"bt6 Reichs sei völlig unbegründet und verweist auf Frankreich, England und Oesterreich, welche Länder auS der hohen Besteuerung oder der hohen Verzollung des Tabaks große Einnahmen erzielen. DaS Blatt halt den Tabak für das steuerfähigste Object.
Berlin, 24. August. Es verlautet, die Thorner FeftnngSÜbung fei weniger wegen derEholeragefahr, al» wegen der auf 4 Millionen Mark veranschlagten Kosten auf- gegeben worden. Die nächstjährigen Kaisermanöver werden voraussichtlich in Ostpreußen stattfinden.
Berlin, 24. August. Entgegen den Meldungen verschiedener französischer Blätter versichert die hiesige russische Botschaft, ein Abkommen Rußlands mit Frankreich betreffend eine angebliche OperationSbafiS des zu formirenden Mittelmeergeschwaders existier nicht. Alle diesbezüglichen Angaben seien erfunden.
Berlin, 24. August. Der „Börsen-Courier" erfährt: Zwei Töchter des SchiffSeigenthümerS Pinnow, welcher am Südufer des NordhafenS mit einem Spreekahne vor Anker liegt, seien an der Cholera asiatica erkrankt. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.
Reinhardibrunn, 24. August. Der Kaiser wird bestimmt der am Montag in Eoburg ftattsindenden Beisetzung Herzog Ern st S beiwohnen.
Gotha, 24. August. Herzog Alfred von Sachsen- Coburg-Gotha hat bereit« seine Stellung als activer englischer Admiral niedergelegt.
Posen, 24. August. Der Regierungspräsident Himly und Medicinalrath Gerome sind behufs Erkundigung über den Stand der Cholera an die russische Grenze gereist. Bis jetzt ermittelten sie, daß bis zum 20. August in Kolo 134 Personen erkrankt und 69 gestorben seien. Die Einwohnerschaft erschwert die ärztliche Hllfe ungemein, da sie glaubt, alle von Aerzten behandelten Cholerakranke müßten sterben.
Ostrava, 24. August. Die Cholera ist auch in Sta- vischin, in der Nähe von Pleschen, auSgebrochen.
Wien, 24. August. Wie auS Galizien gemeldet wird, nimmt die Cholera daselbst immer größere Dimensionen an; die meisten Fälle nehmen einen tödtlichen AuSgang.
Rotterdam, 24. August. Gestern wurde ein TodeS- und ein Erkrankungsfall an der Cholera gemeldet.
Rom, 24. August. Der officiellen Liste zufolge wurden in Aigues-MorteS 7 Arbeiter getödtet und 34 verwundet.
Nantes, 24. August. Verschiedene Fälle von Cholera wurden hier constatirt.
London, 24. August. Die gesammte Preffe widmet dem verstorbenen Herzog Ernst von Coburg einen warmen Nachruf und beglückwünscht den Prinzen Alfred von Edin- burg zur Nachfolge im Herzogthum.
London, 24. August. In der Nähe von SuttonSbridge (Lincolnshire) ertranken durch daS Umschlagen eines Bootes 10 VergnügungStouristen. Bisher wurden nur fünf Leichen aufgefunden.
London, 24. August. Trotzdem die Untersuchung der hier unter verdächtigen Symptomen Erkrankten keineCholera ergab, macht sich unter der Bevölkerung eine große Panik bemerkbar.
Loudon, 24. August. Die Conferenz der Grubenarbeitervereine beschloß, wenn die Grubenbesitzer nicht auf eine 25procentige Lohnerhöhung eingingen, eine Erhöhung bis zum Lohnsatz vom Jahre 1890 zu verlangen. — In Schottland bewilligten die Grubenbesitzer eine Lohnerhöhung von 1 Schilling pro Tag.
Sofia, 24. August. Die Sanitätsbehörde verfügte, daß Postpackete aus insicirten Gegenden inhaltlich zu des- infictren oder wenn der Inhalt die Behandlung durch die Maschine nicht gestattet, äußerlich zu deSinficiren sind und eine achttägige Lagerzeit durchzumachen haben. Postpackete auS seuchenfreien Ländern werden nur äußerlich deSinficirt.
