, der heute Nacht das Grundstück Neue Friedrichsstraße 68 heimsuchte, in schwerer Gefahr. Im Parterre des Hauses befindet sich ein Cigarrenladen, in dem Feuer ausgekommen war, welches sich unbemerkt hatte verbreiten können. Als man endlich kurz nach y22 Uhr die Gefahr entdeckte, hatten die Flammen bereits das anstoßende Treppenhaus ergriffen und die hölzerne Treppe in Mitleidenschaft gezogen. Infolge dessen schwebten die Bewohner des ganzen HauseS in höchster Lebensgefahr, und ihre Rettung war die erste Aufgabe der um 1 Uhr 44 Min. allarmirten Feuerwehr. Es wurden sofort zwei Leitergänge angelegt, außerdem drangen über das Dach des Nebenhauses die Mannschaften in die gefährdeten Wohnungen ein und brachten aus dem zweiten Stock die Wittwe Klapattek mit ihrer Tochter, den Postsecretär Borchert und den Kaufmann Leß, sowie aus dem dritten Stock die Frau Storch mit ihren beiden Kindern in Sicherheit. Zur Ablöschung des Brandes traten zwei Rohre in Thätigkeit.
* Chemnitz, 26. August. In Lichtenstein ist eine auS sechs Personen bestehende Familie nach dem Genuß von ziftigen Pilzen schwer erkrankt. Bier Personen sind bereit- geftorben, zwei befinden sich auf dem Wege der Befferung.
* Grüneberg, 26.^August. Die große Tuchfabrik von Janke u. Co. mit Spinnerei und Weberei ist in der vergangenen Nacht vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird auf mehr als eine Million Mark geschätzt. 600 Arbeiter find brodloö geworden.
• Osterode (Ostpr.), 26. August. Bei dem Bau einer Schmiede am hiesigen Bahnhose stürzte eineMauer ein, wodurch fünf Maurer umS Leben kamen.
* Montpellier, 27. August. Während der heutigen Meffe in der Kirche Sainte Anne gab eine 60jährige Dame vier Revolverschüsse auf den Notar Jean ab. Derselbe
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Nachrichten über den Saatenstand im Großherzogthum Heffen
um die Mitte des Monats A u g u st 1893.
Zusammengestellt bet der Großh. Oberen landwirthschaftltchen Behörde.
Derfebr, Land- rrnd Volkswirtbschaft.
»ründerg, 26 August. Fruchtpreise. Weizen X 15 90, Korn X 14.60, Gerste A —, Hafer X 16.40, Erbsen X 00.00,
Temperatur der Lahn und Lust nachReaumur gemesienUM 28.August, Mittags zwischen 11 und 12Uhr: Wasser 13V«, Lust 15 Grad.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
)er Schneider'schen Dampsziegelei thätig und lebte in guten Verhältnissen/ so daß nur ein Unglück anzunehmen ist.
Worms, 25. August. Die „W. Z." schreibt: „DaS heutige Namensfest unseres Großherzogs läßtz uns um 210 Jahre einen Rückblick thun. Damals saß auf dem hessischen Throne ebenfalls ein jugendlicher Fürst, der erst 26 Jahre zählte. es war der Landgraf Ernst Ludwig. Unter seiner Regierung mußte das hessen-darmstädtische Reichsconnngenl im Jahre 1683 gegen Wien ziehen, um dem Großvezier Cara Mustafa, der Wien belagerte, entgegenzutreten. Ernst Ludwig regierte 51 Jahre und hatte ein solches Ansehen im Reiche, daß er von den Fürsten zum Kreisobersten deS Oberrheinkreises gewählt wurde. Für Hebung der Schule und der Rechtspflege that er ungemein viel und seiner Rührigkeit verdankte die damalige Landgrafschaft beträchtliche Erweiterung. Unter dem Jubel seines Volkes feierte er sein 50jährigeS Regierungsjubiläum. Möge Gott geben, daß auch unser jetziger Landesfürst nach langen, langen Jahren sein goldenes Regierungsjubiläum feiere!
stürzte sofort tobt nieder. Die Mörderin verweigert jede Aufklärung. AlS Grund der Mordthat wird angenommen, -aß der Notar, welcher sich allgemeiner Achtung erfreute, sich xeweigert habe, der Mörderin Geld auszuhändigen, das selbe als ihr Eigenthum beanspruchte.
