zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgen» 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen.
Gießen, den 10. März 1893.
Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission de» Kreise» Gießen.
Dr. Melior, RegierungSrath.
Permticbtcf.
• WeltausstellungSNestaurant?. Mehr wie je wird sich das bekannte Sprüchwort: „Die eine Hälfte der Menschheit weiß nicht, wie die andere lebt" aus der in wenigen Wochen zu eröffnenden Columbischen Weltausstellung bewahrheiten und zwar ganz besonder- in Bezug aus die Magensrage. Wie wird der Weltausstellungsbesucher draußen im Jackson Park seinen inneren Menschen befriedigen können 1 — diese Frage drängt sich jetzt all den voraussichtlichen Besuchern, in Anbetracht der kurzen Spanne Zeit, welche uns nur noch von der Eröffnung der Ausstellung (1. Mai) trennt, unwillkürlich aus. Doch, die nachfolgende Statistik dürste auch den verwöhntesten Epikurär, sow.e den Mann mit dem chronisch gesunden Appetit zur Erkcnntoiß bringen, daß die Restaurant-Vorkehrungen auf der Columbischen Weltausstellung nichts zu wünschen übrig lassen werden. Es werden im Ganzen 150 Restaurants, Caf6s u. s. w. im AuS- stellungSpark vorhanden fein; in sämmtlichen Etablissements werden Wein und Bier, sowie feine Liqueure verabreicht werden. Bon der oben erwähnten Anzahl Restaurant- entfallen 125 auf 16 ofsicielle AuSstellungsgebäude, diese Restaurants werden von der „Wellington Catering (So.", einer in Illinois mit Körperschaftsrechten auSgestatteten Gesellschaft, geleitet. Die Bedienung, resp. die Qualität der Speisen und Getränke, zerfällt in drei Klaffen, und zwar vom eleganten, erster Klaffe-Restaurant bis zum sogenannten Lunch-Counter (Buffet), vor welch letzteren kleine Drehschemel angebracht sind. Für diese von der „Wellington-Gesellschaft" zu unterhaltenden Speiseanstalten wird jetzt an der Stony Island Ave., nördlich von der 67. Straße, also in unmittelbarer Nähe des Jackson-Park, ein Gebäude, welches als Proviant- LagerhauS dienen soll, errichtet^ dasselbe bedeckt einen Flächenraum von 125x325 Futz und ist zweistöckig. Die Bäckerei mit zwölf Oefen wird ein Areal von 150x150 Fuß bedecken, während die Küche für dieses Maffen-FütterungS- 'Unternehrnen 150x80» Fuß Flächenraum einnimmt. Alle Hauptvorbereitungen für diese 125 Restaurants werden in
X>em Aufrufe nicht anwesend find, zieht ein Mitglied der Er- fatz-Commission das Loos.
6) Die Grosiherzoglichen Bürgerweistereie» haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige auf Geund der ihnen bereit» zugegangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, weiche sich auswärt» aufbalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufenthaltsort gestellungspflichtig find.
Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und fich dämm zu bemühen, daß die Letzteren */a Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während de» MustemngtzgeschäfteS ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten.
Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Beschetnigung des Gerichts vorzulegen.
Den Grobherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen.
Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet
Freitag den 7. April im Nathhaus zu Lich, Donnerstag den 13. April in dem Sch ul Haufe in der Schul st raße zu Gießen,
Montag den 17. April im Gasthau s zum Rappen zu Grünberg,
die Clasststeirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebots und der Grfatz-Reserve rückstchtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt.
Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr- männer ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer (Einberufung auf Zurück- fiellung wegen häuslicher Verhältniffe einen Anspruch machen
dem vorerwähnten Gebäude getroffen, so wird daselbst Brod und Conditorwaare hergestellt, eS werden dort die Speiieu bereitet und in einer Abtheilung, woselbst sich die Waschanstalt befindet, wird dem Leinenzeug daS schönste Weiß beigebracht. Die an der Spitze deS Unternehmens stehenden Herren A. E. Gage, Seth Gage und E. B. Gage veranschlagen u. A. den voraussichtlichen Rindfleisch-Verbrauch auf 30000 Pfund täglich, ferner ist von ihnen ein Contraet für 400000 Pfund Kaffee mit einer bekannten Firma abgeschloffen tcorbm; dieser Quantität soll ein Aufguß von 16 Millionen Taffen Mokka Bouillon entzogen weiden. Die Angestellten dieses Riefen- unternehmens werden aus einer kleinen Armee von 500 Lüpfen bestehen und alle Branchen des culinarifchen Berufe» reprä- fentiren. Im zweiten Stockwerke deS vorerwähnten Proviant- gebäudeS wird eine Speisehalle für Angestellte der Ausstellung und für die HülfSkräfte der Aussteller errichtet Man schätzt die Zahl derselben auf rund 20000. Die Speisehalle ist 100x250 Fuß groß, man hofft 1500 Personen daselbst zu einer Zeit placiren zu können. 5000 Drehschemel und 12000 Stühle, sowie 000000 Kaffeetassen u. s. w. sind bereits von den Unternehmern bestellt, dieselben berechnen, tm Stande zu sein, 80000 bt- 100000 Personen täglich ipeifen zu können. In den Locolitäten der „Wellingtons-Gesellschaft wird die amerikanische Küche vorherrschen, wem diese nicht zusagt, der findet nun in 25 anderen und zumeist großartigen EtabliffementS, was dclv Herz, resp. der Magen begehn, denn die Kochkunst der meisten cioilifinen Länder wird da vertreten fein, namentlich am Midwav Plaifance, dem intematlonalen SchanstellnugS-Revier.