Ich befand mich in einer verzweifelten Lage. Strick oder Kugel sollte mein LooS sein, aber die letztere sagte mir eigentlich so wenig zu wie der erstere. Der Kerl draußen mit der Bärenmütze und den weißen Garde-Querstreifen auf der blauen Uniform brauchte sich nur umzusehen, so ließ ich meine Augen durch alle Ecken und Winkel schweifen, ob nicht ein Schlupfloch zu finden sei.
Und ein solches fand sich, in deS Wortes buchstäblichster Bedeutung. DaS Häuschen war verfallen, die schadhafte Lehmwand, neben der ich lagerte, ließ sich mit den Händen zerbröckeln. Meine Finger bluteten dabei, aber eS galt mein Leben, ich arbeitete mir nach kurzer Zeit ein Loch zurecht, durch welches ich schon meinen Kopf stecken konnte. DaS that ich denn auch in einem günstigen Moment, um zu recognosziren.
DaS Spritzenhäuschen lag hart an der Seille. In das Flüßchen hinein zu gelangen, schien mir nicht allzu schwer zu sein. Am User stand Gebüsch; ich erblickte dasselbe Gebüsch, wo mich der Corporal abfaßte. Biel Zeit zum Ueber- legen war nicht vorhanden. Ich vergrößerte rakch das Loch noch etwa», zwängte mich hindurch und schlüpfte schnell und leise in» Wasser; schon in der nächsten Minute nahm da» Gebüsch mich auf.
Da knallte ein Schuß, zweifellos der Alarmschuß meine» Posten», denn meine Flucht konnte nur wenige Minuten lang unentdeckt geblieben sein. Nun aber sah ich voran», daß man mich binnen Kurzem wieder ergreifen mußte. An beiden Usern der Seille lagerten Gardegrenadiere, Jäger, Zuaven, Voltigeur»; man hätte eine halbe Stunde lang unter Waffer schwimmen müffen, um unbemerkt zu passiren. Da» Gebüsch am Ufer aber mußte natürlich zuerst untersucht werden. Schon sah ich eine Abtheiluug Grenadiere im Laufschritt au» dem Zeltlager herannahen.
•*** CocaUs «nd provinzieller. _v
Gieße», 25. August 1893.
* Des Namenstage» Sr. König!. Hoheit des Sroßherjog» wegen fand gestern Abend ein von der Musik und den Spielleuten des hiesigen Regiments ausgeführter Zapfenstreich, heute Morgen Tagreveille starr. — Die öffentlichen, sowie eine Anzahl Privar-Gebäude sind beflaggt.
• • Tie neue Uhr auf dem JohanneSkirchthurm wurde gestern Abend s/<8 Uhr probeweise in Gang gesetzt und bis heute früh s/48 Uhr in demselben belasten. Nach Beendigung einiger kleineren Arbeiten wird die Uhr in den nächsten Tagen ständig in Thatigkeit gesetzt.
* • Plötzlicher Tod Eine in ber Bahnhofstraße wohnende alleinstehende Wittwe, welche gestern Abend eine befreundete, ebenfalls m der Bahnhofstraße wohnende Fannlie besuchte, wurde plötzlich unwohl und starb in der Wohnung der betr. Familie.
