Ausgabe 
26.7.1893
 
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> siMdlichst eingelaben. Miges Entree erhoben.

Das Comite.

Gießen.

LS. l. Mts. fallen iNLisischiebliche Ge- iu wM, an Mm .________________[6435

Mäst^ s 8 Uhr: imlung .enftraße 2.

^wahl, Verschiedene Ber-

irb gebeten. . Der Vorstand.

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W». 173.

Mittwoch de» 26 Juli

1893

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AintS' und Anzeiaeblatt für den Ureis Gietzen.

chratisbeilage: Gießener Kamilienötatter.

Der ^Utrwtt Amzeißer nrf*ei*t tLglich. ®tt LuLnahme de» Montag«.

Die Gießener JlÄemtelCilttt »erden dem Anzeiger dreimal detw-legr.

ersatz zahlen, wofür die im Ultimatum geforderten 3 Millionen Francs hinterlegt werden sollen. Die siamesische Untwort gewähre die Hoffnung auf einen friedlichen Ausgleich.

Bierkeljähriger Alsn«e»e«ts»retO, 2 Mark 20 Pfg. mV Bringerlohn.

Lurch die Post bezöge» 2 Mark 50 PI«.

«edaction, Expedi» und Druckerei:

-chnlftraße

Fernsprecher 5L

ebenfattS bekannt gegeben wurde, handelt es fid) zunächst um die Deckung des Bedarfs bis 1. October l. I./ also für

Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Auslandes nel,m« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Gießener Anzeiger

Kenerat-Wnzeiger.

Nothstands-Bezüge.

Obaleich in § 15 des Ausschreibens der Nothstands- Commission vom 5. Juli l. I. dasNothwendige über die Frage der Preis-Berechnung klar und deutlich gesagt ist, laufen doch noch täglich aus allen Thetlen des Landes zahlreiche Anfragen nach den Preisen der verschiedenen Artikel ein, welche durch die Nothstands-Commlssion bezogen

Es möge deshalb nochmals kurz darauf hingewiesen werden, daß es unter Berücksichtigung der vorliegenden Verhältniffe ganz unmöglich ist, diesen Wünschen Rechnung iU "Me" in dem bereits angezogenen Ausschreiben, § 10,

Abreise getroffen. _

Depeschen des Bureau ,£>erclb'.

Berlin, 24. Juli. DieNordd. Allg. Ztg." constatirt gegenüber der Meldung der Blätter, wonach die Regierung bei den Schulinspectionen in Posen angefragt habe, inwieweit Aenderungen in der Ertheilung des polnischen Sprach­unterrichts eintreten könnten, Seitens der Centralinstanz sei eine solche Verfügung nicht ergangen. |

Berlin, 24. Juli. Rußland laßt am 1. August den Maximaltarif Deutschland gegenüber in Kraft treten»edtn, 25. Juli. Der preußische Minister des Innern bat die Provinzialbehörden angewiesen, russische Aus­wanderer, die sich gegen das Verbot in das Inland ein­geschlichen haben, alsbald auszuweisen.

9 Paris, 25. Juli. In politischen Kreisen wird das energische Auftreten Frankreichs Siam gegen-

I übet" sehr gebilligt. Es verlautet, die Blokrrung der siamesi­schen Küste werde am Donnerstag oder Freitag

Der siamesische Gesandte soll beabsichtigen, nach Madrid zu "'^Christiania, 24. Juli. Das osficiöse Morgenblatt be­zeichnet die Verminderung der Apanagen des Königs und des Kronprinzen als einen Bruch des I Ehrenwortes, des geltenden Rechts und der Rücksicht auf die Würde des Staats sowie das Ansehen der Nationalvmamm- lung. Dagegen meint das Organ der Storthingsmehrheit, Dagbladet", die Maßnahme finde den Beifall des aller­größten Theils des norwegischen Volkes.

Ausland.

