Ausgabe 
27.5.1893 Erstes Blatt
 
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Amtmann bei dem KreiSamte zu Friedberg, beide mit Wir­kung vom 1. Juli d. I. an- an demselben Tage den Amts­richter bei dem Amtsgericht Gießen Gustav Kull mann zum Landgerichrsrath bei dem Landgericht der Provinz Ober­hessen, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld Karl Dorn sei ff zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, den GerichtSafseffor Ludwig St re in auS Reichenbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Fürth, den GerichtSafseffor Alexander Fritz auS Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld und den Gerichtsaffeffor Wilhelm Krämer auS Alzey zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst zu ernennen.

Tieust- Versetzungen, ©eine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 24. d. M. den Steuercommiffär des SteuercommiffariatS Homberg Heinrich NicklaS in gleicher Diensteigenschaft in das Steuercom- missariat Wörrstadt zu versetzen- den Steuercommissariats- assiftenten bei dem Steuercommiffariat Darmstadt Heinrich Dietrich zum Steuercommissär des SteuercommiffariatS Homberg zu ernennen.

** Der Herzog von Sachsen-Altenburg passirte heute Nacht 12 Uhr 27 Min. auf der Reise von Frankfurt nach Alten­burg die hiesige Station.

* Zur Reichstagswahl. Seitens des freisinnigen Vereins für den Wahlkreis Gießen ist Herr Landrichter Dove in Frankfurt a. M. als Candidat aufgestellt worden. Herr Dove hat die Eandidatur angenommen.

* Die diesjährige Hauptversammlung de» Vogelsberger Hohen Clubs findet am 31. Mai in Bitdin gen statt. Dort werden-die Theilnehmer an den Bahnzügen 755, 924 und 1® empfangen- Frühstück und Frühschoppen im Fürstenhof. Die Hauptversammlung daselbst beginnt um 11 Uhr Vormittags. Die Tagesordnung weist 11 Berathungsgegenstände auf, u. a. den Antrag auf Herstellung des alten Taufsteingerüstes und denjenigen auf Erbauung eines Schutzhauses auf der Schönau. Außerdem wird über sonstige Vereinsangelegenheiten, Aus­führung einer einheitlichen Wegebezetchnung durch Farben, OrientirungStafeln, Rundfahrkarten u. f. w. Beschluß gefaßt werden. Nach der Hauptversammlung findet im Fürstenhof gemeinschaftliches Mittagessen (Gedeck ohne Wein 2 Mk.) und später Concert statt. Zur Bestreitung der Kosten werden von rheilnehmenden Herren je 50 Pfg. erhoben- die Betheiligung von Damen ist besonders erwünscht. Zur Besichtigung der Umgebung Büdingens haben sich Mitglieder von Büdingen als Führer zur Verfügung gestellt.

** Vor einiger Zeit wurde einem Grundbesitzer an der Frankfurterstraße ein größeres Lattenfpalier bemolirt Als Thäter wurden vier Jungen im Alter von 13, 12, 9 und 7 Jahren ermittelt, deren Eltern nun für den Schaden auf­zukommen haben.

** Verhaftet wurde ein schon häufig vorbestrafter Mensch ans Klein-Linden, der deS Guten durch reichlichen Schnaps­genuß zu viel gethan und dann auf der Straße Ruhe­störung verübte.

** Deserteur? DasMarb. Tagebl." schreibt: Vor einigen Tagen befertirte ein Gefreiter des Kaiser-Wilhelm- RegimentS zu Gießen, welcher im 2. Dienstjahre stand. Derselbe wählte den Weg über Marburg zu Fuß und trug noch volle Uniform. Da er keinen Pfennig Geld besaß, sah er sich veranlaßt, in den von Gießen nach hier zu passirenden Ort« schäften sich etwas Geld und Esten zu betteln. Den ihm mit Velociped nachgesandten Boten ist es noch nicht gelungen, den Deserteur ausfindig zu machen.