** Die SrgäazaogSwa-leu zum 29. hessischen Landtag finden am 4. October statt, die Wahlmänner-Wahlen werden am 25. September vorgenommen. Bon den fünfzig Mir- gliedern der II. Kammer treten 25 auS und zwar die Herren: Breimer, Brauereibesitzer in Beerfelden, Christ, Bürgermeister in Wörstadt, Erk, Mühlenbesitzer in Nidda, Dr. Franck, OberlandeSgerichtsrath in Darmstadt, Friedrich, Proseffor in Darmstadt, Dr. Gutfleisch, RechtSanwalt in Gießen, HaaS, KreiSralh in Offenbach, Heinzerling, OberlandeSgerichtsrath in Darmstadt, Herrmann, HauptsteueramtSredant in Bingen, Hirsch, Gutsbesitzer in Alsheim, Michel, Bürgermeister in Neu-Bamberg, Möhn, Bürgermeister in Laubenheim, Oriola, Graf in BüdeSheim, Dr. Osann, RechtSanwalt in Darmstadt, Pfannstiel, Landwirth in Hainbach, Racke, Kaufm. in Mainz, Römer, Gutsbesitzer in Alzey, Schade, Landwirth in Altenburg, Scheerer, Mühlenbesitzer in Höchst i. O., Steingötter, Kaufmann in Langen, Theobald, Forstmeister in Jugenheim, Weith, Gutsbesitzer in Nieder-Wöllstadt, Wernher, Gutsbesitzer in Nierstein, Westernacher, Oberamlmann in Lindheim, Wolz, Bürgermeister in Seligenstadt. Von den AuStretenden ge- hören der inzwischen verstorbene Franck, Racke und Wolz der CentrumSpariei, Christ und Gutfleisch der deutsch- freisinnigen und die übrigen 20 der nationalliberalen Parteirichtung an, wenn auch vielleicht der eine oder der andere mehr nach links neigen mag.
** DaS Kürzerwerden der Tage macht sich schon sehr deutlich bemerkbar. Am 1. August ging die Sonne um 4 Uhr 24 Min. auf und um 7 Uhr 47 Min. unter; am 31. August scheint sie nur noch von 5 Uhr 12 Min. bis Abends 6 Uhr 48 Min.; die Tageslänge vermindert sich demnach im Monat August von 15 Stunden 23 Min. auf 13 Stunden 26 Min.
Die Tage werden eben wieder rasch kürzer und Abends wird jetzt bald die während der Sommermonate meist nicht gebrauchte Lampe nothwendig. Da ist denn die Mahnung am Platze, die Lampen, bevor sie wieder in Gebrauch genommen werden, gründlich zu reinigen und dieselben namentlich mit frischen Dochten zu versehen. Denn bei Benutzung der alten Dochte wird viel mehr Oel verbraucht und geben dieselben trotzdem kein Helles Licht.
** Für Rekruten. Ein Rekrut, welcher sich in gerichtlicher Untersuchung oder Anklage befindet, kann nicht eher eingestellt werden, bis die Sttafsache einschließlich Strafvollstreckung erledigt ist. Da es nun viele Rekruten unterlaßen, von einer gegen sie erhobenen Anklage der Militärbehörde sofort Anzeige zu machen, und die Militärbehörde hiervon auch andererseits keine Kenntniß erhält, so kommt es vor, daß derartige Rekruten mit den übrigen am allgemeinen Einstellungstermine zur Einstellung gelangen. Da jedoch derartige Sttaf- sachen später zur Sprache kommen, werden solche Rekruten behufs Verbüßung ihrer Strafe wieder entlaßen, ganz abgesehen davon, wie lange sie schon dienen. Im nächsten Jahre gelangen sie dann neuerdings zur Vorstellung vor die Ober- ersatz'Commission und werden erneut auSgehoben und einge»
Neben mir erblickte ich den alten' Kartoffelkorb, welchen ich an den Flußrand gesetzt hatte, als ich im Gebüsch meine Notizen machte. Unmuthig stieß ich daS Ding ins Waffer. ES schwamm mit der Strömung weiter, der Henkel unter Waffer, der Boden nach oben gekehrt.
Da durchzuckte mich wie der Blitz ein prächtiger Gedanke : der Korb sah äußerst unverdächtig auS, er konnte mein Retter werden. Auf meine Meisterschaft im Schwimmen konnte ich mich verlasien, ihrer bedurfte eS indeffen gar nicht einmal, denn daS Flüßchen war ziemlich seicht. So begab ich mich denn inS Waffer und tauchte vorsichtig in der Weise unter, daß mein Kopf unter dem Korbe wieder an die Ober- fläche kam. Mit größter Sorgfalt hielt ich den Korb derart, daß eS auSsah, als ob daS alte weggeworfene Ding rein zufällig von der Strömung fortgeführt würde. Unter diesem Schirmdach watete, kroch und schwamm ich abwechselnd, behutsam und mit größter Sorgfalt, um die langsame Fortbewegung meiner schützenden Hülle möglichst natürlich erscheinen zu taffen.
