Durch die anhaltende Trocken
A Main;, 24. April.
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heit mehren sich die Brände in beängstigender Weise.
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London, DankeSwone Staates und wartet, die von der tage ab.
daß den Besuchern des Walde- nicht dringend genug angc* rathen werden kann, die größte Vorsicht beim Umgang mit Feuerzeug walken zu laffen.
•• Kür Elter» schnlZflichtiger Äia>er. Da nächster Tage allenthalben in den Volksschulen da- neue Schuljahr beginnt, sei folgendes zur Beachtung dringend empfohlen: Häufig werden Sinder wegen Kränklichkeit oder Schwächlichkeit noch ein Jahr vom Schulbesuche zurückgehalten. Haben derartige Sinder später daS 14. Lebensjahr erreicht, fo können sie nur alsdann aus der Schule entlassen werden, wenn sie ein ärztliches Zeugn ß darüber vorlegen können, daß sie wegen Sränklichkeit re. mit dem sechsten Jahre die Schule nicht be» suchen konnten. Sännen Eltern diese- Zeugniß nicht vorlegen, so müssen die Sinder ein weitere- Jahr die Schule besuchen. In bezeichneten Fällen sehe man sich also jetzt mit diesen Zeugnissen vor.
26. April. Der „Standard" meldet, auf die des Papstes wegen der guten Beziehungen des der Kirche in Deutschland habe der Kaiser geant« Fortdauer der Beziehungen hänge Haltung deS EentrumS im Reichs-
nach dxn Straßen, welche die Fürstlichkeiten paifiren, sowie nach der Piazza d'Armi geströmt, daß die übrigen Theile der Stadt ganz verödet erscheinen. Bei der Ankunst auf dem Paradefelde nahmen Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und der König Humbert in der Mitte deS ExercierplotzeS Aufstellung, ihnen gegenüber die Offiziere außer Dienst, welche sehr zahlreich erschienen waren. Die Infanterie defiiirte im Schritt, die Bersaglieri im Laufschritt, die Cavallerie und Feldartillerie im Galopp. DaS Hauptinteresse erregte die Gebirgsartillerie, bei welcher von je sechs Mauleseln ein zerlegbares Geschütz getragen wurde. Seine Majestät der Saiser sprach wiederholt seine hohe Anerkennung über die Haltung der Truppen und den Verlauf der Parade auS. Zum Schluß derselben bildeten die Truppen ein offenes Carr6 und brachten den Majestäten ihre Huldigungen dar. Auf dem Rückwege von dem Paradefelde wurden den Allerhöchsten Herrschaften auf- Neue enthusiastische Kundgebungen dargebracht. Um 11 Uhr 80 Min. trafen Ihre Majestäten wieder im Quirinal ein.
CocciUs und provinzielle».
Sieben, 25. April 1893.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete» Donnerstag den 27. April 1893, Nachmittag- 4 Uhr pünktlich: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch deS ev. Pfarramt- der Lucasgemeinde Gießen um Ueberlassung eines Local- im Realgymnasium für die Abhaltung der Sitzungen ihrer Gemeindevertretungen. 3. Die RevisionSbemerkungen zur Löber- schen StistSrechnung pro 1891/92. 4. Rechnungsabschluß der für daS Jahr 1892 bei der Ortskrankenkasse Gießen versicherten unständigen Arbeiter. 5. Herstellung von Cemenr- ausflußrinnen in Cementsohlsteinen läng- der Dieseck von der Gartenstraße bis zur Bahnhofstraße. 6. Ausführung deS Voranschlags des städtischen GaS- und Wasserwerks für 1892/93; hier: Uebertragung der Ausführung einiger Straßen- rohrleitungen aufs Etatsjahr 1893/94. 7. Verwaltung deS städtischen GaS- und Wasserwerkes ; hier: Erlaß einer Polizei- Verordnung betr. die Benutzung und den Schutz der Wasserleitungen und der öffentlichen Pumpbrunnen.