Der österreichisch- ungarische Reichskriegs- Minister Baron v. Bauer ist in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag an wiederholten Schlag anfällen gestorben. Der Tod des Kriegministers Bauer bedeutet für die österreichische Armee einen schweren Verlust. Er war ein schneidiger Soldat, und tüchtiger Corps- commandant. Als Kriegsminister, auf welchem Posten er seit 1888 steht, erwarb er sich große Verdienste durch die Energie, mit der er die Einheit der Armee in Sprache und Orgam- | salion vertheidigte und wahrte. Sämmtliche österreichische und ungarische Blätter ohne Unterschied der Parteistellung würdigen in überaus warmen Worten die Verdienste des verstorbenen Reichskriegsministers Baron v. Bauer. Die Ernennnung seines Nachfolgers dürfte binnen wenigen Tagen erfolgen. Außer dem Honvedminister Fejevary und dem Feldzeugmeister Merkl wird vielfach auch der Feldmarschall­lieutenant Vogl als Candidat genannt. ,

Paris, 23. Juli. DerMatin" verzeichnet em Gerücht, dem zufolge der siamesischen Gesandtschaft gestern Abend eine Depesche zugegangen wäre, des Inhalts, daß Siam das französische Ultimatum unter dem vorläufigen Ausschlüsse der Grenzregulirungsfragen angenommen habe.

Paris, 23. Juli. Der französische Gesandte m Bangkok, Pavie, theilte heute der Regierung telegraphisch mit, daß Siam bezüglich des Theils des französischen Ultimatums, welcher sich auf die Grenzregulirung bezieht, die Forderungen Frankreichs nur bis zum 18. Breitengrad> an. nimmt. Pavie wird die Antwort Siams auf die übrigen Punkte des Ultimatums seiner Regierung sofort übermitteln.

London, 23. Juli. Nach einer Meldung des Reuter schen BureauS aus Bangkok vom 22. d. M., 10 Uhr 40 Minuten Abends, wird die Antwort der siamesischen Regierung auf das Ultimatum Frankreichs heute nach Paris Qb9c'an?t- Siam will das Gebiet am linken Ufer des Mekong einschließlich Stung-Treng und Congo abtreten, sowie den Schaden-

totales u«6 provinzielles.

Gießen, 25. Juli 1893.

** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß« Herzog haben Allergnädigst geruht: am 22. ^uli den^Ober- forstmeister des Forsts Darmstadt Ferdinand Muhl. z Darmstadt zum Ministerialrath im Ministerium der Finanzen iU et*'n lajegotbnunj für bie Sitzung der S.ab.v--°rb.-t» Donnerstag den 2 7. Juli 1893, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Mittheilungen. 2. Uebersicht über die wirk-

Die Besteller, bezw. Empfänger von Waaren 'n dieser Seit sollen selbstverständlich für dieselbe Waare den gleichen Preis zahlen. Da indessen der Gesammtbedarf an Waaren

für diese Zeit nicht auf einmal gedeckt werden kann, weil derselbe nicht von vornherein bekannt ist, so ist es klar, daß ie nach der Preis-Conjunclur und dem anzukaufenden Quantum für dieselbe Waare ost ganz verschiedene Preise angelegt werden müssen und daß der effective Einheitspreis sür die m Rede stehende Zeitperiode erst dann gemacht werden kann, , wenn annähernd der Bedarf zu übersehen und gedeckt ist.

Den Empfängern der Waare wird Seitens der Roth- stands Commission bezw. der mit der Ausführung betrauten Central-Genossenschaft der Hess, landw. Consumvere.ne- nur der Ankaufspreis berechnet. Die Verwaltungslosten trägt der Staat und es liegt deshalb für jeden unbefangenen Beurtheiler dieser Dinge auf der flachen Hand, daß der Empfänger der Waare, auch wenn es sich um ganz kleine Posten handelt, die denkbar billigsten Preise, d. h. die derzeit I geltenden Großhandelspreise, genießt. .Auch ist zu berück­sichtigen, daß Seitens der Central-Genossenschast immer nur das Beste angekauft wird. .

Bei Mais handelt es sich um eine gute, gesunde Waare, bei Torfstreu um trockenes und in der Zersetzung nicht zu weit vorgeschrittenes Material, welches Vie. Flüssigkeit au - fangt unb ein weiches, elastisches Lager bietet B Sämereien kommt es vor allen Dingen auf eine an e Qualität und darauf an, bah bet Ctefetant ©atantt tr Keimkraft und Sortenechtheit leistet- bet den B '*iebc"e" Oelkuchenmehlen muß ein bestimmter Gehalt an F^ und Protein und bei künstlichem Dünger der Gehaltan den gewollten Nährstoffen garantirt werden.

