Issue 
25/07/1893 Erstes Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Börse.

WSL KLK Oer btlbetiiAi btt .b,eGnbebh [t> leittnbe?2'^ '6w»"^ÄS L »; M W ö "'W ÄL'tzL ®X1m to Zomoien İ?bt$ buchener Ac!ien».°> Ää*- ^3H -K«'Sr ;*MS:

wt eingebuße, wälM butä)btn ttÄMVontDntt im Sa?4.868 ununtn, l®, o r|ol0itn tlnbtliiiibt " o®ie ilfllknifleSentm lbk-Hanbmiibenbefftrtn ch-vachungen, haben aber gewannen noch ein Ver^ul raubet ein. Mann Idfatm mehr ott abgescha-Lcht Hal.

M Dom UM 21.,VII.

i. 88 n.88 b. Gold-

3020

2980

isenbihn-

7750

77.20

LLA..

7835

77.50

ifl.18801

10320

10815

.8(1. D.

21.70

21.55

MxL

4B.50

niv.Äril

| 96.30

95.60

D Wb. 96.40

96.50

N.S«.stft. 77.40 76 90

55.40

62.90

10390

97 55

65.05

100 50

101.75

80.80

104.20

98.-

65.60

100.80

101.60

80.80

5530 62- 96.30 95 40

lombtrben bo. bo.

irGolb.

)W) rs SÄn ernt Stil ibn . . r . . -

SahnM.

Mtr . -

201.-1197.50

156.401155.1-

100.- 99.6i

st.

Btt ein

XU- toSboiu

fcW. «N° Ä SLi 125-90 126.- :etnibtd 105.20 10*

\ 189.85 138.80

96.70

iagötntzU rni* Brüning, oniawverre uhstahl

177.65 177-

329.80

151.80

11865

830-

159- I19.M

SnUldM Wbbr. - mN* ,w bo.

rbi819°°

102.'

q7 97 101-80 10130

L 97 50

103.- 703--

REM8

>»-!! S

8220

106.- 10130

1893

Rr. 172. Erstes Blatt. Dienst», dm 25. Juli

Der ♦irttwtr >*|dt« «jchnnl täglich, ettt »dlSnahmr bei Montag».

Die Gießener

Werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal »rch-legt.

Meßmer Anzeiger

Kenerat-Mzeiger.

vierteljähriger >»»**emenU?teUt 2 Mark 20 Pig. Brtt Bringerloh«.

Durch die Post 2 Mark 50 Pftz.

Rebaction, LxpebMa« und Druckerei: rchnlßrateUi.A

Fernsprecher 5L

und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen

falgenden Lag erscheinenden Nummer bil vorm. 10 Uhr.

1400

2.

3.

4.

b.

c.

d.

900

600

// n

Die Qualität wird pro Hectoliter auf 78 bis 82 Kilogramm geschätzt. Der Roggenertrag ist im Durchschnitt schwach mittel, die Qualität wird überwiegend gelobt- Gerste ist quantitativ gebessert, das Resultat ist überwiegend ein mittleres, qualitativ größtenteils zufriedenstellend. Hafer dürfte den mittleren Durchschnittsertrag erreichen. Rapsertrag ist schwächer. Mais ist derzeit an vielen Orten schwach, aber im Allgemeinen

zufriedenstellend.

Interlaken, 22. Juli. Der siebzigste Geburtstag des früheren Retchstagsabgeordneten Dr. Bamb erger wurde heute hier festlich begangen. Viele Korporationen und Bereine hatten zur Beglückwünschung des Jubilars Vertreter entsandt. Zahlreiche Glückwunschtelegramme waren aus allen Theilen Deutschlands eingegangen. Die Glückwünsche der ehemaligen deutschfreisinnigen Reichstagsfraction übermittelte Dr. Goldschmidt.

London, 22. Juli. Infolge der gestern im Westminster- Hotel abgegebenen Erklärung der Bergarbeiter gegenüber den Bergwerksbesitzern, daß sie sich weigerten, einen Schiedsrichter anzuerkennen, glaubt man allgemein, daß der Ausstand un­vermeidlich sei. Heute finden mehrere Meetings statt, worin die Lage nochmals besprochen wird.

London, 22. Juli. Die heute in Newcastle stattgehabte Versammlung von Delegirten der Bergarbeiter Northum- berlands beschloß, gemäß den Beschlüssen des nationalen Bergarbeiter-Verbandes eine Lohnerhöhung von^pCt. zu fordern.

betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig'freiwilligen Militärdienst im Herbst 1893.'

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1893 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung

spätestens bis zum I. August 1893

bei der unterzeichneten Commission einzureichen.

Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt:

I. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs > Com­mission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende hm Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts­

beglaubigt sein­

em Unbeschollenheitszeugnitz, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde aus­zustellen ift-

cin selbstgeschriebener Lebenslauf.

ort hat.

Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.

Das Gesuch muh von dem Betreffenden selbst geschriebenem. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird.

Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:

Zeit, spazieren zu gehen.

Berlin, 23. Juli. Wie dieNordd. Allg. Ztg." mtt- theilt, sprach der Reichsschatzsecretär v. Maltzahn seine Absicht, aus dem Reichsdienste auszuscheiden, zuerst in einem am 8. Juli an den Reichskanzler gerichteten Schreiben aus und reichte sodann einige Tage später sem Abschiedsgesuch bei Sr. Majestät dem Kaiser ein. Bis zur Allerhöchsten Ent­scheidung werde v. Maltzahn die Geschäfte fortführen. Be­gründet sei der Entschluß in dem Umstand, daß zur Deckung der Kosten der Militärvorlage das Bier nicht herangezogen werden solle. Maltzahn hege die Ueberzeugung, daß eine Erhöhung der Biersteuer, welche aus dem Jahre 1819 stamme, vom Standpunkt einer billigen Steuervertheilung durchaus gerechtfertigt sei. Er befürchte, daß die Beschaffung von 50 Millionen neuer Reichseinnahmen ohne eine Erhöhung der Biersteuer statt zur Verminderung, vielmehr zur Verschärfung der Unbilligkeiten des jetzigen Reichssteuersystems führen werde, und glaube, die Vertretung für eine derartige Vorlage nicht übernehmen zu können.

Ueber den Ausfall der Manöver äußert sich heute dieNordd. Allgem. Ztg." dahin, daß der Werth der

a. Geburtszeugnih;

Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über .dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes

a) bei einem Feldwebel nicht......

b) Serganten oder Unteroffizier nicht c) Gemeinen nicht......

d) einer Militärperson des Nnteroffizier-

standes, welche sich mindestens zwölf Jahre im activen Militärdienst befunden hat, nicht

------"---------j ~ A j Allr Annoncrn-vureaux de» In- und AuSlanbr« nehm«, »on Anzeigen zu der NachmiNag» für den | Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

§ 103. Erreicht das Diensteinkommen eines im Civil- dienst angestellten oder beschäftigten Pensionärs nach Abzug des etwa miteinbegriffenen Betrages zu Ausgaben für Dienstbedürf- niffe nicht den doppelten Betrag der Jnvalidenpension, aus­schließlich der PensionS- und Verstümmelungszulagen, oder

al bei einem Feldwebel nicht...... 1200 Jt,

Amtlicher Theil.

Gießen, den 21. Juli 1893.

Betr.: Gesetz, einige Abänderungen und Ergänzungen der Militärpensionsgesetze vom 27. Juni 1871 und vom 4. April 1874, sowie des Reichsbeamtengesetzes vom 31. März 1873 und des Gesetzes über den ReichS- Jnvalidenfonds vom 11. März 1877 betr., vom 22. Mai 1893.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

cm die «rotzh. Bürgermeistereien deS Kreises.

Indem wir Sie auf die nachstehend abgedruckten 103 und 106 des rubr. Gesetzes (Reichsgesetzblatt Rr. 19 von 1893) Hinweisen, empfehlen wir Ihnen, Diejenigen, welche em Jntereffe an den durch diese Bestimmungen herbeigeführten Aenderungen haben, auf dieselben aufmerksam zu machen. Wir bemerken besonders, daß der Communaldienst von der Pensionskürzung nunmehr vollständig sreigelaffen ist.

I. V.: Dr. Melior.

Manöver für die Ausbildung der Truppen und Truppen­führer in weitesten Greifen unterschätzt werde. Jedes Aus­fallen derselben füge der Armee beträchtlichen Schaden zu und könne das Manco an Ausbildung durch nichts ersetzt werden. Auch dem einzelnen Manne präge sich das Kriegs- leben tief ein und verkette ihn mit dem Heere fürs ganze Leben. Deßhalb würde an maßgebender Stelle nur ungern auf die Manöver 'verzichtet.Nichts destoweniger würde nichts so unrichtig sein, als anzunehmen, die Heeresleitungen ließen nicht in dem Falle unter allen Umständen die im Vor­stehenden berührten Rücksichten zurücktreten gegen diejenigen auf das Gesammtwohl der Bevölkerung, wenn wirklich ein­getretene oder zu befürchtende Nothstände das Ausfallen der Manöver oder deren Verschiebung nahe legten. Die Ver­änderungen, welche in den diesbezüglichen Dispositionen mit Rücklicht auf die drohende Gefahr der Verschleppung der Cholera im vorigen Jahre getroffen wurden, beweisen zur Genüge, wie weit in solchen Fällen die Armeeleitung im Concediren zu gehen bereit ist. Im Uebrigen aber wird bei der Begründung der mehrfach besprochenen Wünsche zu wenig daran gedacht, daß kein verantwortliches Glied der Armeeleitung seine letzten Entscheidungen bezüglich der Manöver trifft, ohne mit derjenigen Instanz der Civilverwaltung sich ins Benehmen und in Einverständniß gesetzt zu haben, in der die Sorge für die Wohlfahrt aller Bürger concentrirt ist, nämlich mit dem Minister des Innern."

Das Futterausfuhrverbot Oesterreich- Ungarns soll hauptsächlich den Zweck haben, die österreichi­schen und ungarischen Viehzüchter, welche dieses Jahr zu ihren Beständen noch viel billiges Vieh gekauft haben, vor den Nachtheilen einer Futtertheuerung zu schützen. Auch wünscht man in Oesterreich nicht das Futter für die Militärpferde zu

I vertheuern. . ,

Friedrichsruh, 21. Juli. Fürst Bismarck hielt bei

Begrüßung der 800 Braunschweiger eine bemerkenswerthe politische Rede. Er äußerte sich abfällig gegen den Reichstag, der nach seiner Ansicht zu nachgiebig gewesen und über die Bureau- kratie, bestritt, daß er in seiner Rede an die Lipper für den Particu- larismus eingetreten sei und gab seinemMißtrauen gegendiePolen ______________ v I Ausdruck. Der Fürst betonte ferner, daß der Prinzregent genannten; sie öffentlich namhaft zu machen, wäre aber ver- Albrecht von Braunschweig ihm stets in allen Lagen unver-

früht. Die Angabe, daß für die beabsichtigte Reichsfinanz- änbert wohlwollend gewesen sei und besprach das Verhalten

reform u. A. eine Erbschaftssteuer in Erwägung gezogen sei, I ^jnes Sohnes im Reichstag.

ist, wie wir zuverlässig erfahren, durchaus unbegründet- es I Trier, 22. Juli. Das Generalcommando stellte die wird streng daran sestgehalten werden, daß die Einkommen- Herbstübungen des Brigade- und Divisions­und Vermögensbesteuerung den Einzelstaaten verbleibt. verbandes in der Eifel und dem Hundsrück ab. Die

Bekanntlich werden in vielen Kreisen Klagen über Gruppen üben bis zur Trierer Kaiserparade in der Garnison.

Nachtheile, welche mit dem Jnvaliditäts- und Alters- ^ie Kaisermanöver in den Reichslanden bleiben unverändert.

Versicherungsgesetze verbunden sind, erhoben. Ein

anscheinend officiöser Artikel derNordd. Allg. Ztg." befaßt sich nun mit den im Reichstage eingebrachten Anträgen des , 3lU»lOtlO»

Centrums und der Conservativen zur Abänderung gewisser! ,, _ . o . ..x .,

Bestimmungen des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- Wien, 22. Juli. Der Reichs-Krtegsmtnister Freiherr gesetzes. Der Artikel kommt darauf hinaus, daß die Regierung v. Bauer ist heute Abend 10 Uhr 45 Mm. g e ft o r 6 e n.

an eine grundsätzliche Aenderung des Gesetzes nicht denke, mit Budapest, 22. Juli. Nach dem Saat en st and vom dem ja auch die Socialdemokratie sich inzwischen befreundet 15. Juli sind die Ernteaussichten des Getreides im all-

babe, daß aber ein Gesetzentwurf in Vorberathung sei, der gemeinen Durchschnitte dem mittleren Ertrage ""^kommend,

wohl nicht im Umfang, aber im Sinne der vorerwähnten Der Weizenertrag kann als beinahe mittel bezeichnet werden,

rouiji iiiuji iui uu |uuö, __I wvn CÄor'tnfisor Auf 7R bis R2 Sfilnoramn

Antragsteller den vielen Klagen über die formale Handhabung des Gesetzes Rechnung tragen solle.

Berlin, 23. Juli. In dem Befinden des Grafen Caprivi ist eine wesentliche Besserung eingetreten; der Reichskanzler ist seit gestern im Stande, nicht nur im Zimmer, I sondern auch im Garten, wenn auch zunächst nur für kürzere

Berlin, 23. Juli. Der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin Augusta Victoria haben ihre Ostseefahrt beendigt und sind bereits am Samstag Abend auf dem Kaiser­schiffHohenzollern" nach Kiel zurückgekehrt. Als das be- merkenswertheste Ereigniß von dieser Kaiserreise muß hervor- gehoben werden, daß das kaiserliche Paar am Donnerstag und Freitag in Tullgarn eine sehr herzliche Begegnung mit dem Könige Oskar und dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Schweden gehabt hat, sicherlich ein neuer Beweis für die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden.

Trotzdem an der Absicht des Reichsschatzsecretärs ,v. Maltzahn-Gültz, zurückzutreten, kein Zweifel besteht, so wird dem Pensionär, st-nachdem es günMer für ihn ist, I ^chung^er ^Mnanzminis^r^ über ^e Deckungsvorlage zum die Pension bis zur Erfüllung des Doppelbetrages oder b I ^jlitäraesetz und die Reichssteuerreform in Frankfurt a. M. -ur Erfüllung jener Satze belassen. I am 6. August noch Theil nehmen wird, da die Entscheidung

§ 106. Unter Cwrldtenst im Sinne der vorstehenden °^r die Neubesetzung des Schatzamtes sich möglicherweise Paragraphen ist jeder Dienst bezw. jbde Beschäftigung eines I rn roirbi gür diese sind bisher auch schon andere Beamten zu verstehen, für welchen em Entgelt (die Natrna- I J I g ^kommen, als die in der Presse

lien nach ihrem Geldwerth gerechnet) aus einer öffentlichen | J ninrhen. wäre aber ver-

Neichs- oder Staatskasse gewährt wird; ferner der Dienst bei solchen Instituten, welche ganz aus Mitteln des Reiches oder Staates unterhalten werden.

Dienstverrichtungen gegen stückweise Bezahlung, gegen Boten-, Tage- oder Wochenlohn, auch wenn die Verwendung des Pensionärs zur Befriedigung eines dauernden Bedürf- niffes und mit Aussicht auf dauernde Beschäftigung erfolgt, gehören nicht hierher. ______________________________

Bekanntmachung,

5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, La­teinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. ..

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prü­fung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegen.

Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß.

Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattstndet, erfolgt entweder weitere Bekanntmachung oder schriftliche Mittheilung.

Darmstadt, den 13. Juni 1893.

Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende:

Dr. Zeller.

Deutsches Reich.