** Der geschästsfÜhrende Ausschuß für daS vom 29. Juli» bis 2. August in Darmstadt abzuhaltende 21. miltelrheinifche KreiSturnfeft hielt dieser Tage wieder eine Sitzung ab, in welcher seitens der einzelnen Ausschüsse über Fortschritte und Resultate in den Vorbereitungen zum Feste berichtet wurde. Binnen Kurzem wird ein Aufruf an sämmtliche Turn« vereine des .Kreises ergehen, worin die Mitglieder zum Besuche deS Festes und zur turnerischen Rüstung für dasselbe ausS Herzlichste eingeladen werden. Es ist erfreulich wahrzunehmen, wie unsere städtischen Behörden, die Schulvorstände :c. dem Fest in jeder Weise günstig gesinnt sind und solches zu fördern suchen. Die Ctadtverordneten-Versammlung hat einen Beitrag von 2000 M. für das Fest bewilligt und größere Räume zur Einrichtung von Massenquartieren zur Verfügung gestellt. Ebenso ist bereits die Verschiebung der Schulferien auf 8 Tage später maßgebenderseits genehmigt worden, wodurch das ganze Turnfest noch in die Ferien fällt, gewiß ein nicht hoch genug zu schätzender Vortheil, auch besonders hinsichtlich des nun für daS Fest gesicherten ©chiNerturnenS. Die wichtigen Arbeiten des Bau« und AusschmückungSauSschnffeS werden von den damit beauftragten Herren aufs Eifrigste gefördert. Wir sagen nicht zu viel mit der Behauptung, daß die Bauten aus dem Exerzierplatz nach ihrer Vollendung keinen Vergleich mit früheren Bauten gleicher Bestimmung zu scheuen haben werden. Ausreichendes electrischeö Licht wird den Festbauten weiteren Glanz verleihen. Für genügende Wasierzuführung wird gleichfalls gesorgt sein. Die RestaurationSeinrichtungen werden fo getroffen, daß allen berechtigten Ansprüchen Genüge geschehen wird. Die AuSschmückungSarbeiten werden nach Skizzen des Herrn DeeorationSmalerS Beyer zur Ausführung gelangen und dem Ganzen ein wunderbar schönes, echt festliches Gepräge verleihen. Gleiches läßt sich von den projeetirten gärtnerischen Anlagen sagen.

DaS AuSnehmen von Eiern ober Jungen auü Nestern der Singvögel und daS Fangen dieser Vögel ist bei Geld­strafe bis 150 Mk., even:. Haft verboten. Da das Reichs gcfetz vom 22. März 1888 auch Diejenigen mit gleicher strafe bedroht, welche eS Unterlasten, Kinder ober andere ihrer Aufsicht untergebene Personen von der Uebertretung dieser Vorschrift abzuhalten, so wollen wir nicht verfehlen, alle Betheiligtcu jetzt, wo die Vogel nisten, hierauf auf­merksam zu machen.

Oesterreichische Thaler. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach einer Verfügung deS österreichischen Finanz­ministers die Vereins - Thaler und Dereins-Dvppel-Thaler österreichischen Gepräges vom 1. Juni außer KurS gesetzt sind, also von diesem Zeitpunkt ab zu Zahlungen keine Ver­wendung mehr sinder, können, vielmehr der österreichischen Regierung alSdann zum Einschmelzen eingesandt werden müffen. Da Letztere» für den Einzelnen zu umständlich und auch mit Kasten verbunden ist, fo empfiehlt sich, die An­nahme der im Verkehr in Deutschland vvrkommendeu Thaler österreichischer Prägung zu verweigern.

♦♦ Tabakbau in Hessen. Nach den Mutheilungen der Grvßherzvgl. Hessischen Eentralstelle für die Landesstatistik gab eS im Jahre 1891/92 im Großherzogthum 1851 Tabak­pflanzer und der Flächeninhalt der mit Tabak bepflanzten Grundstücke betrug 56674,26 Ar. Der Werth der Tabak­ernte belief sich im Ganzen aus 336,800 Mk.