* Rückkehr zur Solidität. Arzt: Ja sehen Sie Ber- ehrter, Sie müffen anfangen, solider zu leben. In Ihren obren geht daS nicht mehr io mit „Wem, Weib und Gesang '** Patient: Meinen Sie? Dann werde ich zuerst aus den Gesang verzichten!
Literatur unt Knnft.
_ ~ J«-end-Gartenta«be. Pi'rteljädrlich 1 Mk. Verlag der Kinder-Gartenlaube tu Nürnberg. Heft«! 1893 bringtdaSpetNotische Lied „Bedenk, daß du etn Deuscher bist" von E. Plettner: — die bochintereffante Erzählung „Nadine- von Fr. Holle: — DaS WaldhauS", Erzählung von M. ElaudiuS: — daS Gedicht .Der kleine Patient"; — baß echt volksthüurliche Märchen „Don dem KönigSklnde, das Perlen weinte"; — „Pom Gänslein, das ewig schnatterte" von G. Bleifteiner. — Dann allerhand Mittbetlungen, Scherz, Räthset, Rebu« rc. rc. — Pier prachtvolle Farbendruckdilder liegen diesem einen Hefte bei. Wir müssen betonen, daß die Zeitschrift ganz vortrefflich und außerordentlich btülg ist.
Bekanntmachung.
Die Grundliste über die zum Eintritt in die Pflichtfeuerwehr verpflichteten Personen (Jahrgänge 1867 bis 1858), sowie das Verzeichniß der hiervon für die Zeit von Anfang April 1893 bis 1. April 1894 für die Pflichtfeuerwehr in Anspruch genommenen Personen (Jahrgänge 1867 bis 1862) liegen während acht Tagen, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab gerechnet, auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen.
Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß während dieser Offenlegungsfrist Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Listen, sowie Befreiung-ansprüche auf Grund der Ortsfeuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Eintheilung in eine bestimmte Abtheilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können.
Gießen, 23. März 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.[2847
Holzversteigerung.
Dienstag den 28. März I. I. werden aus den Districten Schiffenberg 32, Brauhofsberg 42, Rehhecke 52, Hafenwäldchen 61b, Wachholderhaide 62a, versteigert:
1 Eichenstamm von 56 cm Durchmesser mit 5 m Länge — 1,23 fm, 1 Fichtenstamm von 25 cm Durchmesser mit 12 m Länge — 0,59 fm, 12 Eschenstämme von 13—24 cm
Durchmesser und 6—10 rn Länge = 2,25 fm.
Buchen: 85,2 rm Scheiter, 44,9 rm Knüppel, 4560 Wellen, 96 rm Stöcke; Gscheu: 1 rm Scheiter, 6 rm Knüppel; Gicht«: 4 rm Scheiter, 5 rm Knüppel, 1690 Wellen, 6 rm Stöcke; Nadel: 7 rm Knüppel, 1840 Wellen, 2,4 rm Stöcke; Wcichholz: 870 Wellen.
Das in Rehhecke, Hafenwäldchen und Wachholderhaide lagernde Buchen-, Eichen-, Nadel-, Knüppel-, Reisig- und Stockholz, sowie der in Wach- bolderlraide lagernde Fichtenstamm und das in Nabcnpfuhl 68b zerstreut liegende Weichholzreisig werden nicht' vorgezeigt und kommt gegen Mittags im District Schiffenberg zum Ausgebot. Steigliebhaber wollen dieses vorher einsehen. — Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an dem Brauhofs weiher. Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forstwart - Aspirant Menges zu Baumgarten.
Gietzen, den 17. März 1893.
Großh. Ob-rförsterei Schiffenberg.
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