Die Nothstandscommission konnte nur eine beschrankte Anzahl von Artikeln zur Lieferung übernehmen, und zwar solche, welche einerseits in den erforderlichen Quantitäten I beschafft werden können, und andererseits zur Befriedigung der FUtternoth geeignet sind. Von Sämereien wurden solche ausgewählt, welche zur Gewinnung von Herbst- und Frühjahrsfütterung in erster Linie in Betracht kommen und im Lande bekannt sind. Dabei ist nicht zu übersehen, daß durch die außerordentliche Nachfrage nach Elchen Sämereien aus fast allen Gegenden Deutschlands der Preis einzelner Artikel, wie Winterwicken, Senf, Weißruben, Jncarnat rc., nicht allein außerordentlich gestiegen ist, sondern daßl die!Be­schaffung derselben in befriedigender Qualität und ausreichender Menge den größten Schwierigkeiten begegnet.

Bei den künstlichen Düngemitteln mußte Thomasmehl von dem Nothstandsbezug ^ge^to en werden, weil aus erster Hand nichts mehr zu haben ist und der Preis dieses werthvollen Düngemittels zum Nachtheile der Landwirthschaft außerordentlich gesteigert worden wäre, wenn bie NathstanbLcommifsion bass-lb- m ihre Bezüge aus. genommen haben würbe. Glücklicherweise sinb bte Phosphor. fäure-Preife im Superphosphat b-rhälimbmahlg niedrig, fo bah es möglich ist, den btingenbften Bedarf an Phosphor- säure-Dünqer zu angemessenen Preisen zu decken.

Durch vorstehende Ausführungen sollen einzelne Bestimm­ungen des Ausschr-ibens der Nothstandscommission vom 5. Juli l. %, welches gewissermaßen die Geschäftsordnung für die Nothstandsbezüge darstellt, erläutert und ihre Nothwendigkeit

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegr-.philches Lorrespondenz-Bureau. I

Berlin, 24. Juli. DemReichsanzeiger" zufolge sind die ermäßigten Ausnahmetarife sür Futter- und Streumittel nunmehr auf die Eisenbahnen des ganzen I Reichsgebiets ausgedehnt worden.

Kiel 24. Juli. Das Kaiser paar ist heute Nachmittag | 4 Uhr an Bord derHohenzollern" hier cingetroffen.

®tauben$, 24. Juli. Russische Auswanderer aus Jllowo schleppten d.e schwarzen Pocken ein. - Verschiedene Land- räthe ordneten wegen der Choleragefahr schärfere Grenz- I ^^^Dresd-n, 24. Juli. Das Ministerium des Innern hat heute eine Verordnung betreffend Maßregeln gegen die Cholera erlassen wegen der zunehmenden Ausbreitung der­selben in Frankreich und ihrer Fortdauer in Rußland. Die ruberen Bestimmungen sind auf Grund der internationalen | Sanitätsconferenz einer Revision unterzogen. Die Verord­nung enthält Bestimmungen über die Seitens der Behörden I zu ergreifenden Maßnahmen, sowie Verhaltungsmaßregeln für die von der Cholera bedrohten bezw. heimgesuchten Orte.

Paris 24. Juli. Der Miuisterrath wird morgen in Maily unter dem Vorsitz Carnots die Maßregeln beschließen, welche außer der Blokade zu treffen sind, um Frankreich m Siam die Bürgschaften zu sichern, auf dte es Anspruch erhebt. Der französische Gesandtem Bangkok syllte sich gestern an Borb besForsait" begeben. DerForsait" wirb mit den übrigen franzöfifchen Schiffen auf feinem Ankerplatz bleiben bis zum 26. ober 27. Juli, wo bet Monsun ben Schiffen baS Paffiren bet Barte wteber gestatten wirb. Währenb der Abwefenheit b-s ©efanbten wirb der Schutz b-r französischen Untertanen wahrscheinlich dem holländischen Ge­sandten in Bangkok Übertragen. r.. ,