Ich sah bald darauf, wie am Ufer jeder Busch durchstöbert ward; auch am Flußrande stellte der gleich darauf erscheinende und, wie au» der Ferne noch zu sehen war, furchtbar fluchende Major Posten auS, welche, zum Feuern fertig, den Wasserspiegel in der Gegend de» Spritzenhause» beobachteten. Aber mein Korb war schon weit weggetrieben und keiner der vielen Rothhosen am Ufer achtete darauf. Lieber Himmel, was ward auS den Feldlagerplätzen nicht alles in» Waffer geworfen! Ein Zuave schleuderte freilich zur Zerstreuung zweimal einen Stein nach dem Korbe, traf ihn aber nicht; mir verursachte sein harmloses Spiel beträchtliches Herzklopfen.
Nach anderthalb Stunden war ich glücklich wieder innerhalb der deutschen Linien.
stell:, wobei ihnen die im vorhergegangenen Jahre durcch eigenes Verschulden zn früh gediente Zeit nicht art Geringsten zu Gute kommt oder angerechnet wird. E» liegt somit im Interesse eine» jeden Statuten, welcher sich in gerichtlicher Untersuchung befindet oder noch eine Strafe za verbüßen bat, daß er in jebce Falle sofort seiner Controlle entsprechende Anzeige erstattet.
** Die> diesjährige $erf«imlOTg bei Farstverei»» für da» ^roßherzogthllm Hefte» wird am 3., 4. und 5. September in Offenbach abgehalten. Sonntag den 3. September finden sich die Theilnehmer von Nachmittag» 6 Uhr ab im Gasthofe zur „Stabt Kassel" ein. Für Montag den 4. September ist eine größere Excursion in Aussicht genommen, die sich per Wagen zunächst durch die Fürst!. Jsenb. Waldreviere C rjenbad) und Sprendlingen und nach eingenommenem Mittagsmahl in Neu-Jfendurg bet der Rückkehr durch den Frankfurter Oberwald bewegt. ES sollen u. A. im LfchtungSbetrieb stehende, mit Buchen unterbaute Liefembestande, natürliche Kiefernverjüngungen und versuchsweise auSgeführte Plemer- Durchforstungen in Augenschein genommen werden. Such wird die Aufastung von Baumen unter Anwendung de» von Forstaffeffor Zehnpfund erfundenen SteigapparateS, wa» manchem Forstmann neu fein dürste, veranschaulicht werden. Nach der Rückkehr gesellige Bereinigung in Schlößer» Liegenschaft. Auf Dienstag den 5. September ist im Saale der Schlosser schen Liegenschaft von Vormittag» 8 bi« Nachmittags halb 2 Uhr eine Sitzung anberaumt. Außer Verhandlungen über BereinSangelegenhenen, Mittheilungen über beachtenSwerthe Vorkommnisse, Versuche und Erfahrungen im Bereiche des Forstwesens steht auf der Tagesordnung hauptsächlich die Besprechung des Thema»: »Welche Bewirth- schaftungS- und DerjÜngungSweise der Kiefernbestände im unteren Mainthale empfiehlt sich mit Rücksicht auf bestmögliche Ausnutzung de» LichtungSzuwachseS?" Die Einleitung des Themas hat der fürstliche Forstmeister Reiß-Offenbach übernommen. Mit einem um 2 Uhr im Saale der Liegenschaft staufindenden Festeffen findet die Versammlung ihren Abschluß. Man hofft auf zahlreiche Beteiligung.