* Münzen,als Gewicht. Die „Gewichtsverhältnisse" deutschen Reichsmünzen sind folgende: Das Gewicht einem Pfennig Kupfer beträgt nicht ganz 2 Gramm, 3 Zweipfennigstücken 10 g, von 2 Fünfpsennigstücken 5 g, von einem Zehnpfennigstück 4 g, von 9 Zwanzigpfeunigstücken 10 g, von 9 Fünfzigpfennigstücken 24 g, von 9 Einmarkstücken 50 g, von 9 Zweimarkstücken 100 g, von 9 Silber- Fünfmarkstücken 250 g, von einem Fünfmarkstück in Gold 2 g, von einem Zehnmarkstück 4 g und von einem Zwanzig-
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Landwitthschnst
Heinis
^"°^ch die 5BC,
Markstück 8 g.
♦ Die muthmaßliche Hopfenernte. Die diesjährige Hopfenernte wird von fachkundiger Seite folgendermaßen geschätzt: Bayern 150,000 Zollcentner, Württemberg, Baden und Elsaß 130,000 Zollctr., Preußen und übriges Deutschland 45,000 Zollctr., Oesterreich 150,000 Zollctr., Frankreich 30 Zollctr., übriger europäischer Continent 135,000 Zollctr., England 400,000 Zollctr., Amerika 400,000 Zollctr., Australien 20,000 Zollctr. Sollten diese Schätzungen im Allgemeinen zutreffen, so würde die diesjährige Hopfenernte der Welt nur wenig gegen diejenige des Vorjahres, die 1,570,000 Zollctr. betrug, zurückstehen.
♦ Ein leiser Wink. Reconvalescent: „Sagen Sie, Herr Doctor, kann ein plötzlicher Schreck nicht einen Rückfall meiner Krankheit Hervorrufen?" — Doctor: „Gewiß!" — Reconvalescent: „Dann bitte ich Sie, Herr Doctor, Ihre Rechnung danach einrichten zu wollen!"
* Aus dem technischen Examen. Professor: „Herr Candidat, was stellen Sie sich unter einer Kettenbrücke vor?" — Candidat: „Wasser, Herr Profeffor!"
Eingesandt.
Gießen, 28. August 1893.
Zur Frage der Eanalisation.
Der Fremde, der von ungefähr Gießen passirt und einen Rund- gang um die Stadt macht, erstaunt über die großartigen, geschmackvollen Anlagen, er bewundert die zierlichen Billen, die die neuen Stadtthelle schmucken, und wenn er seine Wanderung etwa bis zur schönen Aussicht ausdehnt, so nimmt er den Eindruck einer herrlich gelegenen Stadt mit, deren Einwohnerzahl er auf daS Doppelte schätzen kann. Wmn sich das kleine, schmutzige Städtchen allmaltg so bedeutungsvoll entwickelt hat, so ist das nicht am wenigste daS Verdienst unserer Stadtverwaltung, die in unermüdlicher Tbatigkett die besten Zwecke und höchsten Ziele verfolgt, die sich ein Gemetn- wesm vornehmen soll. Wir wollen uns aber freuen, daß der Reif ende, der daheim vcn den reizenden Gießener Anlagen schwärmt, bei der heurigen abnormen Hitze keinen Blick in daS Innere unserer guten Vaterstadt gethan hat. In manchen Vierteln und Straßen steigert sich bei hoher Temperatur der Geruch, der ©offen und Winkeln entströmt, dis zur Unerträglichkeit und man wundert sich in der That, wie die Leute, denen dtefe Pestilenzgerüche tagtäglich um die 'Nasen streichen, zu existiren vermögen. Hätten wir eine Canaltsatton, so wäre diesen bedenklichen Uebelständm ein für allemal abgeholfen. Jeder Sachverständige wird es bestätigen, daß unheilvolle Ktank- hetten, die niemals das Weichbild unserer Stadt verlassen, zum guten Thetl auf die mangelhafte Unterbringung der Adfallstoffe zurückzuführen sind. Da wäre es nun mehr als engherzig, vor den Kosten zurückzuschrecken, die die Anlage der Eanalisation erfordert. Wir sind im Gegenthell der Ansicht, daß der größe Thetl unserer Bürgerschaft von der Nothwendigkett der Neueinrichtung durchdrungen ist, und daß eS nur der kräftigen Initiative unserer Stadtverwaltung bedarf, um der Stadt Gießen die Wohlthat der Canali- sation zu verschaffen. Bei dem unschätzbaren Gewinn, den wir alle davon für das öffentliche Wohl zu erwarten haben, hegen wir zu der zuständigen Behörde das Vertrauen, daß sie nichts unversucht läßt, den lange gehegten Plan eines CanaltsirungSsystems endlich zur Thal
— Sport. Wie wir vor Kurzem gelesen haben, wurde bei der „Dtstanzradfahrt Wien-Berlin" der erste Preis von Herrn Joseph Fischer auS Münchm auf einem Opel-Dtctortablttz- Rad mit Michelin-Reifen gewonnen. Heute können wir von Neuern berichten, daß mit demselben Fabrikat der altbekannte Meisterfahrer Herr August Lehr aus Frankfurt a. M. bet den Bundesrennen in Leipzig einen „Weltrecord" geschaffen hat (10000 Meter in 14 Minuten 34 Sek. unter Controlle der osficiellen Zeitnehmer des deutschen Radfahrerbundes,) welcher von Franzosen und Engländern seither gehalten wurde. Außerdem sind bei diesen Rennen sämmtliche 4 Meisterschaften auf Hoch- und Niederrod mit Opel-Rädern errungen roorben, ebenso eine Menge erste und zweite Preise, sowie bet dem Congreß der Allgemeinen Radfahrer - Union in Karlsruhe am 13. August d. I. die Hochradmeisterschaft und das Draisfahren. ES ist dieses der beste Beweis für die Vorzüglichkeit dieses Fabrikats, welches von allen Sports-Autoritäten als erstes deutsches Fabrikat anerkannt wird; es berechtigt ferner dies auch zur Annahme, daß die Deutsche Fahrradtndustrte der englischen Concurrenz wett überlegen ist.
Linsen XOO.üO, Wicken X---- Lein X 00 00, Kartoffeln X —,
Samen X _______
- Zur Frage der Ursachen der Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche, die der deutschen Landwirth- schaft mehr Nachthetle gebracht hat als die schlechte Futterernte in diesem Jahre, ist in ihren Ursachen noch nicht bekannt. Das preußische Landwirthschaslsmintsterium hat deshalb einen Preis von 300 Mk. für die Entdeckung des Krankheitserregers der Maul- und Klauenseuche ausgeschrieben. Der Bewerber muß neben schriftlicher Darlegung seiner Untersuchungen auch mikroskopische Präparate, Culturen, Versuchsprotokolle u. s. w. beifügen. Die bezüglichen Dinge sind dis zum 30. Juni 1894 an die köntgl. technische Deputation für das Veterinärwesen im Landwtrthschastsmtnisterlum etnzusenden, vor der die Bewerber unter Umständen auch ihre Resultate durch Demonstrationen ober Vorträge vorzuführen haben.
— Vorsicht beim Ankauf sremden cheuS. Um dem Futtermangel zu steuern, kaufen viele Landleute fremdes Heu, doch müssen sie sich dabei vor Nachtheilen und Gefahren hüten. Ganz besonders zur Vorsicht beim Ankauf amerikanischen HeuS mahnt Dr. I. H. Vogel, der bekannte landwtrthschaftliche Schriftsteller. Unter Hinweis auf eingehende Untersuchungen des ProsefforS Atwater erinnert Dr. Vogel daran, daß die amerikanischen Gräser und Kleearten im Vergleich zu den europäischen relativ sehr arm an Eiweiß sind. Außerdem verweist et auf die große Gefahr einer Einschleppung neuer Schädlinge der Jnsecten und Pilzwelt, die die leider an sich schon erhebliche Zahl der einheimischen Feinde unserer Ernten noch vermehren würden. Der angeblich billige Preis des amerikanischen HeuS ist soweit ein trügerischer, da man bei dem geringen Protemgehalt thatsächllch theureWaare kauft und Gefahr läuft, das Land voll neuen Ungeziefers zu sehen.
betrieb« zur Anwendung zu bringen, so wird et zwar Anfangs wegen seiner 9leuerunflcn mit scheelen Augen angesehen werden, aber wenn die Vonheile seines Betriebes zu Tage treten, Hochachtung und Nachahmung erweck».
Wären aber in einem Orte mehrere, ja viele junge Landwirthe, welche durch eine solche Winterschule gegangen sind, so wäre es sicher, daß einer den anderen an Tüchtigkeit zu überbieten suchen, daß sie gemelnschastlich Feldbereinigung, Be- und Entwäsierung durchzuführen suchen würden, daß von ihnen der gemeinschaftliche Ankauf von Kunstdünger, Kraftfuttermitteln, Sämereien, Geräthschaflen rc. in die Hand genommen, und daß das ganze Dorf und die Nachbarschaft einen großen Nutzen davon genießen würde.
Jedem Vater aber, der in der Lage ist, einem Sohn eine solche Ausbildung angedethen zu lassen, und der noch nicht schlüssig ist, was er thun will, möchte ich rathen, nächstes Frühjahr einer Schluß- prüfung an der einen ober anberen lanbwirthschaftltchen Wtnterschule anzuwohnen. Dieser Besuch wirb mehr Etnbruck machen, als alle Ausetnanbersetzungen über Lehrplan unb Lehrmittel bleser Schulen,
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Schiffsnachrichten.
Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast.
— Postbawpfer „Polaria" ist am 22. August 4 Uhr Nachmittags von Montteal nach Newcastle unb Hamburg abgegangen. Post- dampfer „Cheruskia" ist am 23. August von Hamburg via Havre in Veracruz angekommen. Postdampfer „Kehrwieder", von Hamburg via Havre nach Westinbien unterwegs, ist am 24. August 2 Uhr Morgens in Grimsby angekommen. Doppelfchrauben-Schnellbampfer „Normannia", von Newyork kommenb, ist am 24. August 9 Uhr 25 Min. Vormittags in Southampton angekommen unb hat nach Lanbung von Post unb Passagieren um 10 Uhr 50 Min. Vormittags die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Postbampfer „Virginia" ist am 24. August 11 Uhr Vormittags von Stettin via Scanbinavien in Newyork angekommen.
Thermometer: „ + 14° R. „ 4- 17°R. B+4V3«R. „ -
Hygrometerftanb: Neigung f. trock. Wett. Neigung s. trock. Wett.
Es verlautet, baß in allen Bezirken unb ©tobten, ble eine rege Cigarren- unb Tabak - Jnbustrie besitzen, eine starke Agitation g-gen ble geplante Labak Fabrikatstener ins Leben tritt. Als im Jahre 1879 bet Elngangszoll auf Tabak von 24 auf 85 Mk. per 100 kg erhöht wurde, gehörte Gießen zu den letzten Städten, die gegen bie Steuervermehrung Front machten. Zuguterletzt ging eine Petition der Cigarren- unb Tabakarbetter argen bie Steuererhöhung an ben Reichstag. Das war Alles, waS damals geschah.
Bei bem Antrag Menzer auf Erhöhung bes Eingangszolles konnte man sehen, was eine starke unb gut geleitete Agitation bet Jnbustrie zu nützen vermag. Einmal waren bie Reichsboten von ihren Wahlbezirken auf bas Eingehenbste über bie gebrückte Lage der Jnbustrie unterrichtet, bann hatte bie Reichsregterung bet dem allgemeinen Sturm, der sich gegen die Vorlage erhob, gar nicht den Muth, das Project weiter zu verfolgen.
Wenn die Herten Fabrikanten hier in Gießen sich nicht bemüßigt finden, schleunigst gegen die Tabak, Fabttkatsteuer Stellung ju nehmen, so sollten die blühenden Dörfer, die ihren Wohlstand der Cigarrenindustrie verdanken, sich zusammenthun und eine Petition an den Reichstag gegen jede neue Belastung des Tabaks vorbereiten.
Bei der Größe der Gefahr sind wir überzeugt, daß dieser Appell genügt, um, wie dies bereits anderwärts geschehen ist, in der einen ober anberen Weise eine wirksame Bewegung gegen bie Tabak- Fabrikalsteuer ins Leben zu rufen. K.
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lieber die Ausbildung junger Landwirthe.
Man hört in letzter Zeit häufiger bie Ansicht aussprechen, baß bie Fortbtlbungsschulen vollstänbig ausreichtm, um unseren jungen Lanbwlrthen bie nothwenbige sachliche Ausbilbung zu geben. Nichts ist irriger wie bas. Die Fortbildungsschule kann zwar den jungen Mann in den allgemeinen Btldungsfächern wesentlich fördern — und viele unserer Lehrer thun das mit großem Erfolg — »um Unterricht in landwirthschaftltchen Gegenständen eignet sich aber doch in erster Linie der academtsch gebildete landwirthschaftliche Fachlehrer an einer Landwirthfchaftsschule.
Nun haben wir aber solche besonderen Fachschulen bereits in unseren landwirthschaftltchen Winterschulen. Ich war selbst früher Schüler einer solchen, und bin auf Grund meinet eigenen Erfahrung überzeugt, daß ein jeder junger Landwirth, der eine gute ptactische Ausbildung besitzt, in dem vollständigen Cursus an einer solchen landwirthschaftltchen Winterschule diejenige Summe von theoretischer Erkenntniß erhält, welche nöthig ist, um eine bäuerliche Wirthschaft den Hnforberungen ber Jetztzeit entsprechenb rationell zu betreiben.
So billig, wie bet einet örtlichen Winterabenbschule, geht eS natürlich nicht ab, ber Nutzen Ist aber auch ein viel größerer, unb bas auf blefe Ausbilbung verwenbete Capital ttägt reiche Zinsen.
Die Kosten betragen 200 bis 250 Mk. Für »Wohvung unb gute Kost können pro Monat etwa 30 bis 40 Mk. gerechnet werben, bet Curs bauert 5 Monate, das übrige ist für Bücher, Papier, Taschengelb rc. zu rechnen. Diese Schulen sinb also blos für solche junge Landwirthe, welche beretnft von ihren Eltern so viele Güter bekommen, baß eine Familie gut bavon leben kann, unb bie bei rationeller Bewlrthschaftung noch einen schönen Geschäftsgewinn abwerfen.
In hohem Grab zu wünschen wäre, baß als unterste Altersgrenze für bie Aufnahme in biete Schulen bas 16. Lebensjahr festgestellt würbe. Jüngere Schüler haben oft noch nicht bie nöthige ptactische eigene Erfahrung, was für ben Erfolg bes Unterrichts unerläßlich ist.
Ist etn junger, butch eine Wtnterschule nach eigener tüchtiger Praxis gegangener Lanbwtrth in ber Lage, auf seinem eigenen Gute in seinem Heimathdorf ble richtigen Grunbsätze des Wirthschasts-
min. 748 mm,max. 75U mm min. 749 mm, max. 75Unm
---- ---- -4-4V2«R. „ + 6»K
Witterungsaussichten
________Wetterhäuschen, Südanlage.____________________
"727. Augutt, Mitt. 12 llbf|2^. August, Morq.8 tfliF
Durchschnitt für Starkenburg
3
3.8; 2,11| 2,7 2,1 II —
Provinz Oberhessen.
8 Kreis Alsfeld.........
9 „ Büdingen........
10 „ Friedberg........
11 f v Gießen.........
12 „ Lauterbach........
13 „ Schotten........
2,5
3
4
- 4 p 4
2
4
3
2
2
3
5
5
3,5
3
3 2
2 |3
—
Durchschnitt für Oberheffen
3,2|4,1
|2,71| 4,1
|2,8
—
Provinz Rheinhessen.
14 Landw. Veretnsbezlrk Alzey....
15 „ „ Bingen . . .
16 „ „ Flonheim . .
17 „ „ Ingelheim . .
18 „ „ Mainz . . .
19 „ „ Nteder-Olm
20 „ „ Oppenheim. .
21 , „ Osthofen . .
22 „ „ Pfeddersheim .
23 „ „ Wöllstein . .
24 „ „ Wörrstadt . .
25 „ „ Worms . . .
2,5
4
3,5
3,5
4
4
2,5
4
3.5 5
4
3,5
4
4
3
4,5
6
3
2 2,5 4
2 |2
,2.5
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2,5 3,5
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V
1
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2
,1
11
Durchschnitt für Rheinhessen
3,5 4
|2,8
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3,2
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Durchschnitt für das Großherzogthum
3,2 ;4
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Vollkommen neu bearbeitet von
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