** Neues Theater. Zum ersten Male wiederholt ging gestern Abend L'Arronges „LoloS Vater" über die Bühne. Wir haben bei der Erstaufführung des Stückes dasselbe eingehend besprochen und können unS heute darauf beschränken, zu constatiren, daß alle Anstände, die wir damals hatten, beseitigt waren, sodaß der Gesammteindruck deS Ganzen ein sehr zufriedenstellender war. Nochmals lobend erwähnt zu werden verdienen die vorzüglichen Leistungen des Fräulein Hoffmann und Herrn Hertzog, denen wiederholter Beifall auf offener Scene zu Theil ward. Leider war das Haus nicht so gut besucht, wie es die treffliche Vorstellung verdient hatte.
** An den Helme» der hiesigen Schutzmannschaft ist an Stelle des durch ein L markirten NamenSzugS deS Großherzogs Ludwig IV. der Namenszug des Grobherzogs Ernst Ludwig in Form der ineinander verschlungenen Buchstaben E und L angebracht worden.
** Die anhaltend warme und trockene Witterung hat bereits so nachhaltig auf das Wasser eingewirkt, daß schon seit einigen Tagen in der Lahn flott gebadet wird.
** Unfall. Gestern Nachmittag gerieth in der Markt- straße ein kleines Mädchen unter den anscheinend leeren Karren eines nach der Neustadt zu fahrenden Bäckerjungens. Das SHnb scheint ohne ernste Drrletzungen davon gekommen zu sein. Angesichts derartiger Unfälle würde eS sich empfehlen, daß Wagen und hochbeladene Karren nur gezogen und nicht gedrückt werden dürften, damit der Fahrende die Fahrbahn übersehen kann.
* ♦ Verhaftet wurde gestern ein 16jährigeS Bürschchen wegen eines schweren Sittlichkeitsverbrechens.
* ♦ Zu die hiesige Klinik gebracht wurde gestern ein Mädchen, welches in Ehringshausen (Kreis Wetzlar) durch einen Bahnzug schwer verletzt wurde.
♦ * Wassermangel. Daß nicht nur Bäche und Flüsse in Folge der anhaltenden Trockenheit in ihrem Wasserstand auf ein Minimum gekommen, welches sie seit Jahren nicht erreicht, sondern auch die Quellen anfangen, in ihrer Ergiebigkeit nachzulassen, ist an manchen Orten für die Behörden Veranlassung geworden, den Einwohnern möglichste Sparsamkeit im Wasserverbrauch zu empfehlen. So erläßt der Oberbürgermeister zu Marburg folgende Bekanntmachung: In Folge anhaltender Trockenheit hat der Zufluß zu den Quellen der städtischen Wasserleitung wieder empfindlich abgenommen und ist die Stadtverwaltung daher genöthigt, um einer Wasser- calamität vorzubeugen, für die nächste Zeit wieder da-Reservoir NachtS von 11 dis 5 Uhr abzusperren, um das nöthige Wasserquantum für den Hausbedarf der Einwohner anzufammeln. Jede Benutzung des Wasser- aus der Leitung zu gewerblichen Zwecken, zu Neubauten, zu Springbrunnen, jedes Begießen der Gärten, besonders mittelst eines Schlauches direcr aus der Leitung, ist verboten und würde die Verwaltung genöthigt fein, denen, welche diesen Verboten entgegen handeln, den Weiterbezug deS Wassers gänzlich abzufchneiden und die Privatleitung abzusperren.
DaS Gau Schützenfetz deS Gaue- Hessen findet in diesem Jahr in Marburg statt.
* • Leichenfnnd. Bei der Dorlarer Brücke in der Gemarkung Garbenheim sind gestern die Leichen zweier junger Mädchen in der Lahn gesunden worden. Dieselben haben offenbar gemeinsam den Tod gesucht, da sie noch bei ihrer Landung sich umschlungen hielten. Dermuthlich handelt eS sich um die beiden Mädchen Elisabeth Hütter und Margarethe Kolb von Wetzlar, deren Verschwinden in No. 91 dS. Blattes angezeigt wurde. Die Motive der schauerlichen That sind bis jetzt unaufgeklärt.