Paris, 24. Juli. Auf der hiesigen siamesischen Ge­sandtschaft sind bisher noch keinerlei Vorbereitungen zur

der außergewöhnlichen und außerordentlich schwierigem Aufgabe, welche die Nothstandscommission übernommen hat, auch nur einigermaßen gerecht werden zu können, bedarf es nicht allein der äußersten Anspannung aller ihr zur Verfügung stehenden Kräfte, sondern auch der Unterstützungl

theiligten Kreise und insbesondere der örtlichen Nothstands- Vorstände. In dem Ausschreiben vom 5. Juli l. I. ff. der ganze Geschäftsgang klar und deutlich niedergelegt und es ist im Interesse aller Betheiligten dringend geboten, daß die ge­gebenen Vorschriften genau befolgt werden.

Deutscher Reich.

Berlin, 24. Juli. Die Conferenz der deutschen Finanzminister in Frankfurt a. M. wird nicht, tote bisher hieß, am 6., sondern am 8. August begannen, lieber die Lösung der durch das Rücktrittsgesuch des Schatz- secretärs von Maltzahn erstandenen Frage einer neuen Be- etmng ober Regelung der Leitung des Reichs,chatzamtes ist in persönlicher Hinsicht noch keinerlei Entscheidung getroffen. Ob auch in sachlicher Hinsicht in der Leitung Retchsschatz- amtes eine Aenderung eintritt, hangt ganz wesentlich von der Frankfurter Conferenz ab. Bevor ein Beschluß darüber gefaßt wird, welche Vorlagen den gesetzgebenden Körper- fchasten im Reich gemacht werden sollen, muß die Vorfrage entschieden sein, in welchem Umfange an die Reform der Reichsfinanzen herangegangen werden soll.

In der vorletzten unter dem Vorsitze des Dice-Präsidenten des Staatsministeriums, Staats- secretärS des Innern Dr. von Bötticher, abgehaltenen Plenar­sitzung des Bundesrathes wurde über mehrere Eingabeni in ^oll- und gewerblichen Angelegenheiten Beschluß gefaßt. Sodann wurde die nach Ablauf der gesetzlich vorge chriebenen Frist erforderliche Neuwahl nichtständiger Mitglieder des Reichs-Versicherungsamts aus dem Stande der land- und forstwirthschastlichen Versicherten und ihrer Vertreter vorge- | nommen. Den Beschluß des Reichstags, betreffend die Aus­führung der im Reichshaushalts-Etat für 1893/94 bewilligten Neubauten von Kasernen beschloß

Reichskanzler unter Erklärung des Einverständnisses damit zu überweisen, daß in den Fällen, in welchen em Achter Massivbau, wie solcher zur Unterbringung der Heeresver- stärkung in Aussicht genommen ist, zur Herstellung der be­willigten Kasernen-Neubauten für ausreichend erachtet wird, die den Bewilligungen zu Grunde.liegenden Plane und'Kosten- Voranschläge entsprechend abgeändert werden. Dem EntwuJ von Vorschriften wegen Versendung von Sprengstoffen und Munitionsgegenständen der Militär- und Marineverwaltung aus Land- und Wasserwegen wurde die Zustimmung ertheilt.

Kiel, 24. Juli. Der Kaiser tritt am Donnerstag von Kiel aus seine Reise nach England an. Er nimmt die ge- sammle Capelle b-r 1. SDiatrof6nbititf 0nU' b,en leibe wirb vor b-r Königin von Englanb sowohl wie in einem aroßen Concert spielen. Die Capelle wird zum Theil an Borb b-r KaiseryachlHohenzollern^ zum Th-il an Bord b-S bcqleitenben AvisoBlitz" eingeschiffi. Für biese Reise ist eine größere Zahl englischer Märsche von ben Musikern exrra eingeübt__________ _ ____________

tuRo^mt »on Lnzeigrn zu ber Nachmtti-«» für ben fe(«enbeit Tag erfdjeinenben Nummer bi« »orm. 10 Uhr.