Lehnheim. 24. August. DaS mit Rücksicht auf die Futter- noth verschobene dritte BundeSfest de» Ohm-Lumda- Thal-Sängerbünde» soll nunmehr am 10. September abgehalten werden.
nn. Darmstadt, 24. August. Bei der am 3. August d. I. zu Lyngen stattgefundenen General-Ber- sammlung der Mitglieder de» Lande»- gewerbverein», woselbst auch die Wahl von 3 Vertretern auS den Gewerbvereinen der Provinz Starkenburg ftattzu- finden hatte, konnte das Wahlresultat nicht mehr festgestellt werden, da Gegenvorschläge gegen den von dem OnSgewerb- verein Darmstadt gemachten Wahlvorschlag geltend gemacht wurden. Eine Commission, bestehend auß den Herren: Bürgermeister Dröll und Fabrikant Otto zu Langen, haben das Wahlergebniß geprüft und nunmehr festgestellt, daß— folgende Herren gewählt wurden: Maurermeister W. Gang, Lackirer C. Geißner, Stadtverordneter Kinkel, Fabrikant W. Jordan, Zimmermeister H. Keller, Weißbindermeister Hillgärtner, Profeffor Linke, Fabrikant W. Merck, Schloffer- meister H. Möser, Uhrmacher W. Speyer, Schreinermelster H. Schmidt, Fabrikant I. Schuß und Fabrikant C. Schenk, sämmtlich von Darmstadt; Ingenieur Brockmann, Bauunternehmer L. Hasenbach, Fabrikant G. Heyne, Maurermeister K. Petri, Director Schurig und Rentner L. Stift, sämmtlich von Offenbach a. M.; ferner Seminarlehrer Köpp, Bensheim; Kaufmann W. Köhler, Neu-Dsenburg; Fabrikant G. Preß, Pfungstadt, sowie Spenglermeister G. Volk II. zu Rüsselsheim.
nn. Darmstadt, 24. August. Bei der vom 24. bi» 26. September d. I. zu Wiesbaden stattfindenden zweiten ordentlichen Hauptversammlung de» Verbände» deutscher Gewerbvereine wird auch der hessische LandeSgewerdverein mit 15 Stimmen vertreten sein. Außer dem Vorsitzenden unserer Großh. Centralstelle für die Gewerbe, Herrn Regierung»- rath Dr. Hesse, sind für die Provinz Starkenburg die Herren Oberbürgermeister Drink - Offenbach und Schloffcrmeister H. Möser, für Rheinhessen die Herren Bäckermeister Köberich- Mainz und Schloffermeister Weil Bingen, für Oberhessen die Herren Spenglermeister Wenzel-Butzbach und Hofdecoration»- maler Hieronymus zu Friedberg belegirt worden. Der Ort»- gewerbverein Darmstadt wird seine drei Dorsitzenden, die Herren Dr. Schröder, Stadtverordneten Rockel und Kinkel, dorthin entsenden mit dem Auftrag, sich recht rege an den dort stadtfindenden Verhandlungen über wichtige gewerbliche Fragen zu beteiligen.
Darmstadt, 24. August. Gestern Mittag gegen 12 Uhr hat sich in einem Hause in Beffungen ein recht bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Eine Frau ließ auf einige Minuten ihr einjähriges Kind allein im Zimmer. Da« Ktnd, da« noch nicht laufen konnte, rutschte währenddem hinau» in die Küche, richtete sich an einem mit Waffer gestillten Blechtopf in die Höhe und stürzte kopfüber in den Topf. Al» die Frau in da» Hau»zurtickkehne, war da« Kind ertrunken.
Darmstadt, 24. August. Can SrinnerungStag ist der 24. August für den hier lebenden Herrn Hofgartenauffeher L P. Brönnig, indem derselbe sich im badischen Feldzug al» damaliger Scharfschütz in der 8. Compagnie 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment« so au-zeichnete, daß ihm heute vor 44 Jahren am Bodensee der Ludewi gSorden durch den General o. Gchäffer-Bemstein persönlich überreicht wurde.
Son der Bergstraße, 23. August. Die Preise des Obste» stellen sich an manchen Orten bei Birnen 6 bi» 7 Mk., Bestebimen 8 bis 10 Mk., Zwetschen 5 bi» 6 Mk. per Doppel- cemner. Der Preis de» ObsteS ist gegen den de» Vorjahre» fast um die Hälfte gesunken.
Mainz, 24. August. Ein an typhösem Fieber erkrankter Bierbrauer von 25 Jahren sprang letzte Nacht au» dem Fenster