* * Berichte über bedeutende Waldbrinde erscheinen jetzt so häufig und kurz aufeinander folgend in den Zeitungen,
hat lediglich ein gestern Mittag aus dem hiesigen Güterbahnhofe auSgebrochener Brand dadurch eine größere Ausdehnung gewonnen, wie eS auch nur der großen Trockenheit zuzu- schreiben ist, daß der Holzboden deS Fußwege- der Eisenbahnbrücke durch einen einer Lokomotive entflogenen Funken gestern Nachmittag auf einer ziemlichen Strecke in Brand gerieth. Beide Brände wurden rasch gelöscht, doch richierc der erstere ziemlich beträchtlichen Schaden an. Waldbrände haben gestern in der ganzen Umgegend stattgefunden. In verschiedenen Forsten ist behördlicher Seit- wegen der Feuer»- gesahr das Rauchen verboten worden.
Sckartshanfe», 22. April. Bei der am heutigen start- gefunbenen Bürgermeisterwahl würbe Landwirrh Georg Heinrich Lehr mit 65 Stimmen zum Bürgermeister gewählt.
Bab-Nanhei»i. 20. April. Gestern Abenb waren auf Einlabung be- Turnvereinsvorstandes eine Anzahl Herren aus den verschiedenen hiesigen Vereinen zusammengetreten, um mtt diesen gemeinsam die erste Eomitäsitzung obzuhallen. In erster Linie haben sich die einzelnen Ausschüsse gebildet und haben somit die Vorarbeiten zu dem am 25. Juni d. I. in unseren Mauern stattfindenden 21. Turnfest des Gau eS Hessen begonnen. Weitere Sitzungen der Ausschüsse sind anberaumt, auch gehen bereit- in einigen Tagen die ersten Rundschreiben an die au-wärligen Turn- vereine ab.
Friedberg. 24. April. Als ein kleines Mädchen am Tage vor der jetzigen Schulprüfung von feiner Tante gefragt wurde: „In was werdet ihr denn morgen geprüft/ gab eS zur Antwort: „Ei unne im große Saal."
Darmstadt, 24. April. Der DerwalkungSrath der Hessischen LudwigSbahn hat eine vom Professor L a b a n d- Straßburg verfaßte Denkschrift über die Verstaatlichung der LudwigSbahn an die Landtagsabgeordneten versandt.
Darmstadt, 24. April. Der Tag deS Besuchs des GroßherzogS beim Dresdner Hof ist noch nicht fest bestimmt, möglicherweise findet er schon vor dem 14. Mai statt.
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Depeschen des Bureau „Herold'.
Berlin, 24. April. In der BundeSrathSsitzung vom SamStag wurde dem Gesetzentwurf betr. Feststellung deS Nachtrags zum Rei chShauShaltungSetat für 1 89 3/9 4 zugestimmt.
Berlin, 24. April. In der MilitärcomMission wurde heute der von Abg. Gröber abgefaßte Bericht verlesen. Kriegsminister v. Kaltenborn-Stachou war anwesend. Abg. Richter (bfr.) beantragt, mehrere Anlagen, welche Mittheilungen der Regierung enthalten, auS dem Bericht fortzulassen, da die Commission dieselben nicht berathen habe. Nach kurzen Bemerkungen Gröbers, Bennigsens (natl.), Hammersteins (conf.) und Liebers ((Str.) zieht Richter seinen Antrag zurück. Mittwoch findet die letzte Sitzung der Militärcommission statt. Die zweite Lesung der Militärvorlage im Reichstage beginnt am 2. Mai.
Berlin, 24. April. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist die vielfach verbreitete Behauptung, der Kaiser habe dem Reichskanzler Blankovollmacht für die Auflösung des Reichstages zurückgelassen, unwahr.