Queckbvrn, 25. Mai. Ein unangene hm eS Malheur passirte einem hiesigen Einwohner. Er halte den Betrag für die neue Orgel tn der Tasche, 1700 Mark, um denselben in Grünberg abzuliefern. Als er dort ange­kommen und bezahlen wollte, vermißte er die ganze Summe, die er aus dem Wege verloren haben mußte. Eine sofort angestellte Suche blieb erfolglos und der Betrag schien wirk­lich verloren zu fein. Da hörte er bei einer Waldparthie Kinder von Grünberg erzählen, wie ein Kamerad von ihnen einen so hohen Betrag Geld gefunden hatte. Sogleich stellte der gespannt Horchende, dem eine schwere Last plötzlich vom Herzen fiel, Ermittelungen an, die von Erfolg waren. Der ganze verlorene Betrag war noch glücklich vorhanden.

§ Aus dem Ohmthal, 25. Mai. Das Pfingstfest hat für unsere Gemarkungen nicht die Erfüllung gebracht, die es zu verheißen schien, den Regen. Während es in anderen Gemarkungen, wie um Grünberg, recht gut regnete, fiel im mittleren Ohmthal kein Tropfen. Trotzdem der Himmel seit gestern bewölkt ist, bleibt der ersehnte Regen aus. Die Folgen der Trockenung treten immer stärker in die Erscheinung.

E. Echzell, 25. Mai. Gestern Abend sand eine von Herrn Redacteur G. aus Marburg berufene antisemitische Versammlung in unserem Nachbardorse Bingenbeim statt. Der Redner fand Beifall, es wurden patriotische Lieber gesungen unb ein Hoch auf Kaiser und Großherzog aus­gebracht. Es mögen ungefähr 100 Zuhörer anwesenb ge­wesen sein. Die Antisemiten sind sehr rührig, es könnten sich andere Parteien ein Muster daran nehmen, wie folgendes Beispiel zeigt. Am dritten Pfingstfeiertage (23. Mai) fuhren die Nationalliberalen nach Beendigung der hiesigen Versamm­lung nach Nidda, wo auch Herr Böckel erwartet wurde. Er kam aber nicht, sondern traf Abends 11 Uhr hier bei uns ein, wo noch eine besondere Versammlung der Anti­semiten im letzten Augenblicke angesagt worben war, um ben guten Eindruck, den die Reben der Herren von der national- liberalen Partei hinterlaffen hatten, möglichst abzuschwächen. Kenner der hiesigen Verhältnisse sind der Ansicht, daß die Begeisterung für den Antisemitismus gegen die letzte Wahl­campagne im Jahre 1890 merklich im Abnehmen begriffen sei.

Friedberg, 24. Mai. Gestern kamen die ersten dies­jährigen Kirschen aus unserer Gegend aus den Markt. Es sind dies Ober-Rosbacher Kirschen, die alljährlich am ersten, freilich selten so früh wie Heuer, reif werden. Das Pfund kostet 25 Pf. In Ockstadt und dem genannten Ober- Rosbach hofft man aus eine gute Ernte, wenn auch strich­weise durch die April- und Mainachtfröste viele Blülhcn er­froren sind. Die Birnen haben sich vorzüglich cntwick lt. Auch das übrige Steinobst, wie Pflaumen und Zwet- scheu, berechtigt zu ben besten Hoffnungen, ba bie Bäume recht schöne unb zahlreiche Fruchtansätze zeigen. Die Aepsel, die überhaupt erst nach der Nachtfrostperiode geblüht haben, haben gar nicht gelitten und hängen die Bäume überall recht voll. D. Ztg.

Aus dem Odenwald, 24. Mai. In Hetzbach bei Beerfelden ging heute Morgen ein Wolkenbruch darnieder, welcher ungeheure Wassermassen entsandte und große lieber- schwemmungen innerhalb deS Ortes hervorrief, ohne jedoch besonderen Schaden zu verursachen.

Vermißtes.

Mars la Tour, 25. Mai. Die Exhumirung der Gebeine deutscher Soldaten wird erst in zehn Tagen erfolgen, da das Denkmal abgetragen unb in Amanweiler roieber aufgebaut werden muß.

* Mannheim, 23. Mai. Der schon gemeldete Selbstmord einer zwölfjährigen Volksschülerin geschah nicht allein, sondern wie jetzt feststeht, zusammen mit einem gleichalterigen Mädchen, Namens Margarethe Müller, die neben der ersteren auf der Schulbank faß. Die Leichen beider Kinder wurden gestern am Zollgebäude gelänbet. Offen­bar ist der Doppelselbstmorb auf ber Schulbank verabrebet worden.

Bamberg, 25. Mai. Daö Defizit des Bankhauses Heßlein von zwei Millionen Mark wirb bestätigt. Einige größere Depots sind theils verschwunben, theils stark an­gegriffen. Die stäbtische Reservekaffe ist vollstänbig georbnet. Jacob Heßlein würbe heute früh ohne Ruhestörung beerdigt.

* Bayreuth, 28. Mai. In ben Anlagen des königl. SchloffeS Eremitage versuchte heute gegen Abend ein den be­mittelten Ständen angehöriger Herr eine junge Dame zu ermorden. Mittels eines Meffers wurde die Dame so schwer verletzt, baß man für ihr Leben fürchtet. Sie würbe vermittels Wagen in das städtische Krankenhaus ver- bracht, ber junge Mann verhaftet. DaS Paar war au» Kulmbach. Wie es heißt, soll Eifersucht baß Motiv ber That fein.

* Berlin, 24. Mai. In der letztverfloffenen Nacht ist in der Hasenheibe eine Blutthat verübt worden. Der Diener H. hat am Gamisonkirchhof ein jungeß Mädchen

erschossen, von dem man annimmt, daß seine Geliebte- gewesen ist. Daraus hat sich H. eine schwere Schußwunde beigebracht. Er ist noch lebend in ein Krankenhauß ein­geliefert worden, doch gestattet fein Zustand wenig Hoffnung auf Wiederherstellung.

Mailand, 24. Mai. In Piemont regnet un­unterbrochen feit drei Tagen. Die Nebenflüffe bei Po find ausgetreten, die Eisenbahnen in der Provinz Euneo an mehreren Stellen durch Bergstürze unterbrochen, Brücken und Dämme weggeriffen, Dörfer unter Wasser gesetzt. Der Po steigt ropib.

* Mailand, 24. Mai. Die Ueberschwemmung in ber Provinz Euneo nimmt ungeheuere Dimensionen an. Leider gingen auch zahlreiche Menschenleben zu Grunde. Nähere Nachrichten fehlen meistens, weil Telegraphen, Eisenbahnen, Brücken unb Straßen zerstört finb.

Ein Zeichen der Zeit ist, daß in einer einzigen Leihanstalt in' München im Lauf ber letzten vier Wochen 340 Betten und nahezu 600 Uhren versetzt wurden.

* Lakonische Kurze:Herr Doktor, Sie werden ans Telephon gerufen.* Studiosus (am Telephon):Pumpmaier hier! Wer dort?* Stimme au» dem Telephon:Schneider Hosemann!* StudiosuS:Schluß!*

Scbiff*nad> richten.

(Mitgetheilt durch ben Agenten beß Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl Loo» tn (Stehen).

Bremen, 23. Mat. (Per transatlantischen lelearanä-1 Der Schnelldampfer Irave, Gapttän R. Sander, vom Norddeutscher» Lloyd tn Bremen, welcher am 13. Mat von Bremen und am 14. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern wohl­behalten tn Newyork angekommen.

Bremen, 23. Mai. [^er tranßatlanttf(6en Telegraph.] Der Postdampser München, (lapftln E. Steenefen, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 11. Mai von Bremen abgegangen war, i t gestern wohlbehalten in Newyork angekommen.

Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.

20. Woche. Vom 14. Mai bis 20. Mai 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incL 1600 Mann Militär). SterbttchkeitSziffer: 22,18°/« bezw. 14,78 nach Ausschl. der Ortsfremder

Kinder

ftarben an: Zusammen- Erwachsene

tat vom

1. Lebensjahr: 2.-15. Iaht:

Diphtherie 2 (2) -

Abdorninaltypbu» 1 1

1 1

Acute Miliartuber­

kulose 1 (1) 1 (1)

-

Lungenentzündung 2 2

_ _

Gehirnschlagfluß 1 l

_

Darmcatarrh 1

1 -

Andere bekannte

Krankheiten 1 1

Summa: 9 (3) 6 (1) 1 2 (2)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von außwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

kirchliche Anzeige« der Stadt Giehen-

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 28. Mai, Dreifaltigkeitsfest:

SamStag: Nachmittags um 4>/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit jur hl. Beichte; um 67» Uhr erste bl- Messe; um 7/» Uhr Ausheilung der hl. Communion; um v , Uhr zweite hl. Messe: um 10 Uhr Hoch­amt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr khristenlehre: darauf Andacht.

Anmerkung: Dienstag Abend um 6>, Uhr ist Maiandacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStag den 27. Mai:

Vorabend 7» Uhr, Morgens 8* Uhr, Nachmittags 4* Uhr, SabbathauSgang 915 Uhr.

Eingesandt.

Gießen, 26. Mai 1993.

Von dem hiesigen kath. Pfarramt erhielten wir nachstehende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung:

An

die Redactlon des Gießener Tageblatts.

Geehrte Redaction!

Auf IhreErwiederung" in Nr. 119 des Tageblatts erwiedere ich:

AuS dem Wörtchenauch" erhellt nicht,daß ich vorder an Frau Friedel die Aufforderung zum Uebertritt in die katholifche Kirche gestellt habe", sondern die Wortedaß ich diese Forderung auch an den Jhanten stellen werde" bedeuten, daß ich die Forderung, welche die kath. Kirche in solchen Fällen stellt, auch in dem vor­liegenden Falle an den Kranken stellen werde.

Sie klagen die hiesige kathol. Geistlichkeit .römischer lieber« griffe" an, ehe Sie den Beweis |u erbringen im Stande sind, ja sogar" ehe Sie die näheren Einzelheiten erforscht haben.

Dieses Geständnih verbietet mir, die Polemik mit Ihnen fortzu- setzen oder mich in eine neue Polemik einzulasfen.

Denn nachdem Sie diese» Geständnis abgelegt Haden, werden Sie mir gütigst gehalten, daß ich e- nicht für nöthig erachte, irgend welche von Ihnen gegen mich erhobene Anklagen zurück,uweisen.

Vorstehende Erwiederung wurde am Mittwoch Mittag an die Redaction de» Tageblatt- abgegeben, jedoch nicht aufgenommen.

DaS Eingefandt deS Herrn Pfarrer» Dr. Naumann in Nr. 119 des Gießener Anzeiger» betreffend, verweise ich auf die Erwiederung, welche ich tn Nr. 119 de» Gießener Tageblatt» veröffentlicht bade.

Damit jedoch keine irrigen Auffassungen entstehen, erkläre ich hier im Befonderen, daß die gegen die kath. barmherzige Schwester erhobene Anklage unwahr ist, im Allgemeinen, daß die Darstellung de» Herrn Pfarrer» Dr. Naumann dem Sachverhalt im Ganzen und im Einzelnen nicht entspricht, daß ich die in ')tx. 118 gegebene Er­klärung aufrecht halte und bemerke, daß hiermit mein letzte» Wort tn dieser Angelegenheit gesprochen ist.

Temperatur der Vafjit und Luft

nach Neaumur gemeßen am 26. Mat, Mittag» zwischen 11 und 12 Uhr

Wasser 15, Luit 13 Grad.

Rübsamen'sche Badeanstalt.