Berlin, 24. April. In einer gestrigen Versammlung der Setzer und Buchdrucker sprach der ReichStags- «bgeordncte Molkenbuhr (Soc.) über die Nothwendigkeit einer gewerkschaftlichen Agitation. Eine Resolution wurde angenommen, welche besagt, die Buchdrucker möchten ihr Möglichstes thun, ihre Organisation zu kräftigen und dahin zu wirken, daß die noch nicht der Organisaticn angehörenden Collegen sich derselben anschließen.
Berlin, 25. April. Es verlautet, die Einführung des Dowe'schen kugelsicheren Stoffes in der deutschen Armee fei von der Regierung abgelehnt worden, weil die Kosten zu bedeutend seien und auch die Herstellung einer die Gewebe durchdringenden Kugel möglich sei.
Berlin, 25. April. DaS „Berliner Tageblatt" meldet auS Rom, eS bestätigt sich, daß der französische Botschafter am Sonntag Abend eine Stunde beim Papst verweilte.
Thorn, 25. April. Zwischen strikenden Erdarbeitern und der Polizei fanden Zusammenstöße statt; die Polizei mußte militärische Hilfe requiriren. Die Rädelsführer wurden verhaftet.
München, 24. April. Der große liberale Wahlausschuß für den Landtag stellte das Programm fest, welches gegen die Socialdemokratie, die Ultramontanen und die Antisemiten entschieden Stellung nimmt und die Forderung des allgemeinen directen Wahlrechts aufrecht hält. Demnächst findet eine große Versammlung statt, worin das Programm endgiltig genehmigt werden wird.
Würzburg, 24. April. In einer großen Bauern- Versammlung, welche gestern stattfand, wurde nach einer
Als dann etwas später Hedwig auf den Balcon trat und dort an dcn Blumen sich zu schaffen machte, gesellte sich Anton zu ihr.
„Sind Sie sehr böse aus — mein Armband?" sagte das junge Mädchen, sich tief auf eine vollblühende Rose neigend.
Anton antwortete mit^einer Gegenfrage, die Hedwig gar nicht herzugehören schien:
„Können Sie Karten legen, gnädiges Fräulein?",:
Hedwig sah verwundert in die Höhe. Anton aber fuhr fort: „Ich will eö gestehen, vorgestern habe ich eS gethan, eS lag dicht neben mir ein großer Schreck, aber unmittelbar darauf folgte die Herz-Neun. Kennen Sie die Bedeutung dieser Karte — Hedwig?"
Tief beugte sich der Kopf des jungen Mädchens auf die Blumen und der Arm, der den Stengel gefaßt hielt, der Arm mit dem Silberreif bebte leise.
„Hedwig!"
Da hob sie sachte ihr Antlitz und mit glücklichem Lächeln den jungen Mann ansehend, sagte sie: „Ja, ich kenne sie!"
Dann war sie verschwunden.
Heute Abend waren diese beiden, Anton Feller und Fräulein Hedwig, nicht mehr sehr gesprächig.
Vierzehn Tage später war Anton Feller Referendar und offizieller Bräutigam. Der alte Bierzwerg aber ist er nicht mehr. Er selbst sagt, er wisse jetzt erst, baß er lebe, ber Tag ber Krisis habe zu seinem Heile entschieben. Seine alten EorpSbrüber siub anberer Ansicht; wenn sie auf ber Kneipe von ihrem ehemaligen Senior leben, sagen sie: „Bier- zwcrg ist alt geworben." Anton Feller lächelt darüber. Er weiß eö ganz genau, bei einem jeden von ihnen wirb ber kritische Tag kommen, wo auch er beginnt, „alt", b. h. vernünftig zu werben, unb dann wünscht er einem jeden, er möge so glücklich werden, wie er selbst cfl ist, er, Anton Feller, weiland RechtScandidat.
heftigen Rebe des Agrariers Freiherrn v. Thüngen der Anschluß an den Bund ber Landwinhe beschlossen.
Triest, 23. April. Gestern fanb bei der Aufführung der „Rantzau" im Teatro politeama eine irredentistische Demonstration statt. DaS Publikum verlangte stürmisch den italienischen KönigSmarsch. Bon den Galerien wurden zahlreiche Margarethenblumen geworfen. Die Vorstellung wurde polizeilich unterbrochen und einige Verhaftungen vorgenommen.
Madrid, 25. April. Die Minister ber Justiz, beS Kriege» unb beS Innern fordern in einem Circular die Behörden auf, jede Kundgebung am 1. Mai zu untersagen.
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Vermischte».
* Frankfurt, 20. April. Zwischen franksurtischem unb französischem Aepfelwein würbe jüngst ein eigenartiger Wettstreit ausgesuchten. Eine hiesige Aepfelweinkellerei unb eine französische sandten ihre auf Flalchen gezogenen Probucte in Kisten nach La Plata, Adelaibe, Dera-Cruz, MabraS und Port Elisabeth. Der Wein hatte mehrfach See- unb Lanbreisen burchgemacht bei ganz verschiedenen Temperaturen. Dor Kurzem zurückgekommen, wurde er zur Prüfung der Jury in Rouen vorgelegt. DaS Ergebniß war, daß ber französische Aepselwein auf der Reise stark gelitten hatte unb keinen Geschmack mehr zeigte. Dagegen hatte der Frankfurter „Hohenastheimer" in keiner Weise an Qualität verloren. Es fungirten nur Franzosen alS Preisrichter.
♦ Höchst, 22. April. In einer Haftzelle deS hiesigen Gefängnisses hat sich dieser Tage folgendes heitere Stückchen zugetragen. In der fraglichen Zelle befand sich eine Frauensperson mit ihrem Säugling. Al» der Gefangenen- Aufseher an die Zelle kam, sagte ihm die Perlon, sie befürchte, baß ihr Kinb, welches voll rother Flecken fei, krank sei. AIS ber Beamte mitleidigen Herzens an da» Lager de» Kindes treten wollte, sprang das Frauenzimmer zur Thür hinaus, verriegelte dieselbe von außen unb entfloh in ber Richtung nach Nieb. Durch ihr Laufen erregte sie jedoch Aufsehen, würbe festgehalten unb in baS Gefängniß zurückgebracht. Als man sie in die Haftzelle sperren wollte, fanden die Transporteure zu ihrem nicht geringen Erstaunen darin den Gefangnißwärter, allerdings nicht in sehr fröhlicher Laune.
• Haoau, 21. April. Die Frau eines hiesigen Gold- arbeiterö, welche gestern den ganzen Tag gewaschen halte unb habet bem Gerstensaft orbentlich zu sprach, wollte wahrscheinlich noch einen Zug auS ber Branntweinflasche rhun, wobei sie bitfelbe aber mit einer Salzsäureslasche verwechselte unb hieraus trank. Die schrecklichsten Schmerzen stellten sich ein, brei Aerzte waren alsbald zur Stelle. Der Zustand ber Frau gilt als hoffnungslos.
* Altenkirche» im Westerwalbe, 23. April- beuie Morgen steht unser Stäbtchen in Flammen. Die brückenbe Hitze ber letzten Wochen hatte Dächer und Brenn material so auSgedorrt, daß ein plötzlich entstandene» Feuer sich in einer einzigen Stunde über 65 Wohnhäuser unb eben- soviel Nebengebäude erflredte. Nur durch dao Einreißen einiger Gebäude und da» «bbrechen von Dächern war tl überhaupt möglich, den Brand einigermaßen einzuschränken. Unsere schöne evangelische Kirche, deren Glocken noch im brennenden Thurme Sturm läuteten, ist ein Trümmerhaufe. Weit über 100 Familien sind obdachlos, zum Theil